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Neue Hoffnung für SmartTV?

SmartTV_Allianz_LogoFortschritt: Die Entwicklung von SmartTV-Apps war für Content-Anbieter bislang eine mühsame Angelegenheit, viele unterschiedliche Vorgaben einzelner Hersteller verhinderten eine schlanke Produktionslösung. Nun hat die so genannte “SmartTV Alliance”, in der LG, Panasonic, Toshiba und Philips organisiert sind, eine systemübergreifende Plattform für die Entwicklung von SmartTV-Apps ins Leben gerufen. Ob die überfällige Initiative angesichts des Erfolges von externen Streamingboxen wie AppleTV, Googles Chromecast oder Amazons FireTV nicht zu spät kommt, wird schon das Geschäft des nächsten halben Jahres zeigen, das für die von schlechten Verkaufszahlen gebeutelte Branche immens wichtig ist. Immerhin: Seit dem im März erfolgten Marktstart von LGs neuen SmartTV-Geräten mit der eigens entwickelten Software WebOS, hat der Fernsehhersteller nach eigenem Angaben bereits eine Million Geräte verkauft.(Digitalfernsehen.de) (CE today)

Nachhilfe: Wie wird man ein Star auf Youtube? Das verrät nun – Youtube selbst. In speziellen “Creator Stories” auf der Corporate-Plattform “Think With Google” werden Erfolgsgeschichten bekannter Youtube-Produzenten wie zum Beispiel von Beauty-Vlogger-Star Michelle Phan nacherzählt und analysiert. (Tubefilter)

Rückzieher: Lange war schon darüber spekuliert worden, nun hat RTL seinen Anfang 2013 angekündigten DVB-T-Ausstieg auch offiziell abgesagt. Die Verbreitungsverträge mit Media Broadcast wurden jetzt zunächst bis Ende 2016 verlängert. Dann soll bereits der Umstieg auf die Technologie DVB-T2 starten, von der sich nicht nur die Kölner Privatsender mehr interaktive Möglichkeiten erhoffen. (Digitalfernsehen.de)

Drohnen I: Nach jahrelangem strikten Verbot erwägt die US-Luftsicherheitsbehörde FAA nun, sieben spezialisierten Firmen die Genehmigung zu erteilen, unbemannte und mit Kamera ausgestattete Flugobjekte, vulgo: Drohnen, in Teilen des amerikanischen Luftraums einzusetzen. Vor allem die Filmindustrie in Hollywood sei darüber entzückt, berichtet SPIEGEL Online.

Drohnen II: Martin Heller, Videochef der Welt-Gruppe, präsentiert auf seinem Webvideoblog Erfahrungen und Details des ersten Einsatzes einer mit einer GoPro-Kamera ausgestatteten Minidrohne. Bemerkenswerter noch allerdings als das Video, ein Rundflug über den stillgelegten Tempelhofer Flughafen, ist das Tool des US-Anbieter “The Madvideo”, mit dem der Clip im Youtube-Player auf bemerkenswert einfache Art interaktiv wird.

Kooperation: Eine Win-win-Situation erhoffen sich Amazon und Mattel bei ihrer neuen Kooperation. Der US-Onlinehandelsmultikonzern und der Spielwarenhersteller investieren gemeinsam in den Ausbau einer WebTV-Plattform für Kinder, das vor allem Videoserien und Filme mit bekannten Mattel-Figuren präsentieren soll. Die Figuren wiederum werden auf Amazon als Puppen oder anderes Merchandise verkauft. (New York Times)

Lesetipp: Will Richmond erklärt auf Videonuze noch einmal genau die Entstehungsgeschichte des “Binge Viewings”, jenes ungehemmten Dauervergnügens mit tagelangem TV-Serienkonsum.

OneTV-Ticker vom 21.01.2014: Netflix und Co. weiter auf Höhenflug

US-Videostreamingdienst Netflix: Erfolg auf allen Kanälen

US-Videostreamingdienst Netflix: Erfolg auf allen Kanälen

Räubert Netflix doch Zuschauer vom “alten” TV? Das zumindest legen Zahlen nahe, die nun in den USA veröffentlicht wurden. Danach reduzierte sich die Zahl der Haushalte, die Pay-TV-Sender wie HBO oder Showtime abonniert hatten, in einem Zeitraum von 18 Monaten bis zum August vergangenen Jahres um rund 6 auf 32 Prozent. Dagegen wuchs der Anteil der Kundschaft, die Videostreamingdienste wie Netflix, Amazon Prime oder Hulu nutzte, von 23 auf 27 Prozent. Zwar untersuchte die Studie nicht, ob die Kunden ihre alten Pay-TV-Abos quasi gegen die neuen Angebote tauschten, aber das rasante Wachstum von Netflix (rund 24 Prozent plus im vergangenen Jahr) lässt den Schluss zu, das die Streamingdienste zunehmend nicht mehr als Extra-, sondern als Ersatzangebot genutzt werden. Variety

Philips baut keine Fernseher mehr. Jedenfalls nicht mehr selbst. Man werde seinen restlichen Anteil von 30 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen TP Vision an seinen taiwanesischen Partner verkaufen, teilte Philips mit. Die Asiaten werden dann zumindest unter dem Label “Philips” noch weiter Geräte herstellen. (Handelsblatt)

Die Entscheidung von ABC, seine Serien nur noch mit achttägiger Verspätung in die eigene Mediathek zu stellen, um ein weiteres Abwandern der Zuschauer aus dem klassischen Kabelangebot zu verhindern, hat zu einem unliebsamen Effekt geführt: Die Zahl der illegalen Downloads für ABC-Serien ist um 300 Prozent gestiegen. (GigaOm)

Das “Wort zum Sonntag”, die irgendwie liebenswert aus der Zeit gefallene pastorale TV-Ansprache in der ARD, bekommt jetzt eine junge Ergänzung. Im Digitalkanal “EinsPlus” wird das neue Format “Freisprecher” erstmals am 2. Februar auf Sendung gehen, und dann immer sonntags um 22.12 Uhr laufen. In den in Teamarbeit produzierten Clips sollen ethische Fragen des Alltags behandelt werden. (Quotenmeter)

Die Reihe der weltweiten Serie “Vogel klaut Kamera und filmt damit unglaubliche Bilder”-Videos reißt nicht ab. Diesmal hat die BBC gleich eine ganze Pinguin-Kolonie mit einer im einem falschen Ei verstecken Kamera reingelegt. (The Verge)

Lesetipp: Die New York Times portraitiert in einem ausführlichen Stück die Macher von Aereo, dem Cloud-basierten TV-Dienst, der gerade die gesamte US-Fernsehbranche ins Wanken bringt. (New York Times)

Software-Tipp: Smartphone-Filmer kennen das Problem. Wann immer man seine Handy-Kamera benutzt, um schnell mal ein Video aufzunehmen, ärgert man sich hinterher über die schwarzen Balken, weil die Kamera in der klassischen Smartphone-Haltung nur im Hochformat aufnimmt. Doch damit ist jetzt Schluss, dank der neuen App “Horizon”, die jede Aufnahme so bearbeitet, als habe man sein Telefon wie ein echter Profi gehalten. (Yahoo Tech)

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IFA 2013: Zwischen Featuritis und echten Innovationen

Pünktlich zur Internationalen Funkausstellung geht natürlich auch der Sturm der Pressemitteilungen wieder los: Sender, Gerätehersteller, Softwareproduzenten und viele andere übertrumpfen sich gegenseitig mit Jubelmeldungen über neue Produkte und Angebote.

Leider tun viele “Marktteilnehmer” (wie das jetzt neudeutsch heißt) unter dem vermeintlichen Newsdruck der IFA so, als hätten sie das digitale TV-Rad neu erfunden. Dabei handelt es sich oft genug nur um Adaptionen von Features, die die Konkurrenz schon längst anbietet. So entsteht zwar der, für viele Nutzer mitunter überaus irritierende, Eindruck, dass es sich hier um eine wahnsinnig schnell drehende, hippe Trends am Fließband produzierende, Branche handelt – oft aber verschleiert die Featuritis mit ihren immer verrückteren Produktbezeichnungen auch schlicht nur die Ratlosigkeit, mit der viele Teilnehmer auf ihren vollkommen veränderten Markt schauen.

Echte Innovationen, die das Thema “NewTV” signifikant weiterbringen, sind dagegen selten, aber es gibt sie natürlich auch. Und öffentliche Erkenntnisse, die für viele große Player im Milliardengeschäft noch vor kurzem undenkbar waren.  Weiterlesen