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OneTV-News: Das Fernsehen erobert Youtube

Webvideo-Erfolgsformat "Honest Trailers": Das klassische Fernsehen erobert Youtube

Webvideo-Erfolgsformat “Honest Trailers”: Das klassische Fernsehen erobert Youtube

Vereinigt: Youtube wird immer mehr zum Marktplatz für das klassische TV. Die Videoplattform veröffentlichte jetzt eine neue Studie, die zeigt, wie immens der Anteil von Inhalten gestiegen ist, die direkt oder indirekt mit Fernsehformaten zu tun haben. Meist handelt es sich dabei um Trailer oder exklusive Spin-offs, die von den TV-Produzenten ins Netz gestellt werden, wie etwa bei der geschickten Vermarktungsstrategie von TV-Stars wie Jimmy Fallon. Auch die Zahl der Webvideo-Produktionen, die sich mit TV-Stoffen beschäftigen, ist enorm gewachsen. Das zeigen zum Beispiel auch Erfolge wie des Youtube-Kanals “ScreenJunkies”, der mit seinem Parodieformat “Honest Trailers” regelmäßig Millionen von Anrufen erzielt. Ein weiterer Grund für den Boom von TV-Inhalten auf Youtube ist zudem das verbesserte Mobilangebot der Plattform, das von vielen Zuschauern als “Second Screen” während der Fernsehzeit genutzt wird. (Tubefilter)

Ambitioniert: CNN will mit seinem neuen “Your 15 Second Morning”-Format, das exklusiv auf Twitter zu sehen sein wird, neue, junge Zielgruppen erreichen. Dazu gründet das News-Network seine Produktionseinheit “Digital Studios”, die hauptsächlich Content für das Web herstellen soll. (Wall Street Journal)

Erhöht: Nach der Integration von sechs Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe hat der TV-Streamingdienst Zattoo nun die Preise für sein Angebot erhöht: Für einen Monat kann der Dienst nun für 9,99 Euro (statt 4,99 Euro) genutzt werden, drei Monate schlagen mit 27,99 Euro (bisher 12,99 Euro) zu Buche und ein Jahres-Abo kostet nun 99,99 Euro (vorher: 44,99 Euro). (Digitalfernsehen.de)

Begehrt: Dreamworks, Hollywoods größter Produzent von Animationsfilmen, möchte bei Vevo, dem weltweit erfolgreichste Musikvideodienst, einsteigen. Das berichtet Recode. Vevo, das über 50 Milliarden Videoabrufe pro Jahr genieriert, gehört derzeit zu Teilen unter anderem Universal Music, Sony Music und Abu Dhabi Media. Auch Google hat im vergangenen Jahr Anteile erworben, für rund 650 Millionen Dollar. (Recode)

Bewegt: Mit einer Investition von “mehreren hunderttausend Euro” und 150 selbst produzierten Food-Videos, die über Sponsorships gegenfinanziert sind, startet Gruner & Jahr nun die länger schon angekündigte Onlinevideooffensive. Bewegtbild werde zum “integralen Bestandteil” jeder G&J-Website, verkündete Digital-Vizechef Arne Wolter. (Meedia)

Trotzig: Aller juristischen Anfechtungen zum Trotz weitet der amerikanische Videostreamingservice Aereo sein Angebot aus. Aereo, das die Programme vieler US-TV-Sender, die eigentlich nur in teueren Kabelpaketen zu empfangen sind, “abfängt” und sie über Internet weiterleitet, wird im Mai eine eigene App für Googles TV-Stick “Chromecast” starten. (CNET)

Lesetipp: Will Richmond beschreibt auf Videonuze die gefährliche Strategie, die Google derzeit bei dem Versuch, “das Wohnzimmer zu erobern”, verfolgt. Auf der einen Seite mit seinem Erfolgsmodell “Chromecast”, auf der anderen Seite mit der teuren Weiterentwicklung der eigenen SmartTV-Software “AndroidTV”.

Lesetipp II: Nina Rehfeld portraitiert für Spiegel Online den US-Comedian Stephen Colbert, der wohl im nächsten Jahr die Nachfolge des legendären Late-Night-Moderators David Letterman antritt.

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OneTV-Ticker vom 24.01.2014: Auch deutsches TV bald mit “Twitter-Quote”

Mehr als nur ein Medien-Hype: Der "Second Screen" gehört für viele TV-Zuschauer mittlerweile zum Fernsehen dazu

Mehr als nur ein Medien-Hype: Der “Second Screen” gehört für viele TV-Zuschauer mittlerweile zum Fernsehen dazu

Der “Second Screen” wird auch hierzulande endlich gesellschaftsfähig: Die “Gesellschaft für Konsumforschung” (GfK) will neben ihrer klassischen TV-Quoten-Messung auch ermitteln, wie häufig über TV-Sendungen getwittert wird und wie viele Menschen die Tweets überhaupt erreichen. Am Donnerstag gaben Twitter und die GfK eine exklusive Partnerschaft zur Einführung von “GfK Twitter TV Ratings” in Deutschland, Österreich und den Niederlanden bekannt. In den USA misst Nielsen diese Werte schon seit einiger Zeit. Für die SocialTV-Branche in Deutschland ist die Kooperation ein echter #Meilenstein auf dem Weg zu weiterer Professionalisierung. (Süddeutsche Zeitung)

Dass das Phänomen des Second Screens aber noch nicht alle Teile der Weltbevölkerung erfasst hat, zeigt eine neue Studie aus den USA, wonach 76 Prozent aller Zuschauer vor dem Fernseher nichts anderes tun wollen, als fernzusehen. Andererseits: 24 Prozent nutzen schon SocialTV-Angebote. Das sind 100 Prozent mehr, als noch vor 10 Jahren. (Hollywood Reporter)

Und genau auf diese 24 Prozent (Second-Screen-Nutzer) ist das neue Tool von Cisco und Innovid ausgerichtet. Es soll auf die Smartphones und Tablets, die während des Fernsehens genutzt werden, Werbung ausliefern, die sich auf die Inhalte der jeweiligen TV-Sendungen bezieht. (Home Media Magazine)

Werden meine Spots im Netz überhaupt gesehen? Ein Ende dieser Unsicherheit für Werbetreibende verspricht jetzt TubeMogul. Das Unternehmen, dass Video-on-demand-Plattformen vertreibt, hat ein neues Tool in seiner Seitensteuerung integriert, das Mediaagenturen ermöglicht, in Echtzeit die performance ihrer Spots zu kontrollieren. (adexchanger.com)

Sorry, liebe Leser, wir kommen heute nicht um einen Markus-Lanz-Block herum:

OldTV I: Markus Lanz hat in einem Interview mit dwdl.de Fehler bei seiner umstrittenen Sendung mit Sahra Wagenknecht eingeräumt: “Das war sicher an der einen oder anderen Stelle verbesserungswürdig.”

OldTV II: Maren Müller, die Initiatorin der Anti-Markus-Lanz-Petition hat in einem Interview mit SPIEGEL online erklärt, warum sie sich über die Sendung so aufgeregt hat “Die Zuschauer wollen hören, was die Gäste zu sagen haben, nicht nur das Nachgefrage von Herrn Lanz. Schließlich zahlen sie auch die Gebühren, mit denen Herr Lanz bezahlt wird.”

OldTV III: Von den mittlerweile über 150.000 Unterzeichnern der Anti-Markus-Lanz-Petion haben sich nach einem Bericht von Meedia genau 14 bislang mit Klarnamen eindeutig identifiziert.

Lesetipp: Thesenjournalismus ist derzeit ja sehr en vogue – und leider nicht immer gelungen. Doch die “Six ways TV is changing forever”, die Jason Lynch für “Quartz” aufgeschrieben hat, fassen den Stand der radikalen Veränderungen des Mediums sehr gut zusammen.

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Von Büchern und Thesen zu Filmen

Unter dem Titel “Einfach fernsehen – Zur Zukunft des Bewegtbildes” ist heute in Köln ein neues Buch vorgestellt worden, dessen Lektüre sich allein nach den Namen der Autoren wohl lohnen muss. Sehr viele der in Deutschland führenden Experten zum Thema Webvideo sind darin versammelt, so unter anderem Vera Lisakowski vom Grimme Online Award, Sebastian Büttner von Gesamtkunstwerk Entertainment und Markus Hündgen von der European Web Video Academy.

Letzterer hatte sich, zusammen mit seinem Kollegen Dimitrios Argirakos, für diesen Tag auch gleich mal etwas besonderes ausgedacht: “10 Bewegtbild-Thesen” veröffentlichten die beiden auf der Website der Academy. Da geht es um die Verschmelzung (oder auch Nichtverschmelzung) und TV und Webvideo, oder über die Frage, ob und wie die neue Generation von Videomachern jemals in die vernünftige Gewinnzone kommt. Oder ob der Staat eingreifen sollte, um ein “öffentlich-rechtliches Youtube” zu ermöglichen. Naja, wie das mit Thesen so ist: Es lässt sich trefflich darüber streiten. Unter den Thesen gibt es die Möglichkeit zu kommentieren. Ich habe davon auch Gebrauch gemacht. Let’s discuss.

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