Home / Author Archives: Redaktion (page 20)

Author Archives: Redaktion

OneTV-News: Tumblr goes Hollywood

Tumblr goes Hollywood: Das nächste Soziale Netzwerk drängt ins Bewegtbildgeschäft

Tumblr goes Hollywood: Das nächste Soziale Netzwerk drängt ins Bewegtbildgeschäft

Nach Facebook und Twitter drängt nun das nächste Soziale Netzwerk Richtung Hollywood: Die Blogging-Plattform Tumblr, derzeit eine der populärsten Social-Media-Angebote weltweit, möchte eine größere Rolle im boomenden Geschäft mit Film-, TV- und Second Screen-Inhalten einnehmen. Dafür verpflichtete das Unternehmen, das vor einem knappen Jahr für rund eine Milliarde Dollar von Yahoo aufgekauft wurde, nun die NewTV-Expertin Sima Sistani als erste Media-Chefin von Tumblr. Sie soll mit einer neu aufgestellten Abteilung in Los Angeles vor allem Kooperationen mit Filmstudios, TV-Produktionsfirmen und Medienunternehmen forcieren. (Hollywood Reporter)

Ein Gewinnplus von sieben Prozent auf knapp 380 Millionen Euro verzeichnete die ProSiebenSat.1-Gruppe im vergangenen Jahr. Dabei ist das klassische Fernsehen mit knapp zwei Milliarden Euro immer noch der Hauptumsatzbringer. Doch die Digitalsparte – genannt “Digital & Adjacent” – macht mit Online-Videotheken, Spielen und anderen Portalen inzwischen fast 30 Prozent der gesamten Erlöse aus. (Werben & Verkaufen)

Goldene Zeiten für die Filmszene in New York: Disney investiert in den nächsten drei Jahren sage und schreibe 200 Millionen Dollar, um insgesamt 60 Folgen von vier Serien zu drehen, die sich allesamt um US-Comic-Superhelden ranken und in New York spielen. Bemerkenswert dabei ist neben der reinen Investitionssumme vor allem die Tatsache, dass Disney die sogenannten “Live-Action”-Serien exklusiv auf Netflix präsentieren wird. (Variety)

Zahl(en) des Tages: Eine neue Untersuchung der Medienforscher von MoffetNathanson’s zeigt die Umsätze der größten PayTV- und VoD-Anbieter in den USA. Die Studie belegt unter anderem, wie nahe der Newcomer Netflix (3,5 Milliarden Dollar Umsatz) bereits an den etablierten PayTV-Kanal HBO (4,9 Milliarden) herangekommen ist. (re/code)

Sehtipp für “Psycho”-Fans: Kultregisseur Steven Soderbergh hat den Original-Hitchcock-Streifen (1960) mit dem Remake von Gus Van Sant’s (1998) in einem sehr gelungenen Film-Mashup miteinander vereinigt und zeigt ihn nun auf seiner eigenen Website “Extension 765″. (Hintergründe auf Tubefilter)

Lesetipp: Christoph Ullrich schildert auf FAZ.net unter der Überschrift “Liebling, ich habe die Quote geschrumpft” ebenso interessant wie amüsant sein “Leben als GfK-Testhaushalt”. Und verrät nebenbei, wie einfach zu manipulieren und generell erschreckend ungenau die Quotenmessung in Deutschland bislang ist.

In eigener Sache: Wir freuen uns sehr, dass OneTV Mag Medienpartner des diesjährigen newTV-Kongresses in Hamburg ist, einer der wichtigsten Veranstaltungen der modernen, digitalen Bewegtbildszene. Wir werden natürlich über den hochkarätig besetzten Kongress, der am 3. April stattfindet, berichten – aber auch bereits im Vorfeld Themen, Teilnehmer und Thesen in loser Reihenfolge vorstellen. (Website des newTV-Kongress)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

OneTV-News: Microsoft-Angriff auf Youtube via Dailymotion?

Wird die Videoplattform "Dailymotion" mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Wird die Videoplattform “Dailymotion” mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Steigt Microsoft doch noch einmal richtig ins Webvideo-Geschäft ein? Der US-Software-Gigant, der mit diversen eigenen Video-Versuchen eher mäßigen Erfolg hatte, verhandelt derzeit mit dem französischen Videoportal Dailymotion über eine Beteiligung. Bislang hatte der Eigentümer von Dailymotion, der französische Telekommunikationskonzern Orange, jede Offerte abgelehnt, zuletzt von Yahoo im vergangenen Frühjahr. Der mögliche Deal mit Microsoft könnte nun doch der ernsthafte Versuch sein, die Videoplattform als dauerhaften Konkurrenten zu Youtube aufzubauen. (Variety)

Ein erstes, von der Branche aufgeregt registriertes, Experiment als Second-Screen-Applikation hat Google in der vergangenen Nacht gestartet: Während der Live-Übertragung des Talentwettbewerbs “American Idol” konnten Zuschauer in den USA über die Google-Suchmaske direkt für ihre Favoriten abstimmen. Zusätzlich gab es via Google noch Hintergrundinformationen zu den Kandidaten und eine – allerdings eingeschränkte – Kommentarfunktion über Google+. Ob dies aber tatsächlich der Beginn eines großen Google-Angriffs auf den Second-Screen-Platzhirsch Twitter war, bleibt abzuwarten. (Techcrunch)

Nach dem traurigen, aber wirtschaftlich in der derzeitigen Form wohl unausweichlichen Ende für Sevenload, einer der ersten Videoplattformen überhaupt, sucht der Eigentümer Burda nun Kaufinteressenten für die Website. Zumindest einige erste Anfragen soll es dem Vernehmen nach geben, den 20 Sevenload-Mitarbeitern in Köln wurde aber bereits gekündigt. (Gründerszene.de)

Wie bereits erwartet, will die “Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten” (KEF) den Rundfunkbeitrag um 73 Cent monatlich senken. Bei diesem nun offiziellen Vorschlag sei laut KEF die Hälfte der erwarteten Mehreinnahmen aus der neuen Rundfunkgebühr aus den Jahren 2013 bis 2016 eingerechnet – 562 Millionen Euro. ARD und ZDF lehnen die Senkung in dieser Höhe als “unangemessen” ab. Eine Entscheidung fällen die Ministerpräsidenten der Länder im März. (dwdl.de)

Nach der Öffnung für externe Entwickler drängen nun massenhaft neue Apps auf den “Chromecast”-Stick von Google, der eine einfache Verbindung von mobilen Geräten zum Fernsehbildschirm ermöglicht: von Spielen wie TicTacToe über Fotoshow-Tools bis hin zu Programm-Apps mit 5000 Webvideo-Kanälen. (readwrite)

Eine wahrlich bemerkenswerte, neue Form von TV-Förderung betreibt jetzt Amazon: Der Konzern finanziert die Fortsetzung der Serie “Ripper Street”, die eigentlich bei der BBC schon abgesetzt war. Die durch die Amazon-Geldspritze gerettete Serie, die die Jagd auf einen Mörder im viktorianischen London zeigt, wird dann zuerst im neuen “Prime Instant Video”-Angebot von Amazon in Großbritannien gezeigt, und ein paar Monate später wieder in der BBC. (Engadget)

Lesetipp: Torsten Zarges beschreibt für dwdl.de den Zustand von großen Teilen der deutschen Fernsehbranche, die angesichts der wachsenden Konkurrenz von Internetkonzernen wie Google und Amazon und neuen Anbietern wie Netflix auf dem TV-Markt zunehmend in Angststarre verfällt – oder immer lauter bei Politik und Regulierungsbehörden nach Hilfe (sprich Abwehrmaßnahmen per Gesetz) ruft. Von innovativen und kreativen Ideen ist allerdings weniger die Rede.

Video des Tages: Christoph Krachten, deutscher Webvideo-Star der ersten Stunde, erklärt in einer neuen Folge seines Youtube-Formats “Clixoom” die Mechanismen von Youtube – und räumt dabei mit einigen Irrtümern auf. Ein empfehlenswerter Nachhilfeunterricht, auch für manchen “Experten”.

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

OneTV-News: Disney startet digitale Offensive

Neue iOS-App:"Disney Movies Everywhere": Das Geschäft selber machen

Neue iOS-App:”Disney Movies Everywhere”: Das Geschäft selber machen

Noch ein Konkurrent mehr auf dem boomenden Video-on-demand-Markt – und was für einer: Disney hat gestern Abend (vorerst nur in den USA) sein neues Angebot “Disney Movies Everywhere” gestartet, einen mit Apples iTunes-Shop verbundenen Streaming-Service, der eine große Auswahl von Disney-Spielfilmen, einschließlich Pixar- und Marvel-Produktionen, präsentiert. Das Angebot ist auch über eine App auf iPads und iPhones abzurufen, eine Android-Variante sei in Vorbereitung, wie der Konzern verkündete. Disneys VoD-Service ist der bislang konsequenteste Versuch einer Filmfirma, die digitale Distribution der eigenen Inhalte selbst in die Hand zu nehmen. Es dürfte nicht der letzte sein. (Tubefilter) (Videonuze, mit erstem Praxistest)

Nach dem umstrittenen Deal mit Comcast über eine Premium-Breitband-Auslieferung seiner Signale, verhandelt Netflix nun auch über den gleichen Service mit dem Telekommunikationskonzern AT&T. (Reuters)

In den USA weitet sich der Streit um Aereo aus. Der WebTV-Service, der die Signale vieler amerikanischen TV-Networks per Antenne “abgreift” und gratis im Netz anbietet, stehle in einem riesigen Umfang wertvolle Inhalte und müsse sofort gestoppt werden, fassen betroffene Sender wie ABC, CBS, NBC und Fox jetzt in einer wütenden Anklageschrift für den Obersten Gerichtshof zusammen. (Broadcasting & Cable)

Der vor einem halben Jahr gestartete “Social-TV-Sender” Joiz startet diverse neue Formate, unter anderem eine Show, in der Kandidaten von zuhause aus per Webcam und Hangout-Übertragung Aufgaben lösen müssen. (dwdl.de)

Der Dokumentationsfilm “The Square”, der die Ereignisse der ägyptischen Revolution 2011 nachzeichnet, kann nun auch in Ägypten gesehen werden – dank Youtube. Die Videoplattform veröffentlichte exklusiv für ägyptische Youtube-User das Werk des Regisseurs Jehane Noujaimis, das in dem arabischen Land bisher nicht öffentlich gezeigt werden konnte. Für einen ähnlichen Vorgang war Youtube bereits vor ein paar Jahren mit einer Sperre durch die ägyptischen Zensurbehörde belegt worden. (Tubefilter)

Wer es in diesen Jahr nicht nach Karlsruhe geschafft hat: Unter dem eher unprosaischen Titel “Glotze wird Auslaufmodell” fasst die W&V alle wichtigen Aussagen des Bewegtbildkongresses “TVKomm” zusammen. (W&V)

Lesetipp: Vorhersagen über die Zukunft des Fernsehens gibt es mittlerweile ja an jeder Ecke – aber diese hier von Zach Weiner, dem CEO der Strategieberatungsagentur “Emerging Insider Communications”, lohnen auf jeden Fall nochmal einen Blick. (iMedia Connection)

Video des Tages: Mit einem frechen Clip, der Mini-Drohnen bei der Auslieferung von DVDs zeigt, veralbert Netflix seinen VoD-Konkurrenten Amazon. Der hatte vor einigen Wochen die, durchaus ernst gemeinte, Vision gezeigt, Waren per Drohnen auszuliefern. (New York Times)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

Keine Sperrtafeln mehr? GEMA siegt gegen Youtube vor Gericht

Youtube-GEMA-Sperrtafel: "Illegale Anschwärzung und Herabwürdigung"

Youtube-GEMA-Sperrtafel: “Illegale Anschwärzung und Herabwürdigung”

Überraschende Schlappe für Youtube: Das Landgericht München hat der Videoplattform untersagt, seine sogenannten GEMA-Sperrtafeln weiter zu benutzen. Die Tafeln seien illegale Anschwärzung und Herabwürdigung, so das Landgericht.

Der GEMA-Youtube-Streit ist schon legendär: Bei der Suche nach Musikvideos findet der User auf YouTube statt Musik häufig folgenden, in der User-Szene schon berühmt-berüchtigten Hinweis: “Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid.”  Dagegen hatte die GEMA geklagt, weil nicht sie, sondern Youtube selbst die Videos sperre, die Tafel aber genau das Gegenteil suggeriere.

Das Landgericht München urteilte nun tatsächlich, dass diese  Sperrtafeln eine “absolut verzerrte Darstellung der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen den Parteien zu Lasten der GEMA” sei. Durch die Verwendung der Sperrtafeln würde die GEMA herabgewürdigt und angeschwärzt, begründet das Gericht weiter.

Offizielle Vertreter von YouTube verwiesen darauf, zunächst die Urteilsbegründung prüfen zu wollen. Man behalte sich eine Revision des Urteils vor. Die Sperrtafeln dienten vor allem zur Information: “Zur besseren Erläuterung informieren wir unsere Nutzer über den Hintergrund einer Sperrung von Videos mit einem entsprechenden Hinweis. So auch im Fall der GEMA.”

 

 

Datenbrille “Google Glass” wird zum Second Screen

Google Glass, die viel diskutierte “Datenbrille” des US-Konzerns, wird immer mehr auch zum Objekt von Entwicklern im TV- und Videobereich. Nun stellte der niederländische Telekommunikationskonzern KNP eine zusammen mit der Tech-Agentur “Accenture” entwickelte Erweiterung von Google Glass vor, die sich sowohl als Steuerungsinstrument wie auch als Second-Screen-Applikation während des TV-Konsums nutzen lässt.

(Credit: Demo-Video KNP/Accenture)

Jennifer Sky: Ein Teenie-Model rechnet auf Youtube ab

Ex-Model Jennifer Sky (1992 und heute): Zornige Abrechnung mit der Modeindustrie (Fotocredit: Jennifer Sky/Youtube)

Ex-Model Jennifer Sky (1992 und heute): Zornige Abrechnung mit der Modeindustrie
(Fotocredit: Jennifer Sky/Youtube)

Jeder kann zum Sender werden – das ist mehr als ein digitaler Werbespruch. Im Zeitalter von Youtube können auch Menschen innerhalb kürzester Zeit ihre Anliegen weltweit verbreiten, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Chance auf Gehör gefunden hätten. Auch deshalb hat Jennifer Sky für ihre Abrechnung mit der Modebranche ein eigenes Video für Youtube produzieren lassen. Viele etablierte Medien hätten aus Angst vor wichtiger Werbekundschaft möglicherweise Bedenken gehabt, über ihre Erinnerungen zu berichten.

Tatsächlich sind die Aussagen von Jennifer Sky, die jetzt als Schauspielerin arbeitet, nicht schmeichelhaft für die milliardenschwere Branche: Die heute 37-jährige Amerikanerin  arbeitete als Teenie-Model in den 90-er Jahren, war ohne ihre Eltern auf Engagements in Asien, Europa und Südamerika. Doch ihre Agentur, die ihr Schutz und Betreuung garantiert hatte, habe sie nur ausgenutzt, klagt Jennifer Sky nun in ihrem Clip mit dem Titel “Stoppt den Missbrauch von Kindern in der Modeindustrie”. Sie hätte viele harte, lange Arbeitsschichten absolvieren müssen, sei oft verloren am Set unter lauter Fremden gewesen, auch sexuelle Belästigung habe zu ihrem Alltag gehört. Das, was sie erlebt habe, sei immer noch gang und gäbe in der Szene, begründet Sky ihre Initiative.

Der Trend nach ganz jungen Models ist ungebrochen

Tatsächlich ist in der Modebranche der Trend nach ganz jungen Models noch ungebrochen.  54 Prozent der Models starten ihre Karriere bereits mit 16 oder jünger, Agenturen werben Mädchen bereits mit 13 Jahren an. Viele Modezeitschriften veröffentlichen Fotos von minderjährigen Mädchen, die “auf alt”, also auf Twen-Alter, getrimmt werden. Nur langsam komme Hoffnung auf, so Sky weiter: “In New York wurde nun ein Gesetz erlassen, dass Kinder-Models die gleichen Rechte garantiert wie anderen Kinder-Arbeitern. Arbeitsstundenbeschränkung an Abenden unter der Woche und generelle Arbeitsstundenbeschränkungen am Set. Doch wir fordern ein allgemein gültiges Gesetz, welches den Models Begleitpersonen und Tutoren zusichert, sowie dafür sorgt, dass das Gehalt der Kinder sinnvoll angelegt wird, um Kinder im ganzen Land zu schützen!”

Ein Ziel hat Jennifer Sky jedenfalls schon erreicht: Ihre Botschaft auf Youtube haben bereits mehr als 130.000 Menschen gesehen.

OneTV-News: Twitter kommt ins Kino

Nach dem TV nun die Leinwand: Twitter startet eine PreShow in den Kinos der USA

Nach dem TV nun die Leinwand: Twitter startet eine PreShow in den Kinos der USA

Den Second Screen als Begleiter von TV-Programmen hat Twitter schon (fast exklusiv) erobert, nun kommt das Kino dran. Zwar ist noch kein Hollywood-Streifen über die Geschichte des Kurznachrichtendienstes in Sicht, trotzdem wird Twitter ab Sommer zumindest in den USA regelmäßig in den großen Cinemas präsent sein. Im Rahmen einer Kooperation mit dem größten US-Kinowerbevermarkter National CineMedia wird Twitter vor jeder Vorstellung eine einminütige “Social PreShow” präsentieren, die Tweets und Vine-Kurzvideos zu aktuellen Kinofilmen zeigt. (Variety.com)

Die erwartete, heftige Debatte über Netzneutralität hat die neue Kooperation zwischen Comcast und Netflix ausgelöst. Der Vertrag sieht vor, dass Netflix seine Videostreams in Zukunft bei Comcast gegen eine Extra-Gebühr über spezielle Schnittstellen übertragen darf, vorrangig behandelt gegenüber anderen Netzangeboten. Während Kommentatoren wie Klint Finley für Wired gleich “die Zukunft unseres Internets” bedroht sehen, sind andere NewTV-Experten deutlich entspannter. So kommentiert Will Richmond von Videonuze, es sei verständlich, dass ein Unternehmen, das zu bestimmten Tageszeiten rund ein Drittel des gesamten Internet-Datenverkehrs bestreite, ständig nach den besten technischen Übertragungsmöglichkeiten suchen und dabei auch Kooperationen eingehen müsse. Das hätten andere datenintensive Anbieter wie Youtube und Amazon in der Vergangenheit auch mehrfach getan.

Ein “einzigartiges interaktives Live-Erlebnis” soll der nächste Eurovision Song Contest (ESC) werden. Das verspricht mit breiter Brust zumindest die ARD. Allerdings (natürlich) nicht bei DasErste. Stattdessen wird der ESC in diesem Jahr auch auf dem digitalen Ausweichkanal EinsPlus übertragen. Und da sollen dann tatsächlich Fotos, Tweets und Kommentare der Zuschauer parallel zum ESC-Fernsehsignal auf dem Bildschirm zu sehen sein. (dwdl.de)

Youtube ist die mit Abstand populärste Website unter Kindern und Jugendlichen. Drei Viertel aller US-Teens besuchen regelmäßig die Videoplattform, erst mit gehörigem Abstand folgen Facebook, iTunes und Instagram. (re/code.net)

Facebook rüstet weiter auf für den Kampf um TV-Werbemilliarden: Das Soziale Netzwerk verpflichtete nun mit Sybil Goldman eine der bekanntesten TV-Media-Expertinnen der USA. Sie soll für Facebook vor allem hochrangige Kooperationen mit Produktionsfirmen abschließen. (Tubefilter)

Ende der Blockade: Kabel Deutschland will jetzt doch weitere HD-Sender von ARD und ZDF in sein Angebot mit aufnehmen, geplant sei ein Termin Mitte diesen Jahres. Der “Kabelstreit” sei damit allerdings längst nicht beendet, verlautet es aus dem Unternehmen. Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW streiten sich seit über einem Jahr mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten über die sogenannten “Einspeiseentgelte”. (Digitalfernsehen.de)

Loewe doch vor dem Aus: Der Rettungsplan des insolventen TV-Geräteherstellers ist nicht aufgegangen, die erst vor wenigen Wochen mit großen Jubel empfangene Investorengruppe ist wieder vom Kaufvertrag zurückgetreten. (FAZ.net)

Lesetipp: Thorsten Zarges analysiert für dwdl.de die Situation der kleineren Sender auf dem deutschen TV-Markt und fragt, warum sie nicht viel öfter mit eigenproduzierten, hochwertigen Serien aufwarten. Mit Ausnahme von RTL, Sat.1 und den Öffentlich-Rechtlichen seien aber alle anderen deutschen Fernsehsender aus der Serienproduktion aus- bzw. gar nicht erst eingestiegen.

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

OneTV-News: Google Glass wird zum Second Screen

"Datenbrille" Google Glass:  Neue Tools für TV- und Video

“Datenbrille” Google Glass: Neue Tools für TV- und Video

Google Glass, die viel diskutierte “Datenbrille” des US-Konzerns, wird immer mehr auch zum Objekt von Entwicklern im TV- und Videobereich. Nun stellte der niederländische Telekommunikationskonzern KNP eine zusammen mit der Tech-Agentur “Accenture” entwickelte Erweiterung von Google Glass vor, die sich sowohl als Steuerungsinstrument wie auch als Second-Screen-Applikation während des TV-Konsums nutzen lässt. (Broadband TV News)

Auch für die Freunde des Action-Filmerei gibt es ein neues Google-Glass-Tool: Dank einer speziellen Software können nun Aufnahmen, die mit einer GoPro-Kamera gemacht werden, direkt auf die Google-Brille übertragen werden. Die Kamerasteuerung ist ebenfalls mit der Brille verknüpft, und per Sprachbefehl möglich. (Slashgear)

Sicherlich zu einem viel diskutierten Thema wird die heute Nacht bekanntgewordene, neue Kooperation zwischen dem US-Kabelriesen Comcast und Netflix. Der Deal ermöglicht es Netflix (gegen eine unbekannte Extra-Gebühr), sein Video-on-Demand-Angebot direkt in das Comcast-Kabel einzuspeisen, und damit im Gegensatz zu anderen VoD-Anbietern deutlich schnellere und größere Bandbreiten zu nutzen. Nach Auffassung vieler Branchenexperten bedroht diese Kooperation allerdings die derzeit auch in den USA viel diskutierte “Netzneutralität”, nach der Netzbetreiber jedes Webangebot gleich behandeln sollten. (Reuters via Huffington Post)

Immer mehr traditionelle amerikanische News-Marken schließen sich mit jungen Start-ups aus dem Video- oder Big-Data-Bereich zusammen, um neue Zielgruppen im Netz zu erschließen. Aktuelles Beispiel ist der TV-Sender MSNBC, der eine Partnerschaft mit dem jungen israelischen Unternehmen “Vocativ” eingegangen ist. (New York Times)

Massenanstürme von Fans sind längst nicht mehr internationalen Popstars oder Filmhelden vorbehalten, auch deutsche Youtuber erleben immer häufiger die Auswirkungen ihrer Prominenz. So nun auch geschehen in Köln, wo die die Youtuberinnen “Bibis Beauty Place” und “Dagi Bee” (beide produzieren sehr populäre “Beauty-Videos”) vom gewaltigen Andrang ihrer Fans überrascht wurden. Berichte über eine Massenpanik seien aber vollkommen übertrieben, urteilt das Szene-Portal “Broadmark!”.

Zahl des Tages: Rund 634.000 Haushalte in den USA haben am ersten Wochenende nach dem Start die KOMPLETTE zweite Staffel von “House of Cards” bei Netflix angeschaut. (Variety)

Service-Tipp: Der Start des neuen “Prime Instant”-Videoangebots von Amazon, der das ursprüngliche Vorzugskundenmodell des Versandhändlers um einen VoD-Service ergänzt, hat bei vielen Usern Fragen aufgeworfen. Das Fachblog “Mobiflip” hat alle wichtigen Fakten noch einmal übersichtlich zusammengefasst. (Mobiflip)

Lesetipp: Hans Hoff rezensiert (und lobt ausgiebig) für dwdl.de den SAT.1-Film “Der Rücktritt”, der die Affäre um den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff thematisiert. Das Werk von Regisseur Thomas Schadt und Produzent Nico Hofmann sei eine “Klatsche für ARD und ZDF”, die sich nicht an den Stoff gewagt hätten. (Sendetermin: Dienstag, 25.02., 20.15 Uhr)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.