Home / Tag Archives: Zattoo

Tag Archives: Zattoo

Fußball-WM treibt WebTV-Nutzung immens

ZDF-WebTV-Zusatzangebot zur WM: 1,3 Millionen neue App-User

ZDF-WebTV-Zusatzangebot zur WM: 1,3 Millionen neue App-User

Durchbruch: Die Fußball-WM 2014 hat die WebTV-Nutzung in Deutschland, vor allem mobil, in neue Dimensionen gehoben. Das belegen die Zahlen der Anbieter von Livestreams und Mediatheken, die nun nach und nach veröffentlicht werden. So gab etwa das ZDF stolz bekannt, das sein Livestream in den ersten dreieinhalb WM-Wochen mehr als 17 Millionen Mal abgerufen wurde. Die Mediatheken-App der Mainzer, die mit etlichen Zusatzfeatures wie mehreren Kameraperspektiven aufgehübscht wurde, fand während der WM 1,3 Millionen neue Nutzer und liegt jetzt bei 4,8 Millionen Downloads. Auch Zattoo, das bereits vor einigen Tagen seine respektablen Quoten für Einzelspiele veröffentlichte, kann sich um eine Vielzahl von neuen Kunden freuen: Allein in Deutschland verzeichnete der InternetTV-Anbieter 270.000 Neuregistrierungen, insgesamt nutzten 800.000 Zuschauer den Zattoo-Stream auf Smartphones und Tablets. (Digitalfernsehen.de; Zattoo-Pressemitteilung)

Erforscht: Das Phänomen “Second Screen” wird Alltagsrealität. Eine neue, aufwendige Studie von TNS Infratest belegt, dass sich das “Multi-Screening” immer weiter ausbreitet. Fast die Hälfte der weltweit befragten Menschen nutzen am Abend während des TV-Konsums zusätzliche digitale Geräte, um Mails checken, in sozialen Medien zu surfen oder online einzukaufen. (DWDL)

Expansion: Ein Geschäftsfeld ganz neuer Art testet Google/Youtube derzeit in Indien. In einer Kooperation mit “Tata Docomo”, einem der größten Mobilfunkbetreiber des Subkontinents, bietet Youtube seinen mobilen Zugang dort zu ermäßigten Preisen an. So können Nutzer zum Beispiel 300 MB Youtube-Datenvolume für umgerechnet 67 US-Cent erwerben – andere Videodienste kosten “Tata Docomo”-Kunden rund das Doppelte. (TheNextWeb)

Ausgezeichnet: Mit insgesamt 31 Nominierungen für die renommierten Emmy Primetime Awards, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, hat Netflix in den USA für einen Paukenschlag gesorgt. Neben der sehr erfolgreichen eigenproduzierten Serie “Orange is the New Black” konnte auch die Netflix-Dokumentation “The Square” mehrere Nominierungen einheimsen. Die Preisverleihung findet am 25.August statt. (Tubefilter)

Erweitert: Google hat die Funktionen seines Chromecast-Streamingssticks um ein lang erwartetes Feature bereichert: Nun ist es möglich, nicht nur einige, sondern alle Inhalte seines Smartphones oder Tablets, zum Beispiel auch Spiele, auf den TV-Bildschirm zu übertragen. Bislang ist die Erweiterung allerdings nur für Android-Geräte verfügbar. (Androidnext)

Lesetipp: Martin Krauss analysiert für ZEIT Online die TV-Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft, die für den ungestörten, glänzenden Eventeffekt einiges an Wirklichkeit aussparen.

Fans pushten “Kollegah” zum Webvideopreis

Webvideopreisträger "Kollegah" (mit Moderator Joko Winterscheidt)

Webvideopreisträger “Kollegah” (mit Moderator Joko Winterscheidt)

Differenzen: Wäre es nach der Jury des Deutschen Webvideopreises (WVP) gegangen, hätte der Rapper “Kollegah” nicht drei, sondern keine einzige Auszeichung bei der diesjährigen Verleihung erhalten. Das geht aus den Voting-Ergebnissen hervor, die Webvideopreis-Ausrichter Markus Hündgen im WVP-Blog öffentlich machte. Die Fachjury, gebildet aus Gewinnern und Nominierten der vergangenen Jahre, hatte die zwei nominierten Beiträge des Rappers in drei Kategorien jeweils nur auf die Plätze 3, 4 und 5 gewählt – eine massive Fan-Unterstützung, die mit 50 Prozent gewertet wurde, schob “Kollegah” dann aber auf alle drei ersten Plätze. Gegen die Auszeichnungen für den Rap-Künstler (mit bürgerlichen Namen Felix Antoine Blume) hatten viele Fans und Youtuber schon während der Verleihung protestiert.

Konkurrenz: Deutliche Kritik gegen einen neuen Mitbewerber übt Zattoo-Chef Nick Brambring im Interview mit “IPTV-Anbieter”: “Es gibt Magine in Deutschland, die sich so positionieren als hätten sie Internet-TV erfunden. Wir als Zattoo machen das seit 2006. Dann geht teilweise aus dem Markenauftritt dieses Anbieters hervor, das Catch-Up-TV von ihnen kommen würde – das machen wir in der Schweiz bereits seit 2010″, so Brambring. Was Magine derzeit mit seinem Gratisangebot mache, sei nicht nachhaltig: “Es werden ja derzeit Inhalte eingekauft und verschenkt.”

Wachstum: Interessante Zahlen über den US-Bewegtbildmarkt bietet die aktuelle Analyse von Digiday. Danach werden sich die Werbeausgaben für digitales Video von 4,18 Milliarden Dollar 2013 auf 12,27 Milliarden im Jahre 2018 erhöhen – allerdings bleibt der Abstand zum klassischen TV-Geschäft (78,64 Milliarden in 2018) nahezu gleich. Vor allem im Geschäft mit NewTV-Inhalten über VoD-Plattformen liege das größte Wachstumspotential für die Branche.

Angebot: Wohl auch als eine Art von “Begrüßungsgeschenk” für den neuen Konkurrenten Netflix ist das aktuelle Angebot zu werten, mit dem Watchever auf Kundenfang geht: Für sechs Monate Nutzung des Dienstes plus eines Gutschein für einen TV-Streamingstick “Chromecast” von Google (im Werte von 35 Euro) ruft der deutsche Video-on-demand-Anbieter gerade mal 49 Euro auf. Wohl ein erster Vorbote auf den Preiskrieg, der im Herbst mit dem Start von Netflix hierzulande beginnen wird. (Area DVD)

Exklusiv: Drei Euro pro Monat kostet es, wenn man über die neue ProSiebenSat.1-App “7TV” auf das Liveprogramm der Sendergruppe plus ausgewählter Inhalte der Mediathek zugreifen will. Die 7TV-App gibt es derzeit für iOS und Android, eine Windows-App soll folgen. (heise.de)

Genervt: Zu lange Werbung, langweilige Shows, zu viel Gewalt – das sind die häufigsten TV-Ärgernisse der Deutschen. Das ergab eine Umfrage der Bauer-Programmies “Auf einen Blick”. Interessant: Während die “Flut” von Castingshows ebenfalls kritisiert wird, stört sich an den allgegenwärtigen Kochsendungen kaum jemand. (wuv.de)

Etikett: Der Bayrische Rundfunk benennt seinen, bislang nicht übermäßig erfolgreichen Bildungssender “BR-alpha” um und will unter dem neuen Namen “ARD-alpha” nun bundesweit Zuschauer gewinnen. (Quotenmeter.de)

Lesetipp: “Das Fernsehen erlebt sein zweites goldenes Zeitalter“, “Das Fernsehen übernimmt das Internet” – Time Warner CEO Jeff Bewkes gibt sich im CNN-Interview (Vollständiges Transkript unter dem Videoplayer) mehr als optimistisch über die Zukunft des Mediums. Vor allem in der technologischen Verbindung von Netz und TV und damit den Möglichkeiten einer bestmöglichen Nutzererfahrung überall sieht Bewkes den entscheidenden Schritt für die Transformation des klassische Systems in die Moderne. Selbst abzüglich des PR-Sprechs: Wann hat man solche Aussagen schon von einem deutschen Senderchef gehört?

Preiserhöhung: Zattoo-Chef entschuldigt sich bei Kunden

Zattoo-Chef Nick Brambring: "Wir wollen nachhaltig wachsen"

Zattoo-Chef Nick Brambring: “Wir wollen nachhaltig wachsen”

“Es tut uns leid.” Mit diesen offenen Worten entschuldigt sich Nick Brambring, der Geschäftsführer des Internet-TV-Anbieters Zattoo, in einem noch unveröffentlichten Schreiben an seine Kunden, das OneTV Mag bereits vorliegt (Download als PDF). Anlass für den ungewöhnlichen Schritt ist die von etlichen Usern kritisierte Preiserhöhung, die Zattoo vor rund vier Wochen vollzogen hat. Dabei hatte das Schweizer Unternehmen seine Abo-Modelle zum Teil erheblich verteuert. Das HiQ-Paket, das für den Empfang auch der Sender von ProSiebenSat.1 und RTL bei Zattoo Voraussetzung ist, kostet monatlich nun 9,99 Euro statt bisher 4,99 Euro, das Jahres-Abo 99,99 Euro (bislang 44,99 Euro).

Brambring verteidigt in dem Schreiben den Schritt des Unternehmens, die Erhöhung sei “leider notwendig” gewesen, “um unsere stark gestiegenen Kosten tragen zu können”. Neben “19 Prozent Mehrwertsteuer und 30 Prozent Gebühren (im App Store)” seien pro Nutzer auch Lizenzgebühren und Streamingkosten zu zahlen – über deren Höhe Brambring aber keine genauen Angaben macht.

Tatsächlich hat Zattoo in den vergangenen Monaten immense Investitionen getätigt. Vor wenigen Wochen hatte man nach jahrelangen Verhandlungen mit der ProSiebenSat1-Gruppe auch mit dem zweiten großen deutschen Privat-TV-Anbieter eine Kooperation schließen können, dazu kamen technische Updates vor allem im mobilen Bereich. Da man aber “nachhaltig” wachsen wolle, “also kostendeckend”, sei das Angebot so nicht mehr aufrechtzuerhalten gewesen, so Brambring weiter. Dass einige User sich von der Preiserhöhung “kalt erwischt fühlten” tue ihm leid, man wolle auch in der Kommunikation mit den Kunden “besser werden”.

Zattoo hatte 2006 als erstes Unternehmen in Europa überhaupt damit begonnen, lineares Fernsehen via Internet zu übertragen, ein Jahr nach dem Start in der Schweiz folgte auch Deutschland. Lange Zeit ohne nennenswerte Konkurrenz auf dem deutschsprachigen Markt und mit 700.000 Kunden hierzulande eindeutig etabliert, muss sich Zattoo allerdings seit einigen Wochen mit einem neuen Wettbewerber messen: Magine TV, ein Anbieter aus Schweden, drängt mit großem Marketingaufwand (unter anderem einer Kooperation mit Bild.de) auf den deutschen Markt. Und dazu mit einem, wie das Unternehmen verkündet, “zunächst kostenlosen Zugriff” auf über 60 Sender (darunter auch die RTL- und ProSiebenSat.1-Angebote). In dem Gratis-Kultur-Umfeld des Webs sicherlich ein strategisch kluger Eröffnungsschachzug.

Fraglich ist allerdings, wie lange Magine diesen Kampf(Nicht-)Preis wird halten können. Internet-TV, vor allem im mobilen Web, gilt technisch als äußerst kompliziert und aufwendig. Dazu kommen, gerade in Deutschland, immense Kosten durch Lizenzen und Rechte. Eine Finanzierung nur durch Werbeeinnahmen (wie unter anderem beim Gratis-Angebot von Zattoo, allerdings ohne die großen privaten Sender) dürfte mittelfristig unmöglich sein, auch wenn das “Potenzial von Internet-TV noch lange nicht ausgeschöpft ist”, wie Zattoo-Chef Brambring in dem Schreiben richtig bemerkt.

Der Schritt der Schweizer ist in seiner Radikalität sicher mutig, manche Branchenbeobachter meinen: lebensgefährlich. Und doch bricht Zattoo mit der Preiserhöhung ein Tabuthema auf, das bisher auch in der Branche selber nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert wurde: Die Kosten für digitales Bewegtbild via Web sind nach wie vor immens und machen wirtschaftlich vernünftige Kalkulationen sehr schwerig. Auch darum dürfte es in den eigenen Interessen von Zattoo liegen, wenn sein Chef Brambring im Kundenbrief erklärt: “Wir suchen nach finanzierbaren Möglichkeiten, Ihnen wieder ein günstigeres Angebot machen zu können.”

Ralf Klassen

Wochenrückblick: Das Wichtigste aus der NewTV-Branche

Liebe OneTVMag-Leserinnen und -Leser,

ein Zattoo-Chef, der sich bei seinen Kunden für hohe Preise entschuldigt, (wieder einmal) millionenschwere Kooperationen in den USA und Youtube-Stars, die ihr Karriereglück im klassischen TV versuchen – auch die vergangene Woche der Webvideo- und NewTV-Branche bot wieder jede Menge Gesprächs- und Diskussionsstoff.

Wir haben die News und Analysen der vergangenen sieben Tage wieder für Sie zusammengefasst und wünschen gute Unterhaltung mit der heutigen Weekend-Ausgabe, die sie mit einem Klick auf das untenstehende Foto erreichen. Die einzelnen Artikel können Sie dann innerhalb der Flipboard-Ausgabe mit einem Klick auf die jeweilige Schlagzeile ansteuern.

Beste Grüße aus der Redaktion, einen schönen Sonntag.

OneTV Mag Weekend Edition  11052014

Wem “gehört” der TV-Bildschirm?

Startbildschirm eines Panasonic-SmartTVs: Was darf der Zuschauer nach dem Einschalten sehen?

Startbildschirm eines Panasonic-SmartTVs: Was darf der Zuschauer nach dem Einschalten sehen?

Debatte: Im Streit um den Startbildschirm, der auf neuen, smarten Fernsehern immer öfter von den TV-Geräteherstellern selbst oder von Settop-Box-Betreibern “eingenommen” wird, gibt es nach wie vor keine Einigung – im Gegenteil. TV-Sender wie das ZDF oder RTL fordern bei dem Streit, der hinter den Kulissen bereits seit Jahren heftig tobt, immer vehementer einen “diskriminierungsfreien Zugang”, d.h. einen “neutralen” Bildschirm. Der dürfe nach dem Einschalten höchstens den letzten gewählten Sender zeigen und auch beim laufenden Programm keinerlei andere Inhalten aufweisen als das pure Signal des jeweiligen Anbieters. Das schließe unter anderem “Umfeldwerbung” auf dem TV-Bildschirm komplett aus. Andere Branchenexperten wie etwa Zattoo-Inhaltechef Jörg Meyer halten diese Forderungen angesichts eines immer stärker auch technisch fragmentierten und globalisierten Medien- und Geräteangebots für unrealistisch, wie eine aktuelle Diskussion auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland wieder zeigte. (Digitalfernsehen.de)

Kooperation: Der Videonewsanbieter “NowThisNews” und der derzeit sehr gehypte Messagingservice “Snapchat” planen nach US-Medienberichten ein gemeinsames Bewegtbildangebot. Snapchat hatte erst kürzlich ein Videochat-Tool in seine App integriert und angekündigt, einen eigenen Nachrichtenservice für seine User aufzubauen. (Techcrunch)

Minus: Sky Deutschland hat im ersten Quartal des Jahres auch im operativen Geschäft wieder Verluste geschrieben. Das Ebitda (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) verzeichnet ein Minus von 8,6 Millionen Euro. Angesichts der Kosten für einen zusätzlichen Spieltag der Bundesliga, hoher Ausgaben für Werbung und Fußballrechte hatten Experten aber mit einem leicht höheren Verlust gerechnet. (heise.de)

Geächtet: Deutsche Datenschützer gehen vor dem Verkaufsstart von Googles “Glass” massiv gegen die Datenbrille vor: “Diese Brille muss gesellschaftlich geächtet werden”, sagte der Kieler Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert. Wer im öffentlichen Raum Fotos oder Videos ohne das Wissen der Mitbürger aufnehme und sie ins Internet lade, gehöre bestraft. Auch sein baden-württembergische Kollege Jörg Klingbeil schloss sich an: “Die Brille ist ein Anschlag auf die informationelle Selbstbestimmung.” (WuV.de)

Gefördert: Die US-Kabelsendergruppe “Turner Broadcasting” nimmt in diesem Jahr gleich fünf Start-ups aus dem digitalem Bewegtbildbereich in sein zusammen mit Warner betriebenes Förderprogramm “Media Camp” auf. Unter den mit jeweils 20.000 Dollar ausgestatteten Firmen ist unter anderem auch der Videonews-Aggregator “Watchup”, dessen Webcast-Technologie bereits mehrfach preisgekrönt ist. (Variety.com)

Engagement: Der als “Herr Tutorial” bekannt gewordene, deutsche Youtuber Sami Slimani wird demnächst als “Visual Jockey” beim Fernsehsender VIVA zu sehen sein. Dort wird Slimani, der in den Sozialen Netzwerken eine riesige Fangemeinde hat, den Zuschauern die besten Clips nationaler und internationaler Acts präsentieren. (Broadmark)

Mittelmäßig: Trotz riesiger Werbekampagne ist die neue Staffel der Actionreihe “24” in den USA eher verhalten gestartet: Nur 7,97 Millionen Menschen schauten die ersten zwei Stunden auf FOX, damit verzeichnete die neunte Staffel des Thriller um den Geheimagenten “Jack Bauer” die bis dato schwächsten Auftaktwerte. (Quotenmeter.de)

Fusion: Nach der Übernahme des Nachrichtensenders N24 durch den Springer-Verlag soll der Sender ab 2015 mit der “Welt” in der “Welt N24 GmbH” zusammengeführt werden. Damit muss N24 wohl auch sein bisheriges Berliner Domizil am Potsdamer Platz verlassen und möglicherweise ins Axel-Springer-Haus umziehen. (DWDL.de)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

 

OneTV-News: Magines Marketing-Coup mit Bild.de

Magine-Bild.de-Kooperation

Magine-Bild.de-Kooperation

Kooperation: Der schwedische TV-Streamingdienst “Magine” hat sich zur Unterstützung seines Deutschland-Starts höchstrangige Unterstützung gesichert. Gemeinsam mit Bild.de präsentiert der “Zattoo”-Konkurrent nun das Angebot “BildFernsehen” mit über 70 frei verfügbaren TV-Sendern auf allen möglichen digitalen Plattformen. Das etwas vollmundig angepriesene “BildFernsehen” entpuppt sich allerdings bereits nach zwei Klicks als reines Magine-Angebot ohne weitere Verbindung zum Netzableger der Boulevardzeitung. Aber aus Marketingsicht haben die Schweden (und die Berliner) damit sicherlich einen Coup gelandet. (Meedia.de)

Expansion: “Endemol Beyond”, Digitalsparte des niederländischen TV-Konzerns, eröffnet ein neues Studio in Berlin. Dort sollen unter anderem Webvideo-Formate für Yahoo und die Youtube-Kanäle von “Dr. Allwissend” und “Shortcuts” (Nils Bokelberg) produziert werden. (Horizont.net)

Experiment: Die ARD-Seifenoper “Verbotene Liebe” geht ins Netz – allerdings nur vorläufig. Für das neue, von Jörg Pilawa moderierte, “Quizduell” lässt der Sender seine Soap drei Wochen im TV pausieren. Diese Zeit wird mit einer Miniserie mit dreiminütgen Episoden von “Verbotener Liebe” im Netz überbrückt. (rtv Online)

Einstieg: Das amerikanische AMC Networks übernimmt durch seine internationale Tochter “AMC/Sundance Channel Global” den bislang eigenständigen PayTV-Sender Kinowelt TV, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu empfangen ist. Die Zustimmung des Kartellamts steht allerdings noch aus.

Erfolgreich: Märchen, Mythen und Phantasiewelten feiern auf Youtube die größten Erfolge. Das belegt die neue Rangliste der meistgeklickten Kino- und TV-Trailerclips auf der Videoplattform. Spitzenreiter, auch hier: “Game of Thrones”. (Tubefilter)

Unsocial: Sonja Alvarez berichtet auf Tagesspiegel.de über die Welle von rassistischen Anfeindungen, denen Aminata, eine der Kandidatinnen der derzeitigen Staffel von ProSiebens “Germany’s Next Topmodel”, auf den Social-Media-Seiten des Senders ausgesetzt ist.

Grandios: John Oliver war jahrelang kongenialer Partner von Jon Stewart in dessen legendärer “Daily Show”. Nun bekommt der beißend-böse Brite sein eigenes Satire-Format auf HBO: “Last Week Tonight with John Oliver”. Erster Talk-Gast der Sendung – und so etwas gibt es wohl nur in den USA – ist ausgerechnet Keith Alexander, der vor wenigen Monaten erst zurückgetretene Ex-Chef des US-Geheimdienstes NSA. Der Auftritt mit John Oliver wird Alexanders erstes Interview nach den Skandalen um die NSA sein. (Mashable)

Lesetipp: Todd Spangler analysiert für Variety die veränderte Bewegtbildstrategie von Yahoo. Nach vielen, oft vergeblichen Versuchen, mit kurzen Webvideoformaten setzt der Konzern unter Chefin Marissa Mayer nun auf eigene Serienproduktionen in TV-Länge. Dafür steht der Yahoo-Videosparte unter Kathy Savitt nach Brancheninformationen ein Budget von mehreren hundert Millionen Dollar zur Verfügung.

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

OneTV-News: Youtube macht Werbung für Youtube-Stars

YouTube-Werbekampagne: Offensive für die Stars

YouTube-Werbekampagne: Offensive für die Stars

Premiere: Zum ersten Mal in seiner Geschichte wirbt Youtube mit einer TV-Kampagne für ausgewählte Stars seiner Videoplattform – und damit natürlich auch für sich selbst. Ab Montag werden in zahlreichen Spots im US-Fernsehen die drei Vloggerinnen Michelle Phan, Bethany Mota und Rosanna Pansino präsentiert, die mit ihren Mode- und Kochkanälen mehrere Millionen Abonnenten auf Youtube vereinigen. Zusätzlich schaltet Youtube auch noch Anzeigen in ausgewählten Printtiteln und bucht große Billboards in New York und Chicago. Die Kampagne ist der bislang offensichtlichste Versuch von Youtube, seine individuellen Stars besser zu promoten – nachdem es von Produzenten- und Netzwerk-Seite vor allem in den USA massive Kritik an fehlender Unterstützung und zu niedrigen Einnahmen gegeben hatte. Sicher aber spielt die neue Werbeoffensive auch noch auf einer anderen Ebene: Alle drei Vloggerinnen haben ihrerseits Werbeverträge mit großen Unternehmen, deren Produkte sie recht offen auch in ihren Youtube-Shows präsentieren. Eine Schleichwerbe-Debatte wie hierzulande, die gerade durch eine “Aufklärungsoffensive” prominenter deutscher Vloggerinnen neue Fahrt aufnimmt, kennt die Webvideo-Szene in Übersee nicht. (Adage) (Tubefilter)

Erkenntnisse: “Nicht jeder muss alles machen”, aber alle brauchen mehr Wissen und Verständnis für die Möglichkeiten und Anforderungen des neuen digitalen Fernsehmarktes. So lautet das Fazit des gestrigen “newTV-Kongresses” in Hamburg, bei dem rund 180 Teilnehmer von Produktionsfirmen, Fernsehsendern und Dienstleistern über Gegenwart und Zukunft des Mediums Bewegtbild diskutierten. Bei dem von der “next.Media”-Initiative der Stadt Hamburg organisierten Event präsentierten Speaker wie Arnd Benninghoff (ProSiebenSat.1), Christoph Falke (Axel Springer), Frank Beckmann (NDR) und Trent Wheeler (Tribune Media Services) ihre Visionen und Aktivitäten, die allesamt eins miteinander verbindet: Der schnelle Wechsel von Technik und Trends ist derzeit wohl die einzige Konstante der Branche. (kress.de)

Geschäft: Der Boom von Online-Videowerbung hält an. Nach einer Studie von “eMarketer” werden Webvideo-Spots in diesem Jahr in den USA ein Volumen von knapp 5,9 Milliarden Dollar erreichen, ein Plus von 41 Prozent gegenüber 2013. Klassische TV-Werbung steigt um 3.3 Prozent auf 68,5 Milliarden US-Dollar. (Media Post)

Nachgezogen: Nach der RTL-Gruppe verbreitet nun auch ProSiebenSat.1 sein Programm über den Online-TV-Dienst Zattoo. Neben den Sendern ProSieben und Sat.1 werden auch Kabel eins, Sixx, Sat.1 Gold und Pro Sieben Maxx demnächst über Zattoo laufen. (Onvista)

Videopost: Vine-Videos können nun auch als private Nachricht an andere Nutzer verschickt werden. Mit dem in der vergangenen Nacht erfolgten Update ist auch der schnelle Versand von bis zu 10-sekündigen Videos an einen ausgewählten Freundeskreis möglich. (GigaOM)

Abgang: David Letterman, Ikone des US-Fernsehens, hat seinen bevorstehenden Abschied aus der “Late Night Show” angekündigt. Gelegenheit, sich noch einmal an die guten alten Zeiten zu erinnern, hat er reichlich: Er wird die CBS-Show noch rund ein Jahr moderieren. (New York Times)

Experiment: Mit dem ganztägigen Projekt “24h Jerusalem” starten der Bayrische Rundfunk und Arte das Format “Echtzeit-Dokumentation”. Am 12. April zeigt das Bayerische Fernsehen ausschließlich Beiträge über einen Tag im Leben von Jerusalem und seiner Bewohner. Dazu begleiteten 70 Filmteams rund 90 Protagonisten in der Stadt. Ergänzt wird die Dokumentation durch eine aufwändig gestaltete Website. (WuV.de)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.

OneTV-News: Second-Screen-Pionier Couchfunk bald mit LiveTV

Couchfunk-Werbung: "Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben"

Couchfunk-Werbung: “Der Unterschied zwischen First und Second Screen ist aufgehoben”

So schnell ändern sich zur Zeit die Zeiten: Noch vor wenigen Monaten wurde das Phänomen des “Second Screens”  von vielen Branchenexperten komplett in Frage gestellt. Eine parallele Nutzung von TV- und Social-Media-Angeboten sei, wenn es das überhaupt gäbe, nur auf eine sehr kleine Gruppe von Zuschauern beschränkt, unkte es vor allem aus Richtung klassisches TV. Mittlerweile überbieten sich die Sender gegenseitig mit neuen Second-Screen-Angeboten, entweder auf Twitter oder eigenen digitalen Vertriebswegen, wie etwa die RTL-Gruppe über spezielle Apps oder die HbbTV-Plattform.

Der Vorteil für die Sender liegt dabei darin, das eigene TV-Signal so direkt mit den “SocialTV”-Zusatzfunktionen koppeln zu können. Externe Anbieter von “Second Screen”-Angeboten können stattdessen nur auf einen  indirekten Weg (Facebook, Twitter, eigene Plattformen) die Verbindung zwischen TV-Inhalten und Zuschauerinteraktion herstellen. Das möchte “Couchfunk”, einer der Pioniere des deutschen SocialTV nun ändern. Das Dresdner Unternehmen kündigte an, auf seiner Second-Screen-App demnächst auch Live-TV-Streams anzubieten. Es wäre nach dem Platzhirschen Zattoo und dem noch in BETA-Phase befindlichen Konkurrenten Magine der dritte Anbieter von legalen TV-Streams im deutschen Netz, allerdings dann um eine interaktive Komponente bereichert. Der Unterschied zwischen “First und Second Screen” werde damit auch im WebTV aufgehoben, verkündete Couchfunk-Chef Frank Barth, und es dürfte spannend zu sehen sein, wie diese Verknüpfung, für die man sich zu Testzwecken hier anmelden kann, konkret aussehen wird. Mit dem Start wird nicht vor Sommer gerechnet.(netzwertig.com)

Der geplante Jugendkanal von ARD und ZDF steht angeblich vor dem Aus. Das für die Gründung einstimmige Votum der Ministerpräsidenten werde unter anderem am Veto von Bayern, Sachsen und Hessen scheitern, berichten heute morgen diverse Nachrichtenportale. (via turi2)

Katie Couric, neue Frontfrau des ambitionierten WebTV-Programms von Yahoo, interviewt bei ihrem ersten großen Job für den Onlinedienst den ehemaligen, langjährigen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. Das Gespräch, dem ersten nach seiner Abwahl Ende des Jahres, wird exklusiv auf Yahoo zu sehen sein. Star-TV-Journalistin Couric, deren Engagement für Yahoo im vergangenen Jahr für viele Schlagzeilen gesorgt hatte, gibt sich in der Vorbereitung des am Freitag stattfindenen Gesprächs jedenfalls sehr webaffin: Über ihr Tumblr-Blog sammelt sie Fragen von Usern. (Tubefilter)

Die New York Times intensiviert nochmals ihre Aktivitäten im Webvideo-Bereich: Zusammen mit dem öffentlich-rechtlichen US-Sender PBS produziert die Times nun aufwendige Dokumentationsfilme, Interviews und Reportagen. Die Formate, die durch Text- und Fotelemente ergänzt sind, werden sowohl auf der Times- als auch der PBS-Webseite präsentiert. Den Auftakt macht die beeindruckende Reportage “The Men of Atalissa” über eine Gruppe geistig behinderter Männer, die ihr Leben lang vor der Außenwelt vorborgen wurden. (Netnewscheck.com)

Musik- und Kochvideos gehören zu den beliebtesten Genres im Netz. Was liegt daher näher, als beides zu kombinieren? Dailymotion, die nicht zuletzt dank Microsoft-Kaufgerüchten wieder aufstrebende Videoplattform aus Frankreich, produziert mit einem massiven Investment das Webvideoformat “Feedback Kirchen”, bei dem Musikstars während des Kochens (oder zumindest dem Philosophieren übers Essen) interviewt werden. Einer der ersten Gäste ist U2-Gitarrist “The Edge” – und das Gespräch zwischen Töpfen, Pfannen und Wein verläuft tatsächlich ganz interessant. (Tubefilter)

Weniger Geld für Bürokratie, mehr Geld für Kreativität. In einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder haben Filmproduzenten, Drehbuchschreiber und Regisseure davor gewarnt, den Rundfunkbeitrag zu senken. Stattdessen sollten die erwarteten Mehreinnahmen dazu genutzt werden, Freiräume für kreative Programmideen zu schaffen. Der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure sowie der Verband Deutscher Drehbuchautoren plädierten dafür, einen Teil des Gelds zweckgebunden für Investitionen ins Programm zu verwenden. Über die Senkung des Beitrages wird ab Donnerstag entschieden. (Digitalfernsehen.de)

Lesetipp: David Carr beschreibt für die New York Times sehr eindrucksvoll und amüsant die neuen Verführungen, denen er im Zeitalter der allgegenwärtigen Video- und TV-Angebote ausgesetzt ist. Angesichts seines überall verfügbaren Wunschprogramms und ausgezeichneter neuer Formare käme er fast gar nicht mehr zu seinem übrigen Medienkonsum wie Magazinen, Büchern oder Zeitungen. (New York Times)

Möchten Sie die OneTV-News jeden Morgen per Mail bekommen? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter.