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970 Millionen für Twitch – Amazon sticht Google aus

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

WebTV-Plattform von Twitch: 50 Millionen User weltweit

Coup: Viele Branchendienste (auch OneTV Mag) hatten das Geschäft schon als (fast) besiegelt verkündet, nun aber wird der Game-Streaming-Spezialist Twitch doch nicht von Google aufgekauft. Stattdessen – und das ist selbst in diesem überhitzten Big-Deal-Jahr 2014 eine Sensation – hat Amazon nun die Live-Let’s-Play-Plattform gekauft, zum Preis von 970 Millionen Dollar. Warum das Geschäft mit Google, das Twitch wohl in Youtube integrieren wollte, platzte, ist noch genauso unbekannt wie die genauen Details der Pläne, die Amazon mit der Gamer-Videoplattform hat. Plant der Konzern ein Gegen-Youtube, wie einige Kommentatoren vermuten? Eher nicht. Aber schon allein der Twitch-User-Stamm, immerhin rund 50 Millionen Spieler, dürfte als Zielgruppe für den Handelsriesen interessant genug gewesen sein. Ein paar Games und Konsolen liegen ja doch noch in den Amazon-Regalen. (Videonuze)

Transparenz: Um mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen Klickbetrügereien in der Online-Videobranche zu schaffen, hat der Werbevermarkter Yume nun eine interaktive Weltkarte präsentiert, die nach eigenen Angaben jene Regionen zeigt, in denen aktuell mit Hilfe von falschen Servern oder anderen Manipulationen Klickstatistiken von Video-Werbespots in die Höhe getrieben werden. Schwerpunkt der Betrugsaktivitäten sind laut Yume Asien und Afrika. (Adweek)

Nebenjob: Eine (bislang) eher ungewöhnliche Kooperation mit jungen Youtube-Stars ist die BBC jetzt eingegangen: Der Sender startet auf seiner Jugend-Radiowelle BBC 1 eine wöchentliche Show mit wechselnden, bekannten US- und UK-Vloggern, die dort als Moderatoren ihre Lieblingshits präsentieren können. (Tubefilter)

Ausgezeichnet: Fast ausschließlich Altbekanntes wurde bei der diesjährigen Verleihung der Emmy-Awards in der vergangenen Nacht prämiert: Mit “Breaking Bad“, “Modern Family” und “Sherlock” kassierten die Dauergewinner der vergangenen Jahre erneut etliche Preise bei der wichtigsten TV-Auszeichnung, die eher mühselig und enttäuschend über die Bühne ging. (SPIEGEL online)

Abgeschmettert: Die Berufungskammer des Obersten Gerichtshofs der USA hat den Antrag des TV-Streaminganbieters “Aereo” auf eine Revision des Urteils gegen ihn abgelehnt. Damit dürfte das Unternehmen, das mit seinem “Piratensender”-Modell die gesamte traditionelle US-TV-Branche gegen sich aufgebracht hatte, wohl endgültig keine Chance mehr haben, wieder auf die Beine zu kommen. (Hollywood Reporter)

Probleme für Googles “Chromecast”

Google TV-Stick "Chromecast":  Angebot noch mangelhaft

Google TV-Stick “Chromecast”: Angebot noch mangelhaft

Rückgang: Nach einem fulminanten Marktstart im vergangenen Jahr hat sich der Erfolg von Googles Chromecast-Stick zumindest in den USA deutlich abgeschwächt. Obwohl der Anteil jener US-Haushalte, die regelmäßig über das Netz Video- und TV-Inhalte beziehen, nach wie vor kontinuierlich steigt, haben sowohl die Käufe neuer als auch die Nutzung bereits vorhandener Chromecasts in den letzten Monaten abgenommen. Ein Grund dafür könnte in dem noch eher schwachen Angebot für den Chromecast liegen, das erst in den vergangenen Wochen deutlich verbesserrt wurde. Für Europa liegen noch keine offiziellen Nutzungszahlen vor. (Fierce Online Video)

Gerüchte: Bei seinen Antworten für den OneTV Mag “Wie geht’s weiter?”-Fragebogen vor wenigen Wochen war Stefan Schulz noch sehr optimistisch. Mittlerweile aber dürfte der Geschäftsführer von Watchever doch wohl etliche Sorgen haben. Denn die Berichte über wirtschaftliche Probleme seines VoD-Angebots, das wegen Millionenverlusten angeblich sogar vor dem Verkauf durch den französischen Mutterkonzern Vivendi stehe, reißen nicht ab. Grundlage dafür ist ein Bericht der französischen Finanzzeitung “Les Echos”, der – ohne Quellenangabe – Verluste von über 80 Millionen Euro seit Start von Watchever im vergangenen Jahr auflistet. Vivendi habe sich bereits entschlossen, über die US-Bank Meryll Lynch einen Käufer zu suchen, so “Les Echos” weiter. Tatsächlich hatte Vivendi im vergangenen Quartalsbericht angekündigt, mehrere “strategische Optionen” in Sachen Watchever zu prüfen. Watchever hat die Berichte bislang nicht kommentiert. (TV Digital)

Unverdrossen: Sony hält, trotz technischer und lizenzrechtlicher Probleme, an den Plänen für seinen eigenen PayTV-Dienst fest. Im Interview mit Recode erläutert Sony Entertainment Chef Shawn Layden die Strategie für das noch für dieses Jahr angekündigte Angebot, das über Sonys Gamekonsole Playstation ausgeliefert werden soll.

Auftrag: Schönes Geschäft für Christian Ulmen. Der Bayerische Rundfunk hat bei seiner Produktionsfirma “Ulmen Television” eine neue Webserie namens “Mann/Frau” bestellt, die in 20 dreiminütigen Episoden Geschichten zweier Großstadtsingles erzählt. Auch Ulmen selbst wird eine Rolle in der Serie spielen, die im September online gegen wird. Ein gelungenes Tumblr-Blog gibt es schon jetzt. (DWDL.de)

Aufgestellt: Zum Start der Fußball-WM in Brasilien hat auch Zattoo seine Apps überarbeitet und mit einigen neuen Funktionen versehen, etwa einer Splitscreen-Ansicht und einer Zweikanal-Ton-Option. Auch Googles Streamingstick Chromecast kann mit Zattoo nun genutzt werden, sowohl in der iOS- als auch Android-App. (Digitalfernsehen.de)

Streit: Der Privatsenderverband VPRT hat das Vorhaben des Bayerischen Rundfunks kritisiert, seinen “Bildungssender” BR-alpha mithilfe einer Namensänderung zu “ARD-alpha” und damit einem Angebot der Gesamt-ARD zu machen. Dieses sei ohne die Einwilligung der Länder nicht so einfach machbar. (DWDL.de)

Volumen: Nach einer neuen Prognose des Netzwerkkonzerns Cisco wird Webvideo im Jahre 2018 rund 84 Prozent des gesamten Internetdatenverkehrs ausmachen, eine nochmalige Steigerung von sechs Prozent gegenüber heute. Vor allem hochaufgelöste Streamingangebote wie Netflix’ 4K-Inhalte puschen bereits jetzt den Datentraffic massiv nach oben. (Tubefilter)

Lesetipp: Was macht ein erfolgreiches Webvideo aus? Andrew Gauthier, Videochef von Buzzfeed, einem der derzeit erfolgreichsten Produzenten von Onlinebewegtbild, gibt dazu fünf interessante Tipps. (Journalism UK)

OneTV-News: “Vice”-Boom bei den Webby-Awards

Vice_VideoAusgezeichnet: Aus dem WebTV-Angebot von “Vice” kommen die meisten Nominierten für die bedeutenden “Webby”-Awards, den “Oscars” für die Online-Videobranche. Gleich neun Filme, meist Dokumentationen, konnten die Vice-Macher platzieren. Ebenfalls gut vertreten sind die bekannten Comedy-Channel von “Funny or Die” und “College Humor”. (Tubefilter)

Begehrt: Mehr als verdreifacht hat sich das Datenvolumen für Onlinevideo, das Amazon im vergangenen Jahr ausgeliefert hat. Hauptgrund dafür ist das mit Millioneninvestments immens ausgebaute Videoangebot des Konzerns. Amazon streamt jetzt schon mehr Video als Hulu und Apple, liegt aber noch deutlich hinter Netflix und vor allem Youtube (Tubefilter)

Aufgerüstet: Google hat neue Funktionen auf seinem TV-Streamingstick “Chromecast” freigeschaltet. So ist es nun z.B. möglich, auch Youtube-Videos auf einen angeschlossenen Bildschirm zu übertragen, die als “privat” gekennzeichnet sind. Ebenfalls möglich ist nun die Übertragung von Youtube-Livestreams über den Chromecast, interessant ist dieses Angebot vor allem für kleinere Show- oder Sportevents. (Androidpolice.com)

Verständnis: Vince Gilligan, Erfinder und Produzent der Kultserie “Breaking Bad”, ist den Menschen nicht böse, wenn sie seine Serie illegal im Netz herunterladen: “Diesen Leuten kann ich nicht wirklich einen Vorwurf machen.” Verantwortlich dafür sei vielmehr die TV- und Filmbranche, die es nicht schaffe, “dass eine Serie auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit verfügbar ist”. (wuv.de)

Action: Die mediale Expansion von “GoPro” geht weiter. Nun wurde der Video-on-Demand-Kanal des Kameraherstellers auf Microsofts Spielkonsole “X-Box” gestartet, natürlich mit viel actionreichem Content, der stets per GoPro aufgezeichnet wurde. Und selbstverständlich bietet die App auf der X-Box auch direkten Zugang zum Kamerashop. (PC Magazin)

Spaßfrei: Der SWR hat auf der Suche nach Sparpotential erstaunliche Funde gemacht: So könnten ARD-TV-Shows wie “Verstehen Sie Spaß” nicht mehr aus wechselnden Stadthallen, sondern aus einem festen Studio gesendet werden. Auch der Talk “Nachtcafé” müsse nicht mehr aus einem Schloss in Ludwigsburg, die Kindersendung “Tigerentenklub” nicht unbedingt aus einer umgebauten Sporthalle in Göppingen kommen, so die SWR-Prüfkommission. Intendant Peter Boudgoust: “Die Entscheidung zur Senkung des Rundfunkbeitrags hat nochmals deutlich gemacht, dass wir in Zukunft mit noch weniger Geld auskommen müssen.” (DWDL.de)

Sehtipp: Der Unterschied zwischen “Zuschauern” und “Fans” ist in der neuen Videowelt von immens großer Bedeutung. Warum kein Programmmacher es sich mehr leisten könne, die Wünsche einer Generation zu ignorieren, die mit der Interaktivität des Netzes aufgewachsen sei, erklärte Youtube-Unterhaltungschef Alex Carloss in einem viel beachteten Vortrag auf der MipTV in Cannes. (Tubefilter, mit Video)

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Plant Yahoo einen Youtube-Konkurrenten?

Yahoo-LogoGerücht: Schon seit einigen Jahren forciert Yahoo-Chefin Marissa Mayer das digitale Bewegtbildgeschäft. Auf der eigenen Videoplattform “Yahoo Screen” leistet sich der Internetkonzern immer wieder kostspielige Leuchtturm-Produktionen, mit der Verpflichtung des amerikanischen NewsTV-Stars Katie Couric setzte Mayer bereits im vergangenen Jahr ein eindeutiges Signal in Sachen eigener Video-Ambitionen. Nun aber soll Yahoo planen, noch einen Schritt weiterzugehen: Nach einem Bericht des gewöhnlich gut informierten US-Infoportals “re/code” arbeitet das Unternehmen an einem Konkurrenten zu Googles Videoplattform Youtube. Yahoo sei in konkreten Verhandlungen mit mehreren großen Youtube-Channelbetreibern und Filmrechte-Inhabern, die man mit besseren Konditionen als bei Youtube auf eine neue Yahoo-Plattform locken will. Mit einem Start könnte bereits in einigen Monaten gerechnet werden, allerdings sei kein User-generated-Content wie bei Youtube geplant, meldet “re/code”.

Die Spekulationen über eine Yahoo-Videoexpansion kommen ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem bei Youtube (fast) alles in bester Ordnung zu sein scheint. Nach den jüngst bekannt gewordenen Millionen-Investitionen von traditionellen Medienhäusern in Youtube-Netzwerke wie die “Maker-Studios” (Disney), “Machinima” (Warner) oder “Collective Digital” (ProSiebenSat.1) ist die weltgrößte Videoplattform in ihrem Bemühungen, endlich als “seriöser” Bewegtbildanbieter in der Branche wahrgenommen zu werden, ein erhebliches Stück weitergekommen. Auch für bessere Beziehungen zu den Produzenten, die sich über schwache Einkünfte und Gängelung beklagt hatten, hatte sich Youtube in jüngster Zeit engagiert. Trotzdem scheint für einige Unternehmen der Boom im Webvideogeschäft günstig, um den Platzhirschen Youtube anzugehen. Neben Yahoo werden auch Microsoft nach seinem Einstieg bei der Videoplattform “Dailymotion” neue Bewegtbildpläne unterstellt.(recode.net)

Expansion: Das Youtube-Netzwerk “Maker Studios” erweitert sein Angebot ins klassische Fernsehen. Der US-Kabelsender “Music Choice” hat insgesamt 500 Stunden Videoclips von “Maker” gekauft, zusätzlich sollen auch eigene Spartenkanäle mit den Stars “Will.i.am” und “Snoop Dog” entwickelt werden. Die “Maker Studios” hatten in der vergangenen Woche Schlagzeilen gemacht, als bekannt wurde, dass Disney das Netzwerk für ca. 900 Millionen Dollar gekauft hat. (Variety)

Mangelware: Trotz immer höherer Akzeptanz und Abrufzahlen bei Webvideo ist der Bedarf von Werbekunden nach mehr qualitativ hochwertigen Video-Umfeldern nach wie vor enorm groß. Darum wird AOL seine Eigenproduktionen massiv erhöhen, verriet jetzt AOL-Videochef Ran Harnevo – in einem Videointerview mit Adage.com

Stabil: Die Preise für Online-Videowerbung liegen immer noch an der Spitze aller digitalen Werbeformen, vor allem in Qualitätsumfeldern (s. auch Meldung oben) wird händeringend nach mehr Inventar gesucht. (Media Post)

Dementi: Amazon hat Berichte, wonach das Unternehmen ein eigenes, werbefinanziertes Videoportal entwickelt, offiziell zurückgewiesen. Demgegenüber ließ Amazon Meldungen, nach denen der Start einer eigenen TV-Set-Top-Box unmittelbar bevorsteht, unkommentiert. (Tubefilter)

Pop: Der Online-Musikdienst Vevo setzt auf einheimische Künstler, um mehr Erfolg in Deutschland haben. Als erstes Format wurde jetzt die Sendereihe “Auf Achse” gestartet, bei der noch unbekannte, talentierte Bands vorgestellt werden. (Digitalfernsehen.de)

Blues: Dem ZDF droht juristisches Ungemach: Anlass ist eine Klage des Musikverlags Richard Birnbach. Der hält die Rechte am “Fanfaren-Blues”, der 1962 vom Komponisten Klaus Wüsthoff als Erkennungsmelodie der “heute”-Nachrichten entworfen wurde. Beim Relaunch der Sendung 2009 wurde auch die Melodie durch eine niederländische Produktionsfirma geändert, das ZDF zahlte nicht mehr an den Musikverlag. Allerdings erkennt der Kläger immer noch seine Ursprungskomposition wieder und fordert Tantieme. Nun muss dieses Woche das Oberlandesgericht München entscheiden. (DWDL.de)

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