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Neue Studie über käufliche “Let’s Player”

EA-Game "Battlefield 3": Produktions-"Beihilfen" nicht gekennzeichnet

EA-Game “Battlefield 3″: Produktions-“Beihilfen” nicht gekennzeichnet

Unsauber: Über ein Viertel aller größeren US-amerikanischen “Let’s Play”-Videoproduzenten lässt sich von den Herstellern der Games dafür bezahlen. Vor allem für Spieletests auf den großen Videoplattformen wie Youtube fließt regelmäßig Geld aus den Marketingabteilungen der Game-Industrie, oft als “Produktionsbeihilfen” ausgewiesen. Das belegt eine neue Untersuchung des Fachportals Gamasutra. Bereits vor einigen Monaten hatten Berichte über bestellte Spielrezensionen in der Gamer-Szene für einiges Aufsehen gesorgt. Auch große Firme wie Microsoft und EA waren in dieses “Stealth Marketing” involviert. Doch nach wie vor werden gekaufte oder “unterstützte” Let’s-Play-Videos nicht oder nur mangelhaft gekennzeichnet. (Tubefilter)

Prognose: Bis 2019 wird laut einer aktuellen Goldmedia-Studie der Gesamtumsatz im deutschen Video-on-Demand-Markt auf rund 750 Millionen Euro steigen. Dabei werde das Abonnement-Modell “Subscription-VoD” (wie bei Watchever, Maxdome oder Amazon z.B.) mit einem jährlichen Wachstum von etwa 50 Prozent am stärksten zulegen. Schon heute nutze bereits ein Fünftel aller deutschen WebUser VoD-Angebote. (Digitalfernsehen.de)

Mangelhaft: Eine neue Runde im mittlerweile beinahe skurrilen Streit zwischen Netflix und Verizon über die Schuld an mangelhaften Übertragungsqualitäten ist eröffnet. In dem jetzt von Netflix veröffentlichten Report über die Leistungsfähigkeit seiner Provider belegt Verizon mit Abstand den letzten Platz. Wir erinnern uns: bereits vor Monaten hatten die beiden Unternehmen eine exklusive Kooperation zur Verbesserung der Streamingperformance vereinbart. (Mashable)

Premiere: Mit einem aufwändig inszenierten Konzert des US-Folkpunkers Dave Matthews aus Jacksonville hat Yahoo in der vergangenen Nacht seine neue Reihe von Live-Musikevents gestartet. In Kooperation mit dem Konzertveranstalter “Live Nation” will Yahoo nun beinahe täglich ein Pop- oder Rock-Bühnenevent präsentieren. (Mediabiz)

Erforscht: Die Akzeptanz von mobiler Videowerbung steigt rapide an, und ist in seiner Wirkung mittlerweile sogar klassischen TV-Kampagnen teilweise überlegen. Das zumindest behauptet eine neue Nutzerstudie aus den USA. Einer der Gründe dafür seien die inhaltlichen und technischen Anpassungen, die bereits für viele mobile Spots in der Produktion vorgenommen werden. Allerdings würden Media- und Werbeagenturen immer noch zu häufig einfach Werbevideos aus dem klassischen TV ins Web übernehmen. (Adweek)

Brachial: Mit einem Youtube-Clip, in dem ein filigranes, mit einer brasilianischen Fahne geschmücktes, Cocktailglas von einem massiven deutschen Bierhumpen zerschmettert wird, hat der ARD-Radiosender “Bayern 3″ einen weltweiten Viralhit gelandet. Der, nun ja, eher simpel gestrickte Sieben-Sekunden-Spot wurde übrigens auf der Herrentoilette des Senders gedreht. (wuv.de)

Fehlerhaft: Ralf Wiegang weist in der Süddeutschen Zeitung darauf hin, dass bei der Rekordquote von 34,65 Millionen Zuschauern des WM-Finales zwischen Deutschland und Argentinien nur die Angaben der 5000 “klassischen” GfK-TV-Haushalte hochgerechnet wurden. Weder die immer populäreren Livestream-Angebote noch die deutschlandweiten Public Viewings seien in der Zählung enthalten.

Experiment: Über die gesamte kommende Fußballsaison wird ein Team von Sky Deutschland die Profifußballer von 1860 München, auf und vor allem auch abseits des Platzes, begleiten. Aus den Aufnahmen soll dann die vierteilige Dokumentation “57, 58, 59, Sechzig” entstehen. (DWDL.de)

Gerüchte um neues Youtube-Förderprogramm

youtube_neu_aufmacherAbsage: Youtube plant wohl doch keine Wiederauflage seiner “Originals”-Förderinitiative. Am Wochenende waren in den USA Gerüchte aufgekommen, nach denen die Videoplattform Investitionen von mehreren Millionen Dollar in die Schaffung neuer, sogenannter “Premium”-Inhalte beabsichtige. Nach Informationen von Tubefilter handelt es sich bei den bekanntgewordenen Gesprächen zwischen Youtube und einigen Webvideo-Produzenten nur um einen “normalen Gedankenaustausch” ohne finanziellen Hintergrund. Die Google-Tochter hatte das “Originals”-Programm, mit dem vor allem traditionelle TV-Sender und -Produzenten auf die Videoplattform gelockt werden sollten, im vergangenen Jahr nach eher mäßigem Erfolg eingestellt.

Weltmeisterlich: Mit 32,2 Millionen Tweets während des Endspiels Deutschland gegen Argentinien verzeichnete Twitter am Ende der Fußballweltmeisterschaft noch einmal einen Useransturm. Die Zahl der Final-Tweets blieb allerdings um 3,4 Millionen hinter dem Rekordwert des deutschen Halbfinales gegen Brasilien zurück. (Statista)

Strategie: Nach einer viel beachteten Startkampagne und positiven Userreaktionen ist es um den Internet-TV-Anbieter “Magine” hierzulande etwas ruhiger geworden. In einem Interview mit “Digital Insider” erläutert CEO Mattias Hjelmstedt nun, warum Deutschland die “Feuertaufe” für das Magine-Geschäftsmodell darstellt: Die regulatorischen Hürden seien hierzulande viel höher als in anderen europäischen Staaten, so Hjelmstedt. Schaffe man die, “so schafft man alle übrigen in Europa auch”. (Digitalfernsehen.de)

Ausgebaut: Seit der Öffnung der Entwicklerschnittstelle im Februar wurden bereits über 400 Apps für Googles “Chromecast” entwickelt oder angepasst. Noch für dieses Jahr rechnet Google mit mehreren tausend weiteren Angeboten auf dem HDMI-Stick. (Multichannel.com)

Etikett: Mit einer Namensänderung zu “Horizon Go” will Unitymedia Kabel BW sein mobiles Angebot bekannter machen. Bislang firmierte die App – wie auch die Settop-Box des Unternehmens – unter dem Titel “Horizon TV”. Parallel zum Namenswechsel kommt eine überarbeitete iOS-Version. (DWDL.de)

Hintergrund: Auch Webvideos über Wirtschaft können spannend und unterhaltsam sein, und damit auch zu viralen Erfolgen werden. Davon ist zumindest Paul Marcum überzeugt, der neue Chef von Bloombergs schon jetzt sehr umfangreichen Online-Videoangebot. Wichtig dabei sei vor allem, nicht versuchen zu wollen, das Fernsehen neu zu erfinden. (Adweek)

Lesetipp: “Allmachtsphantasien”, “Selbstherrlichkeit”, “schamloser Betrug” – Hans-Peter Siebenhaar lässt sich in seiner Medienkolumne für das Handelsblatt über die Affäre bei der ZDF-Show “Deutschlands Beste” scharf über das Zweite und vor allem dessen Programmdirektor Norbert Himmler aus. Der sei mit seiner “gottähnlichen” Attitüde nicht mehr tragfähig für die Sendeanstalt.

Mobile Video boomt weiter

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mobile Video boomt: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs Bewegtbild-Angebote

Mitgenommen: Der Boom für mobile Videonutzung bricht nicht ab, ganz im Gegenteil. Weltweit wurden im ersten Quartal des Jahres 21 Prozent aller Online-Videos auf Notebooks, Smartphones oder Tablets abgerufen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2013 lag dieser Anteil noch bei rund neun Prozent, 2012 bei gerade einmal 3,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der von Ooyala veröffentlichte “Global Video Index”. (Internetworld)

Verwirrung: Rudert Youtube im Streit mit den Indie-Musik-Labels zurück? Wie das Fachblog Digital Music News berichtet, sollen Videos der Künstler, die nicht am neuen Youtube-Streamingdienst “Music Pass” teilnehmen wollen (wir berichteten), doch nicht komplett von der Plattform verschwinden. Allerdings würde Youtube den betroffenen Künstlern nicht mehr erlauben, mit den Videos Werbeeinnahmen zu generieren, auch die vor Missbrauch schützende Lizenzrechteüberwachung würde laut Digital Music News in diesen Fällen deaktiviert.

Gesenkt: Apple hat den Preis für seine AppleTV-Box dauerhaft reduziert. Statt 109 Euro wird das Streamingbox in Europa nun regulär für 99 Euro verkauft (Amazon-Link). Experten sehen hinter diesem Schritt eine Reaktion auf die (nach wie vor) günstigeren Konkurrenzangebote wie Google Chromecast oder die Roku-Box. (Cnet)

Zitat des Tages: “Youtube wird schon in fünf Jahren das weltweit führende Medium sein, auf dem wir Bewegtbildinhalte konsumieren”, prognostiziert Jeffrey Katzenberg, Vorstandschef des Hollywood Major-Studios “DreamWorks”. (The Drum)

Umfrage: Die Mehrheit der deutschen TV-Zuschauer sieht in IP- oder WebTV-basierten Bewegtbildangeboten noch keine echte Alternative zu den klassischen TV-Verbreitungswegen Kabel und Satellit. Zwar seien vor allem die neuen mobilen Nutzungsmöglichkeiten interessant, allerdings würden die streng begrenzten Datenvolumen der deutschen Mobilanbieter den Gebrauch zu stark limitieren. (Digitalfernsehen.de)

Programmierung: ZDFneo spendiert dem letztjährigen Gewinner seines “TVLabs” einen ungewöhnlichen Sendeplatz. Das Wettstreit-Format “Tohuwabohu”, bei dem zwei Prominente um die Gunst einer Gruppe von Kindern wetteifern, wird ab dem 2. August jeweils samstags um 13 Uhr ausgesendet. (DWDL.de)

Sehtipp: Tutorials auf Youtube sind mittlerweile zu einer ganz eigenen Kunstform geworden, von Anleitungen, einen Apfel mit einer Bohrmaschine zu schälen bis zu Hinweisen, um seinen Namen zu tanzen, gibt es wohl keinen Ratschlag, den es auf Youtube nicht gibt. Der Dortmunder Hartware Medien Kunst Verein hat die 100 besten und unterhaltsamsten Video-Tutorials gekürt und zeigt sie in der Ausstellung “Jetzt helfe ich mir selbst” vom 5. Juli bis 31. August. (via WuV.de, mit Beispielvideos)

Lesetipp: Jan Riemens, Vorstandschef der mittlerweile fast weltweit agierenden WebTV-Agentur “Zoomin.TV” erläutert in einem ausführlichen Interview mit TheWrap die Gründe für das immens starke Wachstum seiner Firma und warum er in der Zukunft weniger auf die Partnerschaften mit Verlagen, sondern mehr auf Videoplattformen wie Daily Motion und Youtube setzt.

Youtubes Streit mit Adele und Radiohead eskaliert

Popstar Adele: Youtube droht mit Sperrung

Popstar Adele: Youtube droht mit Sperrung

Streit: Die Auseinandersetzungen zwischen Youtube und den Vertretern vieler kleiner Music-Labels eskalieren. Nun hat Youtube angekündigt, schon “innerhalb der nächsten Tage”, Videos von Künstlern zu sperren, die nicht mit dem neuen Streaming-Angebot “Youtube Music Pass” kooperieren wollen. Youtube will sein neues Pay-Angebot, nach monatelangen Verzögerungen, im Herbst starten, um Musikdiensten wie Spotify oder Pandora Konkurrenz zu machen und hat dafür auch unter anderem mit den drei großen Musikkonzernen Universal Music Group, Sony Music Entertainment und Warner Music Partnerschaften geschlossen. Doch etliche Labels, nach Schätzungen der Financial Times rund 10 Prozent der gesamten Musikindustrie, protestieren schon lange gegen das aus ihrer Sicht “erpresserische” Verhalten Youtubes und verweigern sich dem “viel zu niedrigen Angebot” für die Nutzung der Musikrechte. Betroffen von dem Streit, den die Indie-Labels unter anderem auch vor der EU-Kommission austragen wollen, sind Popkünstler wie Radiohead, The National oder auch Oscarpreisträgerin Adele.(The Guardian)

Neustart: Sky Deutschland hat sein mobiles Angebot “Sky Go” einem umfassenden optischen und inhaltlichen Relaunch unterzogen. Neben einer deutlich verbesserten Navigation wurden auch neue Angebote, vor allem im Sportbereich, integriert. Zudem ist nun auch das Programm der Sky-VoD-Services “Snap” in der App enthalten. (DWDL.de)

Geheimnisvoll: “Victorious”, ein sogenanntes “Stealthy Startup”, das Youtube-Stars dabei helfen will, außerhalb Googles Videoplattform (und ihrer Einnahmen-Sharing-Politik) zu Erfolg und Geld zu kommen, hat seinerseits anscheinend bereits guten Erfolg dabei, Geld einzusammeln. Nach einem Bericht von Recode hat das von vielen Gerüchten umwitterte Victorious, das tatsächlich derzeit noch “unter dem Radar” agiert, mittlerweile über 13 Millionen Dollar Kapital von diversen Geldgebern bekommen.

Aufgerüstet: Netflix ante portas, da peppt so mancher VoD-Service hierzulande sein Angebot noch einmal kräftig auf. So hat sich Amazon für seinen “Prime-Instant-Video”-Service nun die Streamingrechte an der von Starz Digital Media produzierten Monumentalserie “Spartacus” gesichert, und präsentiert sie ab sofort in Deutschland. (Variety)

Aufgerüstet II: Ab sofort können Nutzer des “Entertain”-Angebotes der Telekom auch das VoD-Programm von Maxdome abrufen. Maxdome ist der erste Drittanbieter, der von der Telekom in die Entertain-Plattform integriert wird. Bislang stand den Nutzern lediglich das hauseigene “Videoload” zur Verfügung. (Digitalfernsehen.de)

Newcomer: Neben Zattoo, Magine und diversen kleineren Anbietern ist in Deutschland noch Platz für einen weiteren IPTV-Service. Das zumindest ist die Meinung von “Takeeasy”, eines Schweizer Telekommunikationsanbieters, der jetzt eine Internet-TV-Plattform hierzulande gestartet hat. Das Angebot, das mit jedem DSL-Anschluss und einer eigens angebotenen Settop-Box nutzbar sein soll, enthält im Grundpaket 70 TV-Sender, ist in den ersten sechs Monaten kostenlos und dann für 14,95 Euro monatlich zu haben. (Digitalfernsehen.de)

Hondas millionenschwere Youtube-Pläne

Honda "Stage"-Projekt: "Wir wollen einen emotionalere Verbindung zu unseren Kunden"

Honda “Stage”-Projekt: “Wir wollen einen emotionalere Verbindung zu unseren Kunden”

Investment: Die Ankündigung des Automobilkonzerns Honda, einen eigenen Youtube-Musikkanal aufzubauen, sorgt in der WebTV-Szene für nachhaltige Diskussionen. Während einige Branchenkenner das millionenschwere Investment der Japaner eher skeptisch beurteilen, ist für viele Experten mit dem “Honda Stage”-Kanal, der neben Youtube auch auf Web-Netzwerken wie Vevo oder “Live Nation” angeboten werden soll, die nächste Entwicklungsstufe des Content-Marketing-Trends erreicht. Denn Honda, als Sponsor im Pop-Tour-Business schon lange tätig, möchte den Kanal mit einer neu gegründeten, eigenen Produktionsunit höchstselbst betreiben. Ebenso bemerkenswert: Der Aufbau wird ausschließlich aus Geldern finanziert, die aus nun gestoppten, klassischen TV-Kampagnen stammen. “Statt unsere Werbespots vor irgendwelche Videos anderer Leute zu schalten, haben wir uns entschlossen, unsere Werbegelder lieber für einen viel direktere, emotionalere Verbindung unserer Marke mit den Kunden auszugeben”, sagt Hondas US-Marketingchef Tom Peyton. Man kann sicher sein, dass Hondas Experiment in sehr vielen Chefetagen sehr genau beobachtet wird. (USA Today, News-Update) (Wall Street Journal, Analyse)

Reklame: Mit einer aufwändigen Werbespot-Kampagne auf vielen großen US-TV-Channels bewirbt Youtube erneut ausgewählte Stars seiner Videoplattform. Nach einer Reihe von Beauty- und Mode-Vloggerinnen vor einigen Wochen stehen nun die “Epic Rap Battles” der Maker Studios und die Newsformate des derzeit von Time Warner umworbenen “Vice News” im Mittelpunkt der Spots. (Adage)

Unverdrossen: Nach seinem Einstieg beim finanziell schwer angeschlagenen Sender NRW.TV lässt Ex-RTL-Deutschland-Chef Helmut Thoma nun Jungtalente als Programmmacher ran. Die neue zweistündige “interaktive” Live-Sendung “NIX TV”, die ab kommenden Mittwoch täglich ab 20:00 Uhr ausgestrahlt werden soll, wird hauptsächlich von vierzig Absolventen der nordrhein-westfälischen Medienhochschule produziert. (DWDL.de)

Neugeschäft: ProSiebenSat.1 treibt die strategische Neuausrichtung, weg vom klassischen TV-Geschäft, weiter voran. Der Konzern plane nach dem Einstieg beim Musikanbieter Deezer den Kauf weiterer Online-Händler und will so sein Digitalgeschäft bis 2018 auf eine Milliarde Euro verdoppeln. (Wirtschaftswoche)

Expansion: Das Leipziger Internetradio detektor.fm kommt mit einer eigenen App für SmartTVs. Das Angebot aus Audio-Livestreams, selbstproduzierten Musikvideos und Zusatzinformationen wird auf Geräten von Samsung, LG, Philips, Toshiba und Panasonic laufen. Auch Liveschalten zu bestimmten Studiosendungen sind geplant. (kress.de)

Umfrage: “Binge-Viewing” und “Second Screen” sind für immer mehr TV-Zuschauer keine exotischen Fachbegriffe mehr. Sowohl der stundenlange Konsum von TV-Serien als auch der Gebrauch von Smartphones während der Fernsehsessions erlebe einen “bemerkenswerten Boom”, ergab eine breit angelegte Edelman-Studie in den USA, Großbritannien und China. (Home Media Magazine)

Analyse: Patrick Schulze geht für Digitalfernsehen.de der Frage nach, ob sich ein Video-on-Demand-Geschäft in einem bereits mit Free- und PayTV-Angeboten sehr gut bestückten Markt wie Deutschland überhaupt erfolgreich aufziehen lässt. In der vergangenen Woche hatte es Berichte über finanzielle Probleme bei Watchever gegeben, dessen Mutterkonzern Vivendi nach hohen Anfangsverlusten angeblich nach einem Käufer für den VoD-Dienst suche.

Lesetipp: Markan Karajica, Digitalchef der ProSiebenSat.1-Gruppe, erklärt im Interview mit der “Berliner Zeitung”, warum das lineare Fernsehen aus seiner Sicht die “besten Jahre” noch vor sich habe. Vor allem die Entwicklung mobiler Angebote würde auch für das klassische TV neue Chancen bieten. Vor wenigen Wochen hatten ProSiebenSat.1 seine gebührenpflichtige App “7TV” vorgestellt.

GoPro-Aktien zum Schnäppchenpreis

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner: Spektakuläre Werbung für GoPro (Fotocredit: GoPro/PR)

Fokussiert: Mit einer Erstbewertung von drei Milliarden Dollar will GoPro seinen Börsengang starten. Der US-Kamera-Hersteller, der in den vergangenen Jahren vor allem unter Webvideo- und Actionfilmern einen nahezu kometenhaften Aufstieg erfahren hat und als Ausstatter des spektakulären Stratosphärensprungs von Felix Baumgartner weltweit bekannt wurde, möchte vermutlich schon in der kommenden Woche an die Technologiebörse Nasdaq. GoPro-Ausgabeaktien werden derzeit mit rund 22 Dollar prognostiziert und gelten damit unter Börsen-Experten als echte Schnäppchen. (Money Morning)

Konkurrenz: In die Reihe der Youtube-Herausforderer, die sich derzeit an überraschend vielen Stellen formieren, hat sich nun auch der US-Telekommunikationsriese Comcast gestellt. Das Unternehmen will Ende des Jahres eine neue Videoplattform launchen, die über die neue “X1 Kabel-Settop Box” abgerufen werden kann. Das bestätigte jetzt Comcast’ Videochef Matt Strauss. Die noch unbenannte Plattform soll für Produzenten und ihre Projekte offenstehen, jedoch nicht allgemeinen User-generated-Content bieten. (GigaOm)

Anstoß: Springer setzt seine überaus ambitionierte (und kostspielige) Bewegtbildoffensive auch zur Fußballweltmeisterschaft weiter fort. Bild.de hat sich nach den Bundesliga-Spielen nun auch die Webrechte für Highlights aller WM-Spiele gesichert und will diese jeweils bereits 45 Minuten nach Abpfiff zeigen. Vor allem dürfte dies aber auch ein attraktives Angebot für die Morgenkundschaft des Onlinedienstes sein, als erste bewegte Infoquelle nach den durch die Zeitverschiebung häufigen Nachtspielen. Zudem produziert “Bild” einen WM-Talk, mit Gästen wie Lothar Matthäus, Toni Schumacher, Marcell Jansen und Rainer Calmund.

Aufgetischt: Vice Media und die UFA haben mit “Munchies” einen neuen Online-Food-Channel gestartet, der vor allem mit viel Bewegtbildcontent eine junge Zielgruppe zum Thema Essen bedienen soll. (DWDL.de)

Erweitert: Kabel Deutschland hat das Angebot seiner digitalen Videothek “Select Video” abermals vergrößert. Über den Abruf-Dienst stehen ab sofort auch die Mediathek des österreichischen Privatsenders Servus TV und – deutlich interessanter – auch Inhalte von Red Bull Media House zur Verfügung, unter anderem das Automagazin “Speedgang”, Filme wie “The Art of Flight” oder Dokuserien wie “Bullit” oder “Momentum” bei. (Digitalfernsehen.de)

Bedeutend: Das Fernsehen verliert als Faktor für die Meinungsbildung immer mehr an Einfluss, Print, Radio und vor allem das Internet werden wichtiger.Das ist das Ergbenis des aktuellen “Medienvielfaltsmonitors” der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Immerhin: Die ARD bleibt die Organisation mit dem größten Einfluss auf die Meinungsbildung in Deutschland, mit einem Anteil am Meinungsmarkt von 22,4 Prozent. (DWDL.de)

Skurril: Meedia-Mann Stefan Winterbauer feiert ZDF-Anchorman Claus Kleber bereits nach dessen allerersten vier Tweets (womöglich ironisch, man weiß es nicht) als “Twitter-Gott”. Die von Winterbauer umjubelten Kurznachrichten setzte der TV-Profi gestern auf dem Weg zum Interview mit Hillary Clinton ab.

Vorbild Red Bull – Pepsi wird Videoproduzent

Pepsi-Clipproduktion "Heroes": Vorbild Red Bull

Pepsi-Clipproduktion “Heroes”: Vorbild Red Bull

Strategisch: Pepsi wandelt auf den Spuren eines sehr erfolgreichen Vorbildes und gründet eine eigene Videoproduktionsfirma: Die “Creators League” soll für den Softdrinkkonzern webgeeignete Bewegtbildinhalte produzieren und damit ähnlich wie die österreichische Konkurrenz von “Red Bull” via Youtube und anderen Plattformen Content Marketing betreiben. Pepsis Marketingchef Frank Cooper hatte unter dem Motto “Thank God for Youtube” bereits vor einigen Monaten den langsamen Abschied von klassischer Videowerbung und den Aufbau eigener Produktionskapazitäten angekündigt. Angesichts der weltweiten Marktmacht des Limonadenherstellers sicherlich ein sehr ernstzunehmendes Projekt für die gesamte Webvideowelt. Eines der ersten Ergebnisse der “Creators League” sind – passend zur kommenden WM – mehrere Videoclips unter dem Motto “Beats of the beautiful game“. Dabei handelt es sich um neu produzierte Musikvideos zu bekannten, fußballaffinen Fußballsongs. Der Clip zum Bowie-Klassiker “Heroes” hat bereits über eineinhalb Millionen Abrufe erzielt. (Tubefilter)

Aufrüstung: Fast die Hälfte (49 Prozent) aller US-TV-Haushalte besitzen bereits zumindest ein vernetztes TV-Gerät, eine Verdopplung gegenüber dem Jahr 2010. Die größten Zuwächse wurden dabei von neuen Netflix-Abonnenten ausgelöst. (Videonuze.com)

Unverdrossen: Chad Hurley und Steve Chen, ehemals Mitgründer von Youtube, haben Berichte dementiert, nach denen ihre relativ neue, eigene Videoplattform Mixbit in großen Schwierigkeiten stecke. Zwar sei es richtig, dass ihr Unternehmen Avos Systems kürzlich rund 80 Prozent aller Mitarbeiter habe entlassen müssen, der Aufbau von Mixbit gehe jedoch unbeirrt weiter, gab Hurley via Twitter bekannt. (Tubefilter)

Reform I: Um die wachsende Differenz zwischen klassischer Quotenmessung und realen Zuschauerzahlen zu schließen, plant das US-Analyse-Unternehmen Comscore die Einführung einer neuen, “zuschauerzentrierten” Zählmethode namens “Total Video“, die alle unterschiedlichen Empfangsgeräte einschließen soll. Dazu hat hat Comscore ein spezielles “White Paper” herausgebracht. (Videonuze)

Gescheitert: Das Voting via App funktionierte (im Gegensatz zum ARD-“Quizduell”) reibungslos, die Kritiken waren eigentlich ganz gut, aber trotzdem war die “interaktive” Musikshow “Keep Your Light Shining” für ProSieben eine Enttäuschung. Nachdem das Format schon mit nur knapp 1,2 Millionen Zuschauern gestartet war, ging es ständig weiter runter, das Finale verfolgten gerade 950.000 Zuschauer. Via Twitter hat ProSieben bereit verkündet, dass es keine zweite Staffel geben wird. (DWDL.de)

Reform II: Hans Hoff plädiert für eine Abschaffung der Sieben-Tage-Grenze, die die Laufzeit der meisten Angebote auf den öffentlich-rechtlichen Mediatheken begrenze. Deren Entstehungsgrund, der Schutz für etwaige Konkurrenzangebote der deutschen Verleger, sei mangels Initiative letzterer nicht mehr gegeben. Allerdings habe er das Gefühl, dass ein Ausbau der VoD-Systems (und damit eine zu große Konkurrenz der eigenen linearen Programme) von vielen Vertretern bei ARD und ZDF gar nicht gewollt sie, so Hoff weiter.

Lesetipp: Thomas Lückerath beobachtete auf dem “Banff World Media Festival” ein bemerkenswertes Podiumsgespräch zwischen dem amerikanischen Erfolgsproduzenten Kevin Beggs (u.a “Orange is the new black”) und dem Star-TV-Journalisten Dan Rather, das, so Lückerath verdeutlichte, “dass so manche schöne Zukunftsvision nicht alle Beteiligten des TV-Geschäfts berücksichtigt”. “Höhepunkt” war die Abfuhr, die Rather und seine Zunft von Beggs erhielten: „Das Verlesen von Nachrichten hat keinen Platz in der neuen Fernsehwelt.“ (DWDL.de)

Nix Schleichwerbung: Y-Titty macht’s jetzt offensichtlich

Y-Titty-Werbung für Rügenwalder: Kritik von Fans

Y-Titty-Werbung für Rügenwalder: Kritik von Fans

Unbeirrt: “Unterstützt durch super unauffällige Produktplatzierung” ist, wie ein Hinweis am Anfang verrät, ein neuer Webvideoclip von Y-Titty. Die Youtube-Helden und ihr Vermarkter Mediakraft haben die Aufregung um vermeintliche Schleichwerbung der Gruppe offensichtlich gut weggesteckt und machen in einem aktuellen Clip mit der Figur “Hashtagman” fröhlich (und ganz offensichtlich) Werbung für Rügenwalder (Curry-) Würstchen. Wie die Kommentare unter dem Video zeigen, allerdings nicht zur uneingeschränkten Freude ihrer Fans, die die “Kommerzialisierung” ihrer Helden teils massiv kritisieren. Eine Landesmedienanstalt oder ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender haben sich dazu aber noch nicht gemeldet.(Meedia)

Wachstum: In seiner aktuellen “Entertainment und Media”-Prognose sagt PricewaterhouseCoopers eine Verdopplung der Werbeausgaben für Onlinevideo innerhalb der nächsten vier Jahre voraus. In den USA werde das Gesamtvolumen im Jahre 2018 insgesamt 6,8 Milliarden Dollar betragen – im Vergleich zu 3,2 Milliarden in 2014. Hauptgrund dafür seien die nach wie vor exorbitant steigenden Reichweiten von digitalem Bewegtbild, vor allem auf mobilen Geräten. (Videonuze)

Demokratisch: Zwei Sitcom-Reihen und eine Krimiserie sind die Kandidaten des diesjährigen “TVLabs” von ZDFneo. Seit 2011 präsentiert der “junge” Sender des Zweiten ausgewählte Pilotsendungen zu neuen Serienformaten, über die die Zuschauer dann abstimmen dürfen. Die diesjährigen Piloten werden ab August zur Ansicht sowie zur Abstimmung bereitstehen. (DWDL.de)

Verbreitert: ProSiebenSat1 bietet seinen VoD-Service “Maxdome” nun auch über Microsofts Spielekonsole Xbox One an. Die entsprechende App soll im Sommer verfügbar sein. Maxdome ist bereits über SmartTVs, diverse Settop-Boxen und die Playstation von Sony nutzbar. (Focus.de)

Kontakt: Google eröffnet mit seiner neuem Angebot “Google Partner Select” auf der Doubleclick Plattform einen Marktplatz für Premium Video Content, auf dem Anbieter und Werbetreibende direkt in Kontakt treten können. Google verspricht (sich) dadurch weniger bürokratischen Aufwand und schnellere Entscheidungswege. (Media Post)

Befördert: Das NDR-Satiremagazin „Extra 3“ wird ab Oktober auch im Ersten Programm der ARD zu sehen sein, „einmal monatlich donnerstags im Anschluss an die ‘Tagesthemen’ um 22.45 Uhr“ wie der NDR den Kollegen der Funkkorrespondenz bestätigte. Es handele sich dabei um eine jeweils neu konzipierte Sendung, nicht eine Wiederholung der NDR-Episoden.

Neuanfang: Der Bildungssender “BR Alpha”, der in “ARD Alpha” umgetauft wird, um eine größere Zielgruppe anzusprechen, möchte sich auch inhaltlich neu positionieren. Neben der Übernahme von Produktionen anderer ARD-Anstalten will der BR dafür auch zahlreiche neue Eigenproduktionen beisteuern. (Digitalfernsehen.de)

Erweitert: RTL hat seine VoD-Angebote nun auch komplett bei Kabel Deutschland verfügbar gemacht. Ab sofort sind neben RTL NOW und VOX NOW nun auch RTL Nitro NOW, n-tv now, Super RTL NOW und RTL II NOW via “Select Video” zu erreichen. (Quotenmeter.de)