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Video des Tages – das Beste aus Web und TV

Amazon hin, Deutsche Post her – man kann viel interessantere Dinge mit Drohnen machen, als Pakete vor die Haustür zu legen. Und schlimmere. Der Youtuber Alex Cornell hat – unter Missachtung der US-Flugaufsichtsregeln – eine filmische Vision umgesetzt, darüber, wie unsere allzeit von fliegenden Augen überwachte Zukunft aussehen könnte. Faszinierend, aber erschreckend.

Angsthasen auf vier Pfoten
“Cat-Content is King” lautet eine alte Weisheit des Internets. Beinahe alles, was über die Freunde mit den Samtpfoten publiziert wird, ist ein Erfolg. Aber nicht alle Lebewesen dieses Planeten mögen Katzen, wie die herrliche Clipsammlung “You shall not pass, dog!” beweist. So mancher Hund nämlich kommt mit “King Cat” im eigenen Haus überhaupt nicht klar.

Dass man in den USA ganz eigene militärische Traditionen und Ehrbezeugungen pflegt, ist hinlänglich bekannt. So gehört zum Beispiel zu beinahe jedem Footballspiel der Überflug von Kampfjets des lokalen Geschwaders über das jeweilige Stadion zwingend mit dazu, auch zum Gefallen der meisten Zuschauer. Doch ein aktueller Showauftritt der US Airforce empört nun selbst Patrioten.

Seit 1955 nämlich versorgt das “North American Aerospace Defense Command” (NORAD), das militärische Luftüberwachungkommando, die amerikanischen Kinder mit genauen Informationen über die Flugroute, die Santa Claus zu Weihnachten mit seinem Schlitten über dem nordamerikanischen Kontinent einschlägt, der “NORAD Santa Tracker” gehört zur uramerikanischen Weihnacht einfach dazu.

In diesem Jahr allerdings herrscht helle Aufregung um diesen militärischen Service für aufgeregte Kinder. Denn NORAD veröffentlichte ein Webvideo, das den Santa-Schlitten eskortiert von zwei Kampfjets zeigt. Zu viel für Kinderschützer und Psychologen, die die Verquickung von militärischen Gehabe mit Weihnachten für komplett verfehlt halten.

Die NORAD-Chefs reagierten auf die Kritik eher lakonisch: “Wir möchten nicht unsere wahre Aufgabe verschleiern, auch nicht vor Kindern. Es ist schließlich wie Werbung.”, verteidigte ein Sprecher das umstrittene Video. Und NORAD hat noch mehr zu bieten: In einem anderen Video bestätigten US-Geheimdienstler (etwa die NSA?), dass der anfliegende Santa Claus keine Gefahr darstellt.

Dazu hätte es womöglich keine Spione gebraucht.

http://www.youtube.com/watch?v=GhTLGBq-Uyg

Wann immer ein neuer Film in die Kinos kommt, wiederholen sich die stereotypen Rituale der Werbekampagnen. Erst werden Trailer veröffentlicht, dann “lustige” oder “spannende” Details der Dreharbeiten bekannt, schließlich starten die Schauspieler auf weltweite Promotiontour, die außer streng kontrollierten Interviews meist nichts zu bieten haben. Und genau darauf hatte Will Ferrell anscheinend keine Lust mehr.

Für seinen neusten Film “Anchorman2″, die Fortsetzung der Erfolgskomödie über den 70-Jahre-Fernsehmoderator “Ron Burgundy” absolviert der Schauspieler bereits seit Wochen eine Promotour ganz eigener Art: Er taucht als “echter” Charakter Burgundy regelmäßig im US-Fernsehen auf. Mal als ESPN-Gastkommentator beim Curling, mal bei den MTV Music Awards mit Daft Punk. Und er scheut auch nicht den Weg in die TV-Provinz. So moderierte er nun beim Sender “KX News” in North Dakota die Abendnachrichten. Das war zum einen sehr amüsant, zum anderen sehr aufschlussreich. Denn beim Auftritt des Retro-Anchors “Ron Burgundy” merkte man deutlich, wie wenig sich die klassischen US-TV-News in den vergangenen 40 Jahren verändert haben. Aber das war sicherlich auch ein Zweck der Unternehmung.

Um im Berliner Problembezirk Wedding Polizist zu sein, braucht es eine Menge von ganz speziellen Kompetenzen. Frustrationstoleranz, Stressimmunität und interkulturelles Verständnis zum Beispiel. Nun kommt womöglich bald eine neue Fähigkeit hinzu: Rap-Songs zu komponieren.

Das demonstriert zumindest ein jetzt öffentlich gewordenes Werk eines unbekannten Polizisten, der die Arbeit seiner Kollegen im so genannten “Abschnitt 36″, eines besonders problematischen Teil Berlins in einem eigenen Song mit dazugehörigem Video verarbeitet hat. Wie der laut Spiegel Online nur für eine interne Feier gedachte Film ins Netz gekommen ist, ist noch nicht geklärt. Ärger von Vorgesetzten droht dem talentierten Beamten “aus der Hooooood” aber nicht.

Während hierzulande Fernsehschaffende bis auf wenige Ausnahmen mit Twitter und dem berühmt-berüchtigten “Second Screen” fremdeln und das Vorlesen von Tweets durch so genannte “Twitter-Tussis”, meist aparte Jungredakteurinnen, das Höchste der Social-Media-Gefühle ist, geht man woanders weitaus kreativer mit dem Phänomen Twitter um.

So ist die Rubrik “Mean Tweets”, bei der Prominente die übelsten Hass-Tweets gegen sich vorlesen, schon ein Klassiker der “Jimmy Kimmel Show”. Aber mit welcher coolen Souveränität und Selbstironie in dieser Woche Stars wie Sharon Stone oder Kevin Bacon heftigste Beleidigungen über sich zitierten, war Entertainment at it’s best.

Wer an den USA verzweifelt in diesen Tagen (und wer tut das nicht?), der findet Trost in dem Country-Song “America sucks less” der Macher von “College Humor”, , einer der besten amerikanischen Satire-Seiten im Netz. Ein hübsch-bös gemachtes Spottlied, das zweierlei beweist. Erstens: Es geht immer noch schlimmer. Und zweitens: Nicht alle Amis sind dumm.

Babyvideos gibt es ja viele auf Youtube und die meisten entfalten ihren Charme wohl vor allem bei der eigenen Familie, die ihren Nachwuchs ja stets durch besonders rosarote Brillen sieht. Aber dieser Film hier, aufgenommen von einer französischen Hebamme, hat die Chance zu einem Klassiker des Genres zu werden. Die beiden Zwillinge, die nicht voneinander lassen können, rühren schon Millionen User weltweit.

Wer in Indien mit Filmen aller Art Erfolg haben will, kommt an den eisernen Drehbuchgesetzen Bollywoods nicht vorbei: Eine junge hübsche Frau muss mithilfe eines ebenso jungen und hübschen Mannes ein (kleines, mittleres, großes) Wunder vollbringen. Manchmal auch umgekehrt. Wichtig noch: Die ganze Familie muss irgendwie beteiligt sein, am Ende liegen sich alle in den Armen. Und wenn dann noch die alte Erbfeindschaft mit Pakistan überwunden wird – umso besser. All diese Regeln hat Google bei seinem neuen Imagefilm “Reunion” für den Subkontinent auch brav auf dreieinhalb Minuten beherzigt. Und dazu noch alle Google-Features und -Hardware mit eingebaut. Mehr geht nun wirklich nicht. Zum Heulen.

Italienische Fußballer gelten in Fankreisen ja schon länger als “Leichtumfaller” und “Schauspieler”. Aber was sich am vergangenen Wochenende beim Match zwischen Salernitana und Nocerina in der dritten Liga abspielte, war einmalig. Und hatte leider einen traurigen Hintergrund.

Weil den Ultra-Fans von Nocerina wegen vorheriger Ausschreitungen verboten worden war, zum Spiel anzureisen, sorgten sie auf eine andere Art für einen Spielabbruch: Sie bedrohten ihr eigenes Team so massiv, dass die Spieler vor Angst ständig Verletzungen vortäuschten, um ausgewechselt zu werden. Als nur noch sechs Spieler von Nocerina auf dem Platz standen, musste der Schiedsrichter das Match den Regeln nach abbrechen. Die genauen Hintergründe dieser Farce hat die “Irish Time” hier zusammengefasst. Aber die Bilder der “Verletzungsorgie” sprechen auch für sich.

So ein Leben als Pop-Video-Bitch ist schon hart: Ständig in knappsten Kostümchen herumposen, den Hintern wackeln oder an Tänzern reiben, an Hämmern oder ähnlichem Männerwerkzeug lecken und mit möglichst schmutzig-laszivem Blick in die Kamera schauen – das muss man erst mal draufhaben als junge Frau mit Starallüren von heute. Popstar Lily Allen hat sich mal so ihre Gedanken über die künstlerische Arbeit der Kolleginnen gemacht. We like.

Kommen zwei Kiffer zu Edeka… Okay, bevor jetzt einige hier meckern: Ja, der Spot ist schon etwas älter. Vom Mai diesen Jahres genauer gesagt. Da lief der von der Hamburger Agentur Jung von Matt tatsächlich für Edeka erdachte Werbefilm mit den zwei Grasfreunden im Kinovorprogramm von “Hangover 3″. Wo er bestens aufgehoben war, aber ihm niemand wirklich Beachtung schenkte. Mittlerweile aber findet der Spot viral seinen Weg durch die Youtube- und Social-Media-Welten. Und das klappt ja längst nicht bei jedem “viral” gedachtem Werberwerk.

Was für ein Wutausbruch: Als habe Rob Ford nicht schon genug Probleme, ist in dieser Woche auch noch ein Video aufgetaucht, das den Bürgermeister von Toronto noch mehr in Schwierigkeiten bringen wird. Die hatte Ford eh schon en masse nach seinem Eingeständnis, regelmäßig Drogen zu nehmen. Nun also dieser heimlich aufgenommene Film von einem nahezu komplett ausrastenden Bürgermeister, der jemanden offensichtlich sehr an den Kragen will. Von der örtlichen Zeitung auch noch zum besseren Verständnis untertitelt. F***.

Wenn man mal ehrlich ist: Für solche wilden Sachen sind doch die GoPros erfunden worden. Oder was immer an Equipment diese Parcour-Jungs bei ihrem Freerun über den Dächern von Moskau da auf dem Kopf haben. Spektakulär.

Die dümmste Fahrerflucht des Jahres… fand wohl neulich in Chicago statt. Besonders rührend ist der hilflose Versuch des Passanten (wohl der Fahrer des zuerst gerammten Taxis), den SUV mit bloßen Händen – und einem Regenschirm – aufzuhalten. Ab 1:30 wird es richtig bunt. (Bonustrack: Der Streit um die Lizenzrechte für das Video, der in den Kommentaren auf Youtube ausgetragen wird, ist beinahe ebenso unerbittlich)

Eigentor Eigenkorb beim Basketball? Doch, das gibt es…

Auch Japanerinnen lieben (ab und zu jedenfalls) einen großen saftigen Burger. Das Problem: Die strenge Etikette der japanischen Kultur verbietet es Frauen, in der Öffentlichkeit mit weit geöffneten Mündern zu essen. Doch die “Fastfoodkette” “Freshnesh Burger” erfand einen Ausweg aus dem Dilemma. Ironie inklusive.

Die böse Veralberung von unschuldigen amerikanischen Kindern hat bei Star-Moderator Jimmy Kimmel schon Tradition. Jedes Jahr nach Halloween bittet er die Eltern der Kleinen darum, denen vorzuschwindeln, sie hätten alle gesammelten Süßigkeiten der vergangenen Nacht einfach aufgegessen – und die Reaktion des Nachwuchses darauf zu filmen. Was dabei geschieht, ist mitunter ein Fall für den Kinderschutzbund. Aber immer unglaublich komisch.

Dass wir hier bei OneTV New York Fans sind und besonders gerne Videos über den Big Apple schauen, ist vielleicht bekannt. Die Stadt, die niemals schläft, scheint ein unendlicher Quell für Künstler und Filmemacher zu sein. Dementsprechend groß ist die Auswahl an sehr guten New York Filmen. Aber dieses Werk hier, das aus zusammen geschnittenen Sequenzen von nur einer Sekunde besteht, hat uns dann doch noch einmal mächtig beeindruckt.

Netflix startet im September in Deutschland

netflix_flaggeRekord: Erstmals haben in einem Quartal über 50 Millionen Haushalte den Online-Videodienst Netflix abonniert. Für den Herbst erwartet Vorstandschef Reed Hastings eine Zahl von 53,74 Millionen Nutzern, vor allem auch durch die dann anstehende Expansion in Europa. Als Starttermin für Deutschland wurde jetzt vom Unternehmen erstmals konkret der September genannt. (Handelsblatt)

Zielgerade: Die geplante Übernahme von Sky Deutschland durch BSkyB steht allem Anschein nach unmittelbar vor dem Abschluss. Der Medienunternehmer Rupert Murdoch, dessen “21st Century Fox” das größte Aktienpaket an den Sky-Gesellschaften hält, könnte damit kurzfristig Gelder mobilisieren, die er für seinen Kauf von Time Warner Cable in den USA dringend braucht. (FAZ.net)

Ärger I: Die überraschende Entscheidung zur Schließung seiner Xbox Entertainment Studios hat Microsoft heftige Kritik der US-Werbebranche eingebracht. Erst vor wenigen Monaten hatte der Konzern noch auf aufwendigen Media-Veranstaltungen die Vorzüge seiner eigenen, exklusiven Contentproduktion angepriesen, viele Agenturen hatten bereits ihre Budgetpläne daraufhin ausgerichtet. (Wall Street Journal)

Ärger II: Michelle Phan, einer der weltweit größten Youtube-Stars, droht in den USA ein Gerichtsverfahren wegen fortgesetzter Lizenzrechtsverstöße. Darauf zumindest lautet die Klage des Dance-Musik-Labels “Ultra Records”, das die Beauty-Vloggerin beschuldigt, häufig unerlaubt Musik seiner Künstler für ihre Videoproduktionen zu verwenden. Phans Management hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. (Tubefilter)

Reichweite: Das “Deutsche Anleger Fernsehen” ist ab sofort über eine eigene SmartTV-App unter anderem auf Geräten von Philips, Technisat, Sharp und Medion verfügbar. Wichtiger Bestandteil der App ist die umfangreiche Mediathek des Senders mit mehr als 50.000 Videobeiträgen. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: Karin Hollerbach-Zenz, die Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) verteidigt im Interview mit DWDL.de ihre Messmethoden zur Erhebung der TV-Quoten. Kleinere Sender mit Marktanteilen von unter 0,5 Prozent würden damit ebenfalls korrekt abgebildet, auch neue, digitale Empfangsplattfromen würden von der AGF immer besser erfasst.

Ein eigenes Musiklabel für Youtube-Stars

Youtube-Star Niykee Heaton: Karrierepläne für die Musikindustrie

Youtube-Star Niykee Heaton: Karrierepläne für die Musikindustrie

Zusatzgeschäft: Das MCN Awesomeness, eines des erfolgreichsten Webvideo-Networks, erweitert sein Portfolio um ein eigenes Musiklabel. Gemeinsam mit Partnern wie Universal Musik will “Awesomeness Music”, das zum Dreamworks-Konzern gehört, musikalische Talente wie die Gruppe Cimorelli oder die Sängerin Niykee Heaton, die auf Youtube bereits zu Stars geworden sind, im internationalen Musikgeschäft etablieren. Erste CD-Veröffentlichungen soll es bereits in wenigen Wochen geben. (Tubefilter)

Analyse: Jack Shafer beschreibt im Reuters-Blog, warum Rupert Murdoch besser nicht versuchen sollte, auf Teufel komm raus (und für rund 80 Milliarden Dollar) den Kauf von Time Warner zu erzwingen (und dafür unter anderem möglicherweise sein Sky-PayTV-Konstrukt in Europa zu opfern). Der Wunsch der 83-jährigen Murdoch spiegele den Geist der 80er- und 90er-Jahre wieder, bei dem im Mediengeschäft vor allem pure Größe als Erfolgsgarant gesehen wurden. Das aber, so Shafer, sei heute definitv anders: “Wachstum nur um des Wachstums Willen nützt nur noch Sumo-Ringern”.

Experiment: Studio71, das MCN von ProSiebenSat.1, synchronisiert mit “The Annoying Orange” erstmals ein Youtube-Erfolgsformat aus den USA. Die synchronisierten Folgen sollen zunächst exklusiv auf dem konzerneigenen Portal MyVideo veröffentlicht werden, im Anschluss daran dann auch auf weiteren deutschsprachigen Online-Plattformen. “The Annoying Orange” gehört zum US-MCN “Collective Digital Studios”, an dem sich P7S1 vor einigen Monaten beteiligt hat. (DWDL.de)

Gescheitert: Als Michael Ramsey, einer der Gründer von TiVo, im Frühjahr diesen Jahres sein neues Produkt “Qplay” vorstellte, war die Tech-Fachwelt (auch OneTV Mag) sehr angetan. Der neue Videostreamservice versprach, viele Webangebote, die bislang nur auf einzelnen Apps zur Verfügung standen, zu bündeln und sie mittels eines smarten Adapters auf den TV-Bildschirm zu übertragen. Doch bereits jetzt mussten Ramsey und seine Partner die Notbremse ziehen und das starkt defizitäre Projekt stoppen. Der Hauptgrund für das Scheitern, so analysiert Techcrunch, seien vor allem die fehlenden, hochwertigen Inhalte gewesen.

Mobil: Der Anfang des Jahres hierzulande gestartete, und in der jungen Zielgruppe bereits sehr beliebte Disney Channel hat nun auch in Deutschland eine App eingeführt, die unter anderem einen Livestream des Programms umfasst. Die kostenlose App ist für Smartphones und Tablets konzipiert worden und funktioniert sowohl mit iOS als auch auf Android-Geräten. (DWDL.de)

Zugabe: Die erste synchronisierte Staffel der US-Erfolgsserie “Masters of Sex” ist hierzulande noch gar nicht angelaufen – sie startet am 5. August bei ZDFneo – da verkündet Sky Atlantic schon stolz den Ausstrahlungstermin der zweiten Staffel, die sich der PayTV-Sender gesichert hat: Anfang September geht es los. “Masters of Sex” erzählt die Geschichte von Dr. William Masters und Virginia Johnson, den Pionieren der Wissenschaft um die menschliche Sexualität. (Serienjunkies)

Erweitert: Noch fehlt dem neu geschaffenen “Amazon Prime Instant Video” eine wichtige Plattform zur Steigerung seiner Reichweite. Doch nun könnte der VoD-Service auch schon bald für Android verfügbar sein. Eine entsprechende App befinde sich derzeit in der Entwicklung, berichtet Digitalfernsehen.de

Lesetipp: Christian Stöcker prognostiziert für SPIEGEL Online unter der Überschrift “Warum uns Netflix enttäuschen wird” die Schwächen, die auch der hochgelobte und mit Spannung in Deutschland erwartete VoD-Dienst bei seinem Start hierzulande im September (noch) haben wird. Der komplizierte Rechtehandel, der Spielfilm- und Serienhits weltweit nicht nach Zuschauerpräferenzen, sondern nach dem Prinzip des Meistbietenden verstreut, wird dazu führen, dass auch bei Netflix “zum Schluss irgendwas immer fehlt”, so Stöcker.

Youtube lockt “Abtrünnige” mit Extra-Geld

"Reich werden mit Youtube" - das versprechen viele Berater und PR-Strategen. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

“Reich werden mit Youtube” – das versprechen viele Berater und PR-Strategen. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

Youtube reagiert auf die verstärkten Bemühungen vieler seiner Stars, die mittlerweile auch außerhalb der Videoplattform Glück, Erfolge und vor allem bessere Einnahmen suchen. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Youtube in den vergangenen Wochen Gespräche mit vielen solcher “abtrünnigen” Produzenten begonnen, um neue Kooperationsmodelle vorzuschlagen. Demnach bietet Googles Videodienst an, Produktionen seiner Stars auch auch externen Plattformen und Kanälen mit Geld, Infrastruktur und Logistik zu unterstützen, und dafür an den Einnahmen beteiligt zu werden. Noch immer leidet Youtube unter zu geringen Werbeeinnahmen und damit äußerst bescheidenen Gewinnen auch für viele seiner Produzenten. Mit zahlreichen “Qualitäts-“, “Exklusivitäts-” und “Reichweiten-” Kampagnen will die Plattform derzeit zumindest für seine Topstars bessere Werbepreise durchsetzen. (Tubefilter)

Offline: Fullscreen, eines des größten Multichannel Networks weltweit, will mit der Popularität seiner Stars nicht mehr nur digital, sondern auch “im echten Leben” Geld verdienen. Auf einer eigens gegründeten Live-Eventreihe namens “Intour” präsentiert Fullscreen rund ein Dutzend seiner bekannten Youtube-Figuren in großen US-Städten. Die Ticketpreise liegen zwischen 40 und 150 Dollar. (Tubefilter)

Platzkampf: Die Entscheidung von RTL, sogenannte “Drittanbieterformate” wie “Spiegel TV”, “Stern TV” und “10 vor 11″ vorläufig aus dem Programm zu nehmen, ist vor allem von Taktik geprägt, urteilt Thomas Lückerath auf DWDL.de. Der Sender versuche, die Unsicherheit auszunutzen, die nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg über die “neu zu prüfende “Lizenzvergabe für solche Anbieter entstanden ist. Schon lange gibt es Bestrebungen bei RTL, die nicht immer erfolgreichen Formate loszuwerden.

Boykott: ZDF-Moderator Claus Kleber beklagt die mangelnde Bereitschaft von Politikern, für Interviews zur Verfügung zu stehen. Dem “Spiegel” sagte Kleber: “Es ist viel schwerer geworden, sie überhaupt vor die Kamera zu bekommen. Angeführt von der Kanzlerin macht sich in Berlin eine Zurückhaltung breit, sich überhaupt solchen Interviews zu stellen. Dabei würde es einer Demokratie gut anstehen, wenn die Mitglieder ihrer Regierung bei wichtigen Anlässen Rede und Antwort stehen. Gerade, wenn’s schwierig wird.” (Digitalfernsehen.de)

Ärger: Um bis zu 30 Prozent erhöht Sky für die nächste Bundesliga-Saison die Gebühren für Gastwirte, die die Live-Fußballübertragungen des Senders anbieten wollen. Vor allem kleinere Gaststätten und Vereinsheime klagen nach Recherchen von Quotenmeter.de über die massiven Preissteigerungen.

Mittelmaß: Die von Jan Böhmermanns “Bild- und Tonfabrik” produzierte neue WDR-Comedyshow “Die unwahrscheinlichen Ereignisse im Leben von…” hat bei der ersten Ausgabe nicht vollkommen enttäuscht, urteilt Hans Hoff in der Süddeutschen Zeitung. Die Premiere, immerhin eine “Träne im Ozean”, habe mit einem durchaus spielfreudigen Ensemble aufgewartet, aber unter der biederen Harmlosigkeit des Protagonisten Frank Elstner gelitten. Der WDR will zunächst noch weitere fünf Folgen der Show produzieren lassen.

Microsoft macht Xbox Entertainment Studios dicht

"Xbox-Entertainment"-Serie "Halo": Experiment abgebrochen

“Xbox-Entertainment”-Serie “Halo”: Experiment abgebrochen

Rückschlag: Von der massiven Entlassungswelle bei Microsoft, bei der rund 18.000 Mitarbeiter ihren Job verlieren werden, sind auch die Xbox Entertainment Studios (XES) radikal betroffen: Sie werden komplett geschlossen. Die mit großen Erwartungen erst vor rund zwei Jahren gegründete Abteilung sollte eigentlich mit selbstproduzierten, “interaktiven” Video-Inhalten für exklusive Attraktivität der Xbox sorgen – nun beendet man bei Microsoft das Experiment als Bewegtbild-Produzent bereits wieder und will sich nur noch auf die eigene Game-Sparte konzentrieren. Mehrere aufwändige XES-Projekte, die sich bereits in Arbeit befinden, werden allerdings noch fertiggestellt, etwa die von Ridley Scott produzierte Miniserie “Halo: Nightfall” sowie eine von Steven Spielberg produzierte TV-Serie. (Videonuze)

Lückenhaft: Immer noch nicht wirklich zu gebrauchen ist die AGF-Messung von Abrufzahlen in Mediatheken und anderen WebTV-Angeboten der Fernsehsender. Die nach jahrelanger Verzögerung endlich im April mit großen Hoffnungen gestartete Erhebung leidet fortgesetzt unter mangelhafter Beteiligung (die ARD fehlt noch immer komplett) und vielen technischen Mängeln – z.B. werden die Livestreams des ZDF nicht erfasst. So fehlen in der nun veröffentlichten Auswertung für den Juni sehr viele Fußball-WM-Ereignisse, obwohl gerade die im Netz exorbitant nachgefragt waren. Den Spitzenplatz belegte im einem insgesamt eher schwachen Sommerpausenmonat trotzdem ein Fußballstück: Den ZDF-Vorbericht zum Spiel Deutschland gegen Algerien sahen knapp 300.000 Menschen im Netz. (DWDL.de)

Eingedampft: Deutlich kleiner fällt in diesem Jahr der Aufwand für das bisher so prestigeträchtig präsentierte „TV Lab“ von ZDFneo aus. Statt wie bislang üblich sechs, gehen in diesem Jahr nur drei Formatideen ins Rennen um einen Produktionsauftrag. Ebenfalls geändert wird die Präsentationsform: Statt die Formate auf mehrere Abende zu verteilen, werden die Pilotfolgen nur an einem Abend nacheinander ausgestrahlt. (Quotenmeter.de)

Gesammelt: Mit seiner neuen, sehr aufwändig gestalteten Videoplattform “The Scene” vereinigt der US-Verlag Condé Nast zum ersten Mal die Videoinhalte aller seiner Marken in einem gemeinsamen Angebot. Ergänzend finden sich auf Inhalte von CN-Partnern wie AOL, Buzzfeed oder dem Weather Channel auf der Plattform. (Adweek)

Begehrt: Rupert Murdoch zielt mit seiner 80-Milliarden-Dollar-Offerte für Time Warner vor allem auf den Erwerb von HBO. Der 83-jährige Medienmogul hat allein den Wert des PayTV-Senders auf 20 Milliarden Dollar taxiert. Murdoch möchte mit HBO vor allem dem VoD-Rivalen Netflix Paroli bieten, analysiert Mashable.

Seitenwechsel: Michael Umlandt, führender Kopf hinter dem Twitter-Account des ZDF, verlässt seinen Posten und wechselt zu Twitter selbst. Beim deutschen Ableger des Kurznachrichtendienstes in Berlin wird Umlandt das neu aufgebaute TV-Team verstärken.

AOL räubert bei der Konkurrenz

Youtube-Star Brittani Louise Taylor: Portrait bei der Konkurrenz

Youtube-Star Brittani Louise Taylor: Portrait bei der Konkurrenz

Premiere: Womit hat man als Webvideo-Anbieter wahrscheinlich schnell am meisten Erfolg? Man dreht Filme über erfolgreiche Webvideo-Stars. So jedenfalls praktiziert es AOL, das mit “Follow me”, dem ersten seiner insgesamt 12 neuen Onlinevideo-Projekte, das Leben und Schaffen von populären Youtube-Stars wie Brittani Louise Taylor und Marquese Scott verfolgt. Dass es sich um Stars des größten Konkurrenten handelt, stört beim Vorhaben offensichtlich nicht. (Tubefilter)

Offensive: Um das wachsende Problem mit Klickbetrügereien bei Webvideo-Werbung in den Griff zu bekommen, kooperiert Tremor Video, einer der weltführenden Bewegtbildvermarkter nun mit DoubleVerify. Die Performance-Spezialisten sollen vor allem dabei helfen, über Bot-Netzwerke vorgetäuschte Abrufzahlen zu erkennen. (The Marketing Blog)

Erfolg: Mit einem Plus von 1,70 Millionen Unique Usern war die Videoplattform “MYVideo” der größte Gewinner der AGOF-Erhebung im Mai. Insgesamt hat das zum ProSiebenSat.1-Konzern gehörende Angebot mit 9,55 Millionen Usern die höchste Nutzerzahl seit 2010 aufzuweisen. Vor allem klassische TV-Inhalte wie die TV-Serien “Spartacus” und “Sons of Anarchy” sorgten für den deutlichen Zuwachs. (Meedia)

Distribution: BBC World News vergrößert sein internationales Video-on-demand-Programm erheblich. Neben einer Auswahl klassischer Nachrichtenformate können nun auch über viele VoD-Plattformen Newsmagazine der Briten abgerufen werden, wie etwa das Technologie-Magazin “Click”, die Diskussionssendung “HARDtalk”, oder auch die Arbeitsalltag-Doku “Working Lives”. (Quotenmeter.de)

Mitmachfernsehen: Zum zweiten Mal fordert der WDR seine Zuschauer zur Mitwirkung an einem großen multimedialen Projekt auf. Die Nordrhein-Westfalen sollen für “Deine Arbeit, Dein Leben!” ihre tägliche Arbeit per Smartphone oder Kamera selbst dokumentieren. Die Clips können ab dem 20. August auf der Internetseite “deinearbeit.wdr.de” hochgeladen werden. Aus den Zuschauerbeiträgen sollen dann ein 60-minütiger Film, ein Hörspiel und ein Webspecial entstehen. (kress.de)

Karriere: Tim Klimeš wird “Leiter TV & Digitale Projekte” bei der Berliner Produktionsfirma AVE. Klimeš, der unter anderem das preisgekrönte Webvideo-Format “140 Sekunden” erfand, wird als erstes neues Projekt ein Magazin über Internet-Meme für ZDFinfo produzieren. (DWDL.de)

Lesetipp: Was macht man als Amerikaner, wenn man über 200 Dollar für sein Medienpaket aus Kabelfernsehen, Internetanschluss und Festnetztelefon bezahlt – und vor allem im TV doch nur ewige Stunden von Trash- und Langeweilefernsehen präsentiert bekommt? Wie schafft man es, nur für die Sachen zu bezahlen, die man wirklich nutzt? Geoffrey A. Fowler hat sein persönliches “Cutting-the-Cord”-Projekt für das Wall Street Journal aufgeschrieben (und auch als Video umgesetzt) und gibt so unterhaltsame und aufschlussreiche Einblicke in die amerikanische TV-Realität.

Neue Studie über käufliche “Let’s Player”

EA-Game "Battlefield 3": Produktions-"Beihilfen" nicht gekennzeichnet

EA-Game “Battlefield 3″: Produktions-“Beihilfen” nicht gekennzeichnet

Unsauber: Über ein Viertel aller größeren US-amerikanischen “Let’s Play”-Videoproduzenten lässt sich von den Herstellern der Games dafür bezahlen. Vor allem für Spieletests auf den großen Videoplattformen wie Youtube fließt regelmäßig Geld aus den Marketingabteilungen der Game-Industrie, oft als “Produktionsbeihilfen” ausgewiesen. Das belegt eine neue Untersuchung des Fachportals Gamasutra. Bereits vor einigen Monaten hatten Berichte über bestellte Spielrezensionen in der Gamer-Szene für einiges Aufsehen gesorgt. Auch große Firme wie Microsoft und EA waren in dieses “Stealth Marketing” involviert. Doch nach wie vor werden gekaufte oder “unterstützte” Let’s-Play-Videos nicht oder nur mangelhaft gekennzeichnet. (Tubefilter)

Prognose: Bis 2019 wird laut einer aktuellen Goldmedia-Studie der Gesamtumsatz im deutschen Video-on-Demand-Markt auf rund 750 Millionen Euro steigen. Dabei werde das Abonnement-Modell “Subscription-VoD” (wie bei Watchever, Maxdome oder Amazon z.B.) mit einem jährlichen Wachstum von etwa 50 Prozent am stärksten zulegen. Schon heute nutze bereits ein Fünftel aller deutschen WebUser VoD-Angebote. (Digitalfernsehen.de)

Mangelhaft: Eine neue Runde im mittlerweile beinahe skurrilen Streit zwischen Netflix und Verizon über die Schuld an mangelhaften Übertragungsqualitäten ist eröffnet. In dem jetzt von Netflix veröffentlichten Report über die Leistungsfähigkeit seiner Provider belegt Verizon mit Abstand den letzten Platz. Wir erinnern uns: bereits vor Monaten hatten die beiden Unternehmen eine exklusive Kooperation zur Verbesserung der Streamingperformance vereinbart. (Mashable)

Premiere: Mit einem aufwändig inszenierten Konzert des US-Folkpunkers Dave Matthews aus Jacksonville hat Yahoo in der vergangenen Nacht seine neue Reihe von Live-Musikevents gestartet. In Kooperation mit dem Konzertveranstalter “Live Nation” will Yahoo nun beinahe täglich ein Pop- oder Rock-Bühnenevent präsentieren. (Mediabiz)

Erforscht: Die Akzeptanz von mobiler Videowerbung steigt rapide an, und ist in seiner Wirkung mittlerweile sogar klassischen TV-Kampagnen teilweise überlegen. Das zumindest behauptet eine neue Nutzerstudie aus den USA. Einer der Gründe dafür seien die inhaltlichen und technischen Anpassungen, die bereits für viele mobile Spots in der Produktion vorgenommen werden. Allerdings würden Media- und Werbeagenturen immer noch zu häufig einfach Werbevideos aus dem klassischen TV ins Web übernehmen. (Adweek)

Brachial: Mit einem Youtube-Clip, in dem ein filigranes, mit einer brasilianischen Fahne geschmücktes, Cocktailglas von einem massiven deutschen Bierhumpen zerschmettert wird, hat der ARD-Radiosender “Bayern 3″ einen weltweiten Viralhit gelandet. Der, nun ja, eher simpel gestrickte Sieben-Sekunden-Spot wurde übrigens auf der Herrentoilette des Senders gedreht. (wuv.de)

Fehlerhaft: Ralf Wiegang weist in der Süddeutschen Zeitung darauf hin, dass bei der Rekordquote von 34,65 Millionen Zuschauern des WM-Finales zwischen Deutschland und Argentinien nur die Angaben der 5000 “klassischen” GfK-TV-Haushalte hochgerechnet wurden. Weder die immer populäreren Livestream-Angebote noch die deutschlandweiten Public Viewings seien in der Zählung enthalten.

Experiment: Über die gesamte kommende Fußballsaison wird ein Team von Sky Deutschland die Profifußballer von 1860 München, auf und vor allem auch abseits des Platzes, begleiten. Aus den Aufnahmen soll dann die vierteilige Dokumentation “57, 58, 59, Sechzig” entstehen. (DWDL.de)

Gerüchte um neues Youtube-Förderprogramm

youtube_neu_aufmacherAbsage: Youtube plant wohl doch keine Wiederauflage seiner “Originals”-Förderinitiative. Am Wochenende waren in den USA Gerüchte aufgekommen, nach denen die Videoplattform Investitionen von mehreren Millionen Dollar in die Schaffung neuer, sogenannter “Premium”-Inhalte beabsichtige. Nach Informationen von Tubefilter handelt es sich bei den bekanntgewordenen Gesprächen zwischen Youtube und einigen Webvideo-Produzenten nur um einen “normalen Gedankenaustausch” ohne finanziellen Hintergrund. Die Google-Tochter hatte das “Originals”-Programm, mit dem vor allem traditionelle TV-Sender und -Produzenten auf die Videoplattform gelockt werden sollten, im vergangenen Jahr nach eher mäßigem Erfolg eingestellt.

Weltmeisterlich: Mit 32,2 Millionen Tweets während des Endspiels Deutschland gegen Argentinien verzeichnete Twitter am Ende der Fußballweltmeisterschaft noch einmal einen Useransturm. Die Zahl der Final-Tweets blieb allerdings um 3,4 Millionen hinter dem Rekordwert des deutschen Halbfinales gegen Brasilien zurück. (Statista)

Strategie: Nach einer viel beachteten Startkampagne und positiven Userreaktionen ist es um den Internet-TV-Anbieter “Magine” hierzulande etwas ruhiger geworden. In einem Interview mit “Digital Insider” erläutert CEO Mattias Hjelmstedt nun, warum Deutschland die “Feuertaufe” für das Magine-Geschäftsmodell darstellt: Die regulatorischen Hürden seien hierzulande viel höher als in anderen europäischen Staaten, so Hjelmstedt. Schaffe man die, “so schafft man alle übrigen in Europa auch”. (Digitalfernsehen.de)

Ausgebaut: Seit der Öffnung der Entwicklerschnittstelle im Februar wurden bereits über 400 Apps für Googles “Chromecast” entwickelt oder angepasst. Noch für dieses Jahr rechnet Google mit mehreren tausend weiteren Angeboten auf dem HDMI-Stick. (Multichannel.com)

Etikett: Mit einer Namensänderung zu “Horizon Go” will Unitymedia Kabel BW sein mobiles Angebot bekannter machen. Bislang firmierte die App – wie auch die Settop-Box des Unternehmens – unter dem Titel “Horizon TV”. Parallel zum Namenswechsel kommt eine überarbeitete iOS-Version. (DWDL.de)

Hintergrund: Auch Webvideos über Wirtschaft können spannend und unterhaltsam sein, und damit auch zu viralen Erfolgen werden. Davon ist zumindest Paul Marcum überzeugt, der neue Chef von Bloombergs schon jetzt sehr umfangreichen Online-Videoangebot. Wichtig dabei sei vor allem, nicht versuchen zu wollen, das Fernsehen neu zu erfinden. (Adweek)

Lesetipp: “Allmachtsphantasien”, “Selbstherrlichkeit”, “schamloser Betrug” – Hans-Peter Siebenhaar lässt sich in seiner Medienkolumne für das Handelsblatt über die Affäre bei der ZDF-Show “Deutschlands Beste” scharf über das Zweite und vor allem dessen Programmdirektor Norbert Himmler aus. Der sei mit seiner “gottähnlichen” Attitüde nicht mehr tragfähig für die Sendeanstalt.

Emmy-Nominierung für deutsche “Game of Thrones”-Trickser

"Game of Thrones"-Szene: Einblick in die digitale Hexenküche

“Game of Thrones”-Szene: Einblick in die digitale Hexenküche

Faszinierend: Es kommt eher selten vor, dass sich Hollywoods Traumfabriken in die Karten schauen lassen. Doch bei der globalen Erfolgsserie “Game of Thrones” gehört das Veröffentlichen der digitalen Effekte, kurz VFX genannt, schon traditionell dazu. Nun hat die Stuttgarter Firma Mackevision, die auch zu den weltweit engagierten VFX-Machern von “GoT” gehört, ein neues Making-of-Video (s.unten) über ihre Tricks publiziert – und man versteht, warum Mackevision dafür soeben für einen Emmy in der Kategorie „Outstanding Special Visual Effects“ nominiert worden ist. (Stuttgarter Nachrichten)

Game of Thrones, Season 4 – VFX making of reel from Mackevision on Vimeo.

Masse: Maxdome, Watchever, Amazon – wenn von Video-on-demand in Deutschland gesprochen wird, geht es häufig nur um die großen Anbieter. Dabei gibt es hierzulande mittlerweile sage und schreibe 171 VoD-Angebote, davon immerhin 97 von heimischen Unternehmen. Das ergab eine Studie der “Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle”. Damit ist Deutschland nach Großbritannien und Frankreich der drittgrößte VoD-Markt in Europa. (Digitalfernsehen.de)

Skandal: Nach den Manipulationen bei seiner Show “Deutschlands Beste” geht das ZDF jetzt auch noch dem Verdacht nach, die Verschiebungen an der Prominenten-Rangliste seien politisch motiviert gewesen. Tatsächlich hatte die Redaktion die Position von SPD-Politikern wie Hannelore Kraft und Außenminister Frank-Walter Steinmeier verbessert, die Platzierung bei Unionspolitikern wie Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble verschlechtert. (Tagesspiegel)

Premiere: Die Fernseher der 9800er-Serie von Philips werden die ersten TV-Geräte in Europa sein, die mit Googles neuer Plattform AndroidTV ausgerüstet sind. Neben dem SmartTV-Portal von Philips wird Android auf diesen Geräten die Nutzung der Apps aus dem “Google Play Store” und weitere Anwendungen ermöglichen. (Digitalfernsehen.de)

Portfolio: Netflix wird seine hochgelobte, eigenproduzierte Serie “Fargo” bereits zu seinem Deutschland-Start (wahrscheinlich Ende September) auch hierzulande anbieten. Die erst neulich mit 18 Emmy-Nominierungen bedachte Reihe basiert auf dem gleichnamigen Film der Coen-Brüder aus dem Jahr 1996. (DWDL)

Technik-Tipp: Eine Welle von sogenannten “Timelapse”-Videos in den Sozialen Netzwerken prohezeit US-Techexperte Walt Mossberg für den Herbst diesen Jahres. Grund dafür sei, dass Apple in seine kommende Mobile-Software iOS 8 eine solche Zeitraffer-Funktion bereits als Standardfeature für die Kamera integrieren wird. Das Tool soll, so Mossberg in seiner Technikreview für Recode, weitaus komfortabler sein, als die diversen Timelapse-Apps, die es bereits von Drittanbieter gibt.

Fußball-WM treibt WebTV-Nutzung immens

ZDF-WebTV-Zusatzangebot zur WM: 1,3 Millionen neue App-User

ZDF-WebTV-Zusatzangebot zur WM: 1,3 Millionen neue App-User

Durchbruch: Die Fußball-WM 2014 hat die WebTV-Nutzung in Deutschland, vor allem mobil, in neue Dimensionen gehoben. Das belegen die Zahlen der Anbieter von Livestreams und Mediatheken, die nun nach und nach veröffentlicht werden. So gab etwa das ZDF stolz bekannt, das sein Livestream in den ersten dreieinhalb WM-Wochen mehr als 17 Millionen Mal abgerufen wurde. Die Mediatheken-App der Mainzer, die mit etlichen Zusatzfeatures wie mehreren Kameraperspektiven aufgehübscht wurde, fand während der WM 1,3 Millionen neue Nutzer und liegt jetzt bei 4,8 Millionen Downloads. Auch Zattoo, das bereits vor einigen Tagen seine respektablen Quoten für Einzelspiele veröffentlichte, kann sich um eine Vielzahl von neuen Kunden freuen: Allein in Deutschland verzeichnete der InternetTV-Anbieter 270.000 Neuregistrierungen, insgesamt nutzten 800.000 Zuschauer den Zattoo-Stream auf Smartphones und Tablets. (Digitalfernsehen.de; Zattoo-Pressemitteilung)

Erforscht: Das Phänomen “Second Screen” wird Alltagsrealität. Eine neue, aufwendige Studie von TNS Infratest belegt, dass sich das “Multi-Screening” immer weiter ausbreitet. Fast die Hälfte der weltweit befragten Menschen nutzen am Abend während des TV-Konsums zusätzliche digitale Geräte, um Mails checken, in sozialen Medien zu surfen oder online einzukaufen. (DWDL)

Expansion: Ein Geschäftsfeld ganz neuer Art testet Google/Youtube derzeit in Indien. In einer Kooperation mit “Tata Docomo”, einem der größten Mobilfunkbetreiber des Subkontinents, bietet Youtube seinen mobilen Zugang dort zu ermäßigten Preisen an. So können Nutzer zum Beispiel 300 MB Youtube-Datenvolume für umgerechnet 67 US-Cent erwerben – andere Videodienste kosten “Tata Docomo”-Kunden rund das Doppelte. (TheNextWeb)

Ausgezeichnet: Mit insgesamt 31 Nominierungen für die renommierten Emmy Primetime Awards, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, hat Netflix in den USA für einen Paukenschlag gesorgt. Neben der sehr erfolgreichen eigenproduzierten Serie “Orange is the New Black” konnte auch die Netflix-Dokumentation “The Square” mehrere Nominierungen einheimsen. Die Preisverleihung findet am 25.August statt. (Tubefilter)

Erweitert: Google hat die Funktionen seines Chromecast-Streamingssticks um ein lang erwartetes Feature bereichert: Nun ist es möglich, nicht nur einige, sondern alle Inhalte seines Smartphones oder Tablets, zum Beispiel auch Spiele, auf den TV-Bildschirm zu übertragen. Bislang ist die Erweiterung allerdings nur für Android-Geräte verfügbar. (Androidnext)

Lesetipp: Martin Krauss analysiert für ZEIT Online die TV-Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft, die für den ungestörten, glänzenden Eventeffekt einiges an Wirklichkeit aussparen.