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Entlassungswelle bei den Maker Studios

"Maker Studios" Logo:  Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

“Maker Studios” Logo: Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

Bitter: Erst wenige Monate ist es her, dass die Maker Studios für einen geschätzten Preis von rund 500 Millionen Dollar von Disney gekauft wurden. Trotzdem (oder gerade deswegen?) setzt das MCN jetzt seinen, schon im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Plan um, und entlässt rund 10 Prozent seiner derzeit 380-köpfigen Belegschaft. Man baue in anderen Bereichen aber gerade schon wieder Jobs auf, ließ Maker verkünden. (Variety.com)

Neustart: In den vergangenen Monaten zog es immer mehr Youtube-Stars, vor allem in den USA, mit eigenen Sendungen ins “klassische” Fernsehen, Reality-TV-Star Kim Gloss geht den umgekehrten Weg. Die 21-Jährige, die durch Auftritte bei “DSDS” und im RTL-“Dschungelcamp” bekannt wurde, startete nun ihren eigenen Youtube-Kanal “KimGlossOfficial”, in dem es vor allem um Beauty- und Modetipps gehen soll. Der Gloss-Channel ist Teil der neuen „shootrs“-Programms der UFA und dem MCN Divimove.

Realsatire: Anderswo gilt es für Unternehmen als schick, von beliebten Comedians und Satirikern so gut wie nur möglich parodiert zu werden. Hierzulande ist das anders, wie die Klage des Nachrichtensenders N24 gegen das Satire-WebTV-Format “Postillon24″, das mittlerweile auch im NDR ausgestrahlt wird, zeigt. Man sei bei der Gestaltung des Postillon-Logos dem Design von N24 zu nahe gekommen, begründete der Newssender seine Einstweilige Verfügung, die dazu führte, dass bei der am Freitagabend ausgestrahlten Postillon-Sendung kurzfristig schwarze Balken über das Logo eingeblendet und die Mikrofone verpixelt wurden. Der Postillon berichtete auch darüber. (Quotenmeter.de)

Widerstand: Sky Deutschland und Watchever wehren sich gegen Vorwürfe aus Abmahnungen, die sie vor einigen Wochen vom “Verbraucherzentrale Bundesverband” bekommen haben. Die hatten bei insgesamt 14 deutschen Streaming-Anbietern, unter anderem auch Sky und Watchever, zum Teil massive Probleme mit Datenschutz, Werbung oder Preisänderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen beklagt. (Digitalfernsehen.de)

Appell: In einem ausführlichen Interview mit DWDL.de bittet RTL-Geschäftsführer Frank Hoffmann darum, amerikanisches Fernsehen hierzulande nicht allzu sehr zu glorifizieren und mehr Verständnis (und Begeisterung) für das RTL-Programm aufzubringen. Das Format “Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ etwa liefere als “TV-Berufsschule” ein “exzellentes Fernsehhandwerk”, “Comedy mit Meta-Ebene” und “Charaktere, die uns lange im Gedächtnis bleiben”.

Lesetipp: Mareike Nieberding portraitiert für FAZ.net – sehr kritisch – den hochgelobten und mehrfach ausgezeichneten Tilo Jung, der mit seinem WebTV-Interviewformat „Jung & Naiv“ zumindest medial sehr erfolgreich ist. Jung, der sich gerne als einen der letzten aufrechten Journalisten präsentiert (“Ich nenne eine Lüge, wenn sie eine Lüge ist”), sei auch deshalb so anders als traditionelle Politikberichterstattung im TV, weil es “im Journalismus nicht nur darum geht, komplexe Fragen zu erklären; sondern auch darum, die Intelligenz der Zuschauer nicht zu beleidigen”.

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