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Fällt die 7-Tage-Regel für Mediatheken?

Für die einen ist sie ein nicht zeitgemäßes Ärgernis, für andere ein wichtiger Baustein für fairen Wettbewerb: Die sogenannte “7-Tage-Regel”, die die Laufzeit von Filmen in den Mediatheken von ARD und ZDF bestimmt, sorgt seit Jahren immer wieder für Diskussionen. Damit könnte nun Schluss sein.

Nach einem Bericht des Berliner “Tagesspiegel” wollen führende Medienpolitiker, allen voran Rheinland-Pfalz’ Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die seit 2009 bestehende Ausstrahlungsgrenze komplett abschaffen. Dreyer, die auch Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder ist, habe dies vorgeschlagen, berichtet der “Tagesspiegel”. Zwar sind bereits jetzt schon Ausnahmen in einigen Bereichen möglich, zum Beispiel bei Dokumentationen, sollen nun auch Spielfilme, Krimis und Unterhaltungsformate vollkommen von der Regelung befreit werden.

Naturgemäß regt sich bei den Privatsendern dagegen Widerstand. „Was die Politik hier anschiebt, ist eine Phantomdebatte“, kritisiert Claus Grewenig, Geschäftsführer des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). Die Privaten fürchten durch einen Wegfall der Regel eine weitere, dazu noch gebührenbezahlte Konkurrenz für ihre eigenen Angebote. Schon jetzt leiden gerade die RTL- und ProSiebenSat1-Sender unter den auch in Deutschland immer beliebter werdenden VoD-Angeboten von AppleTV oder Watchever.

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