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Netflix zahlt 2 Millionen pro “Blacklist”-Episode

US-Erfolgsserie "The Blacklist": Wettrennen um die besten Stoffe

US-Erfolgsserie “The Blacklist”: Wettrennen um die besten Stoffe

Überhitzt: Exklusivität auf dem TV-Markt wird immer kostspieliger: Stimmen Medienberichte aus den USA, zahlt Netflix erstaunliche zwei Millionen Dollar pro Episode, um sich die alleinigen Streaming-Rechte an der NBC-Serie “The Blacklist” zu sichern. Das Rennen um exklusive, hochwertige Serien- und Film-Stoffe hat sich in den vergangenen Monaten extrem beschleunigt, auch Free-TV-Sender wie RTL sind davon mittlerweile massiv betroffen, wie RTL-Chefin Anke Schäferkordt vor wenigen Tagen in einem DPA-Interview berichtete. (Deadline.com)

Ankündigung: Google möchte Werbung auf Youtube attraktiver (und wohl auch teurer) machen. Man arbeite an Tools, die durch “besseres Tracking und ausführlichere Zielgruppenanalysen” eine “hochwertigere Markenkommunikation” für Werbetreibende ermöglichen, sagt Google-Werbechef Sridhar Ramaswamy in einem ausführlichen Adweek-Interview.

Strategie: Als Line-Extension ins Netz und damit zu den Zuschauergruppen der Zukunft soll die neue Webserie “Who Am I” dienen, die das TV-Netzwerk OWN von US-Talkstar Oprah Winfrey gestern auf der eigenen Webseite gestartet hat. Die Interview-Serie, die “interessante Menschen und ihre Geschichten” präsentieren soll, wird in den Youtube-Studios in Los Angeles produziert, um “den Spirit einer neuen Generation zu spüren”, wie ein OWN-Sprecher schwärmt. (Tubefilter)

Analyse: Die Nutzergruppen der Videostream-Angebote deutscher TV-Sender unterscheiden sich teilweise erheblich, einzelne Formate verzeichnen bis zu 97 Prozent Frauenanteil in der Zuschauerschaft. Das zeigen die nun erstmals veröffentlichten Strukturdaten der AGF. (DWDL.de)

Netflix 2: Nach dem Vorbild seiner erfolgreichen Eigenproduktionen “House of Cards” und “Orange is the new Black” bereitet Netflix auch spezielle Serienstoffe für den europäischen Markt vor: Unter dem Titel “Marseille” wird der VoD-Anbieter ab Frühjahr 2015 eine Politkrimi-Serie produzieren lassen. (Serienjunkies.de)

Kritik: Die Premiere von RTLs interaktiver Casting-Show “Rising Star” ist missglückt, urteilt Alexander Krei auf DWDL.de

Lesetipp: Felix Gillette beschreibt in einem sehr ausführlichen und gelungenen Stück für Businessweek die erfolgreiche MCN-Szene in Hollywood, die in wenigen Jahren das Bild von Youtube komplett neu geprägt hat – und nun zum begehrten, millionenschweren Kaufobjekt großer Medienkonzerne geworden ist.

Netflix startet im September in Deutschland

netflix_flaggeRekord: Erstmals haben in einem Quartal über 50 Millionen Haushalte den Online-Videodienst Netflix abonniert. Für den Herbst erwartet Vorstandschef Reed Hastings eine Zahl von 53,74 Millionen Nutzern, vor allem auch durch die dann anstehende Expansion in Europa. Als Starttermin für Deutschland wurde jetzt vom Unternehmen erstmals konkret der September genannt. (Handelsblatt)

Zielgerade: Die geplante Übernahme von Sky Deutschland durch BSkyB steht allem Anschein nach unmittelbar vor dem Abschluss. Der Medienunternehmer Rupert Murdoch, dessen “21st Century Fox” das größte Aktienpaket an den Sky-Gesellschaften hält, könnte damit kurzfristig Gelder mobilisieren, die er für seinen Kauf von Time Warner Cable in den USA dringend braucht. (FAZ.net)

Ärger I: Die überraschende Entscheidung zur Schließung seiner Xbox Entertainment Studios hat Microsoft heftige Kritik der US-Werbebranche eingebracht. Erst vor wenigen Monaten hatte der Konzern noch auf aufwendigen Media-Veranstaltungen die Vorzüge seiner eigenen, exklusiven Contentproduktion angepriesen, viele Agenturen hatten bereits ihre Budgetpläne daraufhin ausgerichtet. (Wall Street Journal)

Ärger II: Michelle Phan, einer der weltweit größten Youtube-Stars, droht in den USA ein Gerichtsverfahren wegen fortgesetzter Lizenzrechtsverstöße. Darauf zumindest lautet die Klage des Dance-Musik-Labels “Ultra Records”, das die Beauty-Vloggerin beschuldigt, häufig unerlaubt Musik seiner Künstler für ihre Videoproduktionen zu verwenden. Phans Management hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. (Tubefilter)

Reichweite: Das “Deutsche Anleger Fernsehen” ist ab sofort über eine eigene SmartTV-App unter anderem auf Geräten von Philips, Technisat, Sharp und Medion verfügbar. Wichtiger Bestandteil der App ist die umfangreiche Mediathek des Senders mit mehr als 50.000 Videobeiträgen. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: Karin Hollerbach-Zenz, die Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) verteidigt im Interview mit DWDL.de ihre Messmethoden zur Erhebung der TV-Quoten. Kleinere Sender mit Marktanteilen von unter 0,5 Prozent würden damit ebenfalls korrekt abgebildet, auch neue, digitale Empfangsplattfromen würden von der AGF immer besser erfasst.

Netflix’ Chancen in Europa, Medienwächter kritisieren SmartTVs

Netflix DeutschlandAnalyse: Netflix könnte bis Ende des Jahres 2015 etwa 5 Prozent aller TV-Haushalte, rund 4 Millionen, in seinen sechs zukünftigen Angebotsländern in Europa erreichen. Zu diesem Schluss kommt der bekannte TV-Branchenanalyst Colin Dixon. Deutschland sei unter diesen Ländern der weitaus schwierigste, weil preissensibelste Markt, so Dixon weiter. Hier könne Netflix mit einem aggressiven Preismodell, das monatlich zwischen 5 und 12 Euro liegen dürfte, rund drei Prozent Marktabdeckung bei 2016 erzielen. Insgesamt erwartet Dixon für Netflix durch das Europa-Engagement eine kurzfristige Umsatz-Steigerung von rund 10 Prozent(nscreenmedia)

Protest: Fernsehen muss anonym bleiben. Diese Forderung stellt die “Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW” auf, die in einem neuen Bericht die, allerdings schon bekannte, Datensammelei durch SmartTVs massiv beklagt. Im Zentrum der Kritik der Medienwächter stehen dabei vor allem die interaktiven “Red Button”-Funktionen, mit denen viele Sender und Gerätehersteller Nutzungsdaten der Zuschauer registrieren. (New Business)

Angebot: Amazon setzt die Reihe seiner ungewöhnlichen Werbemaßnahmen für seine neue Video-Streamingbox “FireTV” fort. Nachdem vor einigen Wochen bereits Amazons Videochef Bill Carr höchstpersönlich in einem Kundenbrief die Vorzüge des neuen Systems anpries, bietet das Unternehmen (vorerst nur in den USA) ausgewählten Kunden einen kostenlosen, 30-tägigen Test von “FireTV” an, einschließlich Gratis-Versand und Freischaltung aller möglichen VoD-Angebote. (Mashable)

Rekord: Selbst aus der langweiligsten Radio-Rotation-List ist der Song mittlerweile verschwunden, aber auf Youtube feiert “Gangnam Style” weiter Erfolge. Das Video des koreanischen Rappers “Psy”, bereits jetzt mit Abstand der erfolgreichste Webvideoclip womöglich aller Zeiten, kratzt mit 1997140150 Aufrufen an der Zwei-Milliarden-Marke. (Recode, mit Originalvideo natürlich)

Interaktiv: Mehr als 16.000 User haben beim so genannten “Suddenlife”-Spiel “Tatort: Dein Auftrag” von Radio Bremen mitgespielt, teilte der Sender mit. Die Webseiten des Online-Detektivrätsels rund um den Tatort “Alle meine Jungs” wurden über 1,7 Millionen Mal abgerufen. (kress.de)

Interaktiv II: Die Quoten der ARD-Rätselshow “Quizduell” gingen zwar seit dem Start vor zwei Wochen kontinuierlich zurück, im Netz allerdings ist das Spiel mit der gleichnamigen App durchaus erfolgreich: 2,6 Millionen Antworten von “Quizduell”-Usern gingen während der Freitagsausgabe der Show ein. Das waren im Schnitt etwa 150 000 Antworten pro Frage, teilte der NDR mit. (Digitalfernsehen.de)

Angepasst: Die ARD hat ihre Mediathek nun auch “responsive”, d.h. sich flexibel an jedes Endgerät anpassend, programmiert. Neben der Designumstellung wurden auch inhaltliche Änderungen vollzogen. Sendungen, die vor allem ein junges / internetaffines Publikum ansprechen, werden im Angebot nun deutlicher präsentiert. (DWDL.de)

Abschwung: Trotz neuer Technologien wie SmartTV oder 3-D setzt sich die Verkaufskrise bei TV-Geräten weiter fort. Im vergangenen Jahr wurden mit rund acht Millionen Fernsehern in Deutschland rund 17 Prozent weniger als 2011 verkauft, belegt eine neue Studie von Deloitte. Bis 2018 werde der Markt um insgesamt weitere 25 Prozent schrumpfen. (Digitalfernsehen.de)

Deutsche TV-Branche kritisiert “Wettbewerbsvorteile” für Netflix

Der geplante Markteintritt von Netflix in Deutschland sorgt für Diskussionen

Der geplante Markteintritt von Netflix in Deutschland sorgt für Diskussionen

Debatte: Die deutsche TV-Branche hat sich überwiegend kritisch anlässlich des geplanten Deutschland-Starts von Netflix geäußert. Auf dem Medienforum NRW wiederholten unter anderem Vertreter von WDR und RTL ihren Vorwurf an das Kartellamt, die geplanten VoD-Plattformen von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern nicht genehmigt zu haben. Damit fehle gegenüber der Konkurrenz aus Übersee ein gleichwertiges Angebot. Die Politik müsse deshalb ein “Korrektiv” im Kartellrecht schaffen, um Kooperationen bei Video-Plattformen zu erleichtern, forderte etwa WDR-Mediagroup-Geschäftsführer Loeb. Die Wettbewerbslage schade dem Medienstandort Deutschland, sagte auch Robert Amlung, der Beauftragte für digitale Strategien beim ZDF: “Aus Nutzersicht ist es wahrscheinlich am Schluss relativ egal, wenn die großen Player aus den USA einen guten Job machen.” Aber dass einfach “ein Teil des Kuchens über den Teich” wandere und nicht in Deutschland bleibe, könne “eigentlich nicht im Interesse des Medienstandorts” sein. (DWDL.de) (Hamburger Abendblatt)

Innovation: Eine speziell für Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook zugeschnittene Videoplayertechnologie bietet das kalifornische Startup Epoxy an. Durch eine eigene App können Youtube-Produzenten die Share- und Kommentarfunktionen ihrer Videos auf anderen Plattformen wesentlich individueller gestalten und auch den Vertrieb über Social-Media-Dienste besser steuern. (Tubefilter)

Nominiert: Mit dem Interviewformat “Jung und naiv” von Tilo Jung und den Youtube-News von LeFloid sind in diesem Jahr unter anderem auch zwei populäre Webvideo-Angebote für den renommierten Grimme Online Award nominiert worden. (SPIEGEL Online)

Strategie: Verizon hat erstmals nach der Übernahme von OnCue über seine Pläne für die von Intel gekaufte Videotechnologie gesprochen. Verizon-Vorstandschef Lowell McAdam sagte vor Investoren in Boston, man plane mit OnCue kein weiteres lineares TV-Angebot, sondern eine vollkommen neue, cloudbasierte VoD-Plattform, “ähnlich einer Jukebox“, für unterschiedlichste Videocontent-Typen, darunter auch Webclips. (Home Media Magazine)

Zuversichtlich: Rechtzeitig zum heutigen “TV-Wirkungstag” hat der Privatsenderverband VPRT gute Zahlen zu bieten: Mit rund 4,2 Milliarden Euro Nettoumsatz bleibe das Fernsehen hierzulande das stärkste Werbemedium, für das laufende Jahr erwarte man einen nochmaligen Zugewinn an Marktanteilen gegenüber anderen Werbeträgern. (kress.de)

Erleichterung: Nach einer wochenlangen Pannenserie hat die “Quizduell”-App zur gleichnamigen Rätselshow der ARD mit Jörg Pilawa gestern Abend zum ersten Mal ohne Störungen funktioniert. Die FAZ fand die Sendung trotzdem nicht begeisternd.

Sehtipp: Das ist, positiv ausgedrückt, Webvideo pur. Aber ansonsten hat SPIEGEL Online mit der, nun ja, sehr reduziert produzierten, WM-Videokolumne von Harald Stenger, dem ehemaligen Pressesprecher der deutschen Fußballnationalmannschaft, noch nicht Weltmeisterform erreicht. Aber es gibt ja noch ein paar Trainingslager.

Sehtipp II: An Jan Böhmermann scheiden sich traditionell die Geister. Die Einen halten ihn für die größte Hoffnung des deutschen Fernsehens, die Anderen monieren, dass er nun schon seit Jahren nicht mehr als die größte Hoffnung des deutschen Fernsehens ist. Aber wie er in der lustigen “Disslike”-Show auf Youtube souverän Hass-Postings und -Tweets von Internetusern über sich selber vorträgt, verdient durchaus Respekt. (via Meedia)

Wie teuer werden Netflix, Watchever und Co.?

Junge Netflix-User: Mehr Geld für bessere Streams?

Junge Netflix-User: Mehr Geld für bessere Streams?

Das Geschäft mit Videostreamingdiensten boomt weltweit. Anbieter wie Netflix oder Watchever sind die neuen Stars der Bewegtbildszene. Mit ihren verlockenden Flatrate-Angeboten, meist für unter 10 Euro im Monat, produzieren sie aber auch eine gewaltige Datenmenge, die über das Netz transportiert werden muss. Schon jetzt stößt das System immer wieder an seine Grenzen, vor allem zur abendlichen Primetime lässt die Qualität der Streams oft zu wünschen übrig. Wer aber soll für bessere Übertragungen zahlen? Die Anbieter, also letztendlich ihre Kunden? Oder die Provider, die für die “Transportleitungen” zuständig sind?

Darüber ist in den USA eine große Debatte ausgebrochen, seit Netflix-Chef Reed Hastings in einem Blogbeitrag auf der Firmenseite vor wenigen Tagen die Einhaltung einer “starken Netzneutralität” forderte, damit Kabelnetzbetreiber wie Comcast oder AT&T die Vorlieben ihrer Kunden nicht “einschränken, beeinflussen oder sich auf andere Weise darin einmischen”. Netzneutralität sei vor allem dadurch definiert, dass der Traffic eines jeden Anbieters gleichbehandelt und bestimmte Inhalte nicht bevorzugt durchgeleitet werden. Für Streamingportale wie Netflix bedeute das laut Hastings, dass die Provider ihren Kunden einen bestimmten Datendurchsatz in jedem Fall garantieren müssen, ganz gleich, von welchem Diensteanbieter die Daten angefordert werden.

Der Hintergrund zu der Aktion war allerdings diffus: Denn Netflix hatte erst vor wenigen Wochen mit dem US-Kabel- und Internetriesen Comcast eine engere Zusammenarbeit vereinbart, um eine reibungslosere Filmübertragung zu erreichen. Die beiden Unternehmen teilten mit, sie hätten eine “direktere Verbindung” zwischen ihren Technologien eingerichtet. Ob und was Netflix dafür zahlt, blieb allerdings im Dunkeln. Ungeachtet dessen nahm Hastings nun die übrigen Streamingunternehmen mit seinem Blogpost in die Pflicht.

Die angemahnten Provider winken jedoch kühl ab: Für die Qualität seines Geschäftsmodells, also auch der Qualität seiner Videostreams, sei Netflix ganz allein verantwortlich, antwortete AT&T-Vorstandsmitglied Jim Cicconi lässig. Prognose: Diese Diskussion wird uns – auch in Europa – in den nächsten Monaten noch massiv verfolgen – und möglicherweise auch Auswirkungen auf die Preisstrategien der Streamingdienste haben.

OneTV-News: Wer zahlt für die schöne neue Videostream-Welt?

Junge Netflix-User: Mehr Geld für bessere Streams?

Junge Netflix-User: Mehr Geld für bessere Streams?

Das Geschäft mit Videostreamingdiensten boomt weltweit. Anbieter wie Netflix oder Watchever sind die neuen Stars der Bewegtbildszene. Mit ihren verlockenden Flatrate-Angeboten, meist für unter 10 Euro im Monat, produzieren sie aber auch eine gewaltige Datenmenge, die über das Netz transportiert werden muss. Schon jetzt stößt das System immer wieder an seine Grenzen, vor allem zur abendlichen Primetime lässt die Qualität der Streams oft zu wünschen übrig. Wer aber soll für bessere Übertragungen zahlen? Die Anbieter, also letztendlich ihre Kunden? Oder die Provider, die für die “Transportleitungen” zuständig sind?
Darüber ist in den USA eine große Debatte ausgebrochen, seit Netflix-Chef Reed Hastings in einem Blogbeitrag auf der Firmenseite vor wenigen Tagen die Einhaltung einer “starken Netzneutralität” forderte, damit Kabelnetzbetreiber wie Comcast oder AT&T die Vorlieben ihrer Kunden nicht “einschränken, beeinflussen oder sich auf andere Weise darin einmischen”. Netzneutralität sei vor allem dadurch definiert, dass der Traffic eines jeden Anbieters gleichbehandelt und bestimmte Inhalte nicht bevorzugt durchgeleitet werden. Für Streamingportale wie Netflix bedeute das laut Hastings, dass die Provider ihren Kunden einen bestimmten Datendurchsatz in jedem Fall garantieren müssen, ganz gleich, von welchem Diensteanbieter die Daten angefordert werden.
Die angemahnten Provider winken jedoch kühl ab: Für die Qualität seines Geschäftsmodells, also auch der Qualität seiner Videostreams, sei Netflix ganz allein verantwortlich, antwortete AT&T-Vorstandsmitglied Jim Cicconi lässig. Prognose: Diese Diskussion wird uns – auch in Europa – in den nächsten Monaten noch massiv verfolgen – und möglicherweise auch Auswirkungen auf die Preisstrategien der Streamingdienste haben. (Variety) (Recode) (Golem.de)

LG hat sein WebOS für TV-Geräte nun auch offiziell in Europa gestartet. Das System bietet neben den üblichen SmartTV-Features eine ganze Anzahl interaktiver Möglichkeiten, zum Beispiel ein personalisiertes Startmenu oder Filmempfehlungen anderer LG-Benutzer. (The Telegraph)

Die Senkung des Rundfunkbeitrags um 48 Cent könnte sich verzögern. Nach einem “Focus”-Bericht wird die Senkung voraussichtlich erst zum 01. April 2015 in Kraft treten. Ursprünglich war geplant, den Rundfunkbeitrag bereits zu Jahresbeginn zu senken. (DWDL.de)

Eine der Pionierfirmen des Webvideos macht Schluss: Qik, einer der ersten Anbieter von Livevideo-Streams über das Smartphone, wird von der Mutterfirma Skype dichtgemacht. Skype hatte die Mehrheit bei Qik 2011 für geschätzte 100 Million Dollar übernommen und große Teile der Technologie in sein eigenes Angebot transferiert. (Techcrunch)

Machinima lässt Youtube-User über sein nächstes Programm entscheiden. Das bekannte Multichannel Network befragt in einer groß angelegten Aktion die Zuschauer über ihre Meinung zur Pilotfolge der neuen, geplanten Machinima-Webvideo-Serie “Enormous”, einer Scienceficton-Comic-Geschichte. Erst bei positiver Resonanz auf den Test würde die Serie überhaupt in Auftrag gegeben werden. (Hollywood Reporter)

Die Zählung von Videoabrufen im Netz ist nach wie vor eine höchst komplizierte Angelegenheit, bei der es häufig zu Fehlern kommt. Ein besonders krasser Fall beschäftigt jetzt die US-Onlinevideoszene: Dort hatte ein Vergleich zwischen den beiden gängigen Systemen Nielsen und Comscore teilweise Unterschiede bei den Abrufzahlen von bis zu 300 Prozent an den Tag gebracht. (Media Post)

Sehtipp: Vine meets Youtube. Vier Stars des Ultrakurzvideo-Dienstes von Twitter haben einen eigenen Kanal auf Youtube gestartet. Auf, Achtung, “Super Happy Fun Time, Yay!”, kurz “SHFTY” genannt, albern die populären Vine-Produzenten Brittany Furlan, KC James, Klarity und Brandon Calvillo ganz in Stil ihrer Shortvideos herum – mitunter sogar etwas länger als sechs Sekunden. Durchaus amüsant. (Tubefilter)

Lesetipp: Tom Limongello, Produktchef der New Yorker Onlinewerbeagentur “Crisp Media”, analysiert für Techcrunch in einem sehr ausführlichen, klugen Stück die Zukunftsaussichten von mobilen Bewegtbildangeboten, vor allem neuen Produkten wie “Endless TV”, die klassisches TV auf Smartphones und Tablets bringen.

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OneTV-News: Disney startet digitale Offensive

Neue iOS-App:"Disney Movies Everywhere": Das Geschäft selber machen

Neue iOS-App:”Disney Movies Everywhere”: Das Geschäft selber machen

Noch ein Konkurrent mehr auf dem boomenden Video-on-demand-Markt – und was für einer: Disney hat gestern Abend (vorerst nur in den USA) sein neues Angebot “Disney Movies Everywhere” gestartet, einen mit Apples iTunes-Shop verbundenen Streaming-Service, der eine große Auswahl von Disney-Spielfilmen, einschließlich Pixar- und Marvel-Produktionen, präsentiert. Das Angebot ist auch über eine App auf iPads und iPhones abzurufen, eine Android-Variante sei in Vorbereitung, wie der Konzern verkündete. Disneys VoD-Service ist der bislang konsequenteste Versuch einer Filmfirma, die digitale Distribution der eigenen Inhalte selbst in die Hand zu nehmen. Es dürfte nicht der letzte sein. (Tubefilter) (Videonuze, mit erstem Praxistest)

Nach dem umstrittenen Deal mit Comcast über eine Premium-Breitband-Auslieferung seiner Signale, verhandelt Netflix nun auch über den gleichen Service mit dem Telekommunikationskonzern AT&T. (Reuters)

In den USA weitet sich der Streit um Aereo aus. Der WebTV-Service, der die Signale vieler amerikanischen TV-Networks per Antenne “abgreift” und gratis im Netz anbietet, stehle in einem riesigen Umfang wertvolle Inhalte und müsse sofort gestoppt werden, fassen betroffene Sender wie ABC, CBS, NBC und Fox jetzt in einer wütenden Anklageschrift für den Obersten Gerichtshof zusammen. (Broadcasting & Cable)

Der vor einem halben Jahr gestartete “Social-TV-Sender” Joiz startet diverse neue Formate, unter anderem eine Show, in der Kandidaten von zuhause aus per Webcam und Hangout-Übertragung Aufgaben lösen müssen. (dwdl.de)

Der Dokumentationsfilm “The Square”, der die Ereignisse der ägyptischen Revolution 2011 nachzeichnet, kann nun auch in Ägypten gesehen werden – dank Youtube. Die Videoplattform veröffentlichte exklusiv für ägyptische Youtube-User das Werk des Regisseurs Jehane Noujaimis, das in dem arabischen Land bisher nicht öffentlich gezeigt werden konnte. Für einen ähnlichen Vorgang war Youtube bereits vor ein paar Jahren mit einer Sperre durch die ägyptischen Zensurbehörde belegt worden. (Tubefilter)

Wer es in diesen Jahr nicht nach Karlsruhe geschafft hat: Unter dem eher unprosaischen Titel “Glotze wird Auslaufmodell” fasst die W&V alle wichtigen Aussagen des Bewegtbildkongresses “TVKomm” zusammen. (W&V)

Lesetipp: Vorhersagen über die Zukunft des Fernsehens gibt es mittlerweile ja an jeder Ecke – aber diese hier von Zach Weiner, dem CEO der Strategieberatungsagentur “Emerging Insider Communications”, lohnen auf jeden Fall nochmal einen Blick. (iMedia Connection)

Video des Tages: Mit einem frechen Clip, der Mini-Drohnen bei der Auslieferung von DVDs zeigt, veralbert Netflix seinen VoD-Konkurrenten Amazon. Der hatte vor einigen Wochen die, durchaus ernst gemeinte, Vision gezeigt, Waren per Drohnen auszuliefern. (New York Times)

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Wie geht’s weiter… Herr Schulz?

Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz: Keine Angst vor Netflix

Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz: Keine Angst vor Netflix

Watchever ist der Überflieger im deutschen Video-on-Demand-Geschäft. Ein Jahr nach seinem Start hat das Tochterunternehmen des französischen Telco-Riesen Vivendi dank massiver Werbung, eines aggressiven Preismodells und einiger bemerkenswerter Kooperationen (unter anderem mit AppleTV) zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung einen Spitzenplatz im NewTV-Genre eingenommen. Konkrete Umsatz- und Kundenzahlen nennt Watchever zwar (noch) nicht, aber dem Vernehmen nach laufen die Geschäfte gut. Und nun? – Watchever-Geschäftsführer Stefan Schulz eröffnet die Premiere unseres neuen Fragebogen-Formats “Wie geht’s weiter..?”

 

 
Wie geht es weiter…mit Watchever, Herr Schulz?
Genauso wie es im ersten Jahr angefangen hat: Es hat sich herausgestellt, dass die Deutschen durchaus bereit sind, für einen Videodienst im Internet zu bezahlen. Unser Modell ist massenkompatibel, man kann monatlich kündigen und wir verfolgen eine sehr offensive Preispolitik. Watchever hält Inhalte parat, die für die gesamte Familie von Relevanz sind und nicht nur auf eine einzelne Zielgruppe abzielen. Unser Team hat wiederholt innerhalb kürzester Zeit nach Kinostart bereits echte Filmperlen für das Portfolio verhandelt. Darunter fallen internationale wie deutsche Arthouse-, Kinder- und Dokumentationsfilme wie Hannah Arendt, Sightseers, Pussy Riot – A Prunk Prayer, Sushi in Suhl, aber auch Breaking Bad zwei Tage nach US-Start. Einige dieser Filme sind bereits ein knappes halbes Jahr und damit vor Jahresfrist nach Kinostart mit Watchever auf Smart-TVs, Tablet, PC oder Smartphones verfügbar.
 
Wenn Netflix kommt, dann…
…ist ein zweiter Player auf dem deutschen Markt, der einen tollen Service im SVoD (“Subscription video on demand”)-Markt anbietet. Das wird den gleichen Effekt haben, den wir nach unserem Markteintritt gesehen haben: Der SVoD Markt wird der Wachstumstreiber am digitalen Leihmarkt werden. Es geht gar nicht um Netflix gegen Watchever, sondern um den Anteil der täglichen Mediennutzung von SVoD gegenüber dem Free-TV. Wir hatten im vergangenen Jahr weit über 25 Millionen Nutzungsstunden – mit stark steigender Tendenz. Der deutsche Videomarkt darf sich über ein Rekordjahr freuen. Und dieser Markt wird weiter wachsen. Filmrechte werden immer zeitbeschränkt und lokal zwischen Free-TV und Pay-TV bzw. SVOD vergeben. Einen digitalen Anbieter, der alle Inhalte zeitgleich anbieten darf, wie es das im Musikbereich mit “Spotify” gibt, wird es bei Filmen und Serien nie geben.
 

Unsere erste eigene deutschsprachige Serie startet… (Und heißt…) 

Von mir aus könnte unsere erste eigene Serie schon morgen starten! Aber noch müssen wir uns etwas gedulden, wir partnern bei unserer Serie mit einem namhaften deutschen Produzenten und reden mit Schauspielern. Namen verrate ich jetzt noch nicht und gute Produktionen haben eine lange Vorlaufzeit.

 
Unseren monatlichen Flatrate-Preis von 8,99 Euro wird es…
…weiterhin geben. Wer bei Watchever ein Abonnement abschließt, kann für eine monatliche Pauschale so viele Serien und Filme aus dem Angebot auf dem heimischen Computer, Smartphone oder Tablet anschauen, wie er will. Und das zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Es gibt wirklich gute Filme und Serien bei uns. Und wir sind immer auf der Jagd nach neuen tollen Inhalten.
 
"Watchever"-Serie "Breaking Bad":  "Alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten"

“Watchever”-Serie “Breaking Bad”: “Alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten”

Das lineare Fernsehen wird es…
…geben, so lange es Sportevents, Live-Events und Nachrichten gibt, das sieht man an TV-Events wie aktuell den Olympischen Spielen. Es wird auch immer wieder Formate geben, die gut im linearen TV funktionieren. Jedoch: Das Medienutzungsverhalten ändert sich, denn ob Fernseher, Tablet oder PC, alle Player rangeln sich täglich um die gleiche Zahl an Sehminuten. Mit SVoD vergrößern wir die gesamte Nutzungsdauer, erstens weil Nutzer nun außerhalb der Prime-Time qualitativ hochwertige Filme sehen; und zweitens können Haushaltsmitglieder parallel bei Watchever unterschiedliche Inhalte ansehen. Im ersten Jahr haben wir gesehen, dass SVoD in Deutschland funktioniert. Jetzt folgt der nächste große Schritt, also mit anderen Worten wir wollen weiter wachsen.
 
Dass einige hierzulande “PayTV” immer noch naserümpfend aussprechen…
…erklärt sich ganz einfach: Im Gegensatz zu anderen Märkten gibt es in Deutschland über die privaten Fernsehsender traditionell ein grosses Umsonst-Angebot an Inhalten. Man braucht kein Kabelfernsehen, um Inhalte zu sehen. In den USA, England  oder auch Frankreich gehen ohne Pay-TV viele Inhalte an einem vorbei. Und wir sprechen dann für den einzelnen Haushalt von ganz anderen Kosten.

Wir brauchen mehr Mut…

 
Ich wünsche mir von der deutschen TV-Branche…
…mehr Mut und Investitionen in hervorragende TV-Formate. Nachwuchsförderung auf allen Ebenen gehört dazu. Es gibt keinen einzigen Grund, warum wir hier nicht vor Ort Inhalte produzieren sollen, die sich – abseits vom Tatort – weltweit verkaufen und überall gesehen werden. Wir müssen unsere Geschichtenerzähler entdecken und fördern.
 
Youtube ist deshalb kein ernstzunehmender Konkurrent weil…
…wir einfach unterschiedliche Dinge machen. Video ist nicht gleich Video. Natürlich wird YouTube immer ein großer Bewegtbildlieferant sein und eine große Zahl des Video-Traffics kommt von YouTube, aber momentan ist das YouTube-Angebot für echte Film- und Serienliebhaber bescheiden. Gleichwohl haben Anbieter wie Google auch eine große Marktmacht und das finanzielle Polster, um Vertragsverhandlungen mit Studios und Produktionshäusern auf globaler Ebene umzusetzen. Guter Content ist das teuerste Gut. Von Beginn an haben wir uns bei Watchever auf die Fahne geschrieben, dass wir den besten Content zum fairsten Preis anzubieten. Darunter fallen auch exklusive Inhalte, wie “The Returned” oder “Braquo”, die von Canal+, unserer Vivendi-Schwester kommen.
 
In 20 Jahren wird Bewegtbild
…uns beschäftigen wie heute, denn es ist die emotionalste Form der Unterhaltung, die unsere Fantasie und Vorstellungskraft gefangen nimmt, Spannung und Mitfiebern erzeugt. Bewegtbild werden wir anders konsumieren – über OTT werden Serien und Filme auf alle Geräten werden immer und überall verfügbar sein und mit neuen Generationen von Datenbrillen werden wir die Möglichkeit haben, uns auch zuhause und sogar in beengten Reisesituationen zu fühlen wie im Kino.