Home / Technik

Technik

Alles, was das moderne Fernsehen braucht: Geräte, Gadgets, Hardware, Software

Emmy-Nominierung für deutsche “Game of Thrones”-Trickser

"Game of Thrones"-Szene: Einblick in die digitale Hexenküche

“Game of Thrones”-Szene: Einblick in die digitale Hexenküche

Faszinierend: Es kommt eher selten vor, dass sich Hollywoods Traumfabriken in die Karten schauen lassen. Doch bei der globalen Erfolgsserie “Game of Thrones” gehört das Veröffentlichen der digitalen Effekte, kurz VFX genannt, schon traditionell dazu. Nun hat die Stuttgarter Firma Mackevision, die auch zu den weltweit engagierten VFX-Machern von “GoT” gehört, ein neues Making-of-Video (s.unten) über ihre Tricks publiziert – und man versteht, warum Mackevision dafür soeben für einen Emmy in der Kategorie „Outstanding Special Visual Effects“ nominiert worden ist. (Stuttgarter Nachrichten)

Game of Thrones, Season 4 – VFX making of reel from Mackevision on Vimeo.

Masse: Maxdome, Watchever, Amazon – wenn von Video-on-demand in Deutschland gesprochen wird, geht es häufig nur um die großen Anbieter. Dabei gibt es hierzulande mittlerweile sage und schreibe 171 VoD-Angebote, davon immerhin 97 von heimischen Unternehmen. Das ergab eine Studie der “Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle”. Damit ist Deutschland nach Großbritannien und Frankreich der drittgrößte VoD-Markt in Europa. (Digitalfernsehen.de)

Skandal: Nach den Manipulationen bei seiner Show “Deutschlands Beste” geht das ZDF jetzt auch noch dem Verdacht nach, die Verschiebungen an der Prominenten-Rangliste seien politisch motiviert gewesen. Tatsächlich hatte die Redaktion die Position von SPD-Politikern wie Hannelore Kraft und Außenminister Frank-Walter Steinmeier verbessert, die Platzierung bei Unionspolitikern wie Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble verschlechtert. (Tagesspiegel)

Premiere: Die Fernseher der 9800er-Serie von Philips werden die ersten TV-Geräte in Europa sein, die mit Googles neuer Plattform AndroidTV ausgerüstet sind. Neben dem SmartTV-Portal von Philips wird Android auf diesen Geräten die Nutzung der Apps aus dem “Google Play Store” und weitere Anwendungen ermöglichen. (Digitalfernsehen.de)

Portfolio: Netflix wird seine hochgelobte, eigenproduzierte Serie “Fargo” bereits zu seinem Deutschland-Start (wahrscheinlich Ende September) auch hierzulande anbieten. Die erst neulich mit 18 Emmy-Nominierungen bedachte Reihe basiert auf dem gleichnamigen Film der Coen-Brüder aus dem Jahr 1996. (DWDL)

Technik-Tipp: Eine Welle von sogenannten “Timelapse”-Videos in den Sozialen Netzwerken prohezeit US-Techexperte Walt Mossberg für den Herbst diesen Jahres. Grund dafür sei, dass Apple in seine kommende Mobile-Software iOS 8 eine solche Zeitraffer-Funktion bereits als Standardfeature für die Kamera integrieren wird. Das Tool soll, so Mossberg in seiner Technikreview für Recode, weitaus komfortabler sein, als die diversen Timelapse-Apps, die es bereits von Drittanbieter gibt.

Neue Hoffnung für SmartTV?

SmartTV_Allianz_LogoFortschritt: Die Entwicklung von SmartTV-Apps war für Content-Anbieter bislang eine mühsame Angelegenheit, viele unterschiedliche Vorgaben einzelner Hersteller verhinderten eine schlanke Produktionslösung. Nun hat die so genannte “SmartTV Alliance”, in der LG, Panasonic, Toshiba und Philips organisiert sind, eine systemübergreifende Plattform für die Entwicklung von SmartTV-Apps ins Leben gerufen. Ob die überfällige Initiative angesichts des Erfolges von externen Streamingboxen wie AppleTV, Googles Chromecast oder Amazons FireTV nicht zu spät kommt, wird schon das Geschäft des nächsten halben Jahres zeigen, das für die von schlechten Verkaufszahlen gebeutelte Branche immens wichtig ist. Immerhin: Seit dem im März erfolgten Marktstart von LGs neuen SmartTV-Geräten mit der eigens entwickelten Software WebOS, hat der Fernsehhersteller nach eigenem Angaben bereits eine Million Geräte verkauft.(Digitalfernsehen.de) (CE today)

Nachhilfe: Wie wird man ein Star auf Youtube? Das verrät nun – Youtube selbst. In speziellen “Creator Stories” auf der Corporate-Plattform “Think With Google” werden Erfolgsgeschichten bekannter Youtube-Produzenten wie zum Beispiel von Beauty-Vlogger-Star Michelle Phan nacherzählt und analysiert. (Tubefilter)

Rückzieher: Lange war schon darüber spekuliert worden, nun hat RTL seinen Anfang 2013 angekündigten DVB-T-Ausstieg auch offiziell abgesagt. Die Verbreitungsverträge mit Media Broadcast wurden jetzt zunächst bis Ende 2016 verlängert. Dann soll bereits der Umstieg auf die Technologie DVB-T2 starten, von der sich nicht nur die Kölner Privatsender mehr interaktive Möglichkeiten erhoffen. (Digitalfernsehen.de)

Drohnen I: Nach jahrelangem strikten Verbot erwägt die US-Luftsicherheitsbehörde FAA nun, sieben spezialisierten Firmen die Genehmigung zu erteilen, unbemannte und mit Kamera ausgestattete Flugobjekte, vulgo: Drohnen, in Teilen des amerikanischen Luftraums einzusetzen. Vor allem die Filmindustrie in Hollywood sei darüber entzückt, berichtet SPIEGEL Online.

Drohnen II: Martin Heller, Videochef der Welt-Gruppe, präsentiert auf seinem Webvideoblog Erfahrungen und Details des ersten Einsatzes einer mit einer GoPro-Kamera ausgestatteten Minidrohne. Bemerkenswerter noch allerdings als das Video, ein Rundflug über den stillgelegten Tempelhofer Flughafen, ist das Tool des US-Anbieter “The Madvideo”, mit dem der Clip im Youtube-Player auf bemerkenswert einfache Art interaktiv wird.

Kooperation: Eine Win-win-Situation erhoffen sich Amazon und Mattel bei ihrer neuen Kooperation. Der US-Onlinehandelsmultikonzern und der Spielwarenhersteller investieren gemeinsam in den Ausbau einer WebTV-Plattform für Kinder, das vor allem Videoserien und Filme mit bekannten Mattel-Figuren präsentieren soll. Die Figuren wiederum werden auf Amazon als Puppen oder anderes Merchandise verkauft. (New York Times)

Lesetipp: Will Richmond erklärt auf Videonuze noch einmal genau die Entstehungsgeschichte des “Binge Viewings”, jenes ungehemmten Dauervergnügens mit tagelangem TV-Serienkonsum.

Videoprogramm für Google Glass

"Datenbrille" Google Glass:  Neue Tools für TV- und Video

“Datenbrille” Google Glass: Neue Tools für TV- und Video

Augenblick: Videotrailer über das Programm des Kinos von nebenan? Schnelle Clips über den neuesten Promiklatsch? Expertendiskussionen während eines laufenden Fußballspiels? All das wird demnächst auf Google Glass, der umstrittenen Datenbrille des Suchmaschinenkonzerns, zu sehen sein. Dazu schloss Google nun eine Kooperation mit dem Video-Aggregator OvGuide, der seine Inhalte als erster Bewegtbildanbieter via App auf das Display der Glass-Brille streamen wird. (Media Post)

Offensive: Samsung baut einen neuen, eigenen Video-Service auf. Nach einem Bericht von GigaOm stellen die Südkoreaner gerade ein Team von Spezialisten zusammen, das vor allem für die mobilen Plattformen des Unternehmens neue Videoangebote produzieren soll. Vor einigen Wochen hatte Samsung bereits den eigenen Musikstreamingdienst “Milk” gestartet.

Experten: Conde Nast expandiert weiter in Richtung Bewegtbild. Der Verlag, der vor allem in den USA bereits mehrere erfolgreiche Videoangebote in Web und TV etabliert hat, hat nun ein eigenes Produktionsnetzwerk gegründet, um den wachsenden Bedarf an Content zu bedienen. Die “Allure Insider” rekrutierten sich hauptsächlich aus der Beauty- und Mode-Vloggerinnenszene und sollen vor allem für die diversen Videokanäle der gleichnamigen Conde-Nast-Zeitschrift produzieren. (Tubefilter)

Defizite: Immer mehr Medien- und andere Unternehmen drängen auf den boomenden WebTV-Markt. Doch mit der Finanzierung ihrer Inhalte tun sich sehr viele Anbieter schwer. Zum Einen, weil die hauseigenen Vermarktungsabteilungen nicht auf die Besonderheiten des Bewegtbildgeschäfts eingerichtet sind. Zum anderen, weil es bei den für die Werbekundschaft wichtigen Details der Reichweitenmessungen nach wie vor noch massive Lücken gibt, wie Mike Shields für das Wall Street Journal analysiert.

Zugelegt: Zwar hat Kabel Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen der Übernahme durch Vodafone einen Verlust von 68 Millionen Euro hinnehmen müssen – doch gleichzeitig zog der Umsatz des größten Kabelnetzbetreibers an, um 5,5 Prozent auf 910 Millionen Euro. Grund dafür war hauptsächlich die nach wie vor hohe Nachfrage nach Breitbandinternetanschlüssen. (DWDL.de).

Vorbereitet: Am Samstag findet in Düsseldorf die Verleihung des Deutschen Webvideopreises statt, das wichtigste Event der jungen Branche. Der Rummel um die Verleihung, die von der “European Webvideo Academy” ausgerichtet wird, hat beinahe schon ClassicTV-Dimensionen erreicht. (DWDL.de)

Versprochen: Eine peinliche Pannenserie, wie sie die ARD derzeit bei ihrem eigentlich interaktiven Rätselformat “Quizduell” erlebt, soll es bei der neuen Casting-Show “Keep Your Light Shining” von ProSieben nicht geben. Wenige Tage vor dem Start des neuen Formates versicherte der Sender nun via Twitter , dass alle System problemlos arbeiteten. (Digitalfernsehen.de)

Geplatzt: Eigentlich schien alles bereits geklärt, doch nun hat Constantin Media die Übernahme von Plazamedia und Sport1 durch Sky abgesagt. Grund sei, dass sich beide Partner nicht auf einen Produktionsrahmenvertrag hätten einigen können. Sky widerspricht und hält die Kündigung des Deals für unwirksam. (Meedia.de)

Angst vor dem APP-Sturz – das deutsche TV und das Netz

ARD-Format "Quizduell" mit Jörg Pilawa: "Klappt's jetzt?"

ARD-Format “Quizduell” mit Jörg Pilawa: “Klappt’s jetzt?”

Verunsichert: Trotz der nicht abreißenden Pannenserie beim neuen ARD-Rätselformat “Quizduell” (hier der aktuelle Stand) blickt die deutsche TV-Branche gespannt auf die nächsten Experimente bei der Verschmelzung von Internet und Fernsehen. So startet ProSieben bereits nächste Woche seine Castingshow “Keep Your Light Shining” – und setzt dabei auf seine eigene bewährte “Connect”-App, die bereits bei “The Voice” in Live-Sendungen (fehlerfrei) eingesetzt wurde. Auch RTL wird sich die Probleme des Pilawa-Formats im Ersten bestimmt ganz genau anschauen, denn auf die neue Castingshow “Rising Star”, die im September starten soll, setzt der Sender sehr große Hoffnungen. Auch hier stimmen schon während des Songs sowohl die Jury als auch die gesamte Zuschauerschaft über eine App ab, ob ihnen der Gesang der Kandidaten zusagt oder nicht. Bei der Premiere der von einer israelischen TV-Produktionsfirma entwickelten Show in Brasilen versagte die App-Stimmung ebenfalls komplett. RTL hat nach OneTVMag-Informationen nun eine nochmalige Überprüfung der Technik beauftragt. (Quotenmeter.de)

Rekord: Netflix bleibt auch in diesem Jahr unangefochtener Spitzenreiter im Datenverbrauch. Wie eine neue Statistik zeigt, belegte der VoD-Streamingdienst im März über 34 Prozent des gesamten US-Primetime-Netztraffics, eine nochmalige Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dagegen sank der Datenverbrauch von Youtube im gleichen Zeitraum um über fünf Prozent auf 13,2 Prozent ab. (Variety.com)

Expansion: Zattoo verstärkt sein Engagement in Deutschland. Der Schweizer Internet-TV-Anbieter beschäftigt an seinem vor einem Jahr eröffneten Standort in Berlin nunmehr bereits 20 feste Mitarbeiter und bezog jetzt eine neue Bürofläche in Friedrichshain. Man wolle nicht nur bei den Kundenzahlen, sondern auch als Unternehmen in Deutschland weiter kontinuierlich wachsen, sagte Zattoo-Chef Nick Brambring, der in der vergangenen Woche mit einem Offenen Brief Aufsehen erregt hatte, in dem er die Zattoo-Preispolitik als Bemühen um “nachhaltiges, gesundes Wachstum” verteidigte.

Urteil: Die Vermischung von Programm und Werbung bleibt hierzulande – zumindest im klassischen Fernsehen – verboten. Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz entschied nun, dass ein so genannter “Werbetrenner”, der mit einem Programmhinweis verbunden ist, gegen das Trennungsgebot von Programm und Werbung verstößt. Sat.1 hatte während der Unterbrechung zweier Vorabendserien entsprechende Trenner zur Einleitung eines Werbeblocks ausgestrahlt, die mit Programmhinweisen verbunden waren. (DWDL.de)

Mangelhaft: Ärger mit Verbraucherschützern haben derzeit viele Anbieter von Streamingdiensten hierzulande, darunter auch VoD-Services wie Watchever und Lovefilm von Amazon. So beklagt der “Verbraucherzentrale Bundesverband” unter anderem zu komplizierte AGBs, die einseitige Möglichkeiten zur Änderung von Vertragsinhalten und Preisen, oder auch mangelhaften Umgang mit persönlichen Daten. (GIGA.de)

Lesetipp: Sie habe sich “sehr sehr alt gefühlt” bei der Recherche über den neuen “SozialTV”-Sender “joiz”, beichtet Zeit.de-Autorin Anne-Kathrin Gerstlauer. Sie ist 24. (Zeit.de)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.