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Mobile Video boomt weiter

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mitgenommen: Der Boom für mobile Videonutzung bricht nicht ab, ganz im Gegenteil. Weltweit wurden im ersten Quartal des Jahres 21 Prozent aller Online-Videos auf Notebooks, Smartphones oder Tablets abgerufen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2013 lag dieser Anteil noch bei rund neun Prozent, 2012 bei gerade einmal 3,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der von Ooyala veröffentlichte “Global Video Index”. (Internetworld)

Verwirrung: Rudert Youtube im Streit mit den Indie-Musik-Labels zurück? Wie das Fachblog Digital Music News berichtet, sollen Videos der Künstler, die nicht am neuen Youtube-Streamingdienst “Music Pass” teilnehmen wollen (wir berichteten), doch nicht komplett von der Plattform verschwinden. Allerdings würde Youtube den betroffenen Künstlern nicht mehr erlauben, mit den Videos Werbeeinnahmen zu generieren, auch die vor Missbrauch schützende Lizenzrechteüberwachung würde laut Digital Music News in diesen Fällen deaktiviert.

Gesenkt: Apple hat den Preis für seine AppleTV-Box dauerhaft reduziert. Statt 109 Euro wird das Streamingbox in Europa nun regulär für 99 Euro verkauft (Amazon-Link). Experten sehen hinter diesem Schritt eine Reaktion auf die (nach wie vor) günstigeren Konkurrenzangebote wie Google Chromecast oder die Roku-Box. (Cnet)

Zitat des Tages: “Youtube wird schon in fünf Jahren das weltweit führende Medium sein, auf dem wir Bewegtbildinhalte konsumieren”, prognostiziert Jeffrey Katzenberg, Vorstandschef des Hollywood Major-Studios “DreamWorks”. (The Drum)

Umfrage: Die Mehrheit der deutschen TV-Zuschauer sieht in IP- oder WebTV-basierten Bewegtbildangeboten noch keine echte Alternative zu den klassischen TV-Verbreitungswegen Kabel und Satellit. Zwar seien vor allem die neuen mobilen Nutzungsmöglichkeiten interessant, allerdings würden die streng begrenzten Datenvolumen der deutschen Mobilanbieter den Gebrauch zu stark limitieren. (Digitalfernsehen.de)

Programmierung: ZDFneo spendiert dem letztjährigen Gewinner seines “TVLabs” einen ungewöhnlichen Sendeplatz. Das Wettstreit-Format “Tohuwabohu”, bei dem zwei Prominente um die Gunst einer Gruppe von Kindern wetteifern, wird ab dem 2. August jeweils samstags um 13 Uhr ausgesendet. (DWDL.de)

Sehtipp: Tutorials auf Youtube sind mittlerweile zu einer ganz eigenen Kunstform geworden, von Anleitungen, einen Apfel mit einer Bohrmaschine zu schälen bis zu Hinweisen, um seinen Namen zu tanzen, gibt es wohl keinen Ratschlag, den es auf Youtube nicht gibt. Der Dortmunder Hartware Medien Kunst Verein hat die 100 besten und unterhaltsamsten Video-Tutorials gekürt und zeigt sie in der Ausstellung “Jetzt helfe ich mir selbst” vom 5. Juli bis 31. August. (via WuV.de, mit Beispielvideos)

Lesetipp: Jan Riemens, Vorstandschef der mittlerweile fast weltweit agierenden WebTV-Agentur “Zoomin.TV” erläutert in einem ausführlichen Interview mit TheWrap die Gründe für das immens starke Wachstum seiner Firma und warum er in der Zukunft weniger auf die Partnerschaften mit Verlagen, sondern mehr auf Videoplattformen wie Daily Motion und Youtube setzt.

Der Nächste, bitte: Amazons Strategie mit “Fire TV”

"Fire-TV"-Box von Amazon: Kein Homerun, aber solide

“Fire-TV”-Box von Amazon: Kein Homerun, aber solide

Konkurrenz: Lange hatte die Branche es schon erwartet, gestern nun war es so weit: Auf einer Pressekonferenz in New York präsentierte Amazon seine Set-Top-Box “Fire TV” – und steigt damit neben Apple (“AppleTV”), Google (“Chromecast”) und einigen anderen Anbietern nun richtig in das boomende Geschäft mit Online-Videos ein. Fire TV kann unter anderem Filme und Serien aus dem Streaming-Angebot von Amazon auf Fernsehgeräte bringen. Neben Zugängen zu Youtube und Disney-Channel sind auch die Online-Videotheken Netflix und Hulu an Bord. Die Fire-TV-Box kostet 99 Dollar und kommt zunächst nur in den USA auf den Markt, Experten erwarten aber spätestens im dritten Quartal 2014 einen europäischen Markteintritt. Die Reaktion der Branche auf Fire TV fällt bis jetzt positiv bis gemischt aus: Während viele Kritiker die Solidität der Box loben und hervorheben, dass die integrierten Spielmöglichkeiten vor allem für (die wichtige Zielgruppe) Kinder sehr attraktiv werden könnten, bemängeln andere, dass Amazon die Chance verpasst hat, mit seiner Box neue technologische Standards zu setzen: Fire TV sei “kein Homerun, aber ein solides Zwei-Punkte-Spiel”, bemühte US-Experte Will Richmond einen Vergleich aus dem Baseball. Aber technologischer Spitzenreiter zu sein, ist noch nie Ziel von Amazons TV-Expansionsstrategie gewesen. Es dürfte spannend zu beobachten sein, mit welchen Bundle- und Rabattangeboten der Versandhändler sein Fire TV nun in den Markt drücken wird – analog zu der Vorgehensweise, die schon beim Reader “Kindle” erfolgreich war. (Spiegel.de) (Techcrunch)
(Erstes Hands-on-Video von The Verge)

Shopping: Die Serie der Aufkäufe von Webvideo-Netzwerken reißt nicht ab. Das zum “Dreamworks”-Konzern gehörende Unternehmen “Awesomeness TV” hat nun das Youtube-MCN “Big Frame” gekauft – für 15 Millionen Dollar in bar, wie alle Beteiligten stolz verkündeten. (Tubefilter)

US-Deal: Die ProSiebenSat.1-Tochter Red Arrow Entertainment hat in den USA einen schönen Auftrag an Land gezogen. Amazon hat bei den Münchnern eine Staffel der Krimiserie “Bosch” bestellt. Die Pilotfolge von “Bosch” hatte beim Test mit Amazon-Usern von den Usern sehr gute Noten bekommen. Red Arrow produziert nun mit seiner US-Tochter Fabrik Entertainment zehn Folgen für Amazon. (kress.de)

Drogen-Drama: Netflix plant die nächste selbstproduzierte Serie: „Narcos“ beschreibt das Leben von Pablo Escobar, der in den 80iger Jahren Chef eines der größten internationalen Drogenkartelle war. Die erste Staffel soll im Frühjahr 2015 starten. (Serienjunkies)

Bindungsangst: Immer mehr (US-)Zuschauer wollen ihren Video-on-demand-Inhalte lieber “nur” leihen als komplett kaufen. Wie eine neue Studie von Deloitte zeigt, hat sich der Anteil der Leih-Fans innerhalb des vergangenen Jahres nahezu verdoppelt, ebenso wie das generelle Interesse an gestreamten TV-Inhalten. (Home Media Magazine)

Nachruf: Ob Markus Lanz nun schon nach dem nächsten beiden “Wetten, dass..?”-Folgen abtritt, wie manche Boulevardmedien spekulieren, ist unklar. Aber der Sendung selbst werden schon etliche Abschiedskränze umgelegt. Der jüngste stammt vom FAZ-Starkritiker Michael Hanfeld: “Stundenlang einem mehr oder weniger aufregenden Wettstreit und auf dem Sofa lümmelnden Prominenten zuzusehen, die nur dabei sind, um einen neuen Film, eine neue Rolle oder eine neue Platte zu bewerben – das ist irgendwann durch.” (FAZ.net)

Lesetipp: Jan Mojto, einer der bekanntesten Akteure der deutschen TV-Produzentenszene, gibt in einem großen Interview mit DWDL.de Einblicke in eine Branche, die hierzulande zwischen Aufbruchstimmung und Resignation schwankt. Und obwohl auch Mojto konstatiert, dass der US-Markt mittlerweile um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte enteilt ist, sagt er: “Ich bin mir nicht sicher, ob Netflix das Paradies ist”

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OneTV-News: Disney kauft die Maker Studios

"Maker Studios" Logo:  Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

“Maker Studios” Logo: Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

Schon vor Wochen war darüber spekuliert worden, nun ist es endgültig: Der Disney-Konzern kauft die Maker Studios, eines der größten Youtube Netzwerke. Der Kaufpreis liegt bei 500 Millionen Dollar, kann sich aber nach Branchenberichten noch auf 950 Millionen steigen, wenn Maker in den nächsten Jahren bestimmte Umsatzziele erreicht. Mit dem Kauf wird Disney zu einem der größten Anbieter von WebVideo und erhöht seine Reichweite vor allem in jüngeren Zielgruppe signifikant. Die 2009 gegründeten Maker Studios erreichen mit ihren über 50.000 Youtube-Kanälen und Stars wie “PewDiePie” rund 380 Millionen Abonnenten und erzielen damit rund 3,5 Milliarden Videoabrufe monatlich.

Die gestrige Meldung des “Wall Street Journal”, dass Apple mit dem US-Kabelriesen Comcast über ein eigenes Videostreamingangebot verhandelt, versetzte die NewTV-Branche weltweit in Aufregung. Allerdings war es das fünfte Mal in vier Jahren, dass das “WSJ” eine solche Meldung (jedesmal mit wechselnden, potentiellen Partnern für Apple) absetzte. Warum ein solches, eigenständiges Angebot von Apple nach wie vor nicht plausibel wäre (unter anderem schlicht wegen immer noch fehlender eigener Inhalte), erläutern die Kollegen von “Time Tech” und “Videonuze” sehr gut.

AOL hat seine neue, ambitionierte Video-Strategie zum ersten Mal außerhalb der USA unter Beweis gestellt. Unter dem Namen “AOL On” startete der Internetkonzern eine üppig ausgestattete Videoplattform in Großbritannien, die sowohl Eigenproduktionen als auch Videos von Partnern präsentiert. Ergänzt wird das Webangebot demnächst durch Apps für iOS und Google Play. (Techcrunch)

Gebührengeld, gut angelegt: Das ZDF hat unter www.1914.zdf.de ein hervorragend gemachtes Multimedia-Special über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gestartet, das begleitend zur TV-Dokumentation vor allem mit außergewöhnlichen Filmaufnahmen aufwartet.

Hintergrund: Thomas Lückerath stellt für DWDL.de den neuen PayTV-Sender “GEO Television” vor, den RTL am 8. Mai zunächst nur über das IPTV-Angebot “Entertain” der Telekom startet. Die Kölner Privatfunker haben von Gruner und Jahr den Markennamen lizensiert, eine direkte Kooperation gibt es allerdings nicht.

Sehtipp: Der beste Werbespot des Jahres 2013 ist der Hornbach-Clip “Und was bleibt von dir?” von der Agentur Heimat und der Produktionsfimra Czar. Die Deutsche Werbefilmakademie zeichnete damit nach eigener Aussage “einen Film aus, der nicht vom Herzen auf die Geldbörse zielt, sondern bei dem am Ende eine Frage steht”. (WuV.de)

Lesetipp: Die New York Times interviewt Shane Smith, den Chef des gerade schwer angesagten Online-Newsdienstes “Vice”, der vor allem mit seinem aggressiven “modernen” Videojournalismus von sich reden macht.

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Wie geht’s weiter… Herr Schulz?

Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz: Keine Angst vor Netflix

Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz: Keine Angst vor Netflix

Watchever ist der Überflieger im deutschen Video-on-Demand-Geschäft. Ein Jahr nach seinem Start hat das Tochterunternehmen des französischen Telco-Riesen Vivendi dank massiver Werbung, eines aggressiven Preismodells und einiger bemerkenswerter Kooperationen (unter anderem mit AppleTV) zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung einen Spitzenplatz im NewTV-Genre eingenommen. Konkrete Umsatz- und Kundenzahlen nennt Watchever zwar (noch) nicht, aber dem Vernehmen nach laufen die Geschäfte gut. Und nun? – Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz eröffnet die Premiere unseres neuen Fragebogen-Formats “Wie geht’s weiter..?”

 

 
Wie geht es weiter…mit Watchever, Herr Schulz?
Genauso wie es im ersten Jahr angefangen hat: Es hat sich herausgestellt, dass die Deutschen durchaus bereit sind, für einen Videodienst im Internet zu bezahlen. Unser Modell ist massenkompatibel, man kann monatlich kündigen und wir verfolgen eine sehr offensive Preispolitik. Watchever hält Inhalte parat, die für die gesamte Familie von Relevanz sind und nicht nur auf eine einzelne Zielgruppe abzielen. Unser Team hat wiederholt innerhalb kürzester Zeit nach Kinostart bereits echte Filmperlen für das Portfolio verhandelt. Darunter fallen internationale wie deutsche Arthouse-, Kinder- und Dokumentationsfilme wie Hannah Arendt, Sightseers, Pussy Riot – A Prunk Prayer, Sushi in Suhl, aber auch Breaking Bad zwei Tage nach US-Start. Einige dieser Filme sind bereits ein knappes halbes Jahr und damit vor Jahresfrist nach Kinostart mit Watchever auf Smart-TVs, Tablet, PC oder Smartphones verfügbar.
 
Wenn Netflix kommt, dann…
…ist ein zweiter Player auf dem deutschen Markt, der einen tollen Service im SVoD (“Subscription video on demand”)-Markt anbietet. Das wird den gleichen Effekt haben, den wir nach unserem Markteintritt gesehen haben: Der SVoD Markt wird der Wachstumstreiber am digitalen Leihmarkt werden. Es geht gar nicht um Netflix gegen Watchever, sondern um den Anteil der täglichen Mediennutzung von SVoD gegenüber dem Free-TV. Wir hatten im vergangenen Jahr weit über 25 Millionen Nutzungsstunden – mit stark steigender Tendenz. Der deutsche Videomarkt darf sich über ein Rekordjahr freuen. Und dieser Markt wird weiter wachsen. Filmrechte werden immer zeitbeschränkt und lokal zwischen Free-TV und Pay-TV bzw. SVOD vergeben. Einen digitalen Anbieter, der alle Inhalte zeitgleich anbieten darf, wie es das im Musikbereich mit “Spotify” gibt, wird es bei Filmen und Serien nie geben.
 

Unsere erste eigene deutschsprachige Serie startet… (Und heißt…) 

Von mir aus könnte unsere erste eigene Serie schon morgen starten! Aber noch müssen wir uns etwas gedulden, wir partnern bei unserer Serie mit einem namhaften deutschen Produzenten und reden mit Schauspielern. Namen verrate ich jetzt noch nicht und gute Produktionen haben eine lange Vorlaufzeit.

 
Unseren monatlichen Flatrate-Preis von 8,99 Euro wird es…
…weiterhin geben. Wer bei Watchever ein Abonnement abschließt, kann für eine monatliche Pauschale so viele Serien und Filme aus dem Angebot auf dem heimischen Computer, Smartphone oder Tablet anschauen, wie er will. Und das zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Es gibt wirklich gute Filme und Serien bei uns. Und wir sind immer auf der Jagd nach neuen tollen Inhalten.
 
"Watchever"-Serie "Breaking Bad":  "Alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten"

“Watchever”-Serie “Breaking Bad”: “Alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten”

Das lineare Fernsehen wird es…
…geben, so lange es Sportevents, Live-Events und Nachrichten gibt, das sieht man an TV-Events wie aktuell den Olympischen Spielen. Es wird auch immer wieder Formate geben, die gut im linearen TV funktionieren. Jedoch: Das Medienutzungsverhalten ändert sich, denn ob Fernseher, Tablet oder PC, alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten. Mit SVoD vergrößern wir die gesamte Nutzungsdauer, erstens weil Nutzer nun außerhalb der Prime-Time qualitativ hochwertige Filme sehen; und zweitens können Haushaltsmitglieder parallel bei Watchever unterschiedliche Inhalte ansehen. Im ersten Jahr haben wir gesehen, dass SVoD in Deutschland funktioniert. Jetzt folgt der nächste große Schritt, also mit anderen Worten wir wollen weiter wachsen.
 
Dass einige hierzulande “PayTV” immer noch naserümpfend aussprechen…
…erklärt sich ganz einfach: Im Gegensatz zu anderen Märkten gibt es in Deutschland über die privaten Fernsehsender traditionell ein grosses Umsonst-Angebot an Inhalten. Man braucht kein Kabelfernsehen, um Inhalte zu sehen. In den USA, England  oder auch Frankreich gehen ohne Pay-TV viele Inhalte an einem vorbei. Und wir sprechen dann für den einzelnen Haushalt von ganz anderen Kosten.

Wir brauchen mehr Mut…

 
Ich wünsche mir von der deutschen TV-Branche…
…mehr Mut und Investitionen in hervorragende TV-Formate. Nachwuchsförderung auf allen Ebenen gehört dazu. Es gibt keinen einzigen Grund, warum wir hier nicht vor Ort Inhalte produzieren sollen, die sich – abseits vom Tatort – weltweit verkaufen und überall gesehen werden. Wir müssen unsere Geschichtenerzähler entdecken und fördern.
 
Youtube ist deshalb kein ernstzunehmender Konkurrent weil…
…wir einfach unterschiedliche Dinge machen. Video ist nicht gleich Video. Natürlich wird YouTube immer ein großer Bewegtbildlieferant sein und eine große Zahl des Video-Traffics kommt von YouTube, aber momentan ist das YouTube-Angebot für echte Film- und Serienliebhaber bescheiden. Gleichwohl haben Anbieter wie Google auch eine große Marktmacht und das finanzielle Polster, um Vertragsverhandlungen mit Studios und Produktionshäusern auf globaler Ebene umzusetzen. Guter Content ist das teuerste Gut. Von Beginn an haben wir uns bei Watchever auf die Fahne geschrieben, dass wir den besten Content zum fairsten Preis anzubieten. Darunter fallen auch exklusive Inhalte, wie “The Returned” oder “Braquo”, die von Canal+, unserer Vivendi-Schwester kommen.
 
In 20 Jahren wird Bewegtbild
…uns beschäftigen wie heute, denn es ist die emotionalste Form der Unterhaltung, die unsere Fantasie und Vorstellungskraft gefangen nimmt, Spannung und Mitfiebern erzeugt. Bewegtbild werden wir anders konsumieren – über OTT werden Serien und Filme auf alle Geräten werden immer und überall verfügbar sein und mit neuen Generationen von Datenbrillen werden wir die Möglichkeit haben, uns auch zuhause und sogar in beengten Reisesituationen zu fühlen wie im Kino.

OneTV-News: Apple macht ernst mit dem TV

AppleTV-Box: Bald schneller, übersichtlicher und mit viel mehr Programmen? (Fotoquelle: Apple/PR)

AppleTV-Box: Bald schneller, übersichtlicher und mit viel mehr Programmen?
(Fotoquelle: Apple/PR)

Apple + TV = Schnappatmung. Seit Tagen schon überschlagen sich im Netz die Gerüchte über neue Strategien, Software und Geräte, mit denen der Konzern aus Cupertino jetzt endlich das lukrative Fernsehgeschäft angreifen will. Nun wird es erstmals konkreter. Das gewöhnlich sehr gut informierte Technology-Ressort von Bloomberg berichtet nicht nur darüber, dass Apple seine TV-Box komplett überarbeitet hat (mit schnelleren Prozessoren und besserer Navigation) und im April vorstellen will – Apple sei nun auch kurz davor mit mehreren TV-Inhalteanbietern, darunter als prominentesten Vertreter Time Warner, Verträge über die Syndizierung von umfangreichen Videomaterial abzuschließen. Das wäre tatsächlich ein Durchbruch an einer Front, an der sich Apple bislang vergeblich abgekämpft hat – und eine gewaltige Erhöhung der Attraktivität des AppleTV-Angebots. Für ein eigenes TV-Gerät von Apple, über das immer noch spekuliert wird, wäre eine solche Optimierung der Box und ihres Programmes wohl das endgültige Aus. (Bloomberg)

Bietet der Second Screen doch mehr Vermarktungschancen als bisher vermutet? In einer neuen Untersuchung, die Nielsen in den USA veröffentlicht hat, wird klar, dass viel mehr TV-Zuschauer während des Programms auf ihrem Tablet oder Smartphone surfen, als bislang angenommen. Auch die Akzeptanz für Werbe- oder Shoppingangebote auf dem zweiten Bildschirm ist höher als gedacht. (Business Insider)

Der Rundfunkbeitrag bleibt weiter in der Diskussion. Angesichts höherer Einnahmen als zunächst vermutet, hatte die KEF vorgeschlagen, den Beitrag ab 2015 um 73 Cent zu senken. Die ARD-Gremien warnen nun vor einem “Schnellschuss”. (dwdl.de)

Hintergrund: In einer groß angelegten Studie haben der Videovermarkter YuMe und die Medienforscher von Interpret die Wirkungsweise von Videowerbung auf diversen digitalen Endgeräten untersucht. Dabei schnitten Spielkonsolen und (etwas überraschend) SmartTVs am besten ab. (Reelseo)

Die Ministerpräsidenten der Länder werden über ein gemeinsames Jugendangebot von ARD und ZDF für Fernsehen, Radio und Internet im März entscheiden. Das verkündete SWR-Intendant Peter Boudgoust nun bei der Jahrespressekonferenz seines Senders. Der SWR hat die Federführung für das Projekt übernommen. (kress.de)

Sehtipp: US-Comedy-Legende Jerry Seinfeld hat sich als leidenschaftlicher Fan der neuen Webvideo-Szene geoutet. In einem ebenso unterhaltsamen wie klugen Interview mit dem Internetportal “Buzzfeed” schwärmt Seinfeld über das kreative Potenzial, das durch das Internet allgemein und die neuen Möglichkeiten des digitalen Fernsehens gerade für Künstler freigelegt worden sei. (Tubefilter)

Lesetipp: In einem sehr beachtenswerten Beitrag für Re/Code analysiert Albert Lai, Technikvorstand von Brightcove, die Möglichkeiten, die Googles neuer TV-Dienst Chromecast für die Zukunft des Fernsehens eröffnet. Vor allem die Leichtigkeit, mit der neue Inhalteanbieter wie Chromecast-App auf die großen TV-Geräte kommen könnten, werde eine Welle von neuen Bewegtbildangeboten initiieren, so Lai.

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OneTV-Ticker vom 29.01.2014: Red Bull landet auf AppleTV

Mit dem spektakulären Stratosphärensprung von Felix Baumgartner inszenierte Red Bull eines der TV-Highlights 2013

Mit dem spektakulären Stratosphärensprung von Felix Baumgartner inszenierte Red Bull eines der TV-Highlights 2013

Es ist ein durchaus historischer Bewegtbildmoment: Zum ersten Mal nimmt AppleTV mit Red Bull TV einen Anbieter von Branded Content in sein Angebot auf – ein Ritterschlag für die erst vor drei Jahren gestartete Action-und Entertainment-Videoplattform des österreichischen Getränkeherstellers. Die Strategie des Unternehmens, mit aufwendig inszenierten und selbstdistribuierten Events (mit dem Höhepunkt des Stratosphärensprungs von Felix Baumgartner) seine Marketingbotschaften weltweit auf alle digitalen Plattformen zu bringen, geht damit ein weiteres Mal auf. (Variety)

Der Second Screen ist Realität. Zumindest in den USA planen alle großen TV-Produzenten den zweiten Schirm mit ein, wenn es um die Konzeption neuer Shows und Serien geht. Dies geht aus einer groß angelegten Branchenumfrage hervor. Nach wie vor gibt es in der Produzentenszene aber Ängste, die Angebote auf Smartphones und Tablets könnten die Aufmerksamkeit vom ersten Bildschirm ablenken. (Home Media Magazine)

Für ein Second-Screen-Angebot heißt es allerdings “Feierabend”. Yahoo nimmt seine TV-App “IntoNow” vom Markt. Der Service, bei dem Nutzer bestimmte Sendungen aufrufen und darüber diskutieren konnten, hatte sich nie gegen Twitter und andere Anbieter etablieren können. (Techchrunch)

Die amerikanische Wrestling-Organisation WWE hat in den USA (und vielen anderen Ländern weltweit) ungefähr die gleiche Bedeutung wie hierzulande die Fußball-Championsleague. Darum ist der Beschluss der WWE, ihren Bewegtbild-Content (bis auf einige Live-Ausnahmen) nicht mehr über traditionelle TV-Kanäle, sondern nur noch im Netz anzubieten, für die US-Branche von einiger Bedeutung und gilt als erster großer Test für die Akzeptanz von WebTV. Die WWE hatte sich nach dreijährigen vergeblichen Verhandlungen mit Kabelbetreibern dazu entschieden, ein eigenes Pay-Angebot aufzubauen. (Adweek)

Die Gerüchte, um eine baldige Expansion von Netflix nach Deutschland und Frankreich reißen nicht ab. Dieses Mal berichtet das Wall Street Journal über schonweitreichende Verhandlungen, die der Videostreaminganbieter über Rechte und Lizenzen in den Ländern führe. Allerdings stoße das Unternehmen in Europa auf schwierige Rahmenbedingungen.(GigaOm)

Lokale TV-Nachrichten erleben in den USA ein (kleines) Comeback. Nach langen Jahren des Rückgangs sind die Quoten für regionale Sender nach einer Nielsen-Studie wieder etwas gestiegen.

Die umstrittene Amazon-Doku der ARD darf weiter ausgestrahlt werden. Über die Reportage, die über verheerende Arbeitsbedingungen in den deutschen Dependancen des Versandhändlers berichtet hatte, war von einem ehemaligen Amazon-Dienstleister juristisch angegriffen worden. (dwdl.de)

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