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Neues Shortvideo-Angebot: Amazon macht jetzt auf Youtube

Amazon "Video-Shorts": Auf den Spuren von Youtube

Amazon “Video-Shorts”: Auf den Spuren von Youtube

Abgeguckt: Amazon setzt seine Expansion im Webvideo-Geschäft fort, und ahmt dafür auch offensichtlich die erfolgreiche Konkurrenz nach. Denn mit der Einführung des neuen Angebotes “Video Shorts” auf seiner VoD-Plattform “Prime Video” kupfert Amazon die größten Trümpfe im Portfolio von Youtube ab: Immerhin schon über 100.000, frei zugängliche Videoclips, hauptsächlich aus den Bereichen Musik, Games, Kino und Technik umfasst die neue Plattform, die bislang noch nicht offensiv von Amazon beworben wurde und offensichtlich zunächst einmal ausgiebig im Livebetrieb getestet werden soll. Doch die Methodik hinter dem Angebot ist bereits klar. Mit den Gratis-Clips sollen neue Usergruppen auf die Prime-Plattform gelockt werden, zudem fungiert fast jeder Clip schon jetzt als Teaser für ein anderes kostenpflichtiges Angebot aus dem Amazon-Universum. Es wird spannend zu beobachten sein, wie groß Amazon sein neues Shortvideo-Programm noch ausbauen will. (Techcrunch, Tubefilter)

Verkaufspläne: Vevo, die derzeit neben Youtube erfolgreichste Webvideo-Musik-Plattform der Welt, bereitet nach einem Bericht von Recode seinen Verkauf vor. Das Unternehmen, ein Joint Venture unter anderem von Universal, Sony und Google, suche derzeit nach einem Käufer für Anteile in Höhe von einer Milliarde Dollar, schreibt Peter Kafka.

Neukonstruktion: Der britische PayTV-Anbieter BSkyB übernimmt Sky Deutschland und Sky Italia von Rupert Murdochs “Century-Fox” und vereint sie unter der neu geschaffenen Marke “Sky Europe”. Der Sender hofft sich dadurch Synergien, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Technik und der Produktion von Serien. (turi2)

Neustart: Gibt es einen Wiederbelebungsversuch für “Germany’s Gold”, der großen gemeinsamen Video-on-demand-Plattform von ARD und ZDF? Vergangenes Jahr war das Vorhaben am Nein des Kartellamtes gescheitert, nun gibt es laut Medienberichten zumindest in der ARD schon wieder Bestrebungen, eine rechtlich machbare Alternative zu entwickeln. ARD und ZDF wollten über das VoD-Plattform ihre Produktionen aus den vergangenen Jahrzehnten anbieten. (Digitalfernsehen.de)

Fortschritt: AOL kommt mit der Vermarktung seiner neuen Webvideo-Formate gut voran. Von den 16 im April angekündigten Eigenproduktionen seien bereits acht über Sponsordeals gegenfinanziert, berichtete das Unternehmen. Zudem benannte AOL mit Marta Martinez eine neue, weltweite Verkaufschefin für Videowerbung. (Adage.com)

Ambitionen: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz will mit seinem neu gekauften Videoportal Flimmit zwar nicht Netflix, das auch in Österreich im September startet, Konkurrenz machen, hat aber doch ein ähnliches Publikum im Sinn – auch auf den deutschen Markt. Überhaupt sei das Web das wichtigste strategische Feld in den nächsten Jahren, so Wrabetz. (Der Standard)

Überwachung: Rund um die Uhr wird der Livestream auf der VoD-Plattform Maxdome geschaltet sein, mit dem man – wenn man denn tatsächlich will – ab dem 15. August zwölf halbwegs Prominenten im “Big Brother”-Haus beobachten darf. Das 15-Tage-Paket kostet 15,99 Euro. Im klassischen TV läuft die Mutter aller Voyeur-Shows alltäglich um 22:15 Uhr in Sat.1 und als Mitternachtsshow auf sixx. (kress.de)

Lesetipp: Ein Jahr nach Markteinführung kann sich die Fachwelt immer noch nicht richtig einigen, ob Googles Chromecast tatsächlich ein Erfolg ist – oder nicht. Janko Roettgers erklärt für GigaOm sehr überzeugend, warum er den Streamingstick – trotz aller Anfangsprobleme – nach wie vor eminent wichtig für die Zukunft des Fernsehens hält.

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