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Gerüchte um neues Youtube-Förderprogramm

youtube_neu_aufmacherAbsage: Youtube plant wohl doch keine Wiederauflage seiner “Originals”-Förderinitiative. Am Wochenende waren in den USA Gerüchte aufgekommen, nach denen die Videoplattform Investitionen von mehreren Millionen Dollar in die Schaffung neuer, sogenannter “Premium”-Inhalte beabsichtige. Nach Informationen von Tubefilter handelt es sich bei den bekanntgewordenen Gesprächen zwischen Youtube und einigen Webvideo-Produzenten nur um einen “normalen Gedankenaustausch” ohne finanziellen Hintergrund. Die Google-Tochter hatte das “Originals”-Programm, mit dem vor allem traditionelle TV-Sender und -Produzenten auf die Videoplattform gelockt werden sollten, im vergangenen Jahr nach eher mäßigem Erfolg eingestellt.

Weltmeisterlich: Mit 32,2 Millionen Tweets während des Endspiels Deutschland gegen Argentinien verzeichnete Twitter am Ende der Fußballweltmeisterschaft noch einmal einen Useransturm. Die Zahl der Final-Tweets blieb allerdings um 3,4 Millionen hinter dem Rekordwert des deutschen Halbfinales gegen Brasilien zurück. (Statista)

Strategie: Nach einer viel beachteten Startkampagne und positiven Userreaktionen ist es um den Internet-TV-Anbieter “Magine” hierzulande etwas ruhiger geworden. In einem Interview mit “Digital Insider” erläutert CEO Mattias Hjelmstedt nun, warum Deutschland die “Feuertaufe” für das Magine-Geschäftsmodell darstellt: Die regulatorischen Hürden seien hierzulande viel höher als in anderen europäischen Staaten, so Hjelmstedt. Schaffe man die, “so schafft man alle übrigen in Europa auch”. (Digitalfernsehen.de)

Ausgebaut: Seit der Öffnung der Entwicklerschnittstelle im Februar wurden bereits über 400 Apps für Googles “Chromecast” entwickelt oder angepasst. Noch für dieses Jahr rechnet Google mit mehreren tausend weiteren Angeboten auf dem HDMI-Stick. (Multichannel.com)

Etikett: Mit einer Namensänderung zu “Horizon Go” will Unitymedia Kabel BW sein mobiles Angebot bekannter machen. Bislang firmierte die App – wie auch die Settop-Box des Unternehmens – unter dem Titel “Horizon TV”. Parallel zum Namenswechsel kommt eine überarbeitete iOS-Version. (DWDL.de)

Hintergrund: Auch Webvideos über Wirtschaft können spannend und unterhaltsam sein, und damit auch zu viralen Erfolgen werden. Davon ist zumindest Paul Marcum überzeugt, der neue Chef von Bloombergs schon jetzt sehr umfangreichen Online-Videoangebot. Wichtig dabei sei vor allem, nicht versuchen zu wollen, das Fernsehen neu zu erfinden. (Adweek)

Lesetipp: “Allmachtsphantasien”, “Selbstherrlichkeit”, “schamloser Betrug” – Hans-Peter Siebenhaar lässt sich in seiner Medienkolumne für das Handelsblatt über die Affäre bei der ZDF-Show “Deutschlands Beste” scharf über das Zweite und vor allem dessen Programmdirektor Norbert Himmler aus. Der sei mit seiner “gottähnlichen” Attitüde nicht mehr tragfähig für die Sendeanstalt.

OneTV-News: Tumblr, der heimliche Social-TV-Star

Tumblr und TV: Laut Studie eine perfekte Kombination

Tumblr und TV: Laut Studie eine perfekte Kombination

Erforscht: Twitter mag vielleicht tatsächlich der Herrscher des “Second Screen” sein, in Sachen “Social TV” liegt aber jemand anders vorne: Tumblr. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer interessanten Studie, die die britische Webanalyse-Agentur Pulsar im Auftrag der Blogging-Plattform durchgeführt hat. Danach werden TV-Ereignisse zwar während des “Live”-Moments sehr intensiv auf Twitter diskutiert und geteilt, nur wenige Minuten später ist die Aufmerksamkeit der Twitter-Userschaft aber schon wieder verflogen. Auf Tumblr dagegen halte die Diskussion um bemerkenswerte Fernsehgeschehnisse viel länger und intensiver an, so die Studie. Tatsächlich liefern vor allem Fans, aber auch Macher der TV-Formate selbst, immer neue, originelle Beiträge zu populären Fernsehshows, vor allem GIF-Animationen sind auf Tumblr sehr beliebt. Den wachsenden Imagewert des von Yahoo vor knapp einem Jahr gekauften Blog-Netzwerkes haben mittlerweile vor allem amerikanischen TV-Größen wie Jimmy Fallon erkannt, der über seinen Tonight-Show-Account dutzende von Gimmicks zur jeweiligen Sendung veröffentlicht. (lostremote.com) (SnappyTV, mit Infografiken)

Erwachsen: Vine gibt es jetzt auch in richtig groß. Der Sechs-Sekunden-Video-Dienst, der sich bislang hauptsächlich auf die mobile Nutzung konzentriert hatte, hat seine stationäre Webseite jetzt komplett neu gestaltet und kommt – wie Techcrunch richtig bemerkt – jetzt wie eine Art Mini-Youtube-Plattform daher.

Toll: Unternehmen, die gezielt auf Youtube werben oder dort eigenen Content platzieren, schneiden bei der Entwicklung ihres Aktienkurses deutlich besser ab als Firmen, die dies nicht oder nur wenig tun. Das hat tatsächlich – nota bene – die Marketingabteilung von Youtube herausgefunden. Am Unterhaltungswert der Studie ändert die Absenderschaft freilich nichts. (Tubefilter)

Süchtig: Sagenhafte 70 Prozent aller (!!) US-Fernsehzuschauer halten sich für “Binge-Viewer”, also für Menschen, die vor allem TV-Serien am liebsten exzessiv, stunden- teilweise sogar tagelang am Stück sehen. Die meisten nutzen dazu Streamingdienste wie Netflix oder Hulu. (Videonuze)

Minderwertig: Nur 34 Prozent aller Videowerbespots, die online geschaut werden, sind auch in einem “hochwertigen Umfeld”, vergleichbar mit klassischen TV-Formaten, platziert. Das zumindest ist das Ergebnis einer neuen Studie der US-Webagentur Vindico. (IQ.Videonuze)

Abschied: Nach der fast elf Milliarden Euro teuren Übernahme von “Kabel Deutschland” hat Vodafone ehrgeizige Wachstumspläne. “Wir sehen uns als Herausforderer. Wir wollen den deutschen Markt aufmischen”, sagte Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum. Die Marke “Kabel Deutschland” solle auf Dauer durch Vodafone ersetzt werden, ein Termin dafür stehe aber noch nicht fest. (Teltarif.de)

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OneTV-News: Das Fernsehen erobert Youtube

Webvideo-Erfolgsformat "Honest Trailers": Das klassische Fernsehen erobert Youtube

Webvideo-Erfolgsformat “Honest Trailers”: Das klassische Fernsehen erobert Youtube

Vereinigt: Youtube wird immer mehr zum Marktplatz für das klassische TV. Die Videoplattform veröffentlichte jetzt eine neue Studie, die zeigt, wie immens der Anteil von Inhalten gestiegen ist, die direkt oder indirekt mit Fernsehformaten zu tun haben. Meist handelt es sich dabei um Trailer oder exklusive Spin-offs, die von den TV-Produzenten ins Netz gestellt werden, wie etwa bei der geschickten Vermarktungsstrategie von TV-Stars wie Jimmy Fallon. Auch die Zahl der Webvideo-Produktionen, die sich mit TV-Stoffen beschäftigen, ist enorm gewachsen. Das zeigen zum Beispiel auch Erfolge wie des Youtube-Kanals “ScreenJunkies”, der mit seinem Parodieformat “Honest Trailers” regelmäßig Millionen von Anrufen erzielt. Ein weiterer Grund für den Boom von TV-Inhalten auf Youtube ist zudem das verbesserte Mobilangebot der Plattform, das von vielen Zuschauern als “Second Screen” während der Fernsehzeit genutzt wird. (Tubefilter)

Ambitioniert: CNN will mit seinem neuen “Your 15 Second Morning”-Format, das exklusiv auf Twitter zu sehen sein wird, neue, junge Zielgruppen erreichen. Dazu gründet das News-Network seine Produktionseinheit “Digital Studios”, die hauptsächlich Content für das Web herstellen soll. (Wall Street Journal)

Erhöht: Nach der Integration von sechs Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe hat der TV-Streamingdienst Zattoo nun die Preise für sein Angebot erhöht: Für einen Monat kann der Dienst nun für 9,99 Euro (statt 4,99 Euro) genutzt werden, drei Monate schlagen mit 27,99 Euro (bisher 12,99 Euro) zu Buche und ein Jahres-Abo kostet nun 99,99 Euro (vorher: 44,99 Euro). (Digitalfernsehen.de)

Begehrt: Dreamworks, Hollywoods größter Produzent von Animationsfilmen, möchte bei Vevo, dem weltweit erfolgreichste Musikvideodienst, einsteigen. Das berichtet Recode. Vevo, das über 50 Milliarden Videoabrufe pro Jahr genieriert, gehört derzeit zu Teilen unter anderem Universal Music, Sony Music und Abu Dhabi Media. Auch Google hat im vergangenen Jahr Anteile erworben, für rund 650 Millionen Dollar. (Recode)

Bewegt: Mit einer Investition von “mehreren hunderttausend Euro” und 150 selbst produzierten Food-Videos, die über Sponsorships gegenfinanziert sind, startet Gruner & Jahr nun die länger schon angekündigte Onlinevideooffensive. Bewegtbild werde zum “integralen Bestandteil” jeder G&J-Website, verkündete Digital-Vizechef Arne Wolter. (Meedia)

Trotzig: Aller juristischen Anfechtungen zum Trotz weitet der amerikanische Videostreamingservice Aereo sein Angebot aus. Aereo, das die Programme vieler US-TV-Sender, die eigentlich nur in teueren Kabelpaketen zu empfangen sind, “abfängt” und sie über Internet weiterleitet, wird im Mai eine eigene App für Googles TV-Stick “Chromecast” starten. (CNET)

Lesetipp: Will Richmond beschreibt auf Videonuze die gefährliche Strategie, die Google derzeit bei dem Versuch, “das Wohnzimmer zu erobern”, verfolgt. Auf der einen Seite mit seinem Erfolgsmodell “Chromecast”, auf der anderen Seite mit der teuren Weiterentwicklung der eigenen SmartTV-Software “AndroidTV”.

Lesetipp II: Nina Rehfeld portraitiert für Spiegel Online den US-Comedian Stephen Colbert, der wohl im nächsten Jahr die Nachfolge des legendären Late-Night-Moderators David Letterman antritt.

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OneTV-News: Twitter punktet bald mit Live-Videos

Twitter BasketballTwitter führt In-line-Videos ein. Das neue Feature, das jetzt zunächst in amerikanischen User-Accounts aktiviert wurde, soll es Nutzern des Social-Media-Nachrichtendienstes leichter machen, kurze Videos schneller anzuschauen und eigene Clips selbst zu teilen. Vor allem über die mobilen Twitter-Zugänge sollen bewegte Bilder jetzt wesentlich einfacher zu nutzen sein. Als Erster durfte die US-Basketballprofiliga NBA das neue Tool ausprobieren: Sie twitterte, nahezu in Echtzeit, Clips des Spiel der New York Knicks gegen Indiana – und gab damit einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten des neuen Feed: First und Second Screen, und damit sicher auch bald LiveTV, wachsen auch bei Twitter immer mehr zusammen. (New York Times “Bits Blog”)

Offener als gemeinhin gedacht, sind anscheined viele Zuschauer des “klassischen TVs” gegenüber digitalen Neuerungen. So würden nach einer neuen Studie von Vubiquity, 58 Prozent der US-PayTV-Kunden gerne TV-Shows und Filme auf ihre Tablet-Computer laden können. Davon wiederum würden 63 Prozent sogar ein bis fünf Dollar pro Download oder Stream bezahlen. (Videonuze)

Sony rüstet seine “PlayStation” weiter Richtung TV auf. Demnächst sollen auf der Spielkonsole auch Fernsehserien angeboten werden, zusätzlich zu dem bereits vorhandenen üppigen On-Demand-Spielfilmprogramm. Den Anfang macht Berichten zufolge die Superhelden-Serie “Powers”, die auch von Sony selbst für diverse Pay-Kanäle in den USA produziert wurde. (Wall Street Journal)

Einen beachtlichen Erfolg kann die britische Ausgabe der “Huffington Post” vermelden: Ihr neues WebTV-Format, eine 60-sekündige, bissige Newszusammenfassung des Tages mit dem HuffPo-Politikchef Mehdi Hasan, hat bereits in den ersten Ausgaben jeweils 25.000 Klicks pro Video erzielt. (Journalism)

Olli Dittrich verpflichtet sich vier weitere Jahre exklusiv für die ARD: Der Hamburger Komiker hat einen neuen Vertrag mit dem WDR unterzeichnet. Unter anderem wird er für das Erste das gefeierte «Frühstücksfernsehen» fortsetzen, und pro Jahr zwölf Folgen der Live-Comedy «Dittsche» . (Quotenmeter)

Hintergrund: Spannend wie ein Krimi hört sich die “wahre Geschichte” um die Übernahme von Intels millionenteurem NewTV-Project “OnCue” durch Verizon an. Erzählt hat sie in dieser Woche niemand anderes als Erik Huggers selbst, der ehemalige BBC-Top-Mann, der von Intel abgeworben wurde, um das Fernsehen neu zu erfinden – und scheiterte. (The Next Web)

Eine sehr lustige Aktion zum achten Geburtstag von Twitter hat sich der Ultrakurz-TV-Newsdienst “Nowthisnews” einfallen lassen. Twitter-User sollen sich dabei filmen, wie sie ihren allerersten Tweet vorlesen. Die “peinlichsten” Videos werden dann von NowthisNews veröffentlicht. (Nowthisnews.com)

Lese-und Sehtipp: Als er einen Straßenmusiker in Brighton entdeckt, der exzellent Rockgitarre auf dem Slideboard spielen kann, ist Rob Chapman, selbst Musiker, so hingerissen, dass er ein Video eines Songs des Unbekannten auf Youtube stellt, das sofort zu Webhit avanciert. Chapman macht damit dank Werbeeinnahmen – ein bisschen – Geld, behält das aber nicht für sich. Welch rührende Geschichte dann folgt… lesen sie am besten selbst. (Tubefilter)

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Twitter holt Youtube-Topmann als TV-Chef

Twitter will seine beherrschende Stellung als "Second Screen" für TV weiter ausbauen

Twitter will seine beherrschende Stellung als “Second Screen” für TV weiter ausbauen

Top-Personalie: Twitter intensiviert nochmals seine Bestrebungen, auch den TV-Werbemarkt anzugreifen und macht mit Baljeet Singh einen ausgewiesenen Online-Video-Experten von Youtube zu seinem neuen “Head of TV and Video”. Singh, der bei Youtube als einer der besten Werbespezialisten gilt, soll vor allem neue Kundschaft aus der Fernsehbranche für Twitters “Amplify”-Programm gewinnen, das TV-Sendern Möglichkeiten gibt, mit Trailern und Spots direkt auf Twitter für ihre Sendungen zu werben. (Tubefilter)

Amazon wird mindestens vier seiner derzeit in den “Amazon Studios” im Test befindlichen, eigenen TV-Projekte in Auftrag geben, meldet Variety. Bei denen durch Zuschauerbefragungen und Big-Data-Untersuchungen bestätigten Formaten handelt es sich um jeweils zwei Comedy- und Mystery-Serien, unter anderem eine des bekannten “X-Files”-Erfinders Chris Carter. (Variety.com)

ProSiebenSat.1 exportiert sein erfolgreiches “Multi-Channel-Network”-Konzept “Studio-71″, mit dem der Konzern sein digitales Bewegtbildgeschäft steuert, nun auch nach Österreich. Ziel sei es unter anderem, junge österreichische Youtube-Talente zu finden und fördern. (Pressemitteilung)

Wie wir an dieser Stelle bereits gestern gemeldet haben, dürfte dem geplanten, digitalen Jugendkanal von ARD und ZDF bei der für heute auf der Ministerpräsidentenkonferenz vorgesehenen Entscheidung tatsächlich das endgültige Aus ereilen. Der Online-Mediendienst “Newsroom.de” hat nun auch das umstrittene “Konzeptpapier” zum Jugendkanal veröffentlicht, das bei Medienpolitikern und Branchenexperten ob seiner inhaltlichen Dürftigkeit “regelrecht Entsetzen” hervor gerufen habe. (newsroom.de)

Auch Dinos können noch erfolgreich ins “NewTV”-Geschäft einsteigen: Der US-Kabelriese Comcast feiert mit seiner erst im vergangenen Herbst neu gestarteten Video-on-Demand-Plattform “Xfinity On Demand” bereits feine Gewinne. So sei Comcast etwa bei den Downloadzahlen für den aktuellen Hollywood-Hit “Gravity” bereits die Nummer 2 nach iTunes. (Home Media Magazine)

Lesetipp: Will Richmond analysiert auf Videonuze den (noch nicht bestätigten) Kauf der Maker Studios durch Disney – und lobt den Unterhaltungskonzern dafür, nach Jahren der Ignoranz und gescheiterter, eigener Versuche nun strategisch klüger auf die junge Zielgruppe zuzugehen. (Videonuze)

Lesetipp II: Wie verändert sich das Werbegeschäft in diesem immer schneller von digitalen Innovationen und ständig wechselnden Allianzen geprägten Bewegtbildmarkt? Jeff Lanctot, der CEO des Video-Vermarkters “Mixpo”, erklärt auf Adage.com die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Ad-tech-Industrie.

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OneTV-News: Pizza, Pannen und PR – die Oscars-Nacht im Netz

"Star-Selfie" bei den Oscars 2014: PR für Samsung, Rekord für Twitter

“Star-Selfie” bei den Oscars 2014: PR für Samsung, Rekord für Twitter

Dass das dank Samsung wunderbar in Szene gesetzte, von Moderatorin Ellen DeGeneres während der Oscars-Verleihung aufgenommene Star-Selfie der erfolgreichste Tweet in der bisherigen Geschichte von Twitter war, zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten des oft noch verschmähten Second-Screen-Phänomens. Aber auch andere Zahlen rund um die Oscar-Verleihung sind erwähnenswert: Fast 2,8 Millionen Menschen haben laut Nielsens US-Report via Twitter über die Oscars diskutiert, 11 Millionen Tweets wurden zu #Oscars2014 abgesetzt, insgesamt verzeichnete Twitter an diesem Abend in den USA eine Second-Screen-Zuschauerschaft von knapp 14 Millionen. (Nielsen Socialguide)

Oscars II: Ein unerwartet großer Ansturm hat den Livestream der Oscar-Verleihung am Sonntag zum Absturz gebracht. Die WebTV-Übertragung, die dieses Jahr exklusiv über die “Watch ABC”-App erfolgte, fiel kurz nach Beginn der Show für über 30 Minuten in den gesamten USA komplett aus, und war auch für den Rest des Abends immer wieder fehlerhaft. ABC hatte zum ersten Mal einen Livestream für die Oscars angeboten, den Zugang dazu allerdings auf acht große Ballungsräume in den USA beschränkt. (Variety)

Unter der Überschrift “Die Schlacht gewonnen, den Krieg verloren” beschreibt Zeit Online den weiterhin andauernden Konflikt zwischen der Gema und Youtube. Auch nach dem (noch nichts rechtsgültigen) Urteil des Münchner Landgerichts, dass der Videoplattform die Nutzung der so genannten “Gema Sperrtafeln” untersagte, sei die Verwertungsgesellschaft immer noch in der schlechteren Position, da ihr Image in der Usergemeinde vollkommen ruiniert sei.

Weniger Werbung bei ARD und ZDF. Angesichts der durch die neue Haushaltsabgabe erwarteten Mehreinnahmen in Milliardenhöhe fordern immer mehr Medienpolitiker eine Reduzierung des kommerziellen Anteils bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Aktuell sprach sich auch die rheinland-pfälzische Landesregierung dafür aus, allerdings könne ein solcher Schritt aber nur mit einem konkreten Konzept erfolgen, dass deutliche Beitragserhöhungen ausschließt. Im Moment sei dies aber nicht der Fall. (Digitalfernsehen.de)

Unterdessen haben die Personalratsvorsitzenden von ARD, ZDF und Deutschlandradio in einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten appelliert, dem Vorschlag der KEF, den Rundfunkbeitrag im kommenden Jahr zu senken, nicht zu folgen. (dwdl.de)

Mit neuesten Spielfilmen und TV-Serien werden demnächst einige amerikanische Kinder und Jugendliche beglückt – allerdings nur, solange sie auf dem Schulgelände sind. Dieses, zumindest auf den ersten Blick skurril anmutende, Angebot macht der Kabelkonzern Comcast Schülern und Studenten an ausgewählten Bildungseinrichtungen im Osten der USA. Mit dem “XFINITY On Campus”-Paket, dass über das Wlan-Netz der jeweiligen Colleges erreichbar ist, können die Schüler gegen eine kleine Extragebühr zusätzlich zu ihren Schulgeldern eine umfangreiche Entertainmentsammlung abrufen. (fiercecable.com)

Sehtipp: Us-Entertainer Jimmy Kimmel hat anlässlich seiner schon legendären Oscars-After-Show etliche Starschauspieler wie Christoph Waltz, Kevin Spacey oder Tom Hanks dazu überreden können, Trailer zu berühmten Filmen der Geschichte in einer Mischung mit modernen Youtube-Hits nachzuspielen. Das Ergebnis sind unter anderem bizarre Auftritte der Stars in Katzenkostümen oder vollkommen durchgedrehte Dialoge. Sehr amüsant. (Tubefilter)

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OneTV-News: Twitter kommt ins Kino

Nach dem TV nun die Leinwand: Twitter startet eine PreShow in den Kinos der USA

Nach dem TV nun die Leinwand: Twitter startet eine PreShow in den Kinos der USA

Den Second Screen als Begleiter von TV-Programmen hat Twitter schon (fast exklusiv) erobert, nun kommt das Kino dran. Zwar ist noch kein Hollywood-Streifen über die Geschichte des Kurznachrichtendienstes in Sicht, trotzdem wird Twitter ab Sommer zumindest in den USA regelmäßig in den großen Cinemas präsent sein. Im Rahmen einer Kooperation mit dem größten US-Kinowerbevermarkter National CineMedia wird Twitter vor jeder Vorstellung eine einminütige “Social PreShow” präsentieren, die Tweets und Vine-Kurzvideos zu aktuellen Kinofilmen zeigt. (Variety.com)

Die erwartete, heftige Debatte über Netzneutralität hat die neue Kooperation zwischen Comcast und Netflix ausgelöst. Der Vertrag sieht vor, dass Netflix seine Videostreams in Zukunft bei Comcast gegen eine Extra-Gebühr über spezielle Schnittstellen übertragen darf, vorrangig behandelt gegenüber anderen Netzangeboten. Während Kommentatoren wie Klint Finley für Wired gleich “die Zukunft unseres Internets” bedroht sehen, sind andere NewTV-Experten deutlich entspannter. So kommentiert Will Richmond von Videonuze, es sei verständlich, dass ein Unternehmen, das zu bestimmten Tageszeiten rund ein Drittel des gesamten Internet-Datenverkehrs bestreite, ständig nach den besten technischen Übertragungsmöglichkeiten suchen und dabei auch Kooperationen eingehen müsse. Das hätten andere datenintensive Anbieter wie Youtube und Amazon in der Vergangenheit auch mehrfach getan.

Ein “einzigartiges interaktives Live-Erlebnis” soll der nächste Eurovision Song Contest (ESC) werden. Das verspricht mit breiter Brust zumindest die ARD. Allerdings (natürlich) nicht bei DasErste. Stattdessen wird der ESC in diesem Jahr auch auf dem digitalen Ausweichkanal EinsPlus übertragen. Und da sollen dann tatsächlich Fotos, Tweets und Kommentare der Zuschauer parallel zum ESC-Fernsehsignal auf dem Bildschirm zu sehen sein. (dwdl.de)

Youtube ist die mit Abstand populärste Website unter Kindern und Jugendlichen. Drei Viertel aller US-Teens besuchen regelmäßig die Videoplattform, erst mit gehörigem Abstand folgen Facebook, iTunes und Instagram. (re/code.net)

Facebook rüstet weiter auf für den Kampf um TV-Werbemilliarden: Das Soziale Netzwerk verpflichtete nun mit Sybil Goldman eine der bekanntesten TV-Media-Expertinnen der USA. Sie soll für Facebook vor allem hochrangige Kooperationen mit Produktionsfirmen abschließen. (Tubefilter)

Ende der Blockade: Kabel Deutschland will jetzt doch weitere HD-Sender von ARD und ZDF in sein Angebot mit aufnehmen, geplant sei ein Termin Mitte diesen Jahres. Der “Kabelstreit” sei damit allerdings längst nicht beendet, verlautet es aus dem Unternehmen. Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW streiten sich seit über einem Jahr mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten über die sogenannten “Einspeiseentgelte”. (Digitalfernsehen.de)

Loewe doch vor dem Aus: Der Rettungsplan des insolventen TV-Geräteherstellers ist nicht aufgegangen, die erst vor wenigen Wochen mit großen Jubel empfangene Investorengruppe ist wieder vom Kaufvertrag zurückgetreten. (FAZ.net)

Lesetipp: Thorsten Zarges analysiert für dwdl.de die Situation der kleineren Sender auf dem deutschen TV-Markt und fragt, warum sie nicht viel öfter mit eigenproduzierten, hochwertigen Serien aufwarten. Mit Ausnahme von RTL, Sat.1 und den Öffentlich-Rechtlichen seien aber alle anderen deutschen Fernsehsender aus der Serienproduktion aus- bzw. gar nicht erst eingestiegen.

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