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“Bild BoxX” – die lahme VIP-Schaukel 2.0

Bild.de WebTV-Format "BoxX"

Bild.de WebTV-Format “BoxX”

Ungewöhnlich heimlich, still und leise für die Marke mit den grellen Schlagzeilen startete am Montag auf Bild.de ein neues WebTV-Format: “Bild BoxX – die Promi-Social-Show”. So bemüht außergewöhnlich wie der Titel daherkommt, ist die knapp drei Minuten lange Sendung in den ersten Ausgaben allerdings nicht geraten, im Gegenteil.

Was in den USA schon zum Standard-Onlineprogramm jeder People- und Klatschpostille im Netz, nämlich die VIP-News des Tages in mehr oder weniger bewegten Bildern, erreicht erst mit der traditionellen Verspätung europäische Gestade. In Deutschland tritt nun Bild.de an, mit einer Zusammenfassung von Twitter-, Instagram- und Facebook-Geschichten von Prominenten, moderiert von der hauseigenen Nachwuchskraft Laura Schlüter (die in der ersten Folge peinlicherweise noch nicht einmal vorgestellt wurde).

Überhaupt, diese Pannen: Technisch erstaunlich unsauber umgesetzt (Mehr Licht! Mehr Ton!), textlich mäandernd zwischen gewollt (“Ey, ich fass es nicht”) und ungewollt peinlich (“Viral geht das Pic ja schon durch die Decke”) und auch ansonsten nahezu ideenfrei, dient die lahme VIP-Schaukel 2.0 nicht gerade als leuchtendes Beispiel für die großen Bewegtbildpläne der Vierbuchstabenmarke. Das Ganze wirkt dann doch mehr wie ein notdürftig zusammengeschustertes Experiment aus den Anfangsjahren des WebTVs, also etwa um 2006.

Kein Wunder, dass man in Berlin da lieber die sehr stille Startvariante gewählt hat.

(Hier geht es zum Video…)

Ungewöhnlich heimlich, still und leise für die Marke mit den grellen Schlagzeilen startete am Montag auf Bild.de ein neues WebTV-Format: “Bild BoxX – die Promi-Social-Show”. So bemüht außergewöhnlich wie der Titel daherkommt, ist die knapp drei Minuten lange Sendung in den ersten Ausgaben allerdings nicht geraten, im Gegenteil. Was in den USA schon zum Standard-Onlineprogramm …

Review Overview

Idee
Umsetzung
Viral-Potenzial

Summary : Stars, Klatsch, Web - eigentlich ein Heimspiel für Bild.de. Doch technisch wie inhaltlich fehlt zu den US-Vorbildern noch eine ganze Menge.

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3 comments

  1. Niemand hat sich selbst gemacht.
    Gut.
    Aber diese “Moderatorin”: der unschöne Beweis, dass sogar ebensolche Frauen tatsächlich auch Chancen bei einem gewissen Publikum haben…
    Furchtbar! Ganz furchtbar!!!
    Meine sofortige Reaktion: klick – und weg.

  2. Also wenn die Bild eins nicht kann, dann ist das Webvideo: Der Player, der Server, die Moderatoren, die Technik, die Werbung, die Inhalte und es ist einfach immer so billig. Aua.

  3. Eine Moderatorin, die nicht viel kostet. Facebook kann man im Büro abfilmen, man muss nicht raus. Dazu ein paar kostenlose Gimmicks aus dem Schnittprogramm. Ergibt das perfekte Verlagsvideo. :-)

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