Home / Technik (page 2)

Technik

Alles, was das moderne Fernsehen braucht: Geräte, Gadgets, Hardware, Software

So wird Google Datenbrille “Glass” zur Live-TV-Kamera

Google-Datenbrille "Glass": Spannend, aber auch erschreckend

Google-Datenbrille “Glass”: Spannend, aber auch erschreckend

Die Verbindung von Googles umstrittener Datenbrille “Glass” mit einem Echtzeit-Videosignal ist sicherlich eine der technologischen spannendsten (und für viele sicher aber auch “erschreckendsten”) Entwicklungen überhaupt. Mit unzweifelhaft enormen wirtschaftlichen Potential. Für viele Branchenexperten war es deshalb schon etwas überraschend, dass sich das noch recht junge New Yorker Tech-Unternehmen “Livestream” den Auftrag des Internetkonzerns sichern konnte, “Glass” zur Live-TV-Kamera aufzurüsten.

Allerdings überzeugt Livestream bereits seit einiger Zeit mit seiner Technologie, die Live-Bewegtbilder unkompliziert und signalsicher mit kleinsten Aufwand überträgt. Für Google entwickelte Livestream eine spezielle App, mit der sich die Kamera der “Glass”-Brille sehr einfach per Sprachsteuerung bedienen lässt. In einem Interview mit BloombergTV-Anchorwoman Betty Liu gab Livestream-Mitgründer Philip Worthington jetzt erstmals ausgiebig Auskunft über das Projekt.

Die Kollegen von Engadget hatten bereits Gelegenheit, die App mit der Brille zu testen:



Vimote-App beamt Videos auf dem Fernseher

Vimote-App

Vimote-App: Schnell, unkompliziert, sicher

Es muss nicht immer “Chromecast”, “AppleTV” – oder ein gutes altes Überspielungskabel sein: Wer auf seinem Fernsehgerät im Wohnzimmer mal etwas anderes sehen möchte als Helene Fischer oder Tom Buhrow, sondern sein eigenes Videoprogramm genießen will, findet mittlerweile viele Möglichkeiten, Bewegtbild auf das TV-Gerät zu bringen. Aber kaum eine ist so smart wie Vimote.

Die von der Hamburger Agentur “Generation Digitale” entwickelte Smartphone-App für iOS-Geräte bedient sich dabei eines sehr praktischen, leider aber oft unterschätzten Features der Netzwelt, nämlich des QR-Codes. Der wird auf der Vimote-Player-Seite angezeigt, die man im Web auf dem Fernseher (oder natürlich auch Computerbildschirmen etc) aufruft. Per Scannen mit der Smartphone-App wird dann unkompliziert und sehr stabil die Verbindung zum Fernseher hergestellt. Nun können Videos, die man in der “Camera Roll” des iPhones oder iPads hat, auf dem großen Bildschirm laufen, dem Heimkino-Abend steht nichts im Weg.

Neben der unkomplizierten Handhabe ist ein Vorteil von Vimote die private, sichere Verbindung zwischen Abspielgerät und Bildschirm, die nicht ohne Weiteres gehackt werden kann. Ein noch bestehender Nachteil ist dagegen, dass bislang eigentlich nur selbst produzierte Clips aus der Camera Roll übertragen werden können, (mit ein paar Kniffen bekommt man aber auch Youtube- und andere Videos auf den Schirm). Bei der geplanten Android-Version, so “Generation Digitale”-Geschäftsführer Michael Reinermann werde es diese Restriktion wahrscheinlich nicht geben.

Für die Zukunft ist neben einer Android-App auch die Erweiterung der Übertragungsinhalte geplant, wie etwa Fotos,Texte oder Sound-Dateien. Und sicher ist die Vimote-Technik auch interessant für Firmen aus der Unterhaltungs- oder Telekommunikationsbranche. Wer Vimote mal ausprobieren möchte: Seit heute ist die App im iTunes-Store auch in einer (werbefinanzierten) Free-Version zu haben. Hier ist der passende Link

OneTV-News: Facebooks Spielgeld – zwei Milliarden für “Oculus”

Oculus-Datenbrille "Rift": "Das nächste, ganz große Ding"

Oculus-Datenbrille “Rift”: “Das nächste, ganz große Ding”

Investiert: Für satte 2,3 Milliarden Dollar kauft Facebook das ehemalige Kickstarter-Projekt “Oculus”, eine Hightech-Firma, die sich auf den boomenden “Virtual-Reality”-Markt spezialisiert hat. Facebook zahlt 400 Millionen Dollar in bar, rund 1,6 Milliarden Dollar in eigenen Aktien, sowie bis zu 300 Millionen Dollar zusätzlich, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Das junge Unternehmen Oculus hatte zuletzt mit seiner für den Sommer geplanten Datenbrille “Oculus Rift” für Aufsehen gesorgt, mit der man laut ersten Testberichten sehr glaubhaft in virtuelle Welten eintauchen kann, vor allem für die Gamesbranche ist “VR” der nächste ganz große Trend. Erst im Februar hatte Facebook mit einer anderen Milliardendeal bekannt gegeben: Den Kauf des Kurznachrichtendienstes “WhatsApp” ließ sich Mark Zuckerberg insgesamt 19 Milliarden Dollar kosten. (New York Times)

Nachgezogen: Beim Deutschland-Start des “Chromecast” in der vergangenen Woche war “Maxdome” im Gegensatz zu “Watchever” noch nicht dabei, doch nun hat der VoD-Anbieter auch eine App für Googles TV-Stick an den Start gebracht. (Digitalfernsehen.de)

Experiment: Der britische TV-Sender Channel4 zeigt in seinem Format “Gogglebox” Fernsehzuschauer, die Fernsehen schauen. Zu beobachten sind laut Peer Schader sehr amüsante, häufig frappierende und für Programmmacher mitunter auch frustrierende Reaktionen des “ganz normalen” TV-Publikums, das hinter Milliardendeals und NewTech-Spielzeugen oft in Vergessenheit gerät. (stern.de)

Erweitert: Kabel Deutschland schaltet Anfang April gleich 11 neue HD-Sender in seinem Portfolio auf: Die öffentlich-rechtlichen Sender 3Sat, BR, HR, KiKa, MDR, NDR, Phoenix, RBB, SWR, WDR und ZDFneo können allesamt ohne Smartcard empfangen werden. (Digitalfernsehen.de)

Trauer: Der als “Großvater des Internets” bekannt gewordene Amerikaner Peter Oakley, der unter seinem Youtube-Namen “Geriatric1927″ seit 2006 die weltweite Webvideogemeinde mit seinen Beiträgen rührte und erfreute, ist tot. Er starb 86jährig an Krebs. (Tubefilter)

Sehtipp: Die junge Youtube-Filmemacherin Anna Akana schockt ihre vielen weiblichen Fans mit einem harschenClip über Bulimie.

Sehtipp II: HTC bewirbt sein soeben vorgestelltes neues Smartphone “HTC One M8″ mit einem schlichten, aber sehr wirkungsvollen Werbespot mit Hollywood-Star Gary Oldman. (Techcrunch)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

Google Chromecast – das sagen die deutschen Tester

Seit gestern ist der “Chromecast” von Google auch in Deutschland im Handel erhältlich. Und (fast alle) Technik-Redaktionen des Landes haben sich den HDMI-Stick, der TV und Internet unkompliziert verbindet, jetzt näher angeschaut. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse dieser Tests in einer Presseschau zusammengetragen.

Stephan Serowy auf AndroidPit:
“Google bläst zum Angriff aufs Wohnzimmer. Die kleinen Bildschirme dominiert der Konzern aus Mountain View bereits, auf den mittelgroßen ist das Internet mit seinen Google-Diensten schon lange daheim. Der Fernseher ist der letzte und vielleicht lukrativste Bildschirm, der noch völlig Google-frei ist. Dank Chromecast wird dieser nun zur Erweiterung des Smartphones. Der unscheinbare kleine Stick ist erst der Anfang. (…) Hier geht es nicht um die Verbreitung von Android, auch macht Google kein Geld mit der Hardware, die zum echten Schleuderpreis unters Volk gebracht wird. Es geht darum, den Fernseher in die Google-Experience einzubinden, einen neuen Bildschirm zu erschließen und das mobile Internet vom kleinen Bildschirm zu befreien. Bereits jetzt arbeiten Tausende App-Entwickler an dem neuen Format, und uns erwartet ganz ohne Zweifel ein neuer Standard (und vermutlich auch ein neues Google-Verb in unserer Sprache – das “Casten”).”

André Kroll auf NDR.de:
“Die Option, Smartphone-Inhalte schnell per Knopfdruck auf dem TV abspielen zu können, hätte mich gereizt. Ausgerechnet da hat Chromecast mich geärgert. Warum bietet Google nicht von Haus aus das Spiegeln der Smartphone-Inhalte an, egal ob diese in der Cloud oder lokal gespeichert sind? So muss der User auf nicht so schicke Dritt-Apps zurückgreifen – unschön. Ich brauche Chromecast nicht: Ich surfe bequemer mit dem Laptop und verwalte und bearbeite dort Fotos leichter. Für Musik nutze ich das Smartphone, für Filme streamen die App meines Smart-TVs. Wer allerdings noch keinen internetfähigen Fernseher hat, aber einen mit HDMI-Eingang, und Online-Videotheken wie Watchever, Maxdome oder Googles Play Movies nutzen will, für den ist Chromecast die Lösung. Für 35 Euro kann man auch nicht viel verkehrt machen. Als reine Streamingmaschine ist der Stick top.”

Felix Disselhoff bei Meedia.de:
“Wer nicht abwarten möchte, bis etwa die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen auch Chromecast-kompatibel sind, kann einen kleinen Umweg wählen. Haben Sie den TV-Dongle in ihrem Netzwerk angemeldet, können Sie im Browser Chrome das Plugin “Chrome Cast” installieren. Anschließend lässt sich der komplette Inhalt eines Tabs auf den Fernseher streamen. So ist es etwa möglich, einen Web-TV-Stream über das heimische Netzwerk und Chromecast auf den Fernseher zu streamen. Allerdings ist hier mit Einbußen in der Qualität zu rechnen. Zudem befindet sich die Chrome Cast für den Browser noch im Beta-Stadium. Insofern kann es zu Abbrüchen bei der Übertragung kommen.”

Rainer Schuldt auf Computerbild.de
“Chromecast bietet viele Funktionen, die man auch von teureren Geräten wie Apple TV kennt. Einen Vorteil hat der Mediaplayer aus Cupertino aber: Apple integriert die auf Ihrer heimischen Festplatte gespeicherten Filme ohne Komplikationen – via iTunes. Eine solche Lösung müssen Sie bei Chromecast nachträglich installieren. Hierfür steht in Deutschland „Plex“ zur Verfügung. Plex besteht aus einer Server-Software, die dafür sorgt, dass Ihre Filme im Heimnetzwerk abrufbar sind, und einer App, über die Sie die Videos auf Smartphone/Tablet abspielen und von dort zu Chromecast übertragen.
Bei einem ersten Kurz-Test mit Plex kam es via Chromecast zu Aussetzern, wenn die Filme in Full-HD-Auflösung vorlagen. Offenbar ist der im Stick vorhandene Pufferspeicher nicht groß oder schnell genug, um ausreichend Daten vorzuhalten. Hier scheint Apple TV die Nase vorn zu haben.”

Matthias Kremp auf Spiegel Online:
“Chromecast ist ein typisches Google-Gerät: Kann viel, kostet wenig. Wie Googles Tablets und Smartphones wird er zu einem Kampfpreis angeboten, der die Offerten der Konkurrenz deutlich unterbietet. In Deutschland kostet er nur 35 Euro. Google kann sich das leisten, weil der Konzern mit der Hardware kein Geld verdienen muss. Vielmehr soll sie Anwender dazu bringen, Googles Dienste häufiger, intensiver und länger zu nutzen. Häufiger und intensiver als die meisten Smart-TV-Funktionen wird man die Streaming-Möglichkeiten des Chromecast vermutlich wirklich nutzen. Schon weil es so einfach ist, ganz im Gegensatz zu den oft undurchschaubar verschachtelten und langsamen Benutzeroberflächen der angeblich so smarten Fernseher.”

Eike Kühl bei Zeit Online:
“Google möchte erreichen, dass möglichst viele Apps mit Chromecast funktionieren. Unter dem inoffiziellen Projektnamen Google Cast plant der Konzern, ein komplettes Streaming-Ökosystem zu errichten. Die Chromecast-Technik soll dabei gemeinsam mit dem mobilen Betriebssystem Chrome OS und dem Chrome-Browser im Mittelpunkt stehen. Für die Chromecast-Nutzer bedeutet diese Initiative im besten Fall schon bald mehr Auswahl bei den unterstützten Apps. Das wäre gerade für das deutsche Angebot wichtig. Denn zum Verkaufsstart ist Chromecast eigentlich nur für Nutzer von Streaming-Portalen wie Watchever und YouTube interessant, die einen günstigen und einfachen Weg suchen, um die Inhalte auf den TV-Bildschirm zu übertragen. Als universelle Schnittstelle zwischen Fernseher, mobilen Geräten und Computer ist Chromecast zurzeit nur bedingt und mit etwas Improvisationstalent zu gebrauchen. Der kleine 35-Euro-Stick hat aber Potenzial für die Zukunft.”

Und für alle, die es verpasst haben: Hier ist auch noch einmal unsere Einschätzung zum Chromecast.

Datenbrille “Google Glass” wird zum Second Screen

Google Glass, die viel diskutierte “Datenbrille” des US-Konzerns, wird immer mehr auch zum Objekt von Entwicklern im TV- und Videobereich. Nun stellte der niederländische Telekommunikationskonzern KNP eine zusammen mit der Tech-Agentur “Accenture” entwickelte Erweiterung von Google Glass vor, die sich sowohl als Steuerungsinstrument wie auch als Second-Screen-Applikation während des TV-Konsums nutzen lässt.

(Credit: Demo-Video KNP/Accenture)