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Author Archives: Ralf Klassen

Gewinnen Sie exklusive Tickets für den newTV-Kongress

Der newTV-Kongress in Hamburg zählt zu den Pflichtterminen der deutschen Bewegtbildszene. Seit einigen Jahren schon treffen sich Senderchefs und Produzenten, Webvideoexperten und Vermarkter, Agenturen und Medienjournalisten auf der stets hochkarätig besetzten Veranstaltung, um sich über die neuesten Trends und Strategien auszutauschen.

Dieses Jahr lautet das Motto des am 3. April im Oberhafenkontor in Hamburg stattfindenden Kongresses “everybody >> everything – the new formula for media success?“.

Denn aktuelle Entwicklungen zeigen, dass sich immer mehr Medienunternehmen außerhalb ihrer angestammten Geschäftsbereiche bewegen. Dabei werden nicht nur bestehende Geschäftsfelder erweitert, die Firmen ergänzen auch ihre Wertschöpfungsketten und übernehmen Aktivitäten, die zuvor von anderen Unternehmen erledigt wurden. So verantworten beispielsweise Produktionsfirmen eigene YouTube-Channel, Printhäuser entwickeln digitale Bewegtbildangebote und Fernsehsender werden zu Internetunternehmen.

Ist also “Jeder macht alles” wirklich die neue Erfolgsgarantie im digitalen Bewegtbildzeitalter? Über diese und viele andere aktuelle Fragen diskutieren Experten wie Frank Beckmann (Programmdirektor NDR),  Arnd Benninghoff (Chief Digital Officer ProSiebenSat.1), Thomas Kowollik (Marketing Director Xbox, Microsoft Deutschland), Eiko Wachholz (Casei Media) oder Richard Gutjahr (Medienjournalist & Blogger).

Für die Keynote konnte Richard Cusick, General Manager von Tribune Media Services (TMS), gewonnen werden. Der US-Verlag, Herausgeber der “Chicago Tribune” und “Los Angeles Times”, wurde in den letzten Jahrzehnten konsequent von einem reinen Printverlag zu einem Bewegtbild-Multimedia-Anbieter umgebaut.

(Mehr über das Programm und die Anmeldemöglichkeiten erfahren Sie hier auf der Website des Kongresses.)

Gewinnen Sie mit OneTV Mag drei exklusive Tickets

OneTVMag ist in diesem Jahr zum ersten Mal Medienpartner des newTV-Kongresses und wird in den nächsten Tagen, und natürlich auch während und nach der Veranstaltung am 3. April berichten. Und wir bieten noch mehr: Wir verlosen drei exklusive Kongress-Tickets im Wert von jeweils 200 Euro, damit auch Sie an diesem hochrangigen Event teilnehmen können.

Es ist ganz einfach: Füllen Sie das unten stehende Kontaktformular aus und schicken es an die Redaktion. Einsendeschluss ist der 23. März, die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen)

Vielleicht sehen wir uns ja in Hamburg. Wir würden uns freuen. Viel Glück.

Twitter holt Youtube-Topmann als TV-Chef

Twitter will seine beherrschende Stellung als "Second Screen" für TV weiter ausbauen

Twitter will seine beherrschende Stellung als “Second Screen” für TV weiter ausbauen

Top-Personalie: Twitter intensiviert nochmals seine Bestrebungen, auch den TV-Werbemarkt anzugreifen und macht mit Baljeet Singh einen ausgewiesenen Online-Video-Experten von Youtube zu seinem neuen “Head of TV and Video”. Singh, der bei Youtube als einer der besten Werbespezialisten gilt, soll vor allem neue Kundschaft aus der Fernsehbranche für Twitters “Amplify”-Programm gewinnen, das TV-Sendern Möglichkeiten gibt, mit Trailern und Spots direkt auf Twitter für ihre Sendungen zu werben. (Tubefilter)

Amazon wird mindestens vier seiner derzeit in den “Amazon Studios” im Test befindlichen, eigenen TV-Projekte in Auftrag geben, meldet Variety. Bei denen durch Zuschauerbefragungen und Big-Data-Untersuchungen bestätigten Formaten handelt es sich um jeweils zwei Comedy- und Mystery-Serien, unter anderem eine des bekannten “X-Files”-Erfinders Chris Carter. (Variety.com)

ProSiebenSat.1 exportiert sein erfolgreiches “Multi-Channel-Network”-Konzept “Studio-71″, mit dem der Konzern sein digitales Bewegtbildgeschäft steuert, nun auch nach Österreich. Ziel sei es unter anderem, junge österreichische Youtube-Talente zu finden und fördern. (Pressemitteilung)

Wie wir an dieser Stelle bereits gestern gemeldet haben, dürfte dem geplanten, digitalen Jugendkanal von ARD und ZDF bei der für heute auf der Ministerpräsidentenkonferenz vorgesehenen Entscheidung tatsächlich das endgültige Aus ereilen. Der Online-Mediendienst “Newsroom.de” hat nun auch das umstrittene “Konzeptpapier” zum Jugendkanal veröffentlicht, das bei Medienpolitikern und Branchenexperten ob seiner inhaltlichen Dürftigkeit “regelrecht Entsetzen” hervor gerufen habe. (newsroom.de)

Auch Dinos können noch erfolgreich ins “NewTV”-Geschäft einsteigen: Der US-Kabelriese Comcast feiert mit seiner erst im vergangenen Herbst neu gestarteten Video-on-Demand-Plattform “Xfinity On Demand” bereits feine Gewinne. So sei Comcast etwa bei den Downloadzahlen für den aktuellen Hollywood-Hit “Gravity” bereits die Nummer 2 nach iTunes. (Home Media Magazine)

Lesetipp: Will Richmond analysiert auf Videonuze den (noch nicht bestätigten) Kauf der Maker Studios durch Disney – und lobt den Unterhaltungskonzern dafür, nach Jahren der Ignoranz und gescheiterter, eigener Versuche nun strategisch klüger auf die junge Zielgruppe zuzugehen. (Videonuze)

Lesetipp II: Wie verändert sich das Werbegeschäft in diesem immer schneller von digitalen Innovationen und ständig wechselnden Allianzen geprägten Bewegtbildmarkt? Jeff Lanctot, der CEO des Video-Vermarkters “Mixpo”, erklärt auf Adage.com die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Ad-tech-Industrie.

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Gemeinsam gegen die Krise: Webvideo-Branche im Umbruch

Mediakraft-Star "LeFloid": Harter Konkurrenzkampf auf Youtube

Mediakraft-Star “LeFloid”: Harter Konkurrenzkampf auf Youtube

Die Meldung kam überraschend, und sie kann zu einem Meilenstein für die digitale Bewegtbildlandschaft werden: Neun große Webvideo-Netzwerke (sogenannte MCNs) aus den USA haben sich zur “Global Online Video Association” (GOVA) zusammengeschlossen, einer weltweit agierende Interessenvertretung der Webvideo-Branche. Der Verband wolle sich zunächst vor allem für eine Angleichung  technischer Standards und einer signifikanten Verbesserung der Vermarktungssituation im Online-Bewegtbild einsetzen, ließen GOVA -Vorstandsmitglieder verlauten.

Die Gründung der GOVA spiegelt paradoxerweise sowohl das wachsende Selbstbewusstsein der noch jungen Branche, als auch ihre Probleme wider: Zum Einen drängen immer mehr klassische TV-Vermarkter ins Web und verschärfen die Konkurrenzsituation dort immens. Zum anderen sind trotz nach wie vor boomender Entwicklung auf der Userseite, nachhaltige Finanzierungsmodelle noch kaum etabliert, der erfolgsverwöhnten Onlinevideoszene droht eine erste echte Krise. Vor allem der Preisverfall bei der Videowerbung auf der größten Plattform Youtube, aber auch anderswo, zwingt die Netzwerke, die sich bislang untereinander nicht sonderlich kooperativ gegeben haben, neue Wege zu gehen.

Große deutsche Webvideo-Netzwerke äußern sich positiv über den neuen Lobbyverband. So unterstreicht Christoph Poropatits, Vizepräsident des Marktführers “Mediakraft”: “Die GOVA ist eine tolle Initiative.” Das Mediakraft-Netzwerk, das führende Youtube-Künstler wie  Y-Titty oder LeFloid unter Vertrag hat, stehe im engen Kontakt zu den GOVA-Mitgliedern und arbeite schon jetzt “mit vielen MCNs zusammen, sowohl bei der gegenseitigen Erweiterung der Zielgruppen als auch auf der Ebene der Künstler”.  Diese Zusammenarbeit wolle man in Zukunft noch intensivieren, so Poropatits.

Auch Claudia Murawski vom Berliner Netzwerk “Divimove”, dem größten europäischen MCN, spricht von einem “positiven Zeichen einer sich entwickelnden Industrie”. Der Start von GOVA setze neue Standards, so Murawski weiter:  “Er gibt den MCNs die Möglichkeit, in die wichtigen digitalen Medienunternehmen zu wachsen, die sie sind.” Auch Divimove könnte sich eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Netzwerken vorstellen. Man untersuche dafür schon jetzt “die Möglichkeiten für den europäischen Online-Video-Markt.”

Für Markus Hündgen, den Geschäftsführer der European Web Video Academy (EWVA) und einen der besten Kenner der Szene, ist eine verstärkte Kooperation zwischen den Netzwerken mehr als dringend erforderlich: “Wir wissen seit geraumer Zeit um die drückenden Probleme der Videoproduzenten und ihrer Netzwerke.” Hündgen kündigt deshalb (“als neutrale Instanz”) eine eigene Initiative der EWVA an: “Wir werden am Vortag des Webvideopreises, also am 23. Mai,im Rahmen eines Summits zum ersten Netzwerk-Gipfel nach Düsseldorf einladen. Auf der Tagesordnung stehen unten anderem die sinkenden Werbeerlöse auf YouTube und ihre Folgen für unsere Branche.”

Ralf Klassen

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TV-Quoten-Diskussion: Marktanteile für Milchmädchen

TV-Quoten-Messbox: Wie ein Milchmädchen auf dem Markt  (Fotoquelle: AGF)

TV-Quoten-Messbox: Wie ein Milchmädchen auf dem Markt
(Fotoquelle: AGF)

Ein sehr guter FAZ-Artikel meines geschätzten Kollegen Claudius Seidl über die deutsche TV-Quoten-Lüge macht gerade in den Sozialen Netzwerken die Runde. Der Bericht beschreibt sehr gut, wie die Fernsehbranche mithilfe von irreführenden Zahlen ein falsches Bild der Zuschauerzahl in Deutschland zeichnet – lässt jedoch ein kleines, aber wichtiges Detail noch außer Acht. Mit der Einführung des so genannten “Marktanteils” (MA) vor einigen Jahren – das ist die Prozentzahl, die immer im Zusammenhang mit der Quote genannt wird, haben die Sender ein eigenes “Zahlungsmittel” etabliert, das perfekt die wahre Lage verschleiert.

Denn diese “14,5” oder “22,1” Prozent, mit der die Sender vor allem in der PR hantieren, bilden natürlich nicht 14,5 Prozent von 100 potentiellen TV-Zuschauern in Deutschland ab, sondern 14,5 Prozent aller Menschen, die an diesem Abend lineares Fernsehen geschaut haben (und sich dabei auch noch haben messen lassen). Das Tolle an dieser Nebelbombe ist, dass die Prozentzahl immer gleich bleibt, auch wenn der Markt ständig schrumpft. Mit diesem Rechnungstil freut sich auch das Milchmädchen immer noch, wenn es nur noch einen halben Liter Milch an einen von zwei Milchkäufern auf dem Markt verkauft: “50 Prozent MA !”

Das Üble daran ist, dass sich viele TV-Verantwortliche, obwohl sie es natürlich besser wissen, mit diesen Milchmädchen-Zahlen selbst beruhigen. Und dass einige Medienjournalismusfachkollegen diesen PR-Sprech ganz selbstverständlich nachplappern.

Ralf Klassen

OneTV-News: Für Twitter ist noch lange nicht Sendeschluss

Twitter ist auch als "Second Screen"-Plattform erfolgreich

Twitter ist auch als “Second Screen”-Plattform erfolgreich

From Hero to Zero: Kaum verliert man mal eine schlappe halbe Milliarde Dollar, mag die Welt einen schon nicht mehr. So ähnlich muss es den Angestellten einer Firma namens Twitter gegangen sein, als sie die veröffentlichte Meinung über ihre – neutral betrachtet – bescheidenen Quartalszahlen verfolgten. Bashing, wohin man schaute: zu wenig User, zu wenig Visits, zu viele Medienleute als Stammpublikum. Nun ja, vielleicht kommen die Schwanengesänge von der Börse doch etwas zu früh für ein Unternehmen mit weltweit 250 Millionen Kunden und einer globalen Medienmarkenpräsenz, auf die CNN in seinen besten Tagen neidisch gewesen wäre. Und dann war da ja noch diese Idee vom Lance Ulanoff, dem Starautoren von Mashable: “Only Twitter TV Can Save Twitter”

Neuer Reichtum macht leichtsinnig: Kaum schreibt Sky Deutschland zum ersten Mal in seiner Geschichte schwarze Zahlen, genauer gesagt: ein schwarzes EBITDA, verschenkt es sein Online-Zusatzangebot “Sky GO” gratis an alle Kunden. Zuvor hatte der für Smartphones, Tablets und PCs optimierte Dienst Extra-Geld gekostet. Zusätzlich will Sky den immer populäreren mobilen Service im Laufe der nächsten Monate komplett umbauen. (dwdl.de)

Der absolute Held auf Youtube derzeit nennt sich “Sir Fedora”, ist ein schüchterner kleiner amerikanischer Junge und erlebt dank einer süßen Geschichte im Netz-Sammelsurium Reddit gerade einen Fan-Ansturm in den Sozialen Medien. Ob “Sir Fedora” echt oder ein Marketing-Gag ist, ist allerdings noch offen. (Tubefilter)

Nicht nur in Europa, sondern auch in den USA werden derzeit offensichtlich die Grenzen des immer üppiger werdenden Datenstroms erreicht. Was hierzulande vor allem am Abend bei Video-on-demand-Diensten wie Maxdome oder Watchever immer häufiger zu beobachten ist, nämlich eine deutliche Verminderung der Streamingqualität, beschäftigt nun auch die US-Technikportale. In der Primetime seien Anbieter wie Netflix oder Hulu sehr oft von Störungen und Aussetzern betroffen, berichtet GigaOm. Grund dafür seien die mit der immer höheren Auslieferungsqualität vollkommen überlasteten Serverstrukturen.

Nächster Versuch: Amazon startet eine neue Welle seiner Pilot-Offensive. Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Amerikaner insgesamt 10 neue Serienformate auf ihrem “Instant-Video-Service” vorstellen, aus denen dann nach Abrufzahlen und Publikumsfeedback eine oder mehrere Ideen ausgewählt und produziert werden. (Hollywood Reporter)

Mutige Franzosen: Statt einer aufwendigen TV-Kampagne bewirbt Peugeot sein neues Modell RCZ R ausschließlich über Instagram- und Vine-Videos. (Lead Digital)

Länger als man denkt… sind nach einer neuen Studie die Werbespots auf Youtube, die den meisten Umsatz machen. (econsultancy.com)

Software-Tipp: Wie das kleine Start-up “Vidyo” aus den Hangouts von Google+ RICHTIG tolle Webcam-Konferenzen zaubert, erklären die Kollegen von re/code.

Veranstaltungshinweis: Der wie gewöhnlich gut besetzte, nächste newTV-Kongress in Hamburg findet am 3. April diesen Jahres statt. Das diesjährige Motto lautet: “everybody >> everything – The new formula for media success?” (Veranstalterinfo)

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Gigantischer Boom für Mobile Video

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Ein nahezu unglaubliches Wachstum wird der weltweite mobile Videomarkt in den nächsten Jahren erleben. Eine aktuelle Studie des führenden Servernetzbetreibers Cisco prognostiziert eine sagenhafte Steigerung des mobilen Bewegtbilddatenverbrauchs um das 14-Fache innerhalb der nächsten fünf Jahre. 2018 werde der Videoanteil im mobilen Netz fast 70 Prozent betragen, so die Cisco-Studie. Wachstumstreiber seien vor allem neue, auf Mobile zugeschnittene Videoangebote und immer günstigere Flatrates der Provider. (Videonuze)

Es ist ein historischer Tag in der Geschichte von Sky Deutschland. Zum ersten Mal kann der PayTV-Sender schwarze Zahlen verkünden, genauer gesagt ein positives EBITDA von 35 Millionen Euro. (Sky-Pressemeldung)

Susan Wojcicki heißt die neue Chefin von Youtube. Die Google-Mitarbeiterin der ersten Stunde und derzeitige Vizepräsidentin des Konzern-Werbegeschäftes beerbt Salar Kamangar, der für Sonderprojekte bei Google verantwortlich bleibt. (re/code)

Die BBC hat ihre Vorreiterrolle bei der Transformation in einen modernen, digitalen Sender wieder einmal eindrucksvoll bewiesen: Der BBC “iPlayer”, das Video-on-Demand-Angebot der Briten verzeichnete 2013 über drei Milliarden Videoabrufe, eine immense Steigerung um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (C21Media)

Ist der traditionelle TV-Zuschauer doch eher bequem und nicht interaktiv interessiert? Diese alte Vermutung wird von einer neuen Studie aus den USA gestützt, die der dort sehr beliebte Festplatten-Videorekorder-Service TiVo erhoben hat. Danach wollen über drei Viertel aller Zuschauer weder Zusatzangebote zu Sendungen wahrnehmen noch mit anderen Zuschauern außer der eigenen Familie über das Programm diskutieren.(Hollywoodreporter.com)

Das klassische US-TV-Geschäft leidet unter den neuen Konkurrenten wie Netflix, Hulu oder Amazon – aber für hochpreisige PayTV-Anbieter wie HBO oder Showtime gilt das offensichtlich nicht. Diese legten nun erstaunliche Wachstumszahlen vor, mit über drei Millionen neuer Kunden allein 2013. (LA Times)

Amazon macht sich fit für das Geschäft mit Online-Video-Werbung. Der Handelsgigant, der sein Videoinhalte-Angebot seit einigen Wochen massiv ausbaut, hat nun die Video-Ad-Agentur “Free Wheel” gekauft, zunächst, um die Werbeflächen seines eigenen “Prime”-Videoportals besser auszulasten. Experten rechnen aber damit, dass dies nur der erste Schritt von Amazon in den nach wie vor boomenden Markt der Webvideo-Werbung ist. (re/code)

Die von der Arbeitsgemeinschaft Forschung vorgelegten ersten Ergebnisse der Streamingmessung, die endlich auch die Netzabrufe von TV- und Videoangeboten abbilden soll, sind mehr als dürftig und überhaupt nicht aussagekräftig ausgefallen. Der Grund: Zu viele Anbieter fehlen noch in dem Quotenpanel. Die AGF verspricht erste relevante Zahlen nun für Anfang 2015. (dwdl.de)

Lesetipp: Kayle Vanhemert stimmt für “Wired” mal nicht in den allgegenwärtigen “Netflix-ist-das-Größte”-Kanon ein, sondern übt sich in Detailkritik an dem gehypten Videostreamingdienst. Um richtig erfolgreich zu werden, müsse Netflix noch viel von der simplen, aber effektiven Zuschaueransprache des klassischen Fernsehens lernen. (Wired)

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Die Video-Nöte der New York Times

Video-Angebot der New York Times: Mit Kooperationen und Ultrakurz-News aus der Videokrise

Video-Angebot der New York Times: Mit Kooperationen und Ultrakurz-News aus der Videokrise

Sie gilt als Hoffnungsträger in diesen, für das traditionelle journalistische Geschäft, so schwierigen Zeiten. Wie die New York Times die Transformation zu einer digitalen Marke schafft, trotz aller Rückschläge, das macht Mut. Auch die Videostrategie der NYT galt lange als vorbildlich. Bis jetzt. Read More »

So (un-)beliebt sind Pre-Roll-Spots

Pre-Roll-Parodie von Burger King: Fluch und Segen der Webvideobranche

Pre-Roll-Parodie von Burger King: Fluch und Segen der Webvideobranche

Sie sind gleichermaßen Fluch und Segen der Webvideo-Branche: Die allgegenwärtigen “Pre-Roll-Spots” sind für viele Zuschauer ein Ärgernis (vor allem, wenn sie zu lang sind und zu massiv eingesetzt werden). Auf der anderen Seite sind die Werbeclips für die allermeisten Videoproduzenten und -plattformen die einzige Chance, ihr Angebot zu finanzieren. Und wenn sie so orginell wie dieser Burger-King-Spot sind, können sie sogar selber zu Webstars werden. Eine neue, großangelegte Studie von Yahoo hat nun herausgefunden, wie akzeptiert die Spots tatsächlich bei den Zuschauern sind: Nur 22 Prozent der User finden Clips vor dem Inhalt okay. Die gute Nachricht ist: Damit sind “Pre-Rolls” aber tatsächlich die meist tolerierte Werbeform im Online-Bereich. (Reelseo)

Vor wenigen Tagen erst haben wir die Youtube-Stars von AVbyte, die weltweite Webkarriere mit ihren “Modern Musicals” machen, hier auf OneTVMag vorgestellt – und schon gewinnen sie den “Fox Sports Digital VideoFest”, einen der bekanntesten Preise für Bewegtbildtalente. Der Lohn: Sechs Monate Finanzunterstützung für eine neue Video-Produktion und ein Marketingvolumen von einer Million Dollar. (Tubefilter)

Videoload hat einen neuen attraktiven Partner gefunden: Die Video-on-Demand-Plattform kooperiert mit NBC Universal und präsentiert neue Folgen populärer US-Serien wie “Grimm”, “Bates Motel” und “Downtown Abbey”, schon kurz nach Sendestart in den USA. Zukünftig könnten Videolaod-Nutzer sogar ganze Serienstaffeln am Stück kaufen. (Digitalfernsehen)

Eine Entscheidung beim Super Bowl scheint schon gefallen zu sein: Das Rennen um den meistgesehenen Werbespot im Web hat der Kartoffelchipshersteller “Doritos” mit seinem Spot “Crash the Super Bowl” gewonnen. (Adage)

Apropos Football: In Europa tun sich viele Sportverbände immer noch sehr schwer damit, ihren Bewegtbildcontent außerhalb von teuren Partnerdeals oder im Pay-TV auf ihren eigenen Plattformen zu präsentieren. In den USA und Asien gehört eine üppige Gratis-Rundumberichterstattung im Netz mit Highlights von Spielen in Basketball, Baseball oder Soccer zur PR und Fan-Pflege seit Jahren einfach dazu. Die NFL, die Dachorganisation im Football, wird da jetzt nochmals neue Maßstäbe setzen, mit ihrer neuen Video-Plattform “NFL now”. Die Kollegen von “Tubefilter” haben erste Infos dazu.

Ebenfalls kein Problem damit, seine wertvollen Inhalte in die digitale Welt zu distribuieren, hat offensichtlich auch CBS. Der Sender erweiterte jetzt seine Kooperation mit Amazon, das in seinem “Prime”-Videostreaming zukünftig noch mehr CBS-Produktion anbieten darf – unter anderem die neue, hochgelobte Serie “Extant” von Steven Spielberg. (Multichannel.com)

Gezielte Werbung wird auch im klassischen TV immer populärer. Nun beschlossen NBC Universal und Comcast eine Kooperation mit dem Ziel, “Targeted Ads”, die sich an Sehgewohnheiten und auch demografischen Infos über den jeweiligen Haushalt ausrichten, an die Zuschauerschaft des Senders auszuliefern. (AdAge)

OneTV-Ticker: “will.i.am” und Maker Studios gründen neue Musikplattform

William James Adams, besser bekannt unter seinen Künstlernamen "will.i.am" gründet eine eigene Musik-Videoplattform (Fotocredit: The Voice/PR)

William James Adams, besser bekannt unter seinen Künstlernamen “will.i.am” gründet eine eigene Musik-Videoplattform (Fotocredit: The Voice/PR)

Eine Webvideo-Zukunft außerhalb von Youtube (ver-)suchen immer mehr Unternehmen, vor allem aus der Unterhaltungsindustrie. Aktuelles Beispiel in dieser Reihe sind die legendären “Maker-Studios”. Die verkündeten nun, dass sie gemeinsam mit dem Musiker und Produzenten William James Adams, besser bekannt als “will.i.am”, eine eigene Videoplattform aufbauen möchten, auf der nicht nur Musik von “will.i.am”, sondern auch vieler Nachwuchskünstler, präsentiert werden soll. (Billboard Biz)

Nach der BBC und einigen anderen hochrangigen Partnern aus der traditionellen Newsbranche hat Twitter jetzt auch eine neuen Kooperation mit CNN. Der amerikanische Nachrichtensender wird, gemeinsam mit einer Datenfirma, einen “Breaking News Alarm” für den Social-Media-Dienst entwickeln, der auf Tweets zu Live-Ereignissen aufsetzt. (The Verge)

Streaming-Sperre beim Super Bowl: Um einen Zusammenbruch des Netzes im “Met Life Stadium” in New Jersey, der Austragungsstätte des diesjährigen Endspiels der US-Footballmeisterschaft, zu verhindern, wird im Stadion der Empfang von Live-TV- und Radio-Streams blockiert. Bereits im vergangenen Jahr hatten die vielen Fans, die das Spiel parallel auf ihrem Smartphone verfolgten, das eigens im Stadion installierte Wlan-Netz zum Erliegen gebracht. Twittern und Mailen soll aber auf jeden Fall möglich sein, versichern die Veranstalter. (arstechnica.com)

Einen eher ungewöhnlichen Weg geht Samsung, um Käufer seiner neuen UltraHD-Fernseher vor der Enttäuschung zu bewahren, dass es bis jetzt kaum UltraHD-Videoinhalte auf dem Markt gibt. Der Konzern wird demnächst eine eigene, 1 Terabyte große, Festplatte anbieten, die ein UltraHD-Filmpaket enthält, unter anderem mit Hollywoodhits wie “Life Of Pi” oder “Wolverine”. (Digitalfernsehen)

Die BBC war zu optimistisch über die Schnelligkeit der digitalen Revolution. Bei der Einführung des neuen Videosystems “DMI”, das seit 2008 im gesamten Senderverbund installiert wurde, habe man sowohl die technischen Herausforderungen unter- wie die Wünsche der Zuschauer überschätzt, fasst ein aktuelle Bericht der staatlich Rundfunkaufsichtsbehörde zusammen. Das permanent fehlerhafte und vollkommen überdimensionierte DMI-System wurde 2013 wieder de-installiert – nachdem es rund 200 Million Euro verschlungen hatte. (Broadband TV News)

(Nicht nur was) für Zahlenfreunde: Die amerikanische GfK hat eine neue Studie veröffentlicht, die die Sehgewohnheiten des US-TV-Publikums sehr genau analysiert – vor allem den Wettbewerb zwischen traditionellen PayTV- und Kabel-Anbietern und den neuen “Over-The-Top”-Angeboten wie Netflix oder Hulu. (Videonuze)

Von wegen Auslaufmodell: Das gute alte Kabelnetz ist beliebter denn je zuvor, wie die milliardenschwere Übernahme von Ziggo durch Liberty Global zeigt. Allerdings sind es weniger die TV-Kapazitäten, als hauptsächlich die digitalen Netz- und Telefonoptionen, die Investoren anziehen. (Digitalfernsehen)

Lesetipp: “Videonet”-Autor John Moulding analysiert, warum die Zukunft der SmartTVs doch mehr als reine Videoabspielstation liegt und nicht so sehr als digitale Zentrale für den gesamten Haushalt – wie manche Gerätehersteller immer noch meinen.

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