Home / Newsticker / Amazon experimentiert mit Werbespots bei VoD

Amazon experimentiert mit Werbespots bei VoD

Amazon-Angebot "Prime Instant Video": Erste Tests mit Werbespots bei Video-on-demand (Foto: Amazon/PR)

Amazon-Angebot “Prime Instant Video”: Erste Tests mit Werbespots bei Video-on-demand (Foto: Amazon/PR)

Einnahmequelle: Amazon hat in den USA damit begonnen, Werbespots in seine frei verfügbaren Videoangebote einzubetten.
Der Konzern bietet schon seit Längerem auf seiner Videoplattform eine Auswahl kostenloser Episoden von älteren TV-Serien und -Filmen an, die als Schnupperangebot für den Bezahlservice “Prime Instant Video” dienen sollen. Allerdings waren diese Lockvideos bisher auch komplett werbefrei. Experten sehen in dem Amazon-Schritt einen ersten Test für eine mögliche Ausweitung der Werbezone auf kostenpflichtige Video-on-demand-Angebote. Dieses wäre sicherlich für die Refinanzierung der derzeit extrem niedrigpreisigen VoD-Services hilfreich – aber auch der Bruch eines Branchentabus.(Recode)

Strategie: Twitter hat mit dem Kauf von SnappyTV einen sehr wichtigen Schritt im Konkurrenzkampf um die “wirklich wichtigen Momente” gemacht, urteilt Will Richmond in seiner Analyse des Deals auf Videonuze. Die Akquise des Startup-Unternehmens, das darauf spezialisiert ist, Ausschnitte aus Live-TV-Sendungen möglichst schnell in den Sozialen Netzen zu verteilen, versetze Twitter in die Lage, das User-News-Interesse bei Großereignissen für sich zu gewinnen.

Rekord: Über 60 Prozent der Videoabrufe der Maker Studios, mit über 50.000 Youtube-Partnern eines der weltweit größten Multichannel Networks, werden mittlerweile über mobile Geräte ausgelöst, berichtet Erin McPerson, Content-Chefin von Maker im Videointerview mit Beet.TV. Diese Entwicklung stelle an alle Webvideo-Beteiligten, vom Producer zum Vermarkter, noch einmal gänzlich andere Anforderungen.

Nachfrage: SmartTVs kommen beim Zuschauer besser an als gedacht, zumindest laut dem “Trendmonitor 2014″, einer Kundenbefragung der Fachhändlerkette “Euronics”. Demnach nutzen immer mehr Kunden die SmartTV-Funktionen oder erkundigen sich beim Neukauf eines Fernsehers aktiv danach. (Digitalfernsehen.de)

Alarm: Noch ist der Kauf des Game-Livestream-Anbieters Twitch durch Google (für geschätzte 1 Milliarde Dollar) nicht endgültig bestätigt, doch eine neue Funktion belegt schon die intensivere Zusammenarbeit beider Unternehmen. Gamer, die eine neue Liveübertragung auf Twitch starten, können nun ihre Abonnenten, die zeitgleich auf ihrem Youtube-Kanal unterwegs sind, mit einer Extra-Hinweistafel darauf aufmerksam machen. Ein Klick führt diese dann zum Twitch-Live-Channel – und treibt die Vernetzung der beiden Plattformen weiter voran. (Tubefilter, mit Erklärvideo)

Konkurrenz: Rob Vegas schwärmt in seiner Kolumne auf Quotenmeter.de von den großen Möglichkeiten des Internet-TV. Die unkomplizierte Technik, über eine einfache DSL-Leitung ein attraktives Senderpaket und VoD-Angebote empfangen zu können, sei eine echte Alternative zu Satellit- und DVB-T-Lösungen.

Sehtipp: Die Geigerin Lindsey Sterling ist mit über fünf Millionen Abonnenten und fast 700 Millionen Videoabrufen einer der größten Stars auf Youtube. In einem Adweek-Video beschreibt die 27-Jährige ihren ungewöhnlichen Karriereweg und ihr Rezept für einen erfolgreichen Youtube-Auftritt.

Zitat des Tages: “Bei der Abonnentenzahl sehe ich keine Grenze nach oben. Das ist lediglich eine Frage der Zeit“. James Murdoch hält eine Abonnentenzahl von zehn Millionen für Sky Deutschland für realistisch. (Handelsblatt)

Lesetipp: Martin Hitz portraitiert für die Neue Züricher Zeitung das kanadisch-amerikanische Shootingstar-Unternehmen “Vice Media”, das vor allem mit seinem Bewegtbildangebot zu einer der ersten Nachrichtenquellen für die Digital Natives geworden ist.

Enthüllung: Einen echten TV-Skandal aufgedeckt hat das Satire-Portal “Der Postillon”: Am vergangenen Wochenende wurde auf RTL tatsächlich während einer Sendung ein “Werbespot ohne jeglichen WM-Bezug” ausgestrahlt.

Kommentar verfassen