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Google Chromecast – das sagen die deutschen Tester

Seit gestern ist der “Chromecast” von Google auch in Deutschland im Handel erhältlich. Und (fast alle) Technik-Redaktionen des Landes haben sich den HDMI-Stick, der TV und Internet unkompliziert verbindet, jetzt näher angeschaut. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse dieser Tests in einer Presseschau zusammengetragen.

Stephan Serowy auf AndroidPit:
“Google bläst zum Angriff aufs Wohnzimmer. Die kleinen Bildschirme dominiert der Konzern aus Mountain View bereits, auf den mittelgroßen ist das Internet mit seinen Google-Diensten schon lange daheim. Der Fernseher ist der letzte und vielleicht lukrativste Bildschirm, der noch völlig Google-frei ist. Dank Chromecast wird dieser nun zur Erweiterung des Smartphones. Der unscheinbare kleine Stick ist erst der Anfang. (…) Hier geht es nicht um die Verbreitung von Android, auch macht Google kein Geld mit der Hardware, die zum echten Schleuderpreis unters Volk gebracht wird. Es geht darum, den Fernseher in die Google-Experience einzubinden, einen neuen Bildschirm zu erschließen und das mobile Internet vom kleinen Bildschirm zu befreien. Bereits jetzt arbeiten Tausende App-Entwickler an dem neuen Format, und uns erwartet ganz ohne Zweifel ein neuer Standard (und vermutlich auch ein neues Google-Verb in unserer Sprache – das “Casten”).”

André Kroll auf NDR.de:
“Die Option, Smartphone-Inhalte schnell per Knopfdruck auf dem TV abspielen zu können, hätte mich gereizt. Ausgerechnet da hat Chromecast mich geärgert. Warum bietet Google nicht von Haus aus das Spiegeln der Smartphone-Inhalte an, egal ob diese in der Cloud oder lokal gespeichert sind? So muss der User auf nicht so schicke Dritt-Apps zurückgreifen – unschön. Ich brauche Chromecast nicht: Ich surfe bequemer mit dem Laptop und verwalte und bearbeite dort Fotos leichter. Für Musik nutze ich das Smartphone, für Filme streamen die App meines Smart-TVs. Wer allerdings noch keinen internetfähigen Fernseher hat, aber einen mit HDMI-Eingang, und Online-Videotheken wie Watchever, Maxdome oder Googles Play Movies nutzen will, für den ist Chromecast die Lösung. Für 35 Euro kann man auch nicht viel verkehrt machen. Als reine Streamingmaschine ist der Stick top.”

Felix Disselhoff bei Meedia.de:
“Wer nicht abwarten möchte, bis etwa die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen auch Chromecast-kompatibel sind, kann einen kleinen Umweg wählen. Haben Sie den TV-Dongle in ihrem Netzwerk angemeldet, können Sie im Browser Chrome das Plugin “Chrome Cast” installieren. Anschließend lässt sich der komplette Inhalt eines Tabs auf den Fernseher streamen. So ist es etwa möglich, einen Web-TV-Stream über das heimische Netzwerk und Chromecast auf den Fernseher zu streamen. Allerdings ist hier mit Einbußen in der Qualität zu rechnen. Zudem befindet sich die Chrome Cast für den Browser noch im Beta-Stadium. Insofern kann es zu Abbrüchen bei der Übertragung kommen.”

Rainer Schuldt auf Computerbild.de
“Chromecast bietet viele Funktionen, die man auch von teureren Geräten wie Apple TV kennt. Einen Vorteil hat der Mediaplayer aus Cupertino aber: Apple integriert die auf Ihrer heimischen Festplatte gespeicherten Filme ohne Komplikationen – via iTunes. Eine solche Lösung müssen Sie bei Chromecast nachträglich installieren. Hierfür steht in Deutschland „Plex“ zur Verfügung. Plex besteht aus einer Server-Software, die dafür sorgt, dass Ihre Filme im Heimnetzwerk abrufbar sind, und einer App, über die Sie die Videos auf Smartphone/Tablet abspielen und von dort zu Chromecast übertragen.
Bei einem ersten Kurz-Test mit Plex kam es via Chromecast zu Aussetzern, wenn die Filme in Full-HD-Auflösung vorlagen. Offenbar ist der im Stick vorhandene Pufferspeicher nicht groß oder schnell genug, um ausreichend Daten vorzuhalten. Hier scheint Apple TV die Nase vorn zu haben.”

Matthias Kremp auf Spiegel Online:
“Chromecast ist ein typisches Google-Gerät: Kann viel, kostet wenig. Wie Googles Tablets und Smartphones wird er zu einem Kampfpreis angeboten, der die Offerten der Konkurrenz deutlich unterbietet. In Deutschland kostet er nur 35 Euro. Google kann sich das leisten, weil der Konzern mit der Hardware kein Geld verdienen muss. Vielmehr soll sie Anwender dazu bringen, Googles Dienste häufiger, intensiver und länger zu nutzen. Häufiger und intensiver als die meisten Smart-TV-Funktionen wird man die Streaming-Möglichkeiten des Chromecast vermutlich wirklich nutzen. Schon weil es so einfach ist, ganz im Gegensatz zu den oft undurchschaubar verschachtelten und langsamen Benutzeroberflächen der angeblich so smarten Fernseher.”

Eike Kühl bei Zeit Online:
“Google möchte erreichen, dass möglichst viele Apps mit Chromecast funktionieren. Unter dem inoffiziellen Projektnamen Google Cast plant der Konzern, ein komplettes Streaming-Ökosystem zu errichten. Die Chromecast-Technik soll dabei gemeinsam mit dem mobilen Betriebssystem Chrome OS und dem Chrome-Browser im Mittelpunkt stehen. Für die Chromecast-Nutzer bedeutet diese Initiative im besten Fall schon bald mehr Auswahl bei den unterstützten Apps. Das wäre gerade für das deutsche Angebot wichtig. Denn zum Verkaufsstart ist Chromecast eigentlich nur für Nutzer von Streaming-Portalen wie Watchever und YouTube interessant, die einen günstigen und einfachen Weg suchen, um die Inhalte auf den TV-Bildschirm zu übertragen. Als universelle Schnittstelle zwischen Fernseher, mobilen Geräten und Computer ist Chromecast zurzeit nur bedingt und mit etwas Improvisationstalent zu gebrauchen. Der kleine 35-Euro-Stick hat aber Potenzial für die Zukunft.”

Und für alle, die es verpasst haben: Hier ist auch noch einmal unsere Einschätzung zum Chromecast.

OneTV-News: Microsoft-Angriff auf Youtube via Dailymotion?

Wird die Videoplattform "Dailymotion" mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Wird die Videoplattform “Dailymotion” mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Steigt Microsoft doch noch einmal richtig ins Webvideo-Geschäft ein? Der US-Software-Gigant, der mit diversen eigenen Video-Versuchen eher mäßigen Erfolg hatte, verhandelt derzeit mit dem französischen Videoportal Dailymotion über eine Beteiligung. Bislang hatte der Eigentümer von Dailymotion, der französische Telekommunikationskonzern Orange, jede Offerte abgelehnt, zuletzt von Yahoo im vergangenen Frühjahr. Der mögliche Deal mit Microsoft könnte nun doch der ernsthafte Versuch sein, die Videoplattform als dauerhaften Konkurrenten zu Youtube aufzubauen. (Variety)

Ein erstes, von der Branche aufgeregt registriertes, Experiment als Second-Screen-Applikation hat Google in der vergangenen Nacht gestartet: Während der Live-Übertragung des Talentwettbewerbs “American Idol” konnten Zuschauer in den USA über die Google-Suchmaske direkt für ihre Favoriten abstimmen. Zusätzlich gab es via Google noch Hintergrundinformationen zu den Kandidaten und eine – allerdings eingeschränkte – Kommentarfunktion über Google+. Ob dies aber tatsächlich der Beginn eines großen Google-Angriffs auf den Second-Screen-Platzhirsch Twitter war, bleibt abzuwarten. (Techcrunch)

Nach dem traurigen, aber wirtschaftlich in der derzeitigen Form wohl unausweichlichen Ende für Sevenload, einer der ersten Videoplattformen überhaupt, sucht der Eigentümer Burda nun Kaufinteressenten für die Website. Zumindest einige erste Anfragen soll es dem Vernehmen nach geben, den 20 Sevenload-Mitarbeitern in Köln wurde aber bereits gekündigt. (Gründerszene.de)

Wie bereits erwartet, will die “Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten” (KEF) den Rundfunkbeitrag um 73 Cent monatlich senken. Bei diesem nun offiziellen Vorschlag sei laut KEF die Hälfte der erwarteten Mehreinnahmen aus der neuen Rundfunkgebühr aus den Jahren 2013 bis 2016 eingerechnet – 562 Millionen Euro. ARD und ZDF lehnen die Senkung in dieser Höhe als “unangemessen” ab. Eine Entscheidung fällen die Ministerpräsidenten der Länder im März. (dwdl.de)

Nach der Öffnung für externe Entwickler drängen nun massenhaft neue Apps auf den “Chromecast”-Stick von Google, der eine einfache Verbindung von mobilen Geräten zum Fernsehbildschirm ermöglicht: von Spielen wie TicTacToe über Fotoshow-Tools bis hin zu Programm-Apps mit 5000 Webvideo-Kanälen. (readwrite)

Eine wahrlich bemerkenswerte, neue Form von TV-Förderung betreibt jetzt Amazon: Der Konzern finanziert die Fortsetzung der Serie “Ripper Street”, die eigentlich bei der BBC schon abgesetzt war. Die durch die Amazon-Geldspritze gerettete Serie, die die Jagd auf einen Mörder im viktorianischen London zeigt, wird dann zuerst im neuen “Prime Instant Video”-Angebot von Amazon in Großbritannien gezeigt, und ein paar Monate später wieder in der BBC. (Engadget)

Lesetipp: Torsten Zarges beschreibt für dwdl.de den Zustand von großen Teilen der deutschen Fernsehbranche, die angesichts der wachsenden Konkurrenz von Internetkonzernen wie Google und Amazon und neuen Anbietern wie Netflix auf dem TV-Markt zunehmend in Angststarre verfällt – oder immer lauter bei Politik und Regulierungsbehörden nach Hilfe (sprich Abwehrmaßnahmen per Gesetz) ruft. Von innovativen und kreativen Ideen ist allerdings weniger die Rede.

Video des Tages: Christoph Krachten, deutscher Webvideo-Star der ersten Stunde, erklärt in einer neuen Folge seines Youtube-Formats “Clixoom” die Mechanismen von Youtube – und räumt dabei mit einigen Irrtümern auf. Ein empfehlenswerter Nachhilfeunterricht, auch für manchen “Experten”.

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OneTV-News: Pay-TV-Rekord für “The Walking Dead”

US-Zombie-Serie "The Walking Dead":  Erfolg auch in Deutschland

US-Zombie-Serie “The Walking Dead”: Erfolg auch in Deutschland

Neuer Rekord für das deutsche Pay-TV: 220.000 Zuschauer sahen bei Fox die Startfolge des Zombie-Spektakels “The Walking Dead”. Noch nie hatte die Erstaustrahlung einer Serie im PayTV in Deutschland mehr Zuschauer. In den Pay-TV-Haushalten lag der Marktanteil sogar bei über 7 Prozent. “Der Aufwand, eine Serie wie ‘The Walking Dead’ innerhalb von 24 Stunden nach der US-Premiere synchronisiert im deutschsprachigen Raum zu zeigen, wurde vom Zuschauer belohnt. Das ist das beste Kompliment, das er uns machen kann”, freute sich Fox-Deutschlandchef Marco de Ruiter. Die Quoten zeigten, dass die Strategie, hochkarätige Serien frühestmöglich nach Deutschland zu holen, aufgehe.(dwdl.de) (Digitalfernsehen.de)

NewTV ist vor allem eine Sache der Jugend. Diese weit verbreitete Vermutung wird durch neue Zahlen aus den USA unterstützt. Dort hat Nielsen herausgefunden, dass über die Hälfte aller Haushalte, die kein traditionelles TV mehr empfangen (“Cord Cutting”) in der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren angesiedelt sind. Weitere interessante Zahlen aus Nielsens “Digital Consumer Report” haben die Kollegen von Videonuze zusammengestellt.

Google rüstet seinen “Chromecast”immer weiter auf. Nun können über den kleinen Stick, der das TV-Gerät unkompliziert mit mobilen Geräten verbindet, auch Youtube-Videos abgespielt werden, die auf Webseiten “eingebettet” sind. Die Chromecast-Markteinführung in Deutschland wird für April erwartet. (Android Police)

Der Trend zu Eigenproduktionen hält bei den neuen Bewegtbildplattformen unvermindert an: Nun kündigte Hulu “Doozers”, seine erste eigene Trickfilmserie für Kinder im Vorschulalter an. Zu sehen sein wird die Serie, die u.a. von Muppet-Show-Erfinder Jim Henson produziert wird, auf dem Hulu-eigenen werbefreien Kanal “Hulu Kids”. (Home Media Magazine)

In den USA und Großbritannien ist der Videoplattformanbieter Kaltura bereits einer der Stars der Webwelt, hierzulande rangiert die Firma, die vor allem im boomenden E-Learning für große Firmen wie Intel und SAP und bekannten Universitäten (Harvard, Yale) arbeitet, noch eher unbekannt. Das könnte sich bald ändern, denn Kaltura hat in einer neuen Finanzierungsrunde rund 47 Millionen Dollar für die internationale Expansion gesammelt. (Videonuze)

Lokales Bewegtbild boomt – zumindest in den USA. Das belegen neue Userzahlen des “CBS Local”-Netzwerks. (Videonuze)

“Youtube Nation”, das neue Videoformat, das die Höhepunkte der Youtube-Tages zusammenfasst, wird bei Usern und Produzenten immer erfolgreicher. Offensichtlich kommt das Konzept, aus dem nahezu unübersehbaren Contentstrom der Videoplattform redaktionell ausgewählte Highlights zu veröffentlichen, bestens an. (Tubefilter)

Sehtipp: Von wegen hartherzige, unpersönliche Digitalwelt. Als dem auf Youtube sehr bekannten Tech-Vlogger Austin Evans durch einen Hausbrand nahezu seine gesamte Ausrüstung verloren ging, sammelte seine Fangemeinde weltweit Geld und überraschte Evans mit einem neuen Computer. Natürlich wurde die ganze, herzerwärmende Aktion auf einem Youtube-Video verewigt. (Tubefilter)

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OneTV-News: Und…Action! Auch GoPro wird ein Sender

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Auch das ist Teil der neuen Fernsehwelt: “GoPro” wird zum Sender. Der Actionkamera-Hersteller, der gerade mit der Veröffentlichung von neuem, spektakulärem Material des Stratosphären-Sprunges von Felix Baumgartner weltweit für Aufsehen gesorgt hat, bekommt eigene Abspielkanäle auf den Microsoft Spielkonsolen “Xbox 360″ und “Xbox One”. Dort werden, ähnlich wie beim Netzangebot von GoPro, sowohl PR-Filmen als auch User-Content präsentiert, der beim Einsatz der populären Kameras entsteht.

Kein (Soft-)Porno via “Chromecast”. Google hat sein SmartTV-Angebot jetzt zwar auch für externe App-Entwickler geöffnet, ihnen aber gleichzeitig strenge Regularien auferlegt, vor allem beim Thema Nacktheit. Das führt unter anderem auch dazu, dass die App von PlayboyTV (ansonsten ein Renner auf dem SmartTV-Markt) nicht über den Chromecast-Stick angesteuert werden kann. (GigaOm)

Das Spiel war spätestens nach der Halbzeit langweilig, die Show drumherum ganz okay. Für Twitter und Facebook hat es beim diesjährigen Super Bowl trotzdem für neue Rekorde gereicht, allerdings mit einem deutlich gebremsten Wachstum gegenüber den Vorjahren. So verzeichnete Twitter 24,9 Millionen Tweets rund um den Bowl, eine Steigerung von 800.000 gegenüber dem Vorjahr. 2012 hatte man erst 13,7 Millionen Tweets regisitriert. (re/code)

Netflix braucht mehr Geld: Nach einem Bericht des “Home Media Magazines” möchte der Videostreaming-Anbieter noch in diesem Quartal 400 Millionen Dollar zusätzlich aufnehmen, um notwendiges Kapital für den Ankauf neuer Inhalte und Lizenzen zu bekommen.

Immer mehr klassische US-TV-Sender suchen Partnerschaften im Netz: Aktuelles Beispiel ist die Kooperation des in den Vereinigten Staaten sehr populären “Hallmark Channel”, der hauptsächlich Familienprogramme präsentiert, mit der Videoplattform von AOL. Dort wird Hallmark demnächst kurze Ausschnitte seiner Programme präsentierten, um für sein lineares Angebot zu werben. (Variety)

Zitat des Tages: “Ich vermute, Sky braucht das Geld für Fußball.” So erklärt Harald Schmidt die Gründe für das Aus seiner Late-Night-Show.

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OneTV-Ticker vom 27.01.2014: TV-Werbung konzentriert sich auf Live-Events

Super Bowl-Austragungsort "Met Life"-Stadium in New Jersey: Rekord an TV-Werbegeldern erwartet

Super Bowl-Austragungsort “Met Life”-Stadium in New Jersey: Rekord an TV-Werbegeldern erwartet

Super Bowl eröffnet Mega-Werbemarathon: Mit dem Endspiel der amerikanischen Football-Meisterschaft, das am kommenden Sonntag in New Jersey stattfindet, startet eine insgesamt 50-tägige Saison voller TV-Live-Events, die einen Rekord an Werbeeinnahmen verzeichnen werden. Read More »

HbbTV schnüffelt im Wohnzimmer

HbbTV-Testgeräte: Die Sender nutzen die Interaktivität für Datensammelei (Foto: Institut für Rundfunktechnik)

HbbTV-Testgeräte: Die Sender nutzen die Interaktivität für Datensammelei
(Foto: Institut für Rundfunktechnik)

Viele TV-Sender und Fernsehgerätehersteller greifen über moderne SmartTVs weiterhin ungefragt Daten über ihre Zuschauer ab, vor allem über das interaktive Zusatzangebot HbbTV. Read More »

OneTV-Ticker vom 23.01.2014: Google kontrolliert jetzt auch Ihren Netzanbieter

Mit seinem neuen "Video Quality Report" will Google die Qualität der Internetprovider für jedermann sichtbar machen.

Mit seinem neuen “Video Quality Report” will Google die Qualität der Internetprovider für jedermann sichtbar machen.

Dieses neue Google-Angebot wird einigen IT-Managern schlaflose Nächte bereiten. Denn der Netzgigant hat nun – zunächst in Kanada – seine Seite “Video Quality Report” gestartet, einen Service, der es jedem User ermöglicht, unkompliziert und auf einen Blick die Schnelligkeit und Qualität seines Internetproviders zu kontrollieren. Google nutzt dafür Daten, die beim Abruf von HD-Videos auf seinem Videoportal Youtube gesammelt werden. Abhängig von den Ergebnissen verleiht Google dann dem jeweiligen Internetanbieter Qualitätsstempel wie etwa “YouTube HD Verified”, schlechte Services werden als “lower definition” gekennzeichnet. Das neue Angebot mache es Kunden leichter, den Leistungsumfang ihres Anbieters mit anderen in ihrer Region zu vergleichen, sagt Google. Damit wird der Druck auf die Provider noch mehr zunehmen. Wann der Service nach Europa kommt, ist bisher nicht bekannt. (Financial Post)

Netflix legt glänzende Zahlen vor. Wie erwartet konnte der US-Videostreamingservice gestern eine sehr gute Quartalsbilanz vorlegen, mit vier Millionen neuer Kunden, davon 1,7 außerhalb der USA. Insgesamt nutzen jetzt 44 Millionen Menschen weltweit das Angebot. Der Netflix-Aktienkurs schoss daraufhin noch einmal in die Höhe, legte zeitweilig fast 20 Prozent zu. Und natürlich machten sofort Gerüchte über eine weitere Expansion die Runde, auch ein Deutschland-Start wurde wieder ins Spiel gebracht. Allerdings hatte Netflix gegenüber OneTV Mag einen baldigen Auftritt in Deutschland noch vergangene Woche dementiert. (Handelsblatt)

Der Hass auf Markus Lanz im Netz nimmt bizarre Züge an. Schon über 80.000 User haben die eher skurrile “Online-Petition” unterschrieben, die die Absetzung des ZDF-Moderators fordert. TV-Branchenkenner Thomas Lückerath versucht mit einem Kommentar, ein wenig Luft aus der Debatte zu lassen. (dwdl.de)

Youtube 1: Die exklusiv im Youtube-Comedy-Network JASH laufende Komödie “Gregory goes boom” hat beim Sundance Filmfestival den Preis für den besten Kurzfilm bekommen. (Tubefilter)

Ungewöhnlich scharf hat Amazon Gerüchte dementiert, nach denen das Unternehmen die Einführung eines Online-basierten Pay-TV-Angebots, einschließlich linearen Programmen, plane. Das Wall Street Journal hatte zuvor berichtet, Amazon verhandele bereits mit großen US-Sendern und Medienhäusern über die Lizensierung von Inhalten. (Multichannel)

Youtube 2: Die neue Eigenständigkeit macht sich für Grace Helbig durchaus bezahlt. Nur einen knappen Monat, nachdem die Star-Youtuberin ihren eigenen alten Kanal “It’s Grace” wieder eröffnete, hat sie bereits über eine Millionen Abonnenten gewonnen. Helbig, bereits seit 2006 eine der populärsten Figuren auf Youtube hatte Anfang des Jahres Schlagzeilen gemacht, als sie ihren Vertrag mit dem Netzwerk “My Damn Channel” aufkündigte und ihren populären Kanal “Daily Grace” schloss. (Tubefilter)

Lesetipp: Frank Sinton, Gründer des Videodienstleisters “Beachfront Media” erklärt, wie sich Unternehmen und Produzenten auf dem immer mehr boomenden Markt der mobilen Videoangebote behaupten können.

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OneTV-Newsticker vom 17.01.2014: Vimeo wird zum Filmmäzen

Balletfilm auf Vimeo: Die anspruchsvolle Alternative zu Youtube

Balletfilm auf Vimeo: Die anspruchsvolle Alternative zu Youtube

Vimeo will sein Programm selbst fördern. Man wolle demnächst in Kooperation mit Crowdfunding-Seiten wie “Kickstarter” und “Indiegogo” gezielt nach neuen Filmprojekten suchen, und diese logistisch, aber auch finanziell fördern, verkündete das Unternehmen gestern in New York. Als Gegenleistung verpflichten sich die Filmemacher dazu, ihre Werke zuerst auf der On-Demand-Seite von Vimeo zu präsentieren. Das Videoportal positioniert sich damit weiter als anspruchsvollere, “künstlerische” Alternative zu Youtube. GigaOm

Google goes Apple: Der Konzern aus Mountain View hat jetzt eine App für Apples Betriebssystem iOS veröffentlicht, auf der man auch auf iPhone und iPad Filme und TV-Serien sehen kann, die man im Android Play Store gekauft hat. Kritiker bemängeln aber die mangelhafte Bedienung und die fehlende Möglichkeit, Medien direkt über die App zu kaufen. The Verge

Der Hype um “Veronica Mars” geht weiter. Die per Kickstarter-Kampagne wiederbelebte Story um eine Privatdetektivin (wir berichteten) bekommt neben einem eigenen Kinofilm nun auch noch eine eigene Web-Miniserie auf dem Videoportal “CW Seed”. Tubefilter

Video gegen rechts. Der auf Youtube sehr erfolgreiche Film über den couragierten Auftritts eines Lokalpolitikers aus Mecklenburg-Vorpommern auf einer NPD-Veranstaltung wird zum Desaster für die rechte Partei. Denn die NPD versucht bislang vergeblich, die vielen hundert Kopien des Videos aus den sozialen Netzwerken zu entfernen. Spiegel Online

Hoffnung für Loewe. Für den renommierten, ehemals mit Designpreisen überhäuften TV-Gerätehersteller aus Franken, der im Herbst Insolvenz anmelden musste, hat nun eine Investorengruppe, bestehend aus mehreren deutschen Familienunternehmer sowie früheren Führungskräfte von Apple und dem dänischen Konkurrenten Bang & Olufsen, angeboten, die wesentlichen Teile des Geschäfts zu übernehmen. Süddeutsche Zeitung

Der Trend zum ultrakurzen Web-Inhalt geht weiter. Nach dem großen Erfolg der Short-News-Videos versucht sich nun das Start-up “Mindie” mit einer App, die sekundenkurze Musikstücke präsentiert, auf dem umkämpften Markt zu etablieren. re/code

Julia Engelmann macht Web-Karriere. Das Video eines Poetry-Slam-Auftrittes der jungen Schauspielerin hat über Nacht 200.000 neue Abrufe bei Youtube eingesammelt. OneTVMag

Wochenendlesetipp I: Shay David, CEo des Videodienstes Kaltura, erklärt die rasante Entwicklung der Streamingtechnologie. re/code

Wochenendlesetipp II: Nick Bilton erklärt im Tech_Blog der New York Times, warum es nur noch für “smarte” Fernseher eine Zukunft gibt. New York Times