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OneTV-News: Tumblr, der heimliche Social-TV-Star

Tumblr und TV: Laut Studie eine perfekte Kombination

Tumblr und TV: Laut Studie eine perfekte Kombination

Erforscht: Twitter mag vielleicht tatsächlich der Herrscher des “Second Screen” sein, in Sachen “Social TV” liegt aber jemand anders vorne: Tumblr. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer interessanten Studie, die die britische Webanalyse-Agentur Pulsar im Auftrag der Blogging-Plattform durchgeführt hat. Danach werden TV-Ereignisse zwar während des “Live”-Moments sehr intensiv auf Twitter diskutiert und geteilt, nur wenige Minuten später ist die Aufmerksamkeit der Twitter-Userschaft aber schon wieder verflogen. Auf Tumblr dagegen halte die Diskussion um bemerkenswerte Fernsehgeschehnisse viel länger und intensiver an, so die Studie. Tatsächlich liefern vor allem Fans, aber auch Macher der TV-Formate selbst, immer neue, originelle Beiträge zu populären Fernsehshows, vor allem GIF-Animationen sind auf Tumblr sehr beliebt. Den wachsenden Imagewert des von Yahoo vor knapp einem Jahr gekauften Blog-Netzwerkes haben mittlerweile vor allem amerikanischen TV-Größen wie Jimmy Fallon erkannt, der über seinen Tonight-Show-Account dutzende von Gimmicks zur jeweiligen Sendung veröffentlicht. (lostremote.com) (SnappyTV, mit Infografiken)

Erwachsen: Vine gibt es jetzt auch in richtig groß. Der Sechs-Sekunden-Video-Dienst, der sich bislang hauptsächlich auf die mobile Nutzung konzentriert hatte, hat seine stationäre Webseite jetzt komplett neu gestaltet und kommt – wie Techcrunch richtig bemerkt – jetzt wie eine Art Mini-Youtube-Plattform daher.

Toll: Unternehmen, die gezielt auf Youtube werben oder dort eigenen Content platzieren, schneiden bei der Entwicklung ihres Aktienkurses deutlich besser ab als Firmen, die dies nicht oder nur wenig tun. Das hat tatsächlich – nota bene – die Marketingabteilung von Youtube herausgefunden. Am Unterhaltungswert der Studie ändert die Absenderschaft freilich nichts. (Tubefilter)

Süchtig: Sagenhafte 70 Prozent aller (!!) US-Fernsehzuschauer halten sich für “Binge-Viewer”, also für Menschen, die vor allem TV-Serien am liebsten exzessiv, stunden- teilweise sogar tagelang am Stück sehen. Die meisten nutzen dazu Streamingdienste wie Netflix oder Hulu. (Videonuze)

Minderwertig: Nur 34 Prozent aller Videowerbespots, die online geschaut werden, sind auch in einem “hochwertigen Umfeld”, vergleichbar mit klassischen TV-Formaten, platziert. Das zumindest ist das Ergebnis einer neuen Studie der US-Webagentur Vindico. (IQ.Videonuze)

Abschied: Nach der fast elf Milliarden Euro teuren Übernahme von “Kabel Deutschland” hat Vodafone ehrgeizige Wachstumspläne. “Wir sehen uns als Herausforderer. Wir wollen den deutschen Markt aufmischen”, sagte Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum. Die Marke “Kabel Deutschland” solle auf Dauer durch Vodafone ersetzt werden, ein Termin dafür stehe aber noch nicht fest. (Teltarif.de)

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Twitter holt Youtube-Topmann als TV-Chef

Twitter will seine beherrschende Stellung als "Second Screen" für TV weiter ausbauen

Twitter will seine beherrschende Stellung als “Second Screen” für TV weiter ausbauen

Top-Personalie: Twitter intensiviert nochmals seine Bestrebungen, auch den TV-Werbemarkt anzugreifen und macht mit Baljeet Singh einen ausgewiesenen Online-Video-Experten von Youtube zu seinem neuen “Head of TV and Video”. Singh, der bei Youtube als einer der besten Werbespezialisten gilt, soll vor allem neue Kundschaft aus der Fernsehbranche für Twitters “Amplify”-Programm gewinnen, das TV-Sendern Möglichkeiten gibt, mit Trailern und Spots direkt auf Twitter für ihre Sendungen zu werben. (Tubefilter)

Amazon wird mindestens vier seiner derzeit in den “Amazon Studios” im Test befindlichen, eigenen TV-Projekte in Auftrag geben, meldet Variety. Bei denen durch Zuschauerbefragungen und Big-Data-Untersuchungen bestätigten Formaten handelt es sich um jeweils zwei Comedy- und Mystery-Serien, unter anderem eine des bekannten “X-Files”-Erfinders Chris Carter. (Variety.com)

ProSiebenSat.1 exportiert sein erfolgreiches “Multi-Channel-Network”-Konzept “Studio-71″, mit dem der Konzern sein digitales Bewegtbildgeschäft steuert, nun auch nach Österreich. Ziel sei es unter anderem, junge österreichische Youtube-Talente zu finden und fördern. (Pressemitteilung)

Wie wir an dieser Stelle bereits gestern gemeldet haben, dürfte dem geplanten, digitalen Jugendkanal von ARD und ZDF bei der für heute auf der Ministerpräsidentenkonferenz vorgesehenen Entscheidung tatsächlich das endgültige Aus ereilen. Der Online-Mediendienst “Newsroom.de” hat nun auch das umstrittene “Konzeptpapier” zum Jugendkanal veröffentlicht, das bei Medienpolitikern und Branchenexperten ob seiner inhaltlichen Dürftigkeit “regelrecht Entsetzen” hervor gerufen habe. (newsroom.de)

Auch Dinos können noch erfolgreich ins “NewTV”-Geschäft einsteigen: Der US-Kabelriese Comcast feiert mit seiner erst im vergangenen Herbst neu gestarteten Video-on-Demand-Plattform “Xfinity On Demand” bereits feine Gewinne. So sei Comcast etwa bei den Downloadzahlen für den aktuellen Hollywood-Hit “Gravity” bereits die Nummer 2 nach iTunes. (Home Media Magazine)

Lesetipp: Will Richmond analysiert auf Videonuze den (noch nicht bestätigten) Kauf der Maker Studios durch Disney – und lobt den Unterhaltungskonzern dafür, nach Jahren der Ignoranz und gescheiterter, eigener Versuche nun strategisch klüger auf die junge Zielgruppe zuzugehen. (Videonuze)

Lesetipp II: Wie verändert sich das Werbegeschäft in diesem immer schneller von digitalen Innovationen und ständig wechselnden Allianzen geprägten Bewegtbildmarkt? Jeff Lanctot, der CEO des Video-Vermarkters “Mixpo”, erklärt auf Adage.com die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Ad-tech-Industrie.

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OneTV-News: Second-Screen-Pionier Couchfunk bald mit LiveTV

Couchfunk-Werbung: "Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben"

Couchfunk-Werbung: “Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben”

So schnell ändern sich zur Zeit die Zeiten: Noch vor wenigen Monaten wurde das Phänomen des “Second Screens”  von vielen Branchenexperten komplett in Frage gestellt. Eine parallele Nutzung von TV- und Social-Media-Angeboten sei, wenn es das überhaupt gäbe, nur auf eine sehr kleine Gruppe von Zuschauern beschränkt, unkte es vor allem aus Richtung klassisches TV. Mittlerweile überbieten sich die Sender gegenseitig mit neuen Second-Screen-Angeboten, entweder auf Twitter oder eigenen digitalen Vertriebswegen, wie etwa die RTL-Gruppe über spezielle Apps oder die HbbTV-Plattform.

Der Vorteil für die Sender liegt dabei darin, das eigene TV-Signal so direkt mit den “SocialTV”-Zusatzfunktionen koppeln zu können. Externe Anbieter von “Second Screen”-Angeboten können stattdessen nur auf einen  indirekten Weg (Facebook, Twitter, eigene Plattformen) die Verbindung zwischen TV-Inhalten und Zuschauerinteraktion herstellen. Das möchte “Couchfunk”, einer der Pioniere des deutschen SocialTV nun ändern. Das Dresdner Unternehmen kündigte an, auf seiner Second-Screen-App demnächst auch Live-TV-Streams anzubieten. Es wäre nach dem Platzhirschen Zattoo und dem noch in BETA-Phase befindlichen Konkurrenten Magine der dritte Anbieter von legalen TV-Streams im deutschen Netz, allerdings dann um eine interaktive Komponente bereichert. Der Unterschied zwischen “First und Second Screen” werde damit auch im WebTV aufgehoben, verkündete Couchfunk-Chef Frank Barth, und es dürfte spannend zu sehen sein, wie diese Verknüpfung, für die man sich zu Testzwecken hier anmelden kann, konkret aussehen wird. Mit dem Start wird nicht vor Sommer gerechnet.(netzwertig.com)

Der geplante Jugendkanal von ARD und ZDF steht angeblich vor dem Aus. Das für die Gründung einstimmige Votum der Ministerpräsidenten werde unter anderem am Veto von Bayern, Sachsen und Hessen scheitern, berichten heute morgen diverse Nachrichtenportale. (via turi2)

Katie Couric, neue Frontfrau des ambitionierten WebTV-Programms von Yahoo, interviewt bei ihrem ersten großen Job für den Onlinedienst den ehemaligen, langjährigen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. Das Gespräch, dem ersten nach seiner Abwahl Ende des Jahres, wird exklusiv auf Yahoo zu sehen sein. Star-TV-Journalistin Couric, deren Engagement für Yahoo im vergangenen Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt hatte, gibt sich in der Vorbereitung des am Freitag stattfindenen Gesprächs jedenfalls sehr webaffin: Über ihr Tumblr-Blog sammelt sie Fragen von Usern. (Tubefilter)

Die New York Times intensiviert nochmals ihre Aktivitäten im Webvideo-Bereich: Zusammen mit dem öffentlich-rechtlichen US-Sender PBS produziert die Times nun aufwendige Dokumentationsfilme, Interviews und Reportagen. Die Formate, die durch Text- und Fotelemente ergänzt sind, werden sowohl auf der Times- als auch der PBS-Webseite präsentiert. Den Auftakt macht die beeindruckende Reportage “The Men of Atalissa” über eine Gruppe geistig behinderter Männer, die ihr Leben lang vor der Außenwelt vorborgen wurden. (Netnewscheck.com)

Musik- und Kochvideos gehören zu den beliebtesten Genres im Netz. Was liegt daher näher, als beides zu kombinieren? Dailymotion, die nicht zuletzt dank Microsoft-Kaufgerüchten wieder aufstrebende Videoplattform aus Frankreich, produziert mit einem massiven Investment das Webvideoformat “Feedback Kirchen”, bei dem Musikstars während des Kochens (oder zumindest dem Philosophieren übers Essen) interviewt werden. Einer der ersten Gäste ist U2-Gitarrist “The Edge” – und das Gespräch zwischen Töpfen, Pfannen und Wein verläuft tatsächlich ganz interessant. (Tubefilter)

Weniger Geld für Bürokratie, mehr Geld für Kreativität. In einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder haben Filmproduzenten, Drehbuchschreiber und Regisseure davor gewarnt, den Rundfunkbeitrag zu senken. Stattdessen sollten die erwarteten Mehreinnahmen dazu genutzt werden, Freiräume für kreative Programmideen zu schaffen. Der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure sowie der Verband Deutscher Drehbuchautoren plädierten dafür, einen Teil des Gelds zweckgebunden für Investitionen ins Programm zu verwenden. Über die Senkung des Beitrages wird ab Donnerstag entschieden. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: David Carr beschreibt für die New York Times sehr eindrucksvoll und amüsant die neuen Verführungen, denen er im Zeitalter der allgegenwärtigen Video- und TV-Angebote ausgesetzt ist. Angesichts seines überall verfügbaren Wunschprogramms und ausgezeichneter neuer Formare käme er fast gar nicht mehr zu seinem übrigen Medienkonsum wie Magazinen, Büchern oder Zeitungen. (New York Times)

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OneTV-News: Microsoft-Angriff auf Youtube via Dailymotion?

Wird die Videoplattform "Dailymotion" mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Wird die Videoplattform “Dailymotion” mit Microsoft-Hilfe doch noch ein ernster Youtube-Konkurrent?

Steigt Microsoft doch noch einmal richtig ins Webvideo-Geschäft ein? Der US-Software-Gigant, der mit diversen eigenen Video-Versuchen eher mäßigen Erfolg hatte, verhandelt derzeit mit dem französischen Videoportal Dailymotion über eine Beteiligung. Bislang hatte der Eigentümer von Dailymotion, der französische Telekommunikationskonzern Orange, jede Offerte abgelehnt, zuletzt von Yahoo im vergangenen Frühjahr. Der mögliche Deal mit Microsoft könnte nun doch der ernsthafte Versuch sein, die Videoplattform als dauerhaften Konkurrenten zu Youtube aufzubauen. (Variety)

Ein erstes, von der Branche aufgeregt registriertes, Experiment als Second-Screen-Applikation hat Google in der vergangenen Nacht gestartet: Während der Live-Übertragung des Talentwettbewerbs “American Idol” konnten Zuschauer in den USA über die Google-Suchmaske direkt für ihre Favoriten abstimmen. Zusätzlich gab es via Google noch Hintergrundinformationen zu den Kandidaten und eine – allerdings eingeschränkte – Kommentarfunktion über Google+. Ob dies aber tatsächlich der Beginn eines großen Google-Angriffs auf den Second-Screen-Platzhirsch Twitter war, bleibt abzuwarten. (Techcrunch)

Nach dem traurigen, aber wirtschaftlich in der derzeitigen Form wohl unausweichlichen Ende für Sevenload, einer der ersten Videoplattformen überhaupt, sucht der Eigentümer Burda nun Kaufinteressenten für die Website. Zumindest einige erste Anfragen soll es dem Vernehmen nach geben, den 20 Sevenload-Mitarbeitern in Köln wurde aber bereits gekündigt. (Gründerszene.de)

Wie bereits erwartet, will die “Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten” (KEF) den Rundfunkbeitrag um 73 Cent monatlich senken. Bei diesem nun offiziellen Vorschlag sei laut KEF die Hälfte der erwarteten Mehreinnahmen aus der neuen Rundfunkgebühr aus den Jahren 2013 bis 2016 eingerechnet – 562 Millionen Euro. ARD und ZDF lehnen die Senkung in dieser Höhe als “unangemessen” ab. Eine Entscheidung fällen die Ministerpräsidenten der Länder im März. (dwdl.de)

Nach der Öffnung für externe Entwickler drängen nun massenhaft neue Apps auf den “Chromecast”-Stick von Google, der eine einfache Verbindung von mobilen Geräten zum Fernsehbildschirm ermöglicht: von Spielen wie TicTacToe über Fotoshow-Tools bis hin zu Programm-Apps mit 5000 Webvideo-Kanälen. (readwrite)

Eine wahrlich bemerkenswerte, neue Form von TV-Förderung betreibt jetzt Amazon: Der Konzern finanziert die Fortsetzung der Serie “Ripper Street”, die eigentlich bei der BBC schon abgesetzt war. Die durch die Amazon-Geldspritze gerettete Serie, die die Jagd auf einen Mörder im viktorianischen London zeigt, wird dann zuerst im neuen “Prime Instant Video”-Angebot von Amazon in Großbritannien gezeigt, und ein paar Monate später wieder in der BBC. (Engadget)

Lesetipp: Torsten Zarges beschreibt für dwdl.de den Zustand von großen Teilen der deutschen Fernsehbranche, die angesichts der wachsenden Konkurrenz von Internetkonzernen wie Google und Amazon und neuen Anbietern wie Netflix auf dem TV-Markt zunehmend in Angststarre verfällt – oder immer lauter bei Politik und Regulierungsbehörden nach Hilfe (sprich Abwehrmaßnahmen per Gesetz) ruft. Von innovativen und kreativen Ideen ist allerdings weniger die Rede.

Video des Tages: Christoph Krachten, deutscher Webvideo-Star der ersten Stunde, erklärt in einer neuen Folge seines Youtube-Formats “Clixoom” die Mechanismen von Youtube – und räumt dabei mit einigen Irrtümern auf. Ein empfehlenswerter Nachhilfeunterricht, auch für manchen “Experten”.

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Datenbrille “Google Glass” wird zum Second Screen

Google Glass, die viel diskutierte “Datenbrille” des US-Konzerns, wird immer mehr auch zum Objekt von Entwicklern im TV- und Videobereich. Nun stellte der niederländische Telekommunikationskonzern KNP eine zusammen mit der Tech-Agentur “Accenture” entwickelte Erweiterung von Google Glass vor, die sich sowohl als Steuerungsinstrument wie auch als Second-Screen-Applikation während des TV-Konsums nutzen lässt.

(Credit: Demo-Video KNP/Accenture)

OneTV-News: Google Glass wird zum Second Screen

"Datenbrille" Google Glass:  Neue Tools für TV- und Video

“Datenbrille” Google Glass: Neue Tools für TV- und Video

Google Glass, die viel diskutierte “Datenbrille” des US-Konzerns, wird immer mehr auch zum Objekt von Entwicklern im TV- und Videobereich. Nun stellte der niederländische Telekommunikationskonzern KNP eine zusammen mit der Tech-Agentur “Accenture” entwickelte Erweiterung von Google Glass vor, die sich sowohl als Steuerungsinstrument wie auch als Second-Screen-Applikation während des TV-Konsums nutzen lässt. (Broadband TV News)

Auch für die Freunde des Action-Filmerei gibt es ein neues Google-Glass-Tool: Dank einer speziellen Software können nun Aufnahmen, die mit einer GoPro-Kamera gemacht werden, direkt auf die Google-Brille übertragen werden. Die Kamerasteuerung ist ebenfalls mit der Brille verknüpft, und per Sprachbefehl möglich. (Slashgear)

Sicherlich zu einem viel diskutierten Thema wird die heute Nacht bekanntgewordene, neue Kooperation zwischen dem US-Kabelriesen Comcast und Netflix. Der Deal ermöglicht es Netflix (gegen eine unbekannte Extra-Gebühr), sein Video-on-Demand-Angebot direkt in das Comcast-Kabel einzuspeisen, und damit im Gegensatz zu anderen VoD-Anbietern deutlich schnellere und größere Bandbreiten zu nutzen. Nach Auffassung vieler Branchenexperten bedroht diese Kooperation allerdings die derzeit auch in den USA viel diskutierte “Netzneutralität”, nach der Netzbetreiber jedes Webangebot gleich behandeln sollten. (Reuters via Huffington Post)

Immer mehr traditionelle amerikanische News-Marken schließen sich mit jungen Start-ups aus dem Video- oder Big-Data-Bereich zusammen, um neue Zielgruppen im Netz zu erschließen. Aktuelles Beispiel ist der TV-Sender MSNBC, der eine Partnerschaft mit dem jungen israelischen Unternehmen “Vocativ” eingegangen ist. (New York Times)

Massenanstürme von Fans sind längst nicht mehr internationalen Popstars oder Filmhelden vorbehalten, auch deutsche Youtuber erleben immer häufiger die Auswirkungen ihrer Prominenz. So nun auch geschehen in Köln, wo die die Youtuberinnen “Bibis Beauty Place” und “Dagi Bee” (beide produzieren sehr populäre “Beauty-Videos”) vom gewaltigen Andrang ihrer Fans überrascht wurden. Berichte über eine Massenpanik seien aber vollkommen übertrieben, urteilt das Szene-Portal “Broadmark!”.

Zahl des Tages: Rund 634.000 Haushalte in den USA haben am ersten Wochenende nach dem Start die KOMPLETTE zweite Staffel von “House of Cards” bei Netflix angeschaut. (Variety)

Service-Tipp: Der Start des neuen “Prime Instant”-Videoangebots von Amazon, der das ursprüngliche Vorzugskundenmodell des Versandhändlers um einen VoD-Service ergänzt, hat bei vielen Usern Fragen aufgeworfen. Das Fachblog “Mobiflip” hat alle wichtigen Fakten noch einmal übersichtlich zusammengefasst. (Mobiflip)

Lesetipp: Hans Hoff rezensiert (und lobt ausgiebig) für dwdl.de den SAT.1-Film “Der Rücktritt”, der die Affäre um den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff thematisiert. Das Werk von Regisseur Thomas Schadt und Produzent Nico Hofmann sei eine “Klatsche für ARD und ZDF”, die sich nicht an den Stoff gewagt hätten. (Sendetermin: Dienstag, 25.02., 20.15 Uhr)

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OneTV-News: Apple macht ernst mit dem TV

AppleTV-Box: Bald schneller, übersichtlicher und mit viel mehr Programmen? (Fotoquelle: Apple/PR)

AppleTV-Box: Bald schneller, übersichtlicher und mit viel mehr Programmen?
(Fotoquelle: Apple/PR)

Apple + TV = Schnappatmung. Seit Tagen schon überschlagen sich im Netz die Gerüchte über neue Strategien, Software und Geräte, mit denen der Konzern aus Cupertino jetzt endlich das lukrative Fernsehgeschäft angreifen will. Nun wird es erstmals konkreter. Das gewöhnlich sehr gut informierte Technology-Ressort von Bloomberg berichtet nicht nur darüber, dass Apple seine TV-Box komplett überarbeitet hat (mit schnelleren Prozessoren und besserer Navigation) und im April vorstellen will – Apple sei nun auch kurz davor mit mehreren TV-Inhalteanbietern, darunter als prominentesten Vertreter Time Warner, Verträge über die Syndizierung von umfangreichen Videomaterial abzuschließen. Das wäre tatsächlich ein Durchbruch an einer Front, an der sich Apple bislang vergeblich abgekämpft hat – und eine gewaltige Erhöhung der Attraktivität des AppleTV-Angebots. Für ein eigenes TV-Gerät von Apple, über das immer noch spekuliert wird, wäre eine solche Optimierung der Box und ihres Programmes wohl das endgültige Aus. (Bloomberg)

Bietet der Second Screen doch mehr Vermarktungschancen als bisher vermutet? In einer neuen Untersuchung, die Nielsen in den USA veröffentlicht hat, wird klar, dass viel mehr TV-Zuschauer während des Programms auf ihrem Tablet oder Smartphone surfen, als bislang angenommen. Auch die Akzeptanz für Werbe- oder Shoppingangebote auf dem zweiten Bildschirm ist höher als gedacht. (Business Insider)

Der Rundfunkbeitrag bleibt weiter in der Diskussion. Angesichts höherer Einnahmen als zunächst vermutet, hatte die KEF vorgeschlagen, den Beitrag ab 2015 um 73 Cent zu senken. Die ARD-Gremien warnen nun vor einem “Schnellschuss”. (dwdl.de)

Hintergrund: In einer groß angelegten Studie haben der Videovermarkter YuMe und die Medienforscher von Interpret die Wirkungsweise von Videowerbung auf diversen digitalen Endgeräten untersucht. Dabei schnitten Spielkonsolen und (etwas überraschend) SmartTVs am besten ab. (Reelseo)

Die Ministerpräsidenten der Länder werden über ein gemeinsames Jugendangebot von ARD und ZDF für Fernsehen, Radio und Internet im März entscheiden. Das verkündete SWR-Intendant Peter Boudgoust nun bei der Jahrespressekonferenz seines Senders. Der SWR hat die Federführung für das Projekt übernommen. (kress.de)

Sehtipp: US-Comedy-Legende Jerry Seinfeld hat sich als leidenschaftlicher Fan der neuen Webvideo-Szene geoutet. In einem ebenso unterhaltsamen wie klugen Interview mit dem Internetportal “Buzzfeed” schwärmt Seinfeld über das kreative Potenzial, das durch das Internet allgemein und die neuen Möglichkeiten des digitalen Fernsehens gerade für Künstler freigelegt worden sei. (Tubefilter)

Lesetipp: In einem sehr beachtenswerten Beitrag für Re/Code analysiert Albert Lai, Technikvorstand von Brightcove, die Möglichkeiten, die Googles neuer TV-Dienst Chromecast für die Zukunft des Fernsehens eröffnet. Vor allem die Leichtigkeit, mit der neue Inhalteanbieter wie Chromecast-App auf die großen TV-Geräte kommen könnten, werde eine Welle von neuen Bewegtbildangeboten initiieren, so Lai.

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