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Netflix’ Chancen in Europa, Medienwächter kritisieren SmartTVs

Netflix DeutschlandAnalyse: Netflix könnte bis Ende des Jahres 2015 etwa 5 Prozent aller TV-Haushalte, rund 4 Millionen, in seinen sechs zukünftigen Angebotsländern in Europa erreichen. Zu diesem Schluss kommt der bekannte TV-Branchenanalyst Colin Dixon. Deutschland sei unter diesen Ländern der weitaus schwierigste, weil preissensibelste Markt, so Dixon weiter. Hier könne Netflix mit einem aggressiven Preismodell, das monatlich zwischen 5 und 12 Euro liegen dürfte, rund drei Prozent Marktabdeckung bei 2016 erzielen. Insgesamt erwartet Dixon für Netflix durch das Europa-Engagement eine kurzfristige Umsatz-Steigerung von rund 10 Prozent(nscreenmedia)

Protest: Fernsehen muss anonym bleiben. Diese Forderung stellt die “Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW” auf, die in einem neuen Bericht die, allerdings schon bekannte, Datensammelei durch SmartTVs massiv beklagt. Im Zentrum der Kritik der Medienwächter stehen dabei vor allem die interaktiven “Red Button”-Funktionen, mit denen viele Sender und Gerätehersteller Nutzungsdaten der Zuschauer registrieren. (New Business)

Angebot: Amazon setzt die Reihe seiner ungewöhnlichen Werbemaßnahmen für seine neue Video-Streamingbox “FireTV” fort. Nachdem vor einigen Wochen bereits Amazons Videochef Bill Carr höchstpersönlich in einem Kundenbrief die Vorzüge des neuen Systems anpries, bietet das Unternehmen (vorerst nur in den USA) ausgewählten Kunden einen kostenlosen, 30-tägigen Test von “FireTV” an, einschließlich Gratis-Versand und Freischaltung aller möglichen VoD-Angebote. (Mashable)

Rekord: Selbst aus der langweiligsten Radio-Rotation-List ist der Song mittlerweile verschwunden, aber auf Youtube feiert “Gangnam Style” weiter Erfolge. Das Video des koreanischen Rappers “Psy”, bereits jetzt mit Abstand der erfolgreichste Webvideoclip womöglich aller Zeiten, kratzt mit 1997140150 Aufrufen an der Zwei-Milliarden-Marke. (Recode, mit Originalvideo natürlich)

Interaktiv: Mehr als 16.000 User haben beim so genannten “Suddenlife”-Spiel “Tatort: Dein Auftrag” von Radio Bremen mitgespielt, teilte der Sender mit. Die Webseiten des Online-Detektivrätsels rund um den Tatort “Alle meine Jungs” wurden über 1,7 Millionen Mal abgerufen. (kress.de)

Interaktiv II: Die Quoten der ARD-Rätselshow “Quizduell” gingen zwar seit dem Start vor zwei Wochen kontinuierlich zurück, im Netz allerdings ist das Spiel mit der gleichnamigen App durchaus erfolgreich: 2,6 Millionen Antworten von “Quizduell”-Usern gingen während der Freitagsausgabe der Show ein. Das waren im Schnitt etwa 150 000 Antworten pro Frage, teilte der NDR mit. (Digitalfernsehen.de)

Angepasst: Die ARD hat ihre Mediathek nun auch “responsive”, d.h. sich flexibel an jedes Endgerät anpassend, programmiert. Neben der Designumstellung wurden auch inhaltliche Änderungen vollzogen. Sendungen, die vor allem ein junges / internetaffines Publikum ansprechen, werden im Angebot nun deutlicher präsentiert. (DWDL.de)

Abschwung: Trotz neuer Technologien wie SmartTV oder 3-D setzt sich die Verkaufskrise bei TV-Geräten weiter fort. Im vergangenen Jahr wurden mit rund acht Millionen Fernsehern in Deutschland rund 17 Prozent weniger als 2011 verkauft, belegt eine neue Studie von Deloitte. Bis 2018 werde der Markt um insgesamt weitere 25 Prozent schrumpfen. (Digitalfernsehen.de)

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