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Endlich Quoten für das deutsche NewTV

WebTV-Angebot zu "Germanys Next Topmodel"

WebTV-Angebot zu “Germanys Next Topmodel”

Es hat lange gedauert, aber nun werden sie etwas bewegen. Die neuen WebTV-Quoten der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) sind, ungeachtet aller Lücken und Baustellen, die sie noch aufweisen, ein Meilenstein für die Entwicklung des NewTV in Deutschland. Hiermit wird auch hierzulande endlich die Existenz eines sehr dynamisch wachsenden neuen Marktes für die gesamte Bewegtbildindustrie “offiziell anerkannt”. Die Zahlen selbst, die durch Erhebungen bei den Webangeboten von bislang insgesamt 11 TV-Sendern (die ARD folgt noch) ermittelt werden, können aufgrund unterschiedlicher Messansätze nicht wirklich verlässlich Auskunft über das WebTV-Verhalten der Zuschauer geben – erste Anhaltspunkte sind sie gleichwohl schon jetzt. So etwa in der klaren Dominanz von Reality-Shows wie “Germany’s Next Topmodel” oder dem “Bachelor” auf RTL, die pro Folge mehrere hunderttausend Abrufe erzielen. Immerhin: Ein Anfang ist gemacht.

Ralf Klassen

OneTV-News: Die neuen WebTV-Quoten sind ein Meilenstein für die Branche

WebTV-Angebot zu "Germanys Next Topmodel"

WebTV-Angebot zu “Germanys Next Topmodel”

Die neuen WebTV-Quoten der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) sind, ungeachtet aller Lücken und Baustellen, die sie noch aufweisen, ein Meilenstein für die Entwicklung des NewTV in Deutschland. Hiermit wird auch hierzulande endlich die Existenz eines sehr dynamisch wachsenden neuen Marktes für die gesamte Bewegtbildindustrie “offiziell anerkannt”. Die Zahlen selbst, die durch Erhebungen bei den Webangeboten von bislang insgesamt 11 TV-Sendern (die ARD folgt noch) ermittelt werden, können aufgrund unterschiedlicher Messansätze nicht wirklich verlässlich Auskunft über das WebTV-Verhalten der Zuschauer geben – erste Anhaltspunkte sind sie gleichwohl schon jetzt. So etwa in der klaren Dominanz von Reality-Shows wie “Germany’s Next Topmodel” oder dem “Bachelor” auf RTL, die pro Folge mehrere hunderttausend Abrufe erzielen. Ein Anfang ist gemacht. (Zahlenzusammenfassung bei Meedia.de; Hintergründe auf DWDL.de)

Feierstimmung: Mit den jüngsten Millionen-Investitionen traditioneller Medienunternehmen in Youtube-Netzwerke, etwa wie die gestern bekannt gewordene Beteiligung von ProSiebenSat.1 am US-MCN “CollectiveDigital Studio”, schreitet die Transformation von Youtube zu einer durchprofessionalisierten NewTV-Plattform rapide voran – trotzdem gibt es noch sehr viele Baustellen, wie Will Richmond in seiner Analyse für Videonuze aufzeigt.

Alarmstimmung: Mit dem Aufstieg von Youtube, AOL und anderer Webvideodienste wachsen die Befürchtungen der TV-Branche. Nicht nur im Hinblick auf den Verlust von jüngeren Zuschauern, sondern zunehmend auch über den Wegfall von Werbebudgets traditioneller TV-Kunden, die von den neuen Playern auf dem Bewegtbildmarkt aggressiv angegangen werden. (Wall Street Journal)

Interaktiv: RTL II entdeckt die Werbemöglichkeiten des “Red Button”. Zum ersten Mal bieten der Münchner Sender und sein Vermarkter El Cartel Media in Zusammenarbeit mit “teveo interactive” eine Kampagne über ihr HbbTV-Portal an. Durch Drücken des roten Knopfes auf der Fernbedienung innerhalb von Formaten wie “Berlin – Tag & Nacht” und “Köln 50667″ bekommt der Zuschauer Zugang zu weiteren Informationen und exklusiven Rabattangeboten des werbetreibenden Kunden. (DWDL.de)

Zufrieden: Viele Benutzer von Streaming-Tools wie der “AppleTV”-Box oder des neuen “Chromecast”-Sticks von Google sind so angetan von der Technik, dass sie den Kauf weiterer Geräte für ihren Haushalt, also auch für das Zweit- und Dritt-TV-Gerät planen. (Multichannel.com)

Effektiver: Auch ohne “Schleichwerbung” und übertriebenes Product Placement sei Werbung auf Youtube günstiger und trotzdem erfolgreicher platziert, meint die Hamburger Performance-Marketing-Agentur “Eprofessional” und fasst die Vorteile von Webvideo-Ads in fünf Punkten zusammen. (Lead Digital)

Lesetipp: Alles schön und gut in der neuen Videostreamingwelt? Nicht für Farhad Manjoo. Der Autor der New York Times verzweifelt an alten Spielfilmen, ultrakurzen Ausstrahlungsfenstern, unflexiblen Kundenverträgen und einer zunehmenden Unübersichtlichkeit des gesamten VoD-Angebots. “Warum gibt es nicht ein Angebot für alles?”, fragt er. Tja. (New York Times)

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Gigantischer Boom für Mobile Video

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Ein nahezu unglaubliches Wachstum wird der weltweite mobile Videomarkt in den nächsten Jahren erleben. Eine aktuelle Studie des führenden Servernetzbetreibers Cisco prognostiziert eine sagenhafte Steigerung des mobilen Bewegtbilddatenverbrauchs um das 14-Fache innerhalb der nächsten fünf Jahre. 2018 werde der Videoanteil im mobilen Netz fast 70 Prozent betragen, so die Cisco-Studie. Wachstumstreiber seien vor allem neue, auf Mobile zugeschnittene Videoangebote und immer günstigere Flatrates der Provider. (Videonuze)

Es ist ein historischer Tag in der Geschichte von Sky Deutschland. Zum ersten Mal kann der PayTV-Sender schwarze Zahlen verkünden, genauer gesagt ein positives EBITDA von 35 Millionen Euro. (Sky-Pressemeldung)

Susan Wojcicki heißt die neue Chefin von Youtube. Die Google-Mitarbeiterin der ersten Stunde und derzeitige Vizepräsidentin des Konzern-Werbegeschäftes beerbt Salar Kamangar, der für Sonderprojekte bei Google verantwortlich bleibt. (re/code)

Die BBC hat ihre Vorreiterrolle bei der Transformation in einen modernen, digitalen Sender wieder einmal eindrucksvoll bewiesen: Der BBC “iPlayer”, das Video-on-Demand-Angebot der Briten verzeichnete 2013 über drei Milliarden Videoabrufe, eine immense Steigerung um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (C21Media)

Ist der traditionelle TV-Zuschauer doch eher bequem und nicht interaktiv interessiert? Diese alte Vermutung wird von einer neuen Studie aus den USA gestützt, die der dort sehr beliebte Festplatten-Videorekorder-Service TiVo erhoben hat. Danach wollen über drei Viertel aller Zuschauer weder Zusatzangebote zu Sendungen wahrnehmen noch mit anderen Zuschauern außer der eigenen Familie über das Programm diskutieren.(Hollywoodreporter.com)

Das klassische US-TV-Geschäft leidet unter den neuen Konkurrenten wie Netflix, Hulu oder Amazon – aber für hochpreisige PayTV-Anbieter wie HBO oder Showtime gilt das offensichtlich nicht. Diese legten nun erstaunliche Wachstumszahlen vor, mit über drei Millionen neuer Kunden allein 2013. (LA Times)

Amazon macht sich fit für das Geschäft mit Online-Video-Werbung. Der Handelsgigant, der sein Videoinhalte-Angebot seit einigen Wochen massiv ausbaut, hat nun die Video-Ad-Agentur “Free Wheel” gekauft, zunächst, um die Werbeflächen seines eigenen “Prime”-Videoportals besser auszulasten. Experten rechnen aber damit, dass dies nur der erste Schritt von Amazon in den nach wie vor boomenden Markt der Webvideo-Werbung ist. (re/code)

Die von der Arbeitsgemeinschaft Forschung vorgelegten ersten Ergebnisse der Streamingmessung, die endlich auch die Netzabrufe von TV- und Videoangeboten abbilden soll, sind mehr als dürftig und überhaupt nicht aussagekräftig ausgefallen. Der Grund: Zu viele Anbieter fehlen noch in dem Quotenpanel. Die AGF verspricht erste relevante Zahlen nun für Anfang 2015. (dwdl.de)

Lesetipp: Kayle Vanhemert stimmt für “Wired” mal nicht in den allgegenwärtigen “Netflix-ist-das-Größte”-Kanon ein, sondern übt sich in Detailkritik an dem gehypten Videostreamingdienst. Um richtig erfolgreich zu werden, müsse Netflix noch viel von der simplen, aber effektiven Zuschaueransprache des klassischen Fernsehens lernen. (Wired)

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