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OneTV-News: Second-Screen-Pionier Couchfunk bald mit LiveTV

Couchfunk-Werbung: "Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben"

Couchfunk-Werbung: “Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben”

So schnell ändern sich zur Zeit die Zeiten: Noch vor wenigen Monaten wurde das Phänomen des “Second Screens”  von vielen Branchenexperten komplett in Frage gestellt. Eine parallele Nutzung von TV- und Social-Media-Angeboten sei, wenn es das überhaupt gäbe, nur auf eine sehr kleine Gruppe von Zuschauern beschränkt, unkte es vor allem aus Richtung klassisches TV. Mittlerweile überbieten sich die Sender gegenseitig mit neuen Second-Screen-Angeboten, entweder auf Twitter oder eigenen digitalen Vertriebswegen, wie etwa die RTL-Gruppe über spezielle Apps oder die HbbTV-Plattform.

Der Vorteil für die Sender liegt dabei darin, das eigene TV-Signal so direkt mit den “SocialTV”-Zusatzfunktionen koppeln zu können. Externe Anbieter von “Second Screen”-Angeboten können stattdessen nur auf einen  indirekten Weg (Facebook, Twitter, eigene Plattformen) die Verbindung zwischen TV-Inhalten und Zuschauerinteraktion herstellen. Das möchte “Couchfunk”, einer der Pioniere des deutschen SocialTV nun ändern. Das Dresdner Unternehmen kündigte an, auf seiner Second-Screen-App demnächst auch Live-TV-Streams anzubieten. Es wäre nach dem Platzhirschen Zattoo und dem noch in BETA-Phase befindlichen Konkurrenten Magine der dritte Anbieter von legalen TV-Streams im deutschen Netz, allerdings dann um eine interaktive Komponente bereichert. Der Unterschied zwischen “First und Second Screen” werde damit auch im WebTV aufgehoben, verkündete Couchfunk-Chef Frank Barth, und es dürfte spannend zu sehen sein, wie diese Verknüpfung, für die man sich zu Testzwecken hier anmelden kann, konkret aussehen wird. Mit dem Start wird nicht vor Sommer gerechnet.(netzwertig.com)

Der geplante Jugendkanal von ARD und ZDF steht angeblich vor dem Aus. Das für die Gründung einstimmige Votum der Ministerpräsidenten werde unter anderem am Veto von Bayern, Sachsen und Hessen scheitern, berichten heute morgen diverse Nachrichtenportale. (via turi2)

Katie Couric, neue Frontfrau des ambitionierten WebTV-Programms von Yahoo, interviewt bei ihrem ersten großen Job für den Onlinedienst den ehemaligen, langjährigen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. Das Gespräch, dem ersten nach seiner Abwahl Ende des Jahres, wird exklusiv auf Yahoo zu sehen sein. Star-TV-Journalistin Couric, deren Engagement für Yahoo im vergangenen Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt hatte, gibt sich in der Vorbereitung des am Freitag stattfindenen Gesprächs jedenfalls sehr webaffin: Über ihr Tumblr-Blog sammelt sie Fragen von Usern. (Tubefilter)

Die New York Times intensiviert nochmals ihre Aktivitäten im Webvideo-Bereich: Zusammen mit dem öffentlich-rechtlichen US-Sender PBS produziert die Times nun aufwendige Dokumentationsfilme, Interviews und Reportagen. Die Formate, die durch Text- und Fotelemente ergänzt sind, werden sowohl auf der Times- als auch der PBS-Webseite präsentiert. Den Auftakt macht die beeindruckende Reportage “The Men of Atalissa” über eine Gruppe geistig behinderter Männer, die ihr Leben lang vor der Außenwelt vorborgen wurden. (Netnewscheck.com)

Musik- und Kochvideos gehören zu den beliebtesten Genres im Netz. Was liegt daher näher, als beides zu kombinieren? Dailymotion, die nicht zuletzt dank Microsoft-Kaufgerüchten wieder aufstrebende Videoplattform aus Frankreich, produziert mit einem massiven Investment das Webvideoformat “Feedback Kirchen”, bei dem Musikstars während des Kochens (oder zumindest dem Philosophieren übers Essen) interviewt werden. Einer der ersten Gäste ist U2-Gitarrist “The Edge” – und das Gespräch zwischen Töpfen, Pfannen und Wein verläuft tatsächlich ganz interessant. (Tubefilter)

Weniger Geld für Bürokratie, mehr Geld für Kreativität. In einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder haben Filmproduzenten, Drehbuchschreiber und Regisseure davor gewarnt, den Rundfunkbeitrag zu senken. Stattdessen sollten die erwarteten Mehreinnahmen dazu genutzt werden, Freiräume für kreative Programmideen zu schaffen. Der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure sowie der Verband Deutscher Drehbuchautoren plädierten dafür, einen Teil des Gelds zweckgebunden für Investitionen ins Programm zu verwenden. Über die Senkung des Beitrages wird ab Donnerstag entschieden. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: David Carr beschreibt für die New York Times sehr eindrucksvoll und amüsant die neuen Verführungen, denen er im Zeitalter der allgegenwärtigen Video- und TV-Angebote ausgesetzt ist. Angesichts seines überall verfügbaren Wunschprogramms und ausgezeichneter neuer Formare käme er fast gar nicht mehr zu seinem übrigen Medienkonsum wie Magazinen, Büchern oder Zeitungen. (New York Times)

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