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WM auf Bild.de: Verbalgrätschen gegen die “Trottel”

WM-Spielbericht auf Bild.de: "Heeeuuul dooooch!"

WM-Spielbericht auf Bild.de: “Heeeuuul dooooch!”

Mit dem Einkauf der Highlights der diesjährigen Fußball-WM hat Bild.de den nächsten Schritt im Aufbau eigener Bewegtbildkompetenzen gemacht. Das Springer-Medium möchte sich neben den klassischen TV-Sendern als ernstzunehmendes Fußballangebot etablieren. Leider aber halten nicht Beteiligten bei diesem ambitionierten Vorhaben mit. Oder gehören die verbalen Blutgrätschen von Kommentator Dirc Seemann bei der sechsminütigen Zusammenfassung des Spieles Deutschland – Portugal etwa zur Strategie? Ungewöhnlich plump selbst für raubeinige Bild-Verhältnisse ließ der studierte Jurist Seemann (der übrigens für einen Sportjournalisten einen interessanten Nebenerwerb hat) neben einigen plumpen Nationalismen (“Machen diese Kerle die Nation stolz und glücklich?”) und Logik-Aussetzern (“Das nahm natürlich Last von dieser Verantwortung”), vor allem Häme gegen den Gegner los. So wetterte Seemann etwa gegen den portugiesischen Abwehrspieler Pepe, der die Rote Karte bekam: “Was für ein Dussel! Danke, Pepe, Du Trottel !” Oder zu Bildern eines enttäuschten Ronaldos: “Und (was war) auf der anderen Seite? Bitte entschuldigen Sie, hahaha. Heul doch! Heeeeuuuuuul dooooooooch!” Echt zum Weinen.

Heuuuuul dooooch! – WM-Blutgrätschen bei Bild.de

WM-Spielbericht auf Bild.de: "Heeeuuul dooooch!"

WM-Spielbericht auf Bild.de: “Heeeuuul dooooch!”

Vergriffen: Mit dem Einkauf der Highlights der diesjährigen Fußball-WM hat Bild.de den nächsten Schritt im Aufbau eigener Bewegtbildkompetenzen gemacht. Das Springer-Medium möchte sich neben den klassischen TV-Sendern als ernstzunehmendes Fußballangebot etablieren. Leider aber halten nicht Beteiligten bei diesem ambitionierten Vorhaben mit. Oder gehören die verbalen Blutgrätschen von Kommentator Dirc Seemann bei der sechsminütigen Zusammenfassung des Spieles Deutschland – Portugal etwa zur Strategie? Ungewöhnlich plump selbst für raubeinige Bild-Verhältnisse ließ der studierte Jurist Seemann (der übrigens für einen Sportjournalisten einen interessanten Nebenerwerb hat) neben einigen plumpen Nationalismen (“Machen diese Kerle die Nation stolz und glücklich?”) und Logik-Aussetzern (“Das nahm natürlich Last von dieser Verantwortung”), vor allem Häme gegen den Gegner los. So wetterte Seemann etwa gegen den portugiesischen Abwehrspieler Pepe, der die Rote Karte bekam: “Was für ein Dussel! Danke, Pepe, Du Trottel !” Oder zu Bildern eines enttäuschten Ronaldos: “Und (was war) auf der anderen Seite? Bitte entschuldigen Sie, hahaha. Heul doch! Heeeeuuuuuul dooooooooch!” Echt zum Weinen.

Verbreitung: Nun hat auch Dreamworks, neben Disney das führende Animationsfilmstudio in Hollywood, seinen eigenen Youtube-Kanal. Mit kurzen Teasern und eigens erstellten Clips sollen Dreamworks-Figuren wie Shrek oder Kung Fu Panda vor allem ein sehr junges Webvideo-Publikum gewinnen. Nach 24 Stunden hat der Kanal bereits knapp 220.000 Abonnenten. (Variety)

Verdient: Rund 2,5 Millionen Euro hat Youtubes derzeit angesagtester Star Felix Kjellberg alias “PewDiePie” im vergangenen Jahr mit seinem YT-Kanal allein an reichweitenbasierter Werbung, d.h. ohne Specials und Produktpräsentationen, eingenommen. Das zumindest hat das Wall Street Journal für sein aktuelles Portrait des Schweden ausgerechnet. Die Höhe der Abzüge, die Kjellbergs Vermarkter, die Maker Studios, einbehält, bleibt im WSJ-Stück allerdings offen. (Tubefilter)

Ausgezeichnet: Einen Goldenen Löwen aus Cannes, den wohl wertvollsten Preis der Werbebranche, hat die Agentur Ogilvy One für eine Aktion eingeheimst, die im vergangenen Jahr einer der absoluten Lieblings-Bewegtbildaktionen auch unserer Redaktion war. Für British Airways hatten die Werber ein übergroßes Billboard-Display in London installiert, auf dem ein kleiner Junge auf viele der tatsächlich über London fliegenden BA-Flugzeuge deutete – und sie mittels modernster Technik auch mit Flugnummer und -ziel identifizierte. Wirklich faszinierend.(W&V.de)

Vereinigung: BSkyB macht anscheinend doch ernst mit einer Übernahme von Sky Deutschland und Sky Italia. Nach britischen Medienberichten habe der britische PayTV-Konzern nun die Finanzhäuser Morgan Stanley und Barcleys beauftragt, die Fusion zu organisieren. Dazu könne BSkyB die Anteile vom Rupert-Murdoch-Mutterkonzern für bis zu 8,5 Milliarden Euro erwerben. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: Bewegtbilder im Wohnzimmer oder am Strand, auf dem Smartphone oder dem Tablet, via Chromecast, Kabel oder AppleTV. Ist das nun alles noch “TV” oder doch eher “Video”? Oder beides? Verbinden sich mit der übergreifenden Technik auch die Genres der Branche? Will Richmond widmet sich auf Videonuze diesen Begriffsfragen – deren Antworten durchaus wichtiger sind als viele vermuten.

Lesetipp II: Das neue Bewegtbildzeitalter bringt Menschen und Branchen zusammen, die lange Zeit nichts miteinander zu tun hatten (und das auch oft auch gar nicht wollten). In der Serie “LA Stories” beobachtet Recode dieses Zusammenwachsen unterschiedlicher Medienkulturen. Zum Beispiel bei Lloyd Brown, einem ehemaligen Vorstandsmitglied von ABC, der nun in der Youtube-Produzentenwelt sein Glück sucht. Ein spannendes Portrait von Nellie Bowles.

GoPro-Aktien zum Schnäppchenpreis

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Fokussiert: Mit einer Erstbewertung von drei Milliarden Dollar will GoPro seinen Börsengang starten. Der US-Kamera-Hersteller, der in den vergangenen Jahren vor allem unter Webvideo- und Actionfilmern einen nahezu kometenhaften Aufstieg erfahren hat und als Ausstatter des spektakulären Stratosphärensprungs von Felix Baumgartner weltweit bekannt wurde, möchte vermutlich schon in der kommenden Woche an die Technologiebörse Nasdaq. GoPro-Ausgabeaktien werden derzeit mit rund 22 Dollar prognostiziert und gelten damit unter Börsen-Experten als echte Schnäppchen. (Money Morning)

Konkurrenz: In die Reihe der Youtube-Herausforderer, die sich derzeit an überraschend vielen Stellen formieren, hat sich nun auch der US-Telekommunikationsriese Comcast gestellt. Das Unternehmen will Ende des Jahres eine neue Videoplattform launchen, die über die neue “X1 Kabel-Settop Box” abgerufen werden kann. Das bestätigte jetzt Comcast’ Videochef Matt Strauss. Die noch unbenannte Plattform soll für Produzenten und ihre Projekte offenstehen, jedoch nicht allgemeinen User-generated-Content bieten. (GigaOm)

Anstoß: Springer setzt seine überaus ambitionierte (und kostspielige) Bewegtbildoffensive auch zur Fußballweltmeisterschaft weiter fort. Bild.de hat sich nach den Bundesliga-Spielen nun auch die Webrechte für Highlights aller WM-Spiele gesichert und will diese jeweils bereits 45 Minuten nach Abpfiff zeigen. Vor allem dürfte dies aber auch ein attraktives Angebot für die Morgenkundschaft des Onlinedienstes sein, als erste bewegte Infoquelle nach den durch die Zeitverschiebung häufigen Nachtspielen. Zudem produziert “Bild” einen WM-Talk, mit Gästen wie Lothar Matthäus, Toni Schumacher, Marcell Jansen und Rainer Calmund.

Aufgetischt: Vice Media und die UFA haben mit “Munchies” einen neuen Online-Food-Channel gestartet, der vor allem mit viel Bewegtbildcontent eine junge Zielgruppe zum Thema Essen bedienen soll. (DWDL.de)

Erweitert: Kabel Deutschland hat das Angebot seiner digitalen Videothek “Select Video” abermals vergrößert. Über den Abruf-Dienst stehen ab sofort auch die Mediathek des österreichischen Privatsenders Servus TV und – deutlich interessanter – auch Inhalte von Red Bull Media House zur Verfügung, unter anderem das Automagazin “Speedgang”, Filme wie “The Art of Flight” oder Dokuserien wie “Bullit” oder “Momentum” bei. (Digitalfernsehen.de)

Bedeutend: Das Fernsehen verliert als Faktor für die Meinungsbildung immer mehr an Einfluss, Print, Radio und vor allem das Internet werden wichtiger.Das ist das Ergbenis des aktuellen “Medienvielfaltsmonitors” der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Immerhin: Die ARD bleibt die Organisation mit dem größten Einfluss auf die Meinungsbildung in Deutschland, mit einem Anteil am Meinungsmarkt von 22,4 Prozent. (DWDL.de)

Skurril: Meedia-Mann Stefan Winterbauer feiert ZDF-Anchorman Claus Kleber bereits nach dessen allerersten vier Tweets (womöglich ironisch, man weiß es nicht) als “Twitter-Gott”. Die von Winterbauer umjubelten Kurznachrichten setzte der TV-Profi gestern auf dem Weg zum Interview mit Hillary Clinton ab.

OneTV-News: Bild.de holt Vice-Starreporter Robert King für sein WebTV

US-Journalist Robert King: Von Vice News zu Bild.de (Credit: Springer Verlag)

US-Journalist Robert King: Von Vice News zu Bild.de (Credit: Springer Verlag)

Experte: Der Springer-Verlag holt sich weiter WebTV-Kompetenz ins Haus. US-Starreporter Robert King, bislang bei “Vice News” für Reportagen hauptsächlich aus Krisen- und Kriegsgebieten zuständig, wird “Creative Director Video” bei Bild.de. (meedia.de)

PayWebTV: Nach einem Bericht der “FAZ” plant die ProSiebenSat1-Gruppe eine eigene neue Live-TV-App auf den Markt zu bringen. “Seven App” soll es für 2,99 Euro im Monat, neben dem Live-Empfang diverser P7S1-Sender, auch ermöglichen, alle Sendungen sieben Tage lang nach der TV-Ausstrahlung auf Abruf anzuschauen. (via Turi2)

Geschäft: Unitymedia Kabel BW hat seit der Markteinführung des Angebotes im September 2013 mehr als 100.000 neue Horizon-Abos abgesetzt.Allein im ersten Quartal 2014 habe der Kabelbetreiber damit einen Zuwachs von über 40.000 Abonnements verzeichnet, gab das Unternehmen bekannt. (DWDL.de)

Comeback: Der umstrittene, geplante Jugendkanal von ARD und ZDF soll innerhalb der nächsten zwölf Monate gestartet werden. Dass stellte MDR-Intendantin Karola Wille beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Aussicht: “Im nächsten Jahr, wenn wir hier sitzen, haben wir das Ding gestartet und sehen es uns gemeinsam an.” Noch fehlt dem Projekt allerdings die Freigabe der politischen Entscheidungsgremien. (Digitalfernsehen.de)

Aufgespielt: Der VoD-Anbieter “Netzkino” stellt sein Angebot ab sofort auch für Googles TV-Stick “Chromecast” zur Verfügung. Über das HDMI-Dongle können Filme und Serien von Netzkino-Apps auf den TV-Bildschirm gestreamt werden. (SmartDroid)

Exklusiv: Um mit ihren Werbespots vor oder während besonders attraktiver, “hochwertiger” Videos auf Youtube zu laufen, können Unternehmen seit einigen Wochen gegen eine Extragebühr Werbeplätze bei den Top-5-Prozent-Videos über die neue “Google Preferred”-Plattform buchen. Jetzt wurde bekannt, dass das Angebot selber noch eine weitere, noch exklusivere Stufe enthält, deren – noch teurere – Gebühr den Zugang zum Top-1-Prozent möglich macht. (Adweek)

Bekenntnis: Großes Expertenwissen in der Produktion von kurzen, unterhaltsamen Videos und eine gewaltige Datensammlung – das seien für Disney die Hauptgründe für den 500-Millionen-Dollar-Kauf der “Maker Studios” gewesen, erklärte Disney-Chef Bob Iger während einer Interview-Session. Diese Erfolgsfaktoren für den Wettbewerb auf dem neuen, boomenden WebTV-Markt hätte Disney “niemals in absehbarer Zeit” selber aufbauen können, so Iger. (Variety)

Karriere: Der nächste Star der “Vine”-Video-Szene bekommt eine eigene Show im klassischen TV. Alx James, mit fast fünf Millionen Followern der fünfterfolgreiche Produzent auf Twitters Sechs-Sekunden-Videoplattform, unterzeichnete einen Vertrag mit der US-Produktionsfirma “Collins Avenue”, die vor allem mit “Reality”-Shows sehr bekannt geworden ist. (Tubefilter)

Sehtipp: Wer sich noch detaillierter über die derzeit vor allem in den USA tobende Debatte über Netzneutralität und die (bezahlte) Bevorzugung einzelner Web-Anbieter informieren möchte, kann das mithilfe von zwei sehr gelungenen Erklärvideos von VI Hart und CGP Grey auf Youtube tun.

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Wochenrückblick: Amazon mit HBO, Magine mit Bild.de, Aereo gegen alle

Liebe OneTVMag-Leserinnen und -Leser, das kleine Plastikteilchen, das Sie hier unten sehen, könnte eine milliardenschwere Branche zum Einsturz bringen: In den USA sorgte in dieser Woche der Prozess gegen den TV-Streamingdienst “Aereo”, der mit eben diesen Microantennen die Signale der großen Broadcaster “abfängt”, jedenfalls für große Aufregung. Darüber hinaus gab es – wieder einmal – viele interessante neue Kooperationen in der Branche: Amazon nimmt HBO-Serien in sein VoD-Angebot, Yahoo und Vevo verbünden sich gegen Youtube, “Magine” startet in Deutschland – und sitzt im Bild.de-Boot.

Wir haben die News und Analysen zu diesen und anderen wichtigen Themen der Woche wieder für Sie zusammengefasst und wünschen gute Unterhaltung mit der heutigen Ausgabe, die sie mit einem Klick auf das untenstehende Foto erreichen. Die einzelnen Artikel können Sie dann innerhalb der Flipboard-Ausgabe mit einem Klick auf die jeweilige Schlagzeile ansteuern.

Beste Grüße aus der Redaktion, einen schönen Sonntag.

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OneTV-News: Magines Marketing-Coup mit Bild.de

Magine-Bild.de-Kooperation

Magine-Bild.de-Kooperation

Kooperation: Der schwedische TV-Streamingdienst “Magine” hat sich zur Unterstützung seines Deutschland-Starts höchstrangige Unterstützung gesichert. Gemeinsam mit Bild.de präsentiert der “Zattoo”-Konkurrent nun das Angebot “BildFernsehen” mit über 70 frei verfügbaren TV-Sendern auf allen möglichen digitalen Plattformen. Das etwas vollmundig angepriesene “BildFernsehen” entpuppt sich allerdings bereits nach zwei Klicks als reines Magine-Angebot ohne weitere Verbindung zum Netzableger der Boulevardzeitung. Aber aus Marketingsicht haben die Schweden (und die Berliner) damit sicherlich einen Coup gelandet. (Meedia.de)

Expansion: “Endemol Beyond”, Digitalsparte des niederländischen TV-Konzerns, eröffnet ein neues Studio in Berlin. Dort sollen unter anderem Webvideo-Formate für Yahoo und die Youtube-Kanäle von “Dr. Allwissend” und “Shortcuts” (Nils Bokelberg) produziert werden. (Horizont.net)

Experiment: Die ARD-Seifenoper “Verbotene Liebe” geht ins Netz – allerdings nur vorläufig. Für das neue, von Jörg Pilawa moderierte, “Quizduell” lässt der Sender seine Soap drei Wochen im TV pausieren. Diese Zeit wird mit einer Miniserie mit dreiminütgen Episoden von “Verbotener Liebe” im Netz überbrückt. (rtv Online)

Einstieg: Das amerikanische AMC Networks übernimmt durch seine internationale Tochter “AMC/Sundance Channel Global” den bislang eigenständigen PayTV-Sender Kinowelt TV, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu empfangen ist. Die Zustimmung des Kartellamts steht allerdings noch aus.

Erfolgreich: Märchen, Mythen und Phantasiewelten feiern auf Youtube die größten Erfolge. Das belegt die neue Rangliste der meistgeklickten Kino- und TV-Trailerclips auf der Videoplattform. Spitzenreiter, auch hier: “Game of Thrones”. (Tubefilter)

Unsocial: Sonja Alvarez berichtet auf Tagesspiegel.de über die Welle von rassistischen Anfeindungen, denen Aminata, eine der Kandidatinnen der derzeitigen Staffel von ProSiebens “Germany’s Next Topmodel”, auf den Social-Media-Seiten des Senders ausgesetzt ist.

Grandios: John Oliver war jahrelang kongenialer Partner von Jon Stewart in dessen legendärer “Daily Show”. Nun bekommt der beißend-böse Brite sein eigenes Satire-Format auf HBO: “Last Week Tonight with John Oliver”. Erster Talk-Gast der Sendung – und so etwas gibt es wohl nur in den USA – ist ausgerechnet Keith Alexander, der vor wenigen Monaten erst zurückgetretene Ex-Chef des US-Geheimdienstes NSA. Der Auftritt mit John Oliver wird Alexanders erstes Interview nach den Skandalen um die NSA sein. (Mashable)

Lesetipp: Todd Spangler analysiert für Variety die veränderte Bewegtbildstrategie von Yahoo. Nach vielen, oft vergeblichen Versuchen, mit kurzen Webvideoformaten setzt der Konzern unter Chefin Marissa Mayer nun auf eigene Serienproduktionen in TV-Länge. Dafür steht der Yahoo-Videosparte unter Kathy Savitt nach Brancheninformationen ein Budget von mehreren hundert Millionen Dollar zur Verfügung.

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“Bild BoxX” – die lahme VIP-Schaukel 2.0

Bild.de WebTV-Format "BoxX"

Bild.de WebTV-Format “BoxX”

Ungewöhnlich heimlich, still und leise für die Marke mit den grellen Schlagzeilen startete am Montag auf Bild.de ein neues WebTV-Format: “Bild BoxX – die Promi-Social-Show”. So bemüht außergewöhnlich wie der Titel daherkommt, ist die knapp drei Minuten lange Sendung in den ersten Ausgaben allerdings nicht geraten, im Gegenteil.

Was in den USA schon zum Standard-Onlineprogramm jeder People- und Klatschpostille im Netz, nämlich die VIP-News des Tages in mehr oder weniger bewegten Bildern, erreicht erst mit der traditionellen Verspätung europäische Gestade. In Deutschland tritt nun Bild.de an, mit einer Zusammenfassung von Twitter-, Instagram- und Facebook-Geschichten von Prominenten, moderiert von der hauseigenen Nachwuchskraft Laura Schlüter (die in der ersten Folge peinlicherweise noch nicht einmal vorgestellt wurde).

Überhaupt, diese Pannen: Technisch erstaunlich unsauber umgesetzt (Mehr Licht! Mehr Ton!), textlich mäandernd zwischen gewollt (“Ey, ich fass es nicht”) und ungewollt peinlich (“Viral geht das Pic ja schon durch die Decke”) und auch ansonsten nahezu ideenfrei, dient die lahme VIP-Schaukel 2.0 nicht gerade als leuchtendes Beispiel für die großen Bewegtbildpläne der Vierbuchstabenmarke. Das Ganze wirkt dann doch mehr wie ein notdürftig zusammengeschustertes Experiment aus den Anfangsjahren des WebTVs, also etwa um 2006.

Kein Wunder, dass man in Berlin da lieber die sehr stille Startvariante gewählt hat.

(Hier geht es zum Video…)

Anpfiff für eine neue Zeit

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Ob das neue WebTV-Bundesligaangebot der Bild-Zeitung, das am Freitag mit der 2. Liga startet, tatsächlich nun eine “Gefahr für den Sportjournalismus” in Deutschland ist, oder sich die Springer-Leute dank üppiger Sponsorenverträge wirklich bereits im ersten Jahr ihres vierjährigen Engagements über einen Millionengewinn freuen können – darüber lässt sich derzeit mit Sicherheit nichts sagen. Und ob die Bundesliga als Zugpferd so stark ist, die gesamte Pay-Strategie des Springer Flaggschiffs maßgeblich mitzutragen, werden auch erst die kommenden Jahre zeigen. Read More »