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Neue Hoffnung für SmartTV?

SmartTV_Allianz_LogoFortschritt: Die Entwicklung von SmartTV-Apps war für Content-Anbieter bislang eine mühsame Angelegenheit, viele unterschiedliche Vorgaben einzelner Hersteller verhinderten eine schlanke Produktionslösung. Nun hat die so genannte “SmartTV Alliance”, in der LG, Panasonic, Toshiba und Philips organisiert sind, eine systemübergreifende Plattform für die Entwicklung von SmartTV-Apps ins Leben gerufen. Ob die überfällige Initiative angesichts des Erfolges von externen Streamingboxen wie AppleTV, Googles Chromecast oder Amazons FireTV nicht zu spät kommt, wird schon das Geschäft des nächsten halben Jahres zeigen, das für die von schlechten Verkaufszahlen gebeutelte Branche immens wichtig ist. Immerhin: Seit dem im März erfolgten Marktstart von LGs neuen SmartTV-Geräten mit der eigens entwickelten Software WebOS, hat der Fernsehhersteller nach eigenem Angaben bereits eine Million Geräte verkauft.(Digitalfernsehen.de) (CE today)

Nachhilfe: Wie wird man ein Star auf Youtube? Das verrät nun – Youtube selbst. In speziellen “Creator Stories” auf der Corporate-Plattform “Think With Google” werden Erfolgsgeschichten bekannter Youtube-Produzenten wie zum Beispiel von Beauty-Vlogger-Star Michelle Phan nacherzählt und analysiert. (Tubefilter)

Rückzieher: Lange war schon darüber spekuliert worden, nun hat RTL seinen Anfang 2013 angekündigten DVB-T-Ausstieg auch offiziell abgesagt. Die Verbreitungsverträge mit Media Broadcast wurden jetzt zunächst bis Ende 2016 verlängert. Dann soll bereits der Umstieg auf die Technologie DVB-T2 starten, von der sich nicht nur die Kölner Privatsender mehr interaktive Möglichkeiten erhoffen. (Digitalfernsehen.de)

Drohnen I: Nach jahrelangem strikten Verbot erwägt die US-Luftsicherheitsbehörde FAA nun, sieben spezialisierten Firmen die Genehmigung zu erteilen, unbemannte und mit Kamera ausgestattete Flugobjekte, vulgo: Drohnen, in Teilen des amerikanischen Luftraums einzusetzen. Vor allem die Filmindustrie in Hollywood sei darüber entzückt, berichtet SPIEGEL Online.

Drohnen II: Martin Heller, Videochef der Welt-Gruppe, präsentiert auf seinem Webvideoblog Erfahrungen und Details des ersten Einsatzes einer mit einer GoPro-Kamera ausgestatteten Minidrohne. Bemerkenswerter noch allerdings als das Video, ein Rundflug über den stillgelegten Tempelhofer Flughafen, ist das Tool des US-Anbieter “The Madvideo”, mit dem der Clip im Youtube-Player auf bemerkenswert einfache Art interaktiv wird.

Kooperation: Eine Win-win-Situation erhoffen sich Amazon und Mattel bei ihrer neuen Kooperation. Der US-Onlinehandelsmultikonzern und der Spielwarenhersteller investieren gemeinsam in den Ausbau einer WebTV-Plattform für Kinder, das vor allem Videoserien und Filme mit bekannten Mattel-Figuren präsentieren soll. Die Figuren wiederum werden auf Amazon als Puppen oder anderes Merchandise verkauft. (New York Times)

Lesetipp: Will Richmond erklärt auf Videonuze noch einmal genau die Entstehungsgeschichte des “Binge Viewings”, jenes ungehemmten Dauervergnügens mit tagelangem TV-Serienkonsum.

Netflix’ Chancen in Europa, Medienwächter kritisieren SmartTVs

Netflix DeutschlandAnalyse: Netflix könnte bis Ende des Jahres 2015 etwa 5 Prozent aller TV-Haushalte, rund 4 Millionen, in seinen sechs zukünftigen Angebotsländern in Europa erreichen. Zu diesem Schluss kommt der bekannte TV-Branchenanalyst Colin Dixon. Deutschland sei unter diesen Ländern der weitaus schwierigste, weil preissensibelste Markt, so Dixon weiter. Hier könne Netflix mit einem aggressiven Preismodell, das monatlich zwischen 5 und 12 Euro liegen dürfte, rund drei Prozent Marktabdeckung bei 2016 erzielen. Insgesamt erwartet Dixon für Netflix durch das Europa-Engagement eine kurzfristige Umsatz-Steigerung von rund 10 Prozent(nscreenmedia)

Protest: Fernsehen muss anonym bleiben. Diese Forderung stellt die “Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW” auf, die in einem neuen Bericht die, allerdings schon bekannte, Datensammelei durch SmartTVs massiv beklagt. Im Zentrum der Kritik der Medienwächter stehen dabei vor allem die interaktiven “Red Button”-Funktionen, mit denen viele Sender und Gerätehersteller Nutzungsdaten der Zuschauer registrieren. (New Business)

Angebot: Amazon setzt die Reihe seiner ungewöhnlichen Werbemaßnahmen für seine neue Video-Streamingbox “FireTV” fort. Nachdem vor einigen Wochen bereits Amazons Videochef Bill Carr höchstpersönlich in einem Kundenbrief die Vorzüge des neuen Systems anpries, bietet das Unternehmen (vorerst nur in den USA) ausgewählten Kunden einen kostenlosen, 30-tägigen Test von “FireTV” an, einschließlich Gratis-Versand und Freischaltung aller möglichen VoD-Angebote. (Mashable)

Rekord: Selbst aus der langweiligsten Radio-Rotation-List ist der Song mittlerweile verschwunden, aber auf Youtube feiert “Gangnam Style” weiter Erfolge. Das Video des koreanischen Rappers “Psy”, bereits jetzt mit Abstand der erfolgreichste Webvideoclip womöglich aller Zeiten, kratzt mit 1997140150 Aufrufen an der Zwei-Milliarden-Marke. (Recode, mit Originalvideo natürlich)

Interaktiv: Mehr als 16.000 User haben beim so genannten “Suddenlife”-Spiel “Tatort: Dein Auftrag” von Radio Bremen mitgespielt, teilte der Sender mit. Die Webseiten des Online-Detektivrätsels rund um den Tatort “Alle meine Jungs” wurden über 1,7 Millionen Mal abgerufen. (kress.de)

Interaktiv II: Die Quoten der ARD-Rätselshow “Quizduell” gingen zwar seit dem Start vor zwei Wochen kontinuierlich zurück, im Netz allerdings ist das Spiel mit der gleichnamigen App durchaus erfolgreich: 2,6 Millionen Antworten von “Quizduell”-Usern gingen während der Freitagsausgabe der Show ein. Das waren im Schnitt etwa 150 000 Antworten pro Frage, teilte der NDR mit. (Digitalfernsehen.de)

Angepasst: Die ARD hat ihre Mediathek nun auch “responsive”, d.h. sich flexibel an jedes Endgerät anpassend, programmiert. Neben der Designumstellung wurden auch inhaltliche Änderungen vollzogen. Sendungen, die vor allem ein junges / internetaffines Publikum ansprechen, werden im Angebot nun deutlicher präsentiert. (DWDL.de)

Abschwung: Trotz neuer Technologien wie SmartTV oder 3-D setzt sich die Verkaufskrise bei TV-Geräten weiter fort. Im vergangenen Jahr wurden mit rund acht Millionen Fernsehern in Deutschland rund 17 Prozent weniger als 2011 verkauft, belegt eine neue Studie von Deloitte. Bis 2018 werde der Markt um insgesamt weitere 25 Prozent schrumpfen. (Digitalfernsehen.de)

Fullscreen plant VoD-Plattform gegen Youtube und Netflix

Fullscreen-Star Grace Helbig: Glück außerhalb des Youtube-Universums

Fullscreen-Star Grace Helbig: Glück außerhalb des Youtube-Universums

Abgekoppelt: Der Trend, dass große Multichannel-Networks (MCNs), Webvideo-Produzenten und -Stars ihr Glück auch außerhalb des Youtube-Universums versuchen, hält weiter an. Wenige Wochen nachdem die Maker-Studios ihre eigene Webvideo-Plattform “Maker.TV” gestartet haben, berichtet das Onlineportal “Tubefilter” nun über ähnliche Pläne von Fullscreen. Das MCN (Eigenwerbung: “The first Media Company for the connected generation”) will dazu eine eigene Video-on-demand-Plattform starten, die vor allem auf jene junge Zielgruppe ausgerichtet ist, die Fullscreen als derzeit zweitgrößtes Youtube-Netzwerk mit Stars mit Grace Helbig über drei Milliarden Videoabrufen monatlich bestens bedient. Das neue Angebot könnte sich durchaus als ernstzunehmende Konkurrenz in die Lücke zwischen Youtube und den VoD-Services von Hulu und Netflix schieben.

Enttäuscht: Die deutschen TV-Sender können mit den meisten ihrer Second-Screen-Angebote nicht beim Zuschauer landen. Noch immer nutzten relativ wenige User in Deutschland den “zweiten Bildschirm”, um parallel zum TV-Programm Infos abzurufen, lautet das Ergebnis einer Studie des Consulting-Unternehmens Accenture, die nun auf der Fachtagung ANGA veröffentlicht wurde. Falls die Zuschauer doch etwas direkt zum Programm passend aufrufen würden, würden die Second-Screen-Apps der Sendern vergleichsweise wenig genutzt, stattdessen laufe die Kommunikation hauptsächlich über Twitter und Facebook. “Die Kunden bewegen sich beim Second-Screen-Konsum außerhalb des Ökosystems der Programmveranstalter”, so Accenture. (Digitalfernsehen.de)

Premiere: Hier funktioniert der Second Screen. ProSieben kann durchaus zufrieden sein mit der Premiere seiner neuen “interaktiven” Musikshow “Keep your light shining”. Zwar ergoss sich vor allem auf Twitter ein wahrer Shitstorm über die Moderatorin Annica Hansen (die tatsächlich mit einer Primetime-Live-Show noch sichtlich überfordert ist), aber der Rest der Sendung, die von der Abstimmung der Zuschauer via App lebt, klappte routiniert und reibungslos. Nachtrag 09:25 Uhr: Die Quoten allerdings waren mehr als enttäuschend. (DWDL.de)

Erweitert: AOL USA steigt nun auch in die digitale Vermarktung von linearem TV ein. Der Webkonzern kaufte dazu die Targeting-Plattform “PrecisionDemand”, die sich auf die crossmediale Aussteuerung von Werbekampagnen spezialisiert hat. AOL will die Plattform in sein eigenes neues Vermarktungstool “Adap.tv” integrieren. (Media Post)

Volltreffer: Immer bessere Geschäfte macht der hauseigene Sky-Vermarkter “Sky Media Network” mit der Fußballbundesliga. Zum dritten Mal in Folge konnten die Münchner ein sattes Umsatzplus mit der Vermarktung der Sky-Bundesliga-Übertragungen erzielen. Gegenüber der vorherigen Bundesliga-Spielzeit steigerte sich der Erlös um 20 Prozent. (Quotenmeter.de)

Abgehört: Facebook rüstet seine App zur “Lauschzentrale” um. Über ein neues Feature, ähnlich der Musikerkennungssoftware Shazam, soll die App künftig erkennen können, welche TV-Programme oder Musiksongs gerade bei dem jeweiligen Nutzer laufen. Die App fügt die Informationen dann automatisch dem Status hinzu – es sei denn man deaktiviert diesen tollen “Service”. (Digitalfernsehen.de)

Überraschung: Der aktuelle Comscore-Monatsbericht über die größten Videosites der USA verzeichnet nach längerer Zeit wieder einen (leichten) Rückgang der Gesamtnutzer-Zahlen von Webvideo: von 187,9 Millionen im März auf 186,1 Millionen im April.

Abgefahren: Eine mehrfache Win-Win-Situation für alle Beteiligten war die Produktion des neuen Werbespots für den Bentley Mulsanne. Der wurde nämlich komplett mit zwei iPhone5s gefilmt, wie die eigens angefertigte Dokumentation stolz demonstriert. Der Grund dafür? Zwei iPads, die für die Fondpassagiere der Luxuslimousine serienmäßig eingebaut sind. (Curved.de)

OneTV-News: Böhmermann verjüngt den WDR

Produzent  Jan Böhmermann: ein "Saturday Night Life" für den WDR

Produzent Jan Böhmermann: ein “Saturday Night Life” für den WDR

Kopie: Ein Art deutsches “Saturday Night Live”, also ein Comedyformat mit verschiedenen Künstlern, Einspielfilmen und Bühnen-Sketchen, soll die neue Show werden, die die Kölner Produktionfirma “bildundtonfabrik” gerade im Auftrag des WDR vorbereitet. Bei dem Format, das zumindest derzeit noch den Titel “Die unwahrscheinlichen Erlebnisse im Leben von…” trägt, wird unter anderem “Neo-Magazin”-Moderator Jan Böhmermann als Executive Producer mitarbeiten. Der Start der Show, die aus dem sogenannten “Verjüngungstopf” von Neuintendant Tom Buhrow finanziert wird, ist für Ende Juli im WDR geplant. (Quotenmeter.de)

Kriminell: Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Betreiber illegaler Videostreamingseiten häufig sogar Werbeeinnahmen für die Platzierung legaler Videospots abkassieren. Betroffen von diesen groß angelegten Betrügereien sind auch Marken wie Toyota und etablierte Videovermarkter wie Tremor. Dessen CEO Bill Day hat nun in einem Offenen Brief an seine Kunden erklärt, dass Tremor alle nur erdenklichen Methoden anwende, um solchen Missbrauch, der Verluste von mehreren Hundert Millionen Dollar verursacht, abzuwehren. Leider aber seien viele Hacker “immer einen Schritt” voraus. (adotas.com)

Abgehoben: Mit über fünf Millionen Abonnenten ist “Fail Army” einer der größten Anbieter von Pleiten-, Pech- und Pannen-Videos auf Youtube. Nun hat die US-Produktionsfirma einen neuen Kooperationspartner gefunden. Die Hals- und Beinbruchstreifen werden demnächst auch auf allen Langstreckenflügen von Virgin Airlines zu sehen sein. Die Fluggesellschaft von Milliardär Richard Branson hat bereits mehrere Youtube-Formate ins Bordprogramm aufgenommen. (Tubefilter)

Lesetipp: Der durchschnittliche US-Amerikaner hat Zugang zu 189 TV-Kanälen – und schaut davon durchschnittlich nur 17 regelmäßig. Warum die eigentlich logische Idee, dieses riesige Paket aufzuschnüren und nur noch jene Sender zu abonnieren, die man wirklich sieht, keine gute Idee im Sinne des Geldsparens ist, erklärt der Kollege Josh Barro in einer ausführlichen Analyse für die New York Times.

Binge-Alarm: Die zweite Staffel der Abenteuerserie “Vikings”, deren erste Saison gerade erst auf ProSieben sehr erfolgreich lief, wird ab dem 15. Juni bei Amazons “Prime Instant Video” angeboten. Wie schon bei der ersten Staffel werden alle Folgen gleichzeitig freigeschaltet. (DWDL.de)

Sehtipp I: Während hierzulande sogenannte “News-Vlogger” wie “LeFloid” in ihren Shows auf Youtube häufig gar nicht mehr aus dem selbstverliebten, wirren Plaudern herauskommen, zeigt Elliott Morgan, einer der Pioniere auf diesem Gebiet, in seinem neuen Format “Mashable Minute” für das gleichnamige Online-Portal, wie man unterhaltsame UND kurze Videobeiträge über das aktuelle Nachrichtengeschehen produzieren kann. Vor-bild-lich. (Tubefilter)

Sehtipp II: In einem Beitrag für die Deutsche Welle (hier auf FAZ.net publiziert) berichtet Ruth Krause über die Arbeit der vielen tausend, vor allem im Beauty- und Modebereich tätigen, Youtube-Vloggerinnen, die mit ihren Schmink- und Styletipps Millionen von jungen Zuschauerinnen erreichen – und damit, zumindest in einigen Fällen, über Werbeeinnahmen ein ganz gutes Einkommen erzielen.

Sehtipp III: Hundehasser, Kinderschützer, Katzenliebhaber – dieses Video über die mutige Tat eines Stubentigers hat für viele Zielgruppen was zu bieten.

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Wochenrückblick: Das Wichtigste aus der NewTV-Branche

Liebe OneTVMag-Leserinnen und -Leser,

ein Zattoo-Chef, der sich bei seinen Kunden für hohe Preise entschuldigt, (wieder einmal) millionenschwere Kooperationen in den USA und Youtube-Stars, die ihr Karriereglück im klassischen TV versuchen – auch die vergangene Woche der Webvideo- und NewTV-Branche bot wieder jede Menge Gesprächs- und Diskussionsstoff.

Wir haben die News und Analysen der vergangenen sieben Tage wieder für Sie zusammengefasst und wünschen gute Unterhaltung mit der heutigen Weekend-Ausgabe, die sie mit einem Klick auf das untenstehende Foto erreichen. Die einzelnen Artikel können Sie dann innerhalb der Flipboard-Ausgabe mit einem Klick auf die jeweilige Schlagzeile ansteuern.

Beste Grüße aus der Redaktion, einen schönen Sonntag.

OneTV Mag Weekend Edition  11052014

Raubkopierer machen (Werbe)-Kasse

Raubkopierer-Hit "Game of Thrones": Millioneneinnahmen ohne Kontrolle

Raubkopierer-Hit “Game of Thrones”: Millioneneinnahmen ohne Kontrolle

Gekapert: Dank moderner Spot-Einkaufssysteme greifen Videowebsites mit illegalen Bewegtbildangeboten mittlerweile Werbegelder in jährlich dreistelliger Millionenhöhe ab. Das ist das Ergebnis einer von der US-amerikanischen “Digital Citizens Alliance” in Auftrag gegebenen Studie. Die Piratenseiten nutzen dafür die weitgehende Anonymität des Onlinevideowerbegeschäfts aus und verschaffen sich mit einfachen Schwindeleien Kooperationen mit Mediaagenturen, die im Auftrag von großen Kunden Werbespots über das Netz verteilen. Oft sind deren Kontrollen über die Plattformen und ihre Angebote so lax, dass der Schwindel erst nach Monaten auffällt. Betroffen sind auch große Kunden wie Toyota oder Kraft Foods. Und die Betreiber der Raubkopieangebote sind, wenn der Schwindel auffliegt, durch Fakeadressen im Ausland meist nicht mehr auffindbar. (Wall Street Journal)

Lukrativ: Die Maker Studios haben einen umfassenden Kooperationsvertrag mit dem Werbenetzwerk Omnicom geschlosssen, in Höhe eines “niedrigen achtstelligen Dollarbetrages”, wie es heißt. Für das gerade erst von Disney gekaufte Multichannel Network war es der erste Deal dieser Art. Omnicom kauft neben lukrativen Werbeplätzen im Maker Netzwerk auch Stars der MCNs als Werbefiguren ein. (Adage)

Verlängert: HBO hat den Vertrag mit der derzeit schwer angesagten “New Journalism”-Marke “Vice” um zwei Jahre erweitert. Die New Yorker Videojournalisten mit dem Faible für harte Kriegseinsätze oder Storys aus dem “Urban Underground” werden pro TV-Saison bis zu 14 Dokumentation bei HBO zeigen dürfen. (Tubefilter)

Baukasten: Der Videodienstleister Brightcove hat mit seinem neuen Produkt “Gallery” ein Multitool vorgestellt, mit dem auch Laien innerhalb weniger Stunden eine komplette Videoplattform, eine Video-Eventseite oder ein Showcase für ein Produkt herstellen können. (Streaming Media)

Produktionswelle: Der weltgrößte Web-Musiksender Vevo hat in New York eine ganze Reihe von neuen Eigenformaten angekündigt. Zum ersten Mal werden darunter auch Lifestyle-Themen etwa aus den Bereichen Kochen, Mode oder Promis sein. (Tubefilter)

Lesetipp: Werbetreibende und Agenturen sollten verstärkter auf die Entwicklungen bei SmartTVs und sonstigen vernetzten TV-Geräten achten, mahnen Walter Harp und Salim Hemdani vom Videowerbespezialisten Mixpo in einem Gastbeitrag auf Videonuze. Viele Entscheider seien aufgrund fehlender Zahlen und Meldungen über technische Probleme verunsichert, dabei hätten die Angebote mittlerweile eine durchaus relevante Reichweite und Qualität.

Analyse: Die aktuelle “Digital Video Consumer Study” der amerikanischen GfK weist wieder einmal eine Anzahl interessanter Entwicklungen auf dem US-Onlinevideomarkt aus. Neben der allgemeinen User-Steigerung von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, registrierten die Meinungsforscher vor allem einen starken Anstieg der via Social Media verbreiteten Bewegtbildinhalte. Twitter, Facebook und Tumblr seien mittlerweile die Startseite Nummer 1 für viele Videoangebote. (Streaming Media)

OneTV-News: “Aereo”-Prozess erschüttert TV-Branche in den USA

"Aereo"-Microantenne: Steht die  US-TV-Branche vor dem Totalumbruch?

“Aereo”-Microantenne: Steht die US-TV-Branche vor dem Totalumbruch?

Spannung: Für den amerikanischen “Piraten”-TV-Anbieter “Aereo” ist die erste Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof in Washington nicht sonderlich gut ausgefallen. Viele Richter zeigten bei der Befragung deutliche Skepsis gegenüber dem Geschäftsmodell von Aereo, das Signale amerikanischer TV-Sender, die normalerweise nur über hochpreisige Kabelangebote zu empfangen sind, über Microantennen “abfängt” – und sie dann über eine Webverbindung zu einem deutlich geringeren Preis an seine Kunden weiterleitet. Auf der anderen Seite gab es im Gericht auch Verständnis dafür, die “technologische Entwicklung nicht durch ein negatives Urteil behindern” zu wollen. Die Anhörung wurde von einem gewaltigen Medieninteresse begleitet. Je nach Ausgang des Prozesses könnte sich die Fernsehlandschaft in den USA radikal ändern, da das gesamte TV-System derzeit auf den teuren Kabel-Abos beruht. Im Vorfeld hatten deshalb einige US-Sender in einem dramatischen Appell an den Gerichtshof und sogar die US-Regierung appelliert, Aereo zu stoppen. Mit einem endgültigen Richterspruch wird im Frühsommer gerechnet.(New York Times, aktueller Report über den Prozess) (CNN) (Heise.de – Hintergrund)

Erfolg: Das US-Startup “Tubular Labs”, das sich auf die Analyse von Webvideo-Daten, hauptsächlich auf Youtube, spezialisiert hat, hat in einer ersten Finanzierungsrunde bei Investoren 11 Millionen Dollar eingesammelt, die für den weiteren Ausbau des Angebots eingesetzt werden sollen. Tubular arbeitet derzeit schon mit über 2000 Webvideo-Anbietern zusammen, darunter bekannten Namen wie die “Maker Studios”, “Vice” und Jamie Oliver. (Hollywood Reporter)

Abgemeldet: Die Zahl der sogenannten “Cord Cutter”, jener Menschen also, die sich von traditionellen Fernsehangeboten über Kabel oder Satellit verabschieden, hat sich in den USA in den vergangenen Jahren deutlich erhöht: Seit 2012 ist ihr Anteil um 44 Prozent auf jetzt 7,6 Millionen Haushalte gestiegen. (ABC News)

Kooperation: Der deutschen Video-on-Demand-Anbieter “Watchever” hat sein publizistisches Partnernetzwerk erweitert. Nun können auch User von “Welt Online” sich auf der Seite über das Watchever-Programm informieren und auch direkt anmelden. Zum Start der Kooperation gibt es für “Welt”-User ein dreimonatiges Abo zum Preis von 8,99 Euro. (DWDL.de)

Boom: Auf mittlerweile über 48 Millionen ist die Kundenzahl des VoD-Anbieters “Netflix” gestiegen. Allein im ersten Quartal dieses Jahres kamen vier Millionen Nutzer hinzu, wie das Unternehmen mitteilte. Der Netflix-Umsatz stieg auf 1,06 Milliarden Dollar. (Spiegel Online)

Rücktritt: Shishir Mehrotra, der Produktchef von Youtube, ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten und fungiert nunmehr nur noch als “Berater” der Videoplattform. Das gab das Unternehmen in der Nacht zu Mittwoch bekannt. Mehrotra war auch als Youtube-Chef im Gespräch, bevor im Februar die langjährige Google-Anzeigenchefin Susan Wojcicki den CEO-Posten beim Tochterunternehmen einnahm. (Adage.com)

Sehtipp: Das Video des Starts einer Rakete des amerikanischen Unternehmens “Space X” hat innerhalb weniger Tage über drei Millionen Abrufe auf Youtube erzielt. Das Besondere: Die Rakete, eine “Falcon 9 Reusable”, landet nach wenigen hundert Metern Flug wieder sicher “rückwärts” auf dem Startplatz. (Tubefilter, mit Video)

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Manipulierte Videoabrufe: Millionenbetrug per Botnets

"Botnet"-Attacke: Millionen von "falschen" Klicks ausgelöst

“Botnet”-Attacke: Millionen von “falschen” Klicks ausgelöst

Für den Ruf der Onlinevideobranche sind solche Meldungen verheerend: Mit Manipulationen von sogenannten “Botnets” auf US-Videoseiten haben Kriminelle in den vergangenen Wochen täglich mindestens 30 Millionen “falsche” Videoabrufe ausgelöst und damit einen Schaden von mehreren Millionen Dollar pro Monat verursacht. Read More »

OneTV-News: Condé Nast startet Video-Offensive

Vanity_FairOffensiv: Während hierzulande die Videoaktivitäten deutscher Verlagshäuser bis auf wenige Ausnahmen ins Stocken geraten sind, setzt sich die Video-Expansion traditioneller US-Printverlage fort. Nachdem zuletzt New York Times, Washington Post und die Time-Gruppe eine weitere Ausweitung ihrer Bewegtbildaktivitäten angekündigt hatten, zieht nun auch Condé Nast nach. Der Hochglanzmagazin-Verlag startete für sein Mode-Heft “Allure” einen neuen, sehr gut produzierten Video-Kanal und kündigte zudem eine neue TV-Show für sein Top-Produkt “Vanity Fair” an. (Media Post)

Vergeblich: Als Markus Lanz am Samstagabend um kurz nach 23 Uhr in knappen Worten das Ende von “Wetten, dass…?” ankündigte, konnte er noch nicht ahnen, dass er mit der aktuellen Show zumindest einen kleinen Achtungserfolg erzielt hatte: Denn mit 6,84 Millionen Zuschauer hatte die Sendung fast eine Million Zuschauer mehr als die vorherige Ausgabe erreicht, mit einem ordentlichen Marktanteil von 23,1 Prozent. Allerdings: In der jüngeren Zielgruppe sahen sogar weniger Menschen zu als zuletzt; das Plus wurde also vor allem in der älteren Zuschauerschaft erzielt. (DWDL.de)

Gesprengt: Wieder einmal hat ein Ansturm von Usern ein Streamingangebot in den USA lahmgelegt. Diesmal erwischte es HBO, dessen mobiles Digitalangebot “HBO GO” dem Andrang von Fans beim Start der vierten Staffel der Erfolgsserie “Game of Thrones” nicht gewachsen war und stundenlang ausfiel. (Techcrunch)

Verschoben: Youtube hat offensichtlich erneut den Start seines bereits lange geplanten, eigenen Musikdienstes abgesagt. Nach US-Medienberichten gibt es im Unternehmen unterschiedliche Auffassungen über die Art des Angebotes, das eigentlich bereits Ende 2013 starten sollte. Nun sei auch eine simplere “Karaoke”-Variante für User-Videos im Gespräch. (GigaOm)

Mangelhaft: Amazons neue Streaming-Box “Fire TV” schneidet in einem ausführlichen Alltagstest der “New York Times” nicht sonderlich gut ab. Redakteurin Molly Wood bemängelt neben einer fehlerhaften Sprachsteuerung vor allem die Tatsache, dass Fire TV bei der Film-Suchfunktion nur Angebote aus dem Amazon-Katalog auflistet, obwohl Netflix und Hulu ebenfalls per App installiert sind.

Dementiert: Der Springer-Verlag hat Berichte, nach denen durch die redaktionelle Zusammenführung von “Welt” und “N24″ dem TV-Sender das Aus drohe, zurückgewiesen. N24 spiele als eigenständige Marke auch in Zukunft eine wichtige Rolle. (Quotenmeter.de)

Unterschätzt: Um den Podcast, einst gefeierter Pionier in Sachen moderner Audio- und Videobeiträge, ist es still geworden, viele Medienhäuser haben sich von diesem digitalen Angebot verabschiedet. Dabei wird der Podcast gerade bei Privatanbietern als kleines, aber feines Nischenangebot immer beliebter. (Kress.de)

Gemischt: Sehr unterschiedlich fielen in den USA die Reaktionen auf den Start von “Silicon Valley”, dem neuen Comedy-Format von HBO aus. Während sich vor allem junge Digital-Arbeiter durch die Serie über Nerds, Start-Upper und Hipster in Kalifornien durchaus gut getroffen fanden, meckerten andere Zuschauer wie etwa Tesla-Gründer Elon Musk heftig: Die Comedy gebe nicht im Geringsten die Wahrheit im Valley wieder. (Recode.net)

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