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Mobile Video boomt weiter

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mitgenommen: Der Boom für mobile Videonutzung bricht nicht ab, ganz im Gegenteil. Weltweit wurden im ersten Quartal des Jahres 21 Prozent aller Online-Videos auf Notebooks, Smartphones oder Tablets abgerufen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2013 lag dieser Anteil noch bei rund neun Prozent, 2012 bei gerade einmal 3,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der von Ooyala veröffentlichte “Global Video Index”. (Internetworld)

Verwirrung: Rudert Youtube im Streit mit den Indie-Musik-Labels zurück? Wie das Fachblog Digital Music News berichtet, sollen Videos der Künstler, die nicht am neuen Youtube-Streamingdienst “Music Pass” teilnehmen wollen (wir berichteten), doch nicht komplett von der Plattform verschwinden. Allerdings würde Youtube den betroffenen Künstlern nicht mehr erlauben, mit den Videos Werbeeinnahmen zu generieren, auch die vor Missbrauch schützende Lizenzrechteüberwachung würde laut Digital Music News in diesen Fällen deaktiviert.

Gesenkt: Apple hat den Preis für seine AppleTV-Box dauerhaft reduziert. Statt 109 Euro wird das Streamingbox in Europa nun regulär für 99 Euro verkauft (Amazon-Link). Experten sehen hinter diesem Schritt eine Reaktion auf die (nach wie vor) günstigeren Konkurrenzangebote wie Google Chromecast oder die Roku-Box. (Cnet)

Zitat des Tages: “Youtube wird schon in fünf Jahren das weltweit führende Medium sein, auf dem wir Bewegtbildinhalte konsumieren”, prognostiziert Jeffrey Katzenberg, Vorstandschef des Hollywood Major-Studios “DreamWorks”. (The Drum)

Umfrage: Die Mehrheit der deutschen TV-Zuschauer sieht in IP- oder WebTV-basierten Bewegtbildangeboten noch keine echte Alternative zu den klassischen TV-Verbreitungswegen Kabel und Satellit. Zwar seien vor allem die neuen mobilen Nutzungsmöglichkeiten interessant, allerdings würden die streng begrenzten Datenvolumen der deutschen Mobilanbieter den Gebrauch zu stark limitieren. (Digitalfernsehen.de)

Programmierung: ZDFneo spendiert dem letztjährigen Gewinner seines “TVLabs” einen ungewöhnlichen Sendeplatz. Das Wettstreit-Format “Tohuwabohu”, bei dem zwei Prominente um die Gunst einer Gruppe von Kindern wetteifern, wird ab dem 2. August jeweils samstags um 13 Uhr ausgesendet. (DWDL.de)

Sehtipp: Tutorials auf Youtube sind mittlerweile zu einer ganz eigenen Kunstform geworden, von Anleitungen, einen Apfel mit einer Bohrmaschine zu schälen bis zu Hinweisen, um seinen Namen zu tanzen, gibt es wohl keinen Ratschlag, den es auf Youtube nicht gibt. Der Dortmunder Hartware Medien Kunst Verein hat die 100 besten und unterhaltsamsten Video-Tutorials gekürt und zeigt sie in der Ausstellung “Jetzt helfe ich mir selbst” vom 5. Juli bis 31. August. (via WuV.de, mit Beispielvideos)

Lesetipp: Jan Riemens, Vorstandschef der mittlerweile fast weltweit agierenden WebTV-Agentur “Zoomin.TV” erläutert in einem ausführlichen Interview mit TheWrap die Gründe für das immens starke Wachstum seiner Firma und warum er in der Zukunft weniger auf die Partnerschaften mit Verlagen, sondern mehr auf Videoplattformen wie Daily Motion und Youtube setzt.

Probleme für Googles “Chromecast”

Google TV-Stick "Chromecast":  Angebot noch mangelhaft

Google TV-Stick “Chromecast”: Angebot noch mangelhaft

Rückgang: Nach einem fulminanten Marktstart im vergangenen Jahr hat sich der Erfolg von Googles Chromecast-Stick zumindest in den USA deutlich abgeschwächt. Obwohl der Anteil jener US-Haushalte, die regelmäßig über das Netz Video- und TV-Inhalte beziehen, nach wie vor kontinuierlich steigt, haben sowohl die Käufe neuer als auch die Nutzung bereits vorhandener Chromecasts in den letzten Monaten abgenommen. Ein Grund dafür könnte in dem noch eher schwachen Angebot für den Chromecast liegen, das erst in den vergangenen Wochen deutlich verbesserrt wurde. Für Europa liegen noch keine offiziellen Nutzungszahlen vor. (Fierce Online Video)

Gerüchte: Bei seinen Antworten für den OneTV Mag “Wie geht’s weiter?”-Fragebogen vor wenigen Wochen war Stefan Schulz noch sehr optimistisch. Mittlerweile aber dürfte der Geschäftsführer von Watchever doch wohl etliche Sorgen haben. Denn die Berichte über wirtschaftliche Probleme seines VoD-Angebots, das wegen Millionenverlusten angeblich sogar vor dem Verkauf durch den französischen Mutterkonzern Vivendi stehe, reißen nicht ab. Grundlage dafür ist ein Bericht der französischen Finanzzeitung “Les Echos”, der – ohne Quellenangabe – Verluste von über 80 Millionen Euro seit Start von Watchever im vergangenen Jahr auflistet. Vivendi habe sich bereits entschlossen, über die US-Bank Meryll Lynch einen Käufer zu suchen, so “Les Echos” weiter. Tatsächlich hatte Vivendi im vergangenen Quartalsbericht angekündigt, mehrere “strategische Optionen” in Sachen Watchever zu prüfen. Watchever hat die Berichte bislang nicht kommentiert. (TV Digital)

Unverdrossen: Sony hält, trotz technischer und lizenzrechtlicher Probleme, an den Plänen für seinen eigenen PayTV-Dienst fest. Im Interview mit Recode erläutert Sony Entertainment Chef Shawn Layden die Strategie für das noch für dieses Jahr angekündigte Angebot, das über Sonys Gamekonsole Playstation ausgeliefert werden soll.

Auftrag: Schönes Geschäft für Christian Ulmen. Der Bayerische Rundfunk hat bei seiner Produktionsfirma “Ulmen Television” eine neue Webserie namens “Mann/Frau” bestellt, die in 20 dreiminütigen Episoden Geschichten zweier Großstadtsingles erzählt. Auch Ulmen selbst wird eine Rolle in der Serie spielen, die im September online gegen wird. Ein gelungenes Tumblr-Blog gibt es schon jetzt. (DWDL.de)

Aufgestellt: Zum Start der Fußball-WM in Brasilien hat auch Zattoo seine Apps überarbeitet und mit einigen neuen Funktionen versehen, etwa einer Splitscreen-Ansicht und einer Zweikanal-Ton-Option. Auch Googles Streamingstick Chromecast kann mit Zattoo nun genutzt werden, sowohl in der iOS- als auch Android-App. (Digitalfernsehen.de)

Streit: Der Privatsenderverband VPRT hat das Vorhaben des Bayerischen Rundfunks kritisiert, seinen “Bildungssender” BR-alpha mithilfe einer Namensänderung zu “ARD-alpha” und damit einem Angebot der Gesamt-ARD zu machen. Dieses sei ohne die Einwilligung der Länder nicht so einfach machbar. (DWDL.de)

Volumen: Nach einer neuen Prognose des Netzwerkkonzerns Cisco wird Webvideo im Jahre 2018 rund 84 Prozent des gesamten Internetdatenverkehrs ausmachen, eine nochmalige Steigerung von sechs Prozent gegenüber heute. Vor allem hochaufgelöste Streamingangebote wie Netflix’ 4K-Inhalte puschen bereits jetzt den Datentraffic massiv nach oben. (Tubefilter)

Lesetipp: Was macht ein erfolgreiches Webvideo aus? Andrew Gauthier, Videochef von Buzzfeed, einem der derzeit erfolgreichsten Produzenten von Onlinebewegtbild, gibt dazu fünf interessante Tipps. (Journalism UK)

Time Warner bietet eine Milliarde Dollar für Vice

Vice_VideoBig Deal: Die Verhandlungen über einen Einsteig des Medienkonzerns Time Warner bei der “Vice”-Gruppe werden anscheinend konkreter. Wie die New York Times berichtet, offeriert Time Warner für eine 50-Prozent-Beteiligung an der vor allem durch sein WebTV-Angebot derzeit boomenden “Vice Media” einen Preis von einer Milliarde Dollar und einen eigenen Kabel-TV-Kanal. Zunächst war sogar von einem Volumen von rund zwei Milliarden Dollar die Rede. Ein Time-Warner-Einstieg bei Vice wäre das nächste große in einer ganzen Reihe von Investments traditioneller Medienunternehmens in junge Online-News-Angebote, hauptsächlich im Videobereich. (Tubefilter) (Yahoo News-Update)

Grundsätzlich: Markus Hündgen, Geschäftsführer der “European Web Video Academy” und Veranstalter des deutschen Webvideopreises, zieht in einem Blogpost eine nachdenkliche Bilanz des diesjährigen Wettbewerbs. Aus dem “Hobby Videomachen”, sei für viele Youtuber ein Beruf geworden, mit professionell geführten Netzwerken im Hintergrund, viel geschäftlichem Kalkül, einem Ansturm etablierter TV-Sender und -Stars auf das junge Medium, Nachwuchs-Videomacher hätten es “noch nie so schwer gehabt, aus dem Schatten der Großen zu treten”. Hündgens Fazit: Die Szene, die sich in großen Teilen zur Branche wandele, stehe nun “vor der schwierigen Aufgabe, ihren Platz in der neuen Webvideo-Weltordnung zu finden”.

Rückzug: Netflix wird – zumindest vorläufig – keine Tafeln mehr für seine Kunden einblenden, die bei Qualitätsproblemen auf die schlechte Streamingqualität seiner Internetprovider aufmerksam machen. Der, so Netflix, “kleine Test” sei nunmehr beendet, man werte ihn gerade aus, denke aber darüber nach, ihn zukünftig in einem größeren Umfang zu wiederholen. Tatsächlich aber dürfte Netflix mit den Hinweistafeln, die sich vor allem gegen Verizon richteten, schon jetzt sein Ziel erreicht haben: eine Diskussion darüber, wer außer den VoD-Unternehmen selbst, für die in den USA immer wieder auftretenden Probleme bei Video-Streaming verantwortlich ist. (Mashable)

Verreist: Studio71, das MCN der ProSiebenSat.1-Gruppe, schickt seine Youtube-Stars auf mehrwöchige “Bildungsreise” in die USA: Akteure wie die Gamer-Helden Gronhk und Sarazar, der Fitness-Coach Karl Ess oder Comedian MissesVlog werden von Juni bis August in Los Angeles auch gemeinsam mit US-Webvideomachern arbeiten. Dafür hat die Reisegruppe aus Deutschland eine eigens gemietete Villa, genannt “The Mansion”, bezogen. Die Aktion ist die erste sichtbare Kooperation von Studio71 mit dem US-MCN „Collective Digital Studio“, an dem sich ProSiebenSat.1 im März in unbekannter Größenordnung beteiligt hatte. (“The Mansion”-Trailer auf Youtube)

Überschaubar: “RTL interactive” hat zum ersten Mal Angaben über die Größenordnung der zahlenden Nutzer seiner kostenpflichtigen Apps gemacht. Danach seien die “Now”-Apps von RTL, RTL II und Vox, die seit rund einem Jahr für 1,79 Euro pro Sender zur Verfügung stehen, von durchschnittlich rund 50.000 Kunden pro Monat genutzt worden. Insgesamt habe man also “über 600.000 Monate App-Nutzung” verkauft. (DWDL.de)

Umsonst: Mattias Hjelmstedt, CEO des Internet-TV-Anbieters Magine, hat die Kostenlos-Strategie seines Unternehmens verteidigt: “Die Auffassung, die wir in dieser Frage in Deutschland vertreten, ist, dass Free-TV auch frei empfangbar sein sollte. Das besagt schon der Name”, erklärt Hjelmstedt in einem Interview mit “Digitalfernsehen.de”. Auch zusätzliche Werbung solle es bei Magine, das bislang bis auf einige Extrapakete, etwa für Kinder, komplett gratis ist, nicht geben, so Hjelmstedt.

Lesetipp: Nico Lumma, umtriebiger Digitalaktivist der ersten Stunde, wirft in seiner Handelsblatt-Kolumne den öffentlich-rechtlichen Sendern vor, die Zukunft zu verschlafen. Statt ewig lange über die Tagesschau-App oder einen neuen, linearen Jugendsender zu diskutieren, sollten ARD und ZDF ihre Entwicklung zu wirklich crossmedialen Medienhäusern vorantreiben.

Lesetipp II: Die Twitter-Deutschland-Manager Isabelle Sonnenfeld und Rowan Barnett berichten in einem ausführlichen DWDL-Interview über Schwierigkeiten und Fortschritte bei den Kooperation des Social-Media-Dienstes mit führenden deutschen TV-Sendern. Man sehe “ein wachsendes Verständnis der Sender und Produktionsfirmen dafür, wie man den Zuschauer über Storytelling am direktesten anspricht und zum Twittern animiert”, so Sonnenfeld. Allerdings reiche es für ein gelungenes Second-Screen-Angebot nicht aus, “nur ein Hashtag on air einzublenden”.

Sehtipp: Das erste Vine-Kurzvideo aus dem Orbit hat nun der amerikanische Astronaut Reid Wiseman von der Raumstation ISS zur Erde geschickt. Die Sechs-Sekunden-Aufnahme, ein Zeitraffer-Video, demonstriert, warum die Sonne an Bord der ISS niemals untergeht, wenn diese auf der so genannten “Terminator-Line” entlang fliegt. (Tubefilter)

Deutsche TV-Branche kritisiert “Wettbewerbsvorteile” für Netflix

Der geplante Markteintritt von Netflix in Deutschland sorgt für Diskussionen

Der geplante Markteintritt von Netflix in Deutschland sorgt für Diskussionen

Debatte: Die deutsche TV-Branche hat sich überwiegend kritisch anlässlich des geplanten Deutschland-Starts von Netflix geäußert. Auf dem Medienforum NRW wiederholten unter anderem Vertreter von WDR und RTL ihren Vorwurf an das Kartellamt, die geplanten VoD-Plattformen von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern nicht genehmigt zu haben. Damit fehle gegenüber der Konkurrenz aus Übersee ein gleichwertiges Angebot. Die Politik müsse deshalb ein “Korrektiv” im Kartellrecht schaffen, um Kooperationen bei Video-Plattformen zu erleichtern, forderte etwa WDR-Mediagroup-Geschäftsführer Loeb. Die Wettbewerbslage schade dem Medienstandort Deutschland, sagte auch Robert Amlung, der Beauftragte für digitale Strategien beim ZDF: “Aus Nutzersicht ist es wahrscheinlich am Schluss relativ egal, wenn die großen Player aus den USA einen guten Job machen.” Aber dass einfach “ein Teil des Kuchens über den Teich” wandere und nicht in Deutschland bleibe, könne “eigentlich nicht im Interesse des Medienstandorts” sein. (DWDL.de) (Hamburger Abendblatt)

Innovation: Eine speziell für Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook zugeschnittene Videoplayertechnologie bietet das kalifornische Startup Epoxy an. Durch eine eigene App können Youtube-Produzenten die Share- und Kommentarfunktionen ihrer Videos auf anderen Plattformen wesentlich individueller gestalten und auch den Vertrieb über Social-Media-Dienste besser steuern. (Tubefilter)

Nominiert: Mit dem Interviewformat “Jung und naiv” von Tilo Jung und den Youtube-News von LeFloid sind in diesem Jahr unter anderem auch zwei populäre Webvideo-Angebote für den renommierten Grimme Online Award nominiert worden. (SPIEGEL Online)

Strategie: Verizon hat erstmals nach der Übernahme von OnCue über seine Pläne für die von Intel gekaufte Videotechnologie gesprochen. Verizon-Vorstandschef Lowell McAdam sagte vor Investoren in Boston, man plane mit OnCue kein weiteres lineares TV-Angebot, sondern eine vollkommen neue, cloudbasierte VoD-Plattform, “ähnlich einer Jukebox“, für unterschiedlichste Videocontent-Typen, darunter auch Webclips. (Home Media Magazine)

Zuversichtlich: Rechtzeitig zum heutigen “TV-Wirkungstag” hat der Privatsenderverband VPRT gute Zahlen zu bieten: Mit rund 4,2 Milliarden Euro Nettoumsatz bleibe das Fernsehen hierzulande das stärkste Werbemedium, für das laufende Jahr erwarte man einen nochmaligen Zugewinn an Marktanteilen gegenüber anderen Werbeträgern. (kress.de)

Erleichterung: Nach einer wochenlangen Pannenserie hat die “Quizduell”-App zur gleichnamigen Rätselshow der ARD mit Jörg Pilawa gestern Abend zum ersten Mal ohne Störungen funktioniert. Die FAZ fand die Sendung trotzdem nicht begeisternd.

Sehtipp: Das ist, positiv ausgedrückt, Webvideo pur. Aber ansonsten hat SPIEGEL Online mit der, nun ja, sehr reduziert produzierten, WM-Videokolumne von Harald Stenger, dem ehemaligen Pressesprecher der deutschen Fußballnationalmannschaft, noch nicht Weltmeisterform erreicht. Aber es gibt ja noch ein paar Trainingslager.

Sehtipp II: An Jan Böhmermann scheiden sich traditionell die Geister. Die Einen halten ihn für die größte Hoffnung des deutschen Fernsehens, die Anderen monieren, dass er nun schon seit Jahren nicht mehr als die größte Hoffnung des deutschen Fernsehens ist. Aber wie er in der lustigen “Disslike”-Show auf Youtube souverän Hass-Postings und -Tweets von Internetusern über sich selber vorträgt, verdient durchaus Respekt. (via Meedia)

Preiserhöhung: Zattoo-Chef entschuldigt sich bei Kunden

Zattoo-Chef Nick Brambring: "Wir wollen nachhaltig wachsen"

Zattoo-Chef Nick Brambring: “Wir wollen nachhaltig wachsen”

“Es tut uns leid.” Mit diesen offenen Worten entschuldigt sich Nick Brambring, der Geschäftsführer des Internet-TV-Anbieters Zattoo, in einem noch unveröffentlichten Schreiben an seine Kunden, das OneTV Mag bereits vorliegt (Download als PDF). Anlass für den ungewöhnlichen Schritt ist die von etlichen Usern kritisierte Preiserhöhung, die Zattoo vor rund vier Wochen vollzogen hat. Dabei hatte das Schweizer Unternehmen seine Abo-Modelle zum Teil erheblich verteuert. Das HiQ-Paket, das für den Empfang auch der Sender von ProSiebenSat.1 und RTL bei Zattoo Voraussetzung ist, kostet monatlich nun 9,99 Euro statt bisher 4,99 Euro, das Jahres-Abo 99,99 Euro (bislang 44,99 Euro).

Brambring verteidigt in dem Schreiben den Schritt des Unternehmens, die Erhöhung sei “leider notwendig” gewesen, “um unsere stark gestiegenen Kosten tragen zu können”. Neben “19 Prozent Mehrwertsteuer und 30 Prozent Gebühren (im App Store)” seien pro Nutzer auch Lizenzgebühren und Streamingkosten zu zahlen – über deren Höhe Brambring aber keine genauen Angaben macht.

Tatsächlich hat Zattoo in den vergangenen Monaten immense Investitionen getätigt. Vor wenigen Wochen hatte man nach jahrelangen Verhandlungen mit der ProSiebenSat1-Gruppe auch mit dem zweiten großen deutschen Privat-TV-Anbieter eine Kooperation schließen können, dazu kamen technische Updates vor allem im mobilen Bereich. Da man aber “nachhaltig” wachsen wolle, “also kostendeckend”, sei das Angebot so nicht mehr aufrechtzuerhalten gewesen, so Brambring weiter. Dass einige User sich von der Preiserhöhung “kalt erwischt fühlten” tue ihm leid, man wolle auch in der Kommunikation mit den Kunden “besser werden”.

Zattoo hatte 2006 als erstes Unternehmen in Europa überhaupt damit begonnen, lineares Fernsehen via Internet zu übertragen, ein Jahr nach dem Start in der Schweiz folgte auch Deutschland. Lange Zeit ohne nennenswerte Konkurrenz auf dem deutschsprachigen Markt und mit 700.000 Kunden hierzulande eindeutig etabliert, muss sich Zattoo allerdings seit einigen Wochen mit einem neuen Wettbewerber messen: Magine TV, ein Anbieter aus Schweden, drängt mit großem Marketingaufwand (unter anderem einer Kooperation mit Bild.de) auf den deutschen Markt. Und dazu mit einem, wie das Unternehmen verkündet, “zunächst kostenlosen Zugriff” auf über 60 Sender (darunter auch die RTL- und ProSiebenSat.1-Angebote). In dem Gratis-Kultur-Umfeld des Webs sicherlich ein strategisch kluger Eröffnungsschachzug.

Fraglich ist allerdings, wie lange Magine diesen Kampf(Nicht-)Preis wird halten können. Internet-TV, vor allem im mobilen Web, gilt technisch als äußerst kompliziert und aufwendig. Dazu kommen, gerade in Deutschland, immense Kosten durch Lizenzen und Rechte. Eine Finanzierung nur durch Werbeeinnahmen (wie unter anderem beim Gratis-Angebot von Zattoo, allerdings ohne die großen privaten Sender) dürfte mittelfristig unmöglich sein, auch wenn das “Potenzial von Internet-TV noch lange nicht ausgeschöpft ist”, wie Zattoo-Chef Brambring in dem Schreiben richtig bemerkt.

Der Schritt der Schweizer ist in seiner Radikalität sicher mutig, manche Branchenbeobachter meinen: lebensgefährlich. Und doch bricht Zattoo mit der Preiserhöhung ein Tabuthema auf, das bisher auch in der Branche selber nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert wurde: Die Kosten für digitales Bewegtbild via Web sind nach wie vor immens und machen wirtschaftlich vernünftige Kalkulationen sehr schwerig. Auch darum dürfte es in den eigenen Interessen von Zattoo liegen, wenn sein Chef Brambring im Kundenbrief erklärt: “Wir suchen nach finanzierbaren Möglichkeiten, Ihnen wieder ein günstigeres Angebot machen zu können.”

Ralf Klassen

Millionen für “Wochit”, Kritik an “Krautreporter”

"Wochit"-Videoclipangebot: Vollautomatische Videoproduktion per Software

“Wochit”-Videoclipangebot: Vollautomatische Videoproduktion per Software

Anschub: Das israelisch-amerikanische US-Startup “Wochit”, das mit seiner selbst entwickelten Software die einfache, beinahe vollautomatische Produktion von Videoclips ermöglicht, und derzeit als eines der begehrtesten jungen Unternehmen der Webvideoszene gilt, hat in einer zweiten Finanzierungsrunde weitere elf Millionen Dollar eingesammelt. Die Wochit-Technologie basiert auf einem Keyword-Erkennungssystem, das aus vorliegenden Newstexten die wichtigsten Begriffe herausfiltert und daraus einen kurzen Videobeitrag bastelt, über den dann nur noch ein Sprechertext gelegt werden muss. Zu den Wochit-Kunden gehören bereits unter anderem Yahoo, Forbes und die Chicago Tribune. (Techchrunch)

Enttäuschung: Markus Hündgen, Geschäftsführer der “European Webvideo Academy” und als “Videopunk” einer der führenden Köpfe der jungen deutschen Bewegtbildbranche, hat sich kritisch zum Konzept des geplanten “Krautreporter”-Onlinemagazins geäußert. In einem Facebook-Eintrag bemängelt Hündgen, dass bei dem durch prominente Vertreter der Webszene ins Leben gerufenen Journalismusprojekt der für ihn “unverzichtbare” Videoanteil viel zu kurz komme: “Schnöde Video-Interviews wären für mich (…) kein Grund, mein Geld zu geben”, so Hündgen. Er sei aber “andersherum sogar gern bereit, deutlich mehr für innovativen Video-Journalismus zu zahlen”, als die vom Crowdfunding-Projekt aufgerufenen 60 Euro pro Jahr.

Kampagne: Die im Netz vorherrschende Gratis-Mentalität, die sich wenig um Lizenzrechte und Copyright-Verstöße schert, bringt nicht nur den Qualitätsjournalismus, sondern auch die Pornofilmindustrie in große Schwierigkeiten. Als Reaktion darauf, dass immer mehr ihrer Produktionen kopiert und auf zahllosen Websites gratis zur Verfügung gestellt werden, hat die Branche in den USA nun eine Kampagne unter dem Slogan “Porn is worth paying for it” ins Leben gerufen. (Basic Thinking)

Sponsoren: Das auf das Management und Lizensierung von User-generated Content spezialisierte US-Medienunternehmen “Junkin Media” hat in seiner ersten Finanzierungsrunde eine Million Dollar von Investoren gesammelt, darunter den Maker Studios, aber auch unter anderem von Bertelsmann. (Tubefilter)

Serie: Auch die zweite Folge des ARD-“Quizduells” geriet zur Pannensendung. Wieder konnten die Zuschauer bei der Show mit Jörg Pilawa nicht wie geplant via Smartphone-App mitspielen. Nach einem vermeintlichen Hackerangriff sind die technischen Probleme noch immer nicht gelöst, so die ARD, die aber weiter fest an das Format glaubt. (Süddeutsche.de)

Report: Zuschauerschwund? Werbeeinbußen? Alles Unsinn – sagt zumindest der aktuelle Nielsen-US-Report über die Nutzung von “klassischem” Fernsehen. Danach habe weder die Sehdauer von Zuschauern auf linearen Programmen abgenommen (knapp 56 Stunden pro Monat), noch sei ein Rückgang bei Werbebuchungen (78 Milliarden Dollar 2013) zu verzeichnen gewesen. Zusätzlich habe aber der Konsum anderer Bewegtbildangebote (mobil und on demand) auch noch zugenommen. (Media Post)

Showtime: Das ZDF sucht nach wie vor nach einem neuen Konzept für den nach dem Aus von “Wetten, dass..?” freiwerdenden Sendeplatz. Das erklärte Thorsten Haas, Vizechef und Leiter der strategischen Entwicklung beim ZDF auf einer Branchenveranstaltung. Für die “mindestens 150 Minuten lange” Show, die an etwa sechs Samstagabenden des Jahres laufen und ein möglichst breites Familienpublikum ansprechen solle, stünde zwar nicht mehr wie ehemals zwei Millionen Euro pro Folge zur Verfügung, aber “wir haben auf jeden Fall ein ausreichendes Budget”, so Haas.

Verdient: Die taz würdigt mit einem “Redaktionsbesuch” zurecht die Arbeit des Online-Portals “Serienjunkies”, das hierzulande zur ersten Info-Adresse für Fans von TV-Serien, vor allem aus den USA, geworden ist. (Taz.de)

Lesetipp: AppleTV? Amazon FireTV? Chromecast? Wer sich schwer tut mit der Entscheidung, welches Streaming-Device denn nun tatsächlich das beste für ihn ist, bekommt Hilfe von Tech-Godfather himself: Walter Mossberg hat für sein Onlineportal “re/code” die Vor- und Nachteile der gängigsten TV-Gadgets zusammengestellt.

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Sky-Fusion rückt näher

Zentrale von "Sky Deutschland":  Bad News aus London

Zentrale von “Sky Deutschland”: Bad News aus London

Fusion: Die Pläne von Rupert Murdoch, aus den drei Sky-Unternehmen in Großbritannien, Italien und Deutschland einen gemeinsamen Konzern zu machen, sind konkreter als bislang angenommen. Der britische Sender BSkyB, der laut Medienberichten die Führung in dem neuen Unternehmen bekommen würde, bestätigte am Montag bereits laufende konkrete Verhandlungen, die aber noch “in einem frühen Stadium” seien. Mit einem Ergebnis könne allerdings doch bereits schon im Sommer gerechnet werden, hieß es dann am Dienstag aus London. Überlegungen zum Umbau der europäischen TV-Aktivitäten gibt es bei dem mittlerweile 83-jährigen Murdoch schon länger. Bislang kontrolliert er seine Anteile an den drei europäischen Gesellschaften direkt von den USA aus. Während in der Münchner Sky-Zentrale gestern vor allem Unsicherheit ob der Meldungen aus London herrschte, reagierte die Börse erfreut: Der Kurs von Sky Deutschland stieg um knapp 10 Prozent. (Guardian, Handelsblatt).

Begehrt: Der Bieterkampf um den Kauf des Multichannel Networks “Fullscreen” wird immer heftiger. Nach einem Bericht von Bloomberg ist nach Yahoo, AOL und Relativity Media nun auch Time Warner in Verhandlungen mit dem Netzwerk getreten, das mit 380 Millionen Abonnenten und drei Milliarden Videoklicks monatlich zu den größten Anbietern in der Webvideobranche zählt. Experten rechnen mit einem möglichen Kaufpreis von bis zu 900 Millionen Dollar. (Tubefilter)

Interaktiv I: Mit einem so genannten “Suddenlife”-Spiel verlängert Radio Bremen die kommende “Tatort”-Folge aus der Hansestadt ins Netz. Dabei werden User, die sich für das Spiel angemeldet haben, aufgefordert, vor, während und nach der Ausstrahlung des Krimis “Spuren und Hinweise” zu verfolgen und ihre Ermittlungen in einem Blog miteinander zu teilen. (Turi2)

Interaktiv II: Ein Hacker hat nach ARD-Angaben die Premiere der neuen Jörg-Pilawa-Show “Quizduell” im Ersten ruiniert. Die Sendung, bei der die Kandidaten im Studio gegen alle User der gleichnamigen Smartphone-App antreten sollten, konnte wegen eines Angriffs auf den Hauptserver keine Minute lang wie geplant ablaufen. Pilawa rettete sich und die Show mit gekonnter Improvisation halbwegs über die Runden. (SPIEGEL Online)

Comeback: Das ZDF versucht sich anscheinend wieder an einer klassischen Late-Night-Show: Im Juni soll die Produktionsfirma Eyeworks zwei Probeausgaben des neuen Formats «Mann, Sieber!» mit den Moderatoren Tobias Mann und Christoph Sieber aufzeichnen, eine klassische Late-Night mit Einspielfilmen und Gästen. (Quotenmeter.de)

Social: Auch auf dem ARD-Spartenkanal EinsPlus war der schon jetzt legendäre “Wurst-ESC” ein Erfolg. Fast 370.000 Zuschauer, ein Marktanteil von 1,9 Prozent, sahen dort die Übertragung des Popwettbewerbs. Normal sind für den Sender Werte um 0,2 Prozent. Das Besondere: EinsPlus hatte die Twitter- und Facebook-Diskussionen parallel zur Show eingeblendet. (DWDL.de)

Lesetipp: Wie lange noch wird das bisher TV-Modell mit linearen Sendern und ihren Abläufen den Markt und unser Fernsehverhalten beherrschen? Eigentlich hat das Zeitalter der TV-Apps doch schon längst begonnen, weist Adrianna Lee in ihrer ausführlichen Analyse für Readwrite.com nach.

Lesetipp II: Alan Wolk beschreibt in einem klugen Aufsatz für den “Guardian” die Chancen für die zukünftige Finanzierung von Fernsehen – angesichts der herrschenden VOD-Euphorie und einer immer radikaleren Fragmentierung des Marktes – und beruhigt: Vor allem in maßgeschneiderter Werbung und der geschickten Verbindung zwischen linearen und on-demand Angeboten lägen auch für klassische Sendersysteme noch weiter genügend Möglichkeiten, Geld zu verdienen.

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Amazons Videoservice mit Startschwierigkeiten

Amazon-Produktion "Alpha House": Werbebrief vom Chef persönlich

Amazon-Produktion “Alpha House”: Werbebrief vom Chef persönlich

Werbung: Briefe von Chefs an die liebe Kundschaft sind derzeit in der NewTV-Branche wohl schwer angesagt. Um die nach Medienberichten eher schleppende Nachfrage anzukurbeln, warb nun Amazons Videochef Bill Carr höchstpersönlich für seine mit großem Aufwand produzierten oder teuer eingekauften Bewegtbildinhalte. In einem per Brief und Mail verbreiteten, persönlich adressierten Schreiben, an die Kundschaft des “Prime-Instant-Video”-Service des Konzerns listete Carr ausgewählte Höhepunkte des Amazon-Angebotes auf, wie etwa die Serienhits “Downtown Abbey” oder “Duck Dynasty” und selbst produzierte Formate wie “Alpha House”. Carr beschreibt in dem Kundenbrief auch die unterschiedlichen Methoden, den Video-Dienst zu empfangen, darunter natürlich auch das eigene “FireTV” – sparte dabei aber die TV-Settop-Box von Apple wohlweislich aus. (Recode.net)

Fusion: Rupert Murdoch überlegt laut einem “Bloomberg”-Bericht, seine europäischen PayTV-Unternehmen BSkyB, Sky Deutschland und Sky Italia zu verschmelzen. Demnach soll die Briten von BSkyB die Kontrolle über die beiden Namensschwestern in Deutschland und Italien übernehmen. (Digitalfernsehen.de)

Zitat des Tages: “Aereo ist schlicht und einfach Diebstahl”. (Les Moonves, CBS-Vorstandsvorsitzender, über den umstrittenen US-TV-Streamingdienst)

Fokussiert: Der durchschnittliche US-Haushalt kann mittlerweile aus beinahe 190 TV-Kanälen wählen – und entscheidet sich doch immer für die gleichen 17 – wenn überhaupt. Das belegt eine neue Nielsen-Untersuchung. Diese Zahl ist seit 2008 quasi gleich geblieben, bei einer gleichzeitigen Steigerung des Angebots um rund 50 Prozent. (Wall Street Journal)

Preiserhöhung: Nicht nur Zattoo muss wegen gestiegener Kosten die Preise für sein TV-Streaming erhöhen, sondern auch der Branchenprimus Netflix. In den USA stieg der Preis für ein neues Netflix-Monatsabo um einen Dollar auf 8,99 Dollar an, das allerdings nur jeweils einen Stream in niedriger SD-Qualität beinhaltet. Bestandskunden behalten den alten Preis für die nächsten zwei Jahre. (Variety)

Vetternwirtschaft: Das ZDF hat eine leitende Redakteurin entlassen, die Drehbücher für Krimiserien eingekauft hat, welche ihr Ehemann unter Pseudonym geschrieben hatte. Dem Sender sei aber “kein Schaden” entstanden, betonte das ZDF. (FAZ.net)

Lesetipp: Peer Schader setzt sich mit dem oft von ARD und ZDF gebrauchten Argument, man habe den Auftrag ein möglichst großes Publikum zu unterhalten, auseinander. Dieses habe zu einer anbiedernden “Oberflächlichkeit” geführt, vor der auch schon längst viele Informationssendungen betroffen seien. (DWDL.de)

Lesetipp II: Frank Sinton analysiert auf Tubefilter die besten Wege für Medien- und andere Unternehmensmarken, ihre digitalen Videoinhalte an die richtigen Zuschauer zu bringen. Unter dem Motto “Youtube ist groß, aber nicht alles” sollten Vertriebswege gefunden werden, die dem jeweiligen Projekt angemessen sind. So könne man auf Kanälen wie Vimeo mittlerweile fast genauso hohe Reichweiten wie auf Youtube erzielen, aber mit ungleich besseren Kontaktwerten.

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Wem “gehört” der TV-Bildschirm?

Startbildschirm eines Panasonic-SmartTVs: Was darf der Zuschauer nach dem Einschalten sehen?

Startbildschirm eines Panasonic-SmartTVs: Was darf der Zuschauer nach dem Einschalten sehen?

Debatte: Im Streit um den Startbildschirm, der auf neuen, smarten Fernsehern immer öfter von den TV-Geräteherstellern selbst oder von Settop-Box-Betreibern “eingenommen” wird, gibt es nach wie vor keine Einigung – im Gegenteil. TV-Sender wie das ZDF oder RTL fordern bei dem Streit, der hinter den Kulissen bereits seit Jahren heftig tobt, immer vehementer einen “diskriminierungsfreien Zugang”, d.h. einen “neutralen” Bildschirm. Der dürfe nach dem Einschalten höchstens den letzten gewählten Sender zeigen und auch beim laufenden Programm keinerlei andere Inhalten aufweisen als das pure Signal des jeweiligen Anbieters. Das schließe unter anderem “Umfeldwerbung” auf dem TV-Bildschirm komplett aus. Andere Branchenexperten wie etwa Zattoo-Inhaltechef Jörg Meyer halten diese Forderungen angesichts eines immer stärker auch technisch fragmentierten und globalisierten Medien- und Geräteangebots für unrealistisch, wie eine aktuelle Diskussion auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland wieder zeigte. (Digitalfernsehen.de)

Kooperation: Der Videonewsanbieter “NowThisNews” und der derzeit sehr gehypte Messagingservice “Snapchat” planen nach US-Medienberichten ein gemeinsames Bewegtbildangebot. Snapchat hatte erst kürzlich ein Videochat-Tool in seine App integriert und angekündigt, einen eigenen Nachrichtenservice für seine User aufzubauen. (Techcrunch)

Minus: Sky Deutschland hat im ersten Quartal des Jahres auch im operativen Geschäft wieder Verluste geschrieben. Das Ebitda (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) verzeichnet ein Minus von 8,6 Millionen Euro. Angesichts der Kosten für einen zusätzlichen Spieltag der Bundesliga, hoher Ausgaben für Werbung und Fußballrechte hatten Experten aber mit einem leicht höheren Verlust gerechnet. (heise.de)

Geächtet: Deutsche Datenschützer gehen vor dem Verkaufsstart von Googles “Glass” massiv gegen die Datenbrille vor: “Diese Brille muss gesellschaftlich geächtet werden”, sagte der Kieler Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert. Wer im öffentlichen Raum Fotos oder Videos ohne das Wissen der Mitbürger aufnehme und sie ins Internet lade, gehöre bestraft. Auch sein baden-württembergische Kollege Jörg Klingbeil schloss sich an: “Die Brille ist ein Anschlag auf die informationelle Selbstbestimmung.” (WuV.de)

Gefördert: Die US-Kabelsendergruppe “Turner Broadcasting” nimmt in diesem Jahr gleich fünf Start-ups aus dem digitalem Bewegtbildbereich in sein zusammen mit Warner betriebenes Förderprogramm “Media Camp” auf. Unter den mit jeweils 20.000 Dollar ausgestatteten Firmen ist unter anderem auch der Videonews-Aggregator “Watchup”, dessen Webcast-Technologie bereits mehrfach preisgekrönt ist. (Variety.com)

Engagement: Der als “Herr Tutorial” bekannt gewordene, deutsche Youtuber Sami Slimani wird demnächst als “Visual Jockey” beim Fernsehsender VIVA zu sehen sein. Dort wird Slimani, der in den Sozialen Netzwerken eine riesige Fangemeinde hat, den Zuschauern die besten Clips nationaler und internationaler Acts präsentieren. (Broadmark)

Mittelmäßig: Trotz riesiger Werbekampagne ist die neue Staffel der Actionreihe “24” in den USA eher verhalten gestartet: Nur 7,97 Millionen Menschen schauten die ersten zwei Stunden auf FOX, damit verzeichnete die neunte Staffel des Thriller um den Geheimagenten “Jack Bauer” die bis dato schwächsten Auftaktwerte. (Quotenmeter.de)

Fusion: Nach der Übernahme des Nachrichtensenders N24 durch den Springer-Verlag soll der Sender ab 2015 mit der “Welt” in der “Welt N24 GmbH” zusammengeführt werden. Damit muss N24 wohl auch sein bisheriges Berliner Domizil am Potsdamer Platz verlassen und möglicherweise ins Axel-Springer-Haus umziehen. (DWDL.de)

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