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Bizarrer Streit zwischen Netflix und Verizon

Netflix-Infotafel über Verizon-Probleme: Bizarrer Streit via PR-Mitteilungen (Credit: Yuri Victor)

Netflix-Infotafel über Verizon-Probleme: Bizarrer Streit via PR-Mitteilungen (Credit: Yuri Victor)

Konflikt: Noch massiv ausweiten könnte sich ein derzeit noch eher skurriler PR-Kampf, der seit einigen Tagen zwischen Netflix und dem US-Netzprovider Verizon ausgebrochen ist.

Netflix hatte nämlich damit begonnen, zu “Testzwecken” wie der VoD-Anbieter betont, seine Zuschauer mit Hinweistafeln darauf aufmerksam zu machen, dass eventuelle Probleme beim Empfang des Netflix-Angebotes an der Überlastung des Verizon-Netzes liegen würden. Zitat: “The Verizon network is crowded right now.” Was Verizon natürlich vehement bestreitet. Und Netflix wiederum heftig bejaht. Undsoweiterundsofort. Wie gesagt, der bizarre PR-Mitteilungskrieg wird wahrscheinlich noch weiter eskalieren, und womöglich grundsätzlich werden, also: stay tuned. Peter Kafka von Recode hat die Story…

Boom: Um über die Hälfte, genauer gesagt um bemerkenswerte 57 Prozent, hat sich in den USA der Anteil der mobil, das heißt auf Smartphones und Tablets, abgerufenen Videos innerhalb eines Jahres erhöht. Das belegt der aktuelle Video Report von Adobe. Die mobilen Abrufe machen demnach bereits 25 Prozent des gesamten digitalen Bewegtbildmarktes aus. (Tubefilter)

Zukunft: Als US-TV-Starmoderatorin Katie Couric im vergangenen Jahr ihr neues Engagement für Yahoo bekannt gab, blieb lange Zeit unklar, was die mehrfach dekorierte CBS-Journalistin denn genau für den Webkonzern tun sollte. Nun ist, nach ein paar kleineren Interviews, das erste große Ergebnis der Kooperation sichtbar: In ihrer neuen multimedial aufbereiteten Serie “Katie Couric World 3.0″ stellt Couric Personen und Unternehmen vor, die – so Yahoo – “unsere Zukunft massiv verändern werden”. Den, durchaus gelungenen, Anfang macht ein Porträt von Brian Chesky und dessen Firma Airbnb. (Tubefilter)

Netflix II: Der für den Herbst geplante Deutschland-Start von Netflix sorgt in der Branche weiterhin für Gesprächsstoff. Nach ersten durchaus positiven Prognosen internationaler Experten über die Erfolgsaussichten des US-VoD-Dienstes hierzulande, kommt nun der Münchner Videomarktanalyst “Veed” zu einem anderen Schluss: In einem Vergleich mit den deutschen Anbietern Maxdome, Watchever, Sky Snap und Amazon Prime Instant Video würde Netflix mit seinem derzeitigen (US-) Angebot in Sachen Preisgestaltung und Inhaltsangeboten, vor allem bei Serien, nur auf dem vierten Platz landen. Vorne sieht Veed den VoD-Service von Amazon. (Digitalfernsehen.de)

Erweitert: Auf die veränderten Sehgewohnheiten der Zuschauer anpassen, will der Werbekonzern “GroupM” sein Geschäftsmodell – und nimmt jetzt bei seinen Reichweiten- und Quotenmessungen in den USA auch Menschen auf, die eine Sendung innerhalb von 7 statt 3 Tagen nach Erstausstrahlung angesehen haben, via Mediathek oder Catch-up-recorder. Andere US-Werbefirmen wollen GroupM aber noch nicht folgen. (Adage.com)

Lifting: Nach dem optischen Relaunch von “Tagesschau” und “Tagesthemen” unterzieht auch RTL seine Nachrichtensendung “RTL aktuell” einer größeren Schönheitsoperation. Ab kommenden Dienstag soll das Team um Anchorman Peter Kloeppel in einem weitläufigeren Studio “freier agieren” können, das Ganze natürlich vor einer der derzeit anscheinend unvermeidlichen, aber nur selten sinnvollen Big-Screen-Panorama-3-D-Animations-Data-Wände. (Meedia.de)

Aufgerüstet: Googles TV-Streamingstick “Chromecast” wird – ähnlich wie sein Konkurrent AppleTV – immer mehr zum Multimedia-Home-Tool. Nun ist es auch ohne komplizierte Umleitungen möglich, eigene Fotos und Videos via Smartphone App direkt auf den Fernsehbildschirm zu bringen. (Techstage.de)

Lesetipp: Martin Giesler schwärmt auf Blogrebellen.de ausführlich und zu Recht über die ebenso skurrilen wie unterhaltsamen Webvideos, mit denen Buzzfeed im Netz große Erfolge feiert.

Sehtipp: Alle Google-Mitarbeiter lieben ihre Datenbrille “Google Glass”, vor allem, wenn man mit ihr ganz einfach und unbemerkt filmend durch die Straßen ziehen kann. Oder etwa nicht? Das NDR-“Kulturjournal” hat den Test gemacht.

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