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OneTV-News: Google Glass wird zum Second Screen

"Datenbrille" Google Glass:  Neue Tools für TV- und Video

“Datenbrille” Google Glass: Neue Tools für TV- und Video

Google Glass, die viel diskutierte “Datenbrille” des US-Konzerns, wird immer mehr auch zum Objekt von Entwicklern im TV- und Videobereich. Nun stellte der niederländische Telekommunikationskonzern KNP eine zusammen mit der Tech-Agentur “Accenture” entwickelte Erweiterung von Google Glass vor, die sich sowohl als Steuerungsinstrument wie auch als Second-Screen-Applikation während des TV-Konsums nutzen lässt. (Broadband TV News)

Auch für die Freunde des Action-Filmerei gibt es ein neues Google-Glass-Tool: Dank einer speziellen Software können nun Aufnahmen, die mit einer GoPro-Kamera gemacht werden, direkt auf die Google-Brille übertragen werden. Die Kamerasteuerung ist ebenfalls mit der Brille verknüpft, und per Sprachbefehl möglich. (Slashgear)

Sicherlich zu einem viel diskutierten Thema wird die heute Nacht bekanntgewordene, neue Kooperation zwischen dem US-Kabelriesen Comcast und Netflix. Der Deal ermöglicht es Netflix (gegen eine unbekannte Extra-Gebühr), sein Video-on-Demand-Angebot direkt in das Comcast-Kabel einzuspeisen, und damit im Gegensatz zu anderen VoD-Anbietern deutlich schnellere und größere Bandbreiten zu nutzen. Nach Auffassung vieler Branchenexperten bedroht diese Kooperation allerdings die derzeit auch in den USA viel diskutierte “Netzneutralität”, nach der Netzbetreiber jedes Webangebot gleich behandeln sollten. (Reuters via Huffington Post)

Immer mehr traditionelle amerikanische News-Marken schließen sich mit jungen Start-ups aus dem Video- oder Big-Data-Bereich zusammen, um neue Zielgruppen im Netz zu erschließen. Aktuelles Beispiel ist der TV-Sender MSNBC, der eine Partnerschaft mit dem jungen israelischen Unternehmen “Vocativ” eingegangen ist. (New York Times)

Massenanstürme von Fans sind längst nicht mehr internationalen Popstars oder Filmhelden vorbehalten, auch deutsche Youtuber erleben immer häufiger die Auswirkungen ihrer Prominenz. So nun auch geschehen in Köln, wo die die Youtuberinnen “Bibis Beauty Place” und “Dagi Bee” (beide produzieren sehr populäre “Beauty-Videos”) vom gewaltigen Andrang ihrer Fans überrascht wurden. Berichte über eine Massenpanik seien aber vollkommen übertrieben, urteilt das Szene-Portal “Broadmark!”.

Zahl des Tages: Rund 634.000 Haushalte in den USA haben am ersten Wochenende nach dem Start die KOMPLETTE zweite Staffel von “House of Cards” bei Netflix angeschaut. (Variety)

Service-Tipp: Der Start des neuen “Prime Instant”-Videoangebots von Amazon, der das ursprüngliche Vorzugskundenmodell des Versandhändlers um einen VoD-Service ergänzt, hat bei vielen Usern Fragen aufgeworfen. Das Fachblog “Mobiflip” hat alle wichtigen Fakten noch einmal übersichtlich zusammengefasst. (Mobiflip)

Lesetipp: Hans Hoff rezensiert (und lobt ausgiebig) für dwdl.de den SAT.1-Film “Der Rücktritt”, der die Affäre um den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff thematisiert. Das Werk von Regisseur Thomas Schadt und Produzent Nico Hofmann sei eine “Klatsche für ARD und ZDF”, die sich nicht an den Stoff gewagt hätten. (Sendetermin: Dienstag, 25.02., 20.15 Uhr)

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Wie geht’s weiter… Herr Schulz?

Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz: Keine Angst vor Netflix

Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz: Keine Angst vor Netflix

Watchever ist der Überflieger im deutschen Video-on-Demand-Geschäft. Ein Jahr nach seinem Start hat das Tochterunternehmen des französischen Telco-Riesen Vivendi dank massiver Werbung, eines aggressiven Preismodells und einiger bemerkenswerter Kooperationen (unter anderem mit AppleTV) zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung einen Spitzenplatz im NewTV-Genre eingenommen. Konkrete Umsatz- und Kundenzahlen nennt Watchever zwar (noch) nicht, aber dem Vernehmen nach laufen die Geschäfte gut. Und nun? – Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz eröffnet die Premiere unseres neuen Fragebogen-Formats “Wie geht’s weiter..?”

 

 
Wie geht es weiter…mit Watchever, Herr Schulz?
Genauso wie es im ersten Jahr angefangen hat: Es hat sich herausgestellt, dass die Deutschen durchaus bereit sind, für einen Videodienst im Internet zu bezahlen. Unser Modell ist massenkompatibel, man kann monatlich kündigen und wir verfolgen eine sehr offensive Preispolitik. Watchever hält Inhalte parat, die für die gesamte Familie von Relevanz sind und nicht nur auf eine einzelne Zielgruppe abzielen. Unser Team hat wiederholt innerhalb kürzester Zeit nach Kinostart bereits echte Filmperlen für das Portfolio verhandelt. Darunter fallen internationale wie deutsche Arthouse-, Kinder- und Dokumentationsfilme wie Hannah Arendt, Sightseers, Pussy Riot – A Prunk Prayer, Sushi in Suhl, aber auch Breaking Bad zwei Tage nach US-Start. Einige dieser Filme sind bereits ein knappes halbes Jahr und damit vor Jahresfrist nach Kinostart mit Watchever auf Smart-TVs, Tablet, PC oder Smartphones verfügbar.
 
Wenn Netflix kommt, dann…
…ist ein zweiter Player auf dem deutschen Markt, der einen tollen Service im SVoD (“Subscription video on demand”)-Markt anbietet. Das wird den gleichen Effekt haben, den wir nach unserem Markteintritt gesehen haben: Der SVoD Markt wird der Wachstumstreiber am digitalen Leihmarkt werden. Es geht gar nicht um Netflix gegen Watchever, sondern um den Anteil der täglichen Mediennutzung von SVoD gegenüber dem Free-TV. Wir hatten im vergangenen Jahr weit über 25 Millionen Nutzungsstunden – mit stark steigender Tendenz. Der deutsche Videomarkt darf sich über ein Rekordjahr freuen. Und dieser Markt wird weiter wachsen. Filmrechte werden immer zeitbeschränkt und lokal zwischen Free-TV und Pay-TV bzw. SVOD vergeben. Einen digitalen Anbieter, der alle Inhalte zeitgleich anbieten darf, wie es das im Musikbereich mit “Spotify” gibt, wird es bei Filmen und Serien nie geben.
 

Unsere erste eigene deutschsprachige Serie startet… (Und heißt…) 

Von mir aus könnte unsere erste eigene Serie schon morgen starten! Aber noch müssen wir uns etwas gedulden, wir partnern bei unserer Serie mit einem namhaften deutschen Produzenten und reden mit Schauspielern. Namen verrate ich jetzt noch nicht und gute Produktionen haben eine lange Vorlaufzeit.

 
Unseren monatlichen Flatrate-Preis von 8,99 Euro wird es…
…weiterhin geben. Wer bei Watchever ein Abonnement abschließt, kann für eine monatliche Pauschale so viele Serien und Filme aus dem Angebot auf dem heimischen Computer, Smartphone oder Tablet anschauen, wie er will. Und das zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Es gibt wirklich gute Filme und Serien bei uns. Und wir sind immer auf der Jagd nach neuen tollen Inhalten.
 
"Watchever"-Serie "Breaking Bad":  "Alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten"

“Watchever”-Serie “Breaking Bad”: “Alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten”

Das lineare Fernsehen wird es…
…geben, so lange es Sportevents, Live-Events und Nachrichten gibt, das sieht man an TV-Events wie aktuell den Olympischen Spielen. Es wird auch immer wieder Formate geben, die gut im linearen TV funktionieren. Jedoch: Das Medienutzungsverhalten ändert sich, denn ob Fernseher, Tablet oder PC, alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten. Mit SVoD vergrößern wir die gesamte Nutzungsdauer, erstens weil Nutzer nun außerhalb der Prime-Time qualitativ hochwertige Filme sehen; und zweitens können Haushaltsmitglieder parallel bei Watchever unterschiedliche Inhalte ansehen. Im ersten Jahr haben wir gesehen, dass SVoD in Deutschland funktioniert. Jetzt folgt der nächste große Schritt, also mit anderen Worten wir wollen weiter wachsen.
 
Dass einige hierzulande “PayTV” immer noch naserümpfend aussprechen…
…erklärt sich ganz einfach: Im Gegensatz zu anderen Märkten gibt es in Deutschland über die privaten Fernsehsender traditionell ein grosses Umsonst-Angebot an Inhalten. Man braucht kein Kabelfernsehen, um Inhalte zu sehen. In den USA, England  oder auch Frankreich gehen ohne Pay-TV viele Inhalte an einem vorbei. Und wir sprechen dann für den einzelnen Haushalt von ganz anderen Kosten.

Wir brauchen mehr Mut…

 
Ich wünsche mir von der deutschen TV-Branche…
…mehr Mut und Investitionen in hervorragende TV-Formate. Nachwuchsförderung auf allen Ebenen gehört dazu. Es gibt keinen einzigen Grund, warum wir hier nicht vor Ort Inhalte produzieren sollen, die sich – abseits vom Tatort – weltweit verkaufen und überall gesehen werden. Wir müssen unsere Geschichtenerzähler entdecken und fördern.
 
Youtube ist deshalb kein ernstzunehmender Konkurrent weil…
…wir einfach unterschiedliche Dinge machen. Video ist nicht gleich Video. Natürlich wird YouTube immer ein großer Bewegtbildlieferant sein und eine große Zahl des Video-Traffics kommt von YouTube, aber momentan ist das YouTube-Angebot für echte Film- und Serienliebhaber bescheiden. Gleichwohl haben Anbieter wie Google auch eine große Marktmacht und das finanzielle Polster, um Vertragsverhandlungen mit Studios und Produktionshäusern auf globaler Ebene umzusetzen. Guter Content ist das teuerste Gut. Von Beginn an haben wir uns bei Watchever auf die Fahne geschrieben, dass wir den besten Content zum fairsten Preis anzubieten. Darunter fallen auch exklusive Inhalte, wie “The Returned” oder “Braquo”, die von Canal+, unserer Vivendi-Schwester kommen.
 
In 20 Jahren wird Bewegtbild
…uns beschäftigen wie heute, denn es ist die emotionalste Form der Unterhaltung, die unsere Fantasie und Vorstellungskraft gefangen nimmt, Spannung und Mitfiebern erzeugt. Bewegtbild werden wir anders konsumieren – über OTT werden Serien und Filme auf alle Geräten werden immer und überall verfügbar sein und mit neuen Generationen von Datenbrillen werden wir die Möglichkeit haben, uns auch zuhause und sogar in beengten Reisesituationen zu fühlen wie im Kino.

OneTV-News: Rückschlag für den Überflieger Netflix

Netflix-Erfolgsserie "House of Cards": Das VoD-Geschäft wird schwieriger

Netflix-Erfolgsserie “House of Cards”: Das VoD-Geschäft wird schwieriger

Ungewohnte Probleme für den Erfolgskonzern Netflix: Nach dem Kauf des zweitgrößten US-Kabelanbieters Time Warner durch den Marktführer Comcast sind die Verhandlungen von Netflix mit Time Warner ins Stocken geraten. Der Video-on-demand-Anbieter war sich mit dem Kabelkonzern über eine Aufnahme in dessen Portfolio eigentlich bereits einig, nun stoppte Comcast den Deal. Hintergrund sind laut Branchenexperten wohl eigene VoD-Pläne von Comcast. Für Netflix wäre eine Einigung mit Time Warner ein strategisch äußerst wichtiger Erfolg im Kampf um den Massenmarkt in den USA. (Bloomberg Businessweek).
Auch die TV-Strategieberatungsagentur “Informa” sieht schwierige Zeiten auf Netflix zukommen. Vor allem im Rechtehandel werde es für den VoD-Anbieter längst nicht mehr so einfach werden, attraktive Pakete einzukaufen. Der Marktdruck durch die wachsende Konkurrenz sei einfach zu groß. Das gelte vor allen Dingen auch für die Netflix-Pläne auf dem europäischen Markt.(DigitalTV Europe)

Der crossmediale Musikformat “TV Noir” gehört schon seit Jahren zu den interessantesten, anspruchsvollen Musikangeboten im Netz, ist auch auf Youtube sehr erfolgreich. Mit Hilfe des Vermarkternetzwerke Divimove soll TV Noir nun einer noch größeren Zuschauerschaft präsentiert werden. (Broadmark!)

Da tut Werbung Not: Während alle (TV-)Welt von “House of Cards” bei Netflix schwärmt, fliegt “HoC” bei Sky irgendwie unter dem öffentlichen Radar. Dabei hatte der Münchner PayTV-Sender die Kultserie zeitgleich und komplett zum US-Start im Angebot. Damit internationale Serienerfolge, die schon lange bei Sky laufen, nun besser wahrgenommen werden, hat Sky nun eine neue Werbekampagne mit dem Titel “Wie weit gehst Du für eine richtig gute Story?” gestartet. (dwdl.de)

Amazon wertet seinen Video-on-Demand-Service “Prime” weiter auf und nimmt jüngere Zielgruppen ins Visier: Dank eines neuen Vertrages mit dem Hollywood-Major-Studio Metro-Goldwyn-Mayer präsentiert Amazon nun auch sämtliche Staffeln der weltweit höchst erfolgreichen MTV-Serie “Teen Wolf”. (Home Media Magazine)

Einen erstaunlichen Erfolg fährt Ford mit seiner neuen “Vine”-Kampagne ein. Der Autokonzern präsentiert seine sechssekündigen Werbevideos gemeinsam mit Stars der Videoplattform. (Lead Digital)

Vevo macht jetzt auch “richtiges” TV: Das weltweit erfolgreichste Webmusikangebot produziert im Auftrag des in den USA, Latein- und Südamerika sehr erfolgreichen Latino-Fernsehsenders “NuvoTV” das wöchentliche Musiktrendmagazin “The Collective”. Co-Produzent der Serie ist “Nuyorican”, die Produktionsfirma von Popstar Jennifer Lopez. (Variety.com)

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OneTV-News: Youtube-Networks gründen Lobbyverband GOVA

Youtube-Networks schließen sich zusammen:  Mehr Geld für Webvideo-Produzenten? (Grafik: Youtube/PR)

Youtube-Networks schließen sich zusammen: Mehr Geld für Webvideo-Produzenten? (Grafik: Youtube/PR)

Eine neue Organisation will dabei helfen, Webvideo noch weiter in der Bewegtbildbranche zu etablieren. Neun bedeutende, so genannte “Multichannel Networks” (MCN), darunter die “Maker Studios” und “Fullscreen”, haben sich zur “GOVA” zusammengeschlossen, der “Global Online Video Association”. Die MCN repräsentieren tausende von Webvideo-Produzenten weltweit, organisieren in ihrem Auftrag unter anderem Vermarktung und Lizenzrechte. Nun soll über die neue, gemeinsame Lobbyverband der nächste Schritt, vor allem in der Vereinheitlichung von technischen Standards und bei der Monetarisierung, getan werden. Die Gründung von GOVA dürfte auch eine Reaktion sein auf die in den vergangenen Monaten immer lauter gewordene Kritik von Webvideo-Produzenten, die sich teils massiv über mangelnde Einnahmen vor allem auf Youtube beschwert hatten. (Adweek) / (Tubefilter)

Das gestern gestartete, neue Videoportal von T-Online kommt bei den ersten Kritikern nicht vorbehaltlos gut an. “Zu unübersichtlich” sei die Seite geraten, es gäbe zu viele konventionelle, aus dem normalen TV adaptierte Boulevardinhalte moniert z.B. Alexander Becker für Meedia.

Analyse: Die Erfolgsgeschichte des “iPlayer”, des plattformübergreifenden VoD-Angebots der BBC, ist einmalig. Von rund einer Million Abrufen am Tag beim Start 2009 wuchs die Nachfrage auf nunmehr sechs Millionen täglich. Auch die Art der Zugriffe hat sich radikal verändert: Kamen noch 2011 rund 80 Prozent der Anfrage über PCs, werden jetzt über 50 Prozent der Abrufe über mobile Geräte registriert. (nscreenmedia)

Sonya Kraus geht ins Netz: Die TV-Moderatorin ist ab heute Gastgeberin der Yahoo-WebTV-Show “life & harmony”. Die Sendung beschäftigt sich mit Themen wie Schönheitstipps, Ernährungsfragen oder Fitnesstrends. Produziert wird die WebTV-Sendung von Yahoo und Pilot Entertainment. Gesponsert wird das Format von Procter & Gamble. (wuv.de)

Lesetipp: Einen sehr seltenen Einblick in die Katakomben von Netflix bekam “Marketplace”-Autorin Queena Kim, als sie am vergangenen Freitag bei der Premiere der neuen “House of Cards”-Staffel im “Warroom” des VoD-Unternehmens dabei sein durfte. Ihre spannende Reportage zeigt die hochanalytische Welt des NewTV, die (fast) gar nichts mehr mit der traditionellen Art, TV zu gestalten, gemein hat. (Marketplace.com)

Mit den Zugriffszahlen für den Staffelstart von “HoC” wird Netflix im Übrigen sehr zufrieden sein, wie Multichannel.com berichtet.

Sehtipp: Gestern Abend feierte Jimmy Fallon, die große Hoffnung des US-TV-Showgeschäfts, seine Premiere in der “Late Night Show”, hier kann man noch einmal seine Anfänge sehen. Passend zum Late-Night-Start ist eine alte Aufnahme aufgetaucht, die Fallon beim Casting für die berühmte US-Comedyshow “Saturday Night Live” zeigt. (Hollywood Reporter)

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OneTV-News: Webvideo schlägt klassisches TV in Sachen Image

Sicherheitsvideo von "Virgin Atlantic": Youtube-Erfolge sind für die Markenbildung wichtiger als klasssiches TV

Sicherheitsvideo von “Virgin Atlantic”: Youtube-Erfolge sind für die Markenbildung wichtiger als klasssiches TV

Dass Fluggesellschaften regelmäßig große Erfolge mit originell produzierten Webvideos einheimsen, ist nicht erst seit dem neuen, umstrittenen “Bikini”-Spot von Air New Zealand bekannt. Dass die Spots für das Netz, die oft als “Sicherheitsvideo” präsentiert werden, allerdings schon jetzt viel mehr Werbewirkung haben, als klassische TV-Werbung überrascht dann doch. Das zumindest ist das Ergebnis einer neuen Studie, die die auf Tourismusanalysen spezialisierte US-Agentur Skift veröffentlicht hat. In dem durch Billigpreise sehr umkämpften Segment der Flugreisen sei die Markenwahrnehmung besonders wichtig. Und die werde vor allem, gerade bei jüngeren Zielgruppen, durch imagefördernde Kampagnen im Netz beeinflusst. (reelseo.com)

Unitymedia plant Netflix-Konkurrenten: Der Betreiber von “KabelBW” will dem amerikanischen Videostreamingdienst ein eigenes Video-on-demand-Angebot entgegensetzen. Das verkündete Unitymedia-CEO Lutz Schüler gegenüber dem Wall Street Journal Deutschland. „Ich rechne fest damit, dass Netflix auch nach Deutschland kommt. Den größten Markt in Europa werden sie sicherlich nicht links liegen lassen,” so Schüler. (Wall Street Journal)

Zahl des Tages: Mehr als sechs Milliarden Elektronikgeräte weltweit sind mittlerweile mit dem Internet verbunden. Für den starken Anstieg in den vergangenen zwei Jahren haben vor allem Tablets gesorgt – und SmartTVs (MediaPost)

Googles TV-Stick “Chromecast” wird bei App-Entwicklern immer populärer. Schon wenige Tage, nachdem Google die externe Entwickler-Schnittstelle freigegeben hat, tummeln sich schon Dutzende neuer Angebote im “Play”-Store. Für Deutschland wird die Einführung des “Chromecast”-Dongles, der mobile Geräte einfach mit dem Fernseher verbindet, für März oder April erwartet. (Engadget) http://www.engadget.com/2014/02/14/google-play-services-chromecast-update/

Die abenteuerliche Story einer “GoPro”-Kamera, die aus einem Flugzeug fiel, nahezu unversehrt in einer Schweinegrube landete und acht Monate später von der Farmerin gefunden wurde, ist… wohl wahr. (Slate)

Hintergrund: Farhad Manjoo analysiert für die New York Times sehr ausführlich und kenntnisreich die Strategie des US-Kabelriesen Comcast nach dem Kauf der zweitgrößten Konkurrenten Time Warner. (NYT)

Old-TV: Das ZDF hat einen Spiegel-Bericht dementiert, nachdem es im Sender Überlegung gebe, das angeschlagene Showschlachtschiff “Wetten, dass..?” auf einen Wochentagsendeplatz zu verlegen. (dwdl.de)

Spoiler-Alarm: Am Freitag startete auf Netflix (in Deutschland auf SkyGo) die zweite Staffel des Politik-Dramas “House of Cards”. Wer Zeit sparen, oder einfach immer alles zuerst wissen möchte – oder sich einfach an gut geschriebenen TV-Kritiken erfreut – für den hat “The Atlantic” eine feine Übersicht aller 13 Staffelfolgen online publiziert.

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OneTV-News: Comcast, Time Warner – und ein Opfer namens Apple

Comcast-Einsatzfahrzeug: Milliardenpoker um die TV-Zukunft

Comcast-Einsatzfahrzeug: Milliardenpoker um die TV-Zukunft

Nicht nur, aber vor allem in der TV-Szene der USA ist es natürlich das Gesprächsthema Nummer 1: Der Kauf von Kabelnetzanbieter Time Warner durch den Marktführer Comcast- für nicht weniger als 45 Milliarden Dollar. Ein erstes Opfer dieses Mega-Deals dürfte ausgerechnet Apple sein. Denn der Cupertino-Konzern war bereits in weitreichenden Verhandlungen mit Time Warner, um deren Inhalte auch auf die AppleTV-Box zu bringen. Daran dürfte Comcast, das derzeit mit großen Anstrengungen ein eigenes DigitalTV-Angebot aufbaut, nicht weiter interessiert sein. (Videonuze)

Hintergrund: Warum Comcast durch den Time-Warner-Kauf zwar viel Geld investiert, aber die TV-Zukunft trotzdem verpasst, erklärt Forrester-Chefanalyst James McQuivey auf Adage.

Heute Abend um 20.15 Uhr startet auf Arte ein sehr interessantes crossmediales Experiment: “Mit innerer Überzeugung” ist ein Krimi, den die Zuschauer per TV UND Web (arte.tv/ueberzeugung) verfolgen können. Nach dem TV-Spielfilm geht die Erzählung mehrere Wochen lang auf der Webseite weiter, unter anderem mit der “Live-Übertragung” eines Prozesses. (Quotenmeter.de)

Die Macht ist weiter mit Netflix: Der Streaminganbieter sicherte sich nun die exklusiven Rechte für die Ausstrahlung der sechsten und letzten Staffel der Kultserie “Stars Wars – The Clone Wars”. Es ist der erste große Inhaltepaket, das durch die neue Kooperation zwischen Netflix und Disney verhandelt wurde. (Multichannel.com)

RTL baut seine SmartTV-Angebote weiter aus: Nun haben die Kölner den Musikfernsehsender “dooloop” auf den HbbTV-Plattformen von RTL und Vox installiert. “Dooloop” wird von den RTL-hauseigenen Digitalspezialisten der “Clipfish”-Plattform produziert. (dwdl.de)

Er ist einer DER Stars des “Neuen Fernsehens”: Wie kaum ein anderer verkörpert Jimmy Fallon den Begriff des modernen Entertainers, der geschickt die Mechanismen des digitalen Marktes bedient. Die New York Times portraitiert den Mann, der nicht nur in den USA die Hoffnung einer ganzen Branche ist.

Lesetipp: Warum Serien für TV-Sender das derzeit gefragteste Mittel sind, um junge Zielgruppen vom Web ins klassische Fernsehen zu locken, erklärt Natalie Jarvey in einem sehr gelungenen Beitrag für den Hollywood Reporter

Webtipp: Heute startet, von den Fans sehnsüchtig erwartet, die zweite Staffel der US-Politikdramas “House of Cards”. In den USA natürlich auf Netflix, aber auch in Deutschland – so ändern sich die Zeiten – kann man auf Sky alle Folgen bereits ab heute sehen. Wer Geld sparen möchte (oder unbedingt das Original-US-Gefühl braucht), kann auch hierzulande das (günstigere) Netflix-Angebot wahrnehmen. Wie das technisch trotz Ländersperre geht, verrät stern.de.

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OneTV-News: Und…Action! Auch GoPro wird ein Sender

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Auch das ist Teil der neuen Fernsehwelt: “GoPro” wird zum Sender. Der Actionkamera-Hersteller, der gerade mit der Veröffentlichung von neuem, spektakulärem Material des Stratosphären-Sprunges von Felix Baumgartner weltweit für Aufsehen gesorgt hat, bekommt eigene Abspielkanäle auf den Microsoft Spielkonsolen “Xbox 360″ und “Xbox One”. Dort werden, ähnlich wie beim Netzangebot von GoPro, sowohl PR-Filmen als auch User-Content präsentiert, der beim Einsatz der populären Kameras entsteht.

Kein (Soft-)Porno via “Chromecast”. Google hat sein SmartTV-Angebot jetzt zwar auch für externe App-Entwickler geöffnet, ihnen aber gleichzeitig strenge Regularien auferlegt, vor allem beim Thema Nacktheit. Das führt unter anderem auch dazu, dass die App von PlayboyTV (ansonsten ein Renner auf dem SmartTV-Markt) nicht über den Chromecast-Stick angesteuert werden kann. (GigaOm)

Das Spiel war spätestens nach der Halbzeit langweilig, die Show drumherum ganz okay. Für Twitter und Facebook hat es beim diesjährigen Super Bowl trotzdem für neue Rekorde gereicht, allerdings mit einem deutlich gebremsten Wachstum gegenüber den Vorjahren. So verzeichnete Twitter 24,9 Millionen Tweets rund um den Bowl, eine Steigerung von 800.000 gegenüber dem Vorjahr. 2012 hatte man erst 13,7 Millionen Tweets regisitriert. (re/code)

Netflix braucht mehr Geld: Nach einem Bericht des “Home Media Magazines” möchte der Videostreaming-Anbieter noch in diesem Quartal 400 Millionen Dollar zusätzlich aufnehmen, um notwendiges Kapital für den Ankauf neuer Inhalte und Lizenzen zu bekommen.

Immer mehr klassische US-TV-Sender suchen Partnerschaften im Netz: Aktuelles Beispiel ist die Kooperation des in den Vereinigten Staaten sehr populären “Hallmark Channel”, der hauptsächlich Familienprogramme präsentiert, mit der Videoplattform von AOL. Dort wird Hallmark demnächst kurze Ausschnitte seiner Programme präsentierten, um für sein lineares Angebot zu werben. (Variety)

Zitat des Tages: “Ich vermute, Sky braucht das Geld für Fußball.” So erklärt Harald Schmidt die Gründe für das Aus seiner Late-Night-Show.

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Goldene Aussichten für Video-on-Demand in Deutschland

Der Umsatz mit Video-on-Demand-Angeboten wird sich in Deutschland bis 2018 auf 449 Millionen Euro verdreifachen – so lautet das Ergebnis einer neuen Studie des Medienforschungsinstituts Goldmedia. Im Jahr 2013 nutzten 4 Millionen Deutsche kommerzielle Online-Videotheken, so die Studie weiter, im Schnitt habe jeder Kunde acht Filme geliehen und sechs Filme gekauft.

Derzeit gibt es nach Auskunft von Goldmedia in Deutschland bereits rund 50 VoD-Anbieter, deren Gesamtumsatz 2013 bei 163 Millionen Euro lag. Mit 73 Millionen Euro sei der Umsatzanteil für Bezahlvideos, der sogenannte T-VoD-Markt (Transactional Video-on-Demand), heute am größten. Hier leihen die Nutzer Filme gegen Bezahlung im Einzelabruf online aus. Vor allem für Subscription- also Abomodelle (in der Grafik S-VoD genannt), wie etwa derzeit hierzulande bereits von “Watchever” oder möglicherweise bald auch von “Netflix” angeboten, sehen die Trendforscher die größten Wachstumspotenziale.

Der Umsatz mit Video-on-Demand-Angeboten wird sich in Deutschland  bis 2018 auf 449 Millionen Euro verdreifachen - so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Medienforschungsinstituts Goldmedia

Der Umsatz mit Video-on-Demand-Angeboten wird sich in Deutschland bis 2018 auf 449 Millionen Euro verdreifachen – so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Medienforschungsinstituts Goldmedia

„Der VoD-Markt wird 2014 auch in Deutschland in Gang kommen, weil die grundlegenden Voraussetzungen für das Massengeschäft stehen”, sagt Goldmedia-Geschäftsführer Klaus Goldhammer: “Die Endgeräte sind im Markt, die Bandbreiten vorhanden, die Nutzer geübter und die VoD-Anbieterzahl wächst kontinuierlich. Trotzdem hat es VoD schwerer als anderswo. Die Fernsehlandschaft bietet mit vergleichsweise wenigen Werbepausen und einer geringen Affinität zum sogenannten „Binge Viewing“ weniger Argumente für die All-you-can-watch-Angebote à la Hulu oder Netflix aus den USA. Langsam aber kommen die Angebote der Industrie in Fahrt. Watchever investiert bereits Millionen in die Werbung, um VoD-Abos im Massenmarkt zu etablieren. Der Kampf um die Augäpfel ist damit eröffnet.”

OneTV-Ticker vom 29.01.2014: Red Bull landet auf AppleTV

Mit dem spektakulären Stratosphärensprung von Felix Baumgartner inszenierte Red Bull eines der TV-Highlights 2013

Mit dem spektakulären Stratosphärensprung von Felix Baumgartner inszenierte Red Bull eines der TV-Highlights 2013

Es ist ein durchaus historischer Bewegtbildmoment: Zum ersten Mal nimmt AppleTV mit Red Bull TV einen Anbieter von Branded Content in sein Angebot auf – ein Ritterschlag für die erst vor drei Jahren gestartete Action-und Entertainment-Videoplattform des österreichischen Getränkeherstellers. Die Strategie des Unternehmens, mit aufwendig inszenierten und selbstdistribuierten Events (mit dem Höhepunkt des Stratosphärensprungs von Felix Baumgartner) seine Marketingbotschaften weltweit auf alle digitalen Plattformen zu bringen, geht damit ein weiteres Mal auf. (Variety)

Der Second Screen ist Realität. Zumindest in den USA planen alle großen TV-Produzenten den zweiten Schirm mit ein, wenn es um die Konzeption neuer Shows und Serien geht. Dies geht aus einer groß angelegten Branchenumfrage hervor. Nach wie vor gibt es in der Produzentenszene aber Ängste, die Angebote auf Smartphones und Tablets könnten die Aufmerksamkeit vom ersten Bildschirm ablenken. (Home Media Magazine)

Für ein Second-Screen-Angebot heißt es allerdings “Feierabend”. Yahoo nimmt seine TV-App “IntoNow” vom Markt. Der Service, bei dem Nutzer bestimmte Sendungen aufrufen und darüber diskutieren konnten, hatte sich nie gegen Twitter und andere Anbieter etablieren können. (Techchrunch)

Die amerikanische Wrestling-Organisation WWE hat in den USA (und vielen anderen Ländern weltweit) ungefähr die gleiche Bedeutung wie hierzulande die Fußball-Championsleague. Darum ist der Beschluss der WWE, ihren Bewegtbild-Content (bis auf einige Live-Ausnahmen) nicht mehr über traditionelle TV-Kanäle, sondern nur noch im Netz anzubieten, für die US-Branche von einiger Bedeutung und gilt als erster großer Test für die Akzeptanz von WebTV. Die WWE hatte sich nach dreijährigen vergeblichen Verhandlungen mit Kabelbetreibern dazu entschieden, ein eigenes Pay-Angebot aufzubauen. (Adweek)

Die Gerüchte, um eine baldige Expansion von Netflix nach Deutschland und Frankreich reißen nicht ab. Dieses Mal berichtet das Wall Street Journal über schonweitreichende Verhandlungen, die der Videostreaminganbieter über Rechte und Lizenzen in den Ländern führe. Allerdings stoße das Unternehmen in Europa auf schwierige Rahmenbedingungen.(GigaOm)

Lokale TV-Nachrichten erleben in den USA ein (kleines) Comeback. Nach langen Jahren des Rückgangs sind die Quoten für regionale Sender nach einer Nielsen-Studie wieder etwas gestiegen.

Die umstrittene Amazon-Doku der ARD darf weiter ausgestrahlt werden. Über die Reportage, die über verheerende Arbeitsbedingungen in den deutschen Dependancen des Versandhändlers berichtet hatte, war von einem ehemaligen Amazon-Dienstleister juristisch angegriffen worden. (dwdl.de)

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