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Sarah Palin startet eigenen WebTV-Kanal

WebTV-Kanal von Sarah Palin: Homestorys und krude Botschaften

WebTV-Kanal von Sarah Palin: Homestorys und krude Botschaften

Sendungsbewusst: Sarah Palin, ehemalige Vorzeige-US-Republikanerin, hat ihren eigenen Web-TV-Kanal gestartet. Für 9,95 Dollar monatlich kann man die traditionell eher kruden Botschaften der exzentrischen Politikerin abonnieren – oder zwischendurch Homestories mit Palins Familie bewundern. Sie wolle mit ihrem Programm den direkten Kontakt zu ihren Anhängern suchen, so Palin im Intro-Video, und den Filter der “Mainstream-Medien” durchbrechen. Produziert wird der Kanal vom neuen US-WebTV-Anbieter Tapp, der von Jeff Gaspin, dem früheren Vorstandschef von NBC Universal, und dem ehemaligen CNN-US-Chef Jon Klein gegründet wurde..(Variety)

Großeinkauf: Über 3 Milliarden Dollar hat die US-Kultserie “Seinfeld” NACH ihrem TV-Ende 1996 eingespielt – durch Fernsehwiederholungen und DVD-Verkäufe. Bis heute gibt es allerdings keine einzige Episode der insgesamt neun Staffeln bei einem Online-Streamingdienst zu sehen. Das könnte sich nun bald ändern. Wie mehrere US-Mediendienste berichten, verhandelt – Überraschung – Netflix gerade mit den “Seinfeld”-Rechteinhabern, darunter Jerry Seinfeld und Warner Bros.

Startschuss: Sport-TV-Inhalte werden im Netz immer populärer, das erkennen neben Rechtevermarktern, Sportverbänden und Vereinen nun auch Fernsehsender. Aus diesem Grund hat sich soeben “Fox Sports”, einer der größten Sport-TV-Kanäle in den USA, die Dienste von “Sporting News Media”, einem führenden Onlineangebot gesichert. Der neue Verbund erreicht über 55 Millionen Web-Zuschauer. (Adweek)

Grauzone: Neue TV- und Video-Verbreitungsformen werden immer wichtiger, verharren aber in Deutschland oft noch “im regulatorischen Niemandsland”, analysiert Patrick Schulze für Digitalfernsehen.de. Die im klassischen TV-Bereich so strenge deutsche Gesetzeslage habe angesichts der neuen digitalen und non-linearen Entwicklungen noch sehr viele Lücken zu schließen.

Neustart: RTL muss “SPIEGEL TV”, “stern TV” und “10 vor 11″ wieder ausstrahlen. Das hat, erwartungsgemäß, die Niedersächsische Landesmedienanstalt entschieden. Wegen eines Formfehlers bei der Zulassung hatten die Kölner die über das dctp-Drittanbieterfenster laufenden Programme zeitweise ausgesetzt. (Süddeutsche.de)

Dokumentiert: Zum 100.Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges hat Mediakraft Networks einen Youtube-Kanal über den blutigen Konflikt gestartet. Mit historischen Aufnahmen soll der Krieg bis 2018 in “Echtzeit” erlebbar werden. (via turi2)

Lesetipp: Hans-Peter Siebenhaar prophezeit in seiner Handelsblatt-Medienkolumne “Das Ende der Fernseh-Gemütlichkeit” für die deutschen TV-Konzerne. Angesichts des Markteintritts von Netflix im September müssten die heimischen Platzhirsche sich auf härtere Preisverhandlungen mit US-Filmhändlern und einen weiteren Rückgang in der jungen Zuschauerschaft einstellen. Darauf seien ARD und ZDF gar nicht und die Privaten nur zum Teil vorbereitet, so Siebenhaar.

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