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Google kauft Live-Game-Plattform Twitch für 1 Milliarde Dollar

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

Endspiel: Schon seit Wochen wurde darüber offen diskutiert, nun scheint der Deal perfekt: Google übernimmt den Game-Streaming-Spezialisten Twitch für sage und schreibe 1 Milliarde Dollar. Die 2011 gestartete Live-Streaming-Plattform, die mit 50 Millionen Usern der weltweite Marktführer der Branche ist, soll Teil von Youtube werden. (VentureBeat)

Konkurrenz: Jeff Bercovici erläutert auf Forbes.com, wie Facebook langsam, aber sehr sicher in die Werbe-Jagdgründe des klassischen Fernsehens eindringt. Die deutliche Erhöhung der Sichtbarkeit von Videomaterial auf Facebook, die wohl jeder User des Netzwerkes in den vergangenen Wochen bemerkt hat, sei da nur der erste Schritt.

Entlohnung: Die Pläne, vor allem innerhalb der deutschen Politik, die Sieben-Tage-Grenze für ARD- und ZDF-Mediatheken aufzuheben, hat nun Autoren, Produzenten und Regisseure auf den Plan gerufen. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie eine Vergütung, deren Höhe sich „nach den Erlösen richten muss, die durch das Mediatheken-Angebot auf anderen Verbreitungswegen verloren gehen“. Angesichts der steigenden Nutzung von Mediatheken befürchten die Verbände, dass im Fernsehen weniger wiederholt wird. (Tagesspiegel.de)

Boom: Einen echten Schub für Twitter hat die Fußball-WM hierzulande gebracht. Vor allem die nahezu ständige Präsenz in den Übertragungen der großen TV-Anstalten habe den Micro-Nachrichtendienst und seine Möglichkeiten als Second Screen nun für eine neue Zielgruppe bekannt gemacht, schreibt Holger Schmidt in seinem “Netzökonom”-Blog.

Lesetipp: Todd Spangler kommentiert auf Variety.com die jüngsten Versuche vieler großer Webkonzerne, eigene Videoplattformen als Konkurrenz zu Youtube aufbauen zu wollen. Vor allem um die Pläne von Yahoo, das derzeit weltweit bekannte Webvideo-Produzenten abwerben will, sei mittlerweile, so Spangler, ein “Hype als Youtube-Killer” aufgebaut worden, der der Realität nicht entspricht. In Wahrheit sei die beherrschende Marktstellung von Googles Videoplattform so dominant, dass sie auf Jahrzehnte, wenn nicht für alle Zeiten, von niemandem ernsthaft gefährdet werden dürfte.

Sehtipp I: Mit ihrem neuen Webportal “1weiter.net” hat die Axel Springer Akademie ein gutes Beispiel für multimediales Storytelling abgeliefert. Vor allem die Videobeiträge auf der speziell für Smartphones optimierten Webseite sind sehr gelungen, treten nicht in Konkurrenz zu den geschriebenen Reportageteilen (oder wiederholen sie bloß), sondern bieten eine sinnvolle Ergänzung und nochmals andere Eindrücke zu den Themen.

Verjüngt: Watchever hat für seine iPhone- und iPad-Angebote eine neue, kindgerechte Benutzeroberfläche gestartet. “Watchever KiDS” bietet einen geschützten Bereich für Kinder bis 12 Jahren, in dem diesen nur altersgerechte, werbefreie Inhalte finden, wie das Unternehmen verspricht. Bis zu fünf Kinder können sich auf dem Angebot individuell angemeldet werden. (DWDL.de)

Sehtipp II: Beauty-Vloggerin Michelle Phan, einer der weltweit größten Youtube-Stars, spricht im Video-Interview mit dem Wall Street Journal über ihre Arbeit und die große Herausforderung, der “vollkommen neuen Zuschauergeneration” und ihrer veränderte Bedürfnisse gerecht zu werden.

Technik-Tipp: Auch wir von OneTV Mag waren begeistert, als im vergangenen Jahr die New Yorker Digitalagentur “Interlude” das interaktive Musikvideo zum Bob-Dylan-Klassiker “Like a Rolling Stone” veröffentlichte, bei dem man sich als virtueller Zuschauer durch viele TV-Kanäle zappen konnte – und doch immer wieder beim Song landete. Der Lohn: etliche internationale Preise. Wer will, kann nun ebenfalls so eine faszinierende Produktion angehen: Interlude hat die Technik für das Mehrkanal-Video jetzt für jedermann auf seiner eigenen Video-Produktionsplattform Treehouse bereitgestellt. (via Tubefilter)

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