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Netflix zahlt 2 Millionen pro “Blacklist”-Episode

US-Erfolgsserie "The Blacklist": Wettrennen um die besten Stoffe

US-Erfolgsserie “The Blacklist”: Wettrennen um die besten Stoffe

Überhitzt: Exklusivität auf dem TV-Markt wird immer kostspieliger: Stimmen Medienberichte aus den USA, zahlt Netflix erstaunliche zwei Millionen Dollar pro Episode, um sich die alleinigen Streaming-Rechte an der NBC-Serie “The Blacklist” zu sichern. Das Rennen um exklusive, hochwertige Serien- und Film-Stoffe hat sich in den vergangenen Monaten extrem beschleunigt, auch Free-TV-Sender wie RTL sind davon mittlerweile massiv betroffen, wie RTL-Chefin Anke Schäferkordt vor wenigen Tagen in einem DPA-Interview berichtete. (Deadline.com)

Ankündigung: Google möchte Werbung auf Youtube attraktiver (und wohl auch teurer) machen. Man arbeite an Tools, die durch “besseres Tracking und ausführlichere Zielgruppenanalysen” eine “hochwertigere Markenkommunikation” für Werbetreibende ermöglichen, sagt Google-Werbechef Sridhar Ramaswamy in einem ausführlichen Adweek-Interview.

Strategie: Als Line-Extension ins Netz und damit zu den Zuschauergruppen der Zukunft soll die neue Webserie “Who Am I” dienen, die das TV-Netzwerk OWN von US-Talkstar Oprah Winfrey gestern auf der eigenen Webseite gestartet hat. Die Interview-Serie, die “interessante Menschen und ihre Geschichten” präsentieren soll, wird in den Youtube-Studios in Los Angeles produziert, um “den Spirit einer neuen Generation zu spüren”, wie ein OWN-Sprecher schwärmt. (Tubefilter)

Analyse: Die Nutzergruppen der Videostream-Angebote deutscher TV-Sender unterscheiden sich teilweise erheblich, einzelne Formate verzeichnen bis zu 97 Prozent Frauenanteil in der Zuschauerschaft. Das zeigen die nun erstmals veröffentlichten Strukturdaten der AGF. (DWDL.de)

Netflix 2: Nach dem Vorbild seiner erfolgreichen Eigenproduktionen “House of Cards” und “Orange is the new Black” bereitet Netflix auch spezielle Serienstoffe für den europäischen Markt vor: Unter dem Titel “Marseille” wird der VoD-Anbieter ab Frühjahr 2015 eine Politkrimi-Serie produzieren lassen. (Serienjunkies.de)

Kritik: Die Premiere von RTLs interaktiver Casting-Show “Rising Star” ist missglückt, urteilt Alexander Krei auf DWDL.de

Lesetipp: Felix Gillette beschreibt in einem sehr ausführlichen und gelungenen Stück für Businessweek die erfolgreiche MCN-Szene in Hollywood, die in wenigen Jahren das Bild von Youtube komplett neu geprägt hat – und nun zum begehrten, millionenschweren Kaufobjekt großer Medienkonzerne geworden ist.

Jennifer Sky: Ein Teenie-Model rechnet auf Youtube ab

Ex-Model Jennifer Sky (1992 und heute): Zornige Abrechnung mit der Modeindustrie (Fotocredit: Jennifer Sky/Youtube)

Ex-Model Jennifer Sky (1992 und heute): Zornige Abrechnung mit der Modeindustrie
(Fotocredit: Jennifer Sky/Youtube)

Jeder kann zum Sender werden – das ist mehr als ein digitaler Werbespruch. Im Zeitalter von Youtube können auch Menschen innerhalb kürzester Zeit ihre Anliegen weltweit verbreiten, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Chance auf Gehör gefunden hätten. Auch deshalb hat Jennifer Sky für ihre Abrechnung mit der Modebranche ein eigenes Video für Youtube produzieren lassen. Viele etablierte Medien hätten aus Angst vor wichtiger Werbekundschaft möglicherweise Bedenken gehabt, über ihre Erinnerungen zu berichten.

Tatsächlich sind die Aussagen von Jennifer Sky, die jetzt als Schauspielerin arbeitet, nicht schmeichelhaft für die milliardenschwere Branche: Die heute 37-jährige Amerikanerin  arbeitete als Teenie-Model in den 90-er Jahren, war ohne ihre Eltern auf Engagements in Asien, Europa und Südamerika. Doch ihre Agentur, die ihr Schutz und Betreuung garantiert hatte, habe sie nur ausgenutzt, klagt Jennifer Sky nun in ihrem Clip mit dem Titel “Stoppt den Missbrauch von Kindern in der Modeindustrie”. Sie hätte viele harte, lange Arbeitsschichten absolvieren müssen, sei oft verloren am Set unter lauter Fremden gewesen, auch sexuelle Belästigung habe zu ihrem Alltag gehört. Das, was sie erlebt habe, sei immer noch gang und gäbe in der Szene, begründet Sky ihre Initiative.

Der Trend nach ganz jungen Models ist ungebrochen

Tatsächlich ist in der Modebranche der Trend nach ganz jungen Models noch ungebrochen.  54 Prozent der Models starten ihre Karriere bereits mit 16 oder jünger, Agenturen werben Mädchen bereits mit 13 Jahren an. Viele Modezeitschriften veröffentlichen Fotos von minderjährigen Mädchen, die “auf alt”, also auf Twen-Alter, getrimmt werden. Nur langsam komme Hoffnung auf, so Sky weiter: “In New York wurde nun ein Gesetz erlassen, dass Kinder-Models die gleichen Rechte garantiert wie anderen Kinder-Arbeitern. Arbeitsstundenbeschränkung an Abenden unter der Woche und generelle Arbeitsstundenbeschränkungen am Set. Doch wir fordern ein allgemein gültiges Gesetz, welches den Models Begleitpersonen und Tutoren zusichert, sowie dafür sorgt, dass das Gehalt der Kinder sinnvoll angelegt wird, um Kinder im ganzen Land zu schützen!”

Ein Ziel hat Jennifer Sky jedenfalls schon erreicht: Ihre Botschaft auf Youtube haben bereits mehr als 130.000 Menschen gesehen.

Gemeinsam gegen die Krise: Webvideo-Branche im Umbruch

Mediakraft-Star "LeFloid": Harter Konkurrenzkampf auf Youtube

Mediakraft-Star “LeFloid”: Harter Konkurrenzkampf auf Youtube

Die Meldung kam überraschend, und sie kann zu einem Meilenstein für die digitale Bewegtbildlandschaft werden: Neun große Webvideo-Netzwerke (sogenannte MCNs) aus den USA haben sich zur “Global Online Video Association” (GOVA) zusammengeschlossen, einer weltweit agierende Interessenvertretung der Webvideo-Branche. Der Verband wolle sich zunächst vor allem für eine Angleichung  technischer Standards und einer signifikanten Verbesserung der Vermarktungssituation im Online-Bewegtbild einsetzen, ließen GOVA -Vorstandsmitglieder verlauten.

Die Gründung der GOVA spiegelt paradoxerweise sowohl das wachsende Selbstbewusstsein der noch jungen Branche, als auch ihre Probleme wider: Zum Einen drängen immer mehr klassische TV-Vermarkter ins Web und verschärfen die Konkurrenzsituation dort immens. Zum anderen sind trotz nach wie vor boomender Entwicklung auf der Userseite, nachhaltige Finanzierungsmodelle noch kaum etabliert, der erfolgsverwöhnten Onlinevideoszene droht eine erste echte Krise. Vor allem der Preisverfall bei der Videowerbung auf der größten Plattform Youtube, aber auch anderswo, zwingt die Netzwerke, die sich bislang untereinander nicht sonderlich kooperativ gegeben haben, neue Wege zu gehen.

Große deutsche Webvideo-Netzwerke äußern sich positiv über den neuen Lobbyverband. So unterstreicht Christoph Poropatits, Vizepräsident des Marktführers “Mediakraft”: “Die GOVA ist eine tolle Initiative.” Das Mediakraft-Netzwerk, das führende Youtube-Künstler wie  Y-Titty oder LeFloid unter Vertrag hat, stehe im engen Kontakt zu den GOVA-Mitgliedern und arbeite schon jetzt “mit vielen MCNs zusammen, sowohl bei der gegenseitigen Erweiterung der Zielgruppen als auch auf der Ebene der Künstler”.  Diese Zusammenarbeit wolle man in Zukunft noch intensivieren, so Poropatits.

Auch Claudia Murawski vom Berliner Netzwerk “Divimove”, dem größten europäischen MCN, spricht von einem “positiven Zeichen einer sich entwickelnden Industrie”. Der Start von GOVA setze neue Standards, so Murawski weiter:  “Er gibt den MCNs die Möglichkeit, in die wichtigen digitalen Medienunternehmen zu wachsen, die sie sind.” Auch Divimove könnte sich eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Netzwerken vorstellen. Man untersuche dafür schon jetzt “die Möglichkeiten für den europäischen Online-Video-Markt.”

Für Markus Hündgen, den Geschäftsführer der European Web Video Academy (EWVA) und einen der besten Kenner der Szene, ist eine verstärkte Kooperation zwischen den Netzwerken mehr als dringend erforderlich: “Wir wissen seit geraumer Zeit um die drückenden Probleme der Videoproduzenten und ihrer Netzwerke.” Hündgen kündigt deshalb (“als neutrale Instanz”) eine eigene Initiative der EWVA an: “Wir werden am Vortag des Webvideopreises, also am 23. Mai,im Rahmen eines Summits zum ersten Netzwerk-Gipfel nach Düsseldorf einladen. Auf der Tagesordnung stehen unten anderem die sinkenden Werbeerlöse auf YouTube und ihre Folgen für unsere Branche.”

Ralf Klassen

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TV-Quoten-Diskussion: Marktanteile für Milchmädchen

TV-Quoten-Messbox: Wie ein Milchmädchen auf dem Markt  (Fotoquelle: AGF)

TV-Quoten-Messbox: Wie ein Milchmädchen auf dem Markt
(Fotoquelle: AGF)

Ein sehr guter FAZ-Artikel meines geschätzten Kollegen Claudius Seidl über die deutsche TV-Quoten-Lüge macht gerade in den Sozialen Netzwerken die Runde. Der Bericht beschreibt sehr gut, wie die Fernsehbranche mithilfe von irreführenden Zahlen ein falsches Bild der Zuschauerzahl in Deutschland zeichnet – lässt jedoch ein kleines, aber wichtiges Detail noch außer Acht. Mit der Einführung des so genannten “Marktanteils” (MA) vor einigen Jahren – das ist die Prozentzahl, die immer im Zusammenhang mit der Quote genannt wird, haben die Sender ein eigenes “Zahlungsmittel” etabliert, das perfekt die wahre Lage verschleiert.

Denn diese “14,5” oder “22,1” Prozent, mit der die Sender vor allem in der PR hantieren, bilden natürlich nicht 14,5 Prozent von 100 potentiellen TV-Zuschauern in Deutschland ab, sondern 14,5 Prozent aller Menschen, die an diesem Abend lineares Fernsehen geschaut haben (und sich dabei auch noch haben messen lassen). Das Tolle an dieser Nebelbombe ist, dass die Prozentzahl immer gleich bleibt, auch wenn der Markt ständig schrumpft. Mit diesem Rechnungstil freut sich auch das Milchmädchen immer noch, wenn es nur noch einen halben Liter Milch an einen von zwei Milchkäufern auf dem Markt verkauft: “50 Prozent MA !”

Das Üble daran ist, dass sich viele TV-Verantwortliche, obwohl sie es natürlich besser wissen, mit diesen Milchmädchen-Zahlen selbst beruhigen. Und dass einige Medienjournalismusfachkollegen diesen PR-Sprech ganz selbstverständlich nachplappern.

Ralf Klassen

Der große Moment des Dale Hansen

Dieser Mann ist unser Held der Woche, ach was, des Monats, mindestens: Dale Hansen, Sportkommentator aus Dallas / Texas. Was war passiert?

Es begann damit, dass sich der hochtalentierte College-Football-Spieler Michael Sam am Wochenende als schwul outete, als erster aktiver Footballspieler überhaupt, und das sogar kurz vor den sogenannten “NFL Drafts”, den wichtigen Entscheidungen, welcher Profiverein welche talentierten Nachwuchsspieler akquirieren darf.
Und “natürlich” meldeten sich daraufhin etliche anonyme Footballexperten zu Wort, die Sam wegen seines Qutings kaum noch Chancen auf einen Profivertrag einräumten. Das sei schließlich doch ein “Männersport”. In der Kabine könne es mit einem schwulen Footballspieler schon Probleme geben. Und so weiter und so fort, im unsäglichen Ton. Es war eine üble Diskussion, die dort begann.

Dann kam Dale Hansen. Wie gesagt: Sportkommentator für ABC aus Dallas / Texas. Eine Institution unter Football-Fans. Und ließ in seinem Kommentarformat “Unplugged” seine ganze Wut über die Bigotterie und Heuchelei im Football raus…

Auch das ist die einmalige Kraft des Fernsehen. Und Dale Hansen wird – zumindest von großen Teilen seiner Zuschauer – dafür gefeiert. Aber wann hat man von einem deutschen Sportkommentator jemals solche Worte gehört?

Und hier ist noch einmal der Originaltext von Hansen:

It was quite a weekend.
That little dust-up in Lubbock Saturday night, and then on Sunday, Missouri’s All-American defensive end Michael Sam — the SEC’s defensive player of the year and expected to be a third to fifth-round pick in the NFL draft — tells the world he’s gay.
The best defensive player in college football’s best conference only a third to fifth round NFL pick? Really? That is shocking, and I guess that other thing is, too.
Michael Sam would be the first openly gay player in the NFL; says he knows there will be problems… and they’ve already started.
Several NFL officials are telling Sports Illustrated it will hurt him on draft day because a gay player wouldn’t be welcome in an NFL locker room. It would be uncomfortable, because that’s a man’s world.
You beat a woman and drag her down a flight of stairs, pulling her hair out by the roots? You’re the fourth guy taken in the NFL draft.
You kill people while driving drunk? That guy’s welcome.
Players caught in hotel rooms with illegal drugs and prostitutes? We know they’re welcome.
Players accused of rape and pay the woman to go away?
You lie to police trying to cover up a murder?
We’re comfortable with that.
You love another man? Well, now you’ve gone too far!
It wasn’t that long ago when we were being told that black players couldn’t play in “our” games because it would be “uncomfortable.” And even when they finally could, it took several more years before a black man played quarterback.
Because we weren’t “comfortable” with that, either.
So many of the same people who used to make that argument (and the many who still do) are the same people who say government should stay out of our lives.
But then want government in our bedrooms.
I’ve never understood how they feel “comfortable” laying claim to both sides of that argument.
I’m not always comfortable when a man tells me he’s gay; I don’t understand his world.
But I do understand that he’s part of mine.
Civil rights activist Audre Lord said: “It is not our differences that divide us. It’s our inability to recognize, accept, and celebrate those differences.”
We’ve always been able to recognize ‘em. Some of us accept ‘em.
And I want to believe that there will be a day when we do celebrate ‘em.
I don’t know if that day’s here yet. I guess we’re about to find out.
But when I listen to Michael Sam, I do think it’s time to celebrate him now.

OneTV-News: Hulu ist Werbers Liebling

Hulu-Dokumentation "My Side of the Sky": Perfektes Werbeumfeld, weil selbst produziert.

Hulu-Dokumentation “My Side of the Sky”: Perfektes Werbeumfeld, weil selbst produziert.

Ein Geschäft mit Signalwirkung für die TV-Agenturbranche? Das könnte der jüngste Deal zwischen der US-Videostreamingplattform Hulu und “GroupM Entertainment”, eines vor allem in Bereich TV operierenden Zweigs der weltweit agierenden Agenturvereinigung “GroupM”, werden. Denn die Werber finanzieren nicht nur, sondern produzieren auch gleich selbst für Hulu die Dokumentation “My Side of the Sky”, eine mehrteilige Serie über junge “Action-Sport”-Athleten. Die Serie ist perfekt auf die “GroupM”-Werbekundschaft ausgerichtet, sie “sendet eine Botschaft, die viele unserer Kunden unterstützen”, so Peter Tortorici, weltweiter GroupM-Entertainment-Chef. (Media Post)

Die deutschen Fernsehsender brauchen mehr “Mut und Innovationen”. Skeptisch hat sich Oliver Berben, einer der bedeutendsten TV-Produzenten Deutschlands, im Interview mit der W&V (nicht online) über die Zukunft seiner Branche geäußert. “Das Problem ist, dass die klassische Auswertungskette an Bedeutung verliert und als Finanzierungsquelle bröckelt.” Die neuen Verwertungswege seien aber “noch kein Äquivalent zur Finanzierung”. (Zusammenfassung bei dwdl.de)

Zahl des Tages: Über 14 Millionen Menschen sahen zu, als US-Talkshow-Star Jay Leno seine letzte “Late-Night”-Show absolvierte. So eine Quote hatte Leno zuletzt vor fast 16 Jahren mit der Abschiedsvorstellung von Jerry Seinfield erreicht. (New York Times)

Buzzfeed, das US-Newsportal, das mit schrillen Meldungen und skurrilen Listen das Netz erobert, steigt nun auch verstärkt in das TV-Geschäft ein. Die Amerikaner wollen das eigene Interviewformat “Buzzfeed Brews”, das in Kooperation mit CBS produziert und im Rahmen der bekannten “Morning Show” des TV-Senders ausgestrahlt wird, massiv erweitern. (Tubefilter)

Hintergrund: Eine der größten Herausforderungen für das Fernsehen der Zukunft ist die Frage, wie die immer größer werdenden TV-Datenströme sicher und mit guter Qualität zum Kunden gebracht werden können. In den vergangenen Wochen hat Akamai, einer der größten Streamingprovider der Welt, einige neue Lösungen präsentiert, die die Kollegen von “V-Net” hier zusammengefasst haben.

Gehören Sie auch zu den Betroffenen, die in den vergangenen Tagen massiv unter der Welle der “Look-Back”-Videos auf Facebook gelitten haben? Diesen per maschineller Software für (fast) jeden User automatisch erstellten Bewegtbild-Clips, mit dem Facebook seinen 10. Geburtstag feierte. Dann haben wir schlechte Nachrichten für Sie. Denn kaum ist die Welle dieser doch meist arg zusammen gestümperten und mit rührseliger Musik unterlegten Videos halbwegs vorbei, meldet Facebook nun, dass es demnächst für jeden User möglich sein wird, sein “Look-Back”-Video noch einmal individuell zu bearbeiten und neu hochzuladen. Wir sind dann mal off… (Mashable)

Aus der Rubrik “Worauf wir uns sehr freuen”: Am 4. April startet auf HBO die neue Comedy-Serie “Silicon Valley”, über eine Gruppe von Nerds, die sich im Hightech-Mekka-Wonderland mit mässigem Erfolg durchschlagen. Endlich mal ein Gegenentwurf zu all dem Hype über das Tal der Milliardäre Der Plot und der erste Trailer, veröffentlicht auf re/code, machen jedenfalls Lust auf mehr.

Lesetipp: Auch die FAZ hat jetzt die Veränderungen in der TV-Landschaft erkannt und präsentiert spät, aber noch einmal mit vielen Zitaten der Protagonisten und sehr übersichtlich den Frontverlauf zwischen linearem und On-demand-Fernsehen. Ergebnis: Alle sind irgendwie gespannt – und natürlich überhaupt keiner nervös. (FAZ.net)

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OneTV-News: Für Twitter ist noch lange nicht Sendeschluss

Twitter ist auch als "Second Screen"-Plattform erfolgreich

Twitter ist auch als “Second Screen”-Plattform erfolgreich

From Hero to Zero: Kaum verliert man mal eine schlappe halbe Milliarde Dollar, mag die Welt einen schon nicht mehr. So ähnlich muss es den Angestellten einer Firma namens Twitter gegangen sein, als sie die veröffentlichte Meinung über ihre – neutral betrachtet – bescheidenen Quartalszahlen verfolgten. Bashing, wohin man schaute: zu wenig User, zu wenig Visits, zu viele Medienleute als Stammpublikum. Nun ja, vielleicht kommen die Schwanengesänge von der Börse doch etwas zu früh für ein Unternehmen mit weltweit 250 Millionen Kunden und einer globalen Medienmarkenpräsenz, auf die CNN in seinen besten Tagen neidisch gewesen wäre. Und dann war da ja noch diese Idee vom Lance Ulanoff, dem Starautoren von Mashable: “Only Twitter TV Can Save Twitter”

Neuer Reichtum macht leichtsinnig: Kaum schreibt Sky Deutschland zum ersten Mal in seiner Geschichte schwarze Zahlen, genauer gesagt: ein schwarzes EBITDA, verschenkt es sein Online-Zusatzangebot “Sky GO” gratis an alle Kunden. Zuvor hatte der für Smartphones, Tablets und PCs optimierte Dienst Extra-Geld gekostet. Zusätzlich will Sky den immer populäreren mobilen Service im Laufe der nächsten Monate komplett umbauen. (dwdl.de)

Der absolute Held auf Youtube derzeit nennt sich “Sir Fedora”, ist ein schüchterner kleiner amerikanischer Junge und erlebt dank einer süßen Geschichte im Netz-Sammelsurium Reddit gerade einen Fan-Ansturm in den Sozialen Medien. Ob “Sir Fedora” echt oder ein Marketing-Gag ist, ist allerdings noch offen. (Tubefilter)

Nicht nur in Europa, sondern auch in den USA werden derzeit offensichtlich die Grenzen des immer üppiger werdenden Datenstroms erreicht. Was hierzulande vor allem am Abend bei Video-on-demand-Diensten wie Maxdome oder Watchever immer häufiger zu beobachten ist, nämlich eine deutliche Verminderung der Streamingqualität, beschäftigt nun auch die US-Technikportale. In der Primetime seien Anbieter wie Netflix oder Hulu sehr oft von Störungen und Aussetzern betroffen, berichtet GigaOm. Grund dafür seien die mit der immer höheren Auslieferungsqualität vollkommen überlasteten Serverstrukturen.

Nächster Versuch: Amazon startet eine neue Welle seiner Pilot-Offensive. Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Amerikaner insgesamt 10 neue Serienformate auf ihrem “Instant-Video-Service” vorstellen, aus denen dann nach Abrufzahlen und Publikumsfeedback eine oder mehrere Ideen ausgewählt und produziert werden. (Hollywood Reporter)

Mutige Franzosen: Statt einer aufwendigen TV-Kampagne bewirbt Peugeot sein neues Modell RCZ R ausschließlich über Instagram- und Vine-Videos. (Lead Digital)

Länger als man denkt… sind nach einer neuen Studie die Werbespots auf Youtube, die den meisten Umsatz machen. (econsultancy.com)

Software-Tipp: Wie das kleine Start-up “Vidyo” aus den Hangouts von Google+ RICHTIG tolle Webcam-Konferenzen zaubert, erklären die Kollegen von re/code.

Veranstaltungshinweis: Der wie gewöhnlich gut besetzte, nächste newTV-Kongress in Hamburg findet am 3. April diesen Jahres statt. Das diesjährige Motto lautet: “everybody >> everything – The new formula for media success?” (Veranstalterinfo)

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Gigantischer Boom für Mobile Video

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Ein nahezu unglaubliches Wachstum wird der weltweite mobile Videomarkt in den nächsten Jahren erleben. Eine aktuelle Studie des führenden Servernetzbetreibers Cisco prognostiziert eine sagenhafte Steigerung des mobilen Bewegtbilddatenverbrauchs um das 14-Fache innerhalb der nächsten fünf Jahre. 2018 werde der Videoanteil im mobilen Netz fast 70 Prozent betragen, so die Cisco-Studie. Wachstumstreiber seien vor allem neue, auf Mobile zugeschnittene Videoangebote und immer günstigere Flatrates der Provider. (Videonuze)

Es ist ein historischer Tag in der Geschichte von Sky Deutschland. Zum ersten Mal kann der PayTV-Sender schwarze Zahlen verkünden, genauer gesagt ein positives EBITDA von 35 Millionen Euro. (Sky-Pressemeldung)

Susan Wojcicki heißt die neue Chefin von Youtube. Die Google-Mitarbeiterin der ersten Stunde und derzeitige Vizepräsidentin des Konzern-Werbegeschäftes beerbt Salar Kamangar, der für Sonderprojekte bei Google verantwortlich bleibt. (re/code)

Die BBC hat ihre Vorreiterrolle bei der Transformation in einen modernen, digitalen Sender wieder einmal eindrucksvoll bewiesen: Der BBC “iPlayer”, das Video-on-Demand-Angebot der Briten verzeichnete 2013 über drei Milliarden Videoabrufe, eine immense Steigerung um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (C21Media)

Ist der traditionelle TV-Zuschauer doch eher bequem und nicht interaktiv interessiert? Diese alte Vermutung wird von einer neuen Studie aus den USA gestützt, die der dort sehr beliebte Festplatten-Videorekorder-Service TiVo erhoben hat. Danach wollen über drei Viertel aller Zuschauer weder Zusatzangebote zu Sendungen wahrnehmen noch mit anderen Zuschauern außer der eigenen Familie über das Programm diskutieren.(Hollywoodreporter.com)

Das klassische US-TV-Geschäft leidet unter den neuen Konkurrenten wie Netflix, Hulu oder Amazon – aber für hochpreisige PayTV-Anbieter wie HBO oder Showtime gilt das offensichtlich nicht. Diese legten nun erstaunliche Wachstumszahlen vor, mit über drei Millionen neuer Kunden allein 2013. (LA Times)

Amazon macht sich fit für das Geschäft mit Online-Video-Werbung. Der Handelsgigant, der sein Videoinhalte-Angebot seit einigen Wochen massiv ausbaut, hat nun die Video-Ad-Agentur “Free Wheel” gekauft, zunächst, um die Werbeflächen seines eigenen “Prime”-Videoportals besser auszulasten. Experten rechnen aber damit, dass dies nur der erste Schritt von Amazon in den nach wie vor boomenden Markt der Webvideo-Werbung ist. (re/code)

Die von der Arbeitsgemeinschaft Forschung vorgelegten ersten Ergebnisse der Streamingmessung, die endlich auch die Netzabrufe von TV- und Videoangeboten abbilden soll, sind mehr als dürftig und überhaupt nicht aussagekräftig ausgefallen. Der Grund: Zu viele Anbieter fehlen noch in dem Quotenpanel. Die AGF verspricht erste relevante Zahlen nun für Anfang 2015. (dwdl.de)

Lesetipp: Kayle Vanhemert stimmt für “Wired” mal nicht in den allgegenwärtigen “Netflix-ist-das-Größte”-Kanon ein, sondern übt sich in Detailkritik an dem gehypten Videostreamingdienst. Um richtig erfolgreich zu werden, müsse Netflix noch viel von der simplen, aber effektiven Zuschaueransprache des klassischen Fernsehens lernen. (Wired)

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