Home / Über OneTV Mag

Über OneTV Mag

header_onetvmagUnser Ziel:

Die Vernetzung von Internet und Fernsehen ist eine radikale Medienumwälzung, deren Möglichkeiten wir heute immer noch nicht einmal im Ansatz erahnen.  Durch die Digitalisierung von Herstellung und Vertrieb ist innerhalb weniger Jahre eine in Dekaden fest gefügte Produzenten-, Sender-, Zuschauer- und Werbelandschaft ins Wanken geraten. Und ähnlich wie die Musik- und Printbranche, kämpft nun auch die Bewegtbildindustrie einen Kampf, an dessen Ende vermutlich kaum ein Stein der Burg noch da stehen wird, wo er mal gemauert wurde.

Das ist gut.

Denn die satte Lähmung oder lähmende Sattheit, die viele Akteure des TV-Geschäfts – auch hier analog zur Musik- und Printbranche – befallen hatte, war verantwortlich dafür, dass das Fernsehen (mehr kannte man in jenen vergangenen Zeiten, also so um 2006, ja nicht) in eine tiefe, schöpferische Krise geriet. Auch die Privatisierung brachte keine Besserung, im Gegenteil. Nur kurz flackerte mit den Musiksendern ein kreatives, innovatives Störfeuer auf, dann beherrschten die Controller die Szene: Fernsehen war im wahrsten Wortsinn berechenbar geworden. Und damit langweilig.

Auch, weil er zu wenige Alternativen gab. Das verhinderten schon die absurd hohen Herstellungskosten, die technisch schwierigen Vertriebsbedingungen und eine Lizenzpolitik, die, in Deutschland und anderswo, vor allem auf die Erhaltung des Status Quo zwischen einigen wenigen großen Spielern ausgerichtet war.

Dann kam die technische Revolution und schoss den Status Quo fröhlich über den Haufen. Nun drängen von unten und von der Seite die Neuen, Jungen, Anderen auf die Schirme, auf Youtube, Vimeo, Roku, Ustream und anderswo. Nicht immer handwerklich sauber, nicht stets mit großer Kunst, aber mit Spaß am Experiment und keiner Angst vor dem Versagen. Und oben, in den TV-Konzernzentralen, hat Angst oder Einsicht oder beides mittlerweile dazu geführt, nicht mehr arrogant auf diesen Internet-Firlefanz-Kinderkram herunterzuschauen, sondern zumindest mal ein paar Spielwiesen freizumachen. Um dann aber allzu oft wieder in Ruhe dem business as usual nachzugehen.

Aber da ist nix mit Ruhe und usual. Mittlerweile machen da draußen ganz andere sehr gute Sachen und damit prima Geschäfte: Sie heißen Netflix und Gronkh, Hulu und PewDiePie und neuerdings auch Amazon. Sie nutzen das neue Medium perfekt für sich, bedienen mit tollen Serien und Video-Kanälen, mit ihren On-Demand-Angeboten, Chat-Rooms und Twitter-Accounts all das Individuelle, Interaktive und auch das Verwöhnte, das die Digitalisierung in immer größere Zuschauerkreisen trägt. Die wieder Spaß am Medium #1 bekommen.

Und selbst die Werbung macht mit. Statt Millionen von Kunden-Euros im Blindflug, aber voller Hoffnung auf einen Zielgruppentreffer, in vier Werbeblöcke zwischen 20.15 und 22.30 Uhr zu stecken, macht man sich bei Agenturen und Media-Experten unter anderem mit Hilfe von Big Data nun immer mehr Gedanken darüber, dass Bewegtbildwerbung auch anders und anderswo sinnvoll laufen kann. Ein Milliardenmarkt wälzt sich gerade selber um.

All das ist toll für Zuschauer, User, Kreative und Geldverdiener – und ein grandioser Stoff für jeden Medienjournalisten. Darum sind wir jetzt hier. Als modernes, multimediales Info-Portal, das das neue Fernsehen und seine Akteure, egal ob im Web, TV oder sonstwo, wohlwollend, aber nicht unkritisch  begleitet. Die Betonung liegt dabei auf “neu”.

Wir interessieren uns nicht dafür, wenn Inka Bause  am ZDF-Nachmittag scheitert oder ob Günther Jauch die 5000. Folge WWM erlebt. Sondern dafür, warum bei ZDFneo hauptsächlich Altes läuft, ob Twitter nun wirklich der beste Second Screen ist, ob man als Youtube-Star doch Geld verdienen kann, wie Printverlage die Möglichkeiten des NewTV nutzen und warum Zalando nicht auch schon längst eine eigene Comedyserie ausstrahlt. Und dabei dem geneigten Publikum zu helfen, in dieser schönen neuen Videowelt den Überblick zu behalten.

Wir lieben, wenn sich was bewegt. Wir sind OneTV Mag.

Gründer:

Ralf Klassen lernte auf der Henri-Nannen-Journalistenschule, schrieb beim SPIEGEL über  TV- und Online und half als stellvertretender Chefredakteur bei der inhaltlichen Neupositionierung der Hörzu und der Konzeption eines digitalen Programmführers (EPG). Als Redaktionsleiter der Hamburger TV-Produktionsfirma “Beckoffice”  entwickelte er neue Bewegtbildformate für TV und Online, unter anderem für die digitalen Kanäle der ARD und SPIEGEL ONLINE. Beim Internetauftritt des Stern verantwortete er sechs Jahre lang als Leiter Digital TV den gesamten Videobereich, als stellvertretender Chefredakteur zusätzlich den Aufbau der Social-Media-Auftritte und der mobilen Angebote.

Zum Januar 2014 verließ Ralf Klassen stern.de und gründete “OneTV – Gesellschaft für digitale Dienstleistungen”, die unter anderem auch das OneTV Mag verantwortet. Zu den weiteren Angeboten der Gesellschaft zählen Konzeption und Produktion von Bewegtbildformaten für alle Kanäle, sowie Strategieberatung zu Webvideo- und NewTV-Themen.

(Mehr über das OneTV-Netzwerk, unserem Agentur- und Firmenverbund, erfahren Sie hier.)

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik zum OneTV Mag? Dann schreiben Sie uns gerne, wir freuen uns auf Ihr Feedback.

One comment

  1. Toi toi toi, lieber Ralf. You have to reinvent yourself all the time – kann ich Dir nur bestätigen, dass das eine gute Maxime ist. Herzlich Beate

Kommentar verfassen