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Youtube lockt “Abtrünnige” mit Extra-Geld

"Reich werden mit Youtube" - das versprechen viele Berater und PR-Strategen. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

“Reich werden mit Youtube” – das versprechen viele Berater und PR-Strategen. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

Youtube reagiert auf die verstärkten Bemühungen vieler seiner Stars, die mittlerweile auch außerhalb der Videoplattform Glück, Erfolge und vor allem bessere Einnahmen suchen. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Youtube in den vergangenen Wochen Gespräche mit vielen solcher “abtrünnigen” Produzenten begonnen, um neue Kooperationsmodelle vorzuschlagen. Demnach bietet Googles Videodienst an, Produktionen seiner Stars auch auch externen Plattformen und Kanälen mit Geld, Infrastruktur und Logistik zu unterstützen, und dafür an den Einnahmen beteiligt zu werden. Noch immer leidet Youtube unter zu geringen Werbeeinnahmen und damit äußerst bescheidenen Gewinnen auch für viele seiner Produzenten. Mit zahlreichen “Qualitäts-“, “Exklusivitäts-” und “Reichweiten-” Kampagnen will die Plattform derzeit zumindest für seine Topstars bessere Werbepreise durchsetzen. (Tubefilter)

Offline: Fullscreen, eines des größten Multichannel Networks weltweit, will mit der Popularität seiner Stars nicht mehr nur digital, sondern auch “im echten Leben” Geld verdienen. Auf einer eigens gegründeten Live-Eventreihe namens “Intour” präsentiert Fullscreen rund ein Dutzend seiner bekannten Youtube-Figuren in großen US-Städten. Die Ticketpreise liegen zwischen 40 und 150 Dollar. (Tubefilter)

Platzkampf: Die Entscheidung von RTL, sogenannte “Drittanbieterformate” wie “Spiegel TV”, “Stern TV” und “10 vor 11″ vorläufig aus dem Programm zu nehmen, ist vor allem von Taktik geprägt, urteilt Thomas Lückerath auf DWDL.de. Der Sender versuche, die Unsicherheit auszunutzen, die nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg über die “neu zu prüfende “Lizenzvergabe für solche Anbieter entstanden ist. Schon lange gibt es Bestrebungen bei RTL, die nicht immer erfolgreichen Formate loszuwerden.

Boykott: ZDF-Moderator Claus Kleber beklagt die mangelnde Bereitschaft von Politikern, für Interviews zur Verfügung zu stehen. Dem “Spiegel” sagte Kleber: “Es ist viel schwerer geworden, sie überhaupt vor die Kamera zu bekommen. Angeführt von der Kanzlerin macht sich in Berlin eine Zurückhaltung breit, sich überhaupt solchen Interviews zu stellen. Dabei würde es einer Demokratie gut anstehen, wenn die Mitglieder ihrer Regierung bei wichtigen Anlässen Rede und Antwort stehen. Gerade, wenn’s schwierig wird.” (Digitalfernsehen.de)

Ärger: Um bis zu 30 Prozent erhöht Sky für die nächste Bundesliga-Saison die Gebühren für Gastwirte, die die Live-Fußballübertragungen des Senders anbieten wollen. Vor allem kleinere Gaststätten und Vereinsheime klagen nach Recherchen von Quotenmeter.de über die massiven Preissteigerungen.

Mittelmaß: Die von Jan Böhmermanns “Bild- und Tonfabrik” produzierte neue WDR-Comedyshow “Die unwahrscheinlichen Ereignisse im Leben von…” hat bei der ersten Ausgabe nicht vollkommen enttäuscht, urteilt Hans Hoff in der Süddeutschen Zeitung. Die Premiere, immerhin eine “Träne im Ozean”, habe mit einem durchaus spielfreudigen Ensemble aufgewartet, aber unter der biederen Harmlosigkeit des Protagonisten Frank Elstner gelitten. Der WDR will zunächst noch weitere fünf Folgen der Show produzieren lassen.

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