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Axel Springer gibt “TunedIn” auf

"SocialTV"-App "TunedIn": Nicht so entwickelt, wie geplant"

“SocialTV”-App “TunedIn”: Nicht so entwickelt, wie geplant”

Abgeschaltet: Das Second-Screen-Angebot TunedIn muss in die Insolvenz gehen. Auch die Investition des Springer-Verlags, der Anfang 2013 als Mehrheitseigner bei dem Start-up eingestiegen war, half den Berlinern auf dem umkämpften SocialTV-Markt nicht mehr weiter. Die User-Zahlen erreichten nie relevante Größenordnungen, zudem hatte TunedIn immer wieder mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. “Wir haben 18 Monate an dem Projekt gearbeitet. Aber der Second-Screen-Markt hat sich nicht so entwickelt, wie wir geplant hatten”, erklärte ein Springer-Sprecher. Geschäftsführung und Insolvenzverwalter suchten jetzt gemeinsam nach einem geeigneten Investor oder Käufer.(Meedia)

Rückstand: Trotz großer Bemühungen (und Investionen) liegt das Streaming-Angebot von Amazon in den USA gegenüber dem Hauptkonkurrenten Netflix noch zurück. Netflix habe im Vergleich zu Amazon eine deutlich größere Auswahl an Spielfilm- und Serien-Hits, so eine aktuelle Studie. (Wall Street Journal)

Analyse: “Es geht vor allem um die Daten.” Yuyu Chen erklärt auf “clickz.com” die Strategie, die Facebook mit dem millionenschweren Kauf der Video-Werbeplattform LiveRail verfolgt. Es ist das bislang größte Investment von Facebook in den boomenden Webvideomarkt.

Initiative: In der Politik wachsen die Bestrebungen, die umstrittene 7-Tage-Regel für die Mediatheken von ARD- und ZDF zu kippen. Im Berliner Abgeordnetenhaus wurde nun ein Antrag der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen, Die Linke und der Piraten zur Abschaffung der Frist zur Abstimmung angenommen. Sollte der Entscheid positiv ausfallen, ist der Berliner Senat aufgefordert, Verhandlungen mit den anderen Bundesländern über eine Neuregelung dieser Fristen aufzunehmen. Bereits im vergangenen Jahr hatten mehrere Medienpolitiker die Abschaffung der 7-Tage-Regel gefordert. (Digitalfernsehen.de)

Abpfiff: Sky beendet nach mehreren vergeblichen Anläufen den Versuch, eine Fußballshow in Deutschland zu etablieren. Der PayTV-Sender stellt sein Format “Samstag Live!” ein, das am Abend des Bundesliga-Spieltage zuletzt als fast dreistündige, “interaktive Mitmach-Show für Fans” angepriesen wurde – allerdings gleichbleibend schlechte Quoten verzeichnete. (Quotenmeter.de)

Ablösung: Die US-Sendergruppe A&E Networks löst den “Biography Channel” in den deutschen Kabelnetzen durch seinen Premiumsender A&E ab. Der Kanal, der in erster Linie Serien und Reality-Shows zeigt, geht ab dem 22. September auf Sendung. (W&V.de)

Erfolgsrezept: Wie bei RTLplus in den 80er-Jahren: Mit Uralt-Filmen wie “Wenn der Vater mit dem Sohne” oder “Wenn mein Schätzchen auf die Pauke haut” und Soft-Erotik-Streifen, z.B. aus der berühmt-berüchtigten “Josefine Mutzenbacher”-Reihe möchte Helmut Thoma (“Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler”) seinem neu erstandenen Sender NRW.tv auf die Zuschauersprünge helfen. (DWDL.de)

Lesetipp: Das “Upload Magazin” portraitiert den amerikanischen Technikjournalisten Leo Laporte, der unter TWiT.tv eine eigene, sehr profitable Medienmarke mit Audio- und Video-Podcasts aufgebaut hat. (Upload Magazin)

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