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Time Warner bietet eine Milliarde Dollar für Vice

Vice_VideoBig Deal: Die Verhandlungen über einen Einsteig des Medienkonzerns Time Warner bei der “Vice”-Gruppe werden anscheinend konkreter. Wie die New York Times berichtet, offeriert Time Warner für eine 50-Prozent-Beteiligung an der vor allem durch sein WebTV-Angebot derzeit boomenden “Vice Media” einen Preis von einer Milliarde Dollar und einen eigenen Kabel-TV-Kanal. Zunächst war sogar von einem Volumen von rund zwei Milliarden Dollar die Rede. Ein Time-Warner-Einstieg bei Vice wäre das nächste große in einer ganzen Reihe von Investments traditioneller Medienunternehmens in junge Online-News-Angebote, hauptsächlich im Videobereich. (Tubefilter) (Yahoo News-Update)

Grundsätzlich: Markus Hündgen, Geschäftsführer der “European Web Video Academy” und Veranstalter des deutschen Webvideopreises, zieht in einem Blogpost eine nachdenkliche Bilanz des diesjährigen Wettbewerbs. Aus dem “Hobby Videomachen”, sei für viele Youtuber ein Beruf geworden, mit professionell geführten Netzwerken im Hintergrund, viel geschäftlichem Kalkül, einem Ansturm etablierter TV-Sender und -Stars auf das junge Medium, Nachwuchs-Videomacher hätten es “noch nie so schwer gehabt, aus dem Schatten der Großen zu treten”. Hündgens Fazit: Die Szene, die sich in großen Teilen zur Branche wandele, stehe nun “vor der schwierigen Aufgabe, ihren Platz in der neuen Webvideo-Weltordnung zu finden”.

Rückzug: Netflix wird – zumindest vorläufig – keine Tafeln mehr für seine Kunden einblenden, die bei Qualitätsproblemen auf die schlechte Streamingqualität seiner Internetprovider aufmerksam machen. Der, so Netflix, “kleine Test” sei nunmehr beendet, man werte ihn gerade aus, denke aber darüber nach, ihn zukünftig in einem größeren Umfang zu wiederholen. Tatsächlich aber dürfte Netflix mit den Hinweistafeln, die sich vor allem gegen Verizon richteten, schon jetzt sein Ziel erreicht haben: eine Diskussion darüber, wer außer den VoD-Unternehmen selbst, für die in den USA immer wieder auftretenden Probleme bei Video-Streaming verantwortlich ist. (Mashable)

Verreist: Studio71, das MCN der ProSiebenSat.1-Gruppe, schickt seine Youtube-Stars auf mehrwöchige “Bildungsreise” in die USA: Akteure wie die Gamer-Helden Gronhk und Sarazar, der Fitness-Coach Karl Ess oder Comedian MissesVlog werden von Juni bis August in Los Angeles auch gemeinsam mit US-Webvideomachern arbeiten. Dafür hat die Reisegruppe aus Deutschland eine eigens gemietete Villa, genannt “The Mansion”, bezogen. Die Aktion ist die erste sichtbare Kooperation von Studio71 mit dem US-MCN „Collective Digital Studio“, an dem sich ProSiebenSat.1 im März in unbekannter Größenordnung beteiligt hatte. (“The Mansion”-Trailer auf Youtube)

Überschaubar: “RTL interactive” hat zum ersten Mal Angaben über die Größenordnung der zahlenden Nutzer seiner kostenpflichtigen Apps gemacht. Danach seien die “Now”-Apps von RTL, RTL II und Vox, die seit rund einem Jahr für 1,79 Euro pro Sender zur Verfügung stehen, von durchschnittlich rund 50.000 Kunden pro Monat genutzt worden. Insgesamt habe man also “über 600.000 Monate App-Nutzung” verkauft. (DWDL.de)

Umsonst: Mattias Hjelmstedt, CEO des Internet-TV-Anbieters Magine, hat die Kostenlos-Strategie seines Unternehmens verteidigt: “Die Auffassung, die wir in dieser Frage in Deutschland vertreten, ist, dass Free-TV auch frei empfangbar sein sollte. Das besagt schon der Name”, erklärt Hjelmstedt in einem Interview mit “Digitalfernsehen.de”. Auch zusätzliche Werbung solle es bei Magine, das bislang bis auf einige Extrapakete, etwa für Kinder, komplett gratis ist, nicht geben, so Hjelmstedt.

Lesetipp: Nico Lumma, umtriebiger Digitalaktivist der ersten Stunde, wirft in seiner Handelsblatt-Kolumne den öffentlich-rechtlichen Sendern vor, die Zukunft zu verschlafen. Statt ewig lange über die Tagesschau-App oder einen neuen, linearen Jugendsender zu diskutieren, sollten ARD und ZDF ihre Entwicklung zu wirklich crossmedialen Medienhäusern vorantreiben.

Lesetipp II: Die Twitter-Deutschland-Manager Isabelle Sonnenfeld und Rowan Barnett berichten in einem ausführlichen DWDL-Interview über Schwierigkeiten und Fortschritte bei den Kooperation des Social-Media-Dienstes mit führenden deutschen TV-Sendern. Man sehe “ein wachsendes Verständnis der Sender und Produktionsfirmen dafür, wie man den Zuschauer über Storytelling am direktesten anspricht und zum Twittern animiert”, so Sonnenfeld. Allerdings reiche es für ein gelungenes Second-Screen-Angebot nicht aus, “nur ein Hashtag on air einzublenden”.

Sehtipp: Das erste Vine-Kurzvideo aus dem Orbit hat nun der amerikanische Astronaut Reid Wiseman von der Raumstation ISS zur Erde geschickt. Die Sechs-Sekunden-Aufnahme, ein Zeitraffer-Video, demonstriert, warum die Sonne an Bord der ISS niemals untergeht, wenn diese auf der so genannten “Terminator-Line” entlang fliegt. (Tubefilter)

OneTV-News: Bild.de holt Vice-Starreporter Robert King für sein WebTV

US-Journalist Robert King: Von Vice News zu Bild.de (Credit: Springer Verlag)

US-Journalist Robert King: Von Vice News zu Bild.de (Credit: Springer Verlag)

Experte: Der Springer-Verlag holt sich weiter WebTV-Kompetenz ins Haus. US-Starreporter Robert King, bislang bei “Vice News” für Reportagen hauptsächlich aus Krisen- und Kriegsgebieten zuständig, wird “Creative Director Video” bei Bild.de. (meedia.de)

PayWebTV: Nach einem Bericht der “FAZ” plant die ProSiebenSat1-Gruppe eine eigene neue Live-TV-App auf den Markt zu bringen. “Seven App” soll es für 2,99 Euro im Monat, neben dem Live-Empfang diverser P7S1-Sender, auch ermöglichen, alle Sendungen sieben Tage lang nach der TV-Ausstrahlung auf Abruf anzuschauen. (via Turi2)

Geschäft: Unitymedia Kabel BW hat seit der Markteinführung des Angebotes im September 2013 mehr als 100.000 neue Horizon-Abos abgesetzt.Allein im ersten Quartal 2014 habe der Kabelbetreiber damit einen Zuwachs von über 40.000 Abonnements verzeichnet, gab das Unternehmen bekannt. (DWDL.de)

Comeback: Der umstrittene, geplante Jugendkanal von ARD und ZDF soll innerhalb der nächsten zwölf Monate gestartet werden. Dass stellte MDR-Intendantin Karola Wille beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Aussicht: “Im nächsten Jahr, wenn wir hier sitzen, haben wir das Ding gestartet und sehen es uns gemeinsam an.” Noch fehlt dem Projekt allerdings die Freigabe der politischen Entscheidungsgremien. (Digitalfernsehen.de)

Aufgespielt: Der VoD-Anbieter “Netzkino” stellt sein Angebot ab sofort auch für Googles TV-Stick “Chromecast” zur Verfügung. Über das HDMI-Dongle können Filme und Serien von Netzkino-Apps auf den TV-Bildschirm gestreamt werden. (SmartDroid)

Exklusiv: Um mit ihren Werbespots vor oder während besonders attraktiver, “hochwertiger” Videos auf Youtube zu laufen, können Unternehmen seit einigen Wochen gegen eine Extragebühr Werbeplätze bei den Top-5-Prozent-Videos über die neue “Google Preferred”-Plattform buchen. Jetzt wurde bekannt, dass das Angebot selber noch eine weitere, noch exklusivere Stufe enthält, deren – noch teurere – Gebühr den Zugang zum Top-1-Prozent möglich macht. (Adweek)

Bekenntnis: Großes Expertenwissen in der Produktion von kurzen, unterhaltsamen Videos und eine gewaltige Datensammlung – das seien für Disney die Hauptgründe für den 500-Millionen-Dollar-Kauf der “Maker Studios” gewesen, erklärte Disney-Chef Bob Iger während einer Interview-Session. Diese Erfolgsfaktoren für den Wettbewerb auf dem neuen, boomenden WebTV-Markt hätte Disney “niemals in absehbarer Zeit” selber aufbauen können, so Iger. (Variety)

Karriere: Der nächste Star der “Vine”-Video-Szene bekommt eine eigene Show im klassischen TV. Alx James, mit fast fünf Millionen Followern der fünfterfolgreiche Produzent auf Twitters Sechs-Sekunden-Videoplattform, unterzeichnete einen Vertrag mit der US-Produktionsfirma “Collins Avenue”, die vor allem mit “Reality”-Shows sehr bekannt geworden ist. (Tubefilter)

Sehtipp: Wer sich noch detaillierter über die derzeit vor allem in den USA tobende Debatte über Netzneutralität und die (bezahlte) Bevorzugung einzelner Web-Anbieter informieren möchte, kann das mithilfe von zwei sehr gelungenen Erklärvideos von VI Hart und CGP Grey auf Youtube tun.

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OneTV-News: “Vice”-Boom bei den Webby-Awards

Vice_VideoAusgezeichnet: Aus dem WebTV-Angebot von “Vice” kommen die meisten Nominierten für die bedeutenden “Webby”-Awards, den “Oscars” für die Online-Videobranche. Gleich neun Filme, meist Dokumentationen, konnten die Vice-Macher platzieren. Ebenfalls gut vertreten sind die bekannten Comedy-Channel von “Funny or Die” und “College Humor”. (Tubefilter)

Begehrt: Mehr als verdreifacht hat sich das Datenvolumen für Onlinevideo, das Amazon im vergangenen Jahr ausgeliefert hat. Hauptgrund dafür ist das mit Millioneninvestments immens ausgebaute Videoangebot des Konzerns. Amazon streamt jetzt schon mehr Video als Hulu und Apple, liegt aber noch deutlich hinter Netflix und vor allem Youtube (Tubefilter)

Aufgerüstet: Google hat neue Funktionen auf seinem TV-Streamingstick “Chromecast” freigeschaltet. So ist es nun z.B. möglich, auch Youtube-Videos auf einen angeschlossenen Bildschirm zu übertragen, die als “privat” gekennzeichnet sind. Ebenfalls möglich ist nun die Übertragung von Youtube-Livestreams über den Chromecast, interessant ist dieses Angebot vor allem für kleinere Show- oder Sportevents. (Androidpolice.com)

Verständnis: Vince Gilligan, Erfinder und Produzent der Kultserie “Breaking Bad”, ist den Menschen nicht böse, wenn sie seine Serie illegal im Netz herunterladen: “Diesen Leuten kann ich nicht wirklich einen Vorwurf machen.” Verantwortlich dafür sei vielmehr die TV- und Filmbranche, die es nicht schaffe, “dass eine Serie auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit verfügbar ist”. (wuv.de)

Action: Die mediale Expansion von “GoPro” geht weiter. Nun wurde der Video-on-Demand-Kanal des Kameraherstellers auf Microsofts Spielkonsole “X-Box” gestartet, natürlich mit viel actionreichem Content, der stets per GoPro aufgezeichnet wurde. Und selbstverständlich bietet die App auf der X-Box auch direkten Zugang zum Kamerashop. (PC Magazin)

Spaßfrei: Der SWR hat auf der Suche nach Sparpotential erstaunliche Funde gemacht: So könnten ARD-TV-Shows wie “Verstehen Sie Spaß” nicht mehr aus wechselnden Stadthallen, sondern aus einem festen Studio gesendet werden. Auch der Talk “Nachtcafé” müsse nicht mehr aus einem Schloss in Ludwigsburg, die Kindersendung “Tigerentenklub” nicht unbedingt aus einer umgebauten Sporthalle in Göppingen kommen, so die SWR-Prüfkommission. Intendant Peter Boudgoust: “Die Entscheidung zur Senkung des Rundfunkbeitrags hat nochmals deutlich gemacht, dass wir in Zukunft mit noch weniger Geld auskommen müssen.” (DWDL.de)

Sehtipp: Der Unterschied zwischen “Zuschauern” und “Fans” ist in der neuen Videowelt von immens großer Bedeutung. Warum kein Programmmacher es sich mehr leisten könne, die Wünsche einer Generation zu ignorieren, die mit der Interaktivität des Netzes aufgewachsen sei, erklärte Youtube-Unterhaltungschef Alex Carloss in einem viel beachteten Vortrag auf der MipTV in Cannes. (Tubefilter, mit Video)

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