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Entlassungswelle bei den Maker Studios

"Maker Studios" Logo:  Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

“Maker Studios” Logo: Youtube-Netzwerk mit 3,5 Milliarden Videoabrufen monatlich

Bitter: Erst wenige Monate ist es her, dass die Maker Studios für einen geschätzten Preis von rund 500 Millionen Dollar von Disney gekauft wurden. Trotzdem (oder gerade deswegen?) setzt das MCN jetzt seinen, schon im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Plan um, und entlässt rund 10 Prozent seiner derzeit 380-köpfigen Belegschaft. Man baue in anderen Bereichen aber gerade schon wieder Jobs auf, ließ Maker verkünden. (Variety.com)

Neustart: In den vergangenen Monaten zog es immer mehr Youtube-Stars, vor allem in den USA, mit eigenen Sendungen ins “klassische” Fernsehen, Reality-TV-Star Kim Gloss geht den umgekehrten Weg. Die 21-Jährige, die durch Auftritte bei “DSDS” und im RTL-“Dschungelcamp” bekannt wurde, startete nun ihren eigenen Youtube-Kanal “KimGlossOfficial”, in dem es vor allem um Beauty- und Modetipps gehen soll. Der Gloss-Channel ist Teil der neuen „shootrs“-Programms der UFA und dem MCN Divimove.

Realsatire: Anderswo gilt es für Unternehmen als schick, von beliebten Comedians und Satirikern so gut wie nur möglich parodiert zu werden. Hierzulande ist das anders, wie die Klage des Nachrichtensenders N24 gegen das Satire-WebTV-Format “Postillon24″, das mittlerweile auch im NDR ausgestrahlt wird, zeigt. Man sei bei der Gestaltung des Postillon-Logos dem Design von N24 zu nahe gekommen, begründete der Newssender seine Einstweilige Verfügung, die dazu führte, dass bei der am Freitagabend ausgestrahlten Postillon-Sendung kurzfristig schwarze Balken über das Logo eingeblendet und die Mikrofone verpixelt wurden. Der Postillon berichtete auch darüber. (Quotenmeter.de)

Widerstand: Sky Deutschland und Watchever wehren sich gegen Vorwürfe aus Abmahnungen, die sie vor einigen Wochen vom “Verbraucherzentrale Bundesverband” bekommen haben. Die hatten bei insgesamt 14 deutschen Streaming-Anbietern, unter anderem auch Sky und Watchever, zum Teil massive Probleme mit Datenschutz, Werbung oder Preisänderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen beklagt. (Digitalfernsehen.de)

Appell: In einem ausführlichen Interview mit DWDL.de bittet RTL-Geschäftsführer Frank Hoffmann darum, amerikanisches Fernsehen hierzulande nicht allzu sehr zu glorifizieren und mehr Verständnis (und Begeisterung) für das RTL-Programm aufzubringen. Das Format “Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ etwa liefere als “TV-Berufsschule” ein “exzellentes Fernsehhandwerk”, “Comedy mit Meta-Ebene” und “Charaktere, die uns lange im Gedächtnis bleiben”.

Lesetipp: Mareike Nieberding portraitiert für FAZ.net – sehr kritisch – den hochgelobten und mehrfach ausgezeichneten Tilo Jung, der mit seinem WebTV-Interviewformat „Jung & Naiv“ zumindest medial sehr erfolgreich ist. Jung, der sich gerne als einen der letzten aufrechten Journalisten präsentiert (“Ich nenne eine Lüge, wenn sie eine Lüge ist”), sei auch deshalb so anders als traditionelle Politikberichterstattung im TV, weil es “im Journalismus nicht nur darum geht, komplexe Fragen zu erklären; sondern auch darum, die Intelligenz der Zuschauer nicht zu beleidigen”.

Das sind die beliebtesten WM-Spots im Netz

WM-Werbespot von Castrol: ziemlich peinlich

WM-Werbespot von Castrol: ziemlich peinlich

Weltmeisterlich: Alle WM-Jahre wieder liefern sich auch die großen Konzerne ein Wettrennen um den beliebtesten Fußballwerbespot. Um das Ganze neben reinen Geschmacksurteilen wirklich vergleichbar zu machen, hat der Videovermarkter Unruly nun eine Chartliste der im Netz meist weitergeleiteten WM-Videos erstellt, die laufend aktualisiert wird. Nach dem offiziellen WM-Song von Shakira auf Platz 1 (das aufgrund möglicher GEMA-Forderungen nicht in Deutschland zu sehen ist) folgen derzeit Nikes “Winner stays” – und ein vollkommen peinlicher Spot von Castrol, der den brasilianischen Superstar Neymar im sinnfreien Duell mit einem Rennwagen zeigt. (Tubefilter)

Weltmeisterlich II: ARD und ZDF haben ihre Multimedia-Angebote zur WM massiv erweitert. So bringt die ARD sogar eine eigene Sportschau-WM-App heraus, die ZDF-Mediathek-App bietet 24 unterschiedliche Kameraperspektiven bei ausgewählten Spielen. Auch die Second-Screen-Angebote wie Chats und Hintergrundinfos werden bei beiden Sendern deutlich erhöht. (heise.de)

Evolution: Apple will sein oft unterschätztes System “AppleTV” auch in den nächsten Jahren weiter kontinuierlich ausbauen – und denkt, zumindest offiziell, nicht an die Entwicklung eines eigenen, neuen SmartTVs. Das gab Apples Onlinechef Eddy Cue während der diesjährigen Code-Konferenz des Konzerns bekannt. Mit der “AppleTV”-Box, die weltweit von über 20 Millionen Kunden genutzt würde, habe man ein gut laufendes “Milliardengeschäft”, das für die Zukunft noch wesentlich mehr verspreche, so Cue, der nebenbei den Stand derzeitiger Videostreaming-Technologie scharf kritisierte. (9to5mac.com)

Absage: Viele Branchenexperten hatten eigentlich damit gerechnet, nun wird es doch keine eigene Settop-Box von Netflix geben. Netflix-Chef Reed Hastings sagte auf einer US-Techkonferenz, eine Eigenentwicklung mache keinen Sinn mehr, da man mit seiner Plattform bereits auf über 1000 verschiedenen Geräten verfügbar sei. (Digitalfernsehen.de)

Premiere: Der US-Sportkanal ESPN plant einen neuen Streaming-Service. ESPN-Chef John Skipper kündigte jetzt an, ab 2015 ausgewählte Spiele der amerikanischen Fußballliga “Major League Soccer” über das Internet im Pay-per-view oder als Abonnement anzubieten, auch an Nicht-ESPN-Kunden. (Recode)

Lesetipp: Trevor Fellows, Anzeigenchef des “Wall Street Journals”, spricht im ausführlichen Interview mit eMarketer über gelungene Webvideowerbung, genervte User und deplazierte Spots.

Sehtipp: Unterstützung ganz eigener Art bekommt die Fußballnationalmannschaft von Chile für die kommende Weltmeisterschaft. Die “Banco de Chile” lässt in einem emotionalen Werbespot die geretteten Bergleute des Grubenunglücks von 2010 auftreten und Durchhalteparolen angesichts der schwierigen WM-Gruppe des chilenischen Teams skandieren: “Spanien ist schwierig? Holland ist schwierig? Die “Todesgruppe” jagt uns keine Angst ein.” (WuV.de)

Panne: Das hat es tatsächlich noch nicht gegeben bei der 20-Uhr-“Tagesschau” – bei der Ausgabe am Sonntagabend fiel der Wetterbericht aus. Warum, ist noch unklar. (DWDL.de)

Fullscreen plant VoD-Plattform gegen Youtube und Netflix

Fullscreen-Star Grace Helbig: Glück außerhalb des Youtube-Universums

Fullscreen-Star Grace Helbig: Glück außerhalb des Youtube-Universums

Abgekoppelt: Der Trend, dass große Multichannel-Networks (MCNs), Webvideo-Produzenten und -Stars ihr Glück auch außerhalb des Youtube-Universums versuchen, hält weiter an. Wenige Wochen nachdem die Maker-Studios ihre eigene Webvideo-Plattform “Maker.TV” gestartet haben, berichtet das Onlineportal “Tubefilter” nun über ähnliche Pläne von Fullscreen. Das MCN (Eigenwerbung: “The first Media Company for the connected generation”) will dazu eine eigene Video-on-demand-Plattform starten, die vor allem auf jene junge Zielgruppe ausgerichtet ist, die Fullscreen als derzeit zweitgrößtes Youtube-Netzwerk mit Stars mit Grace Helbig über drei Milliarden Videoabrufen monatlich bestens bedient. Das neue Angebot könnte sich durchaus als ernstzunehmende Konkurrenz in die Lücke zwischen Youtube und den VoD-Services von Hulu und Netflix schieben.

Enttäuscht: Die deutschen TV-Sender können mit den meisten ihrer Second-Screen-Angebote nicht beim Zuschauer landen. Noch immer nutzten relativ wenige User in Deutschland den “zweiten Bildschirm”, um parallel zum TV-Programm Infos abzurufen, lautet das Ergebnis einer Studie des Consulting-Unternehmens Accenture, die nun auf der Fachtagung ANGA veröffentlicht wurde. Falls die Zuschauer doch etwas direkt zum Programm passend aufrufen würden, würden die Second-Screen-Apps der Sendern vergleichsweise wenig genutzt, stattdessen laufe die Kommunikation hauptsächlich über Twitter und Facebook. “Die Kunden bewegen sich beim Second-Screen-Konsum außerhalb des Ökosystems der Programmveranstalter”, so Accenture. (Digitalfernsehen.de)

Premiere: Hier funktioniert der Second Screen. ProSieben kann durchaus zufrieden sein mit der Premiere seiner neuen “interaktiven” Musikshow “Keep your light shining”. Zwar ergoss sich vor allem auf Twitter ein wahrer Shitstorm über die Moderatorin Annica Hansen (die tatsächlich mit einer Primetime-Live-Show noch sichtlich überfordert ist), aber der Rest der Sendung, die von der Abstimmung der Zuschauer via App lebt, klappte routiniert und reibungslos. Nachtrag 09:25 Uhr: Die Quoten allerdings waren mehr als enttäuschend. (DWDL.de)

Erweitert: AOL USA steigt nun auch in die digitale Vermarktung von linearem TV ein. Der Webkonzern kaufte dazu die Targeting-Plattform “PrecisionDemand”, die sich auf die crossmediale Aussteuerung von Werbekampagnen spezialisiert hat. AOL will die Plattform in sein eigenes neues Vermarktungstool “Adap.tv” integrieren. (Media Post)

Volltreffer: Immer bessere Geschäfte macht der hauseigene Sky-Vermarkter “Sky Media Network” mit der Fußballbundesliga. Zum dritten Mal in Folge konnten die Münchner ein sattes Umsatzplus mit der Vermarktung der Sky-Bundesliga-Übertragungen erzielen. Gegenüber der vorherigen Bundesliga-Spielzeit steigerte sich der Erlös um 20 Prozent. (Quotenmeter.de)

Abgehört: Facebook rüstet seine App zur “Lauschzentrale” um. Über ein neues Feature, ähnlich der Musikerkennungssoftware Shazam, soll die App künftig erkennen können, welche TV-Programme oder Musiksongs gerade bei dem jeweiligen Nutzer laufen. Die App fügt die Informationen dann automatisch dem Status hinzu – es sei denn man deaktiviert diesen tollen “Service”. (Digitalfernsehen.de)

Überraschung: Der aktuelle Comscore-Monatsbericht über die größten Videosites der USA verzeichnet nach längerer Zeit wieder einen (leichten) Rückgang der Gesamtnutzer-Zahlen von Webvideo: von 187,9 Millionen im März auf 186,1 Millionen im April.

Abgefahren: Eine mehrfache Win-Win-Situation für alle Beteiligten war die Produktion des neuen Werbespots für den Bentley Mulsanne. Der wurde nämlich komplett mit zwei iPhone5s gefilmt, wie die eigens angefertigte Dokumentation stolz demonstriert. Der Grund dafür? Zwei iPads, die für die Fondpassagiere der Luxuslimousine serienmäßig eingebaut sind. (Curved.de)

“Look up” von Gary Turk – das An-Klagelied der “Generation Smartphone”

“Ich habe 422 Freunde und bin doch einsam.” Und nach Julia Engelmann kommt nun Gary Turk. Mit seinem Klagegedicht “Look up” hat der bislang eher unbekannte englische Schriftsteller und Regisseur anscheinend ebenso einen Nerv seiner Generation getroffen, wie die junge Bremer Poetry-Slammerin vor einigen WochenTurks Video in dem er sich über die modernen Kommunikations- und Unterhaltungstechnologien beklagt, über den Verlust von” Beziehungen in der echten Welt”, die “Unfähigkeit, sich ohne iPad zu amüsieren” oder auch über “die stummen Menschen, die nur noch auf Bildschirme starren” erobert die Sozialen Netzwerke im Sturm.

Fast 20 Millionen Klicks hat das Werk innerhalb weniger Tage auf Youtube eingesammelt – und auch wenn einiges darin arg pathetisch und überdramatisiert vorgetragen wird  (wie von einigen Kritikern auch schon beklagt) schafft es Turk anscheinend doch perfekt, die Gefühle von vielen Menschen zu beschreiben, die sich nach mehr (oder anderem) sehnen, als What’s-App-Chats, Cat-Content oder Facebook-Likes. Sinnigerweise ist die Botschaft, die da jetzt millionenfach verbreitet wird, wohl beides: Klage und Anklage zugleich.

Und hier ist der gesamte Text nochmals zum Nachlesen:

“Look up” von Gary Turk

I have four-hundred-and-twenty-two friends, yet I am lonely. I speak to all of them everyday, yet none of them really know me.

The problem I have sits in the spaces between looking into their eyes or at a name on a screen. I took a step back and opened my eyes, I looked around to realize this media we call social is anything but. 

When we open our computers, and it’s our doors we shut. All this technology we have it’s just an illusion. Community companionship a sense of inclusion yet, when you step away from this device of delusion, you awaken to see a world of confusion. 

A world where we’re slaves to the technology we mastered, where information gets sold by some rich greedy bastard. A world of self interest, self image, self promotion. Where we all share our best bits, but, leave out the emotion. 

Were at ‘almost happy’ with an experience we share, but is it the same if no one is there? Be there for your friends and they’ll be there too, but no one will be if a group message will do. 

We edit and exaggerate, crave adulation. We pretend not to notice the social isolation. We put our words into order and turn our lives a-glistening. We don’t even know if anyone is listening! 

Being alone isn’t a problem let me just emphasize; if you read a book, paint a picture, or do some exercise. You’re being productive and present not reserved and recluse. You’re being awake and attentive and putting your time to good use. 

So when you’re in public, and you start to feel alone. Put your hands behind your head, step away from the phone! You don’t need to stare at the menu, or a your contact list. Just talk to one another, learn to coexist. 

I can’t stand to hear the silence of a busy commuter train when no one want’s to talk for the fear of looking insane. We’re becoming unsocial, it no longer satisfies to engage with one another, and look into someone’s eyes. We’re surrounded by children, who since they were born, have watched us living like robots, who now think it’s the norm. 

It’s not very likely you’ll make worlds greatest dad, if you can’t entertain a child without using an iPad. When I was a child, i’d never be home. Be out with my friends on our bikes we’d roam. I’d wear holes on my trainers, and graze up my knees. We’d build our own clubhouse, high up in the trees. 

Now the parks so quiet, it gives me a chill. See no children outside and the swings hanging still. Theres no skipping, no hopscotch, no church and no steeple. We’re a generation of idiots, smart phones and dumb people. 

So look up from your phone, shut down display. Take in your surroundings, make the most of today. Just one real connection is all it can take, to show you the difference that being there can make. 

Be there in the moment, when she gives you the look, that you remember forever as ‘when love overtook’. The time she first held your hand, or first kissed your lips, the time you first disagreed and you still love her to bits. 

The time you don’t have to tell hundreds of what you’ve just done. Because you want to share this moment with just this one. The time you sell you sell your computer, so you can buy a ring, for the girl of your dreams, who is now the real thing. 

The time you want to start a family, and the moment when, you first hold your little girl, and get to love again. The time she keeps you up at night, and all you want is rest. And the time you wipe away the tears as your baby flees the nest. 

The time your baby girl returns, with a boy for you to hold, and the time he calls you granddad and makes you feel real old. The time you’ve taken all you’ve made, just by giving life attention. And how you’re glad you didn’t waste it, by looking down at some invention. 

The time you hold your wife’s hand, sit down beside her bed, you tell her that you love her and lay a kiss upon her head. She then whispers to you quietly as her heart gives a final beat, that she’s lucky she got stopped by that lost boy in the street. 

But none of these times ever happened, you never had any of this. When you’re too busy looking down, you don’t see the chances you miss. 

So look up from your phone, shut down those displays, we have a final act existence a set number of days. Don’t waste your life getting caught in the net, because when the end comes there’s nothing worse than regret. I’m guilty too of being part of this machine, this digital world, we are hear but not seen. 

Where we type as we talk, and we read as we chat. Where we spend hours together without making eye-contact. So don’t give into a life where you follow the hype. GIve people your love, don’t give them your ‘like’. Disconnect from the need to be heard and defined, go out into the world leave instructions behind. 

Look up from your phone. Shut down that display. Stop watching this video. Live life the real way. 

OneTV-News: Endemols große Pläne mit Youtube-Star Michelle Phan

Youtube-Star Michelle Phan: Vor dem Sprung zur Weltkarriere

Youtube-Star Michelle Phan: Vor dem Sprung zur Weltkarriere

Offensiv: “Endemol Beyond”, der digitale Produktionsarm des niederländischen TV-Konzerns, setzt seine fulminante Expansionspolitik in der Webvideowelt fort. Die Holländer sicherten sich über ihre US-Niederlassung die Dienste von Michelle Phan, einem der größten Stars in der Youtube-Welt. Die 27-jährige Beauty-Vloggerin betreibt den größten Kosmetik- und Schönheitskanal auf der Videoplattform und hat weltweit Millionen von jungen Fans. Einer der Bestandteile der Kooperation wird der Ausbau von Phans eigener Firma “FAWN” (“For All Women Network”) zu einem Lifestyle-Multichannel-Network sein. Auch gemeinsame Projekte im klassischen TV sind geplant.(Variety)

Verspielt: Der US-Kabelkonzern Comcast verhandelt nach US-Medienberichten derzeit mit dem Game-Produzenten “Electronic Arts” (Fifa 14) über die Möglichkeit, Videospiele direkt über seine Streaming-Boxen auszuliefern – eine echte Kampfansage an die Hersteller von Spielkonsolen (Mashable)

Expansion: Der Hollywood-Major “Dreamworks Animation” weitet seine Online-Präsenz mit einem eigenen Youtube-Kanal aus. Auf “DreamworksTV” sind künftig vor allem kurze Animations- und Live-Action-Formate abrufbar. Auch populäre Figuren aus Dreamworks-Spielfilmen sollen auf dem neuen Youtube-Kanal auftreten, unter anderem in Form von Video-Blogs. (Blickpunkt Film)

Umworben: Youtube setzt seine Werbekampagne in eigener Sache mit der Präsentation von “Vice”, dem mehrfach preisgekrönten “New Journalism”-Projekt aus New York, fort. Dessen Youtube-Kanal ist mit knapp fünf Millionen Abonnenten eines der größten journalistischen Angebote auf der Videoplattform. (Tubefilter)

Hartnäckig: Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch der Maker Studio vor einigen Wochen hat sich die Hollywood-Produktionsfirma Relativity nun den nächsten Kaufkandidaten aus dem Youtube-Universum ausgesucht: das erst vor drei Jahren gestartete Multichannel-Network “Fullscreen”, das mit bereits 15.000 Kanälen und über 20 Millionen monatlichen Usern in den USA einer der Aufsteiger der Onlinevideoszene ist. (AdAge.com)

Enttäuschend: Mit nur 3,8 Millionen Zuschauer verzeichnete das RTL-Show-Flaggschiff “Deutschland sucht den Superstar” am Samstag die niedrigste Einschaltquote für ein Finale. Das waren über 800.000 Zuschauer weniger als beim Finale im vergangenen Jahr. 2010 hatten noch 7,5 Millionen Zuschauer “DSDS” eingeschaltet. (DWDL.de)

Premiere: Für den Start der neuen Staffel des Actionthrillers “24” bietet Sky den Fans einen ungewöhnlichen Extraservice. Da der Ausstrahlungstermin der ersten beiden Folgen von “24: Live another day” in den USA um 20 Uhr abends an der Ostküste ist, und die Münchner mit dem “zeitgleichen Start” geworben hatten, werden die beiden Episoden hierzulande also in der kommenden Nacht schon ab 2:10 Uhr verfügbar sein, zunächst nur im Original via “Sky Go” und “Sky Anytime”. (DWDL.de)

Zukunft: “Binge Viewing”, also der stunden- und tagelange Konsum von Serien- und Spielfilmformaten, war das große Thema auf der jährlichen “Cabel Show” in Los Angeles, einem der wichtigsten Branchentreffen der US-TV-Szene. Es gelte, aus dem noch vor wenigen Jahren als “Freak-Vergnügen” belächelten Phänomen nun ein vernünftiges Businessmodell zu machen. In Sachen Video-on-demand-Vermarktung sei die TV-Branche noch ganz am Anfang, so der Tenor des Kongresses. (Home Media Magazine)

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Microsoft und AOL: Gemeinsam gegen Youtube

AOL-Videoproduktion "HuffPo Live": Gewaltiger Bedarf nach Inhalten

AOL-Videoproduktion “HuffPost Live”: Gewaltiger Bedarf nach Inhalten

Es bleibt ein Jahr der Überraschungen in der Webvideo-Branche – und das der Kooperationen von Großkonzernen. Wie beide Unternehmen bekannt gaben, wird AOL in wenigen Wochen damit beginnen, seine umfangreichen Video-Inhalte auf ausgewählten Microsoft-Plattformen zu zeigen, einschließlich der Hauptseite MSN.com und verschiedenen Apps der Suchmaschine “Bing”. Das Angebot umfasst sowohl AOL-eigene Produktionen wie “HuffPost Live” oder “TechCrunch”, wie auch Inhalte von Partnerseiten wie ESPN oder TMZ. Auch die neuen AOL-WebTV-Serien, die in dieser Woche starten sollen, gehören zur Kooperation zwischen den beiden Tech-Konzernen, die im Bereich Video bislang stets als heftige Rivalen gegeneinander antraten. Der Boom der Online-Videobranche mit seinem immensen Bedarf an vermarktbaren Inhalten bringt sie nun zusammen. Die Vermarktung übernimmt Microsoft, die Einnahmen sollen geteilt werden. (Reuters) (Recode)

Was für eine Rakete!

Mit einem spektakulären Raketenstart hat die private US-Raumfahrtfirma “SpaceX” einen Riesenerfolg auf Youtube gelandet. Das Unternehmen des Multimilliardärs Elon Musk (Gründer u.a. von PayPal) testete vergangene Woche die selbstproduzierte “Falcon 9R”-Rakete – eine umgebaute erste Stufe einer herkömmlichen “Falcon 9″-Rakete. Nach dem Start erreichte die “F9R” eine Höhe von etwa 250 Metern, bevor sie – von ihrem eigenen Antriebsstrahl sanft gebremst – kontrolliert wieder zur Erde sank. Das Ganze wurde mithilfe einer Kameradrohne perfekt abgefilmt und lieferte faszinierende Bilder.

Herkömmliche Raketenstufen stürzen nach dem Start ins Meer oder verglühen in der Atmosphäre. Mit der “wiederverwendbaren” Rakete könnten die enormen Kosten für die Weltraumforschung erheblich reduziert werden.

Schöner Placebo-Effekt: Doves neuer Youtube-Hit

Dove "Patches"-Test: Eine perfekt komponierte Botschaft für die Social-Media-welt

Dove “Patches”-Test: Eine perfekt komponierte Botschaft für die Social-Media-welt

Wieder einmal ein schöner Erfolg für Dove: Der Kosmetikkonzern, der bereits mehrfach mit emotionalen Clips zum Thema Schönheit im Social Web Marketingtreffer landen konnte, hat nun auch mit seinem “Beauty Patch”-Video über die scheinbar verblüffenden Effekte eines Placebo-Pflasters bereits nach wenigen Tagen über 19 Millionen Abrufe auf Youtube eingesammelt. Der Clip zeigt, wie Frauen sich dazu bereit erklären, ein angeblich medizinisches Pflaster testen, das ihre Schönheit sofort verbessert soll. Während der Testphase werden die “Kandidatinnen” mit Kameras begleitet, beziehungsweise filmen sich selbst – und tatsächlich geben sich die meisten viel selbstbewusster, berichten darüber, dass sie mehr Komplimente bekommen, fühlen mehr Energie.

Erst am Ende der Testphase erfahren die Frauen (Dove beteuert übrigens nachdrücklich, es handele sich nicht um Schauspielerinnen) die Placebo-Wahrheit. Der Film bildet die perfekt für die Social-Media-Welt komponierte Botschaft ebenso perfekt ab: Wahre Schönheit hängt eben doch vor allem von der eigenen Haltung ab. Auch wenn es andernorts schon heftige Kritik an diesem “manipulativen Betrug” gibt: Diesen Clip werden wir noch oft und lange in unseren Timelines sehen.

Mehr dazu bei den Kollegen von Adweek

OneTV-News: Dove landet Viral-Hit mit Placebo-“Schönheitspflastern”

Dove "Patches"-Test: Eine perfekt komponierte Botschaft für die Social-Media-welt

Dove “Patches”-Test: Eine perfekt komponierte Botschaft für die Social-Media-welt

Schön gemacht: Dove hat mit seinem “Beauty Patch”-Video über die scheinbar verblüffenden Effekte eines Placebo-Pflasters bereits nach wenigen Tagen knapp 15 Millionen Abrufe auf Youtube eingesammelt. Der Clip zeigt, wie Frauen sich dazu bereit erklären, ein angeblich medizinisches Pflaster testen, das ihre Schönheit sofort verbessert soll. Während der Testphase werden die “Kandidatinnen” mit Kameras begleitet – und tatsächlich geben sich die meisten selbstbewusster, berichten darüber, dass sie mehr Komplimente bekommen, fühlen mehr Energie. Erst am Ende der Testphase erfahren die Frauen (Dove beteuert übrigens nachdrücklich, es handele sich nicht um Schauspielerinnen) die Placebo-Wahrheit. Der Film bildet die perfekt für die Social-Media-Welt komponierte Botschaft ebenso perfekt ab: Wahre Schönheit hängt eben doch vor allem von der eigenen Haltung ab. Auch wenn es andernorts schon heftige Kritik an diesem “manipulativen Betrug” gibt: Diesen Clip werden wir noch oft in unseren Timelines sehen.(Adweek)

Erstaunlich: NBC Universal nimmt als erster klassischer TV-Sender die Devise “Online first” wörtlich. Rund ein Dutzend neuer Serien des US-Networks, von Comedy über Romanzen, sollen demnächst ausschließlich über die NBC-Webseiten, aber auch über Hulu und andere VoD-Plattformen vertrieben werden. Zeitgleich startet NBC eine gorße Werbekampagne für seine Web-Inhalte – im klassischen TV. (Variety)

Aktiv: “RTL Interactive” bietet über sein Smart-TV-Angebot ab sofort auch den Kanal “Fitness & Yoga” an. Insgesamt stehen auf dem werbefinanzierten Channel rund 200 Programmstunden bereit, mit über 500 Trainingsvideos in den Kategorien Fitness, Yoga, Dance, Pilates und Gesundheit. (DWDL.de)

Bedienung: Microsoft hat sein neues “All-in-One Media Keyboard” vorgestellt, das mit seinem integrierten, sehr großen Touchpad besonders für Smart-TVs geeignet sein. (Engadet)

Klicktipp: Stern.de erweitert sein Webvideoangebot mit dem neuen Format “60 Sekunden Wein”. In den, wie gesagt, einminütigen Clips gibt Winzer Dirk Würtz in knapper, komprimierter Form Überblick über ausgesuchte Tropfen. Passt gut als schnell weitergeleiteter Einkaufstipp.

Unterstützung: Die Film- und Medienstiftung NRW und die European Web Video Academy (Ausrichter des Deutschen Webvideopreises) entwickeln ein Förderprogramm für Webvideo-Macher, an dem sich auch Medienhäuser, Internetfirmen und andere Unternehmen beteiligen können. Die Förderung wird sowohl durch finanzielle als auch logistische Unterstützung erfolgen. (wuv.de)

Lesetipp: IP Deutschland-Geschäftsführer Matthias Dang verteidigt im DWDL.de-Interview die ungebrochene Kraft der Werbemediums Fernsehen, kritisiert aber mangelnde Kreativität bei Agenturen und fehlendes Selbstbewusstsein bei vielen TV-Machern.

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OneTV-News: Yahoo und Vevo gemeinsam gegen Youtube

Musikplattform Vevo: Konkurrenz gegen Youtubes Übermacht

Musikplattform Vevo: Konkurrenz gegen Youtubes Übermacht

Strategisch: Yahoo weitet seine Partnerschaft mit Vevo aus und will die Clips  der weltweit führenden Web-Musikplattform in Kürze auch in Deutschland zeigen. Yahoo-Nutzer können dann auf mehr als 100.000 Videos, Live-Konzerte und andere Programminhalte von Vevo zugreifen. Für beide Partner ist die Kooperation auch der Versuch, der Distributionsübermacht von Youtube etwas entgegenzusetzen: Von den zehn erfolgreichsten Youtube-Videos stammen sieben aus dem Vevo-Angebot auf Youtube, das wesentlich häufiger angesteuert als die Vevo-Seite selbst – und damit vor allem auch Youtubes Kasse füllt. Zunächst geht die Yahoo-Vevo-Partnerschaft in den USA und Kanada ans Netz, in den kommenden Wochen stehen Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien an. (Wall Street Journal)

Aufgehübscht: Am Ostersamstag feiert das neue Studio für “Tagesschau” und “Tagesthemen” seine Premiere. Das neue Design wirkt mit seinen zwei separaten Moderationstischen großzügiger, aber nicht allzu protzig. Die offensichtlichste Veränderung ist ein knapp 20 Meter breiter Info- und Videoscreen. (DWDL.de, mit Fotostrecke)

Beschlossen: Die Maker Studios haben allen Spekulationen um einen möglicherweise doch noch platzenden Verkauf an Disney widersprochen. Das Geschäft sei bereits Ende März von beiden Vorständen und der Mehrheit der Gesellschafter abgesegnet worden und warte nur noch auf die Zustimmung der Aufsichtsbehörden. (Hollywood Reporter)

Konzentriert: AOL hat seine amerikanische Website neu gestaltet und setzt nun noch verstärkter auf Webvideos, die im Mittelpunkt der Startseite stehen. Bemerkenswert ist vor allem die strenge zeitliche Durchprogrammierung der einzelnen Formate – beinahe wie im linearen TV – und die sehr prominente Platzierung von AOL-Partnern wie ESPN, Vogue oder Wall Street Journal. (CNet)

Pflichttermin: Früher als geplant zeigt die ARD die dritte Staffel der britischen Krimiserie “Sherlock”. Premiere ist an Himmelfahrt, dem 29. Mai, die zwei weiteren Folgen sollen wie geplant am Pfingstsonntag- und montag, jeweils ab 21:45 Uhr, laufen. (DWDL.de)

Sehtipp: Der Kekshersteller Oreo macht seinem Ruf in Sachen kreatives, digitales Marketing wieder mal alle Ehre. In der sehr schön gefilmten Webvideoserie “Snack Hacks” für Youtube präsentieren bekannte und unbekannte US-Köche originelle Rezeptideen, die nicht unbedingt von jedermann mit den schwarz-weißen Keksklassikern in Verbindung gebracht werden – zum Beispiel Oreo-Hähnchenschnitzel. (Tubefilter)

Lesetipp: Will Richmond analysiert für Videonuze die Chancen crossmedialer Videowerbung. Angesichts sich radikal verändernder Sehgewohnheiten, technologischer Quantensprüngen und vielen neuen Playern im Bewegtbildmarkt wäre ein Mehr an Zusammenarbeit zwischen TV- und Webvideo-Werbern dringend angeraten, so Richmond.

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