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Alarmsignale im Filmtrailer kosten US-Sender Millionen

"Olympus has fallen"-Filmtrailer: Verbotene Töne für Sekundenbruchteile

“Olympus has fallen”-Filmtrailer: Verbotene Töne für Sekundenbruchteile

Diese Filmwerbung dürfte wohl die teuerste in der Geschichte sein. Weil sie einen Trailer des Actionstreifens “Olympus has fallen” ausstrahlten, sollen drei US-Fernsehsender nun Geldstrafen in Millionenhöhe zahlen.

Viacom, NBCUniversal und ESPN hatten im Frühjahr 2013 wiederholt einen Werbeclip für den Film (dt. Titel “Die Welt in Gefahr”, u.a. mit Gerard Butler und Morgan Freeman) gesendet, der den Angriff von Terroristen auf das Weiße Haus und Washington zeigt. Das Problem: In diesem Trailer (s.u.) werden an mehreren Stellen “verbotenen” Töne eingespielt. Es handelt sich um Signale des nationalen “Emergency Alert Systems”, mit denen in den USA in einem wirklichen Ernstfall auch über Fernsehen und Radio Alarm gegeben wird. Die Sender sind zwar dazu verpflichtet, diese Töne zu Testzwecken regelmäßig und vorab angekündigt im Nachtprogramm auszusenden – jede andere Verwendung, vor allem auch für nichtoffizielle Zwecke wie etwa Filmwerbung, ist aber streng untersagt.

Weil die drei betroffenen Sender die Filmwerbung nach den ersten Beschwerden von Zuschauern nicht wie andere Kanäle rechtzeitig aus dem Programm entfernt hatten, wurden sie nun von der nationalen Telekommunikationsbehörde FCC angeklagt. Die Verwendung der Töne in Werbespots und anderswo “unterminiere die Aufmerksamkeit der Zuschauer” für diese Alarmsignale, so die FCC. Sie sprach deshalb Geldstrafen zwischen 280.000 und 1,2 Millionen Dollar aus.

Hier ist nun der umstrittene Trailer, es geht unter anderem um den Dauerton ab Sekunde 3:

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