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Video des Tages – das Beste aus Web und TV

Amazon hin, Deutsche Post her – man kann viel interessantere Dinge mit Drohnen machen, als Pakete vor die Haustür zu legen. Und schlimmere. Der Youtuber Alex Cornell hat – unter Missachtung der US-Flugaufsichtsregeln – eine filmische Vision umgesetzt, darüber, wie unsere allzeit von fliegenden Augen überwachte Zukunft aussehen könnte. Faszinierend, aber erschreckend.

Angsthasen auf vier Pfoten
“Cat-Content is King” lautet eine alte Weisheit des Internets. Beinahe alles, was über die Freunde mit den Samtpfoten publiziert wird, ist ein Erfolg. Aber nicht alle Lebewesen dieses Planeten mögen Katzen, wie die herrliche Clipsammlung “You shall not pass, dog!” beweist. So mancher Hund nämlich kommt mit “King Cat” im eigenen Haus überhaupt nicht klar.

Dass man in den USA ganz eigene militärische Traditionen und Ehrbezeugungen pflegt, ist hinlänglich bekannt. So gehört zum Beispiel zu beinahe jedem Footballspiel der Überflug von Kampfjets des lokalen Geschwaders über das jeweilige Stadion zwingend mit dazu, auch zum Gefallen der meisten Zuschauer. Doch ein aktueller Showauftritt der US Airforce empört nun selbst Patrioten.

Seit 1955 nämlich versorgt das “North American Aerospace Defense Command” (NORAD), das militärische Luftüberwachungkommando, die amerikanischen Kinder mit genauen Informationen über die Flugroute, die Santa Claus zu Weihnachten mit seinem Schlitten über dem nordamerikanischen Kontinent einschlägt, der “NORAD Santa Tracker” gehört zur uramerikanischen Weihnacht einfach dazu.

In diesem Jahr allerdings herrscht helle Aufregung um diesen militärischen Service für aufgeregte Kinder. Denn NORAD veröffentlichte ein Webvideo, das den Santa-Schlitten eskortiert von zwei Kampfjets zeigt. Zu viel für Kinderschützer und Psychologen, die die Verquickung von militärischen Gehabe mit Weihnachten für komplett verfehlt halten.

Die NORAD-Chefs reagierten auf die Kritik eher lakonisch: “Wir möchten nicht unsere wahre Aufgabe verschleiern, auch nicht vor Kindern. Es ist schließlich wie Werbung.”, verteidigte ein Sprecher das umstrittene Video. Und NORAD hat noch mehr zu bieten: In einem anderen Video bestätigten US-Geheimdienstler (etwa die NSA?), dass der anfliegende Santa Claus keine Gefahr darstellt.

Dazu hätte es womöglich keine Spione gebraucht.

http://www.youtube.com/watch?v=GhTLGBq-Uyg

Wann immer ein neuer Film in die Kinos kommt, wiederholen sich die stereotypen Rituale der Werbekampagnen. Erst werden Trailer veröffentlicht, dann “lustige” oder “spannende” Details der Dreharbeiten bekannt, schließlich starten die Schauspieler auf weltweite Promotiontour, die außer streng kontrollierten Interviews meist nichts zu bieten haben. Und genau darauf hatte Will Ferrell anscheinend keine Lust mehr.

Für seinen neusten Film “Anchorman2″, die Fortsetzung der Erfolgskomödie über den 70-Jahre-Fernsehmoderator “Ron Burgundy” absolviert der Schauspieler bereits seit Wochen eine Promotour ganz eigener Art: Er taucht als “echter” Charakter Burgundy regelmäßig im US-Fernsehen auf. Mal als ESPN-Gastkommentator beim Curling, mal bei den MTV Music Awards mit Daft Punk. Und er scheut auch nicht den Weg in die TV-Provinz. So moderierte er nun beim Sender “KX News” in North Dakota die Abendnachrichten. Das war zum einen sehr amüsant, zum anderen sehr aufschlussreich. Denn beim Auftritt des Retro-Anchors “Ron Burgundy” merkte man deutlich, wie wenig sich die klassischen US-TV-News in den vergangenen 40 Jahren verändert haben. Aber das war sicherlich auch ein Zweck der Unternehmung.

Um im Berliner Problembezirk Wedding Polizist zu sein, braucht es eine Menge von ganz speziellen Kompetenzen. Frustrationstoleranz, Stressimmunität und interkulturelles Verständnis zum Beispiel. Nun kommt womöglich bald eine neue Fähigkeit hinzu: Rap-Songs zu komponieren.

Das demonstriert zumindest ein jetzt öffentlich gewordenes Werk eines unbekannten Polizisten, der die Arbeit seiner Kollegen im so genannten “Abschnitt 36″, eines besonders problematischen Teil Berlins in einem eigenen Song mit dazugehörigem Video verarbeitet hat. Wie der laut Spiegel Online nur für eine interne Feier gedachte Film ins Netz gekommen ist, ist noch nicht geklärt. Ärger von Vorgesetzten droht dem talentierten Beamten “aus der Hooooood” aber nicht.

Während hierzulande Fernsehschaffende bis auf wenige Ausnahmen mit Twitter und dem berühmt-berüchtigten “Second Screen” fremdeln und das Vorlesen von Tweets durch so genannte “Twitter-Tussis”, meist aparte Jungredakteurinnen, das Höchste der Social-Media-Gefühle ist, geht man woanders weitaus kreativer mit dem Phänomen Twitter um.

So ist die Rubrik “Mean Tweets”, bei der Prominente die übelsten Hass-Tweets gegen sich vorlesen, schon ein Klassiker der “Jimmy Kimmel Show”. Aber mit welcher coolen Souveränität und Selbstironie in dieser Woche Stars wie Sharon Stone oder Kevin Bacon heftigste Beleidigungen über sich zitierten, war Entertainment at it’s best.

Wer an den USA verzweifelt in diesen Tagen (und wer tut das nicht?), der findet Trost in dem Country-Song “America sucks less” der Macher von “College Humor”, , einer der besten amerikanischen Satire-Seiten im Netz. Ein hübsch-bös gemachtes Spottlied, das zweierlei beweist. Erstens: Es geht immer noch schlimmer. Und zweitens: Nicht alle Amis sind dumm.

Babyvideos gibt es ja viele auf Youtube und die meisten entfalten ihren Charme wohl vor allem bei der eigenen Familie, die ihren Nachwuchs ja stets durch besonders rosarote Brillen sieht. Aber dieser Film hier, aufgenommen von einer französischen Hebamme, hat die Chance zu einem Klassiker des Genres zu werden. Die beiden Zwillinge, die nicht voneinander lassen können, rühren schon Millionen User weltweit.

Wer in Indien mit Filmen aller Art Erfolg haben will, kommt an den eisernen Drehbuchgesetzen Bollywoods nicht vorbei: Eine junge hübsche Frau muss mithilfe eines ebenso jungen und hübschen Mannes ein (kleines, mittleres, großes) Wunder vollbringen. Manchmal auch umgekehrt. Wichtig noch: Die ganze Familie muss irgendwie beteiligt sein, am Ende liegen sich alle in den Armen. Und wenn dann noch die alte Erbfeindschaft mit Pakistan überwunden wird – umso besser. All diese Regeln hat Google bei seinem neuen Imagefilm “Reunion” für den Subkontinent auch brav auf dreieinhalb Minuten beherzigt. Und dazu noch alle Google-Features und -Hardware mit eingebaut. Mehr geht nun wirklich nicht. Zum Heulen.

Italienische Fußballer gelten in Fankreisen ja schon länger als “Leichtumfaller” und “Schauspieler”. Aber was sich am vergangenen Wochenende beim Match zwischen Salernitana und Nocerina in der dritten Liga abspielte, war einmalig. Und hatte leider einen traurigen Hintergrund.

Weil den Ultra-Fans von Nocerina wegen vorheriger Ausschreitungen verboten worden war, zum Spiel anzureisen, sorgten sie auf eine andere Art für einen Spielabbruch: Sie bedrohten ihr eigenes Team so massiv, dass die Spieler vor Angst ständig Verletzungen vortäuschten, um ausgewechselt zu werden. Als nur noch sechs Spieler von Nocerina auf dem Platz standen, musste der Schiedsrichter das Match den Regeln nach abbrechen. Die genauen Hintergründe dieser Farce hat die “Irish Time” hier zusammengefasst. Aber die Bilder der “Verletzungsorgie” sprechen auch für sich.

So ein Leben als Pop-Video-Bitch ist schon hart: Ständig in knappsten Kostümchen herumposen, den Hintern wackeln oder an Tänzern reiben, an Hämmern oder ähnlichem Männerwerkzeug lecken und mit möglichst schmutzig-laszivem Blick in die Kamera schauen – das muss man erst mal draufhaben als junge Frau mit Starallüren von heute. Popstar Lily Allen hat sich mal so ihre Gedanken über die künstlerische Arbeit der Kolleginnen gemacht. We like.

Kommen zwei Kiffer zu Edeka… Okay, bevor jetzt einige hier meckern: Ja, der Spot ist schon etwas älter. Vom Mai diesen Jahres genauer gesagt. Da lief der von der Hamburger Agentur Jung von Matt tatsächlich für Edeka erdachte Werbefilm mit den zwei Grasfreunden im Kinovorprogramm von “Hangover 3″. Wo er bestens aufgehoben war, aber ihm niemand wirklich Beachtung schenkte. Mittlerweile aber findet der Spot viral seinen Weg durch die Youtube- und Social-Media-Welten. Und das klappt ja längst nicht bei jedem “viral” gedachtem Werberwerk.

Was für ein Wutausbruch: Als habe Rob Ford nicht schon genug Probleme, ist in dieser Woche auch noch ein Video aufgetaucht, das den Bürgermeister von Toronto noch mehr in Schwierigkeiten bringen wird. Die hatte Ford eh schon en masse nach seinem Eingeständnis, regelmäßig Drogen zu nehmen. Nun also dieser heimlich aufgenommene Film von einem nahezu komplett ausrastenden Bürgermeister, der jemanden offensichtlich sehr an den Kragen will. Von der örtlichen Zeitung auch noch zum besseren Verständnis untertitelt. F***.

Wenn man mal ehrlich ist: Für solche wilden Sachen sind doch die GoPros erfunden worden. Oder was immer an Equipment diese Parcour-Jungs bei ihrem Freerun über den Dächern von Moskau da auf dem Kopf haben. Spektakulär.

Die dümmste Fahrerflucht des Jahres… fand wohl neulich in Chicago statt. Besonders rührend ist der hilflose Versuch des Passanten (wohl der Fahrer des zuerst gerammten Taxis), den SUV mit bloßen Händen – und einem Regenschirm – aufzuhalten. Ab 1:30 wird es richtig bunt. (Bonustrack: Der Streit um die Lizenzrechte für das Video, der in den Kommentaren auf Youtube ausgetragen wird, ist beinahe ebenso unerbittlich)

Eigentor Eigenkorb beim Basketball? Doch, das gibt es…

Auch Japanerinnen lieben (ab und zu jedenfalls) einen großen saftigen Burger. Das Problem: Die strenge Etikette der japanischen Kultur verbietet es Frauen, in der Öffentlichkeit mit weit geöffneten Mündern zu essen. Doch die “Fastfoodkette” “Freshnesh Burger” erfand einen Ausweg aus dem Dilemma. Ironie inklusive.

Die böse Veralberung von unschuldigen amerikanischen Kindern hat bei Star-Moderator Jimmy Kimmel schon Tradition. Jedes Jahr nach Halloween bittet er die Eltern der Kleinen darum, denen vorzuschwindeln, sie hätten alle gesammelten Süßigkeiten der vergangenen Nacht einfach aufgegessen – und die Reaktion des Nachwuchses darauf zu filmen. Was dabei geschieht, ist mitunter ein Fall für den Kinderschutzbund. Aber immer unglaublich komisch.

Dass wir hier bei OneTV New York Fans sind und besonders gerne Videos über den Big Apple schauen, ist vielleicht bekannt. Die Stadt, die niemals schläft, scheint ein unendlicher Quell für Künstler und Filmemacher zu sein. Dementsprechend groß ist die Auswahl an sehr guten New York Filmen. Aber dieses Werk hier, das aus zusammen geschnittenen Sequenzen von nur einer Sekunde besteht, hat uns dann doch noch einmal mächtig beeindruckt.

Mediakraft sammelt 16,5 Millionen Euro von Investoren

Mediakraft-Stars "Y-Titty"

Mediakraft-Stars “Y-Titty”

Millionenspritze: Das führende deutsche Multichannel Network Mediakraft hat heute morgen bekannt gegeben, dass es “eine Finanzierungszusage von 16,5 Millionen Euro erhalten” hat. Niemals zuvor, so verkündete Mediakraft-CEO Spartacus Olsson in einem Newsletter (Download-Link) an die Netzwerk-Partner, sei “einem Multichannel Network aus Deutschland oder der EU eine höhere Summe durch Venture Capital zugeflossen”. Man werde die neuen Finanzmittel “in bessere Produktionsbedingungen und eine höhere Vermarktungskraft investieren”, so Olsson weiter. Den Namen des neuen Millioneninvestors nennt Olsson in dem Schreiben ebenso wenig, wie Details des Deals. Man werde am Freitag “die übrigen Medien über diesen wichtigen Schritt informieren”. Einem Bericht von Gründerszene zufolge handelt es sich um das französische Venture-Capitalist-Unternehmen “Iris Capital” und die Kölner “Capnamic Ventures”. Auch “Shortcut Ventures”, bereits an Mediakraft beteiligt, investiere ebenfalls noch einmal, so Gründerszene. Update 10:05 Uhr: Mediakraft hat per vorgezogener Pressemitteilung die Höhe der Investition und die beteiligten Firmen bestätigt.

Erfindung: Das Fraunhofer Institut hat unter dem Projektnamen “LinkedTV” eine intelligente Software entwickelt, die den Inhalt einer Sendung scannt, noch bevor diese ausgestrahlt wird, und sucht dazu themenverwandte Inhalte im Web. (Absatzwirtschaft)

Vernetzt: Nach einer aktuellen Studie von Strategy Analytics wird sich die Zahl der mit dem Netz verbundenen SmartTV-Geräte, Settop-Boxen und Spielekonsolen bis 2018 auf rund zwei Milliarden Geräte verdoppeln. (Techcrunch)

Zahlen des Tages: Mehr als 300 Millionen Videostunden liefert Youtube täglich aus, permanent werden rund 12,5 Millionen Videos zeitgleich über die Videoplattform abgespielt. (GoogleWatchBlog)

Verstärkung: Zu einem für die ganze Familie vollwertigen, attraktiven Programm möchte sich Netflix entwickeln – und hat dafür jetzt unter anderem Brian Wright verpflichtet, ein früheres Vorstandsmitglied des Kindersenders Nickelodeon. (Tubefilter)

Überblick: Schon jetzt gilt 2014 als ein Jahr, in dem “das große Geld” in die NewTV- und Webvideo-Szene kam. Kaum eine Woche vergeht ohne Meldungen über Investitionen vor allem großer und/oder traditioneller Medienunternehmen in erfolgreiche Startups der digitalen Bewegtbildbranche. Unsere Kollegen von Videonuze haben mal alle wichtigen Deals und große Finanzierungsrunden übersichtlich zusammengefasst.

Lesetipp: Jan Schlüter analysiert für Quotenmeter den Einsatz von Social-Media-Angeboten in der aktuellen WM-TV-Berichterstattung. Facebook- und Twitter-Postings von Fans und Sportlern seien zwar auf ARD und ZDF allgegenwärtig, würden aber von den Redaktionen nur sehr selten wirklich als “interaktives” Mittel genutzt.

Sehtipp: Die Herkunft eines Youtube-Videos, das den Frankfurter Flughafen als Basis der imperialen Sternenflotte aus den Star-Wars-Filmen zeigt, gibt nach wie vor Rätsel auf. Weder der Flughafen noch die Rechteinhaber Lucasfilm und Disney wollen mit der Produktion des knapp 70-sekündigen, hervorragend gemachten Clip etwas zu tun gehabt haben. Derzeit wird die siebte Episode der Sternen-Saga gedreht. (Horizont)

WM-Wahnsinn auch im TV: die Rekordquoten der deutschen Nationalelf

Der sensationelle 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im WM-Halbfinale gegen Brasilien brach nicht nur alle bisher aufgestellten fußballerischen Bestleistungen, sondern bescherte auch dem ZDF einen Einschaltquoten-Rekord: Mit 32,57 Millionen Menschen, das entspricht einem Marktanteil von 87,8 Prozent, übertraf das schon jetzt legendäre Spiel in Belo Horizonte den bisherigen Rekord, das WM-Halbfinale Deutschland gegen Spanien im Jahre 2010. Da hatten 31,1 Millionen Zuschauer eingeschaltet. Alle TV-Quoten für die WM-Endrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft seit 2006 haben die Experten von Statista in einer schönen Übersichtstabelle zusammengestellt.

Infografik: Brasilien-Gala knackt Rekordquote | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

OneTV-News: Deutsche WM-Tore, BBC, Youtube, Facebook

BBC-Grafik zum WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien: Doppelt zählt besser

BBC-Grafik zum WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien: Doppelt zählt besser

Versichert: Zur Feier des Tages ist die Topmeldung bei uns heute das jetzt schon legendäre Insert, das die BBC anlässlich des Endergebnisses des WM-Spiels Deutschland – Brasilien einblendete. Um sicher zu gehen, dass auch alle Zuschauer tatsächlich glauben konnte, was sie da sahen, präsentierten die Briten unter dem Motto “Doppelt zählt besser” die Anzahl der deutschen Tore nicht nur per Zahl, sondern auch ausgeschrieben. (via turi2.de)

Aufgerüstet: Facebook setzt mit der Einführung seines neuen mobilen Videoplayers, der in Kürze neben dem Hauptinhalt auch weitere Videotipps zeigen wird, noch verstärkter auf das Thema Bewegtbild. Die Auswahl der Empfehlungen, die im Player angezeigt werden, trifft übrigens nicht der User, der das Video gepostet hat – sondern natürlich der Facebook-Algorithmus. (Techcrunch)

Zusammenschluss: Das britische Multichannel Network Rightster kauft für insgesamt 50 Millionen Pfund den heimischen Konkurrenten Base79 – und wird dadurch zum größten MCN außerhalb der USA. (Tubefilter)

Total realistisch: So bastelt man sich eine aufregende Schlagzeile: Man nehme eine unbestätigte Schätzung (von eMarketer aus dem Dezember) über die erwarteten 2013er-Umsätze von Youtube in angeblicher Höhe von 5,6 Milliarden Dollar, vergleiche sie nun mit einer aktuellen (ebenfalls unbestätigten) Schätzung von TheInformation von angeblich nur 3,5 Milliarden – und ist dann total enttäuscht über die “weitaus kleineren” Umsätze. (Gebastelt bei Meedia.de) (Hintergrund: Die Crux mit Youtube und dem lieben Geld)

Neuzugang: Für die Zusammenarbeit mit deutschen TV-Sendern und Produktionsfirmen hat Twitter jetzt Michael Kollatschny verpflichtet, bislang “Head of Reality & Docu” bei Endemol. Er löst damit Isabelle Sonnenfeld ab, die künftig den neuen Bereich “News & Politics” bei Twitter leitet. (W&V)

Kooperation: Die TV-App “Dailyme”, mit der man sein eigenes TV-Wunschprogramm für die mobile Nutzung zusammenstellen kann, hat ihr Angebot um einen eigenen “SpiegelTV”-Kanal erweitert. Die Hamburger liefern Dokumentationen und Reportagen aus Gesellschaft, Natur, Mode, Sport und Umwelt. (Digitalfernsehen.de)

Hoffnungsschimmer: Nach langen Jahren der Durststrecke scheint PayTV in Deutschland nun doch langsam angekommen. Der hiesige Markt zählt nach Angaben des VPRT schon 6,4 Millionen Abonnenten, die Anzahl der PayTV-Kanäle hat sich innerhalb von drei Jahren auf 73 Sender verdoppelt, der Umsatz der gesamten PayTV-Branche lag 2013 erstmals bei über zwei Milliarden Euro. (DWDL.de)

Peinlich: Bei der Abstimmung für die ZDF-Show “Deutschlands Beste” ist es zu einem heillosen Durcheinander bis hin zum Verdacht der Manipulation gekommen. Im Stundentakt musste das ZDF gestern seine Versionen, auf welcher Zählgrundlage des Endergebnis nun eigentlich beruht, korrigieren. (FAZ.net)

Lesetipp: Maury Brown stellt für Forbes die “MLB Advanced Media” vor, den “größten unbekanntesten Medienkonzern der Welt”. Das Tochterunternehmen der amerikanischen Baseball-Liga MLB, das als eines der ersten auf das Feld eigener Bewegtbildproduktionen im Netz gesetzt hat, macht mit seinem WebTV-Programm von mittlerweile 400.000 Stunden jährlich einen Umsatz von 800 Millionen Dollar.

Axel Springer gibt “TunedIn” auf

"SocialTV"-App "TunedIn": Nicht so entwickelt, wie geplant"

“SocialTV”-App “TunedIn”: Nicht so entwickelt, wie geplant”

Abgeschaltet: Das Second-Screen-Angebot TunedIn muss in die Insolvenz gehen. Auch die Investition des Springer-Verlags, der Anfang 2013 als Mehrheitseigner bei dem Start-up eingestiegen war, half den Berlinern auf dem umkämpften SocialTV-Markt nicht mehr weiter. Die User-Zahlen erreichten nie relevante Größenordnungen, zudem hatte TunedIn immer wieder mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. “Wir haben 18 Monate an dem Projekt gearbeitet. Aber der Second-Screen-Markt hat sich nicht so entwickelt, wie wir geplant hatten”, erklärte ein Springer-Sprecher. Geschäftsführung und Insolvenzverwalter suchten jetzt gemeinsam nach einem geeigneten Investor oder Käufer.(Meedia)

Rückstand: Trotz großer Bemühungen (und Investionen) liegt das Streaming-Angebot von Amazon in den USA gegenüber dem Hauptkonkurrenten Netflix noch zurück. Netflix habe im Vergleich zu Amazon eine deutlich größere Auswahl an Spielfilm- und Serien-Hits, so eine aktuelle Studie. (Wall Street Journal)

Analyse: “Es geht vor allem um die Daten.” Yuyu Chen erklärt auf “clickz.com” die Strategie, die Facebook mit dem millionenschweren Kauf der Video-Werbeplattform LiveRail verfolgt. Es ist das bislang größte Investment von Facebook in den boomenden Webvideomarkt.

Initiative: In der Politik wachsen die Bestrebungen, die umstrittene 7-Tage-Regel für die Mediatheken von ARD- und ZDF zu kippen. Im Berliner Abgeordnetenhaus wurde nun ein Antrag der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen, Die Linke und der Piraten zur Abschaffung der Frist zur Abstimmung angenommen. Sollte der Entscheid positiv ausfallen, ist der Berliner Senat aufgefordert, Verhandlungen mit den anderen Bundesländern über eine Neuregelung dieser Fristen aufzunehmen. Bereits im vergangenen Jahr hatten mehrere Medienpolitiker die Abschaffung der 7-Tage-Regel gefordert. (Digitalfernsehen.de)

Abpfiff: Sky beendet nach mehreren vergeblichen Anläufen den Versuch, eine Fußballshow in Deutschland zu etablieren. Der PayTV-Sender stellt sein Format “Samstag Live!” ein, das am Abend des Bundesliga-Spieltage zuletzt als fast dreistündige, “interaktive Mitmach-Show für Fans” angepriesen wurde – allerdings gleichbleibend schlechte Quoten verzeichnete. (Quotenmeter.de)

Ablösung: Die US-Sendergruppe A&E Networks löst den “Biography Channel” in den deutschen Kabelnetzen durch seinen Premiumsender A&E ab. Der Kanal, der in erster Linie Serien und Reality-Shows zeigt, geht ab dem 22. September auf Sendung. (W&V.de)

Erfolgsrezept: Wie bei RTLplus in den 80er-Jahren: Mit Uralt-Filmen wie “Wenn der Vater mit dem Sohne” oder “Wenn mein Schätzchen auf die Pauke haut” und Soft-Erotik-Streifen, z.B. aus der berühmt-berüchtigten “Josefine Mutzenbacher”-Reihe möchte Helmut Thoma (“Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler”) seinem neu erstandenen Sender NRW.tv auf die Zuschauersprünge helfen. (DWDL.de)

Lesetipp: Das “Upload Magazin” portraitiert den amerikanischen Technikjournalisten Leo Laporte, der unter TWiT.tv eine eigene, sehr profitable Medienmarke mit Audio- und Video-Podcasts aufgebaut hat. (Upload Magazin)

Google schwärzt Provider für Streamingprobleme an

Google "Video Quality Report": Schwarzer Peter weggeschoben?

Google “Video Quality Report”: Schwarzer Peter weggeschoben?

Vorwurf: Nach Netflix beginnt nun auch Google in den USA damit, Internet-Provider für schlechte Qualität seiner Videostreams verantwortlich zu machen. Das amerikanische Medienmagazin “Quartz” entdeckte erste Hinweistafeln, mit denen Youtube-User auf Gründe für mangelhafte Streamingleistungen aufmerksam gemacht werden. Auf der dahinter liegenden Webseite veröffentlicht der Mutterkonzern Google dann Leistungsstatistiken des jeweiligen Providers, den der User benutzt. Vor einigen Wochen hatte Netflix bereits eine ähnliche Aktion gestartet, die in einem heftigen, immer noch nicht beendeten juristischen Scharmützel mit Verizon mündete. Die Provider befürchten, das ihnen durch die aus ihrer Sicht unberechtigten Vorwürfe Kunden verloren gehen: Youtube schiebe den “Schwarzen Peter” für seine Qualitätsprobleme einfach weiter. (Business Insider)

Konkurrenz: Der Medienunternehmer Dieter Hahn will mit dem PayTV-Sender “Sport 1 Plus auf dem Bundesliga-Markt mitmischen. Dazu möchte der Hauptaktionär der Constantin Medien AG ein Rechtepaket erwerben, das „Live-Bundesliga und zeitnahe Bundesliga-Wochenendberichterstattung“ beinhalte. Den Kunden solle das „weniger als zehn Euro kosten“, so Hahn. (Handelsblatt)

Aufgestockt: Die bislang eher unbekannte Online-Videothek Videociety will ihr Angebot deutlich ausbauen. Dazu schlossen die Hamburger neue Kooperationen mit Universal, der Tele München Gruppe, Paramount und Disney. (Digitalfernsehen.de)

Drohung: Wegen des Abfilmens von WM-Videos auf der Website der österreichischen “Kronen Zeitung” ist das Nachrichtenportal “oe24″ von der FIFA abgemahnt worden. Der ORF, von dem die “Krone” die Lizenzrechte an den Clips erworben hat, hat allerdings noch nicht offiziell reagiert. (stol.it)

Gestoppt: Am Veto von Russland und China gescheitert sind die Pläne, einige Szenen der neuen Staffel der Netflix-Erfolgsserie “House of Cards” im Sitzungssaal des UN-Sicherheitsrats zu drehen. Während die Chinesen angeblich zuerst das Drehbuch sehen wollten, begründeten die Russen ihr Nein mit angeblichen Raumschwierigkeiten. (DWDL.de)

Sehtipp: Spektakuläre Bilder ergab der Flug einer Drohne in das Feuerwerk, das anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstages über Nashville abgefeuert wurde. Fluggerät und Kamera überstanden den Einsatz nahezu unversehrt. (USA Today)

Studie bremst Wachstums-Träume für TV und Video

Geld_TVStillstand: Die Umsätze von TV und Onlinevideo werden in den nächsten Jahren, inflationsbereinigt, kaum steigen. Das prophezeit eine neue Studie der US-Marktforschungsagentur The Diffusion Group. Schon in den vergangenen 10 Jahren sei das Wachstum der Gesamteinnahmen im Bewegtbildmarkt nur relativ moderat gewesen, Onlinevideo habe dabei hauptsächlich Anteile vom klassischen Fernsehen geraubt. Die Effekte der neuen Mobile- oder VoD-Angebote würden sich erst ab 2020 signifikant auf die Einnahmen-Situation auswirken, so die Studie. Die jährlichen Einnahmen des Gesamtbewegtbildmarktes beziffert TDG auf 213 Milliarden Dollar.(Home Media Magazine)

Rekord: Das Multichannel Network Machinima hat als zweiter Youtube-Channel die Marke von fünf Milliarden Views überschritten. Bislang hatte das nur der Vevo-Channel von Popstar Rihanna geschafft. (Deadline.com)

Beeindruckend: Was passiert während einer Minute auf Youtube? Nun, unter anderem macht Googles Videoplattform in diesen 60 Sekunden rund 10.000 Dollar Umsatz. Und der derzeit größte Star des Netzwerkes, der Gamer “PewDiePie”, verdient etwa 12 Dollar. Diese und andere interessanten Fakten gibt es auf einer aktuellen Infografik von “Youtube Downloader” zu sehen. (Tubefilter)

Erfolg: “Game of Thrones” erobert auch in Deutschland den Second Screen: Mit knapp 47.000 Erwähnungen auf Twitter und Facebook führt die US-Fantasy-Serie, die hierzulande auf Sky läuft, die von Mediacom erhobene Rangliste “Social TV Buzz” im Juni an. Das Ranking wird allerdings durch die Sommerpause vieler Sendungen und die Fußball-Wm (die nicht in die Zählung mit einbezogen wird) beeinflusst. (Kress.de)

Pionier: Michael Darkow, der Geschäftsführer der GfK Fernsehforschung, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Darkow war einer der Begründer der TV-Quotenmessung, zuerst beim ZDF, ab 1998 dann bei der GfK. (W&V)

Lesetipp: Vor genau fünf Jahren benannte sich der PayTV-Sender “Premiere” in “Sky Deutschland” um – und versuchte damit einen Neustart in seiner äußerst angespannten wirtschaftlichen Situation. In einem Gespräch mit Digitalfernsehen.de erinnert sich Sky-Kommunikationschefs Wolfram Winter an die vergangenen fünf Jahre – und freut sich über die ersten, noch sehr zarten Erfolgspflänzchen.

Sehtipp: Interessante Highlights vom gestrigen “3.Deutschen Social TV Summit”, unter anderem Vorträge von Bertam Gugel und Shazam-Chef Josh Partridge, präsentiert die Bayerische Landeszentrale für Neue Medien auf einer eigenen Webseite.

Auslaufmodelle: Nach Panasonic beendet nun auch Samsung zum Ende des Jahres die Produktion von Plasma-TV-Geräten aussteigen. Die Nachfrage nach Plasma-Fernsehern lässt angesichts der wachsenden Konkurrenz durch LED-TVs kontinuierlich nach. (CNet)

Veranstaltungstipp: Unter dem Motto “Game Changing: Muss sich Fernsehen neu erfinden?” diskutieren beim “Trend-Talk” auf der IFA-Preview am 7.7. in Hamburg unter anderem Vertreter von ProSiebenSat.1, SPIEGEL TV, LG und OneTV Mag über die Zukunft des nach wie vor mächtigsten Mediums der Welt. Nähere Infos zum Event gibt es hier.

Livestream-Boom: So profitiert Zattoo von der Fußball-WM

Die Fußball-WM treibt auch die WebTV-Nutzung hierzulande zu neuen Höhen. So haben beispielsweise bis zu 120.000 Zuschauer pro Partie haben auf Zattoo die Vorrundenspiele der Weltmeisterschaft in Brasilien im Livestream verfolgt. Dies ist eine bemerkenswert hohe Zahl angesichts der umfassenden Berichterstattung im klassischen TV und den Webangeboten von ARD und ZDF, die ebenfalls herausragende Quoten einfuhren. Den Rekordwert bei Zattoo, das erstmalig konkrete Nutzerzahlen veröffentlichte, erreichte dabei die Begegnung zwischen Deutschland und den USA. Besonders auffallend ist die Tatsache, dass viele User vor allem am späten Abend den Internet-TV-Anbieter nutzten, so lockte etwa das Spiel England gegen Italien, das erst um Mitternacht angepfiffen wurde, noch rund 70.000 Zattoo-Zuschauer an. Aber auch andere Abendspiele schnitten gut ab, wie folgende Grafik zeigt.

Zattoo-WMQuoten

WM beschert Zattoo Rekordzahlen

WM-Spiel Deutschland gegen USA: Zuschauerboom auch im Netz

WM-Spiel Deutschland gegen USA: Zuschauerboom auch im Netz

Erfolg: Bis zu 120.000 Zuschauer pro Partie haben auf Zattoo die Vorrundenspiele der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien im Livestream verfolgt, eine bemerkenswert hohe Zahl angesichts der umfassenden Berichterstattung im klassischen TV und den Webangeboten von ARD und ZDF, die ebenfalls herausragende Quoten einfuhren. Den Rekordwert bei Zattoo erreichte dabei laut eigenen Angaben die Begegnung zwischen Deutschland und den USA. Besonders auffallend ist die Tatsache, dass viele User vor allem am späten Abend den Internet-TV-Anbieter nutzten, so lockte etwa das Spiel England gegen Italien, das erst um Mitternacht angepfiffen wurde, noch rund 70.000 Zattoo-Zuschauer an.

Erlöse: Bis zu 20 Prozent höhere Werbeeinnahmen pro Zuschauer erlöst CBS im Web gegenüber dem klassischen TV. Gründe dafür seien unter anderem die bessere Platzierung der Spots und anderer Werbemittel in den Online-Angeboten, sowie die im Web besser erreichte, jüngere Zielgruppe, so CBS-Marktforschungschef David F. Poltrack. (Variety)

Vormachtstellung: Für fast 70 Prozent aller US-Onlinevideo-Zuschauer ist Youtube die erste Adresse in Sachen WebTV. Netflix und Hulu folgen mit deutlichem Abstand. Die durchschnittliche Sehdauer beträgt dabei rund 15 Stunden in der Woche. (Reelseo.com)

Investition: Für geschätzte 500 Millionen Dollar hat Facebook die Webvideo-Vermarktungsplattform LiveRail gekauft, die mit über sieben Milliarden Spot-Abrufen pro Monat eine Spitzenposition in der Branche hat. Für Facebook ist die Akquise ein weiterer wichtiger Schritt beim Aufbau eines eigenen WebTV-Angebots. (Techcrunch)

Verlängert: Brian Sullivan bleibt weitere zwei Jahre Chef von Sky Deutschland. Ein Sprecher des Konzerns bestätigte, dass der Vertrag des US-Amerikaners bis 2016 verlängert worden sei. (DPA)

Abgeschaltet: Zum “Opfer” des Internets ist die altehrwürdige “Wochenschau” der ARD geworden. Das Erste stellt die Sendung, die seit über 60 Jahren allsonntäglich die wichtigsten News der vergangenen sieben Tage präsentierte, nun ein. “Der `Wochenspiegel´ erscheint uns als Rückschau auf die wichtigsten Themen der Woche im Zuge der verstärkt zeitunabhängigen Nutzung unseres Programms entbehrlich”, erklärte ARD-Programmdirektor Volker Herres verschwiemelt, aber wohl richtig. (DWDL.de)

Lesetipp: Kurt Sagatz hat für den Tagesspiegel getestet, wie informativ und unterhaltsam der Twitter-Second-Screen während eines WM-Spiels sein kann – und war sehr positiv überrascht.

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Gute Aussichten für Mobile Werbung

Mobile Video-Werbung: Vervierfachung bis 2018

Mobile Video-Werbung: Vervierfachung bis 2018

Boom: Die Einnahmen durch Mobile-Video-Werbung werden sich in den nächsten vier Jahren beinahe vervierfachen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Mobile-Jahresreports des US-Marktforschungsinstituts eMarketer. So werde allein in den Vereinigten Staaten das Volumen für mobile Bewegtbildkampagnen von 1,5 Milliarden Dollar auf über 5,5 Milliarden in 2018 anwachsen. (Videonuze)

Investment: Nun fangen schon die Startups an, sich gegenseitig zu kaufen. Der New Yorker Videonews-Anbieter “Nowthisnews”, der mit seinen ultrakurzen Nachrichten-Clips derzeit im Web sehr erfolgreich ist, holt sich mit der Akquise der Distributionsplattform Cliptamatic einen eigenen Dienstleister für die schnelle Social-Media-Verbreitung von Videos ins Haus. (Techcrunch)

Kontrolle: Der Ultrakurzvideodienst “Vine” hat mit seinem neuen Update nun erstmals ein Reporting-Tool für seine Clips eingeführt: Die sogenannten “Loop Counts” verraten die Anzahl der sechssekündigen Schleifen, die für ein Vine-Video aufgerufen wurden. (Tubefilter)

Comeback: Yahoo bastelt weiter eifrig daran, der führende WebTV-Sender zu werden. Der Konzern bestellte nun exklusiv für seine Videoplattform “Yahoo Screen” 13 neue Folgen der US-Sitcom “Community” die kürzlich von NBC eingestellt wurde. (Deadline)

Ohrfeige: Kein gutes Haar lässt TV-Altmeister Harald Schmidt an der derzeit – mit wenigen Ausnahmen – überall gefeierten “heute-Show” des ZDF. Das Satire-Format sei höchstens “volkstümliche Unterhaltung” bei der es vor allem um die “Bestätigung von vorgefertigten Meinungen” gehe, so Schmidt weiter in der SWR-Sendung “SWR1 Leute Night” (Mediathek-Link). Schmidts Fazit: “Es ist eigentlich immer zu Ende für eine Satire-Sendung, wenn der eigene Sender sich auf die Fahne heftet ‘Kuckt mal, was wir uns trauen’.”

Kasse: 7,68 Milliarden Euro haben ARD, ZDF und Deutschlandradio im vergangenen Jahr durch den neu gestalteten Rundfunkbeitrag eingenommen – das waren 188 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Davon gingen 5,47 Milliarden Euro an die ARD-Anstalten, 1,87 Milliarden Euro an das ZDF, 198 Millionen Euro an das Deutschlandradio und – nicht zu vergessen – 145 Millionen Euro an die Landesmedienanstalten. (Tagesspiegel.de)

Analyse: Deutschland, einig PayTV-Land? Torsten Herres beschreibt für Digitalfernsehen.de den ebenso überraschenden wie unaufhaltsam erscheinenden Transformationsprozess des hiesigen Fernsehens von einer Gratis-Fastfoodtheke zum erlesenen A-la-carte-Menu.

Lese- und Sehtipp: Einen Riesenhit im Netz hat der WDR mit seinem Clip “Fußballfloskeln wörtlich genommen” gelandet. Der fünfminütige Streifen, der typische Fußballsprüche wie “Er macht ihn rein” eins zu eins und urkomisch umsetzt, wurde für “Die Sendung mit der Maus” produziert. Im Gespräch mit “W&V” verraten die Macher, das “Datenstrudel”-Team Jörn Hintzer und Jakob Hüfner, die Entstehungsgeschichte des Viralerfolges.

Tool-Tipp: US-Tech-Guru Walt Mossberg stellt in seinem Blog auf Recode die neue iPad-Version der Videoproduktions-Software von Animoto vor, mit der jedermann in wenigen Minuten durchaus sehenswerte Videoclips herstellen kann.

Lesetipp: “Das deutsche Fernsehen ist hervorragend, wenn es denn auch hervorragend sein will. Ich gebe zu, dass dieser Anspruch oftmals fehlt.” Mit diesen Worten beschreibt Erfolgsproduzent Oliver Berben im ausführlichen Interview mit DWDL durchaus treffend den Zustand der heimischen TV-Szene. Aber, so Berben, der Mut zu mehr Experimenten und Risiken wachse bei Sendern und Machern wieder: “Weil man endlich merkt, dass durch neue Anbieter und sich ändernde Konsum-Gewohnheiten der Zuschauer die Stimme des Zuschauers lauter geworden ist.”

Veranstaltungstipp: Unter dem Motto “Game Changing: Muss sich Fernsehen neu erfinden?” diskutieren beim “Trend-Talk” auf der IFA-Preview am 7.7. in Hamburg unter anderem Vertreter von ProSiebenSat.1, SPIEGEL TV, LG und OneTV Mag über die Zukunft des nach wie vor mächtigsten Mediums der Welt. Nähere Infos zum Event gibt es hier.

NewTV nach Aereo – die Disruption geht weiter

"SimpleTV"-Box: Die Disruption geht weiter

“SimpleTV”-Box: Die Disruption geht weiter

Konkurrenz: Auch nach dem Aus für den TV-Streaminganbieter Aereo geht in den USA der Wettbewerb zwischen den traditionellen Fernsehsystemen und neuen, webbasierten Anbietern unvermindert weiter, berichtet die New York Times in einem ausführlichen Analysestück. Schon bald dürften Services wie der Settop-Box-Anbieter “Simple.TV” mit neuen Technologien massiv in das fast 170 Milliarden Dollar schwere TV-Geschäft eindringen. Diese Disruption werde schon zeitnah viele der bislang als ehern geltenden Gesetze des Fernsehbusiness sprengen, so die NYT.

Premiere: Immer mehr US-Fernsehsender präsentieren die ersten Folgen ihrer neuen Serien im Web, meistens auf Youtube. Der PayTV-Kanal HBO hat sich für die Bewerbung seines neuen Mysticaldramas “The Leftover” nun einen anderen Online-Partner ausgesucht: Yahoo wird die Premiere auf seiner “Screen”-Plattform zeigen, ein weiterer Erfolg für die Bewegtbildoffensive des Webkonzerns. (Tubefilter)

Umgeschaltet: Der amerikanische Touristikkonzern Royal Caribbean hat bei dem Multichannel Network “AwesomenessTV” zwei Teenager-Serienformate für Youtube in Auftrag gegeben. Bemerkenswert: Der dafür nicht genau bezifferte Beitrag “in signifikanter Höhe”, so eine Unternehmenssprecherin, sei aus dem Etat für traditionelle Fernsehwerbung “herausgelöst” worden. (Adage.com)

Forderung: Nach ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling appelliert nun auch Tobias Schmidt, Vorstandsvorsitzender des VPRT, die Wettbewerbsregeln für die heimischen Fernsehkonzerne zu lockern. Sonst sei man hierzulande im Kampf mit internationalen Konzernen wie Google benachteiligt. “Man kann nicht zwei Leute in die Arena lassen, aber nur dem einen eine Eisenkugel ans Bein binden“, erklärte Schmidt im Interview mit W&V. Bei Bewegtbild-Werbung dürfe zum Beispiel Youtube vieles, was per Gesetz deutschen TV-Sendern untersagt sei. “Google hat sich das zwar nicht ausgedacht”, kritisiert Schmid, “aber profitiert davon”. (WuV.de)

Rekord: Das Spiel USA gegen Deutschland bei der Fußballweltmeisterschaft hat in den USA neue Onlinevideo-Bestwerte aufgestellt: Mit über 3,2 Millionen Web-Zuschauern verzeichnete der übertragende Sender ESPN die mit Abstand höchste Abrufzahl in der Geschichte des Senders. Der bisherige Höchstwert lag bei 2,1 Millionen Zuschauern während des olympischne Eishockeyspiels Kanada gegen die USA. Allerdings litt der ESPN-Stream aus Brasilien unter dem hohen Andrang und brach mehrfach ab. (Variety)

Krise: Die lokalen und regionalen Fernsehsender in Deutschland senden immer aus dem Abseits. Mehr als 10 Prozent der Kanäle mussten allein 2013 ihren Betrieb einstellen. Schon über 30 Regionen Deutschlands werden nicht mehr mit einem lokalen TV-Programm versorgt. (Digitalfernsehen.de)

Begehrt: Die WM-App der ARD wurde bis Ende vergangener Woche bereits 1,3 Millionen Mal heruntergeladen und installiert. Auch das ZDF feiert mobile Erfolge: Die mit WM-Features aufgepeppte Mediatheken-App konnte seit Turnierbeginn 650.000 neue Nutzer gewinnen. (Digitalfernsehen.de)