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Last-Minute-Kampf um die Maker Studios

"Maker Studios" Logo:  Youtube-Netzwerk mit 5,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

“Maker Studios” Logo: Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

Weiter Verwirrung um die Zukunft der Maker Studios. Noch vor wenigen Tagen schien es ganz sicher, dass Disney das weltweit größte Youtube-Netzwerk für insgesamt bis zu 950 Millionen Dollar (Garantie plus Optionen für bestimmte Zielerreichung) kauft. Dann überraschte Ende vergangener Woche die Meldung, dass Ex-Maker-Chef Danny Zappin und drei andere ehemalige Mitglieder des Vorstandes Klage gegen den Verkauf an Disney eingereicht haben, wegen “betrügerischer” Fehler im Zuge ihrer Kündigung.

Heute nun kam die Nachricht, dass die US-Filmgesellschaft “Relativity Media” ebenfalls ein Kaufangebot für Maker Studios auf den Tisch gelegt hat. Relativity bietet 500 Millionen US-Dollar in eigenen Aktien plus möglichen 400 Millionen Dollar. Hinzu kommen als Lockprämie für das Top-Personal noch 100 Millionen Dollar in Form eines Bonustopfes, der für Manager und Stars des Konzerns gedacht ist.

Die unerwartete Kaufofferte kommt einen Tag, bevor die Aktionäre von Maker über den Verkauf an Disney abstimmen sollen. Da man in der Branche davon ausgeht, dass Disney und Maker eine sehr feste Vorabvereinbarung geschlossen haben, wird dem Relativity-Angebot nicht viele Chancen eingeräumt. Merkwürdig bleiben aber Art und Umfang des vorgeschlagenen Last-Minute-Deals.

Und auch aus Deutschland gab es News über Maker. Das “Handelsblatt” hatte in seiner Montagausgabe berichtet, dass das MCN noch in diesem Jahr eigene Studio-Kapazitäten hierzulande aufbauen möchte. Wie Maker-Vorstandsmitglied René Rechtman der Zeitung sagte, bevorzuge er als Standort Berlin. Im Gespräch seien aber auch Köln und München. Nach Ansicht Rechtmans haben manche deutsche YouTube-Stars das Zeug zu einer internationalen Karriere.

OneTV-News: Barack Obamas perfekte Youtube-Strategie

Barack Obama mit Youtube-Stars: Neue Politikformate für junge Zuschauer

Barack Obama mit Youtube-Stars: Neue Politikformate für junge Zuschauer

Vorbildlich: Barack Obamas Social-Media-Offensive, mit der der US-Präsident seine Gesundheitsreform bei einem jüngeren Publikum bewarb, sollte für jedes Unternehmen und Kampagnen in dieser Zielgruppe beispielhaft sein, analysiert Brendan Gahan für Tubefilter. Vor allem Obamas Kooperation mit führenden Youtube-Künstlern habe enorme Wirkung im Web gezeigt. Die Akzeptanzwerte des Präsidenten und seiner Politik seien bei Jugendlichen innerhalb kürzester Zeit exorbitant gestiegen.

Fehldisponiert: Amazons neue Set-Top-Box “Fire TV” ist bei Amazon ausverkauft. (Recode)

Verpflichtet: Richard Gutjahr, einer der bekanntesten deutschen Blogger, wird ab Mai für den Westdeutschen Rundfunk nicht nur Nachrichtensendungen moderieren, sondern auch neue Web-Formate entwickeln. Bereits vor zwei Jahren hatte Gutjahr zusammen mit anderen die interaktive “Rundshow” für den BR moderiert. (Clap-Club)

Interaktiv: ProSieben nimmt mit der Musikshow “Keep Your Light Shining” laut Eigenbeschreibung “als erster Sender weltweit” ein Castingformat mit Live-App-Voting ins Programm. Die Münchner kommen mit dem Start am 22. Mai der nationalen Konkurrenz von RTL zuvor, das seine ganz ähnliche Show “Rising Star” wohl erst später launchen wird. (Kress.de)

Überrascht: Vor allem dank des sensationellen Starterfolges von Jimmy Fallon bei der “Tonight Show” blickt der US-TV-Konzern NBC sehr optimistisch in die nahe Zukunft. Auch Rivale CBS glaubt an ein Wiedererstarken des klassischen TV, bei Zuschauern und Werbetreibenden. Entscheidend sei dabei die hohe Qualität neuer Inhalte bei Shows und Serien. (New York Times)

Ausgerechnet: Youtube schadet der Musikindustrie mehr als gedacht. Zu diesem Schluss kommen zumindest Wissenschaftler der University of Colorado, die nun die Plattenverkäufe von Warner im Jahre 2009 analysierten – einer Phase, in der Warner gegen die Verbreitung von Songs auf Youtube vorgegangen ist. Gerade Top-Alben haben sich demnach in dieser Zeit deutlich besser verkauft. (Computerwelt.at)

Lesetipp I: Hans Hoff fordert für DWDl.de das “Ende des Formatfernsehens”. Warum, z.B. müsse ein “Tatort” jedes Mal 89 Minuten dauern, wenn die Geschichte doch nach 60 Minuten auserzählt sei? Zudem wachse “eine Generation von jungen Menschen heran, denen es völlig wurscht ist, wann etwas wo läuft. Sie wollen ihre Sendung genau dann sehen, wenn sie sie sehen wollen. So was lässt sich einrichten.

Lesetipp II: Philip Oltermann analysiert für den “Guardian” die deutsche TV- und Webvideolandschaft und vor allem die europaweit erstaunlichen Karrieren von deutschen Youtube-Stars wie Y-Titty, Grohnk oder LeFloid. Fazit: “Among the educated bourgeoisie in the big cities, not owning a TV set has become a matter of pride.”

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OneTV-News: Das Fernsehen erobert Youtube

Webvideo-Erfolgsformat "Honest Trailers": Das klassische Fernsehen erobert Youtube

Webvideo-Erfolgsformat “Honest Trailers”: Das klassische Fernsehen erobert Youtube

Vereinigt: Youtube wird immer mehr zum Marktplatz für das klassische TV. Die Videoplattform veröffentlichte jetzt eine neue Studie, die zeigt, wie immens der Anteil von Inhalten gestiegen ist, die direkt oder indirekt mit Fernsehformaten zu tun haben. Meist handelt es sich dabei um Trailer oder exklusive Spin-offs, die von den TV-Produzenten ins Netz gestellt werden, wie etwa bei der geschickten Vermarktungsstrategie von TV-Stars wie Jimmy Fallon. Auch die Zahl der Webvideo-Produktionen, die sich mit TV-Stoffen beschäftigen, ist enorm gewachsen. Das zeigen zum Beispiel auch Erfolge wie des Youtube-Kanals “ScreenJunkies”, der mit seinem Parodieformat “Honest Trailers” regelmäßig Millionen von Anrufen erzielt. Ein weiterer Grund für den Boom von TV-Inhalten auf Youtube ist zudem das verbesserte Mobilangebot der Plattform, das von vielen Zuschauern als “Second Screen” während der Fernsehzeit genutzt wird. (Tubefilter)

Ambitioniert: CNN will mit seinem neuen “Your 15 Second Morning”-Format, das exklusiv auf Twitter zu sehen sein wird, neue, junge Zielgruppen erreichen. Dazu gründet das News-Network seine Produktionseinheit “Digital Studios”, die hauptsächlich Content für das Web herstellen soll. (Wall Street Journal)

Erhöht: Nach der Integration von sechs Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe hat der TV-Streamingdienst Zattoo nun die Preise für sein Angebot erhöht: Für einen Monat kann der Dienst nun für 9,99 Euro (statt 4,99 Euro) genutzt werden, drei Monate schlagen mit 27,99 Euro (bisher 12,99 Euro) zu Buche und ein Jahres-Abo kostet nun 99,99 Euro (vorher: 44,99 Euro). (Digitalfernsehen.de)

Begehrt: Dreamworks, Hollywoods größter Produzent von Animationsfilmen, möchte bei Vevo, dem weltweit erfolgreichste Musikvideodienst, einsteigen. Das berichtet Recode. Vevo, das über 50 Milliarden Videoabrufe pro Jahr genieriert, gehört derzeit zu Teilen unter anderem Universal Music, Sony Music und Abu Dhabi Media. Auch Google hat im vergangenen Jahr Anteile erworben, für rund 650 Millionen Dollar. (Recode)

Bewegt: Mit einer Investition von “mehreren hunderttausend Euro” und 150 selbst produzierten Food-Videos, die über Sponsorships gegenfinanziert sind, startet Gruner & Jahr nun die länger schon angekündigte Onlinevideooffensive. Bewegtbild werde zum “integralen Bestandteil” jeder G&J-Website, verkündete Digital-Vizechef Arne Wolter. (Meedia)

Trotzig: Aller juristischen Anfechtungen zum Trotz weitet der amerikanische Videostreamingservice Aereo sein Angebot aus. Aereo, das die Programme vieler US-TV-Sender, die eigentlich nur in teueren Kabelpaketen zu empfangen sind, “abfängt” und sie über Internet weiterleitet, wird im Mai eine eigene App für Googles TV-Stick “Chromecast” starten. (CNET)

Lesetipp: Will Richmond beschreibt auf Videonuze die gefährliche Strategie, die Google derzeit bei dem Versuch, “das Wohnzimmer zu erobern”, verfolgt. Auf der einen Seite mit seinem Erfolgsmodell “Chromecast”, auf der anderen Seite mit der teuren Weiterentwicklung der eigenen SmartTV-Software “AndroidTV”.

Lesetipp II: Nina Rehfeld portraitiert für Spiegel Online den US-Comedian Stephen Colbert, der wohl im nächsten Jahr die Nachfolge des legendären Late-Night-Moderators David Letterman antritt.

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OneTV-News: “Vice”-Boom bei den Webby-Awards

Vice_VideoAusgezeichnet: Aus dem WebTV-Angebot von “Vice” kommen die meisten Nominierten für die bedeutenden “Webby”-Awards, den “Oscars” für die Online-Videobranche. Gleich neun Filme, meist Dokumentationen, konnten die Vice-Macher platzieren. Ebenfalls gut vertreten sind die bekannten Comedy-Channel von “Funny or Die” und “College Humor”. (Tubefilter)

Begehrt: Mehr als verdreifacht hat sich das Datenvolumen für Onlinevideo, das Amazon im vergangenen Jahr ausgeliefert hat. Hauptgrund dafür ist das mit Millioneninvestments immens ausgebaute Videoangebot des Konzerns. Amazon streamt jetzt schon mehr Video als Hulu und Apple, liegt aber noch deutlich hinter Netflix und vor allem Youtube (Tubefilter)

Aufgerüstet: Google hat neue Funktionen auf seinem TV-Streamingstick “Chromecast” freigeschaltet. So ist es nun z.B. möglich, auch Youtube-Videos auf einen angeschlossenen Bildschirm zu übertragen, die als “privat” gekennzeichnet sind. Ebenfalls möglich ist nun die Übertragung von Youtube-Livestreams über den Chromecast, interessant ist dieses Angebot vor allem für kleinere Show- oder Sportevents. (Androidpolice.com)

Verständnis: Vince Gilligan, Erfinder und Produzent der Kultserie “Breaking Bad”, ist den Menschen nicht böse, wenn sie seine Serie illegal im Netz herunterladen: “Diesen Leuten kann ich nicht wirklich einen Vorwurf machen.” Verantwortlich dafür sei vielmehr die TV- und Filmbranche, die es nicht schaffe, “dass eine Serie auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit verfügbar ist”. (wuv.de)

Action: Die mediale Expansion von “GoPro” geht weiter. Nun wurde der Video-on-Demand-Kanal des Kameraherstellers auf Microsofts Spielkonsole “X-Box” gestartet, natürlich mit viel actionreichem Content, der stets per GoPro aufgezeichnet wurde. Und selbstverständlich bietet die App auf der X-Box auch direkten Zugang zum Kamerashop. (PC Magazin)

Spaßfrei: Der SWR hat auf der Suche nach Sparpotential erstaunliche Funde gemacht: So könnten ARD-TV-Shows wie “Verstehen Sie Spaß” nicht mehr aus wechselnden Stadthallen, sondern aus einem festen Studio gesendet werden. Auch der Talk “Nachtcafé” müsse nicht mehr aus einem Schloss in Ludwigsburg, die Kindersendung “Tigerentenklub” nicht unbedingt aus einer umgebauten Sporthalle in Göppingen kommen, so die SWR-Prüfkommission. Intendant Peter Boudgoust: “Die Entscheidung zur Senkung des Rundfunkbeitrags hat nochmals deutlich gemacht, dass wir in Zukunft mit noch weniger Geld auskommen müssen.” (DWDL.de)

Sehtipp: Der Unterschied zwischen “Zuschauern” und “Fans” ist in der neuen Videowelt von immens großer Bedeutung. Warum kein Programmmacher es sich mehr leisten könne, die Wünsche einer Generation zu ignorieren, die mit der Interaktivität des Netzes aufgewachsen sei, erklärte Youtube-Unterhaltungschef Alex Carloss in einem viel beachteten Vortrag auf der MipTV in Cannes. (Tubefilter, mit Video)

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Werbekampagne: Youtube präsentiert seine Stars

YouTube-Werbekampagne: Offensive für die Stars

YouTube-Werbekampagne: Offensive für die Stars

Es ist eine Premiere ganz besonderer Art: Zum ersten Mal in seiner Geschichte wirbt Youtube mit einer TV-Kampagne für ausgewählte Stars seiner Videoplattform – und damit natürlich auch für sich selbst. Ab Montag werden in zahlreichen Spots im US-Fernsehen die drei Vloggerinnen Michelle Phan, Bethany Mota und Rosanna Pansino präsentiert, die mit ihren Mode- und Kochkanälen mehrere Millionen Abonnenten auf Youtube vereinigen. Zusätzlich schaltet Youtube auch noch Anzeigen in ausgewählten Printtiteln und bucht große Billboards in New York und Chicago.

Die Kampagne ist der bislang offensichtlichste Versuch von Youtube, seine individuellen Stars besser zu promoten – nachdem es von Produzenten- und Netzwerk-Seite vor allem in den USA massive Kritik an fehlender Unterstützung und zu niedrigen Einnahmen gegeben hatte. Sicher aber spielt die neue Werbeoffensive auch noch auf einer anderen Ebene: Alle drei Vloggerinnen haben ihrerseits Werbeverträge mit großen Unternehmen, deren Produkte sie recht offen auch in ihren Youtube-Shows präsentieren. Eine Schleichwerbe-Debatte wie hierzulande, die gerade durch die #Angeber-Kampagne prominenter deutscher Vloggerinnen neue Fahrt aufnimmt, kennt die Webvideo-Szene in Übersee nicht.

OneTV-News: AOL bringt erfolgreiches TV-Format ins Netz

Von AOL eingekauftes TV-Format "Connected"

Von AOL eingekauftes TV-Format “Connected”

Offensiv: AOL setzt seine ambitionierte Expansionsstrategie in Sachen Webvideo fort – und bringt erstmals ein TV-Format exklusiv ins US-Netz: “Connected”, die Adaption einer israelischen Reality-Show, die bereits weltweit als klassische Fernsehserie erfolgreich ist. Mit den 30-minütigen Episoden, in denen fünf New Yorkerinnen ihren Alltag per Videokamera selbst dokumentieren sollen, setzt AOL im Web auch erstmals auf ein so genanntes “Long-Form”-Angebot. (Tubefilter)

Branded: Das Youtube-Netzwerk Maker Studios, gerade von Disney für knapp eine Milliarde Dollar gekauft, startet am Donnerstag auf Youtube eine neue Webvideo-Serie, die für die Zukunft der Branche beispielhaft werden könnte: In dem Format “”The Next Style Star”, das Maker im Zusammenarbeit mit der Kaufhauskette “Macy’s” produziert, werden in insgesamt 10 Folgen junge Modedesigner um Preisgelder und ein eigenes Schaufenster im legendären “Macy’s”-Kaufhaus in New York streiten. (Adage.com)

Geeinigt: Nach jahrelangen Verhandlungen haben der Branchenverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaft Gema einen Vertrag geschlossen, der die urheberrechtlichen Vergütungen von Musik in Filmen, Serien, TV-Shows und Dokumentationen in Online-Videotheken regelt. Für Spielfilme betragen die Lizenzvergütungen beispielsweise 16,5 Cent im Falle eines Kaufs und 5,5 Cent für die Miete eines Films. Bei TV-Serien liegen die Gebühren bei 4,9 Cent (Kauf) beziehungsweise 2,35 Cent (Miete) pro Folge. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2002, jedoch (noch) nicht für Flatrate-Modelle wie von “Amazon Prime” oder “Watchever”. Auch eine Lösung für werbefinanzierte Angebote, wie etwa Youtube, ist noch nicht in Sicht.(Internetworld)

Rätselhaft: Per Twitter-Quiz verkündete die US-Version der Pop-Castingshow “The Voice” ihr neues Jury-Mitglied. Über den Tag verteilt twitterte die Redaktion immer konkretere Hinweis auf den bekannten Star, bis endlich klar war, dass Pharrell Williams (“Happy”) den Job im Herbst antritt. (DWDL.de)

Doppelpass: Wie Twitter und TV sich perfekt ergänzen können, hat “Thinkbox”, eine Marketingvereinigung britischer TV-Sender, in Zusammenarbeit mit dem Social-Network nun analysiert. Vor allem das Zusammenspiel von Werbespots und Hashtags (#) kann sehr schnell sehr große Zuschauerreichweiten erzeugen – beinhaltet aber auch einige Stolperfallen. (Thinkbox)

Eingekauft: Amazon Prime hat sich die exklusiven VoD-Rechte an sämtlichen Episoden der Erfolgsserie “24” gesichert – und damit Konkurrenten wie Netflix im Rennen um den gerade wieder sehr populären Thriller-Stoff ausgestochen. (GigaOm)

Lesetipp: Im Interview mit DWDL.de nimmt Spartacus Olsson, der CEO von “Mediakraft”, Stellung zu den gegen das Youtube-Netzwerk und dessen Stars von “Y-Titty” erhobenen Schleichwerbevorwürfen. Darin plädiert Olsson für verbindliche neue Regelungen zur Kennzeichnung von Werbung in Online-Video-Angeboten. Man sei mit den zuständigen Landesmedienanstalten schon lange darüber in Gesprächen.

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Plant Yahoo einen Youtube-Konkurrenten?

Yahoo-LogoGerücht: Schon seit einigen Jahren forciert Yahoo-Chefin Marissa Mayer das digitale Bewegtbildgeschäft. Auf der eigenen Videoplattform “Yahoo Screen” leistet sich der Internetkonzern immer wieder kostspielige Leuchtturm-Produktionen, mit der Verpflichtung des amerikanischen NewsTV-Stars Katie Couric setzte Mayer bereits im vergangenen Jahr ein eindeutiges Signal in Sachen eigener Video-Ambitionen. Nun aber soll Yahoo planen, noch einen Schritt weiterzugehen: Nach einem Bericht des gewöhnlich gut informierten US-Infoportals “re/code” arbeitet das Unternehmen an einem Konkurrenten zu Googles Videoplattform Youtube. Yahoo sei in konkreten Verhandlungen mit mehreren großen Youtube-Channelbetreibern und Filmrechte-Inhabern, die man mit besseren Konditionen als bei Youtube auf eine neue Yahoo-Plattform locken will. Mit einem Start könnte bereits in einigen Monaten gerechnet werden, allerdings sei kein User-generated-Content wie bei Youtube geplant, meldet “re/code”.

Die Spekulationen über eine Yahoo-Videoexpansion kommen ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem bei Youtube (fast) alles in bester Ordnung zu sein scheint. Nach den jüngst bekannt gewordenen Millionen-Investitionen von traditionellen Medienhäusern in Youtube-Netzwerke wie die “Maker-Studios” (Disney), “Machinima” (Warner) oder “Collective Digital” (ProSiebenSat.1) ist die weltgrößte Videoplattform in ihrem Bemühungen, endlich als “seriöser” Bewegtbildanbieter in der Branche wahrgenommen zu werden, ein erhebliches Stück weitergekommen. Auch für bessere Beziehungen zu den Produzenten, die sich über schwache Einkünfte und Gängelung beklagt hatten, hatte sich Youtube in jüngster Zeit engagiert. Trotzdem scheint für einige Unternehmen der Boom im Webvideogeschäft günstig, um den Platzhirschen Youtube anzugehen. Neben Yahoo werden auch Microsoft nach seinem Einstieg bei der Videoplattform “Dailymotion” neue Bewegtbildpläne unterstellt.(recode.net)

Expansion: Das Youtube-Netzwerk “Maker Studios” erweitert sein Angebot ins klassische Fernsehen. Der US-Kabelsender “Music Choice” hat insgesamt 500 Stunden Videoclips von “Maker” gekauft, zusätzlich sollen auch eigene Spartenkanäle mit den Stars “Will.i.am” und “Snoop Dog” entwickelt werden. Die “Maker Studios” hatten in der vergangenen Woche Schlagzeilen gemacht, als bekannt wurde, dass Disney das Netzwerk für ca. 900 Millionen Dollar gekauft hat. (Variety)

Mangelware: Trotz immer höherer Akzeptanz und Abrufzahlen bei Webvideo ist der Bedarf von Werbekunden nach mehr qualitativ hochwertigen Video-Umfeldern nach wie vor enorm groß. Darum wird AOL seine Eigenproduktionen massiv erhöhen, verriet jetzt AOL-Videochef Ran Harnevo – in einem Videointerview mit Adage.com

Stabil: Die Preise für Online-Videowerbung liegen immer noch an der Spitze aller digitalen Werbeformen, vor allem in Qualitätsumfeldern (s. auch Meldung oben) wird händeringend nach mehr Inventar gesucht. (Media Post)

Dementi: Amazon hat Berichte, wonach das Unternehmen ein eigenes, werbefinanziertes Videoportal entwickelt, offiziell zurückgewiesen. Demgegenüber ließ Amazon Meldungen, nach denen der Start einer eigenen TV-Set-Top-Box unmittelbar bevorsteht, unkommentiert. (Tubefilter)

Pop: Der Online-Musikdienst Vevo setzt auf einheimische Künstler, um mehr Erfolg in Deutschland haben. Als erstes Format wurde jetzt die Sendereihe “Auf Achse” gestartet, bei der noch unbekannte, talentierte Bands vorgestellt werden. (Digitalfernsehen.de)

Blues: Dem ZDF droht juristisches Ungemach: Anlass ist eine Klage des Musikverlags Richard Birnbach. Der hält die Rechte am “Fanfaren-Blues”, der 1962 vom Komponisten Klaus Wüsthoff als Erkennungsmelodie der “heute”-Nachrichten entworfen wurde. Beim Relaunch der Sendung 2009 wurde auch die Melodie durch eine niederländische Produktionsfirma geändert, das ZDF zahlte nicht mehr an den Musikverlag. Allerdings erkennt der Kläger immer noch seine Ursprungskomposition wieder und fordert Tantieme. Nun muss dieses Woche das Oberlandesgericht München entscheiden. (DWDL.de)

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Unsere Webvideopreis-Favoriten (III): Der Mofabruch vom Postillon

Postillon-Video "Mofabruch"

Postillon-Video “Mofabruch”

Der “Deutsche Webvideopreis” ist die renommierteste Auszeichnung der noch jungen Onlinebewegtbildszene. Seit der Preis 2011 zum ersten Mal verliehen wurde, wächst die Veranstaltung, die mittlerweile von der “European Web Video Academy” in Düsseldorf ausgerichtet wird, Jahr für Jahr immer rasanter.

Mittlerweile wird der Preis, der von Publikum und Academy-Mitgliedern gleichberechtigt vergeben wird, in insgesamt 13 Kategorien ausgelobt – und wir stellen in regelmäßiger Folge die Favoriten der OneTVMag-Redaktion in den jeweiligen Kategorien vor. Auch abstimmen können Sie gerne hier direkt bei uns, wenn ihnen das Video ebenso gut gefällt. Sie können aber natürlich auch auf den Seiten des Webvideopreises nach Filmen schauen, die ihnen noch mehr zusagen.

Heute präsentieren wir nun unseren Favoriten in der Kategorie “LOL” (Jury-Kommentar: “Von kleinen Missgeschicken bis zur großen Comedy: Bei LOL wird gelacht.”): Es ist der Clip “Mofabruch” vom Satire-Portal “Der Postillon”. Ob es nun daran liegt, dass ein paar Redaktionskollegen selber aus der “Generation Mofa” kommen, oder die Idee hinter dem Sketch so absurd-genial ist… wir haben jedenfalls Tränen gelacht.

Schleichwerbungs-Vorwurf: Mediakraft keilt gegen ARD und ZDF

Mediakraft-Netzwerk: "Keine Beanstandungen bekannt"

Mediakraft-Netzwerk: “Keine Beanstandungen bekannt”

In der Diskussion über mögliche Verstöße gegen Werberichtlinien in Youtube-Videos hat “Mediakraft”, eines der wegen Schleichwerbung beschuldigten Vermarktungsnetzwerke, in harschen Tönen den Bericht des ARD-Magazins “Report Mainz” zurückgewiesen und die Haltung der öffentlich-rechtlichen Sender gegenüber Webvideoproduzenten scharf kritisiert. Read More »