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Newsticker

GoPro-Aktien zum Schnäppchenpreis

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Fokussiert: Mit einer Erstbewertung von drei Milliarden Dollar will GoPro seinen Börsengang starten. Der US-Kamera-Hersteller, der in den vergangenen Jahren vor allem unter Webvideo- und Actionfilmern einen nahezu kometenhaften Aufstieg erfahren hat und als Ausstatter des spektakulären Stratosphärensprungs von Felix Baumgartner weltweit bekannt wurde, möchte vermutlich schon in der kommenden Woche an die Technologiebörse Nasdaq. GoPro-Ausgabeaktien werden derzeit mit rund 22 Dollar prognostiziert und gelten damit unter Börsen-Experten als echte Schnäppchen. (Money Morning)

Konkurrenz: In die Reihe der Youtube-Herausforderer, die sich derzeit an überraschend vielen Stellen formieren, hat sich nun auch der US-Telekommunikationsriese Comcast gestellt. Das Unternehmen will Ende des Jahres eine neue Videoplattform launchen, die über die neue “X1 Kabel-Settop Box” abgerufen werden kann. Das bestätigte jetzt Comcast’ Videochef Matt Strauss. Die noch unbenannte Plattform soll für Produzenten und ihre Projekte offenstehen, jedoch nicht allgemeinen User-generated-Content bieten. (GigaOm)

Anstoß: Springer setzt seine überaus ambitionierte (und kostspielige) Bewegtbildoffensive auch zur Fußballweltmeisterschaft weiter fort. Bild.de hat sich nach den Bundesliga-Spielen nun auch die Webrechte für Highlights aller WM-Spiele gesichert und will diese jeweils bereits 45 Minuten nach Abpfiff zeigen. Vor allem dürfte dies aber auch ein attraktives Angebot für die Morgenkundschaft des Onlinedienstes sein, als erste bewegte Infoquelle nach den durch die Zeitverschiebung häufigen Nachtspielen. Zudem produziert “Bild” einen WM-Talk, mit Gästen wie Lothar Matthäus, Toni Schumacher, Marcell Jansen und Rainer Calmund.

Aufgetischt: Vice Media und die UFA haben mit “Munchies” einen neuen Online-Food-Channel gestartet, der vor allem mit viel Bewegtbildcontent eine junge Zielgruppe zum Thema Essen bedienen soll. (DWDL.de)

Erweitert: Kabel Deutschland hat das Angebot seiner digitalen Videothek “Select Video” abermals vergrößert. Über den Abruf-Dienst stehen ab sofort auch die Mediathek des österreichischen Privatsenders Servus TV und – deutlich interessanter – auch Inhalte von Red Bull Media House zur Verfügung, unter anderem das Automagazin “Speedgang”, Filme wie “The Art of Flight” oder Dokuserien wie “Bullit” oder “Momentum” bei. (Digitalfernsehen.de)

Bedeutend: Das Fernsehen verliert als Faktor für die Meinungsbildung immer mehr an Einfluss, Print, Radio und vor allem das Internet werden wichtiger.Das ist das Ergbenis des aktuellen “Medienvielfaltsmonitors” der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Immerhin: Die ARD bleibt die Organisation mit dem größten Einfluss auf die Meinungsbildung in Deutschland, mit einem Anteil am Meinungsmarkt von 22,4 Prozent. (DWDL.de)

Skurril: Meedia-Mann Stefan Winterbauer feiert ZDF-Anchorman Claus Kleber bereits nach dessen allerersten vier Tweets (womöglich ironisch, man weiß es nicht) als “Twitter-Gott”. Die von Winterbauer umjubelten Kurznachrichten setzte der TV-Profi gestern auf dem Weg zum Interview mit Hillary Clinton ab.

Probleme für Googles “Chromecast”

Google TV-Stick "Chromecast":  Angebot noch mangelhaft

Google TV-Stick “Chromecast”: Angebot noch mangelhaft

Rückgang: Nach einem fulminanten Marktstart im vergangenen Jahr hat sich der Erfolg von Googles Chromecast-Stick zumindest in den USA deutlich abgeschwächt. Obwohl der Anteil jener US-Haushalte, die regelmäßig über das Netz Video- und TV-Inhalte beziehen, nach wie vor kontinuierlich steigt, haben sowohl die Käufe neuer als auch die Nutzung bereits vorhandener Chromecasts in den letzten Monaten abgenommen. Ein Grund dafür könnte in dem noch eher schwachen Angebot für den Chromecast liegen, das erst in den vergangenen Wochen deutlich verbesserrt wurde. Für Europa liegen noch keine offiziellen Nutzungszahlen vor. (Fierce Online Video)

Gerüchte: Bei seinen Antworten für den OneTV Mag “Wie geht’s weiter?”-Fragebogen vor wenigen Wochen war Stefan Schulz noch sehr optimistisch. Mittlerweile aber dürfte der Geschäftsführer von Watchever doch wohl etliche Sorgen haben. Denn die Berichte über wirtschaftliche Probleme seines VoD-Angebots, das wegen Millionenverlusten angeblich sogar vor dem Verkauf durch den französischen Mutterkonzern Vivendi stehe, reißen nicht ab. Grundlage dafür ist ein Bericht der französischen Finanzzeitung “Les Echos”, der – ohne Quellenangabe – Verluste von über 80 Millionen Euro seit Start von Watchever im vergangenen Jahr auflistet. Vivendi habe sich bereits entschlossen, über die US-Bank Meryll Lynch einen Käufer zu suchen, so “Les Echos” weiter. Tatsächlich hatte Vivendi im vergangenen Quartalsbericht angekündigt, mehrere “strategische Optionen” in Sachen Watchever zu prüfen. Watchever hat die Berichte bislang nicht kommentiert. (TV Digital)

Unverdrossen: Sony hält, trotz technischer und lizenzrechtlicher Probleme, an den Plänen für seinen eigenen PayTV-Dienst fest. Im Interview mit Recode erläutert Sony Entertainment Chef Shawn Layden die Strategie für das noch für dieses Jahr angekündigte Angebot, das über Sonys Gamekonsole Playstation ausgeliefert werden soll.

Auftrag: Schönes Geschäft für Christian Ulmen. Der Bayerische Rundfunk hat bei seiner Produktionsfirma “Ulmen Television” eine neue Webserie namens “Mann/Frau” bestellt, die in 20 dreiminütigen Episoden Geschichten zweier Großstadtsingles erzählt. Auch Ulmen selbst wird eine Rolle in der Serie spielen, die im September online gegen wird. Ein gelungenes Tumblr-Blog gibt es schon jetzt. (DWDL.de)

Aufgestellt: Zum Start der Fußball-WM in Brasilien hat auch Zattoo seine Apps überarbeitet und mit einigen neuen Funktionen versehen, etwa einer Splitscreen-Ansicht und einer Zweikanal-Ton-Option. Auch Googles Streamingstick Chromecast kann mit Zattoo nun genutzt werden, sowohl in der iOS- als auch Android-App. (Digitalfernsehen.de)

Streit: Der Privatsenderverband VPRT hat das Vorhaben des Bayerischen Rundfunks kritisiert, seinen “Bildungssender” BR-alpha mithilfe einer Namensänderung zu “ARD-alpha” und damit einem Angebot der Gesamt-ARD zu machen. Dieses sei ohne die Einwilligung der Länder nicht so einfach machbar. (DWDL.de)

Volumen: Nach einer neuen Prognose des Netzwerkkonzerns Cisco wird Webvideo im Jahre 2018 rund 84 Prozent des gesamten Internetdatenverkehrs ausmachen, eine nochmalige Steigerung von sechs Prozent gegenüber heute. Vor allem hochaufgelöste Streamingangebote wie Netflix’ 4K-Inhalte puschen bereits jetzt den Datentraffic massiv nach oben. (Tubefilter)

Lesetipp: Was macht ein erfolgreiches Webvideo aus? Andrew Gauthier, Videochef von Buzzfeed, einem der derzeit erfolgreichsten Produzenten von Onlinebewegtbild, gibt dazu fünf interessante Tipps. (Journalism UK)

Time Warner bietet eine Milliarde Dollar für Vice

Vice_VideoBig Deal: Die Verhandlungen über einen Einsteig des Medienkonzerns Time Warner bei der “Vice”-Gruppe werden anscheinend konkreter. Wie die New York Times berichtet, offeriert Time Warner für eine 50-Prozent-Beteiligung an der vor allem durch sein WebTV-Angebot derzeit boomenden “Vice Media” einen Preis von einer Milliarde Dollar und einen eigenen Kabel-TV-Kanal. Zunächst war sogar von einem Volumen von rund zwei Milliarden Dollar die Rede. Ein Time-Warner-Einstieg bei Vice wäre das nächste große in einer ganzen Reihe von Investments traditioneller Medienunternehmens in junge Online-News-Angebote, hauptsächlich im Videobereich. (Tubefilter) (Yahoo News-Update)

Grundsätzlich: Markus Hündgen, Geschäftsführer der “European Web Video Academy” und Veranstalter des deutschen Webvideopreises, zieht in einem Blogpost eine nachdenkliche Bilanz des diesjährigen Wettbewerbs. Aus dem “Hobby Videomachen”, sei für viele Youtuber ein Beruf geworden, mit professionell geführten Netzwerken im Hintergrund, viel geschäftlichem Kalkül, einem Ansturm etablierter TV-Sender und -Stars auf das junge Medium, Nachwuchs-Videomacher hätten es “noch nie so schwer gehabt, aus dem Schatten der Großen zu treten”. Hündgens Fazit: Die Szene, die sich in großen Teilen zur Branche wandele, stehe nun “vor der schwierigen Aufgabe, ihren Platz in der neuen Webvideo-Weltordnung zu finden”.

Rückzug: Netflix wird – zumindest vorläufig – keine Tafeln mehr für seine Kunden einblenden, die bei Qualitätsproblemen auf die schlechte Streamingqualität seiner Internetprovider aufmerksam machen. Der, so Netflix, “kleine Test” sei nunmehr beendet, man werte ihn gerade aus, denke aber darüber nach, ihn zukünftig in einem größeren Umfang zu wiederholen. Tatsächlich aber dürfte Netflix mit den Hinweistafeln, die sich vor allem gegen Verizon richteten, schon jetzt sein Ziel erreicht haben: eine Diskussion darüber, wer außer den VoD-Unternehmen selbst, für die in den USA immer wieder auftretenden Probleme bei Video-Streaming verantwortlich ist. (Mashable)

Verreist: Studio71, das MCN der ProSiebenSat.1-Gruppe, schickt seine Youtube-Stars auf mehrwöchige “Bildungsreise” in die USA: Akteure wie die Gamer-Helden Gronhk und Sarazar, der Fitness-Coach Karl Ess oder Comedian MissesVlog werden von Juni bis August in Los Angeles auch gemeinsam mit US-Webvideomachern arbeiten. Dafür hat die Reisegruppe aus Deutschland eine eigens gemietete Villa, genannt “The Mansion”, bezogen. Die Aktion ist die erste sichtbare Kooperation von Studio71 mit dem US-MCN „Collective Digital Studio“, an dem sich ProSiebenSat.1 im März in unbekannter Größenordnung beteiligt hatte. (“The Mansion”-Trailer auf Youtube)

Überschaubar: “RTL interactive” hat zum ersten Mal Angaben über die Größenordnung der zahlenden Nutzer seiner kostenpflichtigen Apps gemacht. Danach seien die “Now”-Apps von RTL, RTL II und Vox, die seit rund einem Jahr für 1,79 Euro pro Sender zur Verfügung stehen, von durchschnittlich rund 50.000 Kunden pro Monat genutzt worden. Insgesamt habe man also “über 600.000 Monate App-Nutzung” verkauft. (DWDL.de)

Umsonst: Mattias Hjelmstedt, CEO des Internet-TV-Anbieters Magine, hat die Kostenlos-Strategie seines Unternehmens verteidigt: “Die Auffassung, die wir in dieser Frage in Deutschland vertreten, ist, dass Free-TV auch frei empfangbar sein sollte. Das besagt schon der Name”, erklärt Hjelmstedt in einem Interview mit “Digitalfernsehen.de”. Auch zusätzliche Werbung solle es bei Magine, das bislang bis auf einige Extrapakete, etwa für Kinder, komplett gratis ist, nicht geben, so Hjelmstedt.

Lesetipp: Nico Lumma, umtriebiger Digitalaktivist der ersten Stunde, wirft in seiner Handelsblatt-Kolumne den öffentlich-rechtlichen Sendern vor, die Zukunft zu verschlafen. Statt ewig lange über die Tagesschau-App oder einen neuen, linearen Jugendsender zu diskutieren, sollten ARD und ZDF ihre Entwicklung zu wirklich crossmedialen Medienhäusern vorantreiben.

Lesetipp II: Die Twitter-Deutschland-Manager Isabelle Sonnenfeld und Rowan Barnett berichten in einem ausführlichen DWDL-Interview über Schwierigkeiten und Fortschritte bei den Kooperation des Social-Media-Dienstes mit führenden deutschen TV-Sendern. Man sehe “ein wachsendes Verständnis der Sender und Produktionsfirmen dafür, wie man den Zuschauer über Storytelling am direktesten anspricht und zum Twittern animiert”, so Sonnenfeld. Allerdings reiche es für ein gelungenes Second-Screen-Angebot nicht aus, “nur ein Hashtag on air einzublenden”.

Sehtipp: Das erste Vine-Kurzvideo aus dem Orbit hat nun der amerikanische Astronaut Reid Wiseman von der Raumstation ISS zur Erde geschickt. Die Sechs-Sekunden-Aufnahme, ein Zeitraffer-Video, demonstriert, warum die Sonne an Bord der ISS niemals untergeht, wenn diese auf der so genannten “Terminator-Line” entlang fliegt. (Tubefilter)

Vorbild Red Bull – Pepsi wird Videoproduzent

Pepsi-Clipproduktion "Heroes": Vorbild Red Bull

Pepsi-Clipproduktion “Heroes”: Vorbild Red Bull

Strategisch: Pepsi wandelt auf den Spuren eines sehr erfolgreichen Vorbildes und gründet eine eigene Videoproduktionsfirma: Die “Creators League” soll für den Softdrinkkonzern webgeeignete Bewegtbildinhalte produzieren und damit ähnlich wie die österreichische Konkurrenz von “Red Bull” via Youtube und anderen Plattformen Content Marketing betreiben. Pepsis Marketingchef Frank Cooper hatte unter dem Motto “Thank God for Youtube” bereits vor einigen Monaten den langsamen Abschied von klassischer Videowerbung und den Aufbau eigener Produktionskapazitäten angekündigt. Angesichts der weltweiten Marktmacht des Limonadenherstellers sicherlich ein sehr ernstzunehmendes Projekt für die gesamte Webvideowelt. Eines der ersten Ergebnisse der “Creators League” sind – passend zur kommenden WM – mehrere Videoclips unter dem Motto “Beats of the beautiful game“. Dabei handelt es sich um neu produzierte Musikvideos zu bekannten, fußballaffinen Fußballsongs. Der Clip zum Bowie-Klassiker “Heroes” hat bereits über eineinhalb Millionen Abrufe erzielt. (Tubefilter)

Aufrüstung: Fast die Hälfte (49 Prozent) aller US-TV-Haushalte besitzen bereits zumindest ein vernetztes TV-Gerät, eine Verdopplung gegenüber dem Jahr 2010. Die größten Zuwächse wurden dabei von neuen Netflix-Abonnenten ausgelöst. (Videonuze.com)

Unverdrossen: Chad Hurley und Steve Chen, ehemals Mitgründer von Youtube, haben Berichte dementiert, nach denen ihre relativ neue, eigene Videoplattform Mixbit in großen Schwierigkeiten stecke. Zwar sei es richtig, dass ihr Unternehmen Avos Systems kürzlich rund 80 Prozent aller Mitarbeiter habe entlassen müssen, der Aufbau von Mixbit gehe jedoch unbeirrt weiter, gab Hurley via Twitter bekannt. (Tubefilter)

Reform I: Um die wachsende Differenz zwischen klassischer Quotenmessung und realen Zuschauerzahlen zu schließen, plant das US-Analyse-Unternehmen Comscore die Einführung einer neuen, “zuschauerzentrierten” Zählmethode namens “Total Video“, die alle unterschiedlichen Empfangsgeräte einschließen soll. Dazu hat hat Comscore ein spezielles “White Paper” herausgebracht. (Videonuze)

Gescheitert: Das Voting via App funktionierte (im Gegensatz zum ARD-“Quizduell”) reibungslos, die Kritiken waren eigentlich ganz gut, aber trotzdem war die “interaktive” Musikshow “Keep Your Light Shining” für ProSieben eine Enttäuschung. Nachdem das Format schon mit nur knapp 1,2 Millionen Zuschauern gestartet war, ging es ständig weiter runter, das Finale verfolgten gerade 950.000 Zuschauer. Via Twitter hat ProSieben bereit verkündet, dass es keine zweite Staffel geben wird. (DWDL.de)

Reform II: Hans Hoff plädiert für eine Abschaffung der Sieben-Tage-Grenze, die die Laufzeit der meisten Angebote auf den öffentlich-rechtlichen Mediatheken begrenze. Deren Entstehungsgrund, der Schutz für etwaige Konkurrenzangebote der deutschen Verleger, sei mangels Initiative letzterer nicht mehr gegeben. Allerdings habe er das Gefühl, dass ein Ausbau der VoD-Systems (und damit eine zu große Konkurrenz der eigenen linearen Programme) von vielen Vertretern bei ARD und ZDF gar nicht gewollt sie, so Hoff weiter.

Lesetipp: Thomas Lückerath beobachtete auf dem “Banff World Media Festival” ein bemerkenswertes Podiumsgespräch zwischen dem amerikanischen Erfolgsproduzenten Kevin Beggs (u.a “Orange is the new black”) und dem Star-TV-Journalisten Dan Rather, das, so Lückerath verdeutlichte, “dass so manche schöne Zukunftsvision nicht alle Beteiligten des TV-Geschäfts berücksichtigt”. “Höhepunkt” war die Abfuhr, die Rather und seine Zunft von Beggs erhielten: „Das Verlesen von Nachrichten hat keinen Platz in der neuen Fernsehwelt.“ (DWDL.de)

Nix Schleichwerbung: Y-Titty macht’s jetzt offensichtlich

Y-Titty-Werbung für Rügenwalder: Kritik von Fans

Y-Titty-Werbung für Rügenwalder: Kritik von Fans

Unbeirrt: “Unterstützt durch super unauffällige Produktplatzierung” ist, wie ein Hinweis am Anfang verrät, ein neuer Webvideoclip von Y-Titty. Die Youtube-Helden und ihr Vermarkter Mediakraft haben die Aufregung um vermeintliche Schleichwerbung der Gruppe offensichtlich gut weggesteckt und machen in einem aktuellen Clip mit der Figur “Hashtagman” fröhlich (und ganz offensichtlich) Werbung für Rügenwalder (Curry-) Würstchen. Wie die Kommentare unter dem Video zeigen, allerdings nicht zur uneingeschränkten Freude ihrer Fans, die die “Kommerzialisierung” ihrer Helden teils massiv kritisieren. Eine Landesmedienanstalt oder ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender haben sich dazu aber noch nicht gemeldet.(Meedia)

Wachstum: In seiner aktuellen “Entertainment und Media”-Prognose sagt PricewaterhouseCoopers eine Verdopplung der Werbeausgaben für Onlinevideo innerhalb der nächsten vier Jahre voraus. In den USA werde das Gesamtvolumen im Jahre 2018 insgesamt 6,8 Milliarden Dollar betragen – im Vergleich zu 3,2 Milliarden in 2014. Hauptgrund dafür seien die nach wie vor exorbitant steigenden Reichweiten von digitalem Bewegtbild, vor allem auf mobilen Geräten. (Videonuze)

Demokratisch: Zwei Sitcom-Reihen und eine Krimiserie sind die Kandidaten des diesjährigen “TVLabs” von ZDFneo. Seit 2011 präsentiert der “junge” Sender des Zweiten ausgewählte Pilotsendungen zu neuen Serienformaten, über die die Zuschauer dann abstimmen dürfen. Die diesjährigen Piloten werden ab August zur Ansicht sowie zur Abstimmung bereitstehen. (DWDL.de)

Verbreitert: ProSiebenSat1 bietet seinen VoD-Service “Maxdome” nun auch über Microsofts Spielekonsole Xbox One an. Die entsprechende App soll im Sommer verfügbar sein. Maxdome ist bereits über SmartTVs, diverse Settop-Boxen und die Playstation von Sony nutzbar. (Focus.de)

Kontakt: Google eröffnet mit seiner neuem Angebot “Google Partner Select” auf der Doubleclick Plattform einen Marktplatz für Premium Video Content, auf dem Anbieter und Werbetreibende direkt in Kontakt treten können. Google verspricht (sich) dadurch weniger bürokratischen Aufwand und schnellere Entscheidungswege. (Media Post)

Befördert: Das NDR-Satiremagazin „Extra 3“ wird ab Oktober auch im Ersten Programm der ARD zu sehen sein, „einmal monatlich donnerstags im Anschluss an die ‘Tagesthemen’ um 22.45 Uhr“ wie der NDR den Kollegen der Funkkorrespondenz bestätigte. Es handele sich dabei um eine jeweils neu konzipierte Sendung, nicht eine Wiederholung der NDR-Episoden.

Neuanfang: Der Bildungssender “BR Alpha”, der in “ARD Alpha” umgetauft wird, um eine größere Zielgruppe anzusprechen, möchte sich auch inhaltlich neu positionieren. Neben der Übernahme von Produktionen anderer ARD-Anstalten will der BR dafür auch zahlreiche neue Eigenproduktionen beisteuern. (Digitalfernsehen.de)

Erweitert: RTL hat seine VoD-Angebote nun auch komplett bei Kabel Deutschland verfügbar gemacht. Ab sofort sind neben RTL NOW und VOX NOW nun auch RTL Nitro NOW, n-tv now, Super RTL NOW und RTL II NOW via “Select Video” zu erreichen. (Quotenmeter.de)

Entlassungswelle bei den Maker Studios

"Maker Studios" Logo:  Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

“Maker Studios” Logo: Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

Bitter: Erst wenige Monate ist es her, dass die Maker Studios für einen geschätzten Preis von rund 500 Millionen Dollar von Disney gekauft wurden. Trotzdem (oder gerade deswegen?) setzt das MCN jetzt seinen, schon im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Plan um, und entlässt rund 10 Prozent seiner derzeit 380-köpfigen Belegschaft. Man baue in anderen Bereichen aber gerade schon wieder Jobs auf, ließ Maker verkünden. (Variety.com)

Neustart: In den vergangenen Monaten zog es immer mehr Youtube-Stars, vor allem in den USA, mit eigenen Sendungen ins “klassische” Fernsehen, Reality-TV-Star Kim Gloss geht den umgekehrten Weg. Die 21-Jährige, die durch Auftritte bei “DSDS” und im RTL-“Dschungelcamp” bekannt wurde, startete nun ihren eigenen Youtube-Kanal “KimGlossOfficial”, in dem es vor allem um Beauty- und Modetipps gehen soll. Der Gloss-Channel ist Teil der neuen „shootrs“-Programms der UFA und dem MCN Divimove.

Realsatire: Anderswo gilt es für Unternehmen als schick, von beliebten Comedians und Satirikern so gut wie nur möglich parodiert zu werden. Hierzulande ist das anders, wie die Klage des Nachrichtensenders N24 gegen das Satire-WebTV-Format “Postillon24″, das mittlerweile auch im NDR ausgestrahlt wird, zeigt. Man sei bei der Gestaltung des Postillon-Logos dem Design von N24 zu nahe gekommen, begründete der Newssender seine Einstweilige Verfügung, die dazu führte, dass bei der am Freitagabend ausgestrahlten Postillon-Sendung kurzfristig schwarze Balken über das Logo eingeblendet und die Mikrofone verpixelt wurden. Der Postillon berichtete auch darüber. (Quotenmeter.de)

Widerstand: Sky Deutschland und Watchever wehren sich gegen Vorwürfe aus Abmahnungen, die sie vor einigen Wochen vom “Verbraucherzentrale Bundesverband” bekommen haben. Die hatten bei insgesamt 14 deutschen Streaming-Anbietern, unter anderem auch Sky und Watchever, zum Teil massive Probleme mit Datenschutz, Werbung oder Preisänderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen beklagt. (Digitalfernsehen.de)

Appell: In einem ausführlichen Interview mit DWDL.de bittet RTL-Geschäftsführer Frank Hoffmann darum, amerikanisches Fernsehen hierzulande nicht allzu sehr zu glorifizieren und mehr Verständnis (und Begeisterung) für das RTL-Programm aufzubringen. Das Format “Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ etwa liefere als “TV-Berufsschule” ein “exzellentes Fernsehhandwerk”, “Comedy mit Meta-Ebene” und “Charaktere, die uns lange im Gedächtnis bleiben”.

Lesetipp: Mareike Nieberding portraitiert für FAZ.net – sehr kritisch – den hochgelobten und mehrfach ausgezeichneten Tilo Jung, der mit seinem WebTV-Interviewformat „Jung & Naiv“ zumindest medial sehr erfolgreich ist. Jung, der sich gerne als einen der letzten aufrechten Journalisten präsentiert (“Ich nenne eine Lüge, wenn sie eine Lüge ist”), sei auch deshalb so anders als traditionelle Politikberichterstattung im TV, weil es “im Journalismus nicht nur darum geht, komplexe Fragen zu erklären; sondern auch darum, die Intelligenz der Zuschauer nicht zu beleidigen”.

Das sind die beliebtesten WM-Spots im Netz

WM-Werbespot von Castrol: ziemlich peinlich

WM-Werbespot von Castrol: ziemlich peinlich

Weltmeisterlich: Alle WM-Jahre wieder liefern sich auch die großen Konzerne ein Wettrennen um den beliebtesten Fußballwerbespot. Um das Ganze neben reinen Geschmacksurteilen wirklich vergleichbar zu machen, hat der Videovermarkter Unruly nun eine Chartliste der im Netz meist weitergeleiteten WM-Videos erstellt, die laufend aktualisiert wird. Nach dem offiziellen WM-Song von Shakira auf Platz 1 (das aufgrund möglicher GEMA-Forderungen nicht in Deutschland zu sehen ist) folgen derzeit Nikes “Winner stays” – und ein vollkommen peinlicher Spot von Castrol, der den brasilianischen Superstar Neymar im sinnfreien Duell mit einem Rennwagen zeigt. (Tubefilter)

Weltmeisterlich II: ARD und ZDF haben ihre Multimedia-Angebote zur WM massiv erweitert. So bringt die ARD sogar eine eigene Sportschau-WM-App heraus, die ZDF-Mediathek-App bietet 24 unterschiedliche Kameraperspektiven bei ausgewählten Spielen. Auch die Second-Screen-Angebote wie Chats und Hintergrundinfos werden bei beiden Sendern deutlich erhöht. (heise.de)

Evolution: Apple will sein oft unterschätztes System “AppleTV” auch in den nächsten Jahren weiter kontinuierlich ausbauen – und denkt, zumindest offiziell, nicht an die Entwicklung eines eigenen, neuen SmartTVs. Das gab Apples Onlinechef Eddy Cue während der diesjährigen Code-Konferenz des Konzerns bekannt. Mit der “AppleTV”-Box, die weltweit von über 20 Millionen Kunden genutzt würde, habe man ein gut laufendes “Milliardengeschäft”, das für die Zukunft noch wesentlich mehr verspreche, so Cue, der nebenbei den Stand derzeitiger Videostreaming-Technologie scharf kritisierte. (9to5mac.com)

Absage: Viele Branchenexperten hatten eigentlich damit gerechnet, nun wird es doch keine eigene Settop-Box von Netflix geben. Netflix-Chef Reed Hastings sagte auf einer US-Techkonferenz, eine Eigenentwicklung mache keinen Sinn mehr, da man mit seiner Plattform bereits auf über 1000 verschiedenen Geräten verfügbar sei. (Digitalfernsehen.de)

Premiere: Der US-Sportkanal ESPN plant einen neuen Streaming-Service. ESPN-Chef John Skipper kündigte jetzt an, ab 2015 ausgewählte Spiele der amerikanischen Fußballliga “Major League Soccer” über das Internet im Pay-per-view oder als Abonnement anzubieten, auch an Nicht-ESPN-Kunden. (Recode)

Lesetipp: Trevor Fellows, Anzeigenchef des “Wall Street Journals”, spricht im ausführlichen Interview mit eMarketer über gelungene Webvideowerbung, genervte User und deplazierte Spots.

Sehtipp: Unterstützung ganz eigener Art bekommt die Fußballnationalmannschaft von Chile für die kommende Weltmeisterschaft. Die “Banco de Chile” lässt in einem emotionalen Werbespot die geretteten Bergleute des Grubenunglücks von 2010 auftreten und Durchhalteparolen angesichts der schwierigen WM-Gruppe des chilenischen Teams skandieren: “Spanien ist schwierig? Holland ist schwierig? Die “Todesgruppe” jagt uns keine Angst ein.” (WuV.de)

Panne: Das hat es tatsächlich noch nicht gegeben bei der 20-Uhr-“Tagesschau” – bei der Ausgabe am Sonntagabend fiel der Wetterbericht aus. Warum, ist noch unklar. (DWDL.de)

Netflix’ Chancen in Europa, Medienwächter kritisieren SmartTVs

Netflix DeutschlandAnalyse: Netflix könnte bis Ende des Jahres 2015 etwa 5 Prozent aller TV-Haushalte, rund 4 Millionen, in seinen sechs zukünftigen Angebotsländern in Europa erreichen. Zu diesem Schluss kommt der bekannte TV-Branchenanalyst Colin Dixon. Deutschland sei unter diesen Ländern der weitaus schwierigste, weil preissensibelste Markt, so Dixon weiter. Hier könne Netflix mit einem aggressiven Preismodell, das monatlich zwischen 5 und 12 Euro liegen dürfte, rund drei Prozent Marktabdeckung bei 2016 erzielen. Insgesamt erwartet Dixon für Netflix durch das Europa-Engagement eine kurzfristige Umsatz-Steigerung von rund 10 Prozent(nscreenmedia)

Protest: Fernsehen muss anonym bleiben. Diese Forderung stellt die “Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW” auf, die in einem neuen Bericht die, allerdings schon bekannte, Datensammelei durch SmartTVs massiv beklagt. Im Zentrum der Kritik der Medienwächter stehen dabei vor allem die interaktiven “Red Button”-Funktionen, mit denen viele Sender und Gerätehersteller Nutzungsdaten der Zuschauer registrieren. (New Business)

Angebot: Amazon setzt die Reihe seiner ungewöhnlichen Werbemaßnahmen für seine neue Video-Streamingbox “FireTV” fort. Nachdem vor einigen Wochen bereits Amazons Videochef Bill Carr höchstpersönlich in einem Kundenbrief die Vorzüge des neuen Systems anpries, bietet das Unternehmen (vorerst nur in den USA) ausgewählten Kunden einen kostenlosen, 30-tägigen Test von “FireTV” an, einschließlich Gratis-Versand und Freischaltung aller möglichen VoD-Angebote. (Mashable)

Rekord: Selbst aus der langweiligsten Radio-Rotation-List ist der Song mittlerweile verschwunden, aber auf Youtube feiert “Gangnam Style” weiter Erfolge. Das Video des koreanischen Rappers “Psy”, bereits jetzt mit Abstand der erfolgreichste Webvideoclip womöglich aller Zeiten, kratzt mit 1997140150 Aufrufen an der Zwei-Milliarden-Marke. (Recode, mit Originalvideo natürlich)

Interaktiv: Mehr als 16.000 User haben beim so genannten “Suddenlife”-Spiel “Tatort: Dein Auftrag” von Radio Bremen mitgespielt, teilte der Sender mit. Die Webseiten des Online-Detektivrätsels rund um den Tatort “Alle meine Jungs” wurden über 1,7 Millionen Mal abgerufen. (kress.de)

Interaktiv II: Die Quoten der ARD-Rätselshow “Quizduell” gingen zwar seit dem Start vor zwei Wochen kontinuierlich zurück, im Netz allerdings ist das Spiel mit der gleichnamigen App durchaus erfolgreich: 2,6 Millionen Antworten von “Quizduell”-Usern gingen während der Freitagsausgabe der Show ein. Das waren im Schnitt etwa 150 000 Antworten pro Frage, teilte der NDR mit. (Digitalfernsehen.de)

Angepasst: Die ARD hat ihre Mediathek nun auch “responsive”, d.h. sich flexibel an jedes Endgerät anpassend, programmiert. Neben der Designumstellung wurden auch inhaltliche Änderungen vollzogen. Sendungen, die vor allem ein junges / internetaffines Publikum ansprechen, werden im Angebot nun deutlicher präsentiert. (DWDL.de)

Abschwung: Trotz neuer Technologien wie SmartTV oder 3-D setzt sich die Verkaufskrise bei TV-Geräten weiter fort. Im vergangenen Jahr wurden mit rund acht Millionen Fernsehern in Deutschland rund 17 Prozent weniger als 2011 verkauft, belegt eine neue Studie von Deloitte. Bis 2018 werde der Markt um insgesamt weitere 25 Prozent schrumpfen. (Digitalfernsehen.de)