Home / Author Archives: Redaktion

Author Archives: Redaktion

In eigener Sache: Veränderungen beim OneTV Mag

Liebe Userinnen und User des OneTV-Mags,

ich möchte Ihnen / Euch gerne eine Personalie in eigener Sache mitteilen. Seit heute bin ich als Director Strategy und Business Development bei den Hamburger WebTV-Spezialisten von Bit Projects an Bord. Ich bin mit meinem Netzwerk OneTV in die Firma eingestiegen, weil ich GF Pino Almeida und sein tolles Team schon lange kenne und schätze – und wir vereint noch besser auf dem spannenden Webvideo-Markt agieren können. Unsere gemeinsame Heimat wird heute in Hamburg-Ottensen frisch bezogen: das wunderschöne Kallander-Haus (s. Foto) auf dem Kreativhof Carl Blunk, einer ehemaligen Papierfabrik. (Symbolträchtiger hatten wir es nicht). Kallander-Gebäude

Leider aber hat diese Veränderung auch Auswirkungen auf das OneTV Mag. Als Produzent von Bewegtbildinhalten werde ich nun wieder selbst Akteur in der NewTV-Branche und möchte deshalb meine journalistische Berichterstattung über eben diese Branche einstellen, weil sonst an jeder Ecke Gefahr drohen würde, nicht mehr unabhängig und objektiv sein zu können – selbst wenn man es noch so sehr versuchen würde. Lobt man das Angebot des eigenen Kunden? Kritisiert man den Konkurrenten? Wählt man die Pressemitteilung des Kooperationspartners für den Newsletter aus – und andere dafür nicht? Tut man jemandem einen “Gefallen” mit einer kleinen Story? Es ist für mich eine Frage der journalistischen Hygiene, gar nicht erst in die Nähe dieser ganzen Klemmen zu kommen.

Darum werde ich OneTV in den nächsten Wochen zu einem “ganz normalen” Blog zurückbauen, auf dem ich weiterhin ab und an und gerne meine ganz persönlichen Einschätzungen zu Entwicklungen in unserer Branche, vor allem international, abgeben werde. Aber dazu melde ich mich, wie gesagt, in ein paar Wochen wieder.

So bleibt mir im Moment nur ganz großen Dank zu sagen für die tolle, inspirierende Zeit, die wir mit unserem kleinen Team beim OneTV Mag hatten. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass viele von Ihnen / Euch unser Angebot konstruktiv-kritisch-liebevoll angenommen haben – gerade auch unseren täglichen Newsletter, der mit seinen fast 2000 Abonnenten und vielen positiven Reaktionen uns alle überrascht hat. Aber so geht dieses Kapitel immerhin nicht traurig, sondern optimistisch zu Ende. Weil es uns auch gezeigt hat, dass man mit Leidenschaft und Herzblut auch heute noch journalistische Produkte entwickeln kann, die vielen Menschen, die ein gemeinsames Thema vereint, Spaß machen.

Und, wie oben beschrieben, bleibe ich dem Thema NewTV verbunden – und ich würde mich freuen, wenn der Kontakt mit möglichst vielen von Ihnen / Euch aufrechterhalten bleibt.

In diesem Sinne, mit herzlichen Grüßen

Ihr / Euer Ralf Klassen

(Kontakt: ralf.klassen@onetvmag.com)

OneTV-News: ZDF, Burning Man, Amazon

ZDF-Sendung "Log In" (Foto: ZDF / Jürgen Detmers)

ZDF-Sendung “log in”
(Foto: ZDF / Jürgen Detmers)

Sendeschluss: Das ZDF beendet seine “interaktive” Talksendung “log in”, die seit 2010 auf ZDFinfo zumindest eine Idee von modernem Fernsehen verbreitet hatte. Jetzt sollen nur noch zu besonderen Events einzelne Elemente des vor allem in der jungen Zuschauergruppe beliebten Formats eingesetzt werden.(DWDL.de)

Zahl des Tages: Über 1,6 Millionen User haben in den vergangenen Tagen die Live-Stream-Übertragung des legendären “Burning Man”-Festivals in Nevada genutzt. (Tubefilter)

Charts: Altbewährtes wie die Serien “Big Bang Theory” und “Breaking Bad” oder die Spielfilme “Ich: Einfach Unverbesserlich” und “Star Trek: Into Darkness” sind im neu gelaunchten Amazon-VoD-Angebot “Prime Instant Video” am beliebtesten. Das gab die deutsche Filiale des Webkonzerns jetzt bekannt. (WuV.de)

Vereinigung: Bewegtbildwerbung ist einer der größten Wachstumstreiber bei digitaler Markenkommunikation, sagt OWM-Chefin Tina Beuchler im W&V-Interview. Leider aber fehle immer noch eine “zukunftsfähige Bewegtbildwährung”, die objektive Bewertungsmöglichkeiten für Werbetreibende bietet.

Videotipp: Was macht man als moderner TV-Moderator, wenn man gerade mal eine sendefreie Woche hat? Man beantwortet Userkommentare auf Youtube! John Oliver weiß einfach, wie es geht.

Übler Scherz: Counterstrike-Gamer von SWAT-Team überwältigt

Der neueste “Spaß” unter Gamern in den USA scheint es zu sein, sich gegenseitig SWAT-Teams der Polizei auf den Hals zu hetzen – per Fachterminus auch “swatten” genannt. Jordan Mathewson war gerade dabei, eine Runde Counterstrike zu spielen, als ein von einem anonymen Hinweisgeber alarmiertes Einsatzkommando seine Wohnung stürmte. DieWebcam nahm den ruppigen Zugriff live auf.  Mehr Hintergründe bei den Kollegen von Tubefilter

Und hier ist das Video:

Erste Netflix-Eindrücke enttäuschen Kritiker

netflix_deutschlandEinblick: Über einen “inoffiziellen” Weg ist das Deutschland-Angebot von Netflix, dessen Start für Mitte September erwartet wird, bereits jetzt in Teilen sichtbar. Die Kollegen von DWDL.de und andere Branchenkritiker sind über das (noch) eher magere Portfolio des VoD-Anbieters enttäuscht, weisen aber auf die Vorläufigkeit des Angebotes hin. Bislang fallen im Menü tatsächlich vor allem nur altbekannte deutsche Stoffe wie “Stromberg”, der “Tatortreiniger” oder diverse Til-Schweiger-Filme auf. Unterdessen hat Netflix-Chef Reed Hastings gegenüber dem SPIEGEL die Entwicklung eigener deutscher TV-Serien angekündigt. “Wir werden sicher auch in Deutschland produzieren”, so Reed.

Lukrativ: Nach dem Ende der Kaufverhandlungen mit Time Warner hat der Multimediakonzern Vice einen 10-Prozent-Anteil an den US-Privatsender “A&E Networks” abgegeben. Für 250 Millionen Dollar. (Techcrunch)

Erweitert: Google hat seinem Streaming-Stick “Chromecast” einige nützliche Erweiterungen spendiert. So ist es jetzt zum Beispiel möglich, den Stick auch direkt über normale Browser anzusteuern, was die Darstellung von Webseiten auf TV-Geräten wesentlich einfacher macht. Am meisten profitieren davon Youtube-Nutzer, die lieber die stationäre Seite der Videoplattform als das mobile Angebot benutzen wollen. (Tubefilter)

Gewählt: Der Sieger des Zuschauer-Abstimmung beim diesjährigen TVLab von ZDFneo heißt “Blockbustaz”. Die Sitcom mit Rapper Eko Fresh setzte sich gegen zwei weitere Comedy-Formate durch und wird nun als Serie produziert. (ZEIT Online)

Fortschritt: Endlich Schluss mit dem komplizierten Navigieren via Fernbedienung. Mit der neuen App “ARD.connect” hat der Zuschauer die Möglichkeit, die HbbTV-Zusatzangebote des Ersten wie etwa die Mediatheken direkt von seinem Smartphone aus zu steuern. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: Kritiker-Urgestein Hans Hoff hat nach dem Binge-Watching-Genuss der zweiten “House-of-Cards”-Staffel starke Suchterscheinungen und kann sich nur mit Mühe wieder in die deutsche TV-Welt von „Lindenstraße“ bis „Soko Kleinkleckersdorf“ eingewöhnen. (DWDL.de)

Videotipp: Der neueste “Spaß” unter Gamern in den USA scheint es zu sein, sich gegenseitig SWAT-Teams der Polizei auf den Hals zu hetzen. Jordan Mathewson war gerade dabei, eine Runde Counterstrike zu spielen, als ein von einem anonymen Hinweisgeber alarmiertes Einsatzkommando seine Wohnung stürmte. Die Webcam nahm den ruppigen Zugriff live auf. (Tubefilter)

Netflix zahlt 2 Millionen pro “Blacklist”-Episode

US-Erfolgsserie "The Blacklist": Wettrennen um die besten Stoffe

US-Erfolgsserie “The Blacklist”: Wettrennen um die besten Stoffe

Überhitzt: Exklusivität auf dem TV-Markt wird immer kostspieliger: Stimmen Medienberichte aus den USA, zahlt Netflix erstaunliche zwei Millionen Dollar pro Episode, um sich die alleinigen Streaming-Rechte an der NBC-Serie “The Blacklist” zu sichern. Das Rennen um exklusive, hochwertige Serien- und Film-Stoffe hat sich in den vergangenen Monaten extrem beschleunigt, auch Free-TV-Sender wie RTL sind davon mittlerweile massiv betroffen, wie RTL-Chefin Anke Schäferkordt vor wenigen Tagen in einem DPA-Interview berichtete. (Deadline.com)

Ankündigung: Google möchte Werbung auf Youtube attraktiver (und wohl auch teurer) machen. Man arbeite an Tools, die durch “besseres Tracking und ausführlichere Zielgruppenanalysen” eine “hochwertigere Markenkommunikation” für Werbetreibende ermöglichen, sagt Google-Werbechef Sridhar Ramaswamy in einem ausführlichen Adweek-Interview.

Strategie: Als Line-Extension ins Netz und damit zu den Zuschauergruppen der Zukunft soll die neue Webserie “Who Am I” dienen, die das TV-Netzwerk OWN von US-Talkstar Oprah Winfrey gestern auf der eigenen Webseite gestartet hat. Die Interview-Serie, die “interessante Menschen und ihre Geschichten” präsentieren soll, wird in den Youtube-Studios in Los Angeles produziert, um “den Spirit einer neuen Generation zu spüren”, wie ein OWN-Sprecher schwärmt. (Tubefilter)

Analyse: Die Nutzergruppen der Videostream-Angebote deutscher TV-Sender unterscheiden sich teilweise erheblich, einzelne Formate verzeichnen bis zu 97 Prozent Frauenanteil in der Zuschauerschaft. Das zeigen die nun erstmals veröffentlichten Strukturdaten der AGF. (DWDL.de)

Netflix 2: Nach dem Vorbild seiner erfolgreichen Eigenproduktionen “House of Cards” und “Orange is the new Black” bereitet Netflix auch spezielle Serienstoffe für den europäischen Markt vor: Unter dem Titel “Marseille” wird der VoD-Anbieter ab Frühjahr 2015 eine Politkrimi-Serie produzieren lassen. (Serienjunkies.de)

Kritik: Die Premiere von RTLs interaktiver Casting-Show “Rising Star” ist missglückt, urteilt Alexander Krei auf DWDL.de

Lesetipp: Felix Gillette beschreibt in einem sehr ausführlichen und gelungenen Stück für Businessweek die erfolgreiche MCN-Szene in Hollywood, die in wenigen Jahren das Bild von Youtube komplett neu geprägt hat – und nun zum begehrten, millionenschweren Kaufobjekt großer Medienkonzerne geworden ist.

Aktuelle Studie: Deutsche sind Webvideo-Muffel

Aufholbedarf für Youtube & Co.: Nur jeder zehnte deutsche Internetnutzer sieht sich täglich Videos im Netz an. Das ergab die aktuelle TNS-Studie “Connected Life”. für die insgesamt 55.000 Internetnutzer weltweit befragt wurden. In anderen Ländern sind Webvideos wesentlich populärer: Vor allem in Russland, wo sich fast die Hälfte aller Internetnutzer täglich von Online-Videos informieren und unterhalten lassen, aber auch in China und Italien (jeweils 33 Prozent) sind die bewegten Bilder im Netz deutlich nachgefragter.

Infografik: Deutsche bei Online-Videos zurückhaltend | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

970 Millionen für Twitch – Amazon sticht Google aus

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

Coup: Viele Branchendienste (auch OneTV Mag) hatten das Geschäft schon als (fast) besiegelt verkündet, nun aber wird der Game-Streaming-Spezialist Twitch doch nicht von Google aufgekauft. Stattdessen – und das ist selbst in diesem überhitzten Big-Deal-Jahr 2014 eine Sensation – hat Amazon nun die Live-Let’s-Play-Plattform gekauft, zum Preis von 970 Millionen Dollar. Warum das Geschäft mit Google, das Twitch wohl in Youtube integrieren wollte, platzte, ist noch genauso unbekannt wie die genauen Details der Pläne, die Amazon mit der Gamer-Videoplattform hat. Plant der Konzern ein Gegen-Youtube, wie einige Kommentatoren vermuten? Eher nicht. Aber schon allein der Twitch-User-Stamm, immerhin rund 50 Millionen Spieler, dürfte als Zielgruppe für den Handelsriesen interessant genug gewesen sein. Ein paar Games und Konsolen liegen ja doch noch in den Amazon-Regalen. (Videonuze)

Transparenz: Um mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen Klickbetrügereien in der Online-Videobranche zu schaffen, hat der Werbevermarkter Yume nun eine interaktive Weltkarte präsentiert, die nach eigenen Angaben jene Regionen zeigt, in denen aktuell mit Hilfe von falschen Servern oder anderen Manipulationen Klickstatistiken von Video-Werbespots in die Höhe getrieben werden. Schwerpunkt der Betrugsaktivitäten sind laut Yume Asien und Afrika. (Adweek)

Nebenjob: Eine (bislang) eher ungewöhnliche Kooperation mit jungen Youtube-Stars ist die BBC jetzt eingegangen: Der Sender startet auf seiner Jugend-Radiowelle BBC 1 eine wöchentliche Show mit wechselnden, bekannten US- und UK-Vloggern, die dort als Moderatoren ihre Lieblingshits präsentieren können. (Tubefilter)

Ausgezeichnet: Fast ausschließlich Altbekanntes wurde bei der diesjährigen Verleihung der Emmy-Awards in der vergangenen Nacht prämiert: Mit “Breaking Bad“, “Modern Family” und “Sherlock” kassierten die Dauergewinner der vergangenen Jahre erneut etliche Preise bei der wichtigsten TV-Auszeichnung, die eher mühselig und enttäuschend über die Bühne ging. (SPIEGEL online)

Abgeschmettert: Die Berufungskammer des Obersten Gerichtshofs der USA hat den Antrag des TV-Streaminganbieters “Aereo” auf eine Revision des Urteils gegen ihn abgelehnt. Damit dürfte das Unternehmen, das mit seinem “Piratensender”-Modell die gesamte traditionelle US-TV-Branche gegen sich aufgebracht hatte, wohl endgültig keine Chance mehr haben, wieder auf die Beine zu kommen. (Hollywood Reporter)

Vines gefährlicher Strategiewechsel

Vine_DisplayVeränderung: Vine ermöglicht es seinen Usern jetzt auch, Videos zu verwenden, die nicht mit der Vine-App produziert worden sind. Dabei soll es natürlich vor allem professionellen Anbietern aus Medien und Werbung leichter gemacht werden, den Ultrakurzvideo-Dienst zu benutzen. Allerdings verlieren die typischen Sechs-Sekunden-Videos damit auch einen Großteil ihres Charmes. Ob das junge Vine-Publikum das wirklich mag, dürfte zumindest zweifelhaft sein (Tubefilter)

Anreiz: Video-Werbung, die in passenden, hochwertigen Bewegtbildumfeldern platziert ist, erzielt deutlich höhere Interaktionsraten als “wild gestreute”, vor allem auf Reichweiten gezielte, Kampagnen. Das ergab eine neue Studie des US-Vermarkters Innovid. (Videonuze)

Erweiterung: Das Berliner MCN Divimove hat einen neuen Geschäftsbereich für Kooperationen mit Marken eröffnet: “brandboost by DIVIMOVE” soll “den kompletten Prozess von der strategischen Beratung bis hin zur Implementierung kreativer Werbelösungen auf der YouTube-Plattform begleiten”. (Broadmark)

Reaktion: Der Deutschland-Start von Netflix bereitet RTL-Chefin Antje Schäferkordt nach eigenen Angaben kein Kopfzerbrechen. Sie sieht in dem US-Streaminganbieter keine Konkurrenz für die großen Free-TV-Sender hierzulande. Allerdings habe der Erfolg der VoD-Dienste für alle Marktteilnehmer massive Auswirkungen auf die Preis- und Lizenzverhandlungen, vor allem von exklusiven US-Stoffen. (Digitalfernsehen.de)

Planspiel: Über 600 Millionen Dollar an zusätzlichen Einnahmen jährlich würde es bringen, wenn HBO sich entschließen könnte, neben seinem “klassischen” TV-Angebot auch noch einen webbasierten VoD-Dienst zu eröffnen. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer höchst spekulativen, aber sehr interessanten Hochrechnung, die das US-Medienportal Recode anstellt.

Expansion: Der Jugendsender “Joiz” will in den kommenden Monaten neue Kanäle in Europa starten, mit Partnern in Großbritannien sei man bereits in konkreten Verhandlungen. (Persoenlich.com)

Zitat des Tages: “Wir müssen heute alle Screens bedienen, um den Touchpoints der Konsumenten zu folgen.” Thomas Wagner, Chef des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media, über die Fragmentierung von Bewegtbild-Markes in digitalen Zeiten. (DWDL.de)