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970 Millionen für Twitch – Amazon sticht Google aus

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

Coup: Viele Branchendienste (auch OneTV Mag) hatten das Geschäft schon als (fast) besiegelt verkündet, nun aber wird der Game-Streaming-Spezialist Twitch doch nicht von Google aufgekauft. Stattdessen – und das ist selbst in diesem überhitzten Big-Deal-Jahr 2014 eine Sensation – hat Amazon nun die Live-Let’s-Play-Plattform gekauft, zum Preis von 970 Millionen Dollar. Warum das Geschäft mit Google, das Twitch wohl in Youtube integrieren wollte, platzte, ist noch genauso unbekannt wie die genauen Details der Pläne, die Amazon mit der Gamer-Videoplattform hat. Plant der Konzern ein Gegen-Youtube, wie einige Kommentatoren vermuten? Eher nicht. Aber schon allein der Twitch-User-Stamm, immerhin rund 50 Millionen Spieler, dürfte als Zielgruppe für den Handelsriesen interessant genug gewesen sein. Ein paar Games und Konsolen liegen ja doch noch in den Amazon-Regalen. (Videonuze)

Transparenz: Um mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen Klickbetrügereien in der Online-Videobranche zu schaffen, hat der Werbevermarkter Yume nun eine interaktive Weltkarte präsentiert, die nach eigenen Angaben jene Regionen zeigt, in denen aktuell mit Hilfe von falschen Servern oder anderen Manipulationen Klickstatistiken von Video-Werbespots in die Höhe getrieben werden. Schwerpunkt der Betrugsaktivitäten sind laut Yume Asien und Afrika. (Adweek)

Nebenjob: Eine (bislang) eher ungewöhnliche Kooperation mit jungen Youtube-Stars ist die BBC jetzt eingegangen: Der Sender startet auf seiner Jugend-Radiowelle BBC 1 eine wöchentliche Show mit wechselnden, bekannten US- und UK-Vloggern, die dort als Moderatoren ihre Lieblingshits präsentieren können. (Tubefilter)

Ausgezeichnet: Fast ausschließlich Altbekanntes wurde bei der diesjährigen Verleihung der Emmy-Awards in der vergangenen Nacht prämiert: Mit “Breaking Bad“, “Modern Family” und “Sherlock” kassierten die Dauergewinner der vergangenen Jahre erneut etliche Preise bei der wichtigsten TV-Auszeichnung, die eher mühselig und enttäuschend über die Bühne ging. (SPIEGEL online)

Abgeschmettert: Die Berufungskammer des Obersten Gerichtshofs der USA hat den Antrag des TV-Streaminganbieters “Aereo” auf eine Revision des Urteils gegen ihn abgelehnt. Damit dürfte das Unternehmen, das mit seinem “Piratensender”-Modell die gesamte traditionelle US-TV-Branche gegen sich aufgebracht hatte, wohl endgültig keine Chance mehr haben, wieder auf die Beine zu kommen. (Hollywood Reporter)

Amazons Videoservice mit Startschwierigkeiten

Amazon-Produktion "Alpha House": Werbebrief vom Chef persönlich

Amazon-Produktion “Alpha House”: Werbebrief vom Chef persönlich

Werbung: Briefe von Chefs an die liebe Kundschaft sind derzeit in der NewTV-Branche wohl schwer angesagt. Um die nach Medienberichten eher schleppende Nachfrage anzukurbeln, warb nun Amazons Videochef Bill Carr höchstpersönlich für seine mit großem Aufwand produzierten oder teuer eingekauften Bewegtbildinhalte. In einem per Brief und Mail verbreiteten, persönlich adressierten Schreiben, an die Kundschaft des “Prime-Instant-Video”-Service des Konzerns listete Carr ausgewählte Höhepunkte des Amazon-Angebotes auf, wie etwa die Serienhits “Downtown Abbey” oder “Duck Dynasty” und selbst produzierte Formate wie “Alpha House”. Carr beschreibt in dem Kundenbrief auch die unterschiedlichen Methoden, den Video-Dienst zu empfangen, darunter natürlich auch das eigene “FireTV” – sparte dabei aber die TV-Settop-Box von Apple wohlweislich aus. (Recode.net)

Fusion: Rupert Murdoch überlegt laut einem “Bloomberg”-Bericht, seine europäischen PayTV-Unternehmen BSkyB, Sky Deutschland und Sky Italia zu verschmelzen. Demnach soll die Briten von BSkyB die Kontrolle über die beiden Namensschwestern in Deutschland und Italien übernehmen. (Digitalfernsehen.de)

Zitat des Tages: “Aereo ist schlicht und einfach Diebstahl”. (Les Moonves, CBS-Vorstandsvorsitzender, über den umstrittenen US-TV-Streamingdienst)

Fokussiert: Der durchschnittliche US-Haushalt kann mittlerweile aus beinahe 190 TV-Kanälen wählen – und entscheidet sich doch immer für die gleichen 17 – wenn überhaupt. Das belegt eine neue Nielsen-Untersuchung. Diese Zahl ist seit 2008 quasi gleich geblieben, bei einer gleichzeitigen Steigerung des Angebots um rund 50 Prozent. (Wall Street Journal)

Preiserhöhung: Nicht nur Zattoo muss wegen gestiegener Kosten die Preise für sein TV-Streaming erhöhen, sondern auch der Branchenprimus Netflix. In den USA stieg der Preis für ein neues Netflix-Monatsabo um einen Dollar auf 8,99 Dollar an, das allerdings nur jeweils einen Stream in niedriger SD-Qualität beinhaltet. Bestandskunden behalten den alten Preis für die nächsten zwei Jahre. (Variety)

Vetternwirtschaft: Das ZDF hat eine leitende Redakteurin entlassen, die Drehbücher für Krimiserien eingekauft hat, welche ihr Ehemann unter Pseudonym geschrieben hatte. Dem Sender sei aber “kein Schaden” entstanden, betonte das ZDF. (FAZ.net)

Lesetipp: Peer Schader setzt sich mit dem oft von ARD und ZDF gebrauchten Argument, man habe den Auftrag ein möglichst großes Publikum zu unterhalten, auseinander. Dieses habe zu einer anbiedernden “Oberflächlichkeit” geführt, vor der auch schon längst viele Informationssendungen betroffen seien. (DWDL.de)

Lesetipp II: Frank Sinton analysiert auf Tubefilter die besten Wege für Medien- und andere Unternehmensmarken, ihre digitalen Videoinhalte an die richtigen Zuschauer zu bringen. Unter dem Motto “Youtube ist groß, aber nicht alles” sollten Vertriebswege gefunden werden, die dem jeweiligen Projekt angemessen sind. So könne man auf Kanälen wie Vimeo mittlerweile fast genauso hohe Reichweiten wie auf Youtube erzielen, aber mit ungleich besseren Kontaktwerten.

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Wochenrückblick: Amazon mit HBO, Magine mit Bild.de, Aereo gegen alle

Liebe OneTVMag-Leserinnen und -Leser, das kleine Plastikteilchen, das Sie hier unten sehen, könnte eine milliardenschwere Branche zum Einsturz bringen: In den USA sorgte in dieser Woche der Prozess gegen den TV-Streamingdienst “Aereo”, der mit eben diesen Microantennen die Signale der großen Broadcaster “abfängt”, jedenfalls für große Aufregung. Darüber hinaus gab es – wieder einmal – viele interessante neue Kooperationen in der Branche: Amazon nimmt HBO-Serien in sein VoD-Angebot, Yahoo und Vevo verbünden sich gegen Youtube, “Magine” startet in Deutschland – und sitzt im Bild.de-Boot.

Wir haben die News und Analysen zu diesen und anderen wichtigen Themen der Woche wieder für Sie zusammengefasst und wünschen gute Unterhaltung mit der heutigen Ausgabe, die sie mit einem Klick auf das untenstehende Foto erreichen. Die einzelnen Artikel können Sie dann innerhalb der Flipboard-Ausgabe mit einem Klick auf die jeweilige Schlagzeile ansteuern.

Beste Grüße aus der Redaktion, einen schönen Sonntag.

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OneTV-News: Amazons Millionen-Deal mit HBO

HBO-Serie "True Blood":  Amazon investiert weiter in den Kampf um NewTV

HBO-Serie “True Blood”: Amazon investiert weiter in den Kampf um NewTV

Coup: Amazon rüstet im Kampf um das NewTV-Geschäft weiter auf. Nach dem Verkaufsstart seiner Set-Top-Box “Fire TV” hat das Unternehmen nun in den USA einen großen Kooperationsvertrag mit dem PayTV-Anbieter HBO an Land gezogen. Ab Ende Mai werden bekannte HBO-Serien wie “Die Sopranos”, “True Blood”, “Deadwood” und “Six Feet Under” exklusiv über Amazons “Prime”-VoD-Service angeboten – der derzeit größte HBO-Erfolg “Game of Thrones” ist allerdings ebenso nicht dabei, wie die aktuellsten Staffeln der jeweiligen Serien. Amazon lässt sich das Geschäft nach Branchenberichten rund 300 Millionen Dollar für drei Jahre kosten. Es ist das erste Mal, dass HBO seine Inhalte in den USA über einen Drittanbieter zugänglich macht. Auch Netflix hatte lange mit HBO über die Nutzungsrechte der TV-Stoffe verhandelt. Für Deutschland hat der Deal im Moment noch keine Auswirkungen, es ist aber damit zu rechnen, dass zumindest Teile der Serien auch hierzulande bald im Amazon “Prime”-Shop auftauchen. (CNet) (Recode, Hintergund)

Bevorzugt: Das ist wohl das Ende der Netzneutralität. US-Internetprovider dürfen künftig Web-Unternehmen mit einem hohen Datenvolumen wie Amazon, Netflix oder Youtube, einen bevorzugten Zugang zu Endverbrauchern anbieten – gegen Sonderzahlungen. Das sieht ein Vorschlag der Aufsichtsbehörde “Federal Communications Commission” vor, der an diesem Donnerstag vorgelegt werden soll. Zugleich will die FCC die Internetzugangsanbieter verpflichten, den Zugang zu legalen Internetangeboten nicht zu blockieren oder einzuschränken. Die Behörde will im Mai über den Vorschlag, der noch geändert werden kann, abstimmen. (FAZ.net)

Hilfestellung: Das kanadische Multichannel Network “BroadbandTV” übernimmt Überwachung und Handling von Youtube-User-Beiträgen zu Fremantle-Formaten wie “American Idol”, “Got Talent” und “The X Factor” auf Youtube. Dabei komme die von BroadbandTV selbst entwickelte Technologieplattform “Viso Novi” zum Einsatz, teilte die RTL Group mit, zu der sowohl Fremantle als auch BroadbandTV über Beteiligungen gehören. (Tubefilter)

Pläne: Brittany Furlan, mit fast sechs Millionen Followern einer der größten Stars des Ultrakurzvideo-Dienstes “Vine”, soll nun auch auf anderen Kanälen Karriere machen. Dazu kooperiert das US-Comedy-Talent mit dem neuen Multichannel Network “Endemol Beyond”, einer Tochterfirma des niederländischen TV-Konzerns. Gemeinsam wolle man Formate für Youtube und TV-Sender entwickeln, verkündete Furlan. (Tubefilter)

Verpflichtet: Netflix hat sich auch für die nächsten Jahre die Dienste von Mitch Hurwitz gesichert, einem der meist gefragtesten Drehbuchautoren und Produzenten in Hollywood. Hurwitz hatte unter anderem die erfolgreiche Netflix-Comedyserie “Arrested Development” kreiert. (deadline.com)

Kausal: Oliver Welke, Moderator der satirischen “heute-Show” im ZDF, hat eine einfache Erklärung für die schlechte Qualität vieler deutscher TV-Angebote: “Leider halten die Programmmacher ihr Publikum für zu doof. Das gilt auch für die von den Öffentlich-Rechtlichen”, sagte Welke in einem Interview mit dem stern.

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OneTV-News: Neue Gerüchte um deutschen Netflix-Start

Netflix-Zuschauer in den USA: Rätselraten um Deutschland-Start

Netflix-Zuschauer in den USA: Rätselraten um Deutschland-Start

Countdown: Der Deutschland-Start von Netflix nimmt endgültig konkrete Formen an. Wie das Tech-Portal “Curved” vermeldet, wird der US-Videostreamingdienst hierzulande “ab September” verfügbar sein, parallel soll es einen Start in mehreren anderen europäischen Ländern geben. Tatsächlich planen mehrere Werbe- und Marketingagenturen aus Hamburg und München schon seit einiger Zeit die Netflix-Startkampagnen, bislang allerdings ohne konkrete Termine. Netflix-Sprecher Joris Evers bedauerte auf OneTVMag-Anfrage, er sei “leider nicht in der Lage, die Meldung zu kommentieren”. Nun wird es wohl tatsächlich ernst.

Endgültig: Das ZDF hat keinerlei Pläne, “Wetten, dass..?” nach seinem für das am Ende des Jahres angekündigten Aus irgendwann wiederzubeleben. Das sagte ZDF-Unterhaltungschef Oliver Fuchs nun beim Branchentreffen „Showgipfel“ in Köln. Er habe das Gefühl, die Trauer über das Aus für die Show mit Markus Lanz halte sich in Grenzen, so Fuchs. (Süddeutsche Zeitung)

Beworben: Plakate in der New Yorker U-bahn waren der erste Schritt, nun hat Youtube die erste Werbekampagne für ausgewählte Stars seines Netzwerkes auf das klassische TV ausgeweitet. In 30-Sekunden-Spots präsentieren sich die Beauty-Vloggerinnen Michelle Phan und Bethany Mota, sowie die junge Köchin Rosanna Pansino während der Werbepausen innerhalb großer TV-Shows. (Tubefilter, mit Videospots)

Interaktiv: Das ZDF hat zwei neue Facebook-Seiten gestartet: “ZDF Krimi” bietet Zusatzinformationen zu ZDF-Krimiserien und beantwortet User-Fragen. Unter dem Seitennamen “Auftragskiller” postet dagegen eine fiktive Person, die mit Humor auf die Krimiwelt des ZDF eingeht. (kress.de)

Deal: Amazon und die BBC haben einen umfangreichen Kooperationsvertrag geschlossen. Nutzer des Amazon-VoD-Service “Prime” in Großbritannien können aus einer großen Auswahl bekannter BBC-Formate, darunter etwa den Serienklassikern “Sherlock” und “Doctor Who” wählen. (Home Media Magazine)

Unakzeptabel: Nach einer Welle von rassistischen Facebook-Kommentaren gegen Aminata, eine der Kandidatinnen bei “Germany’s Next Topmodel”, hat ProSieben nun die Prüfung rechtlicher Schritte gegen die Verfasser der Kommentare angekündigt. (DWDL.de)

Lesetipp: Grandiose Serienformate, womöglich sogar Spielfilme – oder doch eine Webvideooffensive, mit schnellen, frischen, modernen Clips? Welche Bewegtbildstrategie Yahoo unter Chefin Marissa Mayer derzeit verfolgt, ist selbst für Branchenexperten rätselhaft. Massig Geld jedenfalls wird beim Konzern derzeit für alles, was sich bewegt, ausgegeben. Will Richmond versucht sich für Videonuze an einer Analyse.

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OneTV-News: Barack Obamas perfekte Youtube-Strategie

Barack Obama mit Youtube-Stars: Neue Politikformate für junge Zuschauer

Barack Obama mit Youtube-Stars: Neue Politikformate für junge Zuschauer

Vorbildlich: Barack Obamas Social-Media-Offensive, mit der der US-Präsident seine Gesundheitsreform bei einem jüngeren Publikum bewarb, sollte für jedes Unternehmen und Kampagnen in dieser Zielgruppe beispielhaft sein, analysiert Brendan Gahan für Tubefilter. Vor allem Obamas Kooperation mit führenden Youtube-Künstlern habe enorme Wirkung im Web gezeigt. Die Akzeptanzwerte des Präsidenten und seiner Politik seien bei Jugendlichen innerhalb kürzester Zeit exorbitant gestiegen.

Fehldisponiert: Amazons neue Set-Top-Box “Fire TV” ist bei Amazon ausverkauft. (Recode)

Verpflichtet: Richard Gutjahr, einer der bekanntesten deutschen Blogger, wird ab Mai für den Westdeutschen Rundfunk nicht nur Nachrichtensendungen moderieren, sondern auch neue Web-Formate entwickeln. Bereits vor zwei Jahren hatte Gutjahr zusammen mit anderen die interaktive “Rundshow” für den BR moderiert. (Clap-Club)

Interaktiv: ProSieben nimmt mit der Musikshow “Keep Your Light Shining” laut Eigenbeschreibung “als erster Sender weltweit” ein Castingformat mit Live-App-Voting ins Programm. Die Münchner kommen mit dem Start am 22. Mai der nationalen Konkurrenz von RTL zuvor, das seine ganz ähnliche Show “Rising Star” wohl erst später launchen wird. (Kress.de)

Überrascht: Vor allem dank des sensationellen Starterfolges von Jimmy Fallon bei der “Tonight Show” blickt der US-TV-Konzern NBC sehr optimistisch in die nahe Zukunft. Auch Rivale CBS glaubt an ein Wiedererstarken des klassischen TV, bei Zuschauern und Werbetreibenden. Entscheidend sei dabei die hohe Qualität neuer Inhalte bei Shows und Serien. (New York Times)

Ausgerechnet: Youtube schadet der Musikindustrie mehr als gedacht. Zu diesem Schluss kommen zumindest Wissenschaftler der University of Colorado, die nun die Plattenverkäufe von Warner im Jahre 2009 analysierten – einer Phase, in der Warner gegen die Verbreitung von Songs auf Youtube vorgegangen ist. Gerade Top-Alben haben sich demnach in dieser Zeit deutlich besser verkauft. (Computerwelt.at)

Lesetipp I: Hans Hoff fordert für DWDl.de das “Ende des Formatfernsehens”. Warum, z.B. müsse ein “Tatort” jedes Mal 89 Minuten dauern, wenn die Geschichte doch nach 60 Minuten auserzählt sei? Zudem wachse “eine Generation von jungen Menschen heran, denen es völlig wurscht ist, wann etwas wo läuft. Sie wollen ihre Sendung genau dann sehen, wenn sie sie sehen wollen. So was lässt sich einrichten.

Lesetipp II: Philip Oltermann analysiert für den “Guardian” die deutsche TV- und Webvideolandschaft und vor allem die europaweit erstaunlichen Karrieren von deutschen Youtube-Stars wie Y-Titty, Grohnk oder LeFloid. Fazit: “Among the educated bourgeoisie in the big cities, not owning a TV set has become a matter of pride.”

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OneTV-News: “Vice”-Boom bei den Webby-Awards

Vice_VideoAusgezeichnet: Aus dem WebTV-Angebot von “Vice” kommen die meisten Nominierten für die bedeutenden “Webby”-Awards, den “Oscars” für die Online-Videobranche. Gleich neun Filme, meist Dokumentationen, konnten die Vice-Macher platzieren. Ebenfalls gut vertreten sind die bekannten Comedy-Channel von “Funny or Die” und “College Humor”. (Tubefilter)

Begehrt: Mehr als verdreifacht hat sich das Datenvolumen für Onlinevideo, das Amazon im vergangenen Jahr ausgeliefert hat. Hauptgrund dafür ist das mit Millioneninvestments immens ausgebaute Videoangebot des Konzerns. Amazon streamt jetzt schon mehr Video als Hulu und Apple, liegt aber noch deutlich hinter Netflix und vor allem Youtube (Tubefilter)

Aufgerüstet: Google hat neue Funktionen auf seinem TV-Streamingstick “Chromecast” freigeschaltet. So ist es nun z.B. möglich, auch Youtube-Videos auf einen angeschlossenen Bildschirm zu übertragen, die als “privat” gekennzeichnet sind. Ebenfalls möglich ist nun die Übertragung von Youtube-Livestreams über den Chromecast, interessant ist dieses Angebot vor allem für kleinere Show- oder Sportevents. (Androidpolice.com)

Verständnis: Vince Gilligan, Erfinder und Produzent der Kultserie “Breaking Bad”, ist den Menschen nicht böse, wenn sie seine Serie illegal im Netz herunterladen: “Diesen Leuten kann ich nicht wirklich einen Vorwurf machen.” Verantwortlich dafür sei vielmehr die TV- und Filmbranche, die es nicht schaffe, “dass eine Serie auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit verfügbar ist”. (wuv.de)

Action: Die mediale Expansion von “GoPro” geht weiter. Nun wurde der Video-on-Demand-Kanal des Kameraherstellers auf Microsofts Spielkonsole “X-Box” gestartet, natürlich mit viel actionreichem Content, der stets per GoPro aufgezeichnet wurde. Und selbstverständlich bietet die App auf der X-Box auch direkten Zugang zum Kamerashop. (PC Magazin)

Spaßfrei: Der SWR hat auf der Suche nach Sparpotential erstaunliche Funde gemacht: So könnten ARD-TV-Shows wie “Verstehen Sie Spaß” nicht mehr aus wechselnden Stadthallen, sondern aus einem festen Studio gesendet werden. Auch der Talk “Nachtcafé” müsse nicht mehr aus einem Schloss in Ludwigsburg, die Kindersendung “Tigerentenklub” nicht unbedingt aus einer umgebauten Sporthalle in Göppingen kommen, so die SWR-Prüfkommission. Intendant Peter Boudgoust: “Die Entscheidung zur Senkung des Rundfunkbeitrags hat nochmals deutlich gemacht, dass wir in Zukunft mit noch weniger Geld auskommen müssen.” (DWDL.de)

Sehtipp: Der Unterschied zwischen “Zuschauern” und “Fans” ist in der neuen Videowelt von immens großer Bedeutung. Warum kein Programmmacher es sich mehr leisten könne, die Wünsche einer Generation zu ignorieren, die mit der Interaktivität des Netzes aufgewachsen sei, erklärte Youtube-Unterhaltungschef Alex Carloss in einem viel beachteten Vortrag auf der MipTV in Cannes. (Tubefilter, mit Video)

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Kampf um das “neue Gold” WebTV: Das planen Microsoft, Amazon, AOL und Yahoo

Amazon-Serie "Alpha House": Die neuen Player drängen mit Wucht auf den Markt

Amazon-Serie “Alpha House”: Die neuen Player drängen mit Wucht auf den Markt

Der Wettbewerb auf dem boomenden NewTV-Markt wird immer härter, die Konkurrenz immer größer – im doppelten Wortsinn: Nach Yahoo, AOL und Amazon plant nun mit Microsoft der nächste Techgroßkonzern die Produktion eigener TV-Serien, die derzeit als “neues Gold” der Branche gelten. Und die Riesen kommen mit Macht.

So produziere die vor eineinhalb Jahren neu gegründete Microsoft-TV-Abteilung, die von der früheren CBS-Managerin Nancy Tellem geleitet wird, derzeit bereits mindestens sechs Serienformate, die ab Juni vor allem wohl auf dem hauseigenen “Xbox-Live”-Netzwerk laufen sollen, meldet der Wirtschaftsdienst “Bloomberg”. Darunter eine Show mit US-Star-Comedian Sarah Silverman, eine Stop-Animation von Seth Green, eine Halo-TV-Serie produziert von Steven Spielberg und “Every Street United”, eine Fußballserie, die zur WM in Brasilien starten soll. Mehr als ein Dutzend weiterer Projekte seien in der Entwicklung, berichtet Bloomberg. weiter.

Auch bei Yahoo, das unter Chefin Marissa Mayer schon seit einiger Zeit eine aggressive Videoexpansionsstrategie fährt, reißen die echten News und falschen Gerüchte um neue Bewegtbildaktivitäten nicht ab. In der vergangenen Woche machten Meldungen die Branchenrunde, dass der Internetkonzern eine Art Gegen-Youtube entwickele. Nun berichtet das “Wall Street Journal”, dass Yahoo gleich vier neue Comedy-Serien für seine Videoplattform in Auftrag geben will. Das Budget pro halbstündiger Episode bewege sich angeblich zwischen 700.000 und (kaum glaublich) “mehreren Millionen Dollar”, so das “WSJ” weiter. Die TV-Angebote könnten schon Ende des Monats auf der Fernseh-Marketingmesse „NewFront“ in New York vorgestellt werden – allerdings fehlten noch ein paar Geldgeber für die Projekte.

Auch AOL, bereits seit einiger Zeit so etwas wie der heimliche Riese des amerikanischen Webvideo-Geschäfts, investiert weiter in den Ausbau seines Programms. Der US-Internetkonzern gab nun bekannt, dass er mindestens vier seiner selbst produzierten WebTV-Formate, von Comedy bis Techshow, verlängern möchte. Begründet sei die Investition durch die nach wie vor große Nachfrage an qualitativ hochwertigen Onlinevideoumfeldern für die Werbewirtschaft, so AOL.

Bleibt als letzter der großen Vier Amazon. Das hatte bereits im vergangenen Jahr damit begonnen, eigenen Videocontent zu produzieren. Nach groß angelegten Zuschauertest, auch mit Hilfe von Data-Tools, startete der Versandhandelriese über seine eigenen Video-on-Demand-Kanäle mehrere aufwendig hergestellte Serien, die bei Publikum und Kritik gleichermaßen gut ankamen. Für dieses Jahr hat Amazon eine zweite Welle an Eigenproduktionen angekündigt, die vor allem auch das Geschäft mit der soeben vorgestellten Streaming-Box “Fire TV” ankurbeln sollen.

In Deutschland lockt der Konzern gerade Neukunden mit Gratisangeboten auf seinem
“Prime Instant”-Videodienst . Hier kann man neben der Sitcom “Alpha House” nun auch die Comedy-Serie “Betas” sehen, die jeweils ersten drei Folgen der beiden Serien auch ohne Prime-Mitgliedschaft gratis.

Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die ambitionierten Videoprojekte von Yahoo, AOL und Microsoft den deutschen Markt erreichen.

OneTV-News: Auch Microsoft wird TV-Produzent

Microsoft TV-Chefin Nancy Tellem: Der nächste Techkonzern drängt auf den Onlinevideomarkt

Microsoft TV-Chefin Nancy Tellem: Der nächste Techkonzern drängt auf den Onlinevideomarkt

Konkurrenzkampf: Der Wettbewerb um den NewTV-Markt wird immer härter. Nach Yahoo, AOL und Amazon plant nun mit Microsoft der nächste Techkonzern, eigene TV-Serien zu produzieren. Die vor eineinhalb Jahren neue gegründete Microsoft-TV-Abteilung, die von der früheren CBS-Managerin Nancy Tellem geleitet wird, produziere derzeit bereits mindestens sechs Formate, die ab Juni auch auf dem hauseigenen “Xbox-Live”-Netzwerk laufen sollen, berichtet der Wirtschaftsdienst “Bloomberg”. Darunter eine Show mit US-Star-Comedian Sarah Silverman, eine Stop-Animation von Seth Green, eine Halo-TV-Serie produziert von Steven Spielberg und “Every Street United”, eine Fußballserie, die zur WM in Brasilien starten soll. Mehr als ein Dutzend weitere Projekte seien in der Entwicklung, berichtet Bloomberg. weiter.

Abgefahren: Googles Datenbrille “Glass” wird mittels der eingebauten Kamera jetzt zum Livevideo-Tool. Dazu schloss Google eine Kooperation mit dem New Yorker Startup “Livestream”, das sich auf mobile Bewegtbildübertragungen spezialisiert hat. Der Nutzer der Datenbrille kann die Livestream-App über Sprachbefehle ansteuern und die Übertragung mit einem einzigen Klick starten. (Techcrunch)

Ambitioniert: Die Gerüchte um die Bewegtbildoffensive von Yahoo überschlagen sich. Nun will das “Wall Street Journal” erfahren haben, dass der Konzern gleich vier neue Comedy-Serien in Auftrag geben will. Das Budget pro halbstündiger Episode bewege sich angeblich zwischen 700.000 und mehreren Millionen Dollar, so das “WSJ” weiter. Die TV-Angebote könnten schon Ende des Monats auf der Fernseh-Marketingmesse „NewFront“ in New York vorgestellt werden. (Videonuze)

Verlängert: Auch AOL investiert weiter in den Ausbau seines Videoprogramms. Der US-Internetkonzern gab nun bekannt, dass er mindestens vier seiner selbst produzierten WebTV-Formate, von Comedy bis Techshow, verlängern möchte. Begründet sei die Investition durch die nach wie vor große Nachfrage an qualitativ hochwertigen Onlinevideoumfeldern für die Werbewirtschaft, so AOL. (Adweek)

Erweitert: Amazon zeigt über seinen “Prime Instant”-Videodienst neben der Sitcom “Alpha House” nun auch seine selbst produzierte Comedy “Betas” in Deutschland. Die ersten jeweils drei Folgen der beiden Serien können auch Amazon-Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft gratis ansehen. (DWDL.de)

Aufgerüstet: Auch der zum Microsoft-Konzern gehörende Webvideo-Kommunikationsdienst Skype will in den wachsenden Markt für Online-Liveübertragungen einsteigen und bietet deshalb mit “Skype TX” eine erweiterte Version für TV-Produktionen an. (The Verge)

Experiment: Die ARD startet am 12. Mail im Vorabendprogramm die neue interaktive Show “Quizduell”, eine TV-Adaption der immens erfolgreichen Smartphone-App. Während der Sendung sollen dann Teams im Studio gegen die “Schwarmintelligenz” aller (oder einer großen Gruppe von) vereinigten “Quizduell”-App-Nutzern antreten. Moderiert wird die Sendung von Jörg Pilawa. (DWDL.de)

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