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Millionen für “Wochit”, Kritik an “Krautreporter”

"Wochit"-Videoclipangebot: Vollautomatische Videoproduktion per Software

“Wochit”-Videoclipangebot: Vollautomatische Videoproduktion per Software

Anschub: Das israelisch-amerikanische US-Startup “Wochit”, das mit seiner selbst entwickelten Software die einfache, beinahe vollautomatische Produktion von Videoclips ermöglicht, und derzeit als eines der begehrtesten jungen Unternehmen der Webvideoszene gilt, hat in einer zweiten Finanzierungsrunde weitere elf Millionen Dollar eingesammelt. Die Wochit-Technologie basiert auf einem Keyword-Erkennungssystem, das aus vorliegenden Newstexten die wichtigsten Begriffe herausfiltert und daraus einen kurzen Videobeitrag bastelt, über den dann nur noch ein Sprechertext gelegt werden muss. Zu den Wochit-Kunden gehören bereits unter anderem Yahoo, Forbes und die Chicago Tribune. (Techchrunch)

Enttäuschung: Markus Hündgen, Geschäftsführer der “European Webvideo Academy” und als “Videopunk” einer der führenden Köpfe der jungen deutschen Bewegtbildbranche, hat sich kritisch zum Konzept des geplanten “Krautreporter”-Onlinemagazins geäußert. In einem Facebook-Eintrag bemängelt Hündgen, dass bei dem durch prominente Vertreter der Webszene ins Leben gerufenen Journalismusprojekt der für ihn “unverzichtbare” Videoanteil viel zu kurz komme: “Schnöde Video-Interviews wären für mich (…) kein Grund, mein Geld zu geben”, so Hündgen. Er sei aber “andersherum sogar gern bereit, deutlich mehr für innovativen Video-Journalismus zu zahlen”, als die vom Crowdfunding-Projekt aufgerufenen 60 Euro pro Jahr.

Kampagne: Die im Netz vorherrschende Gratis-Mentalität, die sich wenig um Lizenzrechte und Copyright-Verstöße schert, bringt nicht nur den Qualitätsjournalismus, sondern auch die Pornofilmindustrie in große Schwierigkeiten. Als Reaktion darauf, dass immer mehr ihrer Produktionen kopiert und auf zahllosen Websites gratis zur Verfügung gestellt werden, hat die Branche in den USA nun eine Kampagne unter dem Slogan “Porn is worth paying for it” ins Leben gerufen. (Basic Thinking)

Sponsoren: Das auf das Management und Lizensierung von User-generated Content spezialisierte US-Medienunternehmen “Junkin Media” hat in seiner ersten Finanzierungsrunde eine Million Dollar von Investoren gesammelt, darunter den Maker Studios, aber auch unter anderem von Bertelsmann. (Tubefilter)

Serie: Auch die zweite Folge des ARD-“Quizduells” geriet zur Pannensendung. Wieder konnten die Zuschauer bei der Show mit Jörg Pilawa nicht wie geplant via Smartphone-App mitspielen. Nach einem vermeintlichen Hackerangriff sind die technischen Probleme noch immer nicht gelöst, so die ARD, die aber weiter fest an das Format glaubt. (Süddeutsche.de)

Report: Zuschauerschwund? Werbeeinbußen? Alles Unsinn – sagt zumindest der aktuelle Nielsen-US-Report über die Nutzung von “klassischem” Fernsehen. Danach habe weder die Sehdauer von Zuschauern auf linearen Programmen abgenommen (knapp 56 Stunden pro Monat), noch sei ein Rückgang bei Werbebuchungen (78 Milliarden Dollar 2013) zu verzeichnen gewesen. Zusätzlich habe aber der Konsum anderer Bewegtbildangebote (mobil und on demand) auch noch zugenommen. (Media Post)

Showtime: Das ZDF sucht nach wie vor nach einem neuen Konzept für den nach dem Aus von “Wetten, dass..?” freiwerdenden Sendeplatz. Das erklärte Thorsten Haas, Vizechef und Leiter der strategischen Entwicklung beim ZDF auf einer Branchenveranstaltung. Für die “mindestens 150 Minuten lange” Show, die an etwa sechs Samstagabenden des Jahres laufen und ein möglichst breites Familienpublikum ansprechen solle, stünde zwar nicht mehr wie ehemals zwei Millionen Euro pro Folge zur Verfügung, aber “wir haben auf jeden Fall ein ausreichendes Budget”, so Haas.

Verdient: Die taz würdigt mit einem “Redaktionsbesuch” zurecht die Arbeit des Online-Portals “Serienjunkies”, das hierzulande zur ersten Info-Adresse für Fans von TV-Serien, vor allem aus den USA, geworden ist. (Taz.de)

Lesetipp: AppleTV? Amazon FireTV? Chromecast? Wer sich schwer tut mit der Entscheidung, welches Streaming-Device denn nun tatsächlich das beste für ihn ist, bekommt Hilfe von Tech-Godfather himself: Walter Mossberg hat für sein Onlineportal “re/code” die Vor- und Nachteile der gängigsten TV-Gadgets zusammengestellt.

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Ist das nun schlicht “zeitgemäße Arbeitserleichterung”, oder ein “Meilenstand in der Sozialisierung der Videoproduktion” – oder doch eher ein weiterer “Spatenstich für das Grab des Journalismus”? So unterschiedlich sind die Meinungen über den Service des israelischen Startups Wochit, der derzeit in den USA für immer mehr Aufsehen sorgt. Read More »