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Sechs Gründe warum Googles Chromecast unsere TV-Welt verändern wird

Google "Chromecast"-Stick:  So selbstverständlich wie der Kabelanschluss

Google “Chromecast”-Stick: So selbstverständlich wie der Kabelanschluss

Schon oft wurde sie ausgerufen, die “TV-Revolution”, so oft und voreilig, dass wir gar nicht merken, wenn sie wirklich da ist. Also wie heute.

Denn tatsächlich sind mit der Markteinführung von Googles TV-Stick “Chromecast” in Deutschland auch hierzulande die Voraussetzungen für die fundamentale Veränderung unserer Fernsehgewohnheiten endgültig erfüllt:

1. ein mit 35 Euro mehr als günstiges Produkt
2. ein globaler Anbieter, der sich keine Gedanken um Marketingbudgets oder Gewinnspannen machen muss
3. eine kinderleichte Installation
4. eine Kompatibilität mit beinahe 100 Prozent der derzeit aktuellen TV-Geräte
5. eine einfachste Bedienung über den Gebrauchsgegenstand #1 der Moderne: das Smartphone
6. ein offenes Entwicklungssystem, das sehr schnell eine riesige Menge an Inhalten bereitstellen wird

Natürlich: Noch hat auch der “Chromecast” mit Kinderkrankheiten zu kämpfen, nicht alles an Googles Wunderstick ist schon perfekt – aber jeder, der sein neues Spielzeug nach wenigen Minuten zum ersten Mal installiert und benutzt hat, spürt, dass damit der Riesenbildschirm im Wohnzimmer endlich wirklich ihm gehört. Dass das Prinzip des Internets, der sofortige Konsum mehr oder weniger jedes gewünschten Inhalts, nun auch tatsächlich und massentauglich in der “Lean-back-Phase” des Abends angekommen ist und die Zeit der linearen Diktatur (“Was läuft denn heute?”) radikal zuende geht.

Das dazu notwendige Ecosystem aus hochwertigen On-Demand-TV-Inhalten, einer unendlich großen Auswahl immer besserer Webvideos und einer ganzen Generation neuer Filmemacher ist schon da – nun galt es nur noch, das alles störungsfrei, attraktiv und sinnvoll aufbereitet, auf die großen Schirme zu bringen. Und genau das schafft das Prinzip der kleinen TV-Sticks, ob sie nun “Chromecast” heißen, oder, wie sehr wahrscheinlich bald schon, von Amazon; Apple oder sonst einem globalen Player als Konkurrenzprodukt angeboten werden.

Einen solchen Stick in die HDMI-Buchse seines Fernsehers zu stecken und ihn via Smartphone zu bedienen, wird schon bald genauso selbstverständlich sein, wie heutzutage der Kabelanschluss und die Fernbedienung. Man könnte sich dran gewöhnen.

About Ralf Klassen

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