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OneTV-News: Ist das “Cord Cutting” doch real?

Cord CuttingBeginnt das berühmt-berüchtigte “Cord Cutting” nun doch? Bislang haben, allen Unkenrufen zum Trotz, die neuen digitalen Bewegtbildkanäle nicht wirklich an der überragenden Stellung der klassischen Kabel- und Satellitenanbieter nagen können. Nun aber müssen die führenden US-PayTV-Konzerne zum ersten Mal in der Geschichte einen, wenn auch kleinen, Zuschauerverlust registrieren: Mit etwas über 100.000 Kunden weniger gegenüber 2012 fiel der Rückgang im Jahr 2013 zwar unter einem Prozent aus – als erstes konkretes Signal für einen beginnenden Wechsel taugen die neuen Zahlen der renommierten Leichtman Research Group allerdings womöglich schon. (Videonuze)

Nicht alles, was Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, für viele die großen Hoffnungsträger des deutschen Fernsehens, derzeit machen, läuft wie Gold. Die am Samstagabend ausgestrahlte “Best-of”-Ausgabe ihres ProSieben-Erfolgsformates «Joko gegen Klaas» sammelte mit 1,03 Millionen 14-bis 49-jährige Zuschauer lediglich 9,5 Prozent beim Zielpublikum ein. Gegenüber der letzten, regulären Ausgabe im Januar bedeutete dies einen Verlust von weit mehr als einer Million Zuschauer und knapp acht Prozentpunkten. Insgesamt schalteten die dreistündige Show 1,27 Millionen Zuschauer ein, der Gesamtmarktanteil belief sich auf enttäuschende 4,3 Prozent. (Quotenmeter.de)

Digitales Bewegtbild wird auch für das “Corporate Publishing” immer wichtiger. Auch darum hat “BurdaCreative”, die Kundensparte des Münchner Verlages, nun die neue Abteilung “Creative Video” geschafften. Geleitet wird sie von Peter Kasza, der zuvor unter anderem bei der Produktionsfirma Odeon Film die Entwicklung und Produktion von crossmedialen TV- und Film-Formaten sowie Branded-Entertainment-Inhalten verantwortete. (kress.de)

Die US-Fluggesellschaft United wird ab April ein neuartiges Unterhaltungssystem an Bord vieler ihrer Flugzeuge anbieten. Über die United iOS App oder eine spezielle Browser-Erweiterung können Passagiere dann während des Fluges via Wlan aus über 150 Filmen und 200 TV-Shows auswählen. Für Mitte des Jahres ist ebenfalls eine Android-Version geplant. (Techcrunch)

Die Zukunft des Kabelgesellschaften liegt im mobilen Geschäft. Das jedenfalls ist die “Wall Street Journal”-Zusammenfassung des internationalen Branchenevents “Cable Congress”, das am Freitag in Amsterdam zuende ging. Dem Vorbild von Vodafone, das “Kabel Deutschland” kaufte, würden demnächst viele Telefongesellschaften folgen, analysiert das Blatt. Diese seien vor allem an den erfolgreichen “Triple-Play”-Geschäften der Kabelbetreiber (Pakete mit Internet, Pay-TV und Telefon) interessiert.

Trotz des riesigen Erfolges von “Game of Thrones” ist ein Ende der weltweit beliebten TV-Serie in Sicht. Die Produzenten David Benioff und Dan Weiss haben gegenüber “Entertainment Weekly” nun verraten, dass wahrscheinlich nach der siebten Staffel des Fantasy-Abenteuers Schluss ist: “Sieben Götter, siegen Königreiche, sieben Staffeln. Das fühlt sich für uns richtig an”, sagte Benioff. Ein bisschen Zeit beibt den Fans allerdings noch: In den USA startet erstmal die vierte Staffel von “Games of Thrones” am 6. April auf HBO, in Deutschland einen Tag später bei Sky. (WuV.de)

Lesetipp: Charles Dawes und Colin Dixon analysieren für den “Guardian” die wachsende Bedeutung der sogenannten “Entertainment Metadaten”, der Sammlung aller verfügbaren digitalen Zuschaueraktivitäten rund um die Themen “Second Screen” und “Social TV”.

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OneTV-News: Facebook startet Werbespots im Newsfeed

Werbespot auf Facebook: Bis zu 2,5 Millionen Dollar pro Clip

Werbespot auf Facebook: Bis zu 2,5 Millionen Dollar pro Clip

Länger als ursprünglich avisiert hat es gedauert, doch nun hat Facebook die erste Stufe seiner neuen Videowerbemittel gestartet: Dabei werden im Newsfeed der User bis zu 15 Sekunden lange Werbespots abgespielt. Die Spots laufen automatisch, aber ohne Ton, los und vergrößern sich auf Klick. Zunächst einmal werden nur Facebook-Nutzer in den USA mit den Clips konfrontiert, aber schon bald soll das Angebot auch in Europa starten. Branchengerüchten zufolge soll der Preis für einen weltweit ausgelieferten Spot bis zu 2,5 Millionen Dollar betragen.(recode.net)

Auch für Kabelgesellschaften könnten SmartTVs interessante Plattformen für die Präsentation ihrer Angebote sein. Könnten. Denn auch bei führenden europäischen Kabelbetreibern wächst der Frust über die neue, zumindest auf dem Papier bahnbrechende, Technologie. Vor allem die vollkommen unterschiedlichen Standards der Hersteller und hohe Entwicklungskosten der Applikationen haben bei Firmen wie Liberty Global und Kabel Deutschland dazu geführt, ihre SmartTV-Projekte zunächst einzustellen. (V-net)

Digitale Bewegtbildexpertise holt sich “Be Viacom” und überträgt die Zweitvermarktung für seine Plattformen Mtv.de, Viva.tv, Comedycentral.tv und Nick.de an die Axel Springer Media Impact. Vor allem bei der Video- und Displaywerbung sollen die Springer-Leute helfen. (Horizont)

“OldTV” at it’s best: Einen gewaltigen Sprung in den Youtube-Charts haben US-Star-Entertainer Jimmy Fallon und sein “Tonight Show”-Kanal geschafft. Dank eines perfektionierten Ping-Pong-Spiels zwischen der klassischen Show und vielen kleinen, sehr internetaffinen Videoclips verzeichnete der “Tonight”-Kanal eine Abrufsteigerung von über 150 Prozent innerhalb eines Monats und schoss unter die Top15 aller Youtube-Angebote weltweit. (Tubefilter)

Entscheidung über Jugendkanal von ARD und ZDF erneut vertagt. Wie erwartet konnten sich die Ministerpräsidenten der Länder gestern nicht über das vorgelegte, von vielen Seiten als zu dürftig kritisierte Konzept des neuen Senders einigen. Etwas überraschend war dann allerdings, dass sie dem Projekt nochmals eine Chance zur Nachbesserung gaben. (DWDL.de)

Eher aus der Abteilung “Wer braucht denn so etwas?” stammt die neueste Erfindung des US-Satellitenfernsehengiganten Dish: Mit ihrer soeben vorgestellten TV-Box “Super Joey” kann man bis zu acht (8) Programme gleichzeitig aufzeichnen! (Techcrunch)

Lesetipp: Wie erzielt man im sich immer mehr aufsplittenden Videomarkt die besten Vermarktungsergebnisse über alle Bildschirme hinweg? Dazu haben die Bewegtbildspezialisten von Videology nun vier unterschiedliche Fallbeispiele herausgegeben, die zeigen, wie klassische TV-Werbekunden ihre Budgets auf unterschiedlichen Kanäle mit Erfolg gesplittet haben. (Videonuze)

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Twitter holt Youtube-Topmann als TV-Chef

Twitter will seine beherrschende Stellung als "Second Screen" für TV weiter ausbauen

Twitter will seine beherrschende Stellung als “Second Screen” für TV weiter ausbauen

Top-Personalie: Twitter intensiviert nochmals seine Bestrebungen, auch den TV-Werbemarkt anzugreifen und macht mit Baljeet Singh einen ausgewiesenen Online-Video-Experten von Youtube zu seinem neuen “Head of TV and Video”. Singh, der bei Youtube als einer der besten Werbespezialisten gilt, soll vor allem neue Kundschaft aus der Fernsehbranche für Twitters “Amplify”-Programm gewinnen, das TV-Sendern Möglichkeiten gibt, mit Trailern und Spots direkt auf Twitter für ihre Sendungen zu werben. (Tubefilter)

Amazon wird mindestens vier seiner derzeit in den “Amazon Studios” im Test befindlichen, eigenen TV-Projekte in Auftrag geben, meldet Variety. Bei denen durch Zuschauerbefragungen und Big-Data-Untersuchungen bestätigten Formaten handelt es sich um jeweils zwei Comedy- und Mystery-Serien, unter anderem eine des bekannten “X-Files”-Erfinders Chris Carter. (Variety.com)

ProSiebenSat.1 exportiert sein erfolgreiches “Multi-Channel-Network”-Konzept “Studio-71″, mit dem der Konzern sein digitales Bewegtbildgeschäft steuert, nun auch nach Österreich. Ziel sei es unter anderem, junge österreichische Youtube-Talente zu finden und fördern. (Pressemitteilung)

Wie wir an dieser Stelle bereits gestern gemeldet haben, dürfte dem geplanten, digitalen Jugendkanal von ARD und ZDF bei der für heute auf der Ministerpräsidentenkonferenz vorgesehenen Entscheidung tatsächlich das endgültige Aus ereilen. Der Online-Mediendienst “Newsroom.de” hat nun auch das umstrittene “Konzeptpapier” zum Jugendkanal veröffentlicht, das bei Medienpolitikern und Branchenexperten ob seiner inhaltlichen Dürftigkeit “regelrecht Entsetzen” hervor gerufen habe. (newsroom.de)

Auch Dinos können noch erfolgreich ins “NewTV”-Geschäft einsteigen: Der US-Kabelriese Comcast feiert mit seiner erst im vergangenen Herbst neu gestarteten Video-on-Demand-Plattform “Xfinity On Demand” bereits feine Gewinne. So sei Comcast etwa bei den Downloadzahlen für den aktuellen Hollywood-Hit “Gravity” bereits die Nummer 2 nach iTunes. (Home Media Magazine)

Lesetipp: Will Richmond analysiert auf Videonuze den (noch nicht bestätigten) Kauf der Maker Studios durch Disney – und lobt den Unterhaltungskonzern dafür, nach Jahren der Ignoranz und gescheiterter, eigener Versuche nun strategisch klüger auf die junge Zielgruppe zuzugehen. (Videonuze)

Lesetipp II: Wie verändert sich das Werbegeschäft in diesem immer schneller von digitalen Innovationen und ständig wechselnden Allianzen geprägten Bewegtbildmarkt? Jeff Lanctot, der CEO des Video-Vermarkters “Mixpo”, erklärt auf Adage.com die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Ad-tech-Industrie.

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OneTV-News: Second-Screen-Pionier Couchfunk bald mit LiveTV

Couchfunk-Werbung: "Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben"

Couchfunk-Werbung: “Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben”

So schnell ändern sich zur Zeit die Zeiten: Noch vor wenigen Monaten wurde das Phänomen des “Second Screens”  von vielen Branchenexperten komplett in Frage gestellt. Eine parallele Nutzung von TV- und Social-Media-Angeboten sei, wenn es das überhaupt gäbe, nur auf eine sehr kleine Gruppe von Zuschauern beschränkt, unkte es vor allem aus Richtung klassisches TV. Mittlerweile überbieten sich die Sender gegenseitig mit neuen Second-Screen-Angeboten, entweder auf Twitter oder eigenen digitalen Vertriebswegen, wie etwa die RTL-Gruppe über spezielle Apps oder die HbbTV-Plattform.

Der Vorteil für die Sender liegt dabei darin, das eigene TV-Signal so direkt mit den “SocialTV”-Zusatzfunktionen koppeln zu können. Externe Anbieter von “Second Screen”-Angeboten können stattdessen nur auf einen  indirekten Weg (Facebook, Twitter, eigene Plattformen) die Verbindung zwischen TV-Inhalten und Zuschauerinteraktion herstellen. Das möchte “Couchfunk”, einer der Pioniere des deutschen SocialTV nun ändern. Das Dresdner Unternehmen kündigte an, auf seiner Second-Screen-App demnächst auch Live-TV-Streams anzubieten. Es wäre nach dem Platzhirschen Zattoo und dem noch in BETA-Phase befindlichen Konkurrenten Magine der dritte Anbieter von legalen TV-Streams im deutschen Netz, allerdings dann um eine interaktive Komponente bereichert. Der Unterschied zwischen “First und Second Screen” werde damit auch im WebTV aufgehoben, verkündete Couchfunk-Chef Frank Barth, und es dürfte spannend zu sehen sein, wie diese Verknüpfung, für die man sich zu Testzwecken hier anmelden kann, konkret aussehen wird. Mit dem Start wird nicht vor Sommer gerechnet.(netzwertig.com)

Der geplante Jugendkanal von ARD und ZDF steht angeblich vor dem Aus. Das für die Gründung einstimmige Votum der Ministerpräsidenten werde unter anderem am Veto von Bayern, Sachsen und Hessen scheitern, berichten heute morgen diverse Nachrichtenportale. (via turi2)

Katie Couric, neue Frontfrau des ambitionierten WebTV-Programms von Yahoo, interviewt bei ihrem ersten großen Job für den Onlinedienst den ehemaligen, langjährigen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. Das Gespräch, dem ersten nach seiner Abwahl Ende des Jahres, wird exklusiv auf Yahoo zu sehen sein. Star-TV-Journalistin Couric, deren Engagement für Yahoo im vergangenen Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt hatte, gibt sich in der Vorbereitung des am Freitag stattfindenen Gesprächs jedenfalls sehr webaffin: Über ihr Tumblr-Blog sammelt sie Fragen von Usern. (Tubefilter)

Die New York Times intensiviert nochmals ihre Aktivitäten im Webvideo-Bereich: Zusammen mit dem öffentlich-rechtlichen US-Sender PBS produziert die Times nun aufwendige Dokumentationsfilme, Interviews und Reportagen. Die Formate, die durch Text- und Fotelemente ergänzt sind, werden sowohl auf der Times- als auch der PBS-Webseite präsentiert. Den Auftakt macht die beeindruckende Reportage “The Men of Atalissa” über eine Gruppe geistig behinderter Männer, die ihr Leben lang vor der Außenwelt vorborgen wurden. (Netnewscheck.com)

Musik- und Kochvideos gehören zu den beliebtesten Genres im Netz. Was liegt daher näher, als beides zu kombinieren? Dailymotion, die nicht zuletzt dank Microsoft-Kaufgerüchten wieder aufstrebende Videoplattform aus Frankreich, produziert mit einem massiven Investment das Webvideoformat “Feedback Kirchen”, bei dem Musikstars während des Kochens (oder zumindest dem Philosophieren übers Essen) interviewt werden. Einer der ersten Gäste ist U2-Gitarrist “The Edge” – und das Gespräch zwischen Töpfen, Pfannen und Wein verläuft tatsächlich ganz interessant. (Tubefilter)

Weniger Geld für Bürokratie, mehr Geld für Kreativität. In einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder haben Filmproduzenten, Drehbuchschreiber und Regisseure davor gewarnt, den Rundfunkbeitrag zu senken. Stattdessen sollten die erwarteten Mehreinnahmen dazu genutzt werden, Freiräume für kreative Programmideen zu schaffen. Der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure sowie der Verband Deutscher Drehbuchautoren plädierten dafür, einen Teil des Gelds zweckgebunden für Investitionen ins Programm zu verwenden. Über die Senkung des Beitrages wird ab Donnerstag entschieden. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: David Carr beschreibt für die New York Times sehr eindrucksvoll und amüsant die neuen Verführungen, denen er im Zeitalter der allgegenwärtigen Video- und TV-Angebote ausgesetzt ist. Angesichts seines überall verfügbaren Wunschprogramms und ausgezeichneter neuer Formare käme er fast gar nicht mehr zu seinem übrigen Medienkonsum wie Magazinen, Büchern oder Zeitungen. (New York Times)

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Job-Kahlschlag bei Youtube-Netzwerk Machinima

Youtube-Netzwerk Machinima: Krisenstimmung bei den Überfliegern

Youtube-Netzwerk Machinima: Krisenstimmung bei den Überfliegern

Harter Einschnitt bei Machinima: Das große Youtube-Vermarktungsnetzwerk, das hauptsächlich mit Game-Formaten sehr erfolgreich ist, entlässt über 40 Angestellte – rund ein Drittel der gesamten Belegschaft. Machinima, das erst kürzlich eine millionenschwere Beteiligung des TV-Konzerns Warner feiern konnte, will sich nach eigenen Worten mit der verkleinerten Belegschaft wieder “effizienter und effektiver” aufstellen. Tatsächlich aber könnte der massive Jobabbau bei einem der bisherigen Überflieger der Branche (zwei Milliarde Videoabrufe monatlich) das nächste Beispiel für die immer größer werdenden Probleme vieler Netzwerke im Youtube-Universum sein. Vor allem als Reaktion auf mangelnde Einnahmen hatten sich vor einigen Wochen bereits etliche MCNs zum Webvideo-Lobbyverband GOVA zusammengeschlossen. (Tubefilter)

Eine Serie über deutsche Youtube-Stars präsentiert ab nächster Woche stern.de in seinem Webvideo-Angebot. Moderator Thilo Mischke, bekannt unter anderem durch die Sex-Dokumentation “Unter fremden Decken” auf ProSieben, trifft beispielsweise auf “Die Aussenseiter”, “Dr. Allwissend” oder “Mr. Trashpack”. Stern.de ist dieses Jahr zum ersten Mal Kooperationspartner des Deutschen Webvideopreises. (dwdl.de)

Spargründe zwingen die BBC dazu, den Jugendspartenkanal BBC 3 aus dem klassischen TV-Angebot zu nehmen. Ausgewählte Inhalte des Senders, der vor allem moderne Comedyformaten anbietet, sollen aber über das digitale BBC-Portal “iPlayer” weiter zur Verfügung gestellt werden. (Der Standard)

Während die traditionelle TV-Nutzung nur noch im Promillebereich steigt (aber immerhin: steigt), holen andere digitale Übertragungsweg rasant auf. So ist in den USA die monatliche Nutzung von WebTV innerhalb eines Jahres von knapp sechs Stunden auf siebeneinhalb Stunden gestiegen, Mobile Video kletterte von 60 auf über 80 Minuten. Klassisches Fernsehen macht mit 170 Stunden monatlich (einem Plus von 1 Prozent) aber immer noch den weitaus größten Anteil am TV-Konsum aus. (Media Post)

Wichtiger Etappensieg für Amazons Kindle-Strategie: Der führende US-Satellitenbetreiber Dish bietet sein umfangreiches DigitalTV-Angebot “Dish Anywhere” nun auch über das Amazon Tablet-Flagschiff “Kindle Fire HDX” an. Es ist die bislang größte Kooperation mit einem TV-Anbieter, die Amazon für seinen Kindle-System abschließen konnte. (Multichannel.com)

Vimeo geht unter die Filmmäzene: Das Videoportal, das sich in Abgrenzung zu Youtube als Platz für hochwertigen und ambitionierten Webvideo-Produktionen positioniert, hat einen 10-Millionen-Dollar-Fond aufgelegt, aus dem Independent-Filmproduktionen unterstützt werden sollen. Die Werke sollen anschließend über Vimeos eigene VoD-Plattform angeboten werden. Schon seit einiger Zeit fördert Vimeo diverse Filmfestivals und Crowdfunding-Projekte. (Variety)

Lesetipp: Beinahe wöchentlich kommen derzeit neue Tools auf den Markt, die eine unkomplizierte Verbindung zwischen TV und Internet versprechen. Doch was leisten Googles “Chromecast” und sein neuer Rivale, der “Streaming Stick” von Roku wirklich? Wie viel digitales Bewegtbild gibt es auf der Playstation 4? Eine feine Übersicht darüber liefern jetzt die Kollegen von Gizmodo, die alle (großen) Systeme in einer Tabelle zusammengefasst haben.

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OneTV-News: Pizza, Pannen und PR – die Oscars-Nacht im Netz

"Star-Selfie" bei den Oscars 2014: PR für Samsung, Rekord für Twitter

“Star-Selfie” bei den Oscars 2014: PR für Samsung, Rekord für Twitter

Dass das dank Samsung wunderbar in Szene gesetzte, von Moderatorin Ellen DeGeneres während der Oscars-Verleihung aufgenommene Star-Selfie der erfolgreichste Tweet in der bisherigen Geschichte von Twitter war, zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten des oft noch verschmähten Second-Screen-Phänomens. Aber auch andere Zahlen rund um die Oscar-Verleihung sind erwähnenswert: Fast 2,8 Millionen Menschen haben laut Nielsens US-Report via Twitter über die Oscars diskutiert, 11 Millionen Tweets wurden zu #Oscars2014 abgesetzt, insgesamt verzeichnete Twitter an diesem Abend in den USA eine Second-Screen-Zuschauerschaft von knapp 14 Millionen. (Nielsen Socialguide)

Oscars II: Ein unerwartet großer Ansturm hat den Livestream der Oscar-Verleihung am Sonntag zum Absturz gebracht. Die WebTV-Übertragung, die dieses Jahr exklusiv über die “Watch ABC”-App erfolgte, fiel kurz nach Beginn der Show für über 30 Minuten in den gesamten USA komplett aus, und war auch für den Rest des Abends immer wieder fehlerhaft. ABC hatte zum ersten Mal einen Livestream für die Oscars angeboten, den Zugang dazu allerdings auf acht große Ballungsräume in den USA beschränkt. (Variety)

Unter der Überschrift “Die Schlacht gewonnen, den Krieg verloren” beschreibt Zeit Online den weiterhin andauernden Konflikt zwischen der Gema und Youtube. Auch nach dem (noch nichts rechtsgültigen) Urteil des Münchner Landgerichts, dass der Videoplattform die Nutzung der so genannten “Gema Sperrtafeln” untersagte, sei die Verwertungsgesellschaft immer noch in der schlechteren Position, da ihr Image in der Usergemeinde vollkommen ruiniert sei.

Weniger Werbung bei ARD und ZDF. Angesichts der durch die neue Haushaltsabgabe erwarteten Mehreinnahmen in Milliardenhöhe fordern immer mehr Medienpolitiker eine Reduzierung des kommerziellen Anteils bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Aktuell sprach sich auch die rheinland-pfälzische Landesregierung dafür aus, allerdings könne ein solcher Schritt aber nur mit einem konkreten Konzept erfolgen, dass deutliche Beitragserhöhungen ausschließt. Im Moment sei dies aber nicht der Fall. (Digitalfernsehen.de)

Unterdessen haben die Personalratsvorsitzenden von ARD, ZDF und Deutschlandradio in einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten appelliert, dem Vorschlag der KEF, den Rundfunkbeitrag im kommenden Jahr zu senken, nicht zu folgen. (dwdl.de)

Mit neuesten Spielfilmen und TV-Serien werden demnächst einige amerikanische Kinder und Jugendliche beglückt – allerdings nur, solange sie auf dem Schulgelände sind. Dieses, zumindest auf den ersten Blick skurril anmutende, Angebot macht der Kabelkonzern Comcast Schülern und Studenten an ausgewählten Bildungseinrichtungen im Osten der USA. Mit dem “XFINITY On Campus”-Paket, dass über das Wlan-Netz der jeweiligen Colleges erreichbar ist, können die Schüler gegen eine kleine Extragebühr zusätzlich zu ihren Schulgeldern eine umfangreiche Entertainmentsammlung abrufen. (fiercecable.com)

Sehtipp: Us-Entertainer Jimmy Kimmel hat anlässlich seiner schon legendären Oscars-After-Show etliche Starschauspieler wie Christoph Waltz, Kevin Spacey oder Tom Hanks dazu überreden können, Trailer zu berühmten Filmen der Geschichte in einer Mischung mit modernen Youtube-Hits nachzuspielen. Das Ergebnis sind unter anderem bizarre Auftritte der Stars in Katzenkostümen oder vollkommen durchgedrehte Dialoge. Sehr amüsant. (Tubefilter)

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OneTV-News: Obama gründet Youtube-Beraterrunde

Barack Obama mit Youtube-Stars: Neue Politikformate für junge Zuschauer

Barack Obama mit Youtube-Stars: Neue Politikformate für junge Zuschauer

Obama cares – for Youtube: Mit einem bemerkenswerten Treffen hat US-Präsident Barack Obama nun den Schulterschluss mit dem bei Jugendlichen mit Abstand beliebtesten Medium gesucht. Bei einem Besuch prominenter Youtube- und Webvideo-Stars wie Hannah Hart (“Camp Takota”), Todd Womack (“Barely Political”) und Mickey Meyer (“JASH”) im Weißen Haus ließ sich Obama über Trends und Themen der Onlinevideo-Szene informieren. In Zukunft wolle man mit gemeinsamen Aktionen auf Youtube und anderswo für mehr politisches Interesse bei den jungen Zuschauer- (und Wähler-) Gruppen sorgen, auch sei eine Förderung von neuen Informationsformaten auf den Videoplattformen geplant. Obama selbst hatte in seinen Wahlkämpfen schon überaus erfolgreich auf den neuen digitalen Kanälen agiert. (Tubefilter)

Der nächste Millionen-Deal in der Digitalvideo-Branche steht unmittelbar bevor. Nach aktuellen Berichten mehrerer US-Tech-Onlineportale kauft der Kabelkonzern Comcast den Onlinevideo-Vermarkter “Freewheel”, einem der größten Videowerbung-Händler weltweit. Der Preis für “Freewheel”, das unter anderem die Online-Angebote der größten US-Sender vermarktet, soll bei 320 Millionen Dollar liegen. (Techchrunch)

Alles #supergeil oder was? Die neue Werbekampagne von Edeka mit dem schrägem Berliner Schlagerinterpreten Friedrich Liechtenstein ist zwar nicht jedermanns Sache und der Werbeeffekt für die Supermarktkette noch nicht erwiesen, aber zumindest den riesigen viralen Erfolg kann man den Spots nicht absprechen. Im neuen “Viralogie”-Format von W&V erzählt Jens Pfau, Vizegeschäftsführer von Jung von Matt, die Entstehungsgeschichte der Kampagne.

Hintergrund: Youtube wird auf Dauer vor allem der Platz für schnelle, kurze Videoinhalte bleiben, trotz aller Bemühungen von Google, die Plattform auch für längere Produktionen zu etablieren. Das analysiert Eric Korsh in seiner Betrachtung der unterschiedlichen Webvideo-Formate für “Media Post”.

Lesetipp: Alexander Krei beschreibt für DWDL.de die Web-Strategie von ProSiebenSat.1, das mit seiner eigenen Produktionsfirma “Studio 71″ Inhalte sehr erfolgreich nur für das Netz herstellt. Vor allem die Live-Shows, übertzragen auf der ebenfalls hauseigenen Plattform “MyVideo”, kommen bei jungen Zuschauern gut an. (dwdl.de)

Die Entscheidung von Disney, einen eigenen Video-on-demand-Vertriebskanal aufzubauen, entzweit Branchenexperten. Während die einen Disneys Sonderweg (und die damit verbundene Absage an die US-VoD-Plattform “UltraViolet”) als schädlich für eine gemeinsame Standardlösung der Inhalteranbieter anprangern, sind andere Fachleute der Meinung, dass Disneys Investitionen in digitale Kanäle der ganzen Branche weiterhelfen werden. (Home Media Magazine)

Digitalvideo ist eine Ergänzung zu klassischem TV, nicht ein Ersatz. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der “Consumer Electronics Association” aus den USA. Vor allem mobile Bewegtbildangebote werden häufig zusätzlich zum traditionellen Fernsehempfang in Anspruch genommen. (Reuters)

Und Webvideo-Starruhm zahlt sich doch aus: Grace Helbig, eine der prominentesten Youtuberin, hat nun für den Hautpflegemittel-Hersteller “St.Ives” dessen erstes “Branded Content”-Video produziert. Der Spot, in dem Helbig die Vorzüge einer Spraylotion preist, hätte leicht zu einer peinlichen Nummer hätte werden können – ist aber dank Selbstironie und werbeparodistischer Elemente wohl gelungen. Die Resonanz in der notorisch mäkeligen Community ist jedenfalls äußerst positiv. (Tubefilter)

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