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Raubkopierer machen (Werbe)-Kasse

Raubkopierer-Hit "Game of Thrones": Millioneneinnahmen ohne Kontrolle

Raubkopierer-Hit “Game of Thrones”: Millioneneinnahmen ohne Kontrolle

Gekapert: Dank moderner Spot-Einkaufssysteme greifen Videowebsites mit illegalen Bewegtbildangeboten mittlerweile Werbegelder in jährlich dreistelliger Millionenhöhe ab. Das ist das Ergebnis einer von der US-amerikanischen “Digital Citizens Alliance” in Auftrag gegebenen Studie. Die Piratenseiten nutzen dafür die weitgehende Anonymität des Onlinevideowerbegeschäfts aus und verschaffen sich mit einfachen Schwindeleien Kooperationen mit Mediaagenturen, die im Auftrag von großen Kunden Werbespots über das Netz verteilen. Oft sind deren Kontrollen über die Plattformen und ihre Angebote so lax, dass der Schwindel erst nach Monaten auffällt. Betroffen sind auch große Kunden wie Toyota oder Kraft Foods. Und die Betreiber der Raubkopieangebote sind, wenn der Schwindel auffliegt, durch Fakeadressen im Ausland meist nicht mehr auffindbar. (Wall Street Journal)

Lukrativ: Die Maker Studios haben einen umfassenden Kooperationsvertrag mit dem Werbenetzwerk Omnicom geschlosssen, in Höhe eines “niedrigen achtstelligen Dollarbetrages”, wie es heißt. Für das gerade erst von Disney gekaufte Multichannel Network war es der erste Deal dieser Art. Omnicom kauft neben lukrativen Werbeplätzen im Maker Netzwerk auch Stars der MCNs als Werbefiguren ein. (Adage)

Verlängert: HBO hat den Vertrag mit der derzeit schwer angesagten “New Journalism”-Marke “Vice” um zwei Jahre erweitert. Die New Yorker Videojournalisten mit dem Faible für harte Kriegseinsätze oder Storys aus dem “Urban Underground” werden pro TV-Saison bis zu 14 Dokumentation bei HBO zeigen dürfen. (Tubefilter)

Baukasten: Der Videodienstleister Brightcove hat mit seinem neuen Produkt “Gallery” ein Multitool vorgestellt, mit dem auch Laien innerhalb weniger Stunden eine komplette Videoplattform, eine Video-Eventseite oder ein Showcase für ein Produkt herstellen können. (Streaming Media)

Produktionswelle: Der weltgrößte Web-Musiksender Vevo hat in New York eine ganze Reihe von neuen Eigenformaten angekündigt. Zum ersten Mal werden darunter auch Lifestyle-Themen etwa aus den Bereichen Kochen, Mode oder Promis sein. (Tubefilter)

Lesetipp: Werbetreibende und Agenturen sollten verstärkter auf die Entwicklungen bei SmartTVs und sonstigen vernetzten TV-Geräten achten, mahnen Walter Harp und Salim Hemdani vom Videowerbespezialisten Mixpo in einem Gastbeitrag auf Videonuze. Viele Entscheider seien aufgrund fehlender Zahlen und Meldungen über technische Probleme verunsichert, dabei hätten die Angebote mittlerweile eine durchaus relevante Reichweite und Qualität.

Analyse: Die aktuelle “Digital Video Consumer Study” der amerikanischen GfK weist wieder einmal eine Anzahl interessanter Entwicklungen auf dem US-Onlinevideomarkt aus. Neben der allgemeinen User-Steigerung von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, registrierten die Meinungsforscher vor allem einen starken Anstieg der via Social Media verbreiteten Bewegtbildinhalte. Twitter, Facebook und Tumblr seien mittlerweile die Startseite Nummer 1 für viele Videoangebote. (Streaming Media)