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OneTV-News: Apple macht ernst mit dem TV

AppleTV-Box: Bald schneller, übersichtlicher und mit viel mehr Programmen? (Fotoquelle: Apple/PR)

AppleTV-Box: Bald schneller, übersichtlicher und mit viel mehr Programmen?
(Fotoquelle: Apple/PR)

Apple + TV = Schnappatmung. Seit Tagen schon überschlagen sich im Netz die Gerüchte über neue Strategien, Software und Geräte, mit denen der Konzern aus Cupertino jetzt endlich das lukrative Fernsehgeschäft angreifen will. Nun wird es erstmals konkreter. Das gewöhnlich sehr gut informierte Technology-Ressort von Bloomberg berichtet nicht nur darüber, dass Apple seine TV-Box komplett überarbeitet hat (mit schnelleren Prozessoren und besserer Navigation) und im April vorstellen will – Apple sei nun auch kurz davor mit mehreren TV-Inhalteanbietern, darunter als prominentesten Vertreter Time Warner, Verträge über die Syndizierung von umfangreichen Videomaterial abzuschließen. Das wäre tatsächlich ein Durchbruch an einer Front, an der sich Apple bislang vergeblich abgekämpft hat – und eine gewaltige Erhöhung der Attraktivität des AppleTV-Angebots. Für ein eigenes TV-Gerät von Apple, über das immer noch spekuliert wird, wäre eine solche Optimierung der Box und ihres Programmes wohl das endgültige Aus. (Bloomberg)

Bietet der Second Screen doch mehr Vermarktungschancen als bisher vermutet? In einer neuen Untersuchung, die Nielsen in den USA veröffentlicht hat, wird klar, dass viel mehr TV-Zuschauer während des Programms auf ihrem Tablet oder Smartphone surfen, als bislang angenommen. Auch die Akzeptanz für Werbe- oder Shoppingangebote auf dem zweiten Bildschirm ist höher als gedacht. (Business Insider)

Der Rundfunkbeitrag bleibt weiter in der Diskussion. Angesichts höherer Einnahmen als zunächst vermutet, hatte die KEF vorgeschlagen, den Beitrag ab 2015 um 73 Cent zu senken. Die ARD-Gremien warnen nun vor einem “Schnellschuss”. (dwdl.de)

Hintergrund: In einer groß angelegten Studie haben der Videovermarkter YuMe und die Medienforscher von Interpret die Wirkungsweise von Videowerbung auf diversen digitalen Endgeräten untersucht. Dabei schnitten Spielkonsolen und (etwas überraschend) SmartTVs am besten ab. (Reelseo)

Die Ministerpräsidenten der Länder werden über ein gemeinsames Jugendangebot von ARD und ZDF für Fernsehen, Radio und Internet im März entscheiden. Das verkündete SWR-Intendant Peter Boudgoust nun bei der Jahrespressekonferenz seines Senders. Der SWR hat die Federführung für das Projekt übernommen. (kress.de)

Sehtipp: US-Comedy-Legende Jerry Seinfeld hat sich als leidenschaftlicher Fan der neuen Webvideo-Szene geoutet. In einem ebenso unterhaltsamen wie klugen Interview mit dem Internetportal “Buzzfeed” schwärmt Seinfeld über das kreative Potenzial, das durch das Internet allgemein und die neuen Möglichkeiten des digitalen Fernsehens gerade für Künstler freigelegt worden sei. (Tubefilter)

Lesetipp: In einem sehr beachtenswerten Beitrag für Re/Code analysiert Albert Lai, Technikvorstand von Brightcove, die Möglichkeiten, die Googles neuer TV-Dienst Chromecast für die Zukunft des Fernsehens eröffnet. Vor allem die Leichtigkeit, mit der neue Inhalteanbieter wie Chromecast-App auf die großen TV-Geräte kommen könnten, werde eine Welle von neuen Bewegtbildangeboten initiieren, so Lai.

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