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Neue Studie über käufliche “Let’s Player”

EA-Game "Battlefield 3": Produktions-"Beihilfen" nicht gekennzeichnet

EA-Game “Battlefield 3″: Produktions-“Beihilfen” nicht gekennzeichnet

Unsauber: Über ein Viertel aller größeren US-amerikanischen “Let’s Play”-Videoproduzenten lässt sich von den Herstellern der Games dafür bezahlen. Vor allem für Spieletests auf den großen Videoplattformen wie Youtube fließt regelmäßig Geld aus den Marketingabteilungen der Game-Industrie, oft als “Produktionsbeihilfen” ausgewiesen. Das belegt eine neue Untersuchung des Fachportals Gamasutra. Bereits vor einigen Monaten hatten Berichte über bestellte Spielrezensionen in der Gamer-Szene für einiges Aufsehen gesorgt. Auch große Firme wie Microsoft und EA waren in dieses “Stealth Marketing” involviert. Doch nach wie vor werden gekaufte oder “unterstützte” Let’s-Play-Videos nicht oder nur mangelhaft gekennzeichnet. (Tubefilter)

Prognose: Bis 2019 wird laut einer aktuellen Goldmedia-Studie der Gesamtumsatz im deutschen Video-on-Demand-Markt auf rund 750 Millionen Euro steigen. Dabei werde das Abonnement-Modell “Subscription-VoD” (wie bei Watchever, Maxdome oder Amazon z.B.) mit einem jährlichen Wachstum von etwa 50 Prozent am stärksten zulegen. Schon heute nutze bereits ein Fünftel aller deutschen WebUser VoD-Angebote. (Digitalfernsehen.de)

Mangelhaft: Eine neue Runde im mittlerweile beinahe skurrilen Streit zwischen Netflix und Verizon über die Schuld an mangelhaften Übertragungsqualitäten ist eröffnet. In dem jetzt von Netflix veröffentlichten Report über die Leistungsfähigkeit seiner Provider belegt Verizon mit Abstand den letzten Platz. Wir erinnern uns: bereits vor Monaten hatten die beiden Unternehmen eine exklusive Kooperation zur Verbesserung der Streamingperformance vereinbart. (Mashable)

Premiere: Mit einem aufwändig inszenierten Konzert des US-Folkpunkers Dave Matthews aus Jacksonville hat Yahoo in der vergangenen Nacht seine neue Reihe von Live-Musikevents gestartet. In Kooperation mit dem Konzertveranstalter “Live Nation” will Yahoo nun beinahe täglich ein Pop- oder Rock-Bühnenevent präsentieren. (Mediabiz)

Erforscht: Die Akzeptanz von mobiler Videowerbung steigt rapide an, und ist in seiner Wirkung mittlerweile sogar klassischen TV-Kampagnen teilweise überlegen. Das zumindest behauptet eine neue Nutzerstudie aus den USA. Einer der Gründe dafür seien die inhaltlichen und technischen Anpassungen, die bereits für viele mobile Spots in der Produktion vorgenommen werden. Allerdings würden Media- und Werbeagenturen immer noch zu häufig einfach Werbevideos aus dem klassischen TV ins Web übernehmen. (Adweek)

Brachial: Mit einem Youtube-Clip, in dem ein filigranes, mit einer brasilianischen Fahne geschmücktes, Cocktailglas von einem massiven deutschen Bierhumpen zerschmettert wird, hat der ARD-Radiosender “Bayern 3″ einen weltweiten Viralhit gelandet. Der, nun ja, eher simpel gestrickte Sieben-Sekunden-Spot wurde übrigens auf der Herrentoilette des Senders gedreht. (wuv.de)

Fehlerhaft: Ralf Wiegang weist in der Süddeutschen Zeitung darauf hin, dass bei der Rekordquote von 34,65 Millionen Zuschauern des WM-Finales zwischen Deutschland und Argentinien nur die Angaben der 5000 “klassischen” GfK-TV-Haushalte hochgerechnet wurden. Weder die immer populäreren Livestream-Angebote noch die deutschlandweiten Public Viewings seien in der Zählung enthalten.

Experiment: Über die gesamte kommende Fußballsaison wird ein Team von Sky Deutschland die Profifußballer von 1860 München, auf und vor allem auch abseits des Platzes, begleiten. Aus den Aufnahmen soll dann die vierteilige Dokumentation “57, 58, 59, Sechzig” entstehen. (DWDL.de)

Microsoft und AOL: Gemeinsam gegen Youtube

AOL-Videoproduktion "HuffPo Live": Gewaltiger Bedarf nach Inhalten

AOL-Videoproduktion “HuffPost Live”: Gewaltiger Bedarf nach Inhalten

Es bleibt ein Jahr der Überraschungen in der Webvideo-Branche – und das der Kooperationen von Großkonzernen. Wie beide Unternehmen bekannt gaben, wird AOL in wenigen Wochen damit beginnen, seine umfangreichen Video-Inhalte auf ausgewählten Microsoft-Plattformen zu zeigen, einschließlich der Hauptseite MSN.com und verschiedenen Apps der Suchmaschine “Bing”. Das Angebot umfasst sowohl AOL-eigene Produktionen wie “HuffPost Live” oder “TechCrunch”, wie auch Inhalte von Partnerseiten wie ESPN oder TMZ. Auch die neuen AOL-WebTV-Serien, die in dieser Woche starten sollen, gehören zur Kooperation zwischen den beiden Tech-Konzernen, die im Bereich Video bislang stets als heftige Rivalen gegeneinander antraten. Der Boom der Online-Videobranche mit seinem immensen Bedarf an vermarktbaren Inhalten bringt sie nun zusammen. Die Vermarktung übernimmt Microsoft, die Einnahmen sollen geteilt werden. (Reuters) (Recode)

OneTV-News: AOL und Microsoft starten Webvideo-Offensive

AOL-Videoproduktion "HuffPo Live": Gewaltiger Bedarf nach Inhalten

AOL-Videoproduktion “HuffPost Live”: Gewaltiger Bedarf nach Inhalten

Überraschung: Die nächste große Kooperation der Webvideo-Branche ist perfekt. Wie beide Unternehmen bekannt gaben, wird AOL in wenigen Wochen damit beginnen, seine umfangreichen Video-Inhalte auf ausgewählten Microsoft-Plattformen zu zeigen, einschließlich der Hauptseite MSN.com und verschiedenen Apps der Suchmaschine “Bing”. Das Angebot umfasst sowohl AOL-eigene Produktionen wie “HuffPost Live” oder “TechCrunch”, wie auch Inhalte von Partnerseiten wie ESPN oder TMZ. Auch die neuen AOL-WebTV-Serien, die in dieser Woche starten sollen, gehören zur Kooperation zwischen den beiden Tech-Konzernen, die im Bereich Video bislang stets als heftige Rivalen gegeneinander antraten. Der Boom der Online-Videobranche mit seinem immensen Bedarf an vermarktbaren Inhalten bringt sie nun zusammen. Die Vermarktung übernimmt Microsoft, die Einnahmen sollen geteilt werden. (Reuters) (Recode)

Strategisch: Netflix verlässt sich bei seinen Expansionsplänen nicht mehr nur allein auf die “Cord Cutters”. Der VoD-Anbeiter schloss jetzt in den USA Kooperationsverträge mit drei regionalen Kabelgesellschaften, die das Netflix-Angebot direkt in ihre Netze einspeisen. (Tubefilter)

Aufgerüstet: Das Angebot auf Google “Chromecast”-TV-Stick wächst weiter rasant. In den USA ist es jetzt dank der Partnerschaft von Google mit dem Mediaserver-Anbieter “PlayOn” möglich, über 100 zusätzliche Webvideo-Kanäle zu empfangen — inklusive Angeboten von ABC, CBS, NBC oder Comedy Central. Hierzulande kann man nun auch das legale, über Werbung finanzierte Online-Spielfilm-Angebot “Netzkino” via Android-App über den Chromecast auf den Fernseher schicken.

Umsonst: Samsung verbannt alle Bezahl-App-Angebote aus seinem “TV App Store” und bietet Käufern sogar Rückerstattungen an. In-App-Purchase-Angebote wie z.B. bei Netflix oder Amazon bleiben aber verfügbar. Der Grund für diese Maßnahme wurde nicht bekannt gegeben. (Home Media Magazine)

Ungewohnt: Die “heute-Show” des ZDF, seit Jahren eines der tröstlichen Formate des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, erlebt zurzeit eine erste (kleine) Quotenkrise: Nachdem vor einer Woche mit 2,93 Millionen Zuschauern erstmals seit Januar die 3-Millionen-Marke verpasst wurde, schmolz die Zuschauerzahl am vergangenen Freitag nochmals, auf 2,74 Millionen Zuschauern. (DWDL.de)

Lesetipp: Rob Vegas analysiert in seiner Kolumne für Quotenmeter.de die Schwäche vieler altgedienter TV-Stars, die mit den Anforderungen der neuen Medienlandschaft nicht mehr zurechtkommen. Die neuen US-Entertainer wie Jimmy Kimmel, Jon Stewart und Jimmy Fallon würden mit gezielten Aktionen und Produktionen im Netz ihre Marke permanent im Gespräch halten und für jüngere Zielgruppen interessant machen.

Sehtipp: In zwei Wochen startet die ARD das neue Rätselformat “Quizduell” in Kooperation mit den Betreibern der gleichnamigen, sehr populären Smartphone-App. Dabei sollen die Kandidaten im Studio (zumindest theoretisch) gegen sämtliche User der App antreten. Stefan Saligmann, Entwicklungschef der koproduzieren ITV Studios, erklärt im DWDL.de-Talkformat “StudioD” die technischen und logistischen Herausforderungen des interaktiven Spielkonzeptes.

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Kampf um das “neue Gold” WebTV: Das planen Microsoft, Amazon, AOL und Yahoo

Amazon-Serie "Alpha House": Die neuen Player drängen mit Wucht auf den Markt

Amazon-Serie “Alpha House”: Die neuen Player drängen mit Wucht auf den Markt

Der Wettbewerb auf dem boomenden NewTV-Markt wird immer härter, die Konkurrenz immer größer – im doppelten Wortsinn: Nach Yahoo, AOL und Amazon plant nun mit Microsoft der nächste Techgroßkonzern die Produktion eigener TV-Serien, die derzeit als “neues Gold” der Branche gelten. Und die Riesen kommen mit Macht.

So produziere die vor eineinhalb Jahren neu gegründete Microsoft-TV-Abteilung, die von der früheren CBS-Managerin Nancy Tellem geleitet wird, derzeit bereits mindestens sechs Serienformate, die ab Juni vor allem wohl auf dem hauseigenen “Xbox-Live”-Netzwerk laufen sollen, meldet der Wirtschaftsdienst “Bloomberg”. Darunter eine Show mit US-Star-Comedian Sarah Silverman, eine Stop-Animation von Seth Green, eine Halo-TV-Serie produziert von Steven Spielberg und “Every Street United”, eine Fußballserie, die zur WM in Brasilien starten soll. Mehr als ein Dutzend weiterer Projekte seien in der Entwicklung, berichtet Bloomberg. weiter.

Auch bei Yahoo, das unter Chefin Marissa Mayer schon seit einiger Zeit eine aggressive Videoexpansionsstrategie fährt, reißen die echten News und falschen Gerüchte um neue Bewegtbildaktivitäten nicht ab. In der vergangenen Woche machten Meldungen die Branchenrunde, dass der Internetkonzern eine Art Gegen-Youtube entwickele. Nun berichtet das “Wall Street Journal”, dass Yahoo gleich vier neue Comedy-Serien für seine Videoplattform in Auftrag geben will. Das Budget pro halbstündiger Episode bewege sich angeblich zwischen 700.000 und (kaum glaublich) “mehreren Millionen Dollar”, so das “WSJ” weiter. Die TV-Angebote könnten schon Ende des Monats auf der Fernseh-Marketingmesse „NewFront“ in New York vorgestellt werden – allerdings fehlten noch ein paar Geldgeber für die Projekte.

Auch AOL, bereits seit einiger Zeit so etwas wie der heimliche Riese des amerikanischen Webvideo-Geschäfts, investiert weiter in den Ausbau seines Programms. Der US-Internetkonzern gab nun bekannt, dass er mindestens vier seiner selbst produzierten WebTV-Formate, von Comedy bis Techshow, verlängern möchte. Begründet sei die Investition durch die nach wie vor große Nachfrage an qualitativ hochwertigen Onlinevideoumfeldern für die Werbewirtschaft, so AOL.

Bleibt als letzter der großen Vier Amazon. Das hatte bereits im vergangenen Jahr damit begonnen, eigenen Videocontent zu produzieren. Nach groß angelegten Zuschauertest, auch mit Hilfe von Data-Tools, startete der Versandhandelriese über seine eigenen Video-on-Demand-Kanäle mehrere aufwendig hergestellte Serien, die bei Publikum und Kritik gleichermaßen gut ankamen. Für dieses Jahr hat Amazon eine zweite Welle an Eigenproduktionen angekündigt, die vor allem auch das Geschäft mit der soeben vorgestellten Streaming-Box “Fire TV” ankurbeln sollen.

In Deutschland lockt der Konzern gerade Neukunden mit Gratisangeboten auf seinem
“Prime Instant”-Videodienst . Hier kann man neben der Sitcom “Alpha House” nun auch die Comedy-Serie “Betas” sehen, die jeweils ersten drei Folgen der beiden Serien auch ohne Prime-Mitgliedschaft gratis.

Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die ambitionierten Videoprojekte von Yahoo, AOL und Microsoft den deutschen Markt erreichen.

OneTV-News: Auch Microsoft wird TV-Produzent

Microsoft TV-Chefin Nancy Tellem: Der nächste Techkonzern drängt auf den Onlinevideomarkt

Microsoft TV-Chefin Nancy Tellem: Der nächste Techkonzern drängt auf den Onlinevideomarkt

Konkurrenzkampf: Der Wettbewerb um den NewTV-Markt wird immer härter. Nach Yahoo, AOL und Amazon plant nun mit Microsoft der nächste Techkonzern, eigene TV-Serien zu produzieren. Die vor eineinhalb Jahren neue gegründete Microsoft-TV-Abteilung, die von der früheren CBS-Managerin Nancy Tellem geleitet wird, produziere derzeit bereits mindestens sechs Formate, die ab Juni auch auf dem hauseigenen “Xbox-Live”-Netzwerk laufen sollen, berichtet der Wirtschaftsdienst “Bloomberg”. Darunter eine Show mit US-Star-Comedian Sarah Silverman, eine Stop-Animation von Seth Green, eine Halo-TV-Serie produziert von Steven Spielberg und “Every Street United”, eine Fußballserie, die zur WM in Brasilien starten soll. Mehr als ein Dutzend weitere Projekte seien in der Entwicklung, berichtet Bloomberg. weiter.

Abgefahren: Googles Datenbrille “Glass” wird mittels der eingebauten Kamera jetzt zum Livevideo-Tool. Dazu schloss Google eine Kooperation mit dem New Yorker Startup “Livestream”, das sich auf mobile Bewegtbildübertragungen spezialisiert hat. Der Nutzer der Datenbrille kann die Livestream-App über Sprachbefehle ansteuern und die Übertragung mit einem einzigen Klick starten. (Techcrunch)

Ambitioniert: Die Gerüchte um die Bewegtbildoffensive von Yahoo überschlagen sich. Nun will das “Wall Street Journal” erfahren haben, dass der Konzern gleich vier neue Comedy-Serien in Auftrag geben will. Das Budget pro halbstündiger Episode bewege sich angeblich zwischen 700.000 und mehreren Millionen Dollar, so das “WSJ” weiter. Die TV-Angebote könnten schon Ende des Monats auf der Fernseh-Marketingmesse „NewFront“ in New York vorgestellt werden. (Videonuze)

Verlängert: Auch AOL investiert weiter in den Ausbau seines Videoprogramms. Der US-Internetkonzern gab nun bekannt, dass er mindestens vier seiner selbst produzierten WebTV-Formate, von Comedy bis Techshow, verlängern möchte. Begründet sei die Investition durch die nach wie vor große Nachfrage an qualitativ hochwertigen Onlinevideoumfeldern für die Werbewirtschaft, so AOL. (Adweek)

Erweitert: Amazon zeigt über seinen “Prime Instant”-Videodienst neben der Sitcom “Alpha House” nun auch seine selbst produzierte Comedy “Betas” in Deutschland. Die ersten jeweils drei Folgen der beiden Serien können auch Amazon-Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft gratis ansehen. (DWDL.de)

Aufgerüstet: Auch der zum Microsoft-Konzern gehörende Webvideo-Kommunikationsdienst Skype will in den wachsenden Markt für Online-Liveübertragungen einsteigen und bietet deshalb mit “Skype TX” eine erweiterte Version für TV-Produktionen an. (The Verge)

Experiment: Die ARD startet am 12. Mail im Vorabendprogramm die neue interaktive Show “Quizduell”, eine TV-Adaption der immens erfolgreichen Smartphone-App. Während der Sendung sollen dann Teams im Studio gegen die “Schwarmintelligenz” aller (oder einer großen Gruppe von) vereinigten “Quizduell”-App-Nutzern antreten. Moderiert wird die Sendung von Jörg Pilawa. (DWDL.de)

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OneTV-News: Microsoft-Angriff auf Youtube via Dailymotion?

Wird die Videoplattform "Dailymotion" mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Wird die Videoplattform “Dailymotion” mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Steigt Microsoft doch noch einmal richtig ins Webvideo-Geschäft ein? Der US-Software-Gigant, der mit diversen eigenen Video-Versuchen eher mäßigen Erfolg hatte, verhandelt derzeit mit dem französischen Videoportal Dailymotion über eine Beteiligung. Bislang hatte der Eigentümer von Dailymotion, der französische Telekommunikationskonzern Orange, jede Offerte abgelehnt, zuletzt von Yahoo im vergangenen Frühjahr. Der mögliche Deal mit Microsoft könnte nun doch der ernsthafte Versuch sein, die Videoplattform als dauerhaften Konkurrenten zu Youtube aufzubauen. (Variety)

Ein erstes, von der Branche aufgeregt registriertes, Experiment als Second-Screen-Applikation hat Google in der vergangenen Nacht gestartet: Während der Live-Übertragung des Talentwettbewerbs “American Idol” konnten Zuschauer in den USA über die Google-Suchmaske direkt für ihre Favoriten abstimmen. Zusätzlich gab es via Google noch Hintergrundinformationen zu den Kandidaten und eine – allerdings eingeschränkte – Kommentarfunktion über Google+. Ob dies aber tatsächlich der Beginn eines großen Google-Angriffs auf den Second-Screen-Platzhirsch Twitter war, bleibt abzuwarten. (Techcrunch)

Nach dem traurigen, aber wirtschaftlich in der derzeitigen Form wohl unausweichlichen Ende für Sevenload, einer der ersten Videoplattformen überhaupt, sucht der Eigentümer Burda nun Kaufinteressenten für die Website. Zumindest einige erste Anfragen soll es dem Vernehmen nach geben, den 20 Sevenload-Mitarbeitern in Köln wurde aber bereits gekündigt. (Gründerszene.de)

Wie bereits erwartet, will die “Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten” (KEF) den Rundfunkbeitrag um 73 Cent monatlich senken. Bei diesem nun offiziellen Vorschlag sei laut KEF die Hälfte der erwarteten Mehreinnahmen aus der neuen Rundfunkgebühr aus den Jahren 2013 bis 2016 eingerechnet – 562 Millionen Euro. ARD und ZDF lehnen die Senkung in dieser Höhe als “unangemessen” ab. Eine Entscheidung fällen die Ministerpräsidenten der Länder im März. (dwdl.de)

Nach der Öffnung für externe Entwickler drängen nun massenhaft neue Apps auf den “Chromecast”-Stick von Google, der eine einfache Verbindung von mobilen Geräten zum Fernsehbildschirm ermöglicht: von Spielen wie TicTacToe über Fotoshow-Tools bis hin zu Programm-Apps mit 5000 Webvideo-Kanälen. (readwrite)

Eine wahrlich bemerkenswerte, neue Form von TV-Förderung betreibt jetzt Amazon: Der Konzern finanziert die Fortsetzung der Serie “Ripper Street”, die eigentlich bei der BBC schon abgesetzt war. Die durch die Amazon-Geldspritze gerettete Serie, die die Jagd auf einen Mörder im viktorianischen London zeigt, wird dann zuerst im neuen “Prime Instant Video”-Angebot von Amazon in Großbritannien gezeigt, und ein paar Monate später wieder in der BBC. (Engadget)

Lesetipp: Torsten Zarges beschreibt für dwdl.de den Zustand von großen Teilen der deutschen Fernsehbranche, die angesichts der wachsenden Konkurrenz von Internetkonzernen wie Google und Amazon und neuen Anbietern wie Netflix auf dem TV-Markt zunehmend in Angststarre verfällt – oder immer lauter bei Politik und Regulierungsbehörden nach Hilfe (sprich Abwehrmaßnahmen per Gesetz) ruft. Von innovativen und kreativen Ideen ist allerdings weniger die Rede.

Video des Tages: Christoph Krachten, deutscher Webvideo-Star der ersten Stunde, erklärt in einer neuen Folge seines Youtube-Formats “Clixoom” die Mechanismen von Youtube – und räumt dabei mit einigen Irrtümern auf. Ein empfehlenswerter Nachhilfeunterricht, auch für manchen “Experten”.

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Nach Microsoft nun Vorwürfe gegen EA: Wie echt (oder gekauft) sind Spieletests im Netz?

Wie wahrhaftig sind die Rezensionen über neue Spiele, Konsolen, Hard- oder Software im Netz? Nachdem am Anfang der Woche bekannt wurde, dass Microsoft über das Youtube-Netzwerk Machinima etliche Spieletester extra dafür entlohnt hatte, positiv über die neue “X-Box One” zu berichten, ist nun auch das Game-Konzern Electronic Arts (EA) betroffen: Wie das Tech-Portal “The Verge” berichtet, hat EA sogar ein eigenes Programm namens “Ronku” aufgesetzt, um eine wohlwollende Berichterstattung, vor allem auf Youtube, zu initiieren.

Angebliche Vereinbarung zwischen Electronic Arts und Spieletestern: "Nicht auf Fehler fokussieren"

Angebliche Vereinbarung zwischen Electronic Arts und Spieletestern: “Nicht auf Fehler fokussieren”

Immerhin 10 Dollar für 1000 Klicks auf das Video spendiert EA den Spieletestern – ein für Youtube-Verhältnisse sehr üppiges Honorar. Dafür sind die Videoproduzenten allerdings gehalten, einige “Richtlinien” bei der Produktion einzuhalten. Laut einem ebenfalls von “The Verge” veröffentlichten, angeblich internen Memo (s.Bild links) schlägt EA detailliert vor, welche Aspekte eines Spieles (hier “Battlefield 4 – Levolution”) denn am besten in der Videorezension vorkommen sollten (“Bring down the base”, “Flood the streets”).  Untersagt dagegen sei es, den Fokus der Berichterstattung auf Fehler (“Glitches”) zu legen.

Nun ist bezahlte oder anderweitig entlohnte Produkt-Berichterstattung im Netz überhaupt nichts Unbekanntes, auch nicht in Deutschland. Die PR-Abteilungen der Unternehmen haben die Vorteile dieses “Stealth Marketing” in der Netzszene schon lange erkannt und versorgen prominente Tester mit allerlei Goodies. Allerdings gibt es auch Grenzen. So müssen, nicht nur in den USA, gesponsorte Berichte eindeutig gekennzeichnet werden. Microsoft und EA berufen sich auch darauf, darauf stets strengstens hinzuweisen. Dagegen sprechen jedoch einige Passagen aus den von “The Verge” veröffentlichten Dokumenten, in denen die Youtuber auf absolute Geheimhaltung über die Details des “Ronku”-Programms verpflichtet werden.

Jedenfalls ist die ganze Angelegenheit heikel, auch für Youtube selbst übrigens. Gerade eben hatte man die Abmahnwelle gegen die Produzenten von “Let’s play”-Videos wegen vermeintlicher Urheberrechtsverletzungen halbwegs überstanden, nun steht eine neue Diskussion ins Haus. Denn Microsoft und EA dürften nur die prominenten Spitzen eines Eisberges sein.

OneTV-Ticker vom 22.01.2014: Verizon steigt in den NewTV-Ring

VerizonVerizon steigt in das NewTV-Geschäft ein. Wie schon seit Wochen spekuliert, übernimmt der US-Netzanbieter die gesamte TV-Entwicklungssparte von Intel einschließlich der ambitionierten, aber glücklosen “OnCue”-Technologie. Damit hatte Intel vergeblich versucht, einen Cloud-basierten All-In-one-TV-Dienst zu etablieren, war aber an der Blockade-Haltung vieler Content-Anbieter gescheitert. Branchenexperten trauen Verizon durchaus zu, das Projekt neu zu beleben und damit zu einem ernsthaften Konkurrenten, unter anderem von AppleTV, auf dem neuen Fernsehmarkt zu werden. (Time)

Discovery expandiert weiter. Der amerikanische Medienkonzern übernimmt die Mehrheit beim Sportkanal Eurosport und stärkt damit auch sein Pay-TV-Netzwerk, denn außerhalb Deutschlands ist Eurosport fast nur gegen Bezahlung verfügbar. (dwdl)

Panasonic glaubt weiter an SmartTV. Vor allem die Integration “normaler” Webbrowser-Technologie auf die TV-Geräte, wie jetzt unter anderem von Firefox angekündigt, werde die Entwicklung enorm weitertreiben, verkündete Panasonics Content-Chef Merwan Mereby nun. Bereits für dieses Jahr hat der Konzern eigene “smarte” Geräte mit dem neuen Betriebssystemen angekündigt. (Venture Beat)

Vorwürfe gegen Microsoft: Der Konzern soll Spiele-Testern seiner “X-Box One” für positive Rezensionen auf Youtube Geld gezahlt haben. Microsoft weist mittlerweile die Anschuldigungen zurück, es habe sich um Geschäfte gehandelt, die ausschließlich vom Youtube-Netzwerk “Machinima” mit seinen Produzenten abgeschlossen worden sein. (arselectronica)

Beats Music will anders sein. Der gestern zunächst in den USA gestartete Musik-Streamingdienst möchte in dem hart umkämpften Markt Konkurrenten wie Spotify oder Pandora vor allem mit einer besseren, individuelleren Songauswahl für den einzelnen User übertrumpfen. Die erste Kritiken jedenfalls sind positiv, auch die von US-Tech-Legende Walter Mossberg. (re/code)

Hintergrund: Garett Sloane analysiert die Strategie von Twitter für den Angriff auf den milliardenschweren TV-Markt an: (Adweek)

Helmut Thoma will wieder einmal den NewTV-Markt aufmischen. Diesmal träumt der Ex-RTL-Chef davon, Bundesliga-Kurzberichte via Smartphone zu produzieren, auch wenn die Vereine das bisher immer verhindert hätten.. Dies sei im Rahmen des Berichterstattungsfreiheit erlaubt, so Thoma, der jetzt beim Regionalsender “NRW.TV” eingestiegen ist. Von seinem mehrfach angekündigten Projekt “Volks-TV” ist derzeit nichts mehr zu hören. (dwdl)

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