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Fullscreen plant VoD-Plattform gegen Youtube und Netflix

Fullscreen-Star Grace Helbig: Glück außerhalb des Youtube-Universums

Fullscreen-Star Grace Helbig: Glück außerhalb des Youtube-Universums

Abgekoppelt: Der Trend, dass große Multichannel-Networks (MCNs), Webvideo-Produzenten und -Stars ihr Glück auch außerhalb des Youtube-Universums versuchen, hält weiter an. Wenige Wochen nachdem die Maker-Studios ihre eigene Webvideo-Plattform “Maker.TV” gestartet haben, berichtet das Onlineportal “Tubefilter” nun über ähnliche Pläne von Fullscreen. Das MCN (Eigenwerbung: “The first Media Company for the connected generation”) will dazu eine eigene Video-on-demand-Plattform starten, die vor allem auf jene junge Zielgruppe ausgerichtet ist, die Fullscreen als derzeit zweitgrößtes Youtube-Netzwerk mit Stars mit Grace Helbig über drei Milliarden Videoabrufen monatlich bestens bedient. Das neue Angebot könnte sich durchaus als ernstzunehmende Konkurrenz in die Lücke zwischen Youtube und den VoD-Services von Hulu und Netflix schieben.

Enttäuscht: Die deutschen TV-Sender können mit den meisten ihrer Second-Screen-Angebote nicht beim Zuschauer landen. Noch immer nutzten relativ wenige User in Deutschland den “zweiten Bildschirm”, um parallel zum TV-Programm Infos abzurufen, lautet das Ergebnis einer Studie des Consulting-Unternehmens Accenture, die nun auf der Fachtagung ANGA veröffentlicht wurde. Falls die Zuschauer doch etwas direkt zum Programm passend aufrufen würden, würden die Second-Screen-Apps der Sendern vergleichsweise wenig genutzt, stattdessen laufe die Kommunikation hauptsächlich über Twitter und Facebook. “Die Kunden bewegen sich beim Second-Screen-Konsum außerhalb des Ökosystems der Programmveranstalter”, so Accenture. (Digitalfernsehen.de)

Premiere: Hier funktioniert der Second Screen. ProSieben kann durchaus zufrieden sein mit der Premiere seiner neuen “interaktiven” Musikshow “Keep your light shining”. Zwar ergoss sich vor allem auf Twitter ein wahrer Shitstorm über die Moderatorin Annica Hansen (die tatsächlich mit einer Primetime-Live-Show noch sichtlich überfordert ist), aber der Rest der Sendung, die von der Abstimmung der Zuschauer via App lebt, klappte routiniert und reibungslos. Nachtrag 09:25 Uhr: Die Quoten allerdings waren mehr als enttäuschend. (DWDL.de)

Erweitert: AOL USA steigt nun auch in die digitale Vermarktung von linearem TV ein. Der Webkonzern kaufte dazu die Targeting-Plattform “PrecisionDemand”, die sich auf die crossmediale Aussteuerung von Werbekampagnen spezialisiert hat. AOL will die Plattform in sein eigenes neues Vermarktungstool “Adap.tv” integrieren. (Media Post)

Volltreffer: Immer bessere Geschäfte macht der hauseigene Sky-Vermarkter “Sky Media Network” mit der Fußballbundesliga. Zum dritten Mal in Folge konnten die Münchner ein sattes Umsatzplus mit der Vermarktung der Sky-Bundesliga-Übertragungen erzielen. Gegenüber der vorherigen Bundesliga-Spielzeit steigerte sich der Erlös um 20 Prozent. (Quotenmeter.de)

Abgehört: Facebook rüstet seine App zur “Lauschzentrale” um. Über ein neues Feature, ähnlich der Musikerkennungssoftware Shazam, soll die App künftig erkennen können, welche TV-Programme oder Musiksongs gerade bei dem jeweiligen Nutzer laufen. Die App fügt die Informationen dann automatisch dem Status hinzu – es sei denn man deaktiviert diesen tollen “Service”. (Digitalfernsehen.de)

Überraschung: Der aktuelle Comscore-Monatsbericht über die größten Videosites der USA verzeichnet nach längerer Zeit wieder einen (leichten) Rückgang der Gesamtnutzer-Zahlen von Webvideo: von 187,9 Millionen im März auf 186,1 Millionen im April.

Abgefahren: Eine mehrfache Win-Win-Situation für alle Beteiligten war die Produktion des neuen Werbespots für den Bentley Mulsanne. Der wurde nämlich komplett mit zwei iPhone5s gefilmt, wie die eigens angefertigte Dokumentation stolz demonstriert. Der Grund dafür? Zwei iPads, die für die Fondpassagiere der Luxuslimousine serienmäßig eingebaut sind. (Curved.de)

ProSiebenSat.1 kauft sich beim MCN “Collective Digital” ein

Webvideo-Netzwerk "Collective Digital Studio"

Webvideo-Netzwerk “Collective Digital Studio”

Es hat etwas länger gedauert, aber nun umarmt auch das “OldTV” die Wachstumsbranche Webvideo mit aller Macht – und viel Geld. Nachdem in den vergangenen Tagen bekannt wurde, dass Disney die “Maker Studios” übernimmt (für mindestens eine halbe Milliarde Dollar) und auch Warner sich mit 200 Millionen am Multi-Channel-Netzwerk (MCN) “Machinima” beteiligt, gab nun die ProSiebenSat.1-Gruppe bekannt, dass sie eine 20-Prozent-Beteiligung am US-MCN “Collective Digital Studio” (CDS) erworben hat. CDS erreicht mit derzeit 600 Webvideo-Channels und über 100 Millionen Abonnenten auf mehreren Plattformen fast eine Milliarde Videoabrufe im Monat und vermarktet einige der bekanntesten US-Webstars und -Formate, darunter “Epic Meal Time” und “FreddieWong/Video Game High School”.

Abgewickelt wird der Deal, dessen finanzielle Größenordnung nicht bekannt gegeben wurde, über die P7S1-Tochter “Red Arrow Entertainment”, die für das internationale Produktions- und Vertriebsgeschäft der Münchner zuständig ist. Gemeinsam mit CDS soll Red Arrow Online-Talente produzieren und neue Plattformen entwickeln. Zugleich wird Red Arrow künftig beim globalen Programmvertrieb unterstützen.

P7S1 treibt seine digitale Expansion bereits seit geraumer Zeit voran. Im August 2013 gründete der Konzern mit Studio71 sein eigenes Multichannel-Netzwerk gegründet, das sich mit aktuell monatlich mehr als 100 Millionen Videoabrufen recht gut entwickelt hat.
Ziel der neuen Partnerschaft mit CDS sei es nun, gemeinsam eines der weltweit führenden Multi-Channel-Netzwerke aufzubauen und Synergien zu schaffen, verkündete P7S1. So beziehe auch Studio71 künftig Video-Content von CDS, dessen Vermarktung über die hauseigene “SevenOne Media” erfolge.

Gemeinsam gegen die Krise: Webvideo-Branche im Umbruch

Mediakraft-Star "LeFloid": Harter Konkurrenzkampf auf Youtube

Mediakraft-Star “LeFloid”: Harter Konkurrenzkampf auf Youtube

Die Meldung kam überraschend, und sie kann zu einem Meilenstein für die digitale Bewegtbildlandschaft werden: Neun große Webvideo-Netzwerke (sogenannte MCNs) aus den USA haben sich zur “Global Online Video Association” (GOVA) zusammengeschlossen, einer weltweit agierende Interessenvertretung der Webvideo-Branche. Der Verband wolle sich zunächst vor allem für eine Angleichung  technischer Standards und einer signifikanten Verbesserung der Vermarktungssituation im Online-Bewegtbild einsetzen, ließen GOVA -Vorstandsmitglieder verlauten.

Die Gründung der GOVA spiegelt paradoxerweise sowohl das wachsende Selbstbewusstsein der noch jungen Branche, als auch ihre Probleme wider: Zum Einen drängen immer mehr klassische TV-Vermarkter ins Web und verschärfen die Konkurrenzsituation dort immens. Zum anderen sind trotz nach wie vor boomender Entwicklung auf der Userseite, nachhaltige Finanzierungsmodelle noch kaum etabliert, der erfolgsverwöhnten Onlinevideoszene droht eine erste echte Krise. Vor allem der Preisverfall bei der Videowerbung auf der größten Plattform Youtube, aber auch anderswo, zwingt die Netzwerke, die sich bislang untereinander nicht sonderlich kooperativ gegeben haben, neue Wege zu gehen.

Große deutsche Webvideo-Netzwerke äußern sich positiv über den neuen Lobbyverband. So unterstreicht Christoph Poropatits, Vizepräsident des Marktführers “Mediakraft”: “Die GOVA ist eine tolle Initiative.” Das Mediakraft-Netzwerk, das führende Youtube-Künstler wie  Y-Titty oder LeFloid unter Vertrag hat, stehe im engen Kontakt zu den GOVA-Mitgliedern und arbeite schon jetzt “mit vielen MCNs zusammen, sowohl bei der gegenseitigen Erweiterung der Zielgruppen als auch auf der Ebene der Künstler”.  Diese Zusammenarbeit wolle man in Zukunft noch intensivieren, so Poropatits.

Auch Claudia Murawski vom Berliner Netzwerk “Divimove”, dem größten europäischen MCN, spricht von einem “positiven Zeichen einer sich entwickelnden Industrie”. Der Start von GOVA setze neue Standards, so Murawski weiter:  “Er gibt den MCNs die Möglichkeit, in die wichtigen digitalen Medienunternehmen zu wachsen, die sie sind.” Auch Divimove könnte sich eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Netzwerken vorstellen. Man untersuche dafür schon jetzt “die Möglichkeiten für den europäischen Online-Video-Markt.”

Für Markus Hündgen, den Geschäftsführer der European Web Video Academy (EWVA) und einen der besten Kenner der Szene, ist eine verstärkte Kooperation zwischen den Netzwerken mehr als dringend erforderlich: “Wir wissen seit geraumer Zeit um die drückenden Probleme der Videoproduzenten und ihrer Netzwerke.” Hündgen kündigt deshalb (“als neutrale Instanz”) eine eigene Initiative der EWVA an: “Wir werden am Vortag des Webvideopreises, also am 23. Mai,im Rahmen eines Summits zum ersten Netzwerk-Gipfel nach Düsseldorf einladen. Auf der Tagesordnung stehen unten anderem die sinkenden Werbeerlöse auf YouTube und ihre Folgen für unsere Branche.”

Ralf Klassen

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OneTV-News: Youtube-Networks gründen Lobbyverband GOVA

Youtube-Networks schließen sich zusammen:  Mehr Geld für Webvideo-Produzenten? (Grafik: Youtube/PR)

Youtube-Networks schließen sich zusammen: Mehr Geld für Webvideo-Produzenten? (Grafik: Youtube/PR)

Eine neue Organisation will dabei helfen, Webvideo noch weiter in der Bewegtbildbranche zu etablieren. Neun bedeutende, so genannte “Multichannel Networks” (MCN), darunter die “Maker Studios” und “Fullscreen”, haben sich zur “GOVA” zusammengeschlossen, der “Global Online Video Association”. Die MCN repräsentieren tausende von Webvideo-Produzenten weltweit, organisieren in ihrem Auftrag unter anderem Vermarktung und Lizenzrechte. Nun soll über die neue, gemeinsame Lobbyverband der nächste Schritt, vor allem in der Vereinheitlichung von technischen Standards und bei der Monetarisierung, getan werden. Die Gründung von GOVA dürfte auch eine Reaktion sein auf die in den vergangenen Monaten immer lauter gewordene Kritik von Webvideo-Produzenten, die sich teils massiv über mangelnde Einnahmen vor allem auf Youtube beschwert hatten. (Adweek) / (Tubefilter)

Das gestern gestartete, neue Videoportal von T-Online kommt bei den ersten Kritikern nicht vorbehaltlos gut an. “Zu unübersichtlich” sei die Seite geraten, es gäbe zu viele konventionelle, aus dem normalen TV adaptierte Boulevardinhalte moniert z.B. Alexander Becker für Meedia.

Analyse: Die Erfolgsgeschichte des “iPlayer”, des plattformübergreifenden VoD-Angebots der BBC, ist einmalig. Von rund einer Million Abrufen am Tag beim Start 2009 wuchs die Nachfrage auf nunmehr sechs Millionen täglich. Auch die Art der Zugriffe hat sich radikal verändert: Kamen noch 2011 rund 80 Prozent der Anfrage über PCs, werden jetzt über 50 Prozent der Abrufe über mobile Geräte registriert. (nscreenmedia)

Sonya Kraus geht ins Netz: Die TV-Moderatorin ist ab heute Gastgeberin der Yahoo-WebTV-Show “life & harmony”. Die Sendung beschäftigt sich mit Themen wie Schönheitstipps, Ernährungsfragen oder Fitnesstrends. Produziert wird die WebTV-Sendung von Yahoo und Pilot Entertainment. Gesponsert wird das Format von Procter & Gamble. (wuv.de)

Lesetipp: Einen sehr seltenen Einblick in die Katakomben von Netflix bekam “Marketplace”-Autorin Queena Kim, als sie am vergangenen Freitag bei der Premiere der neuen “House of Cards”-Staffel im “Warroom” des VoD-Unternehmens dabei sein durfte. Ihre spannende Reportage zeigt die hochanalytische Welt des NewTV, die (fast) gar nichts mehr mit der traditionellen Art, TV zu gestalten, gemein hat. (Marketplace.com)

Mit den Zugriffszahlen für den Staffelstart von “HoC” wird Netflix im Übrigen sehr zufrieden sein, wie Multichannel.com berichtet.

Sehtipp: Gestern Abend feierte Jimmy Fallon, die große Hoffnung des US-TV-Showgeschäfts, seine Premiere in der “Late Night Show”, hier kann man noch einmal seine Anfänge sehen. Passend zum Late-Night-Start ist eine alte Aufnahme aufgetaucht, die Fallon beim Casting für die berühmte US-Comedyshow “Saturday Night Live” zeigt. (Hollywood Reporter)

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